Ein paar mehr Reviews wären ganz nett. Mal so als Hinweis. Anonym kann man die auch abgeben.

Kapitel 23- Ein Slytherin kommt selten allein

Hogwarts lag im Dunkeln. Nur Kerzenlicht wies von weitem den Weg.

Schule hieß wieder Hausaufgaben, Randall und Slytherins. Aber da war ja immer noch Lily, dachte James. Mit ihr würde er auch die letzten Monate überstehen.

„Ist es nicht herrlich wieder hier zu sein?", fragte Alex.

Die anderen nickten.

Ein paar Minuten später stiegen sie aus der Kutsche. Remus wartete bereits auf den Stufen.

„Was machst du schon hier?", wunderte sich Lily. „Ihr seid doch eine Kutsche hinter uns gewesen."

Sirius grinste.

„Das war eure Kutsche die uns überholt hat."

„Jupp!", erwiderte Moony.

„Wie hast du das gemacht?", wollte Lily wissen.

„Geheimnis.", antwortete Remus verschwörerisch.

Die verbliebenen Marauderer sahen sich wissend an.

„Ach, sagt es mir nicht.", änderte Lily ihre Meinung. „Das kann nichts Gutes bedeuten.", und sie stieg die Treppen hinauf in die Eingangshalle.

„Was hast du ihnen versprochen?", erkundigte sich Sirius.

„Na das was sie mögen. Blutiges, rohes Fleisch.", Remus ging in Richtung Große Halle.

Die Decke war Wolken verhangen und Kerzen schwebten durch die Lüfte. Die vier Haustische bogen sich unter der Last der Speisen.

Alex und Sirius saßen sich gegenüber. Ständig sahen sie sich sehnsüchtig an.

„Was ist da los? Hab ich was nicht mit bekommen?", Ellen war total verwirrt.

„Wie es scheint, ja!", beugte sich James zu ihr.

„Das wollte ich dir schon auf dem Bahnsteig sagen.", meldete sich Lily. „Alex und Siri haben sich wahrscheinlich auf der Silvesterfeier verliebt."

„Och, das ist ja süß.", seufzte Lorrain, die aufmerksam zugehört hatte. Die anderen sahen sie ungläubig an.

„Lorrain, bist du krank?", erkundigte sich Ellen.

„Nein, aber ist das nicht süß? An Silvester. Wie symbolisch!"

Lily, Ellen und James ignorierten Lorrain. Das störte nur den Ablauf der Geschichte.

„Auf jeden Fall,", setzte Lily von neuem an. „ ..hat Sirius zuviel Zauberpunsch getrunken..."

Ellen verzog das Gesicht.

„...und hat Alex mit auf sein Zimmer genommen." Ein anerkennendes Pfeifen ertönte. „Es geht ja noch weiter. Sie haben sich dann letztendlich auch geküsst, aber Siri ist dabei eingeschlafen.", grinsten James und Lily.

Ellen fing an mit lachen.

„Psst!", beruhigte Lorrain. „Nicht das sie noch fragen warum du lachst."

„Die Beiden sind mit sich beschäftigt.", deutete Remus auf Alex und Padfoot.

Es war ein Bild für die Götter.

Der Tisch zwischen ihnen war ausgefüllt mit allerlei Vorspeisen, Hauptgerichten, Desserts und Getränken. Dementsprechend befand sich keine einzigste Schüssel mehr im Umkreis von einem Meter. Es sah aus wie eine kleine Insel mitten im großen Ozean und auf diesem Fleckchen Erde saßen zwei Individuen, die sich gegenseitig anschmachteten.

„Das ist ja nicht zum aushalten.", bemerkte Lorrain als erstes.

„Na endlich bist du wieder die Alte.", beglückwünschte Ellen.

„Sie werden bestimmt noch miteinander reden wollen.", spekulierte Lily.

„Wenn das Essen solange auf dem Tisch bleibt, bestimmt nicht."

„Lorrain, du bist wirklich gemein.", stellte James grinsend fest.

Wenn nicht plötzlich alle Speisen vom Tisch verschwunden wären, würden Alex und Sirius wohl noch heute in der Großen Halle sitzen. Das Essen war somit zuende und eine große Schülerschar durchstreifte die Gänge zu ihren Gemeinschaftsräumen.

Lily und die Anderen wünschte den beiden Turteltäubchen „Gute Nacht!" und machten sich schleunigst aus dem Staub.

Da standen Alex und Sirius nun im Gemeinschaftsraum. Schüler kamen und gingen an ihnen vorbei. Es war schon spät.

