Der Schattenprinz

Autor: Lord Slash

Chapter: 4?

Disclaimer: Alles was ihr aus den Potterbüchern wiedererkennt, gehört Joanne K. Rowling, Bloomsbury, Carlsen Verlag, Warner Brothers und diversen Anderen. Abgesehen davon gehört mir der Plot und die neuen Charaktere! Wenn irgendjemand den Drang verspürt, Ideen aus meiner Story zu übernehmen, würde es mich freuen, wenn ihr mich um Erlaubnis fragt. Weiterhin kann ich euch versichern, dass ich Nichts absichtlich aus anderen Story geklaut habe. Wenn jemand etwas aus seiner FF wiedererkennen sollte, tut es mir Leid, aber Ähnlichkeiten sind nicht von mir beabsichtigt.

Rating: R, NC-17

Genre: Dark, Drama, Tragedy, Avtion/Adventure, Romance

Warning: evtl. DarkHarry, OOC, Slash, Lemon, Lime (Wer detaillierte Sex-Szenen nicht mag, sollte besser verschwinden!)

Pairing: Bei den Pairings bin ich mir noch nicht sicher, jedoch wird es euch nicht an Liebesszenen mangeln...

Reviewantworten:

Minnilein: Schön, dass es dir gefällt! Und zu deiner Beruhigung: Die Story wird 100ig nicht abgebrochen!

Lara-Lynx: Die Gruppe wird noch einen kleinen Zuwachs bekommen, jedenfalls in diesem Sommer! Im nächsten dann kommt mindestens noch einer... Ich habe schon sehr viel vorgeschrieben! Ob Draco und Harry zusammenkommen, weiß ich noch net. Anfangs ist die Liebe ziemlich einseitig, denn Harry lernt einen ganz süßen Jungen kennen, aber ich verrate schon wieder zuviel...

HDL

Tolotos: Jo, voll ins Fettnäpfchen! Also, bei mir weiß Draco nichts von Sirius´ Tod, weil Lucius ja noch in Askaban war, als Draco abgehauen ist.. und folgedessen hat auch Bella mit ihm keinen Kontakt gehabt, denn Lucius ist ja der Todesser! Und Dumbledore kriegt auch noch seinen Auftritt. Ich mag ihn überhaupt nicht mehr, aber das wird in dieser Story nicht so sehr auffallen... HDL

laser-jet: Tja, irgendwann wird es für Slash-nicht-Möger noch ziemlich ekelig, aber du bist ja offiziell gewarnt! HDL

Fee-der-Nacht: Habe mich sehr über dein Kommi gefreut! luftsprungmach Viel Spaß! HDGDL

And now, enjoy!

Kapitel 4

Am nächsten Morgen saßen viele von ihnen schon sehr früh am Küchentisch. Am vergangenen Abend war Harry nicht zum Essen aufgetaucht und Petunia meinte, er wäre gar nicht mehr im Haus.

Das Essen war still eingenommen worden.

Die Jugendlichen hatten sich zwar leise unterhalten, aber die beiden Erwachsenen hatten keinen einzigen Ton von sich gegeben.

Der Küchentisch war mit vielen Leckereien gedeckt und alle waren anwesend außer Harry und Chen-Lei.

Die Stimmung hatte sich etwas gehoben und es wurde viel geredet, jedenfalls auf der Seite von Harrys Freunden.

Die Slytherins hatten sich darauf beschränkt eine leichte Untehaltung zu führen.

Sie wunderten sich, wo Harry und der Japaner war, aber Harrys Freunde schienen sich darüber keine Sorgen zu machen.

"Wo sind denn Harry und der Japaner?", fragte Helen schließlich scheu wie immer.

Verena, die übernachtet hatte, antwortete freundlich.

"Harry und Chen-Lei werden wohl gerade verschwitzt irgendwo stehen und nicht aufgeben wollen."

Die fragenden Gesichter der Flüchtlinge schien sie zu genießen.

"Oh, man. Sie kämpfen!", meinte sie dann gespielt genervt.

"Sie kämpfen?", fragte Pansy perplex.

Verena nickte.

Und wie aufs Stichwort hörte man aus der Halle Kampfgeräusche.

Es klirrte, als Metall auf Metall traf.

Dustin sprang auf und lief zur Tür.

"Das kann ich mir nicht entgehen lassen. Sonst sieht man sie ja nie..."

Die anderen folgten ihm.

Da standen Harry und Chen-Lei und traktierten sich mit ihren Schwertern.

Man sah nur verschwommen die Schwerter blitzen.

Sie bewegten sich auf die Treppe zu ohne ihren heftigen Kampf zu unterbrechen.

Keiner schien einen Vorteil zu haben.

Inzwischen stiegen sie die Treppen hoch.

Das Metall klirrte und der Atem der Duellanten ging keuchend.

Die sechs Freunde beobachteten fasziniert das Geschehen.

Die Slytherins standen hinter ihnen und konnten deshalb nicht sehr viel sehen, aber das was sie sahen, verschlug ihnen die Sprache.

Als die beiden Schwertkämpfer nicht mehr zu sehen, sondern nur noch zu hören waren, setzten sich alle wieder an den Tisch.

Eine halbe Stunde später betraten Harry und Chen die Küche.

Frisch geduscht und gut gelaunt.

Chen hatte seinen üblichen weißen Kimono an und Harry eine schwarze Jeans und ein weißes Hemd, an dessen offenem Kragen man ein orangenes Band erkennen konnte.

Sie ließen sich nebeneinander auf die freien Stühle fallen und begrüßten alle mit einem synchronen Nicken.

Durch das geöffnete Fenster kamen in diesem Moment mehrere Eulen.

