Der Schattenprinz
Autor: Lord Slash
Chapter: 2?
Disclaimer: Alles was ihr aus den Potterbüchern wiedererkennt, gehört Joanne K. Rowling, Bloomsbury, Carlsen Verlag, Warner Brothers und diversen Anderen. Abgesehen davon gehört mir der Plot und die neuen Charaktere! Wenn irgendjemand den Drang verspürt, Ideen aus meiner Story zu übernehmen, würde es mich freuen, wenn ihr mich um Erlaubnis fragt. Weiterhin kann ich euch versichern, dass ich Nichts absichtlich aus anderen Story geklaut habe. Wenn jemand etwas aus seiner FF wiedererkennen sollte, tut es mir Leid, aber Ähnlichkeiten sind nicht von mir beabsichtigt.
Rating: R, NC-17
Genre: Dark, Drama, Tragedy, Avtion/Adventure, Romance
Warning: evtl. DarkHarry, OOC, Slash, Lemon, Lime (Wer detaillierte Sex-Szenen nicht mag, sollte besser verschwinden!)
Pairing: Bei den Pairings bin ich mir noch nicht sicher, jedoch wird es euch nicht an Liebesszenen mangeln...
Reviewantworten:
Stupor-mg: Yo, ich hab Harry ganz schön reich gemacht! Ich kenne mich der Umrechnung von Galleonen in Dollar/Pfund nicht besonders aus, obwohl ich mir das schon oft durchgelesen habe. Allerdings habe ich da dieses "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind"-Buch. Im Vorwort steht folgendes: 174 Millionen Pfund sind 34.872.000 Galleonen, 14 Sickel und 7 Knuts. Keine Ahnung ob des jetzt stimmt, aber ich gehe mal davon aus... Also müssten 4,98 Pfund in etwa 1 Galleone sein, oder? Allerdings kann ich das nicht mit Sicherheit sagen, da mein Gehirn leider nicht mit der Gabe Mathematik gesegnet wurde... Nun, ich sollte mich wohl nicht aufregen, dafür habe ich halt die große Klappe...lol! Also, schön das dir die Story gefällt und hoffe das du weiterliest und mir auch weiterhin Kommis schreibst... Bis demnächst! LS
Kardia: Ich habe die Sickel und Knuts nur deshalb angegeben, da in den Verliesen ja nicht nur Galleonen liegen können, oder? Ich meine in Harrys erstem Verlies gab es ja auch nicht nur Galleonen, nicht? Vielleicht bin ich ja wieder so unlogisch, wie es mir gerne vorgehalten wird, aber ich finde man braucht auch Kleingeld! grins Freut mich echt, dass es dir bis jetzt gefällt.. Halt mich auf dem Laufenden, ob das auch weiterhin der Fall ist, einverstanden? HDL LS
Fee-der-Nacht: Also, das war doch kein richtiger Cliffie, oder? Ich meine, was wäre gewesen, hätte ich kurz vor Sirius´ Testament aufgehört? Nun, schön das es dir gefallen hat! Schreib mir doch, ob dieses Chappi dir auch gefällt! Bye, LS
Momo-chan: Danke für das Lob! glücklichist Hast recht, armer reicher Harry! grins Yo, Petunia wollte ich schon länger mal als Gute in eine Story reinbringen... Viel Spaß beim Chap, LS
And now, enjoy!
Kapitel 2
Als erstes Gingen sie zu Madam Malkin´s. Harry lies sich eine neue Garnitur Schuluniformen anfertigen. Außerdem Roben aus Drachen-und Schlangenleder, Seide und neue Festumhänge in verschiedenen Farben. Alltagsroben in schwarz und dunkelgrün und Umhänge in grün, rot und Silber. Er kaufte außerdem noch Drachenlederstiefel. Alles unter den kritischen Kennermienen Madam Malkins und Tante Petunias.
Danach gingen sie zu Ollivander´s. Harry wollte sich zwei Reservestäbe besorgen. Nach einigem hin-und her hatte Harry seine Reservestäbe und Petunia zog ihn zu einem Haushaltsladen. Schmunzelnd hörte er sich die Begeisterung seiner Tante an und besorgte ihr einen selbstumrührenden Kochlöffel und ein Spülmittel, dass man einfach nur darübergießen musste und das Geschirr war sauber.
Dann betraten sie eine Zoohandlung, doch hier gab es nicht das, was Harry suchte.
Er bat Petunia bei Flourish and Blott´s auf ihn zu warten und zog sich seine Umhangkapuze so tief ins Gesicht, dass ihn niemand mehr erkennen konnte.
Unauffällig bog er in die Nokturngasse ein und fand schließlich den Laden, den er gesucht hatte. Simon´s magische Tiere´.
Schnell trat Harry ein und sah sich in der Dunkelheit um.
"Kann ich Ihnen helfen?", ertönte plötzlich eine tiefe Stimme aus dem Dunkel.
"Haben Sie Schlangen?", fragte Harry kalt.
"Kommen Sie mit.", Harry folgte dem fast unsichtbarem Schatten durch eine kleine Tür. Dort war es heller. Überall standen Terrarien mit den unterschiedlichsten Reptilien.
Sofort ging Harry auf die Terrarien mit den Schlangen zu. Er entschied sich, sie zu fragen, wer mit ihm kommen wollte.
Leise zischelte er.
"Hchallloooo! Ichhh binnn Hcharryy. Uund wiee heisssssst ihhhhhhhr?"
Erstaunt schauten ein paar Schlangen auf.
