Nach einer wieder ein bisschen längeren Zeit ist hier ein neues Kapitel. Ich hoffe es gefällt euch, obwohl es nicht so lange geworden ist. Die Updates werden wahrscheinlich nicht mehr so häufig wie anfangs kommen, da ich das schöne Frühlingswetter genießen möchte und mich meine aufdringlichen Freundinnen zurzeit voll einspannen.
Genug gelabert. Die Review-Antworten stehen am Ende.
Crying Eyes
Kapitel 14: Verletzende Worte
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Draco POV
Mit leicht bebenden Händen stieg ich die Treppe des Krankenflügels hinauf und legte mir schon mal im Voraus meine Worte zurecht. Es viel mir irrsinnig schwer, es ihm zu sagen. Doch es war nur zu seinem Besten. Ich sagte es nur um unser beider Willen.
So ungern ich das tat, so nötig war es aber. Meine Kehle brannte und ich hoffte überhaupt eines meiner gemeinen Worte herauszubringen. Unter Anstrengung versuchte ich meine emotionslose, gleichgültige Maske wieder aufzubauen.
Neben mit tuschelten die Gemälde aufgeregt miteinander und ich versuchte es so gut wie möglich zu ignorieren.
Harry POV
Drei Tage waren vergangen seit dem Ron im Krankenflügel eingeliefert wurde und nichts Weltbewegendes geschah. Ron hatte sich am Morgen nach seinem kleinen Unfall wieder erholt und war schon so gesund wieder in den Unterricht zu gehen. Leicht enttäuscht hatte ich mich in der Früh von ihm verabschiedet.
Das hieß, ich musste abermals alleine hier bleiben. Doch Ron besuchte mich jeden Tag. Und in der Nacht kam immer noch Draco und erzählte mir von den Fortschritten, die der Trank machte.
Nach seinen Worten zu schließen, war er schon bald fertig. Mein Glücksgefühl steigerte sich mit jedem Morgen und ich fieberte schon auf den Tag hin, an dem ich davon trinken konnte.
Heute hatte Draco beschlossen mich nachmittags zu besuchen. Gott sei Dank hatten Ron und Hermine an diesem Tag keine Zeit. Was hätten sie bloß über das auftauchen Dracos gesagt? Das war etwas, was man sich lieber nicht vorstellte.
Madam Pomfrey war nicht hier, aus welchem Grund auch immer. Die perfekte Zeit für Draco zu mir zu kommen ohne, dass er jemandem auffiel. Denn noch wollten wir es geheim halten. Es sollte eine Überraschung für die ganze Schule werden, die so schnell keiner vergaß.
Die knarrende Tür riss mich urplötzlich aus meinen Gedanken. Ich hörte Dracos Schuhe die laut in dem fast Menschenleeren Raum hallten. Das Geräusch verstummte.
Ich wandte meinen Kopf in Dracos vermutete Richtung und erwartete den Kuss, den ich immer anfangs bekam. Doch diesmal fiel er anscheinend aus. Ich runzelte die Stirn und wartete ab.
„Hallo, Potter!", begrüßte er mich kalt und schneidend
Potter? Potter! Seit wann denn wieder Potter? Wieso hörte er sich so eisig an. Was war los? Völlig sprachlos saß ich da und rührte mich nicht. Ich wartete, dass er weiterredete.
„Potter, ich mache Schluss. Es ist aus. Ich habe einen anderen Freund.", sagte er so plötzlich und unvermittelt, dass ich überrascht aufkeuchte.
Was! Warum machte er Schluss? Meine Gedanken wirbelten im Kopf herum und ich wollte es nicht so Recht begreifen. Das durfte einfach nicht wahr sein.
„Du hast einen anderen Freund, aber warum? Wer ist es?", fragte ich entsetzt und traurig.
„Ich habe nichts für dich empfunden. Du bist für mich nichts wert. Mein neuer Freund ist Ron.", erwiderte er ohne irgendeine Gefühlsregung.
