to Alex Ich habe noch eine alte Version. Wenn du es vergleichen würdest, würde dir auffallen, dass sich in den anfänglichen Kapiteln einiges geändert hat. Ausführlicher eben, und besser beschrieben. Am Anfang habe ich mir nicht richtig Zeit für die Kapitel genommen. Ich glaube, jetzt mache ich das schon. Vielen Dank an dich, dass du Reviews schriebst.
to amaretto Ja, die Story ist überarbeitet. Schön, dass sie dir gefällt. Solltest mal die Fortsetzung lesen. werbungmach ;-)
Liebe Grüße an euch alle!
Kapitel 18- Familienfeiern
Das gesamte Anwesen der Potters war auf Hochglanz poliert. Es glänzte und blinkte. Weitere Gästezimmer waren hergerichtet, denn James Großeltern kamen ebenfalls zu Besuch.
Am späten Nachmittag trafen sie ein. Ophelias Mutter erinnerte Lily an die Queen. Aber trotz ihres Alters schien Felicitas recht rüstig und aufgeschlossen. James Großvater hingegen schien etwas steif und streng. Der Name Montgomery passte wie der Knüppel zum Troll. Eine kleine Überraschung waren Thaddäus Eltern. Nicht nur weil Mrs. Potter Senior Begonia hieß, sondern weil Henry Potter das Rätsel um James Aussehen vervollständigte. Lily konnte genau erkennen was James von wem hatte. Aber die Augen, die waren von Ophelia!
Sirius wurde begrüßt wie ein zweiter Sohn, nur Lily stand etwas betreten daneben.
„Ach Lily, nicht so schüchtern.", Ophelia schob sie nach vorne.
„Das hier ist Lily Evans. Sie ist James Freundin.", Lily fühlte sich wie bei einer Ausstellung und sie war das Ausstellungsstück.
Lily gab brav reih um die Hand.
„Lily Evans?", überlegte Felicitas. „Der Name kommt mir so bekannt vor. Ich habe ihn vor ein paar Jahren gehört."
Lily stieg eine leichte Röte in die Wangen. Kann das nicht alles endlich aufhören?
Hilfe suchend blickte sie sich nach James um, der aber nicht anders aussah. Letztendlich löste Ophelia das Rätsel auf.
„Na klar, Mom. Ich hatte dir doch erzählt das James im fünften Jahr von einem Mädchen verhext wurde und das ist sie."
Ein Lachen erfüllte den Raum.
Das wird mich bestimmt bis ans Ende meines Lebens verfolgen, grummelte Lily.
Die Familie versammelte sich dann zu einem kleinen Snack im Salon. Obwohl der Begriff Snack für Sirius eine dehnbare Sache war.
„Siri, du wirst nachher keinen Bissen mehr runter bekommen, wenn du dich jetzt so voll stopfst!", warnte Begonia.
„Ach Gramms, darauf würde ich nicht wetten.", bemerkte James spitz. „Sirius hat einen Magen wie ein Drache. Der bekommt alles runter."
Kurz darauf entbrannte ein Gespräch über einige Zaubererfamilien, die diesen Abend zugast waren. Lily schaltete ab, die meisten kannte sie gar nicht, bis ein Name dann doch ihre Aufmerksamkeit erregte.
„Ja, die Familie Baggins hat es schwer getroffen dieses Jahr. Aber welche gute Familie denn nicht?", sprach Felicitas schnell.
„Ja, Mom. Da hast du Recht.", stimmte Ophelia zu. „Aber ich glaube das Gabriel und Jenna Baggins heute hier erscheinen werden. Ich erinnere mich das eine Zusage angekommen war."
„Meinst du sie nehmen Ellen mit?", flüsterte Lily unauffällig zu James.
„Mom, haben sie geschrieben mit wie vielen Personen sie kommen?", fragte James mit vollem Mund.
„James!", tadelte seine Mutter. „Sprich nicht mit vollem Mund und ja, sie haben gesagt sie kommen mit 5 Personen."
„Aber Gab und Jen haben nur 2 Söhne.", berichtigte Henry.