"Eiin Mensschh, derrrr unssseree Sschprachhee sschpriicht? Waassss willlssst duu hiier?"
"Ichh braauchhee Verrrbündettteee, dennenn ichh verrtrauuen kaann."
Jetzt regten sich auch einige andere.
"Hchatt jemmandd Innteresssse, miichh zuu beegleittenn?"
Gespannt wartete Harry auf Antworten.
"Giiibttt esssss einnenn Haakenn?"
"Wassss meinnsssst duu damitt?"
"Wasss haaabenn wirr fürr Auufgaabenn?"
"Einn bissssschhenn füür michch spiionnieerenn. Undd gellegentlichch jemmandten beissssenn!"
Jetzt hatten sich mehrere entschieden. Andere, alles Würgeschlangen, drehten sich jedoch weg. Sie waren zu schwerfällig für so etwas.
Harry wandte sich an den Verkäufer und sagte "Ich hätte gerne den schwarzen Taipan, die zwei Mambas und diese orangene Viper."
Der Verkäufer schaute ein wenig irritiert, hatte dann aber nur das Geschäft im Kopf und verlangte fast 200 Galleonen. Harry jedoch war der Preis egal. Er öffnete die Terrarien und befahl den Schlangen zu ihm zu kommen.
Der Taipan schlang sich unter Robe um seine Hüfte, die schwarze Mamba um den rechten und die grüne Mamba um den linken Arm. Die orangene Viper war wohl die Jüngste, sie hatte auch ein komisch kindliche Stimme. Sie legte sich wie eine Kette um seinen Hals. Nun konnte man keine der Schlangen mehr sehen. Er bat den Verkäufer noch um ein paar lebendige Mäuse, die er in einem kleinen Käfig in einer großen Umhangtasche trug. Ohne Gruß verschwand Harry wieder aus dem Laden und ließ einen furchtbar verwirrten Simon zurück. Jetzt suchte er einen Buchladen, den er auch fand. Dort kaufte er mehrere Bücher über Zauberstablose Magie, Gerade noch legale Flüche, schwarzmagische Schutzschilde, Elementarmagie und Zaubertränke.
Dann machte er sich auf den Weg zurück in die Winkelgasse.
Doch auf dem Weg sah er einen Laden, der ihn wie magisch (gar net so abwegig, Harry!) anzog. Er betrat den für die Nokturngasse sehr hellen Laden und sah sich um. An den Wänden hingen die verschiedensten Waffen, die dafür vorgesehenen Aufbewahrungsbehälter und andere nützliche Dinge. Ihm fiel auch sofort ein schwarzer Koffer ins Auge. Er untersuchte das Ding und war begeistert. Der Koffer hatte mehrere Schlösser. Als er das erste Schloss öffnete sah er eine Treppe, die nach unten ins Dunkel führte. Zögernd sagte Licht! und plötzlich war die Treppe beleuchtet. Sie führte in eine Art Büro. Es gab einen Schreibtisch und Aktenschränke.
Im zweiten Fach konnte er eine noch nicht eingerichtete Bibliothek erahnen. Dann gab es noch einen Schlafraum, ein Bad, ein Zaubertränkelabor und einen Duellierraum mit Waffenhaltern an den Wänden und mit Schutzzaubern versehenden Wänden.
Als Harry diesen Laden verließ hatte er den Koffer dabei, verschiedene Waffen, die passenden Behälter dafür und ein Amulett, das seine Aura dämpfen würde.
Erschöpft, aber stolz hörte er auf dem restlichen Weg zurück die Gespräche seiner Schlangen an, die anscheinend eine große Portion Humor hatten, wie er feststellte aber auch eine Schwäche für Sarkasmus.
Bei Flourish and Blott´s fand er seine Tante lesend auf einer Bank sitzend und ihn überhaupt nicht vermissend. Auch hier kaufte Harry mehrere Bücher und dann verließen die beiden die Winkelgasse mit einem kurzen Stop bei der Apotheke, in der Harry alle möglichen Zaubertrankzutaten kaufte.
Wieder vollbepackt mit Tüten schritten sie zum Auto und fuhren nach Hause. Tante Petunia konnte sich gar nicht beruhigen vor Begeisterung und Harry musste ihr alle Fragen über die Magie beantworten, die ihr gerade einfielen.
Irgendwann fragte Harry "Sag mal, Tante, magst du Schlangen?"
Verwirrt blickte sie ihn an.
"Ich habe keine Angst vor ihnen, wenn du das meinst, aber lieben tu´ ich sie auch nicht!"
"Weißt du eigentlich, dass ich mit Schlangen sprechen kann?"
"Wie bitte?"
"Ich spreche Parsel, Schlangensprache."
"Aha."
"Hättest du was dagegen, wenn ich Schlangen als Haustiere hätte?"
"Ähmm... Ich nicht, aber was ist mit Vernon und Dudley?"
"Sie werden ihnen nichts tun. Ihr werdet sie gar nicht zu Gesicht bekommen, versprochen!"
"Du hast sie also schon? Hätte ich mir denken können."
Beide grinsten.
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Die ganze Nacht über hatte Harry seinen Koffer eingeräumt. Gut ein fünftel der Bibliothek war jetzt gefüllt und auch all seine Klamotten hatte Harry in die Schränke im Schlafzimmer eingeräumt. Die Waffen hingen an den Wänden des Duellraumes und die Zaubertrankzutaten und Kessel waren im Labor verstaut. Die ganzen Gringottspapiere, Schlüssel und Karten kamen ins Büro. Er hatte einen speziellen Schlüsselbund, der alle Schlüssel gekennzeichnet hielt, so war es viel einfacher.
