Der Schattenprinz

Autor: Lord Slash

Chapter: 3?

Disclaimer: Alles was ihr aus den Potterbüchern wiedererkennt, gehört Joanne K. Rowling, Bloomsbury, Carlsen Verlag, Warner Brothers und diversen Anderen. Abgesehen davon gehört mir der Plot und die neuen Charaktere! Wenn irgendjemand den Drang verspürt, Ideen aus meiner Story zu übernehmen, würde es mich freuen, wenn ihr mich um Erlaubnis fragt. Weiterhin kann ich euch versichern, dass ich Nichts absichtlich aus anderen Story geklaut habe. Wenn jemand etwas aus seiner FF wiedererkennen sollte, tut es mir Leid, aber Ähnlichkeiten sind nicht von mir beabsichtigt.

Rating: R, NC-17

Genre: Dark, Drama, Tragedy, Avtion/Adventure, Romance

Warning: evtl. DarkHarry, OOC, Slash, Lemon, Lime (Wer detaillierte Sex-Szenen nicht mag, sollte besser verschwinden!)

Pairing: Bei den Pairings bin ich mir noch nicht sicher, jedoch wird es euch nicht an Liebesszenen mangeln...

Reviewantworten:

Kardia: Keine Angst, ich übertreibe es schon nicht mit den Fähigkeiten. Aber dennoch wird es immer mehr werden, vor allem im letzten drittel der Story..

A. Nenawisc + laser-jet: Tut mir wirklich Leid, aber ich trage meinen Namen nicht umsonst! Ich habe schon sehr viele Kapitel fertig und Slash wird auf jeden Fall vorkommen.. Ihr könnt ja drüberlesen, oder ihr hört halt auf, was aber schade wär´! Nun, trotzdem danke für das Lob! HEL

Kissangel: Schön, dass es dir gefällt!

Fee-der-Nacht: Jep, klar schafft er es.. grins Der Schattenprinz kommt schon noch, du musst dich aber wirklich noch in Geduld üben! Ist die Update-Zeit okay so?

And now, enjoy!

Kapitel 3

Seufzend und immer noch mit Kopfweh stieg Harry unter die Dusche und schritt nur zwanzig Minuten später komplett angezogen zum Frühstückstisch.

Wie erwartet traf er nur Chen an, der den Tagesprophet las.

"Guten Morgen!"

"Guten Morgen, Harry. Weißt du, diese Zeitung ist echt interessant..."

"Was gibt es denn?"

"Ach, über eine Verhandlung wird diskutiert... Es heißt, ein gewisser Harry Potter -", hier grinste Chen ihn an, "- würde gegen eine Dolores Umbridge aussagen... Wer ist das?"

"Och, eine größenwahnsinnige Lehrerin... Kann ich mal sehen?"

Er las den Artikel durch, neben dem ein Foto von Umbridge und eines von Harry, Ron und Hermine. Umbridge saß zusammengesunken auf einer Bank, vor ihr saßen mehrere Beamten, die sie offensichtlich vernahmen. Unter dem Bild von ihm und seinen Freunden stand:

Harry Potter und seine Freunde waren einige der Vielen, die von Umbridge nicht korrekt behandelt wurden.

Etwas überrumpelt sah Harry wieder auf.

Er wusste nicht, dass er aussagen würde. Und Lust dazu hatte er auch keine.

Jetzt öffnete sich die Tür und Lorelei und Tess kamen herein, die ihm zur Begrüßung beide einen Kuss auf die Wange gaben.

"Was gibt´s Neues?", fragte Tess mit fast unverschämter Fröhlichkeit.

"Ich habe Kopfweh..."

Sie lachten.

"Sag, Harry, vertraust du uns eigentlich?", fragte plötzlich Lorelei.

Dabei sah sie auf das Tattoo, das ihre rechte Handoberseite zierte.

Jeder der sechs Freunde hatte ein solches.

Es zeigte eine Feder, die mit verschnörkelter Schrift "Trust" auf die Hand schrieb.

Irgendwann in der letzten Woche war Michael auf die glorreiche Idee gekommen, sich als Freundschaftsbeweis ein identisches Tattoo stechen zu lassen. Alle hatten sofort begeistert zugestimmt und so war so war es dazu gekommen.

Erstaunt und verwirrt sah Harry seine Freundin an.

Er wurde nachdenklich.