„Wollen wir uns nicht setzen?", fragte Alex unsicher. Sie hatte tausend Feen im Bauch und jede Einzelne kitzelte Alex mit ihren Flügeln.

„Klar."

Sie ließen sich auf ein Sofa beim Kamin fallen.

„Es tut mir wirklich leid wegen neulich.", begann Padfoot zögerlich. „Aber es war nicht meine Schuld. Ich hätte nie gemacht, was ich gemacht habe."

„Du hast ja nichts gemacht, das ist es ja gewesen.", beschwerte sich Alex und errötete.

„Oh, wirklich.?", schwindelte Sirius. Natürlich wusste er was Alex Lily geschrieben hatte, aber manchmal war eine Lüge sehr hilfreich um zu erreichen was man wollte.

„Nun ja, ähm...", begann Padfoot von neuem. „Es war James Schuld, ich hätte nie so viel Zauberpunsch getrunken. Das musst du mir glauben."

„Das tue ich doch auch."

„Wirklich?"

„Ja."

Sie starrten gemeinsam ins Feuer.

Irgendwas musste langsam passieren.

„Alex."

„Ja."

„Silvester war sehr schön mit dir."

„Danke, es war auch sehr schön mit dir."

Sirius kratzte sich am Hinterkopf.

„Was habe ich denn eigentlich nicht gemacht?"

Alex wusste gar nicht wie sie es sagen sollte. Wie sollte sie ihm beibringen, dass er mitten in einem Kuss eingeschlafen war.

Padfoot rutschte näher zu ihr. Charmant lächelte er sie an.

„Du bist eingeschlafen.", sagte Alex letztendlich. „Als wir uns geküsste haben."

„Bei Merlin.", Sirius Augen waren so groß, wie die einer Eule. „Aber das kann man doch alles nachholen. Oder?", fragte er nun und rutschte noch näher.

Alex spürte immer mehr Hitze in ihren Wangen.

Verdammt, warum werde ich jetzt rot? So schlimm war es noch nicht mal an Silvester.

„Ja, ich denke schon, dass man das kann."

„Da bin ich ja beruhigt.", seufzte Sirius erleichtert.

Alex musste unweigerlich lachen.

„Dachtest du etwa ich würde dich deswegen nicht mehr wollen?", platzte sie heraus.

Auch Padfoot grinste nun.

„Ja, irgendwie schon."

Das Feuer knisterte im Hintergrund.

Beide sahen sich wieder in die Augen. Es war ein magischer Moment. Sie kamen sich immer näher.

Sirius schloss seine Augen und dann spürte er ihre warmen Lippen auf den seinen. Das ihm dieses Erlebnis von der Silvesternacht nicht im Gedächtnis geblieben war verstand er selber nicht. Alles schien so perfekt. Der Moment, die Umgebung. Einfach alles.

Eine Eule kratzte am Fenster und Lorrain ließ sie herein.

„Lily, es ist für dich."

Hallo mein Liebling,

warst du auch schon unten lauschen? Die beiden stellen sich vielleicht an!

Vermisse dich.

James

Stand auf dem Pergament.

„Ich glaube es ja nicht. Er benimmt sich wie ein kleines Kind!", schnaufte Ellen, die Lily über die Schulter geschaut hatte.

„Das ist typisch James. Wenn es um Sirius geht ist er wie 12.", erklärte Lily den anderen Beiden.

„Sie sind wie Brüder, oder?", fragte Lorrain.

„Ja, das sind sie. Ophelia und Thaddäus behandeln Sirius auch wie ihren Sohn."

„Sirius richtige Familie möchte ich nicht tot über dem Gartenzaun hängen haben.", bemerkte Ellen plötzlich bissig.

„Warum das? Ich kenne welche von der Familie der Blacks, die in Ordnung sind.", wunderte sich Lorrain.

„Die Blacks sind in engen Zaubererkreisen dafür bekannt, dass sie Ihr- wisst- schon- wen unterstützen."

„Na gut, das erklärt auch heute den Angriff auf Marcus Beech von Regulus Black.", schlussfolgerte Lily.

„Eben! Und die wenigen Blacks, die ‚normal' sind wurden aus der Familie verbannt und sogar aus dem Stammbaum gestrichen.", wusste Ellen zu berichten.

„Komische Familie."

„Nicht jeder kann eine normale Familie wie du haben, Lily."

„Keine Angst, meine Familie ist auch nicht normal. Das hat der Besuch mit James gezeigt."

„Du hast James deinen Eltern vorgestellt. Das ist ja interessant.", Lorrain sah neugierig aus.

„Glaubt mir, es war ein totales Desaster."

„Na dann erzähl doch mal!", forderten ihre Freundinnen auf.