Das beste an dem Koffer war aber eindeutig, dass man Magie, die in dem Koffer angewandt wurde, nicht verfolgen konnte bzw. sie wurde nicht erkannt. Die ganzen Zimmer waren auch noch miteinander verbunden, was alles noch einfacher machte.
Harry wollte gerade aus dem Koffer steigen, als ihm an der Wand vor dem Ausgang ein paar Zeitanzeigetafeln auffielen. Darunter war eine kurze Beschreibung und nachdem Harry alles gelesen hatte, war er noch begeisterter als ohnehin schon. Man konnte die Zeit manipulieren! Keine Zeitreisen oder so was, aber man konnte beispielsweise drei Stunden im Koffer verbringen, während in der Realität nur wenige Sekunden vergingen. Als Harry die ganze Tragweite dieser Option erkannte, war er zum ersten Mal seit Wochen wieder richtig gut gelaunt. Er konnte stundenlang trainieren und lernen und währenddessen würden nur wenige Minuten vergehen.
Mit diesen Gedanken stieg er aus dem Koffer und ließ sich ins Bett fallen, wo er sofort einschlief.
Aber auch in dieser Nacht konnte er nicht richtig schlafen. Immer wieder spukten ihm die Worte aus Sirius´ Testament durch den Kopf. ...Ich werde bei James und Lily sein, es kann doch nichts besseres geben, oder?...
Als Harry gegen 4.00 Uhr in der Früh aufwachte, hielt er alles für einen Traum, doch er wurde schnell eines besseren belehrt, als er mit dem Fuß schmerzvoll gegen den Koffer stieß als er aufstand. Fluchend zog er sich an und machte sich auf den Weg. Er joggte durch den Wald. Er liebte die Ruhe, die hier herrschte, nur manchmal vom Ruf eines Käuzchens oder dem Rascheln eines Gebüsches unterbrochen.
Gegen 7.00 Uhr lief er wieder heimwärts um zu duschen und zu frühstücken. Nur Tante Petunia war schon wach, als er zum Tisch kam.
"Wie geht es dir heute?", wollte sie zuallererst wissen.
"Ich weiß es, ehrlich gesagt, nicht. Das war gestern wohl ein wenig zu viel für mich..."
Gleich zu Anfang hatte Chen-Lei seine blasse Gesichtsfarbe registriert und als Harry auch beim Training nicht ganz bei der Sache war, nahm er sich vor den Jungen zu fragen, was ihn denn bedrückte.
"Harry, was ist los? Du bist so abwesend..."
"Weißt du, ich wurde gestern nur wieder an den Tod meines Paten erinnert..."
Harry sah seinen Sensei aus traurigen und hoffnungslosen Augen an. Es war das erste Mal, das er dieses Thema bewusst anschnitt.
Chen-Lei sah ihn mitleidig an. Er hatte so etwas in der Art geahnt. Kein Wunder, das der Junge so erwachsen wirkte...
Chen-Lei gestaltete den Rest des Trainings nicht so anspruchsvoll wie sonst und Harry war ihm dafür sehr dankbar.
Später saß er noch mit den anderen in ihrem Stammkaffee.
Plötzlich beugte sich Lorelei, ein nettes Mädchen mit blonden Haaren und blauen Augen, zu Harry und strich ihm die Haare aus der Stirn. "Was ich dich schon ewig fragen wollte, woher hast du diese Narbe?"
Nun schauten auch die anderen sehr interessiert. Harry seufzte. Sollte er sie belügen?
Nach einigen Sekunden Pause, sprach Harry resigniert "Ihr würdet es sowieso nicht glauben..."
Die erstaunten Blicke seiner Freunde bekam er gar nicht mehr mit, denn seine Gedanken wanderten wieder einmal zur Prophezeiung, die an allem Schuld war.
"Meinst du nicht, du kannst uns soweit vertrauen und es uns trotzdem erzählen?", drang die Stimme von Toby an seine tauben Ohren.
"Gut, aber ihr müsstet mit zum Haus meiner Verwandten kommen... Anders könnte ich es euch nicht beweisen."
"Einverstanden!", war die einstimmige Antwort der sechs Jugendlichen.
In seinem Zimmer angekommen, fiel seinen Freunden sofort Hedwig auf, die ungeduldig auf Harry wartete, damit er ihr den Brief abnahm, der an ihrem Bein befestigt war. Gespannt beobachteten die Jugendlichen ihren geheimnisvollen Freund, als er der Eule einen Arm hinhielt und diese darauf sprang. Harry knotete mit geübten Handgriffen den Brief ab und ließ sich währenddessen von Hedwig am Ohr knabbern.
Er öffnete den Brief und nachdem er ihn gelesen hatte, schnaubte er nur ungläubig und suchte nach einem Fetzen Pergament und einer Feder.
Lorelei schnappte sich währenddessen den Brief, den Harry hatte fallen lassen.
Die anderen lasen über ihre Schultern mit.
Lieber Harry!
Wie geht es dir? Ok, eigentlich blöde Frage, wahrscheinlich geht es dir verdammt mies wegen Sirius und so ...
Du müsstest mal Remus sehen, er läuft herum wie eine Stunde vor Vollmond. Und Tonks sitzt nur heulend auf ihrem Bett und lässt keinen an sich heran.
