Gut ausgeschlafen stand Lily vor dem Spiegel. Nero tollte gerade über ihr Bett und vergrub sich hinter ihrem Kopfkissen.
Was war nicht alles passiert?
Sie besah sich den Ring an ihrem Finger. Kühl umschlang er ihre Haut. Der Stein funkelte.
Was würden ihre Eltern zu dem ganzen sagen? Sie war 18 Jahre alt. War sie nicht zu jung um zu heiraten. Den Bund fürs Leben einzugehen? Vielleicht waren sie gegen ihre Heirat? Unmöglich., dachte Lily. Ihre Eltern mochten James sehr. Alles würde gut gehen, wenn sie es ihnen sagen würden.
Sie warf ihren Umhang über und ging aus dem Schlafsaal.
Im Gemeinschaftsraum war James nicht zu sehen und so eilte sie in die Große Halle.
Lorrain und Ellen saßen bereits beim Frühstück.
„Habt ihr James gesehen?"
„Nein, deinen Verlobten haben wir nicht gesehen.", grinste Lorrain. „Ach, ich finde es immer noch total süß.", sie seufzte.
„Beruhige dich wieder, du darfst dahin schmelzen, wenn ich in einem weißen Kleid neben James stehe.", auch sie grinste nun.
Am Lehrertisch unterhielt sich Professor McGonagall mit dem Schulleiter.
„Raten sie wen mir Mr. Filch heute Nacht ins Büro geschleppt hat?"
„Ihre Vermutung hat sich also bestätigt?"
„Ja, das hat sie."
„Und was haben sie im Schilde geführt?"
„Sie haben Filchs Katze ‚aus Versehen' ins Verschwindekabinett gesteckt."
Ein schwaches Lächeln zeichnete sich unter dem Bart des Direktors ab.
„Mehr nicht? Sind unsere Unruhestifter wirklich ruhiger geworden?"
„Das war nicht alles, Albus. Ich wollte einfach nicht wissen was sie gemacht haben, sonst hätte ich noch einen Herzanfall bekommen.", schnaubte sie.
„Sie haben sie nicht bestraft?", der Schulleiter schien erstaunt.
„Ich habe angewiesen, das rückgängig zu machen, was sie angestellt haben."
„Das war ihre Strafe?"
„Ja, denn wie ich die Vier kenne, sollte es eine schwere Arbeit werden alles wieder in den Urzustand zurück zu versetzen.", sie lächelte. „Außerdem mussten sie in ihre eigenen Fallen tappen."
Kurz darauf kamen diese vier Personen in die Große Halle.
„Sagt bitte nichts.", bat Sirius als sie sich neben die Mädchen setzten.
Die Jungs sahen erbärmlich aus.
„Schatz?", brachte Lily gerade so hervor, während James eine Tasse Kaffee trank. Er schüttelte den Kopf.
Als dann auch endlich Alex eintraf startete sie einen erneuten Versuch heraus zubekommen warum sie blass, unausgeschlafen und zerknautscht aussahen. Jedoch brachte auch sie nichts aus ihnen raus.
Ihre erste Stunde war Zauberkunst und als sie in den Raum kamen hatte alles einen leicht pinken Schimmer.
„Es ist ja noch immer so!", stöhnte James und schloss deprimiert die Augen.
In der Nacht hatten sie alle Möbel zwar wieder in die ursprüngliche Größe gezaubert, aber die Farbe wollte einfach nicht verschwinden. Im halbdunkeln hatten sie die feine Schattierung einfach nicht mehr gesehen.
„Warum immer noch so?", wollte Lily wissen. „Habt ihr was angestellt?"
„Wenn McGonagall das erfährt müssen wir doch noch nachsitzen.", sagte Sirius.
Lily wartete mit hochgezogener Augenbraue noch immer auf eine Antwort.
„Ich höre?"
„Wir hatten den Raum verzaubert.", gab Remus zu.
„Und jetzt könnt ihr es nicht rückgängig machen?", Lily verkniff sich ein Lachen.
„Wir haben es schon die ganze Nacht probiert und wir sind so müde und fertig, dass wir einfach nicht mehr die Kraft dazu haben."
Ellen, die neben Lily stand machte ein missbilligendes Geräusch, zückte ihren Zauberstab und flüsterte etwas. Darauf hin sickerte die restliche Farbe in die Wände und verschwand.
„Danke!", James schien einem Kniefall nahe.
Kurz darauf fing die Stunde an und Professor Flitwick schien nichts zu bemerken.
In Verwandlung hatten sie nicht so viel Glück. Der Klassenraum blitzte und blinkte. Jedoch konnte man immer ein wispern hören, wenn es ganz still war.
„Wer war verantwortlich für die Stimmen?", fragte Sirius aufgeregt in einem Flüsterton.
„Ich.", sprach Peter.
„Du hat die Wisperstimme vergessen!"
„Ich habe sie nicht gehört.", schnaufte Wormtail. „Ihr wart zu laut heute Nacht."
