Bei diesem Kapitel dürftet ihr die ersten Unterschiede lesen. Hoffe ich zumindest. :-) Hoffe natürlich auch das es euch gefällt.
Kapitel 3- Im Hogwarts Express
Lily starrte James ungläubig an. Sie merkte, dass sie die Arme noch in der Luft hatte und ließ sie langsam sinken.
„Was machst du hier?", fragte sie überrascht.
„Ich trete gerade in dieses Abteil und verstaue meinen Koffer.", erklärte James in einem belustigten Ton. Evans hüpft mit Jubelschreien durch das Schulsprecherabteil. Diese Szene möchte ich für ewig in meinem Gedächtnis behalten., dachte James grinsend.
„Ja, das sehe ich auch! Was willst du hier?", verlangte Lily zu wissen.
„Na, ich gehe in das Abteil des Schulsprechers. Da wo ich hin gehöre.", antwortete James in einem Ton, als spräche er mit einem Kleinkind.
„Nein, du bist nie im Leben Schulsprecher geworden. Wem hast du das Abzeichen weggenommen? Niemand, der noch alle Kessel zusammen hat, würde dich zum Schulsprecher machen!", sprudelte es aus ihr heraus.
James sah sie gekränkt an. „Na dann hat Dumbledore eben nicht mehr alle Kessel beieinander!", fauchte er und rückte seinen Koffer zurecht, sodass seine Initialen sichtbar wurden.
Beim Barte Merlins, dass darf nicht wahr sein. Womit habe ich das verdient? Das ist ja noch schlimmer als jemand aus Slytherin, grummelte Lily in sich hinein.
„Und du bist dir sicher, dass es wirklich dein Brief war und nicht der eines anderen?", vergewisserte sie sich, um wirklich alle Möglichkeiten auszuschöpfen.
„Ja, zum Troll noch mal! Warum fragt mich das jeder?", rief James empört.
Lily sah in belustigt an. „Dich haben das schon mehrere gefragt?", ein Grinsen umspielte ihre Lippen.
„Ja! Und Schluss jetzt damit. Ich bin Schulsprecher und fertig.", schnaufte James und ließ sich auf das Sofa fallen.
Lily wandte sich zurück zum Fenster. Der Zug fuhr nun an abgeernteten Feldern, über Jahrhunderte aufgeschichtete Steinmauern und Eichenwäldern vorbei. Sie seufzte. Das kann ja ein Spaß werden, und sie schritt hinüber zu einem gemütlich aussehenden Sessel.
„Welche Aufgaben hat der Schulsprecher eigentlich?", wandte James sich an sie.
Sie sah ihn mit hoch gezogener Augenbraue an. James blickte ihr unverwandt ins Gesicht.
„Als Erstes müssen wir die Vertrauensschüler einweisen und ein paar Kontrollgänge machen. Unsere Aufgaben wird uns Professor McGonagall schon mitteilen, wenn wir in Hogwarts sind.", antwortete Lily überzeugend.
Sie schwiegen. Lily stand auf und ging zu ihrem Koffer, nahm ein Buch heraus „Verwandlung für Fortgeschrittene- UTZ" stand darauf geschrieben und ein kleines Abzeichen. Ein goldener Löwe war darauf zu sehen auf dem ein „S" eingraviert war.
Sie setzte sich wieder und begann zu lesen.
James überlegte, wo er sein Abzeichen gelassen hatte. In seiner Tasche war es nicht. Er schritt hinüber zu seinem Koffer. Er öffnete ihn und der ganze Inhalt fiel heraus. Lily blickte über ihr Buch. Er durchwühlte seine ganzen Sachen. Es war einfach nicht da!
„Drachenblut und Krötenbein. Wo ist mein Abzeichen?", murmelte er vor sich hin.
„Was hast du gesagt?", fragte Lily, die ihn nicht verstanden hatte.
„Ich kann mein Abzeichen nicht finden!", antwortete James
„Na gut. Hilft nichts.", sagte er, hob seinen Zauberstab und rief. „Accio Abzeichen!" Danach ging er zum Fenster und schob es auf. Kurze Zeit später surrte etwas durch das Selbige und James fing es gekonnt auf.
Lily schaute ihn erstaunt an. „Das war wirklich gut.", gab sie anerkennend zu. „Das Abzeichen war Meilen weit weg!"
James sah sie stolz an. „Tja, ich bin halt wirklich gut!", erwiderte er
„Angeber!" sagte sie und vergrub sich wieder hinter ihrem Buch.
Er hingegen machte sich daran die ganzen Sachen wieder einzuräumen. Lily schaute erneut über ihr Buch.
„So gut bist du nun auch wieder nicht!", sagte sie abfällig. Stand auf und schritt zu ihm herüber. „Mach Platz, das kann man sich ja gar nicht mit ansehen.", sagte sie genervt. Nun zog sie ihren Zauberstab und sagte schlicht „Comprehendo Koffer" Alle Sachen flogen zurück in den Koffer. Umhänge, Bücher, Hosen und Hemden. Selbst die Socken rollten sich zusammen und quetschten sich in entstandene Ritzen. Dann flog der Deckel zu und das Schloss klickte.
