Pairing: Harry/Draco Rating: PG13
Category:Romance
Disclaimer: Keiner der Charaktere gehört mir. Ich verdiene kein Geld mit der Geschichte.
Hier ist wieder ein weiteres Kapitel zu meiner derzeitigen Harry/Draco Story. Falls euch die Geschichte gefällt, lest bitte auch meine Harry/Snape Fanfiction. Zu der gibt es bis jetzt auch drei Kapitel. Ansonsten danke ich allen, die mir ein Review schreiben. Über konstruktive Kritik freue ich mich immer. Viel Spaß beim Lesen.
Kapitel 3Harry wurde geweckt, weil ihm die Sonne ins Gesicht schien. Er musste leicht grinsen, denn er hatte sehr gut geschlafen und noch dazu einen wunderschönen Traum gehabt. Ein ihm bekannter blonder Slytherin war auch darin aufgetaucht. Aber wie kam er dazu ausgerechnet von Draco zu träumen und dann auch noch so etwas. Er wurde jetzt noch rot, wenn er daran dachte. Außerdem brauchte er dringend eine kalte Dusche. Harry war auch froh, dass Tante Petunia heute mal darauf verzichtet zu haben schien, ihn schon in aller Herrgottsfrühe zu drangsalieren. Vielleicht wurde es heute noch ein richtig schöner Tag.
Ob er es wagen konnte ins Bad zu gehen? Angestrengt lauschte er auf Geräusche, doch das ganze Haus lag ruhig da. Waren die Dursleys weggefahren ohne ihn wieder zu Mrs Figg zu schicken? Das würde ihn doch sehr wundern. Mit einer flüchtigen Bewegung strich er sich einige Strähnen aus dem Gesicht. Seine Brille saß nicht mehr auf seiner Nase, dabei war er sich sicher, dass er gestern über einem Buch eingeschlafen war und sie vorher nicht abgelegt hatte. Harry tastete im Halbschlaf nach allen Seiten auf der Suche nach dem metallenen Gestell. Zu seiner Verwunderung stieß er in keine Richtung an seine Bettkanten an. Das Bett schien über Nacht gigantische Ausmaße angenommen zu haben.
Wo war er? Erschrocken fuhr er hoch. Sofort fiel ihm auf, dass er seine Umgebung auch ohne seine Brille scharf erkennen konnte. Doch schon im nächsten Moment stellte er fest, dass er sich in einem völlig fremden Zimmer befand.
Das Bett in dem er lag, war mindestens vier Mal so groß, wie das im Ligusterweg. Auch waren die Decken und Kissen mit weichen Seidenbezügen bezogen. Alle in grün gehalten. Slytheringrün. Genau wie die schweren Vorhänge zu beiden Seiten des riesigen Fensters, durch das die Sonnenstrahlen fielen. Große Schränke standen an der gegenüber liegenden Wand, ein Schreibtisch war direkt ans Fenster gerückt und über einen Stuhl hing ein schwarzer Umhang mit dem Emblem der Hogwarts Schule. In Regalen standen seltsame Geräte und Fläschchen mit Flüssigkeiten in den verschiedensten Farben. Bücher reihten sich sorgsam Rücken an Rücken und in einer Ecke des Zimmers stand ein glänzender Nimbus 2001.
Plötzlich zog ein großer Spiegel in einem silbernen Rahmen seine gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Harry kroch aus dem Bett und tapste leicht benommen hinüber um dann mit einem leisen Schrei wieder zwei Schritte zurück zu weichen. Das Gesicht, das ihm entgegen blickte, war ihm nicht unbekannt, allerdings war es auch nicht sein eigenes. Vorsichtig betastete er seine rechte Wange. Das Spiegelbild tat es ihm gleich.
"Das ist nicht möglich." War das alles noch Teil seines Traums von letzter Nacht?
"Was ist nicht möglich, mein Lieber?" erwiderte das Spiegelbild "Noch schöner zu sein. Da hast du recht, mein Lieber. Das ist nicht möglich."