An Harry, Blaise, Draco, Pansy und Helen ging jeweils ein Hogwartsbrief und Hedwig kam mit einem weiteren Brief zu ihm.

Er las den Brief, den Hedwig ihm gebracht hatte und der normale Ron-Brief war.

Helen sagte ängstlich

"Das sind die ZAG-Noten, nicht?"

Ein synchrones Nicken ihrer Freunde.

Harry riss seinen Umschlag auf und entfaltete das erste Blatt Pergament.

Sehr geehrter Mr. Potter,

anbei finden Sie ihre ZAG-Ergebnisse und die Kurse, die Sie wählen können.

Wir bitten Sie die Kurswahl bis zum 15. August an uns zurückzusenden.

Mit freundlichen Grüßen,

Griselda Marchbanks

Zauberergradprüfungsbehörde

Das nächste Blatt Pergament war sein Zeugnis.

Sehr geehrter Mr. Potter,

ihre Zauberergradprüfungen wurden mit folgenden Ergebnissen abgeschlossen:

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Verwandlung theoretisch: Ohnegleichen

Verwandlung praktisch: Ohnegleichen

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Zauberkunst theoretisch: Ohnegleichen

Zauberkunst praktisch: Ohnegleichen

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Zaubertränke theoretisch: Ohnegleichen

Zaubertränke praktisch: Ohnegleichen

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Verteidigung gegen die dunklen Künste theoretisch: Ohnegleichen

Verteidigung gegen die dunklen Künste praktisch: Ohnegleichen

--

Kräuterkunde theoretisch: Erwartungen übertroffen

Kräuterkunde praktisch: Erwartungen übertroffen

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Pflege magischer Geschöpfe praktisch: Erwartungen übertroffen

--

Astronomie theoretisch: Annehmbar

Astronomie praktisch: Mies

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Zaubereigeschichte theoretisch: Annehmbar

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Wahrsagen praktisch: Schrecklich

--

Insgesamt haben sie 13 ZAGs erreicht.

Sie sind Jahrgangsbester in VgddK.

Wir gratulieren ihnen zu ihren hervorragenden Leistungen in VgddK, Verwandlung, Zauberkust und Zaubertränke.

Mit freundlichen Grüßen,

Zauberergradprüfungsbehörde

Erstaunt und voll aus dem Konzept gebrachtstarrte er die Ergebnisse an.

"Oh, nee! Wie hab´ ich das bloß wieder hingekriegt..."

Petunia sah ihn fordernd an.

"Nun gib´schon her!"

Sie zog ihm das Blatt aus der Hand.

Erfreut hüpfte sie durch das Zimmer.

"Irgendwie machtst du mir Angst...", murmelte Harry vor sich hin.

Dann widmete er sich dem dritten Blatt.

Kreuzen Sie bitte die Kurse an, die Sie wählen wollen.

Sie können maximal fünf und müssen mindestens drei Hauptkurse wählen.

Von den Grundkursen können maximal sieben besucht werden.

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Hauptkurse:

- Verwandlung:

- Zauberkunst:

- Zaubertränke:

- Verteidigung gegen die dunklen Künste:

- Kräuterkunde:

- Pflege magischer Geschöpfe:

--

Grundkurse:

- Verwandlung:

- Zauberkunst:

- Zaubertränke:

- VgddK:

- Kräuterkunde:

- Pflege magischer Geschöpfe:

- Astronomie:

- Zaubereigeschichte:

- Muggelkunde:

- Alte Runen:

- Arithmantik:

- Heilkunst:

Unterschrift des Schülers:

Harry kreuzte alle Hauptkurse an, die ihm zur Verfügung standen, außer Pflege mag. Geschöpfe.

Als Grundkurse nahm er Zaubereigeschichte, Alte Runen, Arithmantik, Pflege mag. Geschöpfe und Heilkunst.

Er unterschrieb und gab der wartenden Schuleule den versiegelten Brief.

Während die Eule davonschwebte, überflog Harry die Bücherliste.

Dann schaute er die anderen an, aber er vermied es die Slytherins direkt anzusehen.

"Sieht so aus, als müssten wir einkaufen gehen...", meinte Harry seufzend.

Petunias Augen blitzten unternehmungslustig.

"Oh nein, Tante. Dich nehm´ ich nicht mit."

"Aber warum denn nicht?"

"Weil ich nicht in jeden Laden von London will.", erklärte er mit gequältem Gesichtsausdruck.

Tess bekam einen Lachkrampf und kurz darauf lachten Lorelei und Verena mit.

"Am besten kommen nur die mit, die etwas brauchen...", schlug Harry vor.

Beleidigt schmollte Petunia.

"Also. Dustin, Michael und ihr vier.", er sah die Slytherins an.

"Hey, und was ist mit uns?", fragten Verena, Lorelei und Tess wie aus einem Mund.

"Braucht ihr denn etwas?"

"Sicher. Hosen, Unterwäsche, Röcke, Kleider, Shirts, Jacken, Schuhe und so was...", erklärte Lorelei in einer rasanten Geschwindigkeit.

Toby und Harry stöhnten synchron.

Die Slytherins grinsten.

"Übersetzt heißt das, sie wollen deine Kreditkarte!", meinte Michael trocken.

"Ich glaube, dass wäre keine gute Idee...", überlegte Harry.

"Jetzt komm´ schon!", bat Tess.

"Bestimmt nicht."

"Gott, dieses Gespräch ist vollkommen sinnlos!", meinte Chen plötzlich ruhig.

Zum ersten Mal hörten die Slytherins den Japaner sprechen.

Er hatte eine meditativ ruhige, gelassene Stimme.

Sanft und machtvoll.

"Du hast Recht, Chen!"

"Wir werden dein Konto schon nicht leeren.", meinte Verena sanft.