„Ich denke, sie werden ihre Nichte mit bringen.", schaltete Thaddäus sich mit ein.
Lily wurde plötzlich ganz aufgeregt. Ellen kommt vielleicht auch her! Alle ihre Freundinnen würden dann hier sein.
Etwas später lag Lily in der Badewanne. Dampf schwebte durch den Raum.
Es war der 31. Dezember. Ein neues Jahr lag vor ihr. Ein Altes fast hinter ihr. Was würde sie erwarten? Solche Gedanken beschäftigten sie immer an Silvester. Wie ging es mit James weiter? Obwohl das eigentlich die weniger brennende Frage war. Was würden ihre Eltern dazu sagen, wenn sie erführen das Lily einem Todesser (in Muggel Verbrecher) gegenüber gestanden hatte und ihn mit James gefasst hatte. Na ja, viel Glück war auch dabei., überlegte Lily realistisch. Wollte sie einen Beruf ergreifen, in dem sich so etwas fast jeden Tag ereignete? Ja, eigentlich schon.
Was Petunia sagte war ihr egal, aber ihre Mutter und ihr Vater?
In diesem Augenblick klopfte etwas an die Fensterscheibe.
Draußen auf dem Fenstersims hockte eine Eule. Eilig kletterte Lily aus der Badewanne und gewährte dem durchgefrorenen Tier Einlass.
Es war ein Brief von ihren Eltern.
Hallo Schatz.
Deine Geschenke waren einfach fantastisch. Dein Vater hat sich sehr über das Buch mit den bewegenden Bildern gefreut. Er wollte es erst gar nicht aus der Hand geben. Wir haben dich sehr vermisst diese Weihnachten. Petunia hatte ihren Freund mit gebracht und dein Vater und ich konnten uns noch nicht darüber einig werden, ob er das richtige für sie ist.
Deine Geschenke liegen noch hier unter dem Baum. Ich wollte sie nicht an die Eule hängen. Was hätten die Nachbarn gedacht, wenn ich ein großes Paket per Eule versendet hätte. Es wäre schön, wenn du vor der Schule noch einmal zu uns kommst. Wir haben uns doch so lange nicht gesehen. Wir hoffen, dass du bis jetzt eine schöne Zeit verbracht hast.
In Liebe
Mom und Dad
Lily musste schmunzeln. Sie konnte sich ihren Vater richtig vorstellen, wie er die bewegenden Bilder ansah und ständig kleine erstaunte Ausrufe von sich gab. Ihrer Mutter hatte sie eine Sonne in einem Glasball geschenkt, denn ihre Mutter liebte es im warmen Licht zu sitzen. „Das macht fröhlich.", pflegte Mrs. Evans immer zu sagen. Und Petunia? Ihr hätte Lily am liebsten eine Wagenladung Trollmist geschenkt, aber da das nun mal nicht ging hatte sie sich für ein Tuch entschieden. Dieses wechselte die Farbe, wenn man ärgerlich war oder sich freute. Jedoch hatte Lily nichts davon auf der beiliegenden Karte erwähnt.
Die Eule gab einen kreischenden Laut von sich und Lily schreckte hoch. Sie sah auf die Uhr. Es war halb acht. Um acht sollten die Gäste langsam eintreffen und sie hatte sich noch nicht die Haare gewaschen. Geschweige sich die Haare trocken geföhnt! Im Eiltempo stürzte sie zurück in die Badewanne.
Etwas später kämpfte Lily mit ihren Haaren einen erbitterten Kampf. Ihr Spiegelbild schaute amüsiert drein.
„Wenn ich du wäre, würde ich meinen Zauberstab zu Hilfe nehmen.", bemerkte es.
„Sehr witzig!"
Letztendlich hörte sie doch auf ihr Selbstbildnis und in der nächsten Sekunde hingen ihre Haare trocken und glänzend über ihren Schultern.
Es klingelte kurz hintereinander an der Türe, denn im Haus der Potters konnte man nicht apparieren. Manche Zauberer kamen auch per Flohpulver-Netzwerk und zuweilen schlich eine kleine Rauchwolke durch die Kamine.
