Kapitel 27- Gryffindor vs Ravenclaw
James hingegen hatte andere Probleme. Nach ihrem ersten Desaster- Spiel nahm die Gryffindor Mannschaft das derzeitige Training ziemlich ernst. Brian striezte seine Mannschaft schlimmer als zuvor.
„Dieses Spiel dürfen wir nicht verlieren, oder wir sind raus aus dem Rennen!", erinnerte er sie mindestens zehn Mal während einer Trainingseinheit.
„Ja, Brian! Du hast uns das schon Mal gesagt!", beklagte sich Fiona Welsh.
„Brian, beruhige dich! Wir nehmen dieses Spiel sehr ernst. OK?", beschwichtigte ihn auch Christian Wired.
„Manchmal ist er wie McGonagall.", überlegte Rose Hanckok. „Ob die miteinander Verwandt sind?", fragte sie James.
„Keine Ahnung. Aber du hast Recht. Da sind Ähnlichkeiten, die sind einfach frappierend!"
Am Abend kam Sirius verstaubt vom Dachboden.
Remus beäugte ihn.
„Was wollte heute nach dir schnappen?"
„Nicht schnappen.", grummelte Padfoot. „Der Ghoul hat es auf mich abgesehen. Ich weiß auch nicht warum. Ständig muss ich in Deckung gehen, weil er etwas nach mir wirft."
Moony hatte Sirius eine lange Strafpredigt gehalten. Es sah fast aus wie das Ende ihrer Freundschaft. Was er Padfoot alles an den Kopf geworfen hatte wussten nur die Zwei. Fakt war aber, dass sich Sirius noch elender fühlte als zuvor. Die einzigsten guten Augenblicke hatte er mit Alex und so geschah es, dass beide immer öfter verschwunden waren.
„Ich wundere mich wo die beiden immer hin gehen.", spekulierte Ellen eines Abends am Kamin im Gemeinschaftsraum.
„Keine Ahnung.", zuckte Lily resignierend die Schultern. "Ich habe sie nicht in der Bibliothek gesehen, obwohl es Sirius dringend nötig hätte."
„Wie kommt es eigentlich, dass du jetzt so viele Abende bei uns bist?" , fragte Lorrain plötzlich. „Hast du dich mit James gestritten?"
„Nein.", lachte Lily. „Das Quidditchtraining dauert jetzt länger. Brian nimmt alle richtig hart ran."
„Der arme James, keine Zeit mehr für seine Freundin.", bekundete Ellen ihr Beileid.
„Ja, mein armer James.", schniefte Lily gespielt. „Ich frage mich immer wie er den Schnatz nur sehen kann. Ich war darin immer schlecht."
„Deswegen bist du auch nicht in der Mannschaft.", erklärte Lorrain.
„Danke, das hätte ich mir jetzt nicht denken können."
„Warum hat er eigentlich vom Jäger zum Sucher gewechselt?", grübelte Ellen.
„Das habe ich ihn auch schon gefragt.", sagte Lily. „Er meinte, dass es viel aufregender wäre diesem kleinen Ball hinterher zu jagen."
„Kann ich mir jetzt nicht gerade vorstellen.", Lorrain's Stirn lag in Falten.
Das Portrait zum Gemeinschaftsraum schwang auf und James kam mit der Mannschaft hinein. Alle redeten aufgeregt durcheinander.
„Bleibt heute nicht zu lange auf!", erinnerte Brian. „Ich will euch morgen fit auf eurem Besen sehen!"
„Ja!"
„Guten Abend, die Damen.", grüßte Prongs und gab Lily einen Kuss.
„Na Hase. Wie war das Training?"
„Sehr gut, wenn wir morgen nicht gewinnen, dann weiß ich auch nicht."
„Habt ihr das nicht schon das letzte Mal gesagt?", piesackte Lorrain.
James funkelte sie an.
„Das du immer so gemein sein musst!", tadelte Ellen sie.
„Nein, morgen wird es besser!", war er festen Glaubens.
„Na schlechter könnte es auch nicht mehr werden.", stichelte Lorrain weiter.