Gestern, als die beiden von der Testamentslesung zurückkamen und die alte Sabberhexe sich wieder einmal aufgeregt hatte, haben die beiden sie von der Wand gesprengt und verbrannt, der alte Kreacher ist ihr gleich hinterher gesprungen. Was für eine Erleichterung! Aber Hermine hat das gar nicht gefallen. Wenn Remus nicht so blass gewesen wäre und Tonks nicht geheult hätte, wäre Herm wahrscheinlich jetzt noch nicht fertig mit ihrer Standpauke.
Übrigens kannst du noch vor deinem Geburtstag zu uns ins Hauptquartier. Eigentlich darfst du das noch gar net wissen... Du weißt ja, Dumbledore...
Jedenfalls wirst du voraussichtlich am 25. Juli abgeholt. Mit einem Portschlüssel. Von Shaklebolt, Moody und Snape! Snape! Ich glaube Dumbledore hat nun unwidersprechlich den Verstand verloren. Tut mir echt Leid für dich, Kumpel.
Mum freut sich jetzt schon dich wieder in ihre Arme schließen zu können und die Zwillinge hecken auch wieder irgendetwas aus. Sei auf der Hut!
Ich soll dir schöne Grüße von Herm und Ginny ausrichten!
Lass´ dich von den Muggeln nicht unterkriegen.
Bye,
Ron
P.S. Herm ist schon so aufgeregt wegen der ZAG-Ergebnisse, obwohl sowieso jeder weiß, dass sie nur ´O´s bekommen wird.
Verwirrt sahen die sechs den schwarzhaarigen Jungen an, der mit einer Feder eine Antwort kritzelte. Auch ihm schauten sie über die Schulter.
Hey Ron!
Ich werde nicht zurück ins Hauptquartier kommen, eher heirate ich das Frettchen! Er hat das Haus gehasst wie nichts anderes... Auch wenn die Sabberhexe endlich weg ist, ich werde nicht dorthin zurückkehren. Sag´ Remus, dass es mir Leid tut, aber ich kann nicht.
Sonst geht es mir recht gut, Petunia ist richtig nett zu mir. Ich hatte sie sogar bei der Testamentslesung dabei. Ich hab sie kaum aus der Winkelgasse herausbekommen!
Und das Dumbledore den Verstand verloren hat, ist ja nichts neues, oder?
Sag deiner Mutter, ich würde euch mal besuchen kommen.
Den Zwillingen werde ich in den nächsten Tagen selbst einen Besuch abstatten.
Grüß Remus, Tonks, Hermine (Herm?), Ginny und deine Eltern von mir.
Bye,
Harry
"Ähm... Harry? Was soll das alles?"
"Was für ein Hauptquartier? Portschlüssel? Muggel? Sabberhexe? Testamentslesung?... Erkläre das mal!"
"Ja, ja. Deshalb seid ihr ja da, oder? Folgt mir!", Harry öffnete seinen Koffer und stieg die Treppe herunter. Perplex folgten ihm die anderen.
Er führte seine Freunde in das Schlafzimmer, in dem eine Feuerstelle mit Sesseln war. Alle setzten sich.
"Wir sind in einem Koffer? Das ist doch... unmöglich... völlig verrückt!"
"Also, was soll das alles? Wo sind wir?"
Harry räusperte sich. "Also, ihr solltet wissen, dass ich ein Zauberer bin..."
Ruhig wartete er auf die Reaktionen der anderen.
Sie starrten ihn ungläubig an. Michael fing an zu grinsen. "Du willst uns verarschen, hab´ ich recht?"
Seufzend zog er seinen Zauberstab und beschwor mehrere Flaschen Coca-Cola und Gläser.
Verena kreischte los. "Das ist doch nicht normal!... Was hast du gemacht?"
Die anderen starrten ihn nur geschockt an.
"Gut, ich fange von vorne an. Es gibt magische und nichtmagische Menschen. Ich bin ein Zauberer während ihr normale Muggel seid, nichtmagische Menschen. Es gibt ein Zaubereiministerium und Zaubererschulen. Zauberer brauchen zum Zaubern einen Zauberstab-", demonstrativ hielt Harry seinen Stab in die Luft, "Eulen transportieren unsere Post, wie ihr gerade selber mitbekommen habt."
Gespannt sah er seine Freunde an.
"Und was ist jetzt mit der Narbe?", fragte Lorelei schwach.
"Die Narbe ist der Grund, warum ich der berühmteste Zauberer der Welt bin..."
Geschockte, perplexe Gesichter. "Berühmt?.. Warum?..."
"Ihr wollt wirklich meine gesamte Geschichte hören?" Nach bestätigendem Nicken seufzte Harry erneut.