Harry musste unwillkürlich lachen.

"Nein, das werdet ihr nicht..."

Alle sahen ihn komisch an.

Nur Petunias Augen weiteten sich verstehend.

"Du meinst...?"

"Ja...", grinste Harry seine Tante an.

"Über was redet ihr ihr? Was wisst ihr, was wir nicht wissen?", fragte Lorelei gespielt beleidigt.

Harry schüttelte den Kopf.

"Also, macht euch fertig.", sagte er zu den Slytherins, Michael und Dustin.

Blaise schüttelte den Kopf.

"Kannste vergessen. Wir haben so gut wie kein Geld...".

"Ich habe euch Hilfe versprochen, oder?"

Undeutliches Nicken.

"Was habt ihr dann für ein Problem?"

Damit stand Harry auf und verließ den Raum.

20 Minuten später waren alle bereit.

Harry schickte die Slytherins vor zur Winkelgasse und wandte sich dann an seine Muggelfreunde.

"Hier ist ein Portschlüssel. Er bringt euch vor einen kleinen Pub. Ihr werdet alles einkaufen gehen was ihr braucht und dann kommt ihr per Portschlüssel wieder zurück, verstanden?"

Er gab ihnen den Portschlüssel.

Alle sechs fassten ihn an.

"Ach ja, die Kreditkarte...", grinsend übergab er Verena seine Kreditkarte von der Central-Bank und eine Vollmacht über eben diese.

"Das Aktivierungswort ist Seidenschnabel. Viel Spaß und nicht mein ganzes Konto plündern..."

Dann reiste er per Flohpulver zur Winkelgasse.

Dort warteten die Slytherins schon auf ihn.

"Wo sind denn die anderen?", fragte Helen scheu.

"Einkaufen..", meinte Harry mit hochgezogener Augenbraue.

"Haben sie doch die Kreditkarte bekommen?", fragte Pansy perplex.

"Das war alles ne Farce?", wollte Blaise überrumpelt wissen.

"Ja.", antwortete Harry trocken.

Harry zog sich seine Umhangkapuze über den Kopf und forderte die anderen auf ihm zu folgen.

"Warum willst du nicht erkannt werden?", Blaise.

"Kannst du dir das nicht denken? Ich dachte immer, Slytherins hätten was im Kopf!"

Verstört sah Blaise ihn an, sagte aber nichts weiter.

Zwei Stunden später kamen die Fünf erschöpft wieder zurück. Sie alle waren mit Klamotten und Schulbüchern ausgestattet.

Die anderen waren noch nicht wieder da.

Petunia kam grinsend zu Harry und meinte

"Die armen Jungs! Musstest du die Mädchen mitgehen lassen?"

"Sicher. Außerdem habe ich keine Lust den ganzen Abend mit einer beleidigten Tess zu verbringen. Kimmy!"

"Ja, Master Harry?"

"Kann mir jemand Myst fertig machen?"

"Sicher, Master Harry.", und im nächsten Moment war sie wieder verschwunden.

"Myst?"

"Ja, ich muss Schnäbelchen hier weg bringen...Seidenschnabel!", die letzten Worte rief er laut.

Man hörte ein Klappern und Schaben und der große Hippogreif kam die Treppe herunter gestolpert.

Dann raste er auf den Schwarzhaarigen zu und ließ sich streicheln.

"Tut mir Leid, dass ich ihn dir nicht ersetzten kann.. es tut mir so Leid...", flüsterte er, sodass die Umstehenden ihn kaum verstehen konnten.

Vor der großen Eingangstür hörte man jetzt ein Schnauben und Harry eilte hinaus.

Die anderen beobachteten wie Harry geübt auf ein bereits gesatteltes und getrenstes schwarzes Pferd stieg und davon ritt. Der Hippogreif lief freudig hinterher.

Die Slytherins verstauten ihre Sachen in ihren Zimmern und trafen sich dann wieder in der Küche, die jetzt leer war.

"Was haltet ihr von alledem?", wollte Pansy wissen.

"Ich weiß nicht. Potter hat sich verändert...", meinte Blaise nachdenklich.

Draco schwieg.

Er hatte gemerkt, dass Harry ihn, wenn er ihn überhaupt ansah, kalt musterte. Aus irgendeinem Grund vermisste er das Temperament des Gryffindores. Es hatte ihn immer gereizt die Gefühle in Potters Augen zu sehen. Vielleicht war das der Grund, warum er ihn immer provoziert hatte.

Wenn er mit seinen Freunden geredet hatte, hatte er immer ein warmes Glitzern in den Augen gehabt, das auch bei ihren Streitereien nie ganz weggegangen war.

Aber jetzt zeigte sich die Wärme in seinen Augen nur noch dann, wenn er gerade mit seinen Freunden redete. Wenn sie ihn fixierten war da nur noch Kälte und Distanz.

Es tat weh...

Aus irgendeinem Grund tat es furchtbar weh...

Blaise schien auch etwas bemerkt zu haben, denn er wandte sich an Draco.

"Ich glaube, du hast es dir endgültig mit ihm verscherzt! Ob das schlau war, kann ich dir beim besten Willen nicht sagen... Was war das überhaupt mit dem Köter?"

"Ach, Potters Pate, Sirius Black, ist ein Hundeanimagus..."

"Der Sirius Black, der freigesprochen wurde?", wollte Helen interessiert wissen.

"Exakt."

"Warum musstes du das sagen? Ich glaube er hätte uns eine Chance gegeben, aber jetzt...", Pansy schluchzte auf. "... Er schaut jetzt immer so distanziert, so kalt..."

Das hübsche Mädchen ließ sich von Blaise in den Arm nehmen.