„Lorrain, jetzt hör aber auf.", brachte Lily sie zum Schweigen. „Mach dir nichts draus!", sagte sie zu James.
„Darüber stehe ich!", Prongs verschränkte die Arme.
„Was macht ihr hier?", Brian war herüber gekommen.
„Lorrain lästert gegen unsere Hausmannschaft!", erzählte James bereitwillig.
„Was!", der Kapitän baute sich vor ihnen auf.
„Das stimmt ja gar nicht!", verteidigte sich Lorrain und sah die Anderen hilfesuchend an.
„Doch, das hat sie!", antworteten Lily und Ellen im Chor.
„Nein, ich wollte doch nur seinen Ehrgeiz anregen!"
Brians Gesichtszüge entspannten sich etwas.
„Wirklich?"
„Ja!"
„Das kam aber nicht so rüber.", sagte James gespielt beleidigt.
„Na gut, ich lasse das noch mal durchgehen.", beäugte Brian Lorrain misstrauisch. „Aber kommt das noch einmal vor, musst du dich vor mir verantworten!"
„Ist der immer so?", fragte Lorrain unsicher, nachdem Brian gegangen war.
„Ja!", grinste James hämisch.
„Der kann ja richtig angsteinflössend sein."
„OK, Zeit fürs Bett!", rief Brian kurz darauf durch den Gemeinschaftsraum.
„Gute Nacht, mein Pumpkin.", flüsterte James Lily ins Ohr.
„Gute Nacht!", und sie küssten sich.
„Gut, das reicht!", zerrte Brian an Prongs Umhang.
James schaute sie mitleidserregend an und trollte sich die Treppen hinauf.
„Graham ist ganz schön süß!", grinste Lorrain und blickte dem Quidditch Kapitän nach.
Lily lag noch wach da, als Alex endlich den Schlafsaal betrat.
„Wo warst du die ganze Zeit?", flüsterte Lily.
„Warum bist du noch wach?"
„Alex, ich hab zuerst gefragt!"
„Ist ja gut. Ich war bei Sirius."
„Mh, na gut. Kommst du morgen mit zum Spiel?"
„Nein, ich bleib bei Siri. Du weißt doch, dass er nicht zuschauen darf."
„Ja, das stimmt. Na gut. Schlaf gut Alex."
„Gute Nacht, Lil!"
Sie hat mir nicht gesagt, wo sie die ganze Zeit waren., überlegte Lily. Entschloss sich aber nicht noch einmal nachzufragen.
James erwachte schon früh. Ein zarter Lichtstrahl schien durch die Bleiglasfenster. Wolken waren zu sehen und die Bäume wiegten sich im Wind.
Hoffentlich bleibt es so, betete James zu seinem Quidditch Gott.
Sirius lag in seinem Bett und schlief. Prongs hatte ihn spät kommen hören.
Leise zog er sich an. Alles war ruhig. Ob sie es dieses Mal schaffen würden.
In der Großen Halle war noch nicht viel los.
Warum bin ich immer mit einer der Ersten, und James setzte sich an den Haustisch.
Es dauerte bestimmt eine halbe Stunde bis Brian in die Halle kam.
„Ich verstehe nicht wie ihr an solchen Tagen immer so lange schlafen könnt.", beklagte sich Prongs.
„Das kommt davon, wenn man nicht aufgeregt ist wie ein kleines Kind!", konterte Brian und biss in seinen Toast.
Langsam füllten sich die Haustische mit Schülern. Einige brachten große Fahnen und Banner.
„Verliert ihr heute auch wieder schön?", riefen ein paar Slytherins.
Brian funkelte böse.
„Nicht beachten, die wollen nur, dass du darauf reagierst.", beruhigte James ihn.
„Seit wann bist du von so ruhiger Natur?", fragte der Kapitän verblüfft.
„Ich bin im Einklang mit Körper und Geist.", erzählte James in einem geheimnisvollen Ton.
„Ach, das erklärt dann auch deinen Wutausbruch gestern, als der Schnatz zur Peitschenden Weide geflogen ist."
Prongs grinste ihn von der Seite an.
Kurz darauf kam die restliche Mannschaft.
„Ich habe heute echt ein gutes Gefühl!", sagte Rose beschwingt.