Professor McGonagall lauschte gerade ganz entschlossen, wo denn diese Stimmt her kam.
„Ich hoffe nur sie versucht es nicht stumm zu zaubern.", flehte James.
Doch da war es schon zu spät.
Die Professorin hatte gerade „Silencio" gesagt als eine unheimliche Stimme rief „Wenn der Mond ins achte Haus gezogen ist und die Venus den Pluto passiert bricht das Dach über deinem Kopf zusammen und begräbt dich darunter."
Die Schüler machten große Augen. Nur in der hintersten Reihe duckten sich vier Personen.
„Potter, Black, Lupin und Pettigrew! Nachsitzen!", schrie die Lehrerin. „Ich habe ihnen gesagt alles rückgängig zu machen. Außerdem sind sie in meinen Klassenraum eingebrochen! Ich weiß zwar noch nicht wie sie das geschafft haben, aber das wird ein gewaltiges Nachspiel für sie haben. Jeder von ihnen verliert 40 Hauspunkte!"
Lily wandte sich um.
James blickte sie beschämt an.
McGonagall hatte sie nach ihrem Wutausbruch des Unterrichts verwiesen. Sie sollten in ihren Schlafsaal gehen und dort auf ihre Strafe warten.
„Hoffentlich haben wir nichts in Randalls Raum vergessen.", betete Remus inständig.
Aber leider hatten sie das!
Ein Mungo hatte sich vor ihnen versteckt und hatte Randall in die Hand gebissen, als er etwas aus einem Schrank nehmen wollte.
„Wenn wir doch nur nicht die Karte verloren hätten.", jammerte Padfoot. „Wir könnten Norris schnell finden und alles Rückgängig machen. Stellt euch nur vor, Filch findet sie als erstes!"
Allen jagte eine Gänsehaut über den Rücken.
Das schlimmste von allem war das warten. Minute um Minute musste die Strafe kommen.
Und dann, nach dem Mittag kam eine Eule mit einem Brief. Allerdings war er von James Mutter die ihm groß erklärte, dass er was erleben könnte, wenn sie nach Hogwarts kam.
Auch Remus und Peter bekamen einen Brief. Sirius musste etwas grinsen. Es hatte also auch gute Seiten sich von seiner Familie loszusagen.
Plötzlich klopfte es und Lily trat in den Raum, ein Pergament lag in ihrer Hand.
„Hier.", und sie händigte ihnen den Brief.
Remus las ihn begierig.
„Ich muss ins Gewächshaus und Drachenmist unterheben.", er zog ein Gesicht.
Sirius lachte, jedoch verging es ihm gleich, als er las, dass er die Folterkammern putzen sollte.
Peter zitterte gewaltig, als er erfuhr, dass er in Randalls Büro kommen sollte und James fiel alles aus dem Gesicht, weil er den Rasen des Quidditch Stadions mähen sollte.
„Ich wünsch euch viel Spaß!", sagte Lily.
„Warte.", James folgte ihr vor die Tür. „Hat McGonagall noch was gesagt?"
„Nein, aber sie war ziemlich sauer. Sie hat geschnaubt wie ein Stier und ihre Lippen waren nur noch feine Striche. Keiner hat sich mehr getraut etwas zusagen.", und dann gab sie ihrem Freund noch einen Kuss und ging.
Sirius und James steckten die Spiegel ein, die Lily ihnen zu Weihnachten geschenkt hatte. Keiner der beiden wollte alleine bei seiner Strafe sein.
In der Eingangshalle trennten sich die Freunde. Sirius und Peter gingen hinunter in Richtung Kerker und Remus und James auf die Schlossgründe. Filch erwartete sie dort schon. Er drückte Moony eine Mistgabel in die Hand und James einen mechanischen Rasenmäher, mit dem er wahrscheinlich Jahre brauchen würde.
Padfoot und Wormtail wurden von Randall empfangen. Ein Eimer stand für Sirius schon bereit und er ging in Richtung Folterkammern.
Peter wurde in das Büro des Zaubertranklehrers befohlen, wo schon ein paar Reptilien ungeduldig auf ihn warteten ausgeweidet zu werden.
Als Padfoot die erste Folterkammer öffnete hörte er ein klägliches Maunzen.
Vielleicht ein Geist., dachte er und ließ den Lappen über die Folterinstrumente wischen.
Plötzlich hörte er das gleiche Geräusch. Es kam gedämpft aus einer Eisernen Jungfrau in der hintersten Ecke.
Mit gezücktem Zauberstab ging er darauf zu und öffnete sie. An den Boden gepresst lag ein Etwas mit spitzen Ohren und glühenden Augen.
„Mrs. Norris!", rief er aus. Er hatte sie gefunden. Aber wie war sie in die Eiserne Jungfrau gekommen? Und das ohne sich zu verletzen?
Schnell zog er den Spiegel hervor.
„James.", sagte er und die Spiegelfläche wurde schwarz. Ich fasse es nicht. Er hat den Spiegel in der Tasche, grummelte Sirius.