"Ihr seid die einzigen, denen ich je meine ganze Geschichte erzählt habe. Dazu braucht man schon Vertrauen... Warum fragst du überhaupt?"

"Ich weiß nicht, ich habe das Gefühl du verschweigst uns etwas.."

Durchdringend musterte Lorelei ihren Gastgeber und überlegte wie sie ihn dazu bringen konnte ihnen ganz zu vertrauen.

"Wisst ihr... Es ist schwer für mich jemandem auch nur ein Fünkchen Vertrauen entgegen zu bringen. Vor kurzem habe ich schmerzlich erfahren, wie sehr es wehtut in seinem Vertrauen betrogen zu werden. Ich denke das schreckt mich in gewissem Sinne ab und ich hatte schon immer Geheimnisse... Zu viele, wenn ich mich recht erinnere."

"Vielleicht musst du nur ein paar Geheimnisse lüften um dich besser zu fühlen. Wie wäre es, wenn du uns ein bisschen was über deine Abenteuer erzählst? Vielleicht hilft es?", mischte sich Chen ein.

Nachdenklich blickte Harry in die ernsten Gesichter seiner Freunde.

"Nun, einverstanden... Aber erst, wenn die anderen auch da sind... Heute Abend vielleicht. Ich muss heute ein paar Sachen erledigen. Ich hatte vor dem Hauptquartier ein Besuch abzustatten und ich muss noch ein paar Einkäufe machen. Ich denke Michael und Dustin könnten auch mal eine neue Garderobe gebrauchen, meint ihr nicht? Das können wir dann morgen machen.", mit diesen Worten stand er auf und verließ den Raum.

Er fühlte sich plötzlich voll Tatendrang, er fühlte sich frei und mächtig. Wahrscheinlich waren das die Ergebnisse des Blutreinigungstrankes.

Er ging in sein Schlafzimmer und zog sich um.

Er hatte nun eine enge, schwarze Jeans und ein schwarzes Kapuzensweatshirt an. Dazu trug er ebenfalls schwarze Turnschuhe und seine Kontaktlinsen.

Den Zauberstab hatte er in einem Halfter an seinem rechten Unterarm verstaut. Lisco, die männliche orangene Viper hatte sich wie immer um seinen Hals gelegt und Ressalan, die männliche schwarze Mamba trug er unter dem Shirt um die Hüfte. Die drei älteren Schlangen konnten die menschliche Sprache verstehen, der kleine Lisco allerdings noch nicht und Harry bemühte sich es dem Kleinen bezubringen.

Ressalan hatte heute seinen ersten Job zu erledigen. Er würde den Orden ausspionieren. Harry war schon ziemlich gespannt, ob Ressalan bemerkt werden würde, aber die Mamba versicherte ihm immer wieder, dass keiner ihn entdecken würde...

So ausgestattet ging er noch einmal in die Küche um sich zu verabschieden.

Als er eintrat sagte Michael sofort.

"Du hast Post bekommen.", und hielt ihm eine Pergamentrolle entgegen.

Harry öffnete sie und begann zu lesen.

Potter,

wir brauchen deine Hilfe.

Wir sollten dem dunklen Lord beitreten, aber wir haben uns geweigert.

Deshalb waren wir gezwungen zu fliehen.

Wir haben kaum Geld und nur wenig Habseligkeiten mitnehmen können.

Inzwischen wissen wir nicht mehr wo wir bleiben sollen.

Du musst uns helfen, sonst werden sie uns finden und töten.

Bitte hilf uns.

Blaise Zabini, Draco Malfoy, Pansy Parkinson, Helen McDahon

Perplex sah Harry in die gespannten Gesichter seiner Freunde.

"Ist die Eule noch da?"

Ein Nicken in die Richtung des Fensters und Harry sah einen kleinen braunen Kauz auf dem Fensterbrett sitzen und augenscheinlich warten.

Er suchte eine Feder und Pergament in dem Haufen vor dem Kamin.

Dann schrieb er eine kurze Nachricht.

Genau um Mittag ist der Kamin in Godric´s Hollow für fünf Minuten geöffnet.

Diesen Zettel gab er dem Käuzchen, das sich schnell auf den Weg machte.

Er rief nach Kimmy.

"Ja, Master Harry?"

"Könntest du veranlassen, dass der Kamin in der Eingangshalle genau um Mittag für fünf Minuten geöffnet ist?"