"Wir werden damit leben müssen... Er gibt uns mehr, als wir hätten erwarten können... eigentlich hatte ich mit einer Ablehnung gerechnet...", erklärte Blaise ernst.

"Ich auch...", stimmte Helen ihm zu.

"Mensch, es ist Potter. Der Inbegriff des Guten, der-Junge-der-lebt! Warum solte der Goldjunge ablehnen?", sagte Draco verächtlich.

Drei Augenpaare funkelten ihn böse an.

"Dray, dir ist echt nicht mehr zu helfen...", sagte Pansy angeekelt.

Plötzlich tauchten die anderen auf.

Mitten in der Küche materialisierten sie sich.

Jeder von ihnen schleppte ein paar Tüten und die drei Jungs schienen mehr als genervt zu sein, während die Mädels bester Laune waren.

"Hallo!", rief Lorelei ihnen enthusiastisch entgegen.

Perplex sahen die Slytherins die Jugendlichen an.

"Ich leg´ mich hin...", meinte Dustin erschöpft und verließ den Raum.

Sekunden später folgte ihm Michael.

Toby hatte es nicht ganz so schlimm erwischt.

Michael und Dustin mussten in jedem Laden mindestens vier verschiedene Outfits anprobieren. Dann hatten sie noch die kritische Meinung der Modeexpertinnen überstehen müssen, bevor im nächsten Laden dasselbe geschah.

"Ich kill Harry dafür, dass er euch kein Limit genannt hat!", sprang Toby gleich die Mädels an.

"Warum denn? Hat doch Spaß gemacht!", meinte Verena.

Toby stöhnte und die Slytherins grinsten wissend.

"Und was ist mit euch? Habt ihr alles?", fragte Tess die Slytherins.

"Klar.", antwortete Pansy.

"Wo ist eigentlich Harry?", fragte Verena verwundert.

"Ist ausgeritten.", ertönte die ruhige Stimme des Japaners, der lautlos hinter sie getreten war.

"Ah, gut. Und wo warst du?", sagte Tess unbekümmert.

"Die Ländereien besichtigen. Das solltet ihr auch mal tun! Ihr wart noch gar nicht richtig draußen, seitdem ihr hier wohnt.", sagte Chen vorwurfsvoll.

"Was uns zu der Frage bringt, wo wir eigenlich sind.", meinte Blaise sachlich.

Alle zuckten die Schultern.

Blaises Augen weiteten sich.

"Ihr wisst es nicht?"

Allgemeines Kopfschütteln.

"Das hat Potter schlau angestellt..", meldete sich Draco.

"Weißt du, Malfoy, ich würde mir meinen Gastgeber nicht zum Feind machen!", wandte sich Chen an Draco.

Auch Lorelei, Tess, Verena und Toby sahen den blonden Jungen mit Abscheu an.

Chen wandte sich um und schritt würdevoll aus der Küche.

Mit einem letzten Blick auf die Slytherins verließen auch die anderen den Raum.

"Draco, du bist ein solches Arschloch!", schrie Pansy und rannte ebenfalls aus der Küche.

Weinend überholte sie Harrys Freunde und stürmte in ihr Zimmer.

Fünf Minuten später saß Draco alleine auf der großen Couch in der Küche und schaute aphatisch ins Feuer.

Warum hatte er das gesagt? Warum konnte er seine Klappe nicht halten, wenn es besser war das zu tun? Manchmal könnte er sich selber verfluchen.

Irgenwann würde sich keiner mehr ihm nähern wollen...

Es war schon Zeit zum Abendessen, als Harry zum Stall zurückkam.

Seidenschnabel tollte um ihn herum, er hatte nicht im Wald bleiben wollen.

Der Hippogreif erinnerte ihn an Dinge, an die er sich nicht erinnern wollte.

Immer wieder tauchte Sirius auf.

Er wanderte durch all seine Gedanken.

Jeder Gedanke quälte ihn.

Innerlich lekte das Feuer der Schuld an seiner Seele und er konnte es nicht löschen, nicht einmal dämmen...

In seinen Augen stand der pure Horror, der in seinem Inneren tobte.

Er war dankbar für die Okklmentik-Kenntnisse, die er sich in den letzten Wochen angeeignet hatte. So schaffte er es, seine Gefühle zu kontrollieren.

Er wusste, dass sein Schwachpunkt seine Augen waren.

Wie oft hatte Hermine seine Gefühle aus den Augen lesen können. Er hatte aufgehört zu zählen.

Inzwischen konnte er seine Gefühle aus den Augen bannen, zumindest teilweise...

Aber hier, in der Natur,... vergaß er seine Umwelt und seine Okklumentikschilde stürzten ein.

Er hatte seinen Geist geordnet.

Eine große schwere Tür aus Obsidian versperrte den Weg zu seinen Erinnerungen.

Hinter der Tür stand eine Kommode mit vielen Schubladen.

Die Schubladen enthielten seine Gedanken und Erinnerungen.

Die schlimmen und schmerzhaften Erinnerungen hatte er in die unterste Schublade verbannt und mit drei Schlössern versehen.

Die Erinnerungen an Sirius waren sogar mit fünf Schlössern geschützt.

So hatte er all seine Gedanken aufgeteilt und geordnet.

Und seine Visionen von Tom hatte er auch extra gesichert. Keiner könnte diese Visionen mehr erreichen, da war er sich sicher.

Jetzt jedenfalls, als er von seinem Ritt zurückkam, verschloss er jede Schublade sorgfältig und errichtete die weißen Mauern darum. Nur noch die schwarze Tür kennzeichnete den Eingang.

Zufrieden versorgte er Myst und schaute auf dem Rückweg noch beim Grab seiner Eltern vorbei.

Gerade rechtzeitig zum Abendessen betrat er die Küche.

Alle anderen waren schon anwesend.