„James!", rief er etwas lauter und kurz darauf kam Bewegung in alles und Prongs Gesicht erschien.
„Was gibt's? Schon Angst?", fragte er schelmisch.
„Sehr witzig.", sprach der Spiegel- Sirius. „Schau mal wen ich gefunden habe!", und er hielt den Spiegel vor Mrs. Norris.
„Wow, du hast sie!", James war außer sich. „Zauber ihr wieder Haare und bring sie nach oben!"
„Du hast gut reden. Du musst ja nur Rasen mähen!"
„Den Filch mit einem Wuchsmittel besprüht hat!", und er richtete den Spiegel auf das Grün. Das Gras war einen halben Meter hoch.
Padfoot lachte. „Viel Spaß noch. Ich sehe dich dann zum Essen!"
Im Nu hatte Mrs. Norris wieder Haare. Jedoch nicht so zerzaust und strubbelig wie zuvor.
„Das kommt mit der Zeit.", sagte Sirius der Katze die ihn bösartig ansah und dann fauchte. „Das ist also der Dank, dass dir nicht mehr der Hintern friert!", war er empört und warf die Katze aus der Folterkammer. Er sah ihr nach, wie sie den Gang in Richtung Eingangshalle stürmte. Biest, grummelte er.
Nach dem Abendessen saßen die vier ‚Verbrecher' im Gemeinschaftsraum. Sie wollten nur noch eines, ins Bett. Remus hatte nach seinem Ausflug ins Gewächshaus ein ausgiebiges Bad genommen, weil er sehr nach Drachenmist roch, wie ihm Lorrain mit tränenden Augen zuflüsterte. Sirius hatte noch immer Spinnweben im Haar und der Staub wollte einfach nicht von seinem Umhang verschwinden. James hatte Blasen an den Händen, denn Filch war aufgetaucht und hatte darauf bestanden, dass er den Rasenmäher per Hand schieben musste. Lily stellte ihm einen kleinen Topf mit einer Salbe hin, die stark nach Ringelblume roch. Und Peter? Der hatte sich bei seiner Arbeit wohl nicht sehr anstrengen müssen.
„Ihr müsst noch Hausaufgaben machen.", sagte Ellen und legte ihnen eine Liste mit den Aufgabenstellungen hin.
„Oh nein.", stöhnte Prongs. „Ich kann nicht schreiben."
„Das hättest du dir vorher überlegen sollen."
Das Beklagen half also nichts und mit verletzter Hand schrieb James noch einen langen Aufsatz für Zaubertränke.
/o/
Die nächsten Tage waren ziemlich ruhig für alle Beteiligten, wenn man bedachte, dass in zwei Wochen Prüfung waren
„Kommt deine Mutter mit der Prüfungskommission?", erkundigte sich Lily bei James.
„Ja, und ich möchte nicht wissen, was sie tut, wenn sie mich sieht!"
„Warum?"
„Ich habe einen Klassenraum für Verwandlung ‚verwüstet'! Das ist in ihren Augen eine schlimme Straftat. Aber vielleicht schiebe ich dich vor und du sagst ihr, dass wir verlobt sind und dann wird sie total aus dem Häuschen sein und meine Schandtaten vergessen und vielleicht kauft sie uns dann was schönes und dann..."
„James, stopp! Beruhige dich!", bremste Lily ihn in seinem Wortschwall. „Ganz ruhig!"
„Ich bin ruhig.", antwortete er hastig.
„Ja, das sehe ich, Hase. Es wird alles gut gehen und deine Mutter wird dich schon nicht beißen."
„Ha, dass glaube ich nicht. Als ich mal ihren Schreibtisch verwüstet hatte musste ich alles wieder nach Buchstaben ordnen!"
„Was ist so schlimm daran?"
„Damals war ich 4 Jahre alt und konnte noch nicht lesen!", sagte er theatralisch.
„Du lügst mich doch jetzt an!", spekulierte Lily und blickte ihn scharf an.
Prongs grinste.
„Du Lügner!", und sie hüpfte auf seinen Schoß und zog ihn an einem Ohr. „Mach das nicht noch mal!"
„Aua, das tat weh.", protestierte er und schlang seine Arme um sie.
„Das sollte es auch!"
„Ich hoffe das machst du später nicht mehr mit mir."
„Nur wenn du es verdienst."
James wollte etwas erwidern, aber ihm fiel nichts ein. Stattdessen legte er seinen Kopf unter ihr Kinn. Seine Nase war direkt über der Einbuchtung, die hinab zum Sternum führte. Lilys Parfüm kroch ihm in die Nase. Die Haut an ihrem Hals war ganz weich. Er hätte ewig so verweilen können.
Behutsam streichelte sie über sein Haar.
„Ich wollte dich eigentlich noch an meinem Geburtstag besuchen, aber ich war leider verhindert.", lachte Lily
„Ich hatte den Tag eigentlich auch etwas anders geplant.", gab er zu.