„Hast du das nicht schon das letzte Mal gesagt?", erkundigte sich Larry misstrauisch.
„Keine Ahnung, aber heute habe ich wirklich ein gutes Gefühl!"
„Na dann!", Fiona kreuzte Zeige- und Mittelfinger.
Als sie in der Eingangshalle standen kam Lily mit Lorrain und Ellen.
„Viel Glück!", wünschte Lily James und küsste ihn.
„Wenn es jetzt nichts wird, dann weiß ich auch nicht.", lachte Prongs schelmisch.
„Ja, alles ist im Einklang.", sagte Brian sarkastisch und wandte sich zum gehen.
Die Anderen zogen die Brauen nach oben und sahen James fragend an.
„Nichts für ungut!", winkte er ab und ging Brian nach.
Es war Anfang Februar und nur noch vereinzelt war Schnee zu sehen. Der Boden war weich und würde ihnen kein schnelles Abstoßen ermöglichen. Wolken waren aufgezogen und der Wind hatte sich gelegt.
„Hoffentlich regnet es nicht!", stöhnte Fiona und blickte hinauf auf die Wolkenfetzen.
Schweigend zogen sie sich ihre Quidditch Roben an.
Schüler besetzten mittlerweile die Tribünen im Stadion. Rufe waren zu hören, Lachen und Pfiffe.
„Na dann kommt.", forderte Brian sie auf. „Ich will ein gutes Spiel sehen, oder wir sind raus aus dem Wettkampf."
Die Anderen sagten nichts.
Madame Hooch stand in der Mitte des Feldes.
„Da kommt das Ravenclaw Team mit ihrem Kapitän Ben Allmond, der auf der Position des Hüters spielt. Die Jäger sind Bruce Chrisholm, Hugh Lamont und Dana MacKenzie. Als Treiber spielen Jack Buchanan und Lana MacKenzie. Sie ist die Schwester von Dana und die einzigste Treiberin in ganz Hogwarts!", ertönte wie immer Miles Fines Stimme. „Und last, but not least, Gwen Wallace, auf der Position des Suchers!"
Jubel stieg von der Blau- Bronzefarbenen Menge auf.
„Und da ist auch schon das Gryffindor Team mit Kapitän und Treiber Brian Graham. Unterstützt wird er wie immer von seinen drei Jägern William Fraser, Rose Hanckok und Fiona Welsh. Der zweite Treiber ist Larry Trump. Als Hüter spielt Christian Wired und als Sucher James Potter!"
Diesmal jubelte die Rot- Goldene Menge.
„Und sie stehen sich gegenüber."
„Geben sie sich die Hand!", forderte Madame Hooch Ben und Brian auf.
„Auf mein Zeichen!"
Der schrille Ton der Pfeife hallte durch das Stadion. Alle Spieler stießen nach oben, begleitet von Quaffel, Klatscher und Schnatz.
„Und sie sind oben!"
„Gryffindor muss heute gewinnen, um noch im Rennen für den Cup zu bleiben. Und Ravenclaw in Ballbesitz. Chrisholm und MacKenzie stürmen nach vorne. Oh, was für ein raffinierter und riskanter Spielzug! Fraser fliegt unter ihnen durch, schießt nach oben und greift sich den Quaffel!"
Die Gryffindors jubelten, Ravenclaw buhte William aus.
„Fraser hat den Quaffel! Netter Pass zu Welsh. Komm schon Fiona! Achtung ducken!"
Die Jägerin konnte sich im letzten Moment vor dem Klatscher in Deckung bringen.
„OOOHHHHHH!", ertönte es von der Menge.
„Sie hat den Quaffel fallen lassen! Aber nein, Hanckok ist unter ihr geflogen. Unglaublich! Sie fängt ihn und fliegt auf die Ringe zu und ... JJJAAAA! Das sind die ersten 10 Punkte für Gryffindor!"
Tosender Beifall erschallte im Stadion.
James flog über allen anderen und hatte alles genau beobachten können. Wow, musste er zugeben.
