Kapitel 35- Gryffindor vs. Slytherin

Das Spiel der Spiele sollte stattfinden. Gryffindor gegen Slytherin. Man merkte, dass sich die Stimmung in der Schule auf dem Siedepunkt befand. Wie fast jedes Jahr, wenn die schärfsten Konkurrenten der Häuser aufeinander trafen. Schon in den letzten Jahren war es zu größeren oder kleineren Auseinandersetzungen gekommen, wobei einige Schüler von Madame Pomfrey wieder zusammen geflickt werden mussten.

Dieses Jahre glich alles einem Hexenkessel. Durch Slytherins schlechte Saison stellte sich Gryffindor auf ein hartes Spiel ein. James erinnerte sich an vergangenes Jahr, als er von Klatschern nur so bombardiert wurde und es geschafft hatte, so zu fliegen, dass sich die Treiber gegenseitig von den Besen schossen. Er war sich sicher, John Glenfinnan und Fergus Mor wollten es ihm dieses Jahr heimzahlen.

Auch würde es ein schweres Spiel werden, weil Slytherin nichts mehr zu verlieren hatte. Sie waren Letzter in der Punktewertung und niemand glaubte daran, dass sie noch aufholen würden. Also befürchtete jeder, dass die Spieler ihrer Brutalität freien Lauf ließen und so viele Gegenspieler wie möglich verletzen wollten.

Lily wünschte James am Morgen des Spieles viel Glück.

„Pass auch dich auf, Liebling."

„Immer doch, du kennst mich."

„Deswegen sage ich es dir ja auch noch einmal!", ermahnte sie und zupfte an seinem Kragen.

Prongs grinste.

„Ja, mach ich."

„Gut! Und mache keine Dummheiten."

„Lily, das ist Quidditch und nicht fang die Wattebällchen. Da kann immer was passieren.", konterte er.

„Das weiß ich auch, ich will nur nicht das dir was passiert.", rechtfertigte sie sich.

James seufzte.

„Ich gebe mir Mühe."

„Schön, das wollte ich hören!", und sie drückte ihm einen Kuss auf die Lippen.

Innerlich den Kopf schüttelnd wandte er sich zum gehen und folgte der Mannschaft aus der Großen Halle.

Selbst Ravenclaw und Hufflepuff trugen heute Rot-Goldene Fahnen und Tücher.

„Viel Glück!", rief Robert McKinnon Brian nach, der als Zeichen des Verstehens zwei erhobene Daumen zeigte.

Der Himmel war fast wolkenlos. Die Sonne schien und eine leichte Brise umwehte ihre Nasen.

„Eigentlich perfekt.", merkte Fiona an.

„Das habe ich jetzt nicht gehört.", James hielt sich die Ohren zu.

Rose seufzte auf.

„Er immer mit seinem Aberglauben. Man wird ja wohl noch sagen können, dass das Wetter gut ist.

Christian schlug dem Sucher auf den Rücken.

„Komm, du abergläubischer Troll! Es wird Zeit."

Gespannt schauten die Spieler ihren Kapitän an. Sie waren bereits umgezogen als sie Hunderte von Füßen hörten, die das Stadion bevölkerten.

„Ich sage es euch heute noch Mal. Slytherin hat uns nichts entgegen zusetzten. Sie sind einfallslos und brutal. Kurzum verzweifelt. Sie haben keine ordentlichen Spieler, keine Taktik. Sie benehmen sich einfach wie eine große Herde Büffel, nur in der Luft. Wir haben gut trainiert, wir haben Taktik und wir sind gute Spieler. Zeigen wir es ihnen!", beendete Brian seine Schlachtrede.

„JA!", ertönte es von allen und sie begaben sich aus den Katakomben.

Dreiviertel der Schüler schwenkte Banner in Rot- Gold.

Meine Minderheit wedelte mit Grün- Silbernen Fahnen.

Zwischen dem Jubelgeschrei, das los brach als sie den Rasen betraten, konnte James auch ein paar Buhrufe hören. Aber solange es nur die Minderheit war. Innerlich zuckte er mit den Schultern.