„So? Wie denn?", fragte sie herausfordernd.
James hob seinen Kopf von ihrer Brust und blickte in ihre Augen.
„Alles, aber nicht so wie es passiert ist."
„Du hast meine Frage nicht beantwortet.", bemerkte seine Freundin wie hypnotisiert. Prongs braune Augen fesselten sie. Gebannt sah er in ihre.
„Ich weiß nicht mehr was ich sagen wollte.", hörte Lily ihn entfernt und ergab sich in einen sanften Kuss.
Später war sich James sicher, dass es dieser Moment gewesen sein musste, wo er wusste, dass er alles für sie tun würde, was in seiner Macht stand. Und wenn er es nicht verhindern könnte würde er auch für sie sterben.
Lily lag abends noch wach in ihrem Bett. Der Nachmittag mit James war atemberaubend gewesen. So leidenschaftlich, und doch, traurig. Sie konnte es sich nicht erklären.
Warme Nachtluft zog durch das Fenster herein und schwebte über ihr Gesicht. Der Mond wuchs langsam wieder zu einer vollen Scheibe.
Armer Remus., dachte sie.
In drei Tagen war Vollmond, er würde geschwächt sein, wenn sie mit lernen anfingen. Aber eigentlich war noch genug Zeit. Das Prüfungskomitee würde am 27. Mai ankommen. Die erste Woche würde es damit verbringen die ZAGs zu prüfen und eine Woche später kamen die UTZe dran. Also noch genug Zeit.
Aber diese Zeit war wie im Flug vergangen.
Es war gegen Mittag des 27. Mai, als eine kleine Gruppe Zauberer und Hexen den Weg zum Schloss hinauf gingen. Seelenruhig und plaudernd schritten sie über das Gelände.
Schüler tummelten sich auf den Schlossgründen und beäugten die Ankömmlinge kritisch.
Wer könnte das sein, fragten sich die Erstklässler.
Doch als sie den Schulleiter auf den Stufen zum Schloss sahen, machte es klick. Das Prüfungskomitee.
Lily und die anderen waren gerade beim Essen, als die Prüfer in den kühlen Schatten der Eingangshalle flüchteten.
„Seht mal.", machte Ellen die anderen aufmerksam.
„Merlin! Sie ist da!", flüsterte James und versuchte sich hinter Lily zu verstecken.
„Stell dich nicht so an.", verlangte sie. „Sie wird es nicht mehr so eng sehen. Es ist fast eine Woche seit dem vergangen."
„Du kennst Ophelia nicht.", unterstützte Sirius seinen besten Freund.
Lils machte ein ungläubiges Gesicht.
„Komm, wir begrüßen sie! Sie ist schließlich deine Mutter!"
„Und deine baldige Schwiegermutter.", grinste Lorrain.
„Schon allein deswegen sollten wir sie begrüßen!", beharrte seine Freundin.
„Eure Eltern wissen es noch nicht?", erkundigte sich Alex interessiert.
„Ähm, nein.", sagten Prongs und Lily zugleich.
„Ach du lieber Gnom. Na dann viel Spaß."
„Danke, du hörst dich ja sehr zuversichtlich an.", war James empört.
„Na komm, bringen wir es hinter uns.", zog ihn seine Freundin mit sich.
Mutig gingen sie voran. Mit jedem Schritt wurden die Gesichter der Prüfer klarer und Lily und James hatten das Gefühl, als hätten sie schon den Urknall miterlebt. Mrs Potter sah in der Gruppe aus, wie ein Kleinkind. Zumindest vom Gesicht her. Im Gegensatz zu den anderen hatte sie keine einzigste Falte. Wohingegen ein kleiner Zauberer im Gesicht aussah wie der Grand Canyon.
„Hallo Mom.", grüßte James und seine Mutter wandte sich zu ihm.
„Jamie!", rief sie freundlich. „Lily! Ich wünsche dir alles Gute nachträglich.", und Lily wurde in eine luftentweichende Umarmung genommen.
„Oh, vielen Dank.", bedanke sie sich artig.
„Wie geht es euch? Oh, ihr seid bestimmt schon aufgeregt, habe ich Recht. Und James, wir müssen uns noch unterhalten!", sprudelte seine Mutter heraus.
„Wirklich? Aber ich wurde doch schon bestraft.", sagte er enttäuscht.
„Du scheinst aber nicht daraus gelernt zuhaben.", Ophelia machte einen strengen Gesichtsausdruck.
„Mom, wir sind verlobt.", unterbrach James seine Mutter und riss, zu Lilys Überraschung, ihre linke Hand nach oben und platzierte sie direkt vor Mrs Potters Nase.
Die umstehenden brachen jegliche Gespräche ab. Es hätte nur noch gefehlt, dass eine Grille im Hintergrund gezirpt hätte.
Ophelia schluckte schwer.
Lily lächelte unsicher.
James blickte seine Mutter erwartungsvoll an.