Lily holte ihr neues Kleid aus dem Schrank und gratulierte sich erneut für dieses wunderschöne Stück. Es war fünf nach acht! Ich liege verdammt gut in der Zeit, stellte sie außerdem fest.
Wieder fühlte Lily einen kühlen Hauch auf ihrer Haut, als sich der Stoff an ihren Körper schmiegte.
Haare auf? Haare zu, beäugte sie sich kritisch. Mh, Haare hochgesteckt., entschied sie sich mit Hilfe ihres Spiegelbildes.
Vorsichtig zog sie die seidenen, weisen Handschuhe über und schlüpfte in höhere Schuhe.
Erneut betrachtete sie sich im Spiegel.
„Akzeptabel?", fragte sie sich selber. Nein, etwas fehlte noch und sie legte die Kette mit dem Medaillon um.
„Perfekt!"
Vorsichtig stieg sie die Treppe hinab. Stimmengewirr war schon zu hören. Ein Blick auf die große Wanduhr verriet ihr. dass es halb neun war.
In der Eingangshalle erblickte sie Thaddäus und Ophelia die, die Gäste begrüßten. James Mutter sah hinreisend aus. Ein Bordeauxfarbenes Kleid unterstrich ihre hellbraunen, lockigen Haare die heute elegant nach oben gesteckt waren. Thaddäus trug einen Smoking und sah sehr edel aus. Lily steuerte auf sie zu.
„Guten Abend.", grüßte sie etwas zögerlich. „Haben sie James gesehen?"
Ophelia wandte sich um.
„Oh, Lily. Du siehst einfach bezaubernd aus!", lobte sie. Auch Thaddäus schickte einen anerkennenden Blick.
„Er müsste mit Sirius beim Kamin sein um die Gäste dort zu empfangen, denn wir können ja nicht an zwei Orten gleichzeitig sein.", lachte James' Mutter.
Im Salon angekommen erblickte sie ein Gewirr aus bunten Kleidern jeglicher Form und Farbe. Bedächtig drängelte sie sich zum Kamin durch. Dort erblickte sie zwei bekannte junge Männer, die ebenfalls in einen Smoking gekleidet waren. Sirius, wie auch James, hatten vergeblich versucht (wohl auf Befehl von Ophelia) ihre Haare zu bezwingen. Was leider nicht vollkommen gelungen war.
Unbemerkt war Lily hinter die beiden getreten.
„Weist du was Lily heute tragen wird?", fragte Sirius James.
„Keine Ahnung. Aber sie wird umwerfend aussehen.", versicherte James.
Ein kurzes Schweigen stellte sich ein.
„Was ich heute Abend schon gesehen habe ist auch nicht gerade zum vor die Türe setzen.", zwinkerte Padfoot und beide sahen einer großen Blondine nach.
„Ja, das ist wahr.", bestätigte Prongs, pfeifte anerkennend und lachte. Über Lily braute sich eine kleine Gewitterwolke zusammen.
„Aber Lily ist die Richtige für mich, Padfoot. Ich weiß es einfach.", sprach James weiter. Mit einem kleinen „Puff" war die Wolke über Lilys Kopf wieder verschwunden und eine große Wärme machte sich in ihr breit.
Es war Zeit in Aktion zu treten.
„Guten Abend, meine Herren.", sagte Lily sanft. James und Sirius wirbelten herum. Beiden stand der Mund offen.
„Ja, ihr seht auch sehr gut aus.", begann sie das Gespräch.
James fing sich als erster.
„Liebling, du siehst einfach atemberaubend aus.", und er küsste sie.
„Ja, nicht gerade zum vor die Türe setzten, oder?", fragend sah Lily beide an.
Sirius räusperte sich.
„Ähm, nein. Das nun wirklich nicht."
Das Gespräch vertiefte sich aber nicht weiter, weil ein kleines Zischen neue Gäste ankündigte. Eine Frau stieg als erstes aus dem Kamin, gefolgt von einem Mann und einer jungen Frau. Bei genauerem Hinsehen entpuppte sie sich als Alex Shea. Lily war verblüfft. So heraus geputzt hatte sie Alex noch nie gesehen.