„Na das war ja schon mal ein Anfang, Evans.", James richtete sich auf. Lily schnaubte zornig.
„Los komm, wir müssen die Vertrauensschüler einweisen!", grummelte sie und befestigte ihr Abzeichen.
James klopfte Asche von seinem Abzeichen. Muss wohl durch den Kamin gekommen sein., dachte er und folgte dem dunkelroten Haarschopf.
Vor einem Abteil blieb Lily stehen, schob die Tür beiseite und trat ein, dicht gefolgt von James. Acht Augenpaare sahen sie erwartungsvoll an.
„Es wurde ja auch Zeit, dass ihr endlich kommt!", sprach ein schlaksiger Junge mit blonden Haaren.
„Halt den Quaffel flach.", antwortete James gelassen und fuhr mit der Hand durch sein Haar, woraufhin es noch unordentlicher aussah.
Der Junge schaute ihn bösartig an.
Lily beobachtete das hingegen alle Vertrauensschülerinnen einen sehnsüchtigen Blick wagten.
„Nun ja. Hallo erst mal.", begann Lily und alle Augen richteten sich wieder auf sie.
„Also, das Einzige was ihr im Zug machen müsst, ist ab und zu mal ein Kontrollgang und aufpassen, dass niemand auf den Gängen verhext wird. Ihr wisst schon..."
„Gilt das auch für Schulsprecher?", unterbrach sie der schlaksige Junge und sah James an. Dieser hatte sich bis jetzt im Hintergrund gehalten.
„Chm, ja. Das gilt auch für Schulsprecher.", antwortete James sichtlich berührt.
Der Junge machte einen zufriedenen Gesichtsausdruck.
Mieser Gnom, dachte James und prägte sich das Gesicht des Vertrauensschülers ein.
„Alles weitere erfahren wir und ihr von unseren Hauslehrern. Das wäre so weit alles.", Lily lächelte noch einmal und wandte sich zum Gehen um.
James folgte ihr auf dem fuße.
„Gehst du nicht zum Schulsprecherabteil zurück?", fragte James.
„Nein, ich geh zu meinen Freundinnen. Und roll nicht mit den Augen, ich weiß, dass du das immer tust!", antwortete sie.
„So genau beobachtest du mich also?", stellte er wohlwollend fest.
„Bilde dir bloß nichts darauf ein!", fauchte Lily, doch eine leichte Röte stieg ihr in die Wangen.
„Nimms nicht tragisch, Evans. Nicht jede kann einem so tollen Kerl wie mir wiederstehen.", sagte er und grinste spitzbübisch.
Ein verachtender Blick traf ihn und sie rauschte erhobenen Hauptes davon.
Ausgezeichnet., dachte James. Da schau ich mal nach Padfoot.
Wutendbrand stapfte Lily den Gang entlang und erreichte kurz darauf das Abteil, in dem ihre Freundinnen saßen.
Beim öffnen der Türe machte sie ihrem Unmut Luft.
„Das kann ja wohl nicht wahr sein! Wisst ihr w...!", setzte sie an.
„JA, wissen wir!", gaben die Drei zurück und lachten.
„Das ist doch besser als jemand aus Slytherin, oder?", fragte Ellen schelmisch.
„Aber natürlich Miss Baggins!", sagte Lily zu Ellen „Ich wollte mein letztes Jahr in Hogwarts genießen und mich nicht mit diesem Angeber rum schlagen!", sie seufzte.
„Na so schlimm wird es schon nicht werden.", versicherte Lorrain.
„Das denkst auch nur du!", schnaufte Lily
„Zur Not kannst du ihn noch mal verhexen!", schlug Ellen vor.
„Ich bin Schulsprecherin. Das darf ich nicht!", sagte sie deprimiert.
„Ich würde es für dich tun!", lachte Alex. „Wie soll er aussehen? Wackelbeine? Pusteln im Gesicht? Oder soll ich ihn mit Stinkbomben bewerfen?", fragte sie hoffnungsvoll.
„Mh,", grübelte Lily. „Das hört sich alles sehr verlockend an. Du bist wirklich eine Freundin!", grinste sie.
„Toll, jetzt stehen wir in der Rangliste der Freundinnen hinten, bis uns etwas niederträchtiges einfällt!", empörte sich Ellen mit Lorrain.
Lily fing an mit lachen. „Bei mir gibt es keine Rangliste. Außerdem bin ich mir sicher, dass ihr mit einem Fingerschnipsen schon wisst, was ihr tun würdet!"
„Ja, das ist richtig.", sagte Lorrain hinterhältig. „Ich hätte der Maulenden Myrte gesagt, dass James Potter total auf sie steht. Da hätte er für den Rest des Schuljahres zutun, sie wieder los zu werden."