Jedoch kam Dumbledore allen zuvor. „Ich beglückwünsche Sie beide.", sprach er freundlich und gab Prongs und Lily die Hand. Da erwachte auch Mrs Potter wieder zum Leben und schnappte nach Luft, die sie in den paar Sekunden Stille nicht geatmet hatte.
„Das ist...was soll ich dazu sagen...ich freu mich für euch.", stammelte sie.
Der Schulleiter wandte sich an die restlichen Prüfer. „Wenn Sie mir jetzt bitte folgen würden. Ich bin sicher, dass sie nach der Reise etwas zu sich nehmen möchten."
Nur James, Lily und Ophelia blieben in der Eingangshalle stehen.
„Was wird dein Vater dazu sagen? Wollt ihr, dass ich einen Herzinfarkt bekomme?", fragte Mrs Potter plötzlich. „Merlin, ich bin so überrascht. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll."
„Wie wäre es, wenn du uns mal drückst?", schlug James schelmisch vor.
„Oh, ja. Richtig.", und seine Mutter umarmte beide. „Wann ist das passiert? Bin ich die erste, die es weiß?"
„Mom, ganz ruhig!", beruhigte ihr Sohn sie. „Ich habe Lily an ihrem Geburtstag gefragt und ja, du bist die erste von unseren Eltern, die es weiß."
„Deine Eltern wissen es noch nicht?", wollte sie von Lily wissen.
„Nein, wir wollten es ihnen sagen, wenn wir wieder daheim sind.", antwortete sie wahrheitsgetreu.
„Das muss ich unbedingt deinem Vater sagen!", Mrs Potter war total aufgedreht. „Ich werde gleich zum ihm apparieren."
„Mom, du kannst innerhalb von Hogwarts nicht apparieren.", erinnerte Prongs.
„Oh richtig, stimmt ja."
James Potter nahm seine Mutter in die Arme. „Mom, beruhige dich bitte.", sagte er sanft.
Lily hatte den Eindruck, als hatten sie Ophelia total überrannt. Sie hatten sie so überrascht, dass sie nicht mehr klar denken konnte. Wie würde ihre Mutter reagieren. Julie Evans hatte den Hang immer in Tränen auszubrechen, wenn sie etwas sehr schön fand. Gewiss würde danach Hochwasseralarm in ihrem Haus herrschen.
Mrs Potter hatte sich wieder beruhigt, so dass sie normal sprach.
„Es freut mich sehr für euch beide. Ich werde jetzt ins Ministerium zu deinem Vater floohn. Ich werde Dumbledore bitten, dass ich seinen Kamin benutzen darf.", darauf hin drückte sie noch einmal James und Lily, gab jedem einen Kuss auf die Wange und entschwand.
„Das hat sie echt gut aufgenommen.", sprach Sirius hinter ihnen. Er stand mit Alex unter dem Portal zur Großen Halle.
„Wenn du ihre Schockphase nicht mit dazu rechnest, dann hast du Recht.", bemerkte Lily trocken.
„Ach, innerlich plant sie bestimmt schon die Gästeliste.", lachte Alex.
Später am Abend klopfte eine Eule an das Fenster im Gemeinschaftsraum. Es war Dawn, die Hauseule der Potters. An ihrem Bein hing ein roter Umschlag.
„Oh beim Merlin! Ist das ein Heuler?", fragte Ellen James ängstlich. „Ist der von deinem Vater?"
Prongs betrachtete sich den Briefumschlag genau.
„Er raucht noch nicht und komische Geräusche macht er auch nicht. Es kann kein Heuler sein."
„Was dann?", wollte Lily wissen.
„Ein Wünscher."
„Ein was?", fragte seine Freundin überrascht.
„Wünscher, das Gegenteil von einem Heuler. Komm mit, der ist nur für uns bestimmt.", und er zog sie von den anderen weg.
Sirius, Alex, Lorrain, Remus, Ellen und Peter waren enttäuscht.
„Ich hätte ja zu gerne gewusst, was Mr. Potter geschrieben hat."
Der Wünscher wollte es aber anscheinend jedem mitteilen, der sich in 20 Meter Entfernung befand.
Eine herzliche Stimme dröhnte von den Treppen der Jungenschlafsäle hinunter.
Mein Sohn wird heiraten! Ich fasse es nicht und noch dazu Lily. Wer hätte das für möglich gehalten, als sie dich verhext hat. Damals hast du noch fürchterliche Rache geschworen und nun heiratet ihr beide. Deine Mutter ist total durch den Wind und ich ehrlich gesagt auch. Ich beglückwünsche euch beide. Lily, willkommen in unserer Familie. Ich glaub es einfach nicht. Das wird eine Feier! Und wenn ich erst einmal Enkelkinder habe!
Noch mal meinen herzlichsten Glückwunsch. Das muss ich sofort deinen Großeltern erzählen, wenn Ophelia mir nicht schon zuvor gekommen ist. Fühle dich umarmt James und gib meiner zukünftigen Schwiegertochter einen Kuss.
