Ich verweise hier noch mal, dass ich bei der Fortsetzung zu Someone to die for ein neues Kapitel gepostet habe. -zwinker-


Kapitel 4- Die ersten 24 Stunden

James sah sie die ganze Zeit an. Er war wie hypnotisiert. Diese wunderschönen, dunkelroten Haare. Atemberaubende grüne Augen. Dazu diese schön geschwungenen Lippen., er seufzte vor sich hin.

Lily hatte sehr wohl bemerkt, dass James sie die ganze Zeit an sah. Wie konnte man diesen starrenden Blick auch ignorieren.

„Kannst du endlich aufhören mich anzustarren?", verlangte sie genervt.

„Erst wenn du mit mir aus gehst, Evans.", sagte er triumphierend.

„Da lasse ich mich doch lieber anstarren.", antwortete sie kühl und vergrub sich mehr hinter ihrem Buch.

Die Zeit verging und James wand den Blick nicht ab. Es machte ihm sogar Spaß Lily in den Wahnsinn zu treiben. Diese wusste ganz genau, dass er sie provozieren wollte und so versuchte sie ihn nach allen Regeln der Kunst zu ignorieren. Doch nach weiteren zwanzig Minuten war ihre Geduld erschöpft.

„Hör endlich auf mich anzustarren!", fauchte sie.

„Weißt du, dass du wunderschön bist, wenn du sauer bist, Evans?", fragte er.

„Antwortest du immer auf Fragen mit Gegenfragen?", erwiderte Lily.

„Tue ich das?", lächelte James.

„Hör auf damit!", zornig sprang sie auf.

Jedoch wurde James vor dem Wutausbruch bewahrt, denn der Zug bremste ab. Lily verlor das Gleichgewicht und fiel nach vorne. Er schaffte es noch sie aufzufangen.

Ein Schleier aus roten Haaren umgab James, als er seine Augen öffnete. Er schaute direkt in smaragdgrüne.

Lily öffnete die Augen und sah direkt in Seine. Sie waren haselnussbraun. Das war ihr noch nie aufgefallen. Seine Hände ruhten auf ihren Hüften. Sie spürte seinen ganzen Körper unter sich.

„Würdest du bitte von mir runter gehen?", keuchte James. „Ich glaub du hast mir ne Rippe gebrochen und den Kopf habe ich mir auch angeschlagen."

Erst jetzt bemerkte Lily, dass sie auf dem Boden lagen.

„Danke!" murmelnd rappelte sie sich hoch und eine leichte Röte stieg ihr in die Wangen.

Der Zug hatte inzwischen angehalten und sie hörten Schritte auf den Gängen.

James stellte erleichtert fest, dass nichts gebrochen war und er die erste Nacht nicht im Krankenflügel verbringen musste. Für Verletzungen war im Laufe des Schuljahres noch genug Zeit.

Beide nahmen schweigend ihre Koffer und stiegen aus dem Zug.

Lily eilte zu ihren Freundinnen hinüber, die am Ausgang des Bahnhofs auf sie warteten. Sie wollte nur schnell weg aus James Gegenwart.

„Warum bist du so rot im Gesicht?", fragte Lorrain und warf einen Blick zu James, der sich ein paar Meter entfernt zu Remus, Sirius und Peter gesellte.

„Es ist nichts.", erwiderte Lily kleinlaut. „Lasst uns eine Kutsche nehmen."

James grinste die ganze Kutschfahrt nur vor sich hin. Das wird ja immer besser. Schulsprecher ist doch richtig nett., überlegte er und erinnerte sich an ihren Duft.

Sirius setzte an ihn zu fragen warum er denn so dämlich grinsen würde, aber James hob die Hand und bedeutete ihm still zu sein. Moony zuckte mit den Schultern, als Sirius ihn fragend an sah.

Die Kutsche hielt an und sie stiegen hinaus.

Die gewaltigen Eichentüren des Portals waren geöffnet und Schwärme von Schülern strömten in die Große Halle.

Lily atmete erleichtert auf, als sie durch den Bogen trat. Endlich daheim!

Sie nahmen in der Mitte des langen Tisches Platz. Die Halle füllte sich zusehends. Als einer der Letzten kam James mit seinen Freunden herein getröpfelt. Zu James' Enttäuschung saßen sie von Lily weit entfernt.