„Guten Abend, Mr. und Mrs Shea!", James reichte ihnen die Hand.
„Hallo Alex.", grüßte Sirius.
„Beim Merlin!", quiekte Alex plötzlich und stürzte auf Lily zu. „Was machst du hier?", sie schlossen sich in die Arme.
„Das ist eine lange Geschichte.", brachte Lily gerade so hervor, weil Alex ihr fast die Luft abdrückte.
„Davon will ich aber alles ganz genau hören.", machte Alex ihren Standpunkt klar.
Etwas später trudelte auch Lorrain mit ihren Eltern und ihrem Bruder ein. Leon Hawkins war 7 Jahre älter als Lorrain und so sah Lily ihn das erste Mal. Er war von stattlicher Natur und begrüßte Lily nach James Geschmack etwas zu überschwänglich. Dieser macht sanft, aber unmissverständlich seine Ansprüche geltend, indem er etwas näher an Lily rückte und ihre Hand nahm. Alex und Lorrain fielen bald die Augen raus.
„Ich glaube wir sollten uns heute mal ganz in Ruhe unterhalten.", stellte Lorrain fest.
Lily grinste sie an.
„Ich habe Alex schon gesagt, dass es eine lange Geschichte ist. Aber ich rücke erst mit der Sprache raus, wenn Ellen da ist."
Zu Lilys totaler Überraschung fanden sich auch Remus und Peter ein. Wenn sie so durch zählte war fast ganz Hogwarts eingeladen. Allerdings machten sich Schüler aus Slytherin ziemlich rar. Sie hatte auch schon einige Professoren erblickt. Im großen und ganzen war der Silvesterball bei den Potters das gesellschaftliche Ereignis schlecht hin. Lily hatte vorher keine Ahnung gehabt, wie beliebt die Potters waren. Selbst der Zaubereiminister war anwesend!
Der große Ballsaal hatte sich nun langsam gefüllt. Ellen war noch nicht aufgetaucht und so wurden Lorrain und Alex weiter auf die Folter gespannt.
Ein kleines Klingeln schallte plötzlich durch den Raum.
„Meine sehr geehrten Hexen und Zauberer.", begann Thaddäus eine Rede.
„Ich freue mich das Sie sich, auch dieses Jahr, in meinem bescheidenen Haus eingefunden haben.", ein Schmunzeln ging durch den Raum. Bescheiden konnte man es nicht nennen, was einem hier geboten wurde. Der Ballsaal funkelte und blinkte und es war ein Büffet aufgefahren das die Tische bedrohlich ächzen ließ.
„Ebenso freuen Ophelia und ich uns über den Besuch einer mutigen jungen Frau, die wir in unserer Familie begrüßen durften. Ich bitte um einen Applaus für Miss Lily Evans!"
Lily durchfuhr ein großer Schock. Jeder hatte wohl den Tagespropheten gelesen. Jeder kannte ihren Namen, ihr Gesicht.
Händeklatschen durchflutete den Raum.
O Gott, ist das peinlich, Lily spürte wie ihr die Röte ins Gesicht stieg. Sie wäre am liebsten im Boden versunken. Ein mechanisches Lächeln war auf ihren Mund gezaubert, denn Menschen um sie herum sahen sie anerkennend, aber auch neugierig an.
Thaddäus winkte noch einmal kurz in ihre Richtung.
„So, und nun wünsche ich Ihnen allen viel Spaß. Amüsieren sie sich."
Ein weiteres Mal applaudierte die Menschenmasse. Sofort war wieder ein Stimmengewirr vernehmbar.
„Warum bist du so rot?", fragte James hinterlistig.
„Du wusstest es, oder?", verlangte Lily.
„Ich habe dir doch gesagt du wirst der Verwandtschaft vorgestellt.", antwortete er scheinheilig.
„Der Verwandtschaft, aber nicht dem ganzen Saal!", schnaubte sie.
„Lily, der Saal ist die Verwandtschaft.", ergänzte Sirius.