Fünf Minuten später kamen die beiden zurück. Ihre Gesichter waren rot, so schämten sie sich, weil jetzt nun auch der letzte Gryffindor mit bekommen hatte, dass sie verlobt waren.
Etwas später gesellte sich Brian Graham zu ihnen und gratulierte herzlich. Das Geheimnis war nun keines mehr.
/o/
Für alle begann jetzt die schlimmste Zeit im ganzen Jahr. Die Prüfungen.
Die Fünft und Siebtklässler lernten, dass ihnen die Köpfe rauchten. Der Schwarzmarkt an Lernhilfemitteln florierte wie jedes Jahr und brachte Vertrauensschüler und Schulsprecher fast zur Verzweiflung.
Sirius saß da und las fast gelangweilt die Aufzeichnungen der letzten Jahre. Alex hatte den Kopf auf die Hände gestützt, starrte auf einen imaginären Punkt und rasselte Beschwörungen still vor sich hin. Lily ging beim lernen auf und ab und trieb alle nur noch mehr in den Wahnsinn. James musste seine Freunde davon abhalten, dass sie sich nicht auf Lily stürzten, damit sie sich endlich hin setzte. Peter war ständig aufgedreht und seine sonst schon so quieksige Stimme hörte sich noch quieksiger an. Lorrain, Ellen und Remus hatten eine kleine Lerngruppe gebildet und waren die Ruhe selbst.
„Ich verstehe nicht wie die das machen.", beschwerte sich Alex bei Padfoot und beugte sich über ihre Aufzeichnungen von Kräuterkunde.
„Ich kann meine alten Aufzeichnungen fast gar nicht mehr lesen.", grummelte er hingegen.
James und Lily sahen ihm über die Schulter.
„Das sieht aus als wären Gnome drüber gelaufen.", bemerkte Prongs.
„Das war im vierten Jahr, da waren wir mehr damit beschäftig Galgenmännchen zu spielen, als ordentliche Aufzeichnungen zu machen.", verteidigte sich Sirius.
Am nächsten Morgen eilten alle in die Große Halle um zu frühstücken. Alex sah gar nicht gut aus. Verwandlung wurde heute geprüft und bei ihr wusste man manchmal nicht was zum Schluss heraus kommen würde. Entweder der geforderte Flamingo, oder ein lebensgefährliches Objekt, das einem Stiche und Verbrennungen zufügen konnte.
Nach dem Frühstück warteten die Siebtklässler vor der Großen Halle. Viele standen hoch konzentriert da und gingen noch einmal Dinge durch, die sie gelernt hatten.
Da öffnete Professor McGonagall die große Türe und ließ sie hinein. Die Haustische waren verschwunden. Einzelne Tische und Stühle standen bereit. Ophelia Potter hatte alle Testbögen auf die Plätze gelegt. Als sie Lily und James sah zwinkerte sie ihnen zu, was wohl bedeuten sollte. „Das schafft ihr schon."
„Seien Sie daran erinnert, dass betrügen mit dem Ausschluss aus der Prüfung endet.", erinnerte die Professorin als sich alle Schüler gesetzt hatten und Ruhe eingekehrt war. „Sie dürfen jetzt beginnen."
Kollektiv wurden die Aufgabenblätter umgedreht.
Beschreiben Sie die Unterschiede zwischen einem Animagus und einem Methamorphmagus.
Lautete die erste Aufgabe.
Lily fing an zu schreiben.
Über zwei Stunden kratzten die Federn über das Pergament. Ab und zu ging jemand die Gänge entlang.
Als Professor McGonagall sagte „Federn hinlegen.", atmeten alle hörbar auf.
Aber Verwandlung war noch nicht vorbei. Nach dem Mittagessen war die Praktische Prüfung und Alex fühlte sich immer noch nicht besser.
„Ich fühle mich, als wäre mein Kopf leer und mein Gehirn würde Urlaub machen."
Lorrain musste sich sehr zusammen reißen, darauf keine Antwort zugeben.
Sie warteten in dem kleinen Raum neben der Großen Halle.
„Allmond – Baggins – Beech – Black", rief McGonagall sie auf.
Sirius atmete noch einmal tief durch und folgte Ellen.
Kurz darauf kamen „Evans – Fraser – Graham – Hawkins"
James sah Lily nach.
„Miss Evans, Professor Potter ist frei.", sagte McGonagall.
Lily stockte der Atem. Sie konnte doch nicht von ihrer zukünftigen Schwiegermutter geprüft werden. Ophelia flüsterte der Verwandlungslehrerin etwas zu, die darauf hin kurz ein erstauntes Gesicht machte, dann aber nickte.
„Mr. Fraser, sie tauschen mit Miss Evans. Miss Evans, sie gehen bitte zu Professor Marchbanks."
Erleichtert rückte Lily einen Platz weiter.