Die Türen gingen erneut auf und Professor McGonagall kam mit den Erstklässlern herein.

Ehrfurcht war in ihren Gesichtern zu sehen. Lily schmunzelte. Wie groß und ehrwürdig war ihr alles vorgekommen, als sie in dem Boot saß, dass sie und die Anderen über den See nach Hogwarts gebracht hatte.

Die Jungen und Mädchen liefen unsicher zwischen den Haustischen hindurch. Viele Augenpaare ruhten auf ihnen. Die verzauberte Decke der Großen Halle zeigte einen zunehmenden Mond und vereinzelte Sterne. Jeder fragte sich in welches Haus er kommen würde. Die Erstklässler blieben auf Professor McGonagalls Geheiß vor dem Lehrertisch stehen und blickten ehrfürchtig auf einen Hocker mit einem alten, verschlissenen Hut.

Die ganze Schule starrte nun gespannt auf diesen Hut, als sich plötzlich die Krempe öffnete und er zu singen begann:

Vor mehr als tausend Jahren,

als alles alt und ich war neu.

Da lebten vier Zauberer,

die hatten einen Traum.

Eine Schule wollten sie errichten.

Größer und besser als alles gesehn.

Auf ihr'n Willen aber nicht verzichten.

Nun lauscht, das ist geschehen.

Sprach der alte Slytherin,

ich will lehren die mit reinstem Blut.

Sprach der gute Gryffindor,

ich lehre nur die Kühnsten mit Mut.

Sprach die schlaue Ravenclaw,

ich werde nur die Klügsten lehren.

Sprach die liebe Hufflepuff,

mir ist's egal, solang sie's zaubern nur begehren.

So lehrten sie für gute Zeit,

eng mit einander verbunden.

Doch eines Tages war's vorbei,

die Freundschaft war zerschunden.

Selbst als alt Slytherin ging hinfort,

die Zwietracht nicht verschwand.

So kam ich an diesen Ort,

mein Zweck ist wohl bekannt.

Ich sage es zu jeder Zeit,

steht zusammen, seid vereint.

Der Tag wird kommen, seid bereit

ihr werdet euch brauchen, ich weiß bescheid.

Hab euch gewarnt, hab alles berichtet.

Nun wolln wir beginnen, mit was ich verpflichtet.

Der Hut hatte geendet. Die Halle brach in Jubel aus.

Professor McGonagall nahm den Hut in die Hand, in der anderen hielt sie eine lange Pergamentrolle.

„Amber, Mary", rief sie und langsam kam ein kleines Mädchen auf den Hocker zu geschritten, setzte sich und Professor McGonagall setzte ihr den Hut auf. Die Hälfte ihres Gesichts war verdeckt. Der Hut überlegte eine Weile, dann rief er:"Ravenclaw!". Der ganze Ravenclaw Tisch brach in Jubel aus. Professor McGonagall nahm ihr den Hut ab und das Mädchen entschwand zu ihrem neuen Haus.

Und so ging es weiter über „Fib, Warren" ,Slytherin, zu „Laurel, Kevin" ,Gryffindor, und weiter zu „Mosher, Jeffry" ,Hufflepuff, bis endlich „Zodiac, Leonia" ,auch Gryffindor, ebenfalls verteilt war.

Lily konnte Alex' Magen grummeln hören, dabei war sie zwei Sitze entfernt. Endlich war der Applaus des Gryffindor Tisches abgeflaut, da erhob sich Dumbledore.

„Jetzt ist noch nicht die Zeit für eine Rede.", sprach er lächelnd. „Also haut rein!"

Und sofort erschienen die köstlichsten Speisen auf allen vier Haustischen.

Die Hauselfen haben wieder ganze Arbeit geleistet, dachte Sirius und lud sich Kartoffelbrei und Steak auf.

„Also Prongs, warum hast du während der Fahrt so gegrinst?", fragte Remus plötzlich.

James sah ihn verschwörerisch an und schwieg. Aber nachdem Sirius ihn aus Versehen anspuckte, da er versuchte mit vollem Mund zu reden, gab James nach und erzählte was im Zug geschehen war.

Sirius grinste ihn an. „Das wird das erste und letzte Mal gewesen sein, dass du ihr so nahe gekommen bist. Jetzt willst du dich bestimmt nie wieder waschen, was Prongs?", piesackte Sirius weiter.