"Sicher, Master Harry."

"Danke, Kimmy!"

"Was ist denn jetzt?", fragte Tess ungeduldig.

Harry gab ihnen den Brief.

"Das heißt, es kommen neue Gäste?"

"Ja, wir verstehen uns zwar nicht sonderlich gut, aber unter diesen Umständen?... Nun, Verena und Toby wollten so gegen eins kommen, habe ich recht?"

Ein Nicken.

"Gut. Ich weiß nicht wann ich wieder komme, aber ihr werdet das schon schaukeln, oder? Ihr müsst nicht besonders freundlich zu den Gästen sein, sie werden euch auch nicht mit Samthandschuhen anfassen. Gebt ihnen je ein Quartier, aber sie dürfen auch nicht in das Zimmer im zweiten Stock, verstanden?"

"Wann wirst du uns endlich sagen, warum wir nicht darein dürfen?.."

"Wenn ich bereit dazu bin... Ich vertraue euch in diesem Sinne, geht nicht in das Zimmer!"

"Versprochen.", tönte es aus fünf verschiedenen Kehlen.

"Gut, ich gehe jetzt."

Er gab den Mädchen jeweils einen Kuss auf die Wange und verschwand dann in die Eingangshalle.

Er nahm etwas Flohpulver und rief "Winkelgasse!"

Aus dem Kamin im Tropfenden Kessel stieg er nur Sekunden später.

Er ging zuerst in die Muggelwelt und ließ sich ein weiteres Tattoo stechen. Ihm war dieser Gedanke seit letzter Woche nicht mehr aus dem Kopf gegangen.

Er hatte dem Typ, der die Tattoos machte, ein Bild gegeben. Er hatte ihn etwas komisch angesehen, dann aber seine Arbeit hervorragend getan.

Nun zierte ein Thestral seinen Rücken.

Er stand auf den Hinterbeinen und hatte drohend die Flügel ausgebreitet. Die roten Augen waren das einzig farbige an dem Bild.

Zufrieden machte sich Harry auf den Weg zurück zur Winkelgasse.

Er betrat den Laden der Weasley-Zwillinge.

Eine Glocke schellte und fast sofort stand Fred vor ihm.

"Harry? Bist du das?"

"Also wirklich! Wer denn sonst?"

"Ha! George! Harry ist da!", brüllte Fred durch den Laden.

Sekunden später stand auch George Weasley vor ihm.

"Hey! Was hast du denn schon wieder angestellt? Mum schickt jeden Tag eine Eule und fragt, ob du schon aufgetaucht bist.."

"Ich schau´ gleich im Hauptquartier vorbei, ich wollt nur sehen, ob sich meine Investition gelohnt hat...", sagte Harry gespielt ernst.

Die Zwillinge lachten.

Eine halbe Stunde später stand Harry am Grimmaultplatz.

Inzwischen war es schon nach 11.00 Uhr und er musste sich beeilen.

Er dachte konzentriert an den Inhalt des Zettels, den Moody ihm vor knapp einem Jahr hier gezeigt hatte.

Zwischen Haus Nummer 11 und Nummer 13 tauchte plötzlich ein Haus Nummer 12 auf und Harry trat auf die Tür zu.

Versuchsweise drehte er den Türknauf und quitschend sprang die Tür auf.

Er trat ein.

Ron hatte recht gehabt, das Portrait von Mrs. Black war tatsächlich nicht mehr zu sehen.

Aus der Küche hörte er fröhliches Besteckgeklimper und vergnügtes Gemurmel.

Leise stieg er die Treppe hinauf und klopfte an eine ganz bestimmte Tür.

"Herein!"

"Hallo Remus. Wie gehts?", fragte Harry, nachdem er die Tür geöffnet hatte.

"Harry! Wo warst du bloß? Wir konnten dich einfach nicht orten..."

Er wurde in eine stürmische Umarmung gezogen.

Remus sah nicht sehr gut aus. Er war ziemlich blass und hatte dunkle Ringe unter den Augen, ein Zeichen dafür, dass er nicht sonderlich viel geschlafen hatte in letzter Zeit...

"Hey, immer mit der Ruhe. Also, wie geht es dir?"

"Nicht so gut, das sieht man ja... Und dir?"

"Nun, ich habe das Glück jeden Tag aufs Neue abgelenkt zu werden... Bei dir ist das offenbar nicht der Fall..."