„Also dann wollen wir mal, Miss Evans.", sagte Professor Marchbanks geschäftsmäßig. „Verwandeln sie diese Eule in einen Kessel."
Als Alex später aus der Halle kam war sie knall rot.
„Was ist passiert?" fragte Ellen mitleidig, allen war klar, dass ein Zauber wohl nicht richtig funktioniert haben musste.
„Oh, ich sollte eine Sonnenblume in einen Schirmständer verwandeln.", begann sie zögerlich.
„Und weiter?", bohrten die anderen.
„Na ja, das hat funktioniert. Aber als ich den Schirmständer in eine Fledermaus verwandeln sollte habe ich total den Kopf verloren und es ist eine Harpyie geworden."
Ihre Freunde sperrten entsetzt den Mund auf.
„Aber die Harpyie hatte zu kleine Flügel, sie konnte also nicht abheben und jemanden angreifen. Ich habe es auch gleich rückgängig gemacht!", sprudelte Alex dann schnell heraus um die Situation zu entschärfen.
Später erzählte James Lily, dass er nur zwei Plätze von Alex entfernt war und sie die Harpyie dann in einen Kanarienvogel verändert hatte.
„Du kannst nicht sagen, Alex könnte Verwandlung nicht.", gab Prongs zu. „Es kommt zwar nicht immer das raus, was raus kommen soll, aber drauf hat sie es."
Am Abend konnten sie sich aber nicht erholen, denn am nächsten Tag wartete Zauberkunst auf sie.
Nennen Sie die Beschwörungsformel des Verschwindezaubers. Beschreiben sie seine Wirkungsweise.
James konnte sich noch genau an die Wirkung des Unsichtbarkeitszaubers erinnern und wie es aussah, bzw. nicht aussah, wenn man ihn benutzt hatte. Er konnte es sich nicht verkneifen noch eine Warnung in seine Antwort zu schreiben, dass man die Beschwörungsformel niemals drei Mal hintereinander sagen sollte.
„Ich glaube, du hast die Frage über den Verschwindezauber auf jeden Fall richtig.", flüsterte Prongs Lily ins Ohr, als sie beim Mittagessen eine kleine Verschnaufpause einlegten.
In der praktischen Zauberkunstprüfung verblüffte Sirius alle, als man ihn bat einen langanhaltenden Lichtzauber zu beschwören. Der „Multumcoma" verblitzte ihnen, wie auch schon im Unterricht, fast die Augen und Sirius erntete das Lob eines aufgedrehten Professor Tofty.
Verteidigung gegen die Dunklen Künste war jedermanns Lieblingsfach und somit machte man sich nicht allzu viele Sorgen.
Lily fand die schriftliche Prüfung sogar sehr erbaulich. Alles wusste sie auf anhieb und die Geschöpfe der Nacht konnte sie schon seit den ZAG's auswendig. Kurzzeitig sah sie an ihre Seite. Wie sich Severus Snape neben sie verirrt hatte wusste sie auch nicht. Sie sah nur, dass er mit seiner Nase auf dem Prüfungsbogen klebte und seine Feder unaufhörlich in Top Speed über das Pergament sauste, das schon auf den Boden reichte. Übertreiben konnte man es ja auch.
James Patronus flog durch den Raum. Es war eine Eule, stellte Ophelia aufmerksam fest. Sie hatte ihren Sohn immer aus den Augenwinkeln beobachtet und wusste, dass er bis jetzt nur „Ohnegleichen" geschafft hatte. Sie war sehr stolz auf ihn.
Lily hatte sie ebenfalls beobachtet und hatte wohlwollend festgestellt, dass sie ein guter Auror werden würde.
Drei Prüfungstage waren nun schon vergangen. Jetzt standen für Sirius, Ellen, James und Lily Zaubertränke auf dem Programm, während die anderen einen freien Tag hatten.
Prongs wollte es zwar nicht zugeben, aber er war sehr aufgeregt wegen Zaubertränke, weil er mitten im Schuljahr gefehlt hatte.
Der Wahrheitstrank, also Veritaserum herzustellen war noch nie seine Stärke gewesen, wobei er im theoretischen Teil ein gutes Gefühl hatte. Er fühlte sich nicht sehr zuversichtlich, als er das Serum in eine Phiole füllte und beschriftete.
Ellen und Lily hingegen fanden, dass es gut gelaufen war und freuten sich auf ihren freien Freitag.
An diesem besagten Freitag hatten Alex und Lorrain ihre Kräuterkundeprüfung.
Nennen Sie die Eigenschaften von Digitales Purpurea. Woran erkennt man ihn? Nennen Sie ein Gegenmittel. Welche Symptome treten bei einer Überdosis auf?
Alex war total glücklich über diese erste Frage und bedankte sich makaberweise in Gedanken bei demjenigen, der James vergiften wollte, denn danach hatte sie sich intensiv über Fingerhut erkundigt.