„Sehr witzig, Padfoot!", grummelte James zurück. „Ich bekomme schon noch was ich will."

„Ja, aber wann?", schaltete sich Moony ein und blickte ihn mitleidig an. „Wie viele Körbe hat sie dir schon gegeben? Ich habe nach den ersten Monaten vom sechsten Schuljahr aufgehört zu zählen.", gab er weiter zu.

Über James braute sich eine kleine Gewitterwolke zusammen. „Haltet endlich die Klappe und lasst mir meinen kleinen Erfolg!"

„Prongs, dich muss es ja echt erwischt haben, wenn du keinen Spaß mehr verstehst.", stellte Sirius nun fest.

James sah den Tisch hinunter. Lily hatte den Blick auf ihren Teller gesenkt.

„Nun sag schon Lily! Warum warst du vorhin so rot, als du aus dem Zug gestiegen bist?", fragte Lorrain erneut.

Lily wusste das es kein Entrinnen gab und so erzählte auch sie was passiert war.

„Ach ich finde das irgendwie romantisch.", stellte Ellen fest.

Lily bedachte sie dafür mit einem abwertenden Blick.

„Ja, warum wirst du rot, wenn du ihn eigentlich gar nicht magst?", fragte Alex jetzt neugierig.

„Es war halt peinlich, dass ich ihn umgeworfen habe.", antwortete Lily und starrte immer noch auf ihren Teller.

„Wie nah wart ihr euch?", wollte Ellen jetzt wissen.

„Ich bin direkt auf ihn drauf gefallen. Warum fragst du mich das?", sie wurde ärgerlich. „Interpretiert da mal nicht zu viel hinein."

„Welche Augenfarbe hat er überhaupt?", fragte Ellen verstohlen.

„Haselnussbraun.", sagte Lily plötzlich.

Ellen sah überrascht aus. Eine Antwort auf ihre Frage hatte sie wohl nicht erwartet.

Lorrain sah die anderen grinsend an.

„Lily, gib mir mal die Steak-Nieren-Pastete!", forderte Alex auf einmal.

Lily war dankbar für den Themawechsel.

„Wie kannst du das nur essen?", schoss sie gleich drauf los. „Ich hoffe meine Kinder werden das nie essen. Das ist so ekelhaft."

„Du weißt ja nicht was gut ist!", gab Alex zurück und mampfte seelenruhig weiter.

Als auch der letzte Teller geleert war erhob sich Professor Dumbledore erneut.

„Ein herzliches Willkommen an unsere Neulinge und an unsere alten Hasen.", seine Augen zwinkerten hinter seinen halbmondförmigen Gläsern und irgendwo in seinem langen Bart war ein Lächeln versteckt.

„Bitte vergesst nicht, dass der Verbotene Wald auch weiterhin verboten bleibt! Die Gefahren darin haben sich den Sommer über nicht in Luft aufgelöst. Außerdem hat mich unser Hausmeister Mr. Filch gebeten Ihnen mitzuteilen, dass sich die Liste der verbotenen Gegenstände auf ‚Schleimbälle' und ‚Fingerfallen' erweitert hat.."

„Wie will Schniefelus dann zum Unterricht kommen, wenn Schleimbälle auf den Gängen verboten sind?", flüsterte Sirius James ins Ohr.

„..Die Liste kann in Mr. Filchs Büro eingesehen werden. Das verhexen von Schülern, auf den Gängen, ist auch weiterhin nicht erlaubt!", Dumbledores Blick wanderte zum Gryffindortisch und ruhte auf James und Sirius. Diese winkten verstohlen.

„Jetzt das Beste zum Schluss. Die Quidditch- Saison beginnt Anfang Oktober und nun, da wir alle satt und schläfrig sind sollten wir uns in unsere Himmelbetten begeben."

Das Fest war beendet. Alle erhoben sich von den Tischen.

Professor McGonagall kam auf Lily zugeeilt.

„Miss Evans, folgen Sie mir bitte.", und gemeinsam steuerten sie auf James zu.

„Mr. Potter!", James zuckte herum.

„Sie beide werden sich morgen Abend um sieben Uhr in meinem Büro einfinden.", sprach sie in ihrem typisch gebieterischen Ton.