"Nein, weißt du... ich habe niemanden, mit dem ich darüber reden kann... Keiner kannte Sirius besonders gut... Nun, Tonks ausgeschlossen, aber sie weint den ganzen Tag und lässt keinen zu sich... Anfangs habe ich sogar mit Seidenschnabel geredet, aber der vermisst ihn auch und wird immer agressiver...", resigniert ließ Remus den Kopf hängen.

"Dann rede doch mit mir..."

Erstauntes Schnauben.

"Bist du dir sicher?"

"Ja, ich komme in den nächsten Tagen abends nochmal vorbei und dann können wir ungestört reden, einverstanden?"

Remus nickte, etwas beruhigter.

"Gut, ich schau jetzt mal nach Tonks. Ich komme dann danach in die Küche... Bist du dann auch unten?"

Wieder ein Nicken und Harry machte sich auf zu Tonks´ Zimmer.

Er klopfte.

Nichts außer Schluchzern...

"Tonks! Ich bin es, Harry. Lass mich rein!"

Das Schluchzen hörte auf und zaghaft öffnete sich die Tür.

"Harry?", fragte eine aufgelöste Tonks.

Harry trat ein und zog sie in eine beruhigende Umarmung.

Tonks zitterte.

"Hey! Beruhige dich doch mal..."

Harry schloss die Tür und setzte sich auf eine Couch vor dem Kamin und zog die zitternde Tonks mit sich.

Sanft strich er ihr durch das schwarze Haar.

Sie trug, genau wie er, schwarze Jeans und einen schwarzen Pullover.

Sie kuschelte sich an seine Brust und fragte.

"Warum? Warum nur?"

"Ich weiß es nicht... Ich weiß es nicht..."

"Das hilft mir auch nicht!"

"Ich weiß. Aber ich kann es auch nicht ändern... So sehr ich es auch will, es geht nicht..."

"Du hast Recht, tut mir Leid. Ich sollte dich nicht vollheulen, wo es dir doch mindestens genauso mies geht wie mir..."

"Tonks, reg´ dich ab... Du kannst mich ruhig vollheulen, das macht mir nichts... Ich bin froh, dass ich nicht der einzige bin, der trauert...", meinte er bitter und erinnerte sich an die fröhlichen Geräusche aus der Küche.

"Du hast es auch bemerkt? Deshalb sind Remus und ich nicht so gerne in der Küche... Die Stimmung dort passt nicht zu unseren Gefühlen, aber wir dürfen ihnen keine Vorwürfe machen... Sie sind Kinder, sie wissen es nicht, sie kennen das Gefühl des Schmerzes nicht... Du solltest es auch noch nicht kennen... Du bist noch so jung und schon so erwachsen... Ich weine hier und du, obwohl du viel jünger bist, bist so stark...", stumme Tränen liefen ihre Wangen herunter.

Liebevoll wischte Harry ihr die Tränen vom Gesicht und gab ihr einen Kuss auf die Wange.

"Wer sagt denn, dass ich nicht weine... Ihr seht es bloß nicht..."

Dankbar sah Tonks auf, direkt in seine Augen.

"Wo ist eigentlich deine Brille?", wollte sie verdutzt wissen.

"Oh die, die hab ich durch Kontaktlinsen ersetzt... Kommst du mit? Die andere wissen noch nicht, dass ich da bin und du hast bestimmt Hunger, oder?"

"Überredet."

Harry hatte seinen rechten Arm um Tonks Hüfte gelegt und zusammen gingen sie die Treppe hinunter. Als sie eintraten, wurde es sofort still.

Am Tisch saßen Ron, Hermine, Ginny, Moody, Kingsley, Mundungus, Remus, Molly Weasley und Charlie.

Sie alle starrten ihn und Tonks an.

Harry manövrierte Tonks auf einen Stuhl, lud einen Teller voll und stellte ihn ihr hin. Noch immer erstarrt beobachteten die Frühstückler perplex wie Tonks gehorsam anfing zu essen.

Ginny reagierte als erste.

Sie sprang auf und umarmte ihn.

"Da bist du ja endlich. Ich dachte schon du würdest nie mehr auftauchen.."

Durch diese Worte angetrieben begrüßten auch die anderen den jungen Zauberer und bombardierten ihn mit Fragen.