Er setzte sich neben Chen und begann zu essen.

Er bemerkte die gedrückte Stimmung, ignorierte sie aber.

"Ichhh hhabbeee hhuunggggerrrrrrrr!", ertönte die weinerlich Stimme von Lisco.

Genervt fragte er.

"Was willst du denn?", er sah zwar die total verwirrten Blicke der Anwesenden, kümmerte sich aber nicht darum.

"Duuu sssollssssstt norrmaaal rrredenn. Lasss michch sselbssstt ausswähhleennn."

Gespannt beobachteten alle wie Harry sich an den Hals fasste und das orangene Band herunter zog.

Aber wie alle jetzt feststellten war es kein Band, sondern eine Schlange.

Harry ließ sie mitten auf dem Tisch fallen und widmete sich wieder seinem Teller.

Die Schlange allerdings sah sich um.

Dann zischte sie Harry an.

Harry zischte zurück und ignorierte von da an das Gezischel der kleinen Schlange.

"Was hat sie gesagt?", fragte Pansy neugierig.

Abschätzig musterte Harry sie.

"ER ist sauer, weil ich ihn verarscht habe.", erklärte er dann aber.

"Echt?", wollte die schüchterne Helen wissen.

"Ja doch.", sagte Harry genervt.

"Reden Schlangen genauso normales Zeug wie Menschen?", fragte nun auch Blaise.

"Normale Schlangen schon, aber der nicht!", sagte Harry und zeigte auf die orangene Viper.

"Dasss hhabbeeeee ichch verrrsstanddennn!"

"Sssieehhhssst duuu? Ess gehht doochch!"

Er grinste.

"Wieso, ist die nicht normal?", fragte Blaise perplex.

Harry fasste sich an den Kopf.

"Oh, man. Der speziell hat es sich halt zur Aufgabe gemacht mich zu nerven. Den ganzen Tag muss ich mir sein Gequängel anhören, weil er nicht mit den anderen mitdarf..."

"Die anderen?"

Total genervt pfiff Harry laut und schon bald kamen zwei weitere Schlangen in den Raum.

Harry unterhielt sich ein wenig mit Vessenia und der, ebenfalls weiblichen, grünen Mamba Srennia.

"Das sind Vessenia und Srennia. Ressalan führt gerade einen Auftrag aus. Und Lisco ist noch zu jung um ebenfalls solche Aufträge auszuführen, deshalb habe ich ihn am Hals, (im wahrsten Sinne des Wortes!) um ihm die menschliche Sprache beizubringen. Die anderen verstehen alles was wir sagen.", erklärte Harry beruhigt durch seine Schlangenfreunde.

Erschrocken von den Giftschlangen waren alle zurückgewichen außer Petunia und Chen.

"Interessant. Schön, das ich euch auch endlich mal kennenlerne!", sagte Petunia zu den beiden erwachsenen Schlangen.

Die beiden nickten und Petunia freute sich darüber wie ein Kleinkind.

Auf Parsel fragte Harry die beiden Schlangenweibchen, ob sie wieder gehen wollten.

Vessenia verschwand augenblicklich, aber Srennia kam auf Harry zu und schlüpfte unter sein Hemd. Der kühle Körper der Schlange legte sich geschmeidig um seine Hüfte und der Kopf lag weich auf seinem durchtrainierten Bauch.

"Macht sie das öfters?", fragte Tess neugierig.

"Ich bin vollkommen von ihnen eingenommen. Ich glaube sie haben eher mich unter Kontrolle als ich sie.", meinte Harry schulterzuckend.

Ein Zischen von Lisco ließ Harry wieder grinsen. Gleichgültig zuckte er mit den Schultern und ließ die Schimpftirade Liscos über sich ergehen, der immer noch vor ihm auf dem Tisch lag.

Harry versprach ihm auf Parsel später etwas für ihn zu besorgen.

"Harry?"

"Ja?", auffordend sah er Lorelei an.

"Weißt du noch? Das Gespräch gestern früh?", dabei fuhr sie unauffällig über ihr Trust-tattoo auf ihrer Hand.

Langsam nickte Harry.

Lorelei, Tess und Chen waren jetzt sehr aufmerksam.

"Ich hab´ es versprochen, nicht?"

Sie nickten synchron.

Harry stöhnte resigniert.

"Um was geht es überhaupt?", fragte Dustin leicht verwirrt.

"Vertrauen.", sagte Chen schlicht.

Verenas Augen weiteten sich kaum merklich und sie spannte sich an.

Aber in den Gesichtern der drei Jungen war nur ein großes Fragezeichen erschienen.

Das schien den Mädchen aber egal zu sein.

"Komm schon, Harry. Vielleicht hilft es ja!", versuchte es Chen mit der argumentierenden Rolle.

Harry schien hin und hergerissen zu sein.

Abschätzend sah er zu den verwirrten Slytherins und seufzte dann.

"Ist ja eh schon alles egal.", er stand auf und ging zu der Couch vor dem Kamin und setzte sich.

Harrys Freunde folgten ihm sofort.

Chen setzte sich auf einen Sessel, Verena setzte sich links neben Harry und Tess ließ sich aus seine rechten Seite nieder. Die anderen verteilten sich auch.

Etwas zögernder kamen auch die Slytherins heran und setzten sich.

"Also, was wollt ihr hören?"

Ratlos schwiegen seine Freunde.

"Was ist mit dem Stein der Weisen?", meldete sich Petunia.

Interessiert schauten die Slytherins zu Harry.

"Das offene Geheimnis um den Stein der Weisen. Jeder wusste davon und doch wusste Keiner genaueres...", kommentierte Blaise.

Alle Augen richteten sich auf Harry.