„Ja, Professor.", antworteten beide.

„Äh, Professor. Wie ist eigentlich das Passwort zum Gemeinschaftsraum?", fragte Lily unsicher.

„Proelium committere.", beantwortete sie die Frage.

Gemeinsam gingen sie aus der Großen Halle. Auf dem Weg zum Gryffindor Turm kamen sie an alten Portraits vorbei. Eine kleine Hexe, in einem goldenen Rahmen, winkte Sirius und lächelte beschämt.

„Na Sirius, Girlanda kann es einfach nicht lassen!", lachte Remus. „Wie kann sich ein Gemälde nur in jemanden verlieben! Und vor allem in dich!"

„Das liegt einfach an meinem wahnsinnig guten Aussehen und an meinen exzellenten Manieren!", er warf theatralisch den Kopf zur Seite.

Jeder brach in lautstarkes Lachen aus.

Alex hielt sich den Bauch, sie musste sich an der Wand abstützen. Ihr liefen die Tränen.

„Exzel- was bitte?", fragte Lorrain, die sich wieder einigermaßen beruhigt hatte.

Sirius sah sie finster an.

„Ich kann so sein, wenn ich will!", schnaubte er.

„Würdest du darum wetten?", forderte Ellen ihn heraus.

Sirius überlegte. Mit einem Mädchen wetten? Pha! Das gewinne ich alle mal!

„OK! Hand drauf!", Sirius streckte ihr seine Rechte entgegen und sie nahm sie.

„Ähm, was ist der Wetteinsatz?", gab Lily nun zu bedenken.

„Hausaufgaben? Gold? Eine Flasche Kribbelsekt?", schlug Lorrain grinsend vor.

„Ich wäre ja für den Kribbelsekt, um dann den Sieg zu feiern.", überlegte Moony.

„Also dann. Abgemacht. Eine Woche ein Gentleman.", schloss Sirius.

„Das bedeutet aber auch keinen Snape verhexen!", grinste Ellen.

Sirius' Lächeln verschwand. Er verfluchte sich jetzt schon, dass er darauf eingegangen war. Alex hatte sich nun wieder vollkommen beruhigt und sie kletterten weiter die Treppen hinauf.

„Passwort?", fragte die fette Dame.

„Proelium committere.", beantwortete James die Frage und alle krabbelten durch das Portraitloch.

Die kleine Gruppe teilte sich und jeder ging zu seinem Schlafsaal. Bevor James die Wendeltreppe empor stieg warf er einen Blick zur anderen Seite des Gemeinschaftsraumes. Bitte dreh dich noch mal um, dachte er inständig. Und als ob er sie gerufen hätte, drehte Lily den Kopf. Er lächelte sie verführerisch an und zog eine Augenbraue nach oben. Zu seiner Verblüffung lächelte sie hoheitsvoll zurück!

Eigentlich sieht er ja gar nicht so schlecht aus., überlegte Lily und Panik überfiel sie. Oh Gott, was denke ich hier eigentlich, ein zweites Mal an diesem Tag stieg eine leichte Röte in ihre Wangen. Schnell wand sie das Gesicht ab.

„Komm schon, Lily. Du schläfst ja bald auf der Treppe ein!", drängte Ellen und Lily folgte ihr.

Plötzlich fiel Lily etwas ein. „Ellen, was hast du eigentlich in den Sommerferien gemacht, dass du mir nicht schreiben konntest?", fragte sie neugierig und ging nach ihr in den Schlafsaal.

Die Koffer waren nach oben gebracht worden. Lily zog sich ihren Pyjama an und sah Ellen erwartungsvoll an.

Auch Alex und Lorrain sahen gespannt aus.

Ellen seufzte. Es waren ihre Freundinnen. Sie konnte es ihnen erzählen.

„Meine Familie musste sich den Sommer über verstecken.", antwortete sie schlicht.

„Aber warum?", platze Lily heraus. Ihre Augen waren groß geworden.

„Mein Vater hat sich öffentlich gegen Ihr- wisst- schon- wen bekannt!", schloss Ellen betrübt.

Alex hatte die Hände vor den Mund geschlagen. Lorrain sah verängstigt aus und Lily starrte sie unfassbar an.

„Oh mein Gott.", Lorrain hatte als Erste die Sprache wieder gefunden. „Das ist ja schrecklich!"