Harry antwortete auf keine der Fragen und setzte sich neben Tonks an den Tisch.

Forschend sah er sie an.

"Besser?"

"Ja. Danke, Harry!"

"Also, was ist so alles passiert? Ich habe kaum was mitbekommen..."

"Die Chudley Cannons haben schon wieder gegen Eintracht Pfützensee verloren...", fing Ron gleich an, verstummte aber durch den bösen Blick von Hermine.

Dann eklärte Hermine ihm, dass ein neuer Zaubereiminister gewählt werden würde, da es schon ein paar Todesserangriffe gegeben hatte. Umbridge würde verurteilt werden und Dumbledore hätte wieder seine volle Macht zurück.

Dass bei der letzten Erklärung ein Schatten über Harrys Augen huschte, registrierte keiner.

Molly Weasley wuselte ununterbrochen um ihn herum und versperrte Ginny so den Blick auf Harry, was diese sehr bedauerte. Aber auch Hermine starrte ihn des öfteren verträumt an, was dieser aber nicht wahrnahm, da er voll und ganz von Moody eingespannt wurde, der wissen wollte, warum man ihn nicht hatte orten können.

"Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich das sage, oder? Schließlich will ich ja nicht gefunden werden!"

"Heißt das, du bleibst nicht hier?", wollte Hermine enttäuscht wissen.

"Nein, sicher nicht."

"Das geht nicht, Harry. Du bist nur hier sicher...", sprach Kingsley autoritär.

"Weder ihr noch Voldemort können mich orten. Ich denke ich bin relativ sicher dort, wo ich ich zurzeit wohne."

Neugierige und missgelaunte Blicke trafen ihn.

Ein leises Piepsen ließ alle verstummen.

"Klingt wie ein Handy.", meinte Hermine verdutzt.

Doch Harry war schon dabei in seiner Sweatshirttasche zu wühlen und förderte nach einigen Sekunden ein kleines Handy zu Tage, das der Auslöser des Piepsen war.

Er drückte den Empfang-Knopf und hielt sich das Gerät ans Ohr.

"Ja?"

"Verena? Was ist?"

"Oh no! Das ist gar nicht gut!"

"Wenn ihr sie nicht findet, geht zu Petunia. Sie müsste auch noch einen haben, wenn nicht schicke ich später Kimmy vorbei. Aber ich weiß noch net, wann ich nach Hause komme..."

"Hol´ Toby ab, und geht zusammen!"

"Ne, das weißt du doch... Also Bye!"

Dann legte er auf und sah in die Gesichter seiner Freunde, die ihn neugierig und misstrauisch beobachtet hatten.

"Wie kann ein elektrisches Gerät hier funktionieren?", fragte Hermine schneidend.

"Ein kleiner, aber feiner Zauber..."

"Und wer ist Verena?", fragte Ginny eifersüchtig.

"Tollpatschige und vergessliche Freundin.", erklärte Harry miesgelaunt.

"Deine Freundin oder eine Freundin?", das war Tonks mit belustigtem Unterton.

"Gar net neugierig, was?"

"Jetzt sag´ schon!", drängte Ginny.

Plötzlich lachte Remus laut auf. Er bekam sich gar nicht mehr ein und die anderen starrten ihn perplex an.

Japsend meinte Remus

"Merkt euch eins, Harry wird euch nur das sagen, was er euch sagen will... Und das gehört eindeutig nicht dazu!"

Beleidigt wandten sich Ginny und Tonks an Harry, der sie nur geheimnisvoll anblitzte.

"Och, man."

Allgemeines Gelächter, mit Ausnahme von Harry, Ginny und Tonks.

"Aber an deinem Geburtstag kommst du doch, oder?", fragte Hermine.

"Nein, ich denke nicht."

"Aber warum denn nicht?", das war Ron.

"Ich... ähm, also..-"

"Was?", fragten Ginny, Ron und Hermine gleichzeitig.

"Ich kann einfach nicht, ganz einfach."

Beleidigtes in die Luft Schauen und einige überraschte Schlucker.

"Oh, es ist schon halb zwei!", rief da Mrs. Weasley und wuselte zum Herd.

Erschrocken keuchten Moody und Kingsley auf und apparierten gehetzt.

"Harry, Junge. Isst du mit uns mit? Was isst du überhaupt da, wo du wohnst? Bestimmt nur ungesundes Zeug!"