„Da haben wir den derzeit Zweitplatzierten in der Punktewertung.", rief wieder Miles Fines Stimme. „Hufflepuff liegt derzeit mit 180 Punkten vor Gryffindor. Wenn Gryffindor heute hoch gewinnen sollte sind noch alle Möglichkeiten offen um den Quidditch Pokal in Professor McGonagalls Büro zu platzieren."

Lachen erschallte von den Rängen. Selbst von Hufflepuff.

„Gryffindor wartet heute wieder mit exzellenten Spielern auf, wie Brian Graham, Fiona Welsh, William Fraser, Rose Hanckok, Christian Wired, Larry Trump und James Potter. Erneuter Jubel. James mochte es zwar nicht zugeben, aber er liebte es wenn ihm die Menge in Ekstase zurief, winkte und lachte. Er blickte in eine ganz bestimmte Richtung, in der er Lily wusste. Er winkte ihr, denn er vermutete, dass ihr Fernglas auf ihn ausgerichtet war.

„Oh, er winkt dir.", rief Alex, die ebenfalls durch ihr eigenes Fernglas schaute.

„Wenn ich dir winke, freust du dich dann auch so?", schmollte Sirius.

Sie wandte sich zu ihm um. Padfoot wedelte mit seinen Armen.

„Oh, Lily schau. Sirius winkt mir auch!", rief Alex gespielt aufgeregt.

Ihre Freunde sahen ihn an und lachten.

„Sirius, du bist verrückt.", erklärte ihm Remus.

„Was machst du eigentlich hier?", fragte Ellen plötzlich. „Hast du nicht Verbot zu den Spielen zu kommen?"

Padfoot pfiff leise vor sich her und besah sich den Himmel.

„Er hat sich raus geschlichen.", grinste Alex und tätschelte ihrem Freund die Wange.

„Hier kommt das Slytherinteam!", unterbrach Miles ihre Unterhaltung über verrückt sein und hinaus schleichen. „Dieses Jahr nicht in der Form ihres Lebens.", bemerkte er gehässig. Buhrufe ertönten von der Grün- Silbernen- Menge dafür.

„Hüter ist Angus Forbs. Unterstütz wird er von seinen drei Jägern Duncan Gunn, Kenneth Harper und Rufus Blatchley.", rief der Kommentator zwischen Jubel- und Buhrufen. „Treiber sind, wie im letzten Jahr, John Glenfinnan und Fergus Mor. Das einzigste Mädchen im Team ist Olympia Murray."

Die Teams standen sich gegenüber.

Lily konnte deutlich sehen, wie die Sucherin mit den langen, schwarzen Haaren James ein charmantes Lächeln schenkte.

„Habt ihr das gesehen!", sagte sie aufgebracht und starrte weiter durch ihr Fernglas.

„Ja, sie ist wirklich hübsch.", gab Sirius zu und erhielt einen Knuff von Alex, Ellen, Lorrain und Lily.

„Aua!", beschwerte sich der Gepeinigte. „Warum immer ich?"

„Du solltest deine Kommentare genauer wählen, wenn du mit einer Horde dieser Hexen unterwegs bist.", mahnte Remus bedächtig und erhielt kurz darauf ebenfalls ein Knuff.

„Ich gebe dir gleich ‚Horde dieser Hexen'", blaffte Lorrain gespielt.

Olympia schaute in James' Augen.

„Hallo.", hauchte sie.

Er nickte ihr nur zu.

„Kapitäne, gebt euch die Hand!", forderte Madame Hooch wie üblich auf.

„Ich glaube, sie hat James angesprochen.", spekulierte Alex und presste ihre Augen enger an die Gläser.

„Das ist doch nicht verboten.", schaltete sich Sirius erneut ein.

Lorrain funkelte ihn an.

„OK, es ist verboten."

„Und sie sind in der Luft!", schrie Fine begeistert. Die Menge jubelte.

„Gunn schnappt sich den Quaffel. Zusammen mit Blatchley fliegt er nach vorne. Kommt schon Larry und Brian, stoppt sie!", forderte Miles die Gryffindor Treiber auf.

„Und da stößt William Fraser von oben herab! Oh nein, er verfehlt Gunn, aber er taucht sauber aus diesem Sturzflug heraus."

Applaus wurde laut, obwohl der Überraschungsangriff nicht gelungen war.