„Beruhigt euch! Ich lebe noch und meine Familie ist gut versteckt.", beschwichtigte Ellen ihre Freundinnen. Das haben sie schlechter aufgenommen als ich dachte., überlegte sie.

„Wieso durftest du zur Schule zurück kommen?", fragte Alex immer noch geschockt.

„Dumbledore hat meinen Eltern versichert, dass der sicherste Ort für mich Hogwarts wäre und sie haben zu gestimmt.", antwortete Ellen glücklich.

„Du wirst immer sicher sein, wenn du in unserer Nähe bist!", versicherte Lily selbstverständlich und lächelte.

„Das weiß ich doch!", rief Ellen „Nun ist es aber Zeit fürs Bett!", drohte sie mit dem Zeigefinger. Lachend begaben sie sich in ihre Himmelbetten. Wünschten sich gegenseitig „Gute Nacht!" und bliesen die Kerzen aus.

Sie hat mich angelächelt, James wandelte wie betäubt die Treppen hinauf. Als er die Tür zum Schlafsaal öffnete traf ihn ein Kissen im Gesicht.

Sirius grinste ihn spitzbübisch an. James, aber ließ sich nicht stören, schlurfte zu seinem Koffer und öffnete ihn. Remus sah ihm über die Schulter.

„Seit wann kannst du einen Koffer so packen? So was habe ich seit dem ersten Schuljahr nicht mehr gesehen und da hat dir deine Mutter den Koffer gepackt.", sagte Moony.

„Das war Evans.", antwortete er in einem dumpfen Ton. Remus funkelte ihn böse an.

„Äh, ich meine das war Lily.", setzte James gleich hinterher.

Sirius Kopf war in die Höhe geschnellt.

„SIE HAT DIR DEN KOFFER GEPACKT?" rief er erstaunt.

„Sag mir bescheid, wenn sie die Farbe deiner Umhänge aussucht und ich bestelle das Aufgebot.", lachte er.

James rollte mit den Augen. Schnaubte vor sich hin und durchwühlte den Koffer nach seinem Pyjama.

Peter lag schon im Bett und hatte die Vorhänge zu gezogen, Remus machte es sich gerade gemütlich und Sirius saß auf dem Bett. Die Stirn in Falten gelegt.

„Was'n los Padfoot?", fragte James

„Ach, ich habe nur gerade überlegt was ich als nächstes mit Schniefelus anstelle.", antwortete er.

„Nein, hast du nicht.", entgegnete James. „Denn erstens, wenn du dir eine Gemeinheit ausdenkst leuchten deine Augen wie bei einem Verrückten und so hast du definitiv nicht ausgesehen und 2. darfst du das für eine Woche nun nicht. Also, was war es?", verlangte er zu wissen.

Sirius sah ihn grinsend an.

„Mh, ich dachte nur gerade was du und Evans, ähm, ich meine Lily für einen süßen Fratz bekommen würdet.", lachte er und warf einen Blick zu Remus der den beiden aufmerksam zugehört hatte.

„Hooow, immer langsam mit dem jungen Hippogreif.", wehrte James ab. „Aber du darfst dann Pate werden.", versicherte er weiter.

„Ähm, meint ihr nicht, dass euere Familienplanung noch etwas Zeit hat?", schaltete Moony sich nun ein „und ihr erst mal schlafen gehen solltet?"

„Ja, Mom!", antworteten beide lachend und stiegen in ihre Betten.

Sirius löschte das letzte Licht.

Ein verzagtes Schnarchen drang von Peters Bett her.

James lag in der Dunkelheit und dachte über den Tag nach und die schönen grünen Augen.

Jemand rüttelte an ihrem Arm.

„Lil, wir müssen aufstehen. Es wird Zeit.", Lorrain stand neben ihrem Bett

Sie öffnete die Augen einen Spalt und sah an ihr hoch. Sie war schon vollständig angezogen. Die braunen Haare zu einem Zopf gebunden. Alex saß auf ihrem Bett und kämpfte mit einem Strumpf.

„Eigentlich mag ich unsere Uniformen ja, aber warum haben wir ausgerechnet diese ekelhaften Strümpfe! Die kratzen so!", antwortete sie, als ihre Freundinnen sie fragend anschauten.