Harry strich einige seiner blonden Strähnen zurück. Was war hier los? Warum sah er wie Draco aus? Auf keine der Fragen kannte er eine Antwort, doch er war sich ziemlich sicher, dass er sich im Malfoy Anwesen befand und er so schnell wie möglich von hier verschwinden sollte.
Aber nicht im Pyjama. Also musste er dringend etwas zum Anziehen finden. Harry riss die Türen eines der Schränke auf und sah sich einer großen Anzahl an Umhängen gegenüber. Die Farbe war ihm total egal. So griff er sich einfach einen heraus und warf ihn auf das Bett. Auf der Suche nach einer Hose und einem T-Shirt öffnete er weitere Schränke, in denen sich aber nur noch mehr Umhänge befanden. Dem Gryffindor schwirrte schon der Kopf. Wie konnte man nur so viele Klamotten haben.
Schließlich fand er noch eine schwarze, eng geschnittene Hose und in der Schublade einer Kommode ein schwarzes T-Shirt. Als er Letzteres heraus zog, sah er Fotos, die direkt darunter gelegen hatten. Es waren magische Fotos weshalb die Personen darauf sich auch bewegten.
Fassungslos starrte Harry auf die Bilder. Ausnahmslos auf allen war er zu sehen. Manchmal mit Hermine und Ron im Hintergrund, auf manchen er alleine. Der Gryffindor untersuchte die Fotos genauer. Vielleicht fand er irgendwo Einstiche von Dart Pfeilen oder Brandflecken von Zauberflüchen. Irgend ein Hinweis, dass Malfoy diese Bilder hatte um seine Wut auf Harry an ihnen auszulassen. Alles andere wäre doch abwegig und total schräg.
Nichts. Der schwarzhaarige Junge fand nichts, nur knappe Bemerkungen auf der Rückseite wann die jeweiligen Aufnahmen gemacht worden waren. 'fünftes Schuljahr - Mai - am See' las Harry auf einem Bild, das ihn schlafend an einen Baum gelehnt zeigte. Das Buch über Zaubertränke lag aufgeschlagen in seinem Schoß. Das war kurz vor den ZAG Prüfungen gewesen.
Der Junge der lebt ließ sich aufs Bett sinken. Warum hatte Draco all diese Fotos von ihm? Es konnte doch unmöglich sein, dass ... Harry wagte es nicht den Gedanken zu Ende zu denken. Warum er nicht daran denken wollte? Weil allein schon der Gedanke in ihm ein Gefühl der Hoffnung aufsteigen ließ. Hoffnung? Hoffnung, dass Draco ihn nicht hasste, so wie er es all die Jahre vorgegeben hatte?
'Hör auf damit' ermahnte sich Harry selbst 'diese Gedanken führen dich im Augenblick nirgendwo hin. Du musst erst einmal von hier abhauen und jemanden finden, der dir helfen kann.' Schnell schlüpfte er in die Klamotten, die er heraus gesucht hatte. Die Fotos ließ er auf dem Bett liegen.
Was ihm jetzt noch fehlte, war ein Zauberstab. Auch wenn er noch nicht volljährig war, so wollte er sich doch verteidigen können. Schon gar in einem Haus voller potenzieller Todesser.
Dracos Zauberstab musste doch auch hier irgendwo herumliegen. Doch bei so vielen Schränken und Kommoden konnte es eine halbe Ewigkeit dauern ehe er ihn fand. Also wenn es sein Zauberstab wäre, würde er ihn direkt neben seinem Kopfkissen in Reichweite liegen lassen. Immer mit einem Angriff rechnend. Ein flüchtiger Blick und seine blaugrauen Augen blieben an einem schmalen Gegenstand hängen, der rechts von den weichen Kissen lag. Schnell griff er danach.
'Und jetzt nichts wie weg.'
Harry legte sein Ohr an die Tür und lauschte angespannt auf irgendwelche Geräusche. Als er nichts hören könnte, drückte er die Klinke herunter und zwängte sich hinaus. Was gäbe er nicht dafür, jetzt seinen Tarnumhang zu haben.