"Nein, Mrs. Weasley. Ich bin gut versorgt. Ich werde noch ein wenig hier bleiben und mich dann auf den Weg machen."

"Harry? Bringst du mich hoch in mein Zimmer?"

"Sicher, Kleine!"

Beleidigt ließ sich Tonks von Harry hochziehen und anschließend umarmen.

"Oh, kann die kleine Tonks etwa nicht alleine gehen?", fragte Harry scheinheilig, als Tonks sich an ihn klammerte.

Mit einem Ruck hob er sie Hoch und trug sie auf seinen Armen aus der Küche, hinterließ erstaunte Gesichter.

Nur Remus und Charlie kicherten los.

Hermine und Ginny konnten nicht umhin ein wenig eifersüchtig auf Tonks zu sein und Ron war perplex, mit welcher Leichtigkeit Harry die junge Frau hochgehoben hatte.

Kichernd ließ sich Tonks auf ihr Bett legen.

Harry setzte sich neben sie.

"Na, wie geht es der Prinzessin jetzt?"

"Bist du etwa mein Hofdiener?", Tonks versuchte krampfhaft ernst zu bleiben.

"Kommt ganz darauf an, was du verlangst!", meinte Harry misstrauisch.

"Sag, ist diese Verena wirklich deine Freundin?"

"Nein, ist sie nicht..."

"Gut, dann kann ich mir ja einen Kuss wünschen, nicht?"

Harry sah sie an, als hätte sie Verstand verloren.

"Komm schon, nur ein einziger. Nur so aus Spaß..."

Kopfschüttelnd beugte sich Harry zu ihr vor und gab ihr einen kurzen aber intensiven Kuss.

Tonks öffnete die Augen.

"Du bist ein guter Küsser..."

"So, bin ich das?", fragte er herausfordernd.

Sie grinste lasziv.

"Ich könnte das auch nochmal nachprüfen..."

Skeptisch legte Harry den Kopf schief.

Die Entscheidung wurde ihm aber abgenommen, denn Tonks hatte ihre Lippen auf die seinen gelegt.

Harry ließ sich darauf ein und küsste zurück.

Tonks öffnete ihre Lippen und Harrys Zunge schlüpfte keck durch den Spalt.

Ein heißer Zungenkampf um die Vorherrschaft entbrannte, aus diesem Harry erfolgreich hervorging.

Nach einigen Minuten lösten sie sich atemlos.

"Hast du deine Meinung doch noch geändert?", fragte Harry.

"Nein, du bist ein talentierter Küsser."

"Gut. Da du deinen Spaß jetzt hattest, kannst du mich gehen lassen, holde Prinzessin?"

"Geh Diener, ich rufe dich, wenn ich wieder mal meinen Spaß haben will..."

Harry verließ den Raum und wurde bis in die Küche von dem hysterischen Gekicher von Tonks verfolgt.

"Was ist denn mit Tonks los?", fragte Charlie.

"Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau... Es scheint, als hätte ich etwas witziges gesagt...", sagte Harry schlicht, lachte dann aber auch los.

Perplex wurde er von den anderen angestarrt.

Sie hatten ihn lange nicht mehr lachen sehen.

"Was hast du gesagt, Harry James Potter?", wollte Hermine wissen.

"Nun, ich glaube das erzähle ich euch lieber nicht...", meinte er bedeutungsvoll und brachte Remus damit wieder zum Lachen.

"Mir wird sie es schon erzählen, ich habe da meine Mittel..."

"Stimmt, Remus wird es wohl erfahren!", Harry schüttelte den Kopf.

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° 12.00 Uhr - Godric´s Hollow °

Harrys Freunde saßen in der Küche vor dem Kamin. Vor dem Kamin stand nämlich eine große Couch, auf der mindestens 7 Leute Platz hatten und mehrere Sessel und ein Tisch.

Sie unterhielten sich und bekamen so nicht mit, was in der Eingangshalle geschah.

Dort leuchtete nämlich das Kaminfeuer nämlich giftgrün auf und ein Junge kam heraus, der ungefähr 15 Jahre alt war und nur einen Rucksack bei sich hatte.

Nach ihm kamen noch ein weiterer Junge und zwei Mädchen.

Ängstlich sahen sie sich um.

Sie waren in einer großen Eingangshalle angekommen.

Wahllos öffnete der Junge, der als erstes angekommen war, eine Tür und trat ein.