Die praktische Kräuterkundeprüfung war auch einfach. Sie sollten Springbohnen pflanzen, wobei die Schwierigkeit darin lag, die Bohnen am weg springen zu hindern. Außerdem sollten sie aus verschiedenen Topfpflanzen eine Teufelsschlinge herausfinden und angeben, wie man einen kranken Mönchshut pflegte.
Am Wochenende schien die Sonne und Lily zog es vor hinaus zu gehen und unter einem Baum am See zu lernen. James leistet ihr Gesellschaft, wobei er es immer wieder schaffte sie vom lernen abzubringen.
„James, du lenkst mich ab.", beschwerte sie sich. „Ich schick dich gleich wieder in den Gemeinschaftsraum."
„Liebling, du kannst nicht das ganze Wochenende für Arithmantik lernen. Mach mal eine Pause."
Sie legte das schwere Buch beiseite und blickte ihn an.
„Und nun?"
„Jetzt legst du dich erst mal hin und sonnst dich.", befahl er. Lily legte ihren Kopf auf seinen Bauch. James streichelte über ihr rotes Haar, das von der Sonne aufgeheizt wurde. So lagen sie eine Weile, bis Lily wieder ihr Buch nahm.
„Nein, so nicht.", tadelte Prongs sie und nahm es ihr weg.
„James, gib es zurück."
„Nein, da musst du es dir schon holen.", forderte er sie heraus.
„Bitte, wenn du es so willst.", und sie stürzte sich auf ihn.
Jedoch war James viel stärker als sie und hielt sie mühelos von dem Buch fern. Um allem noch die Krone aufzusetzen, stand Prongs auf, hob Lily spielend hoch, so dass sie über seine Schulter hing und ging auf den See zu.
„Nein, James! Das wagst du dir nicht!", rief sie.
„Wer sagt, dass ich mir das nicht wage?"
„Ich sage das!"
„Oh, dass glaub ich nicht.", lachte er verschmitzt.
„Doch, dass glaubst du.", drohte Lily.
Mittlerweile waren sie am Steg angelangt der etwas in den See führte. James nackte Füße liefen über das warme Holz.
„James, ich lasse dich nicht los!", drohte sie erneut und klammerte sich an ihn.
„Das macht mir auch nichts.", konterte er.
Nun standen sie am Ende des Stegs. Der See lag klar und kühl vor ihnen. Lily wehrte sich noch immer vehement.
„Bereit Liebling?", fragte er schelmisch.
„Nein James! Nein!"
Doch da war es schon zu spät. Spielend nahm er sie von der Schulter und stieß sie von sich. Aber zu James Überraschung erwischte sie ihn doch noch an seinem Shirt. Es gab zwei riesige Platscher und beide waren in den See gefallen.
Nach Luft schnappend tauchte Lily wieder auf. Prongs neben ihr und grinste sie an.
„Das wirst du büßen!", sie war außer sich und duckte ihn unter.
Bis James wieder an der Oberfläche war hatte sich Lily schon wieder auf das Ufer zubewegt.
Geschickt tauchte er unter und schwamm ihr nach. Sie merkte, wie etwas ihr Bein umklammerte und schreckte auf. Plötzlich tauchte Prongs neben ihr auf.
„Du hast mich erschreckt.", beklagte sie sich und schwamm weiter. Sie waren jetzt unter dem Steg.
„Lily, du kannst dich hin stellen. So tief ist es nicht mehr.", und tatsächlich spürte sie Sand unter ihren Füßen.
„Warum hast du noch deine Brille auf?", fragte sie verwundert.
„Fest gewachsen.", lachte James und kam näher. Er nahm ihr Gesicht in seine Hände und küsste sie sanft. Lily schlang die Arme um ihn und küsste ihn zurück. So kann man sich auch entspannen, dachte sie, während James kleine Küsse auf ihrem Hals platzierte.
/o/
Der Montag hieß letzter Prüfungstag für Lily. Arithmantik lief ganz gut, bis sie zur letzten Aufgabe kam und sich total in den Zahlentabellen verhaspelte. Aber zum Glück hing Arithmantik nicht davon ab, ob sie Auror werden könnte oder nicht. Ellen und Remus hingegen wussten alles und gingen guten Gewissens aus der Großen Halle.
Am selben Tag hatten James, Sirius, Alex und Lorrain Pflege magischer Geschöpfe und Prongs Ausführungen über ein Manticore fanden bei seinem Prüfer großen Anklang.
Remus absolvierte am darauf folgenden Tag Geschichte der Zauberei. Er wusste alles über die Trollgesetzte, Alchemisten, Zauberer, Hexenverbrennungen, den Bruch zwischen der Zauberer- und Muggelwelt, sowie alle Details um den Kampf um Irlands Feen und Wichteln.
Fröhlich verließ er die Große Halle und ging auf die Schlossgründe. Er sah seine Freunde schon von weitem unter dem Baum am See sitzen.
Jetzt war die schwere Zeit vorbei. Am Ende der Woche sollten sie ihre Ergebnisse erfahren. Nun konnten sie nur noch warten.