"Wisst ihr, das ist nicht einfach für mich. Ich hab noch nie mit jemandem richtig darüber gesprochen... Nun, Vor ungefähr siebzehn Jahren war Voldemort, ein dunkler Lord, der die Welt tyrannisierte, auf der Höhe seiner Macht. Zu der Zeit wurde eine Prophezeiung gesprochen, die besagte, dass ein Kind geboren werden würde, das die Macht hätte, den dunklen Lord zu stürzen. Die Prophezeiung meinte mich und Voldemort kam um mich zu töten. Er tötete meinen Vater und danach meine Mutter. Doch da meine Mutter für mich gestorben war, hatte ich eine Art Schutz und der Todesfluch prallte von mir ab zurück zu Voldemort. Doch da dieser nicht mehr ganz menschlich war, wurde er nicht getötet. Ich war der erste und einzigste, der jemals einen Todesfluch überlebt hatte. Dafür und das ich Voldemort gestürzt hatte bin ich berühmt. Jeder in der Zaubererwelt kennt mich. Jeder weiß, ob ich gerade mit meinen Freunden gestritten habe oder mit wem ich gerade zusammen bin. Nun... Ich lebte bei meinen Verwandten bis ich mit 11 nach Hogwarts, einer Zaubererschule, kam. Im ersten Jahr stand ich Voldemort wieder gegenüber und entkam wieder. Im zweiten Jahr verschleppte Voldemort eine Freundin von mir, aber ich konnte sie retten, obwohl ich dabei fast selber draufgegangen wäre. In meinem dritten Jahr fand ich heraus, dass mein Pate, der für den Tod meiner Eltern verantwortlich gemacht worden war und deshalb 12 Jahre im Gefängnis saß, unschuldig war. Aber ich konnte das nicht beweisen, da das Beweismittel abgehauen ist. Im vierten Jahr wurde ich in ein trimagisches Turnier geschmuggelt, bei dessen letzten Aufgabe ich zusammen mit einem Freund zu einem Friedhof transportiert worden bin. Voldemort hat Cedric getötet und mein Blut benutzt um wieder aufzuerstehen. Ich konnte flüchten, aber keiner bis auf meinen Schulleiter glaubte mir, dass Voldemort wieder auferstanden sei. Der Minister und die Presse ließen keine Gelegenheit aus mich und den Schulleiter als verrückt hinzustellen. Es gibt den Orden des Phoenix, der gegen Voldemort und seine Anhänger, die Todesser, kämpft. Der Orden wurde wieder einberufen und handelt meist im geheimen. In meinem fünfen Jahr, letztes Jahr, bekamen wir eine besonders schlimme Lehrerin, die die ganze Schule tyrannisierte. Mit ihr hatte ich besonders viele Probleme, aber das gehört gar nicht hier her. Durch meine Narbe, die bei dem Todesfluch entstanden ist, habe ich manchmal Visionen von dem, was Voldemort macht. Am Ende des letzten Jahres hat er mir eine falsche Vision geschickt und ich habe mich aufgemacht um Sirius, meinen Paten, zu retten. Ich hatte ein paar Freunde dabei, aber wir liefen direkt in eine Falle. Schließlich waren vier meiner Freunde außer Gefecht gesetzt worden und nur noch ich und Neville waren zurechnungsfähig. Neville konnte aber nicht mehr zaubern, da er kaum sprechen konnte. Jedenfalls wurde ich von Todessern eingekreist, doch dann kamen ein paar Ordensmitglieder, unter ihnen mein Pate. Er duellierte sich mit seiner Cousine. Sie hat ihn getötet...-", Harry schluckte, "Als sie wegrannte, da sie am verlieren waren, bin ich hinter ihr her. Irgendwann kam dann auch noch Voldemort und duellierte sich mit meinem Schulleiter, doch Voldemort verschwand dann und ich wurde wieder zur Schule gebracht. Dort erzählte mir dann mein Direktor von der Prophezeiung. Ich wusste davon nichts. Ich war so wütend... Ich hab sein halbes Büro demoliert. Meine besten Freunde Ron und Hermine lagen noch ewig in der Krankenstation. Zum Glück geht es ihnen wieder gut...", so endete Harry und seufzte.
Die anderen sahen ihn immer noch verwirrt an.
"Ich werde immer für dich da sein, wenn du mich brauchst... Ich werde dir helfen, soviel ich kann!", meinte Dustin ernst. Er war der stille unter ihnen. Ehrlich gesagt wusste Harry nicht, warum er Kampfsport lernte. So viel er wusste, war Dustin ein Computerspezialist, trotz seiner 15 Jahren.
Dankbar lächelte Harry ihn an.
Jetzt schienen auch die anderen aus ihrer Starre zu erwachen, denn alle versprachen ihm einstimmig, immer zu helfen.
Harry bedankte sich bei ihnen und fragte nach ein paar stillen Minuten "Und was ist mit euch? Wo geht ihr zu Schule, was habt ihr für Familien?"
Jeder erzählte seine Geschichte.
Verena und Toby hatten beide eine kleine Schwester und lebten bei ihren Eltern. Lorelei und Tess wohnten zusammen in einer kleinen Wohnung, da ihre Eltern es erlaubt hatten, aber sie mussten für alle Kosten selber aufkommen. Michael war vor einem Jahr von Zuhause abgehauen, da sein Stiefvater ihn geprügelt hatte. Er wohnte bei Gelegenheit bei Freunden und Zurzeit lebte er bei einem Bekannten, aber nur noch für wenige Tage, danach musste er weiter. Und Dustin hatte es wohl ziemlich schwer gehabt. Schon wegen Michael waren alle erstaunt gewesen, doch das Dustin in einem Waisenhaus aufgewachsen war, hatten sie nie für möglich gehalten. Seine Eltern waren gestorben, als er vier Jahre alt gewesen war. Auch er war aus dem Waisenhaus weggelaufen. Allerdings war er erst vor zwei Monaten abgehauen und nun verdiente er sich die Miete für ein kleines Zimmer mit Computerreparaturen hier in der Gegend. Alle gingen noch zur Schule, außer Michael, der dafür angeblich keine Zeit hatte und Toby hatte immer Unterricht im Waisenhaus bekommen.
Harry wurde sehr nachdenklich.
"Für euch, Dustin und Michael, hätte ich eine Lösung. Lorelei und Tess könnten auch mitmachen, wenn sie wollen. Wir könnten in eines der Häuser meiner Eltern, dort gibt es bestimmt ewig viel Platz und für Essen und so würden die Hauselfen sorgen...", schlug er zögernd vor.
Sprachlos sahen ihn die Betroffenen an.