In dem Raum saßen vier Jugendliche vor einem Kamin und sahen die Neuankömmlinge gespannt an.

Suchend sah sich Blaise um, aber Potter konnte er nirgends entdecken.

"Wo ist Potter?", fragte sogleich Draco misstrauisch.

"Der hat was zu erledigen. Könnt ihr auch mit uns Vorlieb nehmen?", sagte Tess herausfordernd.

"Wer seid ihr denn?", meinte Helen scheu.

"Euer Empfangskommitee! Ich bin Lorelei, das ist Tess, Michael und Dustin!", stellte Lorelei sie vor.

"Blaise, Helen, Draco und Pansy.", erklärte Blaise beruhigt.

"Also, wo können wir hin?"

Tess sah Draco böse an

"Geht´s auch freundlicher?"

Dann stand Lorelei auf und führte die Slytherins zu ihren Quartieren und erklärte ihnen

"In diesem Stockwerk wohnen nur wir und Chen-Lei, ein Freund von Harry. Im zweiten Stock wohnt Harry, da ist auch die Bibliothek. Es gibt da oben allerdings einen Raum, da dürft ihr nicht rein. Keiner von uns darf da rein, habt ihr gehört? Sonst könnt ihr überall hin. Draußen gibt es einen Wald, einen See und ein paar Pferde, nur falls ihr Interesse habt..."

"Warum dürfen wir denn nicht in den Raum?", fragte Blaise vorsichtig.

"Keine Ahnung. Aber macht es besser nicht, wenn ihr nicht einen wütenden Harry am Hals haben wollt. Ich gehe wieder runter. Ihr könnt jederzeit kommen.", damit drehte sich Lorelei um und stieg die Treppen hinunter.

Keine zehn Minuten später kamen auch die Slytherins wieder herunter, da sie sonst nichts zu tun hatten...

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° 14.30 Uhr - Hauptquartier °

"So, ich muss jetzt gehen... Ich schau noch kurz zu Seidenschnabel...", meinte Harry und stieg hoch zum Zimmer, in dem der Hippogreif lebte.

Nachdem Seidenschnabel ihn erkannt hatte, stürmte er auf ihn zu und schnoberte erfreut in seinem Haar.

"Hey, mein Süßer. Ich freue mich ja auch dich wieder zu sehen...", sanft strich Harry dem Wesen durch das Gefieder.

"Willst du nicht hier raus? Willst du mit mir kommen?"

Der Hippogreif stieß ein leises Krächzen aus.

"Gut, dann komm."

Harry band Seidenschnabel ein leichtes Seil locker um den Hals und führte ihn hinunter in die Eingangshalle.

"Remus! Ich brauche deine Hilfe...!", rief er Richtung Küche.

Er hörte Schritte und Remus trat aus der Türe.

"Was-?"

"Könntest du Seidenschnabel schrumpfen, bitte?", bat er den verdutzten Remus.

"Ähm, ja sicher!", er zog den Zauberstab, murmelte einen Spruch und Seidenschnabel schrumpfte auf die Größe eines Kükens.

Harry hob das kleine Geschöpf hoch und ging zusammen mit Remus in die Küche.

"Also, ciao! Ich muss jetzt gehen..."

Er wurde von allen nett verabschiedet und ging dann zum Kamin.

Alle spitzten die Ohren und Harry schüttelte belustigt den Kopf.

"Also, ehrlich! So blöd bin ich auch wieder nicht..."

Beleidigt sahen sie ihn an.

Er reiste erst zum Tropfenden Kessel und von dort nach Godric´s Hollow.

Als er dort aus dem Kamin stieg, war es schon 15.00 Uhr.

Seidenschnabel in der Sweatshirttasche verstaut, betrat er die Küche.

Er nickte den Slytherins zu und wandte sich an seine Freunde.

"Sind Verena und Toby doch noch angekommen?"

"Ne, wir haben uns schon Sorgen gemacht... Weißt du was?"

"Sie hat mich angerufen... Kimmy!"

"Ja, Master Harry?"

"Könntest du bitte im Ligusterweg Verena und Toby abholen?"

Mit einem Nicken war die Hauselfe verschwunden.

Die neugierigen Blicke der Slyterins ignorierend, zog er den strampelnden Seidenschnabel aus der Tasche und sprach zu eben diesem.