„Schon mal ans weich zaubern gedacht?", fragte Lorrain verständnislos und wandte sich wieder zu Lily.

„Los, steh schon auf!", rief sie fröhlich und zog Lily die Decke weg.

Lily trollte sich langsam ins Bad.

Die anderen warteten schon ungeduldig, bis sie endlich fertig war und sie beeilten sich um zum Frühstück zu kommen.

Das Essen war schon in vollem Gange und sie suchten sich einen Platz am Ende des langen Haustisches.

Professor McGonagall verteilte die neuen Stundenpläne.

„Der Tag ist eigentlich ganz annehmbar.", stellte Alex erleichtert fest.

„Zauberkunst, Verteidigung und Verwandlung am Morgen. Am Nachmittag Kräuterkunde und dann noch Pflege magischer Geschöpfe. Das wird ein toller Nachmittag auf den Schlossgründen.", sie grinste.

„Rede bitte nur von dir. Unser Nachmittag wird hart. Zaubertränke und danach Arithmantik!", stöhnte Lily

„Tja, du hättest es einfach abwählen sollen, wie wir.", antwortete Lorrain altklug.

Ellen rollte mit den Augen.

„Wo sind Mr. Potter, Mr. Black, Mr. Lu...", aber Professor McGonagall brach ab, denn die Gesuchten traten gerade in die Große Halle. Sie eilte auf sie zu, drückte ihnen ihre Stundenpläne in die Hand und rauschte zurück zum Lehrertisch.

„Vielen Dank, Professor McGonagall und einen wunderschönen guten Morgen!", rief Sirius ihr nach. Professor McGonagall warf ihm einen argwöhnischen Blick zu, entschloss sich dann aber ihn nicht zu fragen was denn in ihn gefahren sei.

Gemächlich liefen sie den Gryffindortisch entlang und ließen sich auf die Bänke neben die Mädchen fallen.

„Einen bezaubernden Morgen, die Damen.", begrüßte Sirius auch sie.

Ellen grinste ihn an. „Das ist nur der erste Tag!"

„Alex, würdest du mir bitte den Toast, den Speck, die Eier und den Kürbissaft reichen?", fragte Sirius nun weiter.

„Also einfach alles, was Alex um sich gescharrt hat. Pass auf, nicht das du mit ihr darum kämpfen musst wie ein Hund!", bemerkte Lorrain spitz. Alex funkelte sie an.

James hatte schnell von seinem Stundenplan auf gesehen.

Können sie es wissen? Unmöglich, dachte er.

„Ui, Zaubertränke am Nachmittag. Aber dem Merlin sei Dank geht's danach raus aufs Gelände!", lenkte er ab, als er Sirius' Blick gesehen hatte.

Sirius überschaute Moonys Stundenplan und spuckte bald über den Tisch!

„Remus, ich dachte du hast Geschichte der Zauberei abgewählt!", geschockt sah er ihn an.

„Bemerkst du auch schon, dass ich letztes Jahr nicht in jeder Stunde neben dir gesessen habe?", antwortete dieser sarkastisch.

Auch die anderen sahen ungläubig zu ihm.

„Du willst UTZ in Geschichte der Zauberei machen!", fragte Lily verblüfft. „Wie schaffst du es nicht einzuschlafen? Binns erzählt selbst die blutigste und dramatischste Schlacht, so spannend wie einen Bingoabend hundertjähriger Rentner im Gemeindezentrum!"

Moony zuckte die Schultern und lächelte verschmitzt.

„Ja, du warst da schon immer gut.", gab Lorrain zu. „Ohne dich hätte ich ein ‚Annehmbar' in der ZAG Prüfung wohl nicht geschafft.". Sie lächelte Remus an.

Peter hielt sich wie immer aus allem raus. Lily sah ihn zum Slytherintisch hinüber starren, wo Rabastan Lestrange und Severus Snape Hof hielten.

Er ist schon echt ein komischer Kauz. Ich frage mich, warum er mit Remus, Potter und Black befreundet ist., grübelte Lily

„Komm schon Lily, Zauberkunst fängt gleich an.", Ellen riss sie aus ihren Gedanken.

Die anderen waren schon aufgestanden.


Bitte eine Review nicht vergessen, auch wenn es die überarbeitete Version ist und es nicht sofort ins Auge sticht, was verändert wurde.

Tanja