"Meinst du das ernst?.. Das wäre ja super...", stammelte Dustin. Auch die anderen schienen begeistert und so machten sie aus, das Haus am nächsten Tag zu besichtigen. Harry hatte versprochen für die Transportmittel zu sorgen.
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Am nächsten Tag beim Training fragte Harry seinen Sensei, wo er eigentlich wohnte. "Ich wohne in einer kleinen Wohnung nicht weit von hier und Familie habe ich leider keine...", sagte Chen-Lei traurig. Harrys Augen blitzten.
"Hättest du denn nicht Lust hier mal weg zu kommen, um in einem großen Haus zu wohnen?"
"Du bist lustig, Junge. Wie stellst du dir das vor? So was kann ich mir gar nicht leisten.."
"Wer sagt denn, dass du dafür bezahlen musst. Was ist, wenn du eingeladen wirst?"
"Das wäre wieder etwas ganz anderes... Aber worauf willst du eigentlich hinaus?"
Harry erzählte ihm seinen Plan und verklickerte ihm bei dieser Gelegenheit auch, dass er ein Zauberer war. Erstaunlich gelassen über diese Erkenntnisse, stimmte er freudig zu und versprach mit ihm zu kommen.
Zum ersten Mal seit Sirius´ Tod war Harry wieder glücklich. Für eine kurze Zeit hatte er sowohl Sirius als auch die Prophezeiung vergessen.
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Am Abend saß Harry in seinem Zimmer und drehte gedankenverloren mehrere Portschlüssel in den Händen, die er erstaunlich einfach hinbekommen hatte. Zwar waren sie illegal, aber das Ministerium konnte die Magie im Koffer ja nicht verfolgen.
Kurze Zeit später wurden seine Freunde und Chen-Lei von Petunia in sein Zimmer gebracht. Harry hatte ihr schon vorher erzählt was er vorhatte und sie war einverstanden gewesen. So erklärte er sachlich, was sie tun sollten und die Freunde taten wie ihnen geheißen. Im nächsten Moment waren sie in einem Magiestrudel verschwunden. Vor einem riesigen schmiedeeisernen Tor kamen sie wieder zum Vorschein.
In das Tor war ein großes Wappen eingearbeitet.
Es zeigte einen riesigen goldenen Greifen von vorne, der auf den Hinterbeinen stand und die Flügel ausgebreitet hatte. Unter seinen Füßen waren zwei Zauberstäbe gekreuzt, aus denen Funken stoben. Genau das selbe Wappen konnte man auf Harrys Siegelring erkennen. Harry holte ein Messer aus seiner Tasche und schnitt sich in die Handfläche bis Blut floss. Die erschrockenen Schreie der Mädchen ignorierend ließ Harry sein Blut auf den Torknauf tröpfeln und wartete dann ruhig.
Ohne einen Laut schwang das Tor auf und gab einen langen Kieselweg frei, der ungefähr 50 Meter lang war, bis er vor dem Hausplatz endete. Um das ganze Haus, eher Schloss, zog sich ein einziger wunderschöner Park. Es gab einen See, einen großen Wald und sogar ein Quidditchfeld. Nicht nur Harry war begeistert.
An der großen Eingangstür angelangt fand Harry ein getreues Abbild seines Siegelringes über der Türklinke und drückte den Ring in das passende Gegenstück. Sofort öffnete sich die Tür und gab den Blick auf eine prunkvolle Eingangshalle preis. Als Harry eingetreten war, hörte man plötzlich ein leises Plopp! und ein für Muggel sehr komisches Wesen erschien vor Harry.
"Master Harry! Master Harry ist zurück! Master Harry! Kimmy freut sich so!", quiekte das Wesen und verbeugte sich immer wieder vor dem schwarzhaarigen Zauberer. Es trug ein hellblaues Kleidchen mit dem Potter-Wappen aufgestickt.
"Habt ihr das Haus wieder aufgebaut, Kimmy?"
"Ja, Master Harry!"
Harry winkte seine Gäste herein und sagte zu der Hauselfe "Das sind meine Gäste. Haben wir genug Platz?"
"Ja, Master Harry. Kommen Sie herein. Wollen Sie etwas zu Trinken oder zu Essen?", fragend sah sie die sprachlosen Besucher an.
"Könntest du ein Abendessen richten? Wir sehen uns solange um..."
Er wartete die Antwort von Kimmy gar nicht erst ab, sondern lief auf eine Treppe zu, die nach oben führte. Oben war ein langer, breiter Korridor, mit vielen Türen an den Seiten.
Nacheinander öffnete Harry die Räume und fand eine Vielzahl kleiner Suiten mit eigenem Bad. In diesem Stockwerk waren etwa 15 solcher Gästesuiten. Da sie alle ungefähr im gleichen Stil gehalten waren, machte sich Harry bald auf den Weg ins zweite Stockwerk. Hier oben war die Mastersuite. Sie war riesig und prunkvoll. Ein Schlafzimmer mit einem großen Doppelbett und Begehbarem Kleiderschrank, ein Büro, ein Wohnraum mit zwei Kaminen und ein atemberaubendes Badezimmer. Es beinhaltete ein Badebecken in der Größe eines kleinen Swimmingpools, eine Dusche und ein goldenes Waschbecken. Der ganze Raum war in einem hellen Gold gehalten und der Boden war aus weißem Marmor.
Nachdem sie alle die Mastersuite bewundert hatten, öffnete Harry eine weiter Tür und sah sich einer wahrhaft gigantischen Bibliothek gegenüber. Sie war sogar größer als die Hogwarts´ Bibliothek. "Wow!", entfuhr es Harry.