„Was war das für eine Mannschaft im Spiel Hufflepuff gegen Gryffindor?", fragte Miles völlig aus dem Häuschen. „Sie ist heute jedenfalls nicht mehr auf dem Platz. Da ist eine völlig neue Mannschaft."
„Miles, kommentieren sie das Spiel!", forderte Professor McGonagall ihn auf.
„Oh, ja. Ähm, Ravenclaw wieder in Ballbesitz. Lamont fliegt neben Dana MacKenzie. Die hat den Quaffel fest umklammert. Sie will ihn nicht verlieren. Uh, sie duckt sich vor einem Klatscher von Trump. Da kommt auch schon Hanckok, aber sie muss abdrehen. Jack Buchanan ist zwischen sie und den Quaffel geflogen.", Miles war wie hypnotisiert.
Man sah, dass sich keine Mannschaft etwas schenkte. James konnte noch genau vor sich sehen wie Slytherin von Ravenclaw nieder gemacht wurde.
„Fiona Welsh hat sich den Quaffel zurück erobert. Sie fliegt dicht gefolgt von Chrisholm. Er ist fast neben ihr. Aber was macht sie? Sie steigt steil auf. Was hat sie vor?"
Prongs surrte um das Stadion und schaute fasziniert auf Fiona. Sie flog in einer senkrechten gen Himmel und ganz plötzlich machte sie einen gekonnten Looping und preschte auf Ben Allmond zu, der vor seinen drei Ringen aufgeregt hin und her flog.
„Beim Merlin! Seht euch das!", rief Miles. „Sie kommt mit einer unheimlichen Geschwindigkeit runter. Und sie wirft...JJAAAA noch ein Tor für Gryffindor!"
Die Gryffindor Fans schwenkten Fahnen und Banner. Ohrenbetäubender Lärm schallte von ihren Rängen.
James drehte seine Runden durch das Stadion. Nirgends war der Schnatz zu sehen. Auch Gwen Wallace schaute angestrengt umher.
Das Spiel ging weiter und ein spektakulärer Spielzug jagte den nächsten.
„Man, was hat Brian ihnen nur angedroht?", fragte Ellen, die aufgeregt hin und her hüpfte.
„Keine Ahnung!", rief Lorrain kaum hörbar, wegen des ganzen Getöses. „Aber es muss gewirkt haben."
Lily beobachtete James.
„Er sieht den Schnatz einfach nicht!"
„Ja, und? Dann geht das Spiel eben noch länger und wir gewinnen haushoch!", erklärte Ellen begeistert.
„Ja, aber schaut mal da hinten!", sie zeigte nach Westen.
Eine dunkle, ja fast schwarze Wolkenwand zog in ihre Richtung.
„Beim Merlin!"
Es war nun wieder etwas Wind zu spüren, aber stetig kam das Gewitter näher.
„Gryffindor führt 100 zu 10!", gab Miles den Zwischenstand bekannt.
„Und ein Aufruf an die Sucher Wallace und Potter! Macht hin, dort hinten kommt ein Gewitter!"
Kaum hatte er es gesagt, zuckte der erste Blitz über den Himmel.
„Na klasse!", murmelte James, zog seinen Zauberstab heraus und tippte ihn an seine Brille, damit der Regen von den Gläsern abperlte.
Kurz darauf benetzten die ersten Tropfen sein Gesicht.
„Mein armer Hase!", seufze Lily. „Hoffentlich erkältet er sich nicht."
Ellen und Lorrain sahen sie fragend an.
„Er soll eben nur nicht krank werden."
„Egal, Hauptsache wir gewinnen!", rief Lorrain ihr zu und buhte anschließend Dana MacKenzie aus, die den Quaffel an Christian Wired vorbei bekommen hatte.
Das Spiel dauerte an und der Regen kam in geraden Fäden herunter. James' Robe war bis auf die Haut durchnässt.
„Gryffindor noch immer in Führung, es steht 170 zu 30! Kommt schon, sucht den Schnatz!", forderte Miles die beiden Sucher auf.
Prongs funkelte böse in seine Richtung und da war etwas. War es ein goldener Schimmer gewesen? Augenblicklich flog er darauf zu. Gwen Wallace sah was er tat und flog ihm nach.