Ron? Ausgerechnet mein bester Freund Ron? Doch darüber machte ich mir nicht so viele Gedanken. Ich war für ihn nichts wert. Nutzlos. Die ganzen Emotionen stürmten auf mich ein. Trauer. Wut. Hass. Enttäuschung. Ich fühlte mich verraten.´
„Ron? Wie kannst du mir das antun? Wieso machst du das?", rief ich verzweifelt.
„Auf Wiedersehen, Potter. Wehe, du erzählst irgendjemand, dass ich mal kurz mit dir zusammen war."
Er drehte sich um und an seinen Schritten hörte ich, dass er sich rasch entfernte. Das gab mir dann schließlich den Rest. Ohne mich halten zu können fing ich vor Verzweiflung an zu weinen. Tränen flossen meine einstige zerschundene Wange und brannten sich darin ein. Durch mein lautes Schluchzen bemerkte ich gar nicht, wie die Schritte inne hielten.
Für mich waren nur noch Dracos verletzende Worte wichtig. Hieß das etwa, er hatte nur mit mir gespielt? Eine rasende Enttäuschung machte sich in mir breit. Das hier traf mich fast noch mehr, als die Nachricht meiner Blindheit.
Plötzlich spürte ich etwas Komisches unterhalb von meinem Auge und Sekunden darauf war es wieder weg. Erschrocken über diese unerwartete Berührung fuhr ich zurück und fiel beinahe aus dem Bett.
„Was ist los?", stammelte ich unsicher mit Tränen erstickter Stimme. Doch da ich so erschrocken war, war mein Tränenfluss schlagartig versiegt. Nur eine seltsame dumpfe leer machte sich in mir breit.
Ich hörte wie etwas auf dem Nachtkästchen abgestellt wurde und kurz darauf schloss mich jemand ganz fest in den Arm.
„Draco?", fragte ich unsicher und erstaunt.
„Es tut mir schrecklich Leid, Harry. Bitte verzeih mir das, aber es war nötig. Ich brauchte deine Träne."
Nur sehr langsam verstand ich seine Worte und mir wurde klar, dass mich Draco nicht verlassen hatte. Er hatte es noch nicht einmal vorgehabt. Nicht mal daran gedacht. Es war nur dazu gedacht, mich zum weinen zu bringen. Obwohl mir der Schreck noch in den Knochen saß, konnte ich nicht umhin vor Erleichterung zu lachen.
Er umarmte mich noch mal fester und murmelte mir beruhigende und entschuldigende Worte zu. Anschließend gab er mir einen sehr langen Kuss. Atemlos lösten wir uns von einander und ich hatte mich soweit wieder völlig erholt.
„Das war gemein. Hättest du es denn nicht anders machen können? Das war eine blöde Idee und Geschmacklos", sagte ich anklagend.
„Es tut mir wirklich Leid. Doch etwas Besseres ist mir nicht eingefallen. Zumindest hab ich jetzt eine deiner Tränen in diesem Fläschchen hier. Ich habe auch eine gute Nachricht für dich. Der Trank wird bald fertig sein. Wir müssen nur noch hoffen, dass er wirkt."
Einige Zeit saßen wir nur da und hingen unseren Gedanken nach, während mir Draco immer wieder über den Handrücken strich. Da fiel mir etwas ein, was ich mich schon gerade gefragt hatte.
„Draco? Wie bist du eigentlich auf Ron gekommen?", fragte ich leicht amüsiert.
„Ich dachte mir, dass es dich bestimmt sehr verletzen würde. Weil er ja dein bester Freund ist.", gab er zurück.
Das klang mir einleuchtend. Obwohl ich sicher später noch misstrauisch geworden wäre. Draco würde sicher nie etwas mit Ron anfangen. Es war mir ja schon ein Rätsel, wieso er eigentlich etwas für mich empfand.
„So, ich muss jetzt wieder los. Die Träne sollte mindestens zwei Stunden nach dem vergießen in den Trank, sonst könnte es passieren, dass sie die Wirkung verliert. Kann ich morgen Nachmittag wieder kommen? Vielleicht ist er ja dann schon fertig.", sagte Draco.