Der Gang war dunkel und verlassen. Wie in Hogwarts hingen auch hier an den Wänden große Ölgemälde, die in ihren Rahmen vor sich hin schnarchten. Am Ende des Flurs sah Harry ein helles Licht, auf das er jetzt zu schlich in der Hoffnung dort den Ausgang zu finden.
Ein Blick um die Ecke am Ende des Gangs verriet ihm, dass er sich nicht geirrt hatte. Von hier aus kam man in einen großen Raum zu dessen linker und rechter Seite eine Treppe in einem Bogen in die Eingangshalle führte. Harry konnte sogar schon die Tür sehen, die ihn in die 'Freiheit' entlassen würde.
"Was machst du da, Draco?" der Gryffindor wirbelte herum um im nächsten Moment zur Salzsäule zu erstarren. Womit hatte er so viel Pech auf einmal verdient? Vor ihm stand Lucius Malfoy und sah ihn mit seinen stahlblauen Augen fragend an. Und als wäre das nicht genug tauchte neben dem blonden Mann noch ein Mann im schwarzen Umhang auf.
'Snape' Harry riss die Augen auf. Die wildesten Gedanken rasten ihm durch den Kopf doch keiner davon konnte ihm aus dieser Situation helfen. "Äh ..." 'Das klang jetzt sehr intelligent, Harry.' "Ich wollte gerade zum Frühstück gehen" Der Gryffindor hoffte, dass die Schweißperlen, die sich auf seiner Stirn gebildet hatten, nicht zu sehen waren. Dass Snape ihn skeptisch musterte, war nicht gerade hilfreich.
"So früh. Ich hatte nicht vor Mittag mit dir gerechnet" Lucius trat an ihm vorbei "Das Frühstück ist vorbei, jetzt musst du bis zum Mittag warten." Harry konnte nicht verhindern, dass er leicht aufatmete, immerhin hatte er die ganze Zeit die Luft angehalten. Dann drehte sich der blonde Mann blitzschnell um und schien den Gryffindor mit seinem durchdringenden Blick regelrecht fest zu nageln. "Ach Draco, ich würde gerne deine Noten sehen. Ich hoffe doch sie sind dieses Mal besser als die von dem Schlammblut. Wenn nicht.." spielerisch schwang er seinen Zauberstab vor Harrys Nase. Der Junge der lebt konnte sogar Funken an der Spitze sehen. Würde Lucius seinem eigenen Sohn einen Fluch auf den Hals hetzen? Wenn ja, wunderte es ihn nicht mehr, dass Draco ebenfalls seinen Zauberstab neben das Kissen legte. Ein letztes gehässiges Grinsen von Malfoy Senior, dann ließ er seinen Sohn stehen.
"Lucius, ich möchte mit Draco noch die Aufgaben in Zaubertränke für das nächste Schuljahr besprechen. Könntest du schon einmal vorgehen?" Snape hatte Harry eine Hand auf die Schulter gelegt, die dem Jungen vorkam wie eine Schraubzwinge. Es gab kein Entkommen. Der Gryffindor versuchte in den Augen des Zaubertränkemeister zu erkennen, ob er etwas ahnte. Doch dieser fixierte Lucius und ließ sich nichts anmerken.
"OK, Severus, du weißt wo du mich findest." Mit einer lässigen Handbewegung steckte der blonde Mann seinen Zauberstab weg und stolzierte von dannen.
Snape, dessen Hand immer noch auf der Schulter des Jungen der lebt ruhte, deutete ihm dass sie in Dracos Zimmer gehen sollten. Da Harry seiner eigenen Stimme nicht recht vertrauen wollte, nickte er nur leicht. Beide betraten den Raum.
Der Gryffindor wich zurück und stellte sich ans Fenster. Vielleicht sollte er es wagen und springen. Im Augenblick schien das seine einzige Fluchtmöglichkeit zu sein. Allerdings bestand bei der Höhe schon die Gefahr, dass er sich einige Knochen brach und wer weiß ob Snape überhaupt etwas ahnte. Möglicherweise wollte er Draco nur einige Tipps zu dem Aufsatz geben. Schließlich war der blonde Slytherin sein Lieblingsschüler.