Beschwingt betrat Harry das nächste Zimmer, keuchte auf und stolperte rückwärts aus dem Raum. Mit einer wedelnden Handbewegung schlug die Tür zu. Keuchend ließ sich Harry an der Wand herunter sinken.
Die anderen wussten nicht genau was sie tun sollten, da sie ja nicht einmal wussten warum sich ihr Freund plötzlich so eigenartig verhielt.
Nachdem sie etwa fünf Minuten schweigend den Schwarzhaarigen beobachtet hatten, seufzte dieser und meinte, sie würden jetzt sehen, was im Keller zu finden sei.
Mit merklich blasserem Gesicht wankte Harry die Treppen hinunter.
Im Keller fanden sie einen voll ausgestatteten Duellraum. Sowohl für Waffen als auch für Magieduelle geeignet.
Gleich daneben war eine Waffenkammer mit allen möglichen Schwertern, Dolchen und Bögen.
Außerdem befand sich im Keller noch ein Zaubertränkelabor.
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Schon eine ganze Woche war vergangen und Harry, Chen-Lei, Michael, Dustin, Lorelei und Tess waren in Godric´s Hollow eingezogen. Harry bewohnte die Mastersuite, während die anderen jeweils eine der Gästesuiten bezogen hatten. Alle waren hellauf begeistert und bedankten sich täglich aufs neue bei Harry. Toby und Verena waren auch fast täglich zu Besuch, dank der Portschlüssel.
Harry widmete sich intensiv seinen Studien und seinem Training mit Chen-Lei. Auch die anderen bekamen jetzt Training von dem alten Japaner.
Als Harry am zweiten Tag alleine über die Ländereien wanderte sah er einen großen Stallkomplex und bestaunte die vielen Pferde, die von den Hauselfen gezüchtet und versorgt wurden. Harry hatte sich noch am gleichen Tag entschlossen reiten zu lernen und tatsächlich hatte sich einer der Hauselfen, Timmy, bereit erklärt ihn zu unterrichten.
Außerdem hatte er das Grab seiner Eltern entdeckt. Es war an der Rückseite des Hauses. Ein eingezäuntes, gut gepflegtes Stück Rasen, auf dem ein großer Grabstein stand. Um das Grab herum waren weiße Lilien gepflanzt.
Hier ruhen Lily und James Potter
Sie opferten ihr Leben für das Gute
Geschätzte Freunde und geliebte Eltern
Jeden Morgen nach dem Joggen setzte sich Harry für ein paar Minuten neben das Grab und erzählte, was ihn gerade beschäftigte. Er kam sich keineswegs dumm vor, mit einem Grab zu sprechen. Komischerweise erleichterte es ihn über seine Probleme zu reden. Er konnte schlecht mit Nichtzauberern über seine Visionen sprechen und so erzählte er es halt seinen Eltern.
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Harry hatte angefangen zwei Tränke zu brauen.
Einen Blutreinigungstrank um eventuelle magische Blockaden zu entfernen. Es würde sehr schmerzhaft werden, aber er war ja an Schmerzen gewohnt und fürchtete sich nicht davor.
Der andere Trank würde seine Animagusgestalt offenbaren. Darauf war er wirklich gespannt.
Vielleicht konnte er ja Remus Gesellschaft leisten, wenn seine Tiergestalt groß genug war.
Seine Freunde fragten sich zwar oft, warum er fast seine ganze Zeit in der Bibliothek verbrachte, duldeten es dann aber.
Er war oft ziemlich depressiv, dann versuchten sie alles um ihn abzulenken. Und Harry war ihnen dankbar dafür.
Sie hatten Sirius nicht gekannt und so war es einfacher für Harry.
Keinem konnte etwas herausrutschen, was ihn schmerzhaft an seinen Paten erinnern würde.
Etwa eine Woche vor seinem Geburtstag hatte Harry den Blutreinigungstrank fertig und nahm sich vor ihn noch am gleichen Abend einzunehmen.
Den ganzen Tag hatte er versucht ohne Zauberstab zu zaubern, aber er bekam immer noch nicht mehr hin als ein einfaches Accio!.
Aber in der Elementarmagie machte er dafür richtig gute Fortschritte. Im Gegensatz wie im Buch beschrieben hatte er keine Ahnung gehabt, was für ein Element für ihn in Frage kommen würde und so hatte er einfach alle ausprobiert. Zu seiner Überraschung hatte er die Kontrolle über alle vier Elemente.
Gleich zu anfangs hatte er es geschafft einen kleinen Wirbelsturm auf seiner Hand entstehen zu lassen. Um das andere auszuprobieren war er in den Wald gegangen, er konnte ja nicht verantworten, dass das Haus abbrannte.
Er behielt recht damit, denn als er einen kleinen Feuerball in der rechten Hand hielt, überfiel ihn eine ungekannte Wut. Diese Wut richtete sich vor allem auf den Schulleiter, Voldemort und Bellatrix Lestrange.
Nur mit Mühe hatte er es geschafft das Feuer wieder unter Kontrolle zu bringen. Danach hatte er sich verschwitzt daran gemacht, einen feinen Regen über seinem Kopf entstehen zu lassen. Das gelang ihm recht schnell.
Aber mit der Erde hatte er so seine Probleme gehabt. Sie war schwerfällig und faul. Aber war sie einmal in Fahrt, konnte sie fast nichts mehr stoppen.
Er hatte sich auf den Waldboden fallen lassen und die Hände auf den Boden gelegt. Er versuchte den Boden anzuheben. Doch so sehr er sich auch anstrengte, es wollte ihm nicht gelingen.