„...und dann sind sie aus dem Haus gestürmt."

„Ein Schwein, lachte Lorrain noch immer.

„Beruhig dich wieder!"

„Ach, der Besuch war noch gar nichts gegen die Familienfeier mit Urgroßtante Winnifred und Ur-Ur-Urgroßonkel Alfred.", winkte Ellen ab.

„Ja, stimmt!", lachte Lorrain von neuem.

„Davon hat mir James schon erzählt. Ihr müsst das jetzt nicht weiter ausführen.", würgte Lily die Geschichte in den Grundzügen ab.

„Aber mal ehrlich.", sagte Ellen ernst. „Macht es dir etwas aus wegen deiner Schwester?",

Lily überlegte eine Weile.

„Ich glaube nicht. Wir haben uns nie wirklich verstanden. Auch nicht, bevor ich nach Hogwarts ging. Aber danach wurde alles noch schlimmer."

„Glaubst du nicht, dass sie eifersüchtig war?", überlegte Lorrain.

„Manchmal glaube ich das schon, aber dann denke ich auch das sie Angst vor mir hat, weil ich Kräfte habe die sie nicht einschätzen kann."

„Da ist was Wahres dran."

„Ach, vergessen wir das bitte.", beendete Lily das Thema. „Ich werde James erst einmal antworten."

Mein Hase,

warum belauschst du Sirius? Du hast doch schon genug Unfug gemacht.

Vermisse dich auch. Tausend Küsse!

Lily

Behutsam befestigte sie die kleine Pergamentrolle am Bein der Eule und ließ sie hinaus.

Die Eule flog ein paar Fenster weiter und pickte an einer Fensterscheibe. James stürzte zum Fenster.

Das hat ja ewig gedauert, dachte er und öffnete die Rolle.

Enttäuscht sah er auf das Schriftstück.

„Die waren gar nicht unten.", beklagte er sich.

„Hab ich dir doch gesagt!", bestätigte Remus seine vorangegangene Meinung.

Prongs zog ein Gesicht.

„Aber sie schickt mir tausend Küsse!", sprudelte es aus ihm heraus.

„Na hast du's gut.", bemerkte Moony sarkastisch.

James grinste nur.

„Ach Moony, du findest auch noch die Richtige."

„Aber natürlich. Und wie erkläre ich, dass ich einmal im Monat nachts nicht heim komme?"

„Du kannst ihr ja sagen, dass du auf einer Geschäftsreise bist.", schlug Peter vor.

„Wormtail, jeden Monat um die selbe Zeit? Frauen sind nicht dumm! Die fühlen, wenn was nicht stimmt.", Remus schien etwas deprimiert.

„Moony, lass den Kopf nicht hängen. Eine wird kommen.", baute James ihn auf.

Etwas später gingen sie zu Bett. James dachte an Lily und die letzten Nächte die er mit ihr verbracht hatte.

Auch Lily lag in ihrem Bett. Sie ließ die Ferien Revue passieren. Sie hatte mit James Hilfe Courtland gestellt, James Familie kennen gelernt. (Was nicht einfach war.) Ihre Schwester verloren, wobei sie Petunia nie als solche empfunden hatte und erfahren wie sehr James sie liebte. Der Gedanke beruhigte sie. James war bei ihr und würde ihr immer beistehen. Noch immer hatte Lily den Entschluss gefasst zum Wahrsagelehrer zugehen um ihren und James Traum deuten zulassen. Ein ungutes Gefühl machte sich in ihrem Magen breit. War es normal, dass zwei Leute den selben Traum hatten? Vielleicht, aber das konnte ihr nur der Lehrer beantworten.

Am nächsten Morgen erwachte James früh. Geistesabwesend tastete er neben sich. Da lag aber niemand und ihm wurde bewusst, dass Lily ganz woanders war. Er schaute hinüber zu Sirius Bett. Jemand hatte darin geschlafen, aber es war bereits verlassen.

Spät ins Bett und früh wieder raus. Wie macht er das nur, staunte James nicht schlecht. Peters Vorhänge waren noch immer zugezogen, Remus dagegen schlief immer mit offenen Vorhängen, völlige Dunkelheit konnte er nicht ertragen.

Leise zog James sich an. Als er nach unten kam erblickte er Sirius in einem Sessel am Fenster.

„Morgen Padfoot. Wie lief es?"

„Ja, ganz gut."

„Wie nur ganz gut?", forschte James nach.

Sirius drehte sich zu ihm um. Er grinste.

„Nein, es war außergewöhnlich. Dass ich mich daran nicht erinnern konnte, verstehe ich selber nicht."