"Angefangen hat es in einer Nacht, als wir vor Filch flüchteten. Aus irgendeinem Grund waren Hermine und Neville dabei. Jedenfalls war unsere einzige Möglichkeit nicht von Filch erwischt zu werden, der verbotene Korridor im dritten Stock. Wir liefen hinein und kamen an eine verschlossene Tür, die Hermine mit einem Zauber öffnete. Wir versteckten uns dahinter, bis Filch weg war. Neville hatte schon seit einiger Zeit versucht meine Aufmerksamkeit zu bekommen und als ich mich umdrehte wusste ich auch warum... Dort stand ein riesiger dreiköpfiger Hund und knurrte angsteinflößend. Er bewachte eine Falltüre, was natürlich nur Hermine auffiel. Wir rannten schreiend davon, als der Hund sich auf uns stürzte. Zurück im Gemeinschftsraum hatten wir dann unsere Probleme mit Hermine, schließlich waren wir damals noch nicht befreundet.

Am Tag von Halloween hatte Ron Hermine mal wieder beleidigt und sie hatte sich in einer Toilette eingesperrt, wo sie anscheinend heulte. Als Quirrel von dem Troll erzählte und alle in ihre Häuser zurückkehrten, fiel mir ein, dass Hermine ja noch nichts von dem Troll wusste. Ron und ich machten uns auf den Weg zur Mädchentoilette und wir kamen gerade an, als der Troll in eben diese Toilette stapfte. Er schlug mit seiner Keule um sich, bis ich auf ihn draufsprang und ihm den Zauberstab in die Nase rammte. Daraufhin schwenkte er mich durch die Luft und versuchte mich mit der Keule zu treffen. Ich rief Ron zu, dass er mir helfen sollte und ihm fiel echt nur der blödeste Spruch ein, den man in so einer Situation benutzen konnte. Er führte einen Schwebezauber aus und die Keule erhob sich in die Luft um dann direkt auf den Kopf des Trolls zu fallen. Der fiel bewusstlos um. Dann kamen Quirrell, McGonnagall und Snape. Snape hatte eine üble Wunde am Bein, was mich wieder sofort misstrauisch machte.

Von da an, waren Hermine, Ron und ich die besten Freunde.

Wir erzählten Hagrid von dem dreiköpfigen Hund und Hagrid verriet uns aus Versehen, dass das Fluffy, sein Schoßhündchen wäre. Und wir sollten uns darum nicht kümmern, da das nur Dumbledore und Nicholas Flamel etwas anginge. Daraufhin suchten wir Tag und Nacht nach etwas über Nicholas Flamel. Natürlich fanden wir nichts.

Wir bekamen erst wieder Probleme, als uns Malfoy wegen Norbert an McGonnagall verpfiff. Bei der Strafarbeit im verbotenen Wald rettete mich dann Firenze, der Zentaur vor Voldemort, der das Einhornblut getrunken hatte.

Hermine fand dann endlich etwas über Nocholas Flamel. Flamel war der einzige bekannte Hersteller des Steins der Weisen, aus dem man das Elixier des Lebens herstellen konnte. Daher konnte Flamel auch über 600 Jahre alt werden. Da erinnerte ich mich wieder an das Päckchen, das Hagrid für Dumbledore aus Gringotts geholt hatte. Wir waren uns sicher, dass Fluffy den Stein bewachte.

Als wir Hagrid erneut ausfragten, erfuhren wir wie man Fluffy beruhigen konnte, und das er das auch dem Typ erzählt hatte, von dem er das Drachenei hatte.

Wir machten uns sofort auf den Weg zu Dumbledore, doch der war im Ministerium. In unseren naiven Hirnen verdächtigten wir Snape und dachten wir könnten ihn aufhalten.

Wir liefen direkt zu Fluffy, der schlief, da eine verzauberte Harfe spielte.

Wir sprangen durch die Falltüre und landeten in einer Teufelsschlinge. Spätestens da wurde uns klar, dass nicht nur Fluffy den Stein bewachte. Nur durch Hermine überlebten wir die verfluchte Pflanze und liefen einen Gang entlang. Wir kamen in ein Zimmer, indem lauter Schlüssel mit Flügeln herumschwirrten. Man brauchte einen bestimmten Schlüssel um durch die nächste Tür zu kommen. Es gab ein paar Besen da und ich fing den richtigen Schlüssel. Im nächsten Raum war ein riesiges Schachbrett, die Figuren waren doppelt so groß wie wir.

Um durch die nächste Tür zu kommen, mussten wir das Spiel gewinnen. Mit uns selbst als Spieler führte uns Ron durch das Spiel. Am Schluss opferte er sich selbst um das Spiel zu gewinnen. Da Ron nur bewusstlos war, gingen ich und Hermine weiter. Im nächsten Raum lag ein bewusstloser Troll. Snape hatte gute Arbeit geleistet. Im nächsten Zimmer standen mehrer Flaschen mit Zaubertränken und ein Rätsel. Hermine löste es und sie nahm einen Schluck des Zaubertrankes, der sie zurück zu Ron bringen würde und ich gelangte durch den Zaubertrank durch die letzte Tür.