„Gunn gibt an Blatchley ab und Kenneth Harper stößt zu ihnen. Und da kommt Fiona Welsh mit Rose auf sie zu. Rose greift an, Blatchley gibt an Kenneth ab und da ist Welsh schon zur Stelle und fängt den Quaffel ab!", schrie der Kommentator begeistert.

Das Stadion raste vor Aufregung.

James hatte sich an Olympia Murrays Besen geheftet. Brian schien Recht zu haben, Slytherin wollte das Spiel so schnell wie möglich hinter sich bringen.

„Rose hat Forbs überlistet. Das sind die ersten 10 Punkte für Gryffindor!", schallte es über den Rängen.

Die Sucherin der Slytherins schien fieberhaft nach dem Schnatz Ausschau zuhalten.

„William hat den Quaffel. Er zieht den Besen nach oben und noch höher. Was macht er?", fragte Miles die Zuschauermenge. Keiner wusste so recht was der Jäger vorhatte. „Und er taucht nach unten ab. Oh, aufpassen, da kommt ein Klatscher von Glenfinnan! Der Klatscher hat seinen Besen gestreift, Fraser kommt ins trudeln. Er gibt ab an Hanckok."

Die Menge atmete auf, als William seinen Besen abfangen konnte.

Das Spiel ging in diesem Tempo weiter. Keine der beiden Mannschaften schenkte sich etwas.

„Oh, Kenneth rempelt Fiona Welsh an. Sie kommt vom Kurs ab und fliegt fast in die Zuschauer!", Miles Stimme zitterte vor Wut. „Kenneth, du Gorilla! Nimm es mit jemandem von deiner Größe auf!"

„Mr. Fines, zügeln sie ihre Worte.", ertönte die Stimme von Professor McGonagall über die magischen Lautsprecher. „Aber Professor, haben sie das nicht gesehen?"

„Natürlich habe ich es gesehen und Miss Welsh ist gerade dabei sich bei Mr. Kenneth zu revanchieren!", deutete die Professorin auf das Spielfeld.

„Fiona ist wieder über dem Spielfeld. Noch immer hat sie den Quaffel. Larry Trump an ihrer Seite. Gunn prescht auf die beiden zu. Welsh wirft den Quaffel auf Trump und er schlägt ihn zu Hanckok. Diese gibt an Fraser ab und Brian begleitet ihn auf die Ringe zu. Fraser wirft den Quaffel, er wird von Graham's Klatscher abgefälscht und geht durch den rechten Ring!"

Das Stadion tobte erneut. Man hätte denken können, die Holzkonstruktion bricht zusammen. So hüpften und trampelten die Anhänger von Gryffindor vor Freude!

„Gryffindor führt mittlerweite 40 zu 0!", erinnerte Miles.

James war Olympia Murray noch immer dicht am Besen.

„Ich kriege, was ich will.", rief sie ihm zu.

„Nicht, wenn ich es verhindern kann!", konterte er.

Plötzlich glitzerte etwas in der Maisonne und Olympia stürmte los.

„Brian!", brüllte James zu seinem Mannschaftskapitän. Der Treiber blickte sich um; sah die Sucherin und schmetterte einen Klatscher nach ihr. Er sauste ganz knapp an ihrem Gesicht vorbei, so dass sie abdrehen musste. Der Schnatz war verschwunden.

„Ein cleverer Klatscher von dem Gryffindor Kapitän!", lobte Miles.

„Siehst du was ich meine!", sagte James zu Murray. Diese flog dicht an ihm vorbei und warf ihm ihre langen schwarzen Haare ins Gesicht.

„Oh, habt ihr das gesehen!", fragte Lily wieder aufgebracht ihre Freundinnen.

„Dieses Biest!", fauchte Alex.

„Die baggert ihn an!", hisste Lorrain.

„Und da heißt es immer, nur Männer wären eifersüchtig.", flüsterte Sirius zu Remus und Peter, so das es die vier Freundinnen nicht hören konnten.

James sah der Sucherin nach. Er hatte das Gefühl, dass diese Geste nicht nur gekränkter Sucher-Stolz war.

Der Spielstand lag nach fast einer Stunde bei 110 zu 20 für Gryffindor.