Prongs zog eine Augenbraue nach oben.

„Ich frage mich nur warum du dich nicht mehr erinnern konntest."

Padfoot funkelte ihn böse an.

„Nein, Spaß bei Seite. Altes Haus, wurde ja endlich Zeit."

„Danke James."

Etwas später saßen sie in der Großen Halle beim Frühstück. Lily und Lorrain setzten sich zu ihnen.

„Morgen!", grüßte Lily freudestrahlend und küsste James.

„Wo ist der Rest?"

„Schläft noch.", antwortete Lorrain. „Wie lange wart ihr noch unten? Alex kam total spät!"

„Ich glaube er hat keine Ahnung!", beantwortete Prongs die Frage für Sirius.

„Warum hast du Sirius belauscht?", flüsterte Lily in James Ohr.

„Ich musste doch sicher gehen, dass er auch alles richtig macht!"

„Du wieder mit...", weiter kam sie jedoch nicht, denn eine eisige Stimme ertönte plötzlich hinter ihnen.

Heute, gegen Mittag des 24. Dezember, ereignete sich ein großer Tag für die Zaubererschaft. Die von Muggeln abstammende Schülerin der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei, Miss Lily Evans und der Sohn von Mr. Thaddäus Potter (Leiter der Aurorenabteilung), James Potter, verfolgten heute einen gesuchten Todesser aus der Winkelgasse in die Straßen von Muggel- London. Sie fanden Mr. Courtland in einem verlassenen Haus im Stadtteil Greenwich. Jedoch nicht allein.

Wie aus gut informierten Kreisen bekannt wurde, trafen die beiden Schüler auf Sie- Wissen- Schon- Wen. Es grenzt an ein Wunder, dass ihnen nichts zugestoßen ist. Den Todesser Courtland zu fassen wurde weiterhin von Mr. Sirius Black ermöglicht, der unverzüglich das Ministerium alarmierte als seine besten Freunde dem Verbrecher hinterher jagten. Und durch Tom, den Barkeeper des Tropfenden Kessels, der den Schülern folgte und somit genaue Informationen über den Verbleib liefern konnte. Durch die schnelle Reaktion der mobilen Aurorentruppe und die präzisen Hinweise gelang ein Erfolg gegen die Schwarze Magie. Unseren Dank entbietet die Zaubererschaft vor allem Miss Evans und Mr. Potter. Nicht umsonst scheinen beide das Amt der Schulsprecher inne zuhaben. Weitere Hintergründe erfahren Sie auf den Seiten 3, 5 und 6

„Wir haben zwei neue Berühmtheiten.", feixte Snape, der neben Lestrange stand und den Zeitungsartikel in den Händen hielt. Dahinter tummelten sich Rosier, Wilks, und noch andere.

Die Slytherins hatten angewidert zu Lily gesehen, als die Rede davon war das ihre Eltern Muggel waren. Wiederum kamen höhnende Blicke, als über Sirius berichtet wurde.

In Lily brodelte es. Wie konnte es sich dieser Fratz wagen, sie und ihre Freunde vor der ganzen Schule bloß zu stellen.

James sah an Lilys Gesicht, dass sie kurz vor dem explodieren war. Er nahm beruhigend ihre Hand.

„Wirst du jetzt schon sentimental, Schniefelus, dass du alte Tagespropheten aufhebst?", fragte Sirius sarkastisch.

„Pass auf was du sagst, Black, oder Freunde von dir werden dafür büßen müssen.", Snape blickte gezielt auf Lily.

„Wage es dir ja nicht!", James war aufgesprungen.

„Oh, wie ich hörte hat sich die Schlammblüterin in eine der reinblütigsten Familien gesch'muggel't.", bemerkte Lestrange im Plauderton. „Pass auf Potter, nicht das sie euer Blut verpestet."

Nun waren auch die restlichen Gryffindors aufgestanden die am Tisch saßen. Alle sahen die kleine Gruppe Slytherins feindselig an.

„An deiner Stelle würde ich aufpassen was ich sage!", drohte James.

„Keine Angst, Potter. Ihr seid auch noch dran.", und damit drehte sich Snape zum gehen.

„Oh, dieser miese Arsch!", fluchte Lily vor sich hin. Kaum merklich zog sie ihren Zauberstab und richtete ihn auf die Gruppe Slytherins. Leise sprach sie etwas vor sich hin. Es klang wie eine Beschwörung.

„Was hast du getan?", wollte Sirius neugierig von Lily wissen.

„Sie hat doch gar nichts gemacht.", protestierte James.

„Nein, Liebling.", beruhigte sie. „Ich habe diese miesen Trolle gerade verzaubert.", sagte Lily triumphierend.