Erschöpft legte er sich ganz auf den Boden. Er streckte Hände und Füße weit auseinander.
"Vielllleichchttt sssollltessst du verrssuchchennn ddie Errdee dazzzuuu zzzuuu brrinnggenn ssichch sselbsst annzzuuuhebbennn...", lautlos war Vessenia, der weibliche Taipan herangeglitten.
Sie war schon ziemlich erfahren im Spionieren, daher wohl das geräuschlose Auftauchen.
Harry entschied sich den Rat des weisen Taipans zu Herzen zu nehmen und forderte die Erde unter sich auf, sich anzuheben.
Nach mehreren Versuchen spürte Harry, wie sich die Erde unter seinem Körper bewegte und sich anhob.
Er lag nun auf einem kleinen Hügel, der genauso lang war, wie sein Körper.
Glücklich, aber erschöpft bedankte er sich bei Vessenia und rief nach Myst, der edlen schwarzen Stute, mit der er sich angefreundet hatte.
Gemächlich war er wieder nach Hause geritten.
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Der Abend war gekommen und Harry verabschiedete sich von den anderen, nachdem er erklärt hatte, dass er noch an einem Trank arbeiten wollte.
Im Keller angekommen verschloss Harry die Tür mit vielen Zaubern, darunter der Lautloszauber. Er wollte schließlich nicht, dass seine Freunde sich Sorgen machten.
In einem Zug leerte er die kleine Phiole, die mit dem Trank gefüllt war.
Harry setzte sich auf den Sessel vor dem Feuer und schnappte sich ein Buch über Elementarmagie.
Als nach einer halben Stunde noch immer nichts passiert war, gab er das Warten auf und konzentrierte sich nun voll und ganz auf den Text.
Doch plötzlich zuckte ein Schmerz durch seinen Kopf und er stöhnte gequält auf.
Wie Stromstöße zuckten die Schmerzen durch seine Venen und das Buch fiel mit einem unnatürlich lautem Knall auf den Steinboden.
Harry vergaß alles um sich herum, nur noch den Schmerz wahrnehmend.
Es kam ihm wie Stunden vor, wie er sich da unter der Schmerzen wand. Doch kein Ton kam ihm über die Lippen. Er wusste nicht warum, aber er konnte sich nicht erlauben zu schreien.
Am nächsten Morgen erwachte Harry mit schmerzendem Kopf auf dem kalten, steinernden Boden des Labors.
Desorientiert sah er sich um.
Große, runde Augen starrten ihn an.
Tränen schimmerten in den wässrigblauen Augen von Kimmy.
"Master Harry! Was ist passiert? Master hatte Schmerzen!"
"Schon gut, Kimmy. Mir geht es gut... Sag, könntest du mich in mein Zimmer bringen und mir dann einen Tee bringen?"
Die Augen der Hauselfe leuchteten erfreut auf.
"Natürlich, Master Harry!"
Und im nächsten Moment lag Harry auf seinem Bett.
Kimmy brachte ihm seinen Tee und Harry fragte sie
"Kimmy, ich weiß zwar, dass das Ministerium Zauberei in diesem Haus nicht verfolgen kann, aber was für andere Schutzzauber existieren noch?"
"Nun, das Gebäude ist unortbar und hat einen Apparationsschutz, den nur die umgehen können, die autorisiert wurden. Außerdem kann man nur mit Flohpulver anreisen, wenn man befugt ist oder der Kaminanschluss geöffnet wurde. Gegen dunkle Magier ist das Gebäude mit einem Alarm ausgestattet..."
"Danke. Unten im Labor müsste eine Phiole mit einer goldenen Flüssigkeit stehen, könntest du sie mir bringen?"
Einen Moment später hielt er das Fläschchen in der Hand.
"Danke, Kimmy."
"Aber das ist doch Kimmys Aufgabe, Master...", schon war sie wieder verschwunden.
Stöhnend hielt er sich die Hand an den Kopf.
Dabei fiel sein Blick auf den Flakon.
Überzeugt und entschlossen öffnete Harry die Flasche und trank das goldene Gebräu in einem einzigen Zug.
In seinem ganzen Körper machte sich ein Kribbeln breit.
Er lief zu dem großen Spiegel an seinem Schrank und beobachtete fasziniert wie sich seine Hände verformten.
Nur Sekunden später stand vor dem Spiegel ein sehr großer schwarzgrauer Wolf. Versuchsweise versuchte er etwas zu sagen, aber nur ein schauriges Knurren entsprang seiner Kehle.
Da spürte Harry wieder ein Kribbeln und sein Körper verformte sich aufs Neue. Erstaunt sah Harry in die Augen eines Pferdes. Die goldenen Augen starrten aus dem Spiegel zurück. Er war ein großes, zu seiner Übarraschung silbernes Pferd, mit glänzendem Fell.
Wieder ein Kribbeln und Sekunden später war er zu einem majestätischen Weißkopfadler mutiert.
Nach dem folgenden Kribbeln saß wieder Harry in seiner Ursprünglichen Gestalt vor dem Spiegel und sah sich selbst perplex im Spiegel an.
Harry wusste nur von einem Multianimagus, und der war schon vor über dreihundert Jahren gestorben. Ob er es schaffen würde alle Transformationen zu meistern wusste er nicht, aber er würde nicht aufgeben. Sirius und sein Vater hatten es schließlich auch geschafft.
° - break - °
To Be Continued
Tadaa!
Das war Kapitel 2.
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Bis demnächst,
Lord Slash