Harry war so in seine Gedanken vertieft, dass er nicht bemerkt hatte, dass auch Snape bisher nichts gesagt hatte. Und so fuhr er erschrocken herum als eine tiefe Stimme zu ihm sprach "Diese Fotos solltest du nicht deinen Vater sehen lassen, Draco" Der Lehrer für Zaubertränke war ans Bett herangetreten und über die verstreuten Bilder gebeugt.
Mit einem Satz war Harry bei Snape und versuchte sämtliche Bilder mit einmal zusammen zu raffen. Doch zu spät, der schwarzhaarige Mann hielt bereits ein Bild in der Hand und musterte es mit einer hochgezogenen Augenbraue. Ausgerechnet das Bild am See.
Die restlichen Fotos stopfte Harry schnell wieder in die Schublade in der er sie gefunden hatte. Sein Blick huschte kurz zur geschlossenen Tür. Er schätzte seine Chancen ab, es vor Snape bis zur Tür zu schaffen und dann aus diesem Haus zu fliehen. Sie waren gleich Null.
Plötzlich spürte er jemanden dicht hinter ihm stehen. Er wirbelte herum. Snape hielt ihm das Foto entgegen doch in seinem Gesicht spiegelten sich keinerlei Emotionen wieder. "Potter?"
"Äh,.. Professor?" Harry konnte nicht weiter zurückweichen, da ihm schon die Kommode in den Rücken drückte. Bei dem Wort 'Professor' hatte sich der Ausdruck seines Gegenüber kurz verfinstert und der Gryffindor hatte das ungute Gefühl einen Fehler gemacht zu haben.
"Warum ausgerechnet Potter?"
Harry konnte nur mit den Schultern zucken. Was sollte er auch anderes tun. Er wusste ja selbst nicht warum Draco Bilder von ihm neben seinen T-Shirts in einer Schublade aufbewahrte.
Ein Grinsen umspielte Snapes Mund. "Er hat zwar keine Ahnung von Zaubertränken, aber sein Aussehen ist ganz annehmbar." Harry glaubte, dass ihm bald die Augen aus dem Kopf fallen würden so ungläubig wie er schaute. Hatte er sich verhört oder wurde er gerade von seinem verhasstesten Lehrer bezüglich seines Aussehens gelobt. Doch ihm blieb keine Zeit weiter darüber nachzudenken, denn der schwarzhaarige Mann beugte sich noch näher zu ihm.
Die schwarzen Augen schienen sich in seinen Geist zu bohren. Und ehe Harry bemerkte was vor sich ging, war es schon zu spät. "Legilimens" Der Gryffindor war wieder im Zaubertrankunterricht und sah zu wie der Trank explodierte. Er spielte Zauberer Schach gegen Ron, seine Begegnung mit Draco im Zug und dann erwachte er als der blonde Slytherin in dessen Bett und Zimmer.
Schließlich klärten sich seine Gedanken wieder und er blickte in des Gesicht seines Lehrers. Snape wusste Bescheid. Panik breitete sich rasend schnell in seinem gesamten Körper aus.
"Wie ist das passiert? Potter" zischte Snape.
"Ich weiß es nicht, Prof..." noch ehe er den Satz beendet hatte, wurde es schwarz um Harry und der blonde Junge fiel bewusstlos in die Arme des älteren Zauberers.
Es vergingen nur einige Sekunden dann schlug Draco die Augen wieder auf. Seine Finger vergruben sich in dem vielen schwarzen Stoff von Snapes Umhang. "Harry" ein Flehen lag in seiner Stimme "bitte, Onkel Severus, Harry ist in Gefahr."
Tbc
Das war es mal wieder. Im nächsten Kapitel geht es weiter. Harry und Draco haben fürs erste wieder ihren eigenen Körper. Fragt sich nur wie lange. Snape wird in das Geheimnis eingeweiht. Wird er ihnen helfen können? Wie reagiert Draco darauf, dass Harry seine Fotos gesehen hat? Dann bis demnächst.