Ich überlegte, ob nicht Hermine und Ron morgen kommen wollten. Andererseits, sollte der Trank morgen fertig sein, dann war mir das wichtiger als alles andere.
Schließlich sagte ich für morgen zu und Draco verschwand.
Langsam wanderten meine Gedanken wieder zu seinem Trick zurück. Es war schon sehr gemein gewesen. Dennoch war es nur zu meinem Besten. Wie er nur immer wieder auf solche Ideen kam. Das verwunderte mich. Doch bevor ich die Gelegenheit hatte, weiter darüber nachzudenken, bemerkte ich Schritte neben meinem Bett. Der leichte Geruch nach Arzneien schwebte mir entgegen. Madam Pomfrey.
„Hallo, Harry", sagte sie in einem leisen Flüsterton.
„Hallo, Madam Pomfrey", begrüßte ich sie freundlich. Obwohl mir ihre sonst so energische Stimme ein wenig Angst einjagte.
„Harry, ich habe jetzt unaufhörlich jeden Tag nach einem Gegenmittel gesucht. Und leider nichts gefunden. Natürlich werde ich es weiter versuchen. Aber erhoffe dir bitte nicht so viel. Es sieht schlecht aus. Mich wundert es, dass ich bisher so erfolglos war. Aber es ist nun mal so.", erklärte sie mit fester Stimme.
Sicher erwartete sie von mir, dass ich enttäuscht war. Sie konnte ja nicht wissen, dass Draco gerade einen Heilungs-Trank braute. Zwanghaft versuchte ich ein betroffenes Gesicht zu machen. Doch in meinem innern freute ich mich schon auf ihr ungläubiges Gesicht, dass ich hoffentlich bald zu sehen bekam. Falls ich irgendwann wieder sehen kann.
Poppy POV
In seinem Gesicht konnte ich die Enttäuschung sehen. Aber auch Ratlosigkeit. Ich konnte es auch selber nicht begreifen, dass ich nirgendwo ein Gegenmittel hatte oder ein Buch darüber. Harry hing anscheinend schon wieder seinen Gedanken nach, weil er sich nicht mehr rührte.
Also stand ich auf und ging in mein Büro. Der Junge tat mit Ernsthaft Leid
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Ich danke allen lieben Leuten da draußen, die meine Geschichte lesen und sogar etwas dazu schreiben. Es gibt nichts Schöneres mit einem Blick auf diese Seite.
Noel McKey: Das hat mit dem Schlag auf den Kopf zu tun. Er war halt etwas hart. g
Schnuckiputz: In Draco stecken ungeahnte Fähigkeiten. ;-) Mich nervt Ron auch.
Liz Black: Wegen Ron: Warte nur ab, wenn er von den beiden erfährt. Ich will Harry nicht noch weiter strapazieren, er hat schon genug Sorgen. Na ja, so Zeug wie Schokoriegel oder ähnliches mag ich schon nur kein Vollmilch und... Zartbitter / würg / HDGDL
Angie: Dein Name erinnert mich an meine Englischlehrerin. Die nennen wir auch immer so. Aber das ist ja egal. Im Buch steht; dass das heilen der Knochen die ganze Nacht dauert. So wars bei Harry. Oder habe ich dabei etwas falsch verstanden?
Deedochan: Na ja, durch den Schlag auf den Kopf kann sich Snape nicht mehr erinnern. War das so undeutlich geschrieben? / beschämt zu Boden blick / HDL
Babsel: Vielleicht verhält sich Ron ganz anders als du denkst? Wer weiß? Das war keine Andeutung.
DracoDragon: Hab ichs mir doch gedacht. /g / Sag mal gibt es hier sooo viele Ron und Hermine-Hasser?
Und natürlich gilt mein Dank auch Lilith, vava, DarkAya, LaraAnime, Lady-Claw, Leah-07