„Das ist wirklich gut!", pflichtete Lily ihr bei. „Dem werde ich es zeigen, wenn er mir mein letztes Jahr in Hogwarts vermiesen will!", und ihre Augen blitzten gefährlich.
„Gut, und da dieses wichtige Thema jetzt geklärt ist, möchte ich genau wissen wie eure Ferien waren!", lenkte Alex ab und lehnte sich in ihren Sitz.
James hatte Sirius nach längerem suchen in einem der hinteren Abteile gefunden.
Zusammen mit Moony und Wormtail, die sich gerade angeregt unterhielten.
„Ah, da bist du ja Prongs.", rief Sirius James entgegen. „Wir haben uns schon Sorgen gemacht, dass Evans dich in ein Häufchen Asche verwandelt hat."
„Woher weißt du, dass Evans Schulsprecher ist?", James war erstaunt.
„Haben Baggins, Shea und Hawkins getroffen.", lachte Sirius
„Warum redet ihr eigentlich immer so abfällig von ihnen?", fragte Remus genervt.
„Tun wir doch gar nicht.", riefen beide zur gleichen Zeit.
„Es würde euch gut tun sie mal beim Vornamen zu nennen!" verlangte er.
„Moony, du bist wie eine Mutter für mich, die ich nie hatte.", antwortete Sirius.
„Aber du hast doch eine Mutter, Padfoot!", quiekte Peter.
Die anderen Drei warfen sich einen vielsagenden Blick zu.
„Und, James. Hast du schon eine Idee womit wir Schniefelus begrüßen?", fragte Sirius begeistert und ein Leuchten machte sich in seinen Augen breit.
„Glaube nicht, dass ich das dieses Jahr machen kann.", sagte James vorsichtig. „Ich musste eben einem Vertrauensschüler bestätigen, dass verhexen für die Schulsprecher ebenfalls verboten ist."
"Wie stellst du dir das vor?", brauste Padfoot auf. „All die Jahre konnte ich auf dich zählen! Und jetzt! In unserem letzten Jahr, dass wir mit einem Knall beenden wollten, damit sich McGonagall noch ewig an uns erinnert! Da fängst du an und wirst wie Moony. Zwei Mütter kann ich nicht ertragen.", theatralisch warf er sich in den Sitz.
Moony schaute finster über seinen Tagespropheten.
„Wenn du willst, dass McGonagall sich noch ewig an dich erinnert, dann schenk ihr doch ein Bild von dir und jährlich einen Weihnachtsgruß!", sagte Prongs.
„Ach komm, beruhige dich Padfoot. Es darf mich halt nur keiner sehen.", versprach James seinem besten Freund. Doch Sirius sah noch immer wie ein bockiges, kleines Kind zum Fenster hinaus.
„Hey, Padfoot. Überlegst du dir jetzt schon etwas, dass du ohne James reißen kannst?", fragte Peter leise, doch Sirius antwortete nicht.
Der Himmel hatte von einem strahlenden Blau zu einem satten Orange gewechselt. Es wurde Abend.
„Wir müssten bald ankommen.", gab James zu bedenken.
"Stimmt.", Sirius drückte sein Gesicht an die kühle Fensterscheibe.
Die Zinnen und Türme des Schlosses leuchteten golden in der Abendsonne. Das kleine Hogsmeade lag wie verschlafen zu Füßen der gewaltigen Anlage. Von fern sah er auch den Verbotenen Wald. Nach ein paar Sekunden löste er sich von dem herrlichen Anblick.
„Nächste Woche ist Vollmond.", bemerkte Moony.
„Ich würde sagen, wir machen erst mal einen Kontrollgang. Das auch alles in Ordnung ist.", schlug Peter vor.
Die anderen nickten.
James ging zur Tür. „Tja Mädels, ihr solltet euch so langsam umziehen. Ich gehe mal meinen Schulsprecherpflichten nach.", lachte er und ging hinaus.
Als er beim Schulsprecherabteil ankam, war die Türe verschlossen. Er rüttelte noch einmal.
Eine Stimme rief „Moment!" und Lily öffnete ihm in ihrer Hogwartsuniform.
„Warum verschließt du die Tür?", wollte James wissen.
„Weil ich mich vielleicht umgezogen habe?", antwortete sie genervt.
James ging an ihr vorbei und holte die Sachen aus seinem Koffer. „Willst du mir beim anziehen helfen?", fragte er Lily, als sie noch immer im Raum stand.
„Da würde ich eher eines von Hagrids Monstern spazieren führen.", sagte sie und schloss die Tür hinter sich.
„Ein richtiger Sonnenschein.", murmelte Prongs und zog sich gemächlich um.
Nach einer Ewigkeit ging die Türe auf. Lily würdigte James keines Blickes, setzte sich wieder in den Sessel und las weiter.