Ja, es ist der Schnatz., dachte er erleichtert.
„Potter und Wallace fliegen auf mich zu!", rief Miles irgendwie ängstlich. „Fliegt nur nicht in unsere Sitze!"
Manchmal macht er aber wirklich blöde Kommentare., grummelte Lily in sich hinein und starrte auf James.
Der Schnatz flog spielerisch um Professor McGonagall. James raste auf sie zu. Der Hut, der Professorin fiel vom Kopf und der Schnatz war verschwunden.
„Wo ist der Schnatz?", rief Gwen.
Prongs blickte sich um. Professor Flitwick hob McGonagalls Hut auf und mit einem Mal surrte der kleine goldene Ball heraus und flog in die Mitte des Spielfeldes.
„Der Schnatz hatte sich in Professor McGonagalls Hut versteckt!", lachte Miles. „Potter und Wallace sind auf seiner Spur. Kommt schon, damit wir alle ins trockene kommen."
Aus dem Stadion schoss der Ball und wieder hinein. James und Gwen mussten anderen Spielern ausweichen, Klatscher überlisten und den Wind, der mit einem Mal gewaltig blies.
Zwischen den beiden Suchern wuchs ein immer größerer Abstand. Sie ist zu leicht, überlegte James. Sie kommt gegen den Wind nicht an, und er witterte seine Chance.
Ganz dicht presste er sich an seinen Besen. Dieses mal soll mich nichts aufhalten, triumphierte er. Der Schnatz war vor ihm. Wasser perlte an seiner Brille ab und er konnte ihn klar vor sich sehen. Komm! Nur noch ein Stück! Nur noch ein winziges! JJJAAAAA!
James' Finger schlossen sich um den kleinen Ball.
„James Potter hat den Schnatz gefangen!", rief Miles lauthals. „Gryffindor gewinnt mit 320 Punkten!"
Prongs schaute sich um. Eine Windböe schwebte durch das Stadion und erfasste Gwen Wallace.
Jack Buchanan und Bruce Chrisholm flogen sofort auf sie zu und fingen sie ab.
Die Schüler atmeten hörbar auf.
Am Boden wartete schon die Mannschaft auf James. Sie drückten sich glücklich.
„Ja, wir haben gewonnen!", rief Brian, sprang in die Luft und landete im Matsch.
„Los, lasst uns in die Umkleidekabinen gehen!", forderte Rose sie auf.
Durchnässt bis auf die Knochen gingen sie sich umziehen.
Ein stürmischer Applaus empfing sie im Gemeinschaftsraum.
„Gut gemacht!", klopfte Sirius Prongs auf die Schulter.
„Ja, sehr schön.", Lily drängelte sich zu ihm durch und schlang die Arme um ihn.
„Hatschi!", schniefte James.
„Oh nein!", seufzte Lily. „Hoffentlich wirst du nicht krank!"
„Ach ich doch nicht."
„Dein Wort in Merlins Ohr!"
„Bekomme ich nicht endlich einen Kuss?", forderte er sie auf.
Lily schmunzelte und küsste ihn sanft auf die Lippen.
Die darauf folgende Feier hielt bis tief in die Nacht an. Von irgendwo her machten kleine Törtchen die Runde, Butterbier und Sandwiches folgten. Bis spät in die Nacht wurde ausführlich über die spektakulären Spielzüge diskutiert und jeder konnte seinen imaginären Quidditchtrainerposten voll ausleben.
Lily schmunzelte in sich hinein. Ist ja wie bei Fußball, dachte sie und nahm einen Schluck Butterbier.
Gegen Mitternacht ging sie schlafen.
James brachte sie noch zum Aufgang der Mädchenschlafsäle.
„Wir werden beobachtet!", flüsterte James in Lilys Ohr.
„Von wem?"
„Ein paar Fünftklässler."
„Na dann sollten wir sie nicht enttäuschen!", und sie küsste Prongs leidenschaftlich.
„Es ist mir immer wieder eine große Ehre.", sagte James etwas später.
Sie streichelte über seine Wange. „Schlaf gut."
Selbstzufrieden wandte er sich um und ging zu den Jungenschlafsälen.