„Blatchley hat den Quaffel. Die Treiber – Gorillas an seiner Seite!"

„Miles!", unterbrach ihn Professor McGonagall. „Höre ich noch so einen Kommentar und ich entbinde sie ihrer Pflicht als Stadionkommentator."

Miles nahm das magische Mikrofon aus der Reichweite der Professorin.

„Harper ist an Blatchley's Seite. Die Treiber begleiten sie. Fraser startet einen Angriff. Oh nein, er wurde von einem Klatscher erwischt."

William strauchelte für einen kurzen Moment auf seinem Besen. Larry flog auf ihn zu und fing ihn ab. Blut quoll aus seiner Nase.

Ein Pfiff hallte durch das Stadion.

„Auszeit!", rief Madame Hooch.

Die Gryffindormannschaft sammelte sich um ihren verletzten Jäger und sank zu Boden.

Madame Pomfrey eilte zu ihnen und behandelte William.

„Wir liegen gut im Spiel!", lobte Brian. „James, wenn du demnächst den Schnatz siehst, dann fang ihn. Selbst wenn du Murray vom Besen werfen musst."

„Habe ich schon jemals dem generischen Sucher freiwillig den Vortritt gelassen?", fragte Prongs sarkastisch.

„Nein, aber ich wollte es nur noch mal sagen.", grinste sein Kapitän.

William war wieder hergestellt und begab sich zu ihnen.

„Wieder fit?", fragte ihn Rose. Er nickte.

„Auszeit vorbei!", rief Madame Hooch mahnend.

Die Spieler stießen sich erneut ab.

„Slytherin hat den Quaffel. Sie fliegen unter Welsh und Hanckok hindurch. Christian Wired erwartet sie schon. Selbst der Klatscher von Graham kann sie nicht aufhalten!", schallte Miles Stimme.

„Er wirft und... nein, er ist an Wired vorbei gekommen. Aber Gryffindor führt noch immer mit 110 zu 30 Punkten."

James hielt nun nach dem Schnatz Ausschau. Er war nicht bei den Ringen, den Zuschauerständen oder kurz über der Rasenfläche. Wie ein Adler zog er seine Kreise weit oben, über dem Spielfeld. Er verfolgte Murray nicht mehr, doch nun tat sie es mit ihm.

„Seht ihr, wie sie ihm ständig nach schaut?", fauchte Lily.

„Dieses Biest!", stimmte Alex zu.

„Man möchte meinen, Lily ist eifersüchtig.", grinste Sirius Remus und Peter an. Sie nickten heimlich, nachdem ihnen giftige Blicke zugeworfen wurde.

„Es wäre nur gerecht, wenn Prongs das erfährt.", wisperte Padfoot. „Lils sagt nämlich immer zu ihm, er soll nicht eifersüchtig sein und sich wie ein kleines Kind benehmen."

Olympia Murray holte auf und flog direkt neben James.

Wieder lächelte sie ihn an. Doch etwas anderes erhaschte ihre Aufmerksamkeit. Ein goldener Schimmer.

Wieder hechtete sie los. James ihr nach. Olympia hatte den Vorteil, dass sie leichter war und fast kein Wind herrschte der sie vom Kurs abbringen konnte.

„Beide Sucher scheinen den Schnatz gesichtet zuhaben!", brüllte Miles gespannt. Schüler und Professoren im näheren Umkreis mussten sich die Ohren zuhalten.

Brian suchte das Spielfeld ab. Die Sucherin war etwas vor James. Der Kapitän wusste, dass James nur schwerlich aufholen konnte. Sie hatten alles genau abgesprochen.

„Was macht Graham?", Verwunderung lag in der Stimme des Kommentators. Brian flog auf die Sucher zu. Es sah aus, las würden alle drei miteinander kollidieren.

„Seht euch das an!", hallte es durch das Stadion.

Der Schnatz surrte vor ihnen hin und her.

James sah aus den Augenwinkeln, dass etwas auf ihn zuflog. Er tauchte ein paar Meter nach unten ab.

Olympia hatte ihre Augen starr auf den Schnatz gerichtet. Sie sah nicht was auf sie zukam!