Es war Quirrell, der vor dem Spiegel Nerhegeb stand. Ich war zu geschockt um zu reagieren, als er mich vor den Spiegel zerrte. Der Spiegel zeigt einem das tiefste Begehren. Quirrell zeigte er also nur, wie er Voldemort den Stein überreichte. Mir allerdings zeigte er, wie ich den Stein finde. Er materialisierte sich in meiner Hosentasche und ich war gezwungen Quirrell anzulügen. Doch eine körperlose Stimme ertönte und daraufhin nahm Quirrell seinen Turban ab. Statt eines Hinterkopfes ragte das Gesicht Voldemorts aus der Rückseite von Quirrels Kopf. Er erzählte mir viel Zeug über Macht und so, dass will ich jetzt nicht wiederholen. Als ich ihm den Stein aber nicht geben wollte, befahl er dem Körper Quirrells mich zu töten. Wegen dem Blutschutz meiner Mutter konnte er mich aber nicht anfassen, da seine Haut verbrannte. Ich wehrte mich mit Händen und Füßen und Quirrell zerfiel zu Asche. Ich hob den Stein auf und sah deshalb den körperlosen Geist Voldemorts nicht, der sich hinter mir materialisierte. Er rauschte durch mich hindurch und ich verlor das Bewusstsein. Erst im Krankenflügel erwachte ich wieder. Dumbledore erzählte mir, das ich beinahe gestorben wäre und das der Stein zerstört wurde. Dass Flamel sterben würde schockte mich aber am meisten.

Das war die Story vom Stein der Weisen.", endete er erschöpft.

Verena hatte ihr Gesich in seiner Halsbeuge vergraben und Tess hatte sich in seinen Arm gekrallt.

Alle anderen sahen ihn geschockt an.

"Mein Gott, wenn euch sowas schockt, was macht ihr dann bei der Kammer des Schreckens?", fragte Harry fast hysterisch.

Noch immer starrten ihn alle an.

Chen fing sich als erster wieder.

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° 22.30 Uhr - Hauptquartier °

Langsam schlich Tonks die Treppe hinunter um sich aus der Küche einen Tee zu holen.

Als sie an der Tür zum Salon vorbeiging, hörte sie Stimmen und öffnete die Tür.

Vor dem knisterndem Kaminfeuer saßen Ginny und Hermine und unterhielten sich.

Tonks trat ein und setzte sich zu den beiden jüngeren Mädchen.

"Über was redet ihr beiden Hübschen denn?", fragte die junge Aurorin neugierig.

"Ähm, weißt du, wir haben uns gefragt, ob diese Verena wirklich Harrys Freundin ist...", erklärte Hermine und ein zartes Rosa schlich sich auf ihre Wangen.

"Ist sie nicht.", sagte Tonks schlicht.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer machte sich in Ginnys Augen breit.

"Woher weißt du das?"

"Er hat es mir gesagt..."

Erstaunt wurde sie von den beiden angestarrt.

"Dir sagt er es, aber uns verschweigt er es?", fragte Ginny beleidigt.

"Na, der kann was erleben!", regte sich auch Hermine auf.

Bei den wütenden Gesichtern von Ginny und Hermine war Tonks wirklich froh ihnen nichts von den Küssen erzählt zu haben...

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Am nächsten morgen erwachte Harry ausgeruht und voller Tatendrang in seinem Bett. Er war sich zwar nicht sicher, ob es eine gute Idee gewesen war, seinen Freunden die Story vom Stein der Weisen zu erzählen, aber nun konnte er es sowieso nicht mehr ändern...

Nachdem er geduscht und sich fertiggemacht hatte, widmete er sich dem blanken, dunkelroten Wandteppich, der an der linken Wand seines Schlafzimmers hing.

Er hatte etwa die gleiche Größe wie der Stammbaum im Haus der Blacks. Nur waren bei diesem hier keine Namen oder Linien zu entdecken.

Bis jetzt hatte er sich den Teppich noch nicht genau angesehen, aber nun fiel ihm eine kleine, goldene Fläche am unteren rechten Ende des Wandteppichs auf.

Aus einem Impuls heraus holte er einen seiner Dolche heraus, die überall an seinem Körper versteckt waren.

Damit schnitt er sich in die Handfläche und ließ etwas von seinem Blut auf die goldene Fläche tröpfeln.

Die Fläche glühte golden auf und ein goldenes Licht wanderte über den ganzen Wandteppich.

Etwa eine halbe Minute später stand er vor einem riesigen Stammbaum.

Sein Name war weiter unten und war mit Lily und James Potter verbunden.

Aber noch etwas war ihm sofort aufgefallen.

Sein Name, wie auch James Potter leuchtete greller als die anderen. Auch sein Großvater und dessen Mutter leuchteten heller.

Die Linie aus leuchteten Namen war lang und endete bei einem Namen.

Godric Gryffindore.

Geschockt stolperte Harry rückwärts.

Nun wusste er warum Voldemort ihn gewählt hatte und nicht Neville.

Salazar Slytherin und Godric Gryffindore hatten schließlich auch einen Streit am laufen gehabt, aus dem keiner siegreich hervorgegangen war.

War es nicht logisch, dass Voldemort, der Erbe Salazar Slytherins, ihn, den Erben Godric Gryffindores wählte?

Und Dumbledore hatte es gewusst.

Er musste es gewusst haben.

Schon wieder war er von dem Schulleiter belogen worden...

Harry beschloss in die Bibliothek zu gehen, schließlich hatte er viel zu lernen.

So saß er in der Bibliothek, bis Chen ihn zum trainieren abholte.

Sie gingen hinaus an die Luft und fingen an zu trainieren.

Aus sicherer Entfernung beobachtete sie Seidenschnabel, immer bereit Harry zu helfen, würde er seine Hilfe benötigen.

Nach dem Training begab sich Harry in den Stall.

Er wusste nicht warum, aber er fühlte sich zwischen all den Pferden irgendwie geborgen.

Er setzte sich in einen großen Strohhaufen und zauberte sich einige Bücher her.

Er hatte damit angefangen jedes Kapitel, nachdem er es gelesen hatte, mit eigenen Worten zusammenzufassen und anschließend aufzuschreiben.

Es war zwar etwas mühselig, aber er behielt es für immer im Kopf.

Er hatte schon weit über hundert Pergamentrollen mit zusammengefassten Kapiteln. Die Rollen hatte er in seinem Koffer vertstaut, schön geordnet und sortiert.