„Lils, du hast ihnen doch nicht etwa den Tollpatsch- Zauber angehängt?", erkundigte sich Lorrain plötzlich ausgesprochen fröhlich. Die Angesprochene grinste nur.

„Tollpatsch- Zauber? Von dem habe ich noch nie was gehört.", stellte James fest.

„Was? Den kennst du nicht? Jetzt bin ich aber enttäuscht! Das ist ein uralter Fluch!", klärte Lorrain auf. „Den haben wir in der 5 Klasse mal durch Zufall gefunden."

„In der 5 sagst du?", überlegte Sirius misstrauisch.

„Ja, genau.", bestätigte Lorrain und sah Padfoot erschrocken an.

Damals, als sie den Fluch entdeckt hatten, brauchten sie ein Versuchsobjekt und wie der Zufall so spielte lief ihnen Sirius, zu diesem Zeitpunkt, über den Weg. Der Fluch funktionierte tadellos bei ihm, hatte aber die Folge, dass der Kerker in Brand geriet.

„Das wart ihr damals."

Lily und Lorrain sahen beschämt zu Boden.

„Na ja, eigentlich war es Alex!", verteidigte sich Lorrain.

„Ach so.", erwiderte Sirius gekränkt.

„Na was hast du erwartet, ihr wart immer so kindisch und habt jedem Streiche gespielt. Das musste einfach mal sein.", Lily zwinkerte James liebevoll zu.

„Zumindest habt ihr mich nicht verhext!", strahlte Prongs.

„Doch, das haben wir.", erinnerte Lorrain.

„Ja, und zwar mit zwei süßen kleinen Hörnern!", Lily kniff James in die Wange.

„Morgen!", strahlte Alex und ließ sich neben Sirius nieder. Dieser beugte sich zu ihr und küsste sie.

Ellen setzte sich neben Lily. Auch Remus und Peter waren endlich erschienen.

„Wie ich hörte hattet ihr heute Früh schon Ärger.", eröffnete Ellen den anderen.

„Wieso Ärger?", wollte James wissen.

„Na ja, ich habe eben gehört wie sich Professor Flitwick und Kettelburn darüber unterhalten haben, dass die Slytherintrottel euch provozieren wollten."

„Ja, das stimmt. Aber woher wissen die das?", überlegte Lily.

„Sie haben euch von da hinten beobachtet.", und Ellen zeigte auf den Eingang zur Großen Halle. „Was wollten sie denn?"

„Die haben einen Artikel aus dem Tagespropheten vorgelesen, in dem Lily und ich vor kam.", schnaufte James verächtlich.

„Ach bestimmt der in dem so dick aufgetragen wurde.", vermutete Ellen . „Macht euch nichts daraus. Es gab Artikel über meine Familie, die waren erstunken und erlogen!", erklärte sie gefasst.

Zeus scheint wirklich gute Arbeit zu leisten., dachte Lily überrascht.

„Meine Eltern haben sich bestimmt die Haare ausgerissen, als sie gelesen haben, dass ich geholfen habe einen Todesser zu fangen.", sinnierte Sirius und ein hämisches Grinsen streifte sein Gesicht.

„Wisst ihr, diesen Artikel kannte ich gar nicht.", sagte Lily plötzlich. „Und dabei habe ich jede Zeitung danach gelesen.

„Ja, danach. Aber das war eine Extraausgabe. Die kam noch am selben Tag heraus.", erläuterte Lorrain.

„Seid ihr jetzt eigentlich nicht in Gefahr?", fragte Alex plötzlich.

Alle sahen sie fragend an.

„Na immerhin habt ihr einen Todesser gefasst. Da wird es noch mehr geben die sich vielleicht rächen wollen.", erklärte Alex objektiv.

„Da ist etwas Wahres dran.", bestätigte Ellen. „Aber solange Lily und James in Hogwarts sind wird ihnen nichts passieren. Wer soll sie hier angreifen? Die Schwachköpfe aus dem Haus mit der gespaltenen Zunge?"

Die anderen lachten.

Auf einmal ertönte ein gewaltiges Krachen. Alle Schüler in der Großen Halle blickten in eine Richtung. Ein Teil der Sitzbänke, am Slytherin Tisch, waren zusammen gebrochen und alle darauf sitzenden lagen am Boden. Lautes Gelächter erfüllte das alte Gemäuer.

„Von euch kann man doch noch was lernen.", gab Sirius anerkennend zu.

„Tollpatsch- Fluch?", fragten Alex und Ellen zur gleichen Zeit.

Lily nickte und grinste hämisch.