Brian presste sich an seinen Besen. Er war nur noch ein paar Meter von ihr entfernt. Inständig betete er, dass er nicht mit ihr zusammen stoßen würde.

Wie ein Pfeil kam er aus dem Nichts. Sie wusste nicht wie ihr geschah, als plötzlich etwas Großes vor ihr auftauchte. Murray riss ihren Besen nach Rechts und stieß mit Brian zusammen.

James flog gerade unter ihr, als der Gryffindor Kapitän die Sucherin abfing. Es war nur noch eine Sache von Sekunden und James schloss seine Finger um den kleinen goldenen Ball.

„Was für eine Taktik!" drang Miles Fines Stimme an sein Ohr.

Die Schüler in den Ständen tobten.

„Gryffindor gewinnt mit 260 zu 30!"

Auf dem Boden angekommen umarmte sich das Team. Brian hielt sich die Schulter.

„Sie hat mich noch einmal ordentlich angerempelt.", erklärte er grinsend.

Schüler waren nun mittlerweile auf dem Rasen angekommen.

Die Gryffindors wurden von einer Umarmung in die Nächste weiter gereicht.

„Wirklich gute Taktik!", grinste Sirius James an.

„Brian und ich haben Tage darüber getüftelt!", lachte sein Freund zurück.

Als sich der Trubel etwas gelegt hatte stand Dumbledore vor ihm. Ein großer Kreis hatte sich gebildet.

Prongs sah ihn erwartungsvoll an.

„Mr. Graham und Mr. Potter.", setzte der Schulleiter an. „werden dieses Jahr ihr Examen machen und dann unsere geliebte Schule für immer verlassen.", Dumbledores Augen zwinkerten. „Da dies ihr letztes Spiel für ihre Hausmannschaft war, werden ihnen schon heute die Auszeichnungen für große sportliche Leistungen überreicht."

Applaus entbrannte.

James merkte, wie ihm eine leichte Hitze in die Wangen stieg. Er hatte noch nie etwas für öffentliche Auszeichnungen übrig gehabt.

Professor McGonagall stand neben Dumbledore und hielt zwei große Tafeln in den Händen.

Der Schulleiter überreichte Brian seine als erstes. Das dunkle Holz war poliert worden und in der Mitte prangerte ein goldenes Blatt.

Für besondere sportliche Leistungen

Brian Graham

Gryffindor Quidditch Kapitän

Treiber

Stand darauf geschrieben.

Dumbledore wandte sich dann an James und händigte ihm seine Auszeichnung aus.

Für besondere sportliche Leistungen

James Potter

Gryffindor Quidditch Team

Sucher

Ein Applaus entbrannte, Jubelrufe wurden laut. Kurz um, fast das ganze Stadion feierte.

„Herzlichen Glückwunsch!", sagte Professor McGonagall und gab beiden die Hand.

„Und nun, denke ich, sollten wir uns zurück zum Schloss begeben. Ich vermute Gryffindor möchte seinen Sieg feiern.", sagte der Schulleiter als letztes und trieb die Schüler vor sich her.

Lily stand bei James.

„Wie hieß die andere Sucherin?", fragte sie, um Ruhe bemüht.

Sirius stand neben ihnen und beäugte sie komisch.

„Olympia Murray.", antwortete James leichthin.

„Aha.", sagte Lily kurz und ging zu der wartenden Alex.

Prongs schaute Padfoot fragend an.

„Warum hat sie das gefragt? Miles hat es doch am Anfang des Spiels gesagt."

Sein Freund grinste.

„Ich denke, das war die Logik einer Frau. Sie wollte bestimmt hören ‚wie' du ihren Namen sagst."

Sein Gegenüber blickte ihn gepuzzelt an.

„Als Murray dir ihre Haare ins Gesicht warf oder als sie dich vor dem Spiel angesprochen hat, hättest du Lils erleben müssen. Sie war so eifersüchtig!", lachte Sirius lautstark.

James grinste gemein.

„So, sie war eifersüchtig? Und dabei sagt sie mir immer, ich soll mich nicht so kindisch benehmen."

Die beiden Freunde sahen sich an.

„Los, jetzt wird gefeiert!", lachte Sirius erneut und sie gingen in Richtung Schloss.