"Weißt du, eigentlich bist du so klein viel süßer..."

Empörtes Quietschen.

Seufzend stellte Harry den Hippogreif auf den Boden und zog seinen Zauberstab.

Auf einen Schlenker hin wuchs der Hippogreif wieder zu seiner natürlichen Größe.

Malfoy stöhnte auf.

Er war sehr über Potters Auftreten verwundert gewesen. Nicht nur sein verändertes Aussehen, sonder auch das Verhalten hatten ihn beeindruckt.

Aber er hatte wirklich gehofft diesen Hippogreif niemals wieder sehen zu müssen.

Drohend sah sich das Tier um.

Dann aber, zur Überraschung der Hogwartsschüler, wandte er sich wieder zu Harry und blieb ruhig hinter diesem stehen.

Mit einem Plopp! tauchten drei Personen, eine Hauselfe und einiges Gepäck auf.

Verena hüpfte auf ihn zu und gab ihm einen Kuss auf die Wange und setzte sich dann mit Toby auf einen großen Sessel.

"Petunia?"

"Ich bin ausgezogen...", meinte seine Tante trocken.

"Ach nee!", meinte Harry.

"Hey, wie bist du denn drauf?"

"Genau, Potter! So blass wie du bist, könnte man meinen der dreckige Köter hätte endlich den Löffel abgegeben...", spuckte Malfoy aus.

Blaise stieß ihm den Ellenbogen in die Seite.

Harry war alle Farbe aus dem Gesicht gewichen. Weiß wie eine Wand starrte er Draco an.

Dann drehte er sich um und stürmte aus dem Raum, Seidenschnabel auf den Fersen.

"Was für ein Köter?", kreischte Petunia hysterisch.

"Na, Black natürlich...", erklärte Draco verächtlich.

Perplex beobachteten alle Anwesenden wie auch Petunia blass wurde. Mit abnormaler Schnelligkeit stand sie vor Draco und gab ihm eine schallende Ohrfeige und rannte dann Harry hinterher.

"Harry, er ist ein Narr, ein unwissendes Kind... Er kennt es nicht, er weiß es nicht...", hörten sie noch das verzweifelte Rufen der Frau.

"Wer war denn das überhaupt?", wollte Pansy wissen.

"Petunia Dursley. Harrys Tante. Ich denke, Malfoy, du solltest in Zukunft deine Klappe halten, wenn nur Scheiße herauskommt.", keifte Tess spitz.

Die Tür wurde geöffnet und ein kleiner Mann kam herein.

Sehr ruhig sah er sich um und nickte jedem freundlich zu. Dann ging er geschmeidig auf eine kleine Kammer zu und verschwand darin.

Minuten später kam er wieder heraus.

Er hatte mehrere Äpfel und Karotten in den Armen.

Genauso lautlos wie er gekommen war, verschwand er wieder.

Perplex starrten die Slytherins die wieder geschlossene Tür an.

"Äh.", das war ein sehr geistreicher Kommentar seitens Pansy.

Harrys Freunde hatten sich nicht groß von dem Japaner stören lassen und waren in ein leises Gespräch vertieft.

Keiner von ihnen konnte es lassen dem blonden Malfoyspross immer wieder böse Blicke zuzuwerfen.

Irgendwann kam Harrys Tante wieder herein, holte ihr Gepäck und verschwand wieder. Alles in allem fühlten sich die Slytherins ziemlich unwohl.

Blaise, Pansy und Helen warfen Draco auch hin und wieder verachtende Blicke zu und dieser fing langsam an sich zu schämen.

Draco verließ die Küche und begab sich in sein Zimmer.

Bald folgten die anderen Slytherins und Harrys Freunde atmeten erleichtert aus.

"Ich mag´ diesen Draco überhaupt nicht.", sagte Verena nun schon zum x-ten Mal.

In Kurzfassung hatten die anderen ihr und Toby von gegebenen Umständen erzählt.

"Wenn ich ehrlich bin, frage ich mich, warum Harry sie überhaupt hier wohnen lässt...", zustimmend nickten die anderen Dustin zu.

Dustin sprach wenig.

Vielleicht wegen seiner schweren Vergangenheit...

° - break - °

To Be Cntinued

So, das war Chapter 3.

Hat´s euch gefallen?

Eure Meinungen bitte in einem Review hinterlassen.

Bye,

Lord Slash