Er saß schon über zwei Stunden in dem Strohhaufen und fertigte seine Zusammenfassungen an. Er hatte schon die Schulbücher der ersten bis fünften Klasse durch, mit Hilfe des Koffers und hatte sich für diesen Tag vorgenommen Zaubertränke, Verwandlung und Zauberkunst für das sechste Jahr zu katalogisieren. Zaubertränke hatte er schon hinter sich, als vor ihm eine piepsige Stimme zu sprechen begann.

"Master Harry! Missy Verena will Sie sprechen. Missy wartet vor der Haustüre."

"Danke Timmy."

Timmy war einer der Hauselfen, die sich fast ausschließlich um die Pferde kümmerten.

Harry führte Myst aus ihrer Box und saß auf.

In einem schnellen Kanter ließ Harry die feurige Stute vorwärts gehen.

Schon von weitem winkte ihm Verena zu.

Nachdem er abgestiegen war, wurde er sogleich umarmt und auf die Wange geküsst.

"Ich darf den Rest der Ferien hierbleiben!", rief sie enthusiastisch.

"Super! Und was ist mit Toby?", fragte Harry erfreut.

"Der diskutiert noch mit seinem Vater... sag´ mal, könntest du nicht mal mit seinem Vater sprechen, der will nämlich mit dem Verantwortlichen sprechen!", bat Verena flehend.

"Ok, bring mir Tobys Handy raus, ich bleibe lieber draußen..."

Verena verschwand im Haus und kam wenige Augenblicke später mit Tobys Handy wieder heraus.

Nachdem sie ihm das Gerät in die Hand gedrückt hatte, verschwand sie schon wieder.

Seufzend sprach er in das Gerät.

"Mr. McDoale?"

"Sie müssen Harry Potter sein..."

"Sehr erfreut!"

Harry schwang sich mit Leichtigkeit aus Mysts Rücken und ließ sie antreten.

"Nun, bei Ihnen will mein Sohn also den Rest der Ferien verbringen?"

"Sieht so aus, Sir."

"Und wie stehen Sie dazu? Ich meine, Sie wären damit einvestanden?"

"Ich habe nichts dagegen. Im Gegenteil!"

"Und wie sieht es mit der Unterbringung und der Verpflegung aus?"

"Ich habe ein großes Haus. Jeder hat sein eigenes Zimmer und ich beschäftige eine fähige Köchin, die für die Verpflegung sorgt..."

"Stimmt es, dass noch mehrere andere Leute bei Ihnen wohnen? Mein Sohn wollte mir da keine Auskunft geben.."

"Ich habe noch andere Jugendliche zu Gast. Alle im Alter zwischen 15 und 16."

"Nun, dann habe ich eigentlich keine Gegenargumente mehr... Passen Sie auf meinen Sohn auf! Auf Wiederhören!"

Kopfschüttelnd legte Harry auf.

Er brachte Myst zurück in den Stall und ging zu Fuß zurück zum Haus.

Er betrat die Küche und wurde sogleich von allen Anwesenden erwartungsvoll angestarrt.

"Sturer Esel!", meinte er trocken.

Die Slytherins grinsten.

"Jetzt sag schon! Darf er bleiben?", fragte Lorelei gespannt.

"Ja, er darf..."

Schon bekam er unzählige Wangenküsse.

"Hey, reicht schon wieder! Hat jemand von euch Chen gesehen?"

"Ähm, nein."

Keiner hatte den Japaner gesehen.

Nachdenklich sah Harry ins Feuer, als eine Eule durch das Fenster flog und auf seiner Schulter landete.

Gleichgültig riss er den Umschlag auf und begann zu lesen.

Hey Harry,

du wolltest mich doch mal besuchen, oder?

Tonks freut sich auch schon dich wiederzusehen, obwohl ich nicht so recht weiß, warum...

Du solltest allerdings nur dann kommen, wenn Dumbledore nicht da ist, denn er ist nicht besonders gut auf dich zu sprechen. Weil du nicht ortbar bist, und so...

Erzähl´ ich dir, wenn du vorbeischaust.

Bye,

Moony

Harry sah prüfend auf seine Armbanduhr und stellte fest, dass es schon früher Nachmittag war. Er wollte heute noch seine Animagustransformationen ausprobieren und wenn er danach noch zu Remus wollte, sollte er sich besser beeilen.

Er legte das Stück Pergament beiläufig auf den Küchentisch und wandte sich an seine Freunde.

"Wenn ihr Chen seht, schickt ihn bitte zu mir, ok? Bye!", und schon war er aus der Küche verschwunden.

Tess schnappte sich den Brief und las ihn.

"Ich kann damit nicht viel anfangen..."

Erklärte sie dann verwirrt.

Das Pergament ging reihum.

Keiner wusste so recht etwas damit anzufangen.

"Dumbledore ist sauer auf seinen Lieblingsschüler? Ist ja mal ganz was Neues!", sagte dann Draco gehässig.

"Allein schon wegen dieser Tonlage könnte ich dir die Fresse polieren...", sagte Michael wütend.

Da trat Chen in die Küche.

Er war ungewöhnlich blass und ging gebeugt.

"Chen! Was ist passiert?", Dustin stürmte besorgt auf den alten Mann zu.

"Ich weiß jetzt wo wir sind...", sagte der Japaner mit brüchiger Stimme, "... Es muss ihm furchtbar wehtun...", murmelte er dann immer wieder vor sich hin.

"Was muss wem furchtbar wehtun?", fragte Blaise sachlich.

"...Ich verstehe ihn nicht... warum tut er sich das an?... warum?"

Die verwirrten Blicke, die auf Chen lagen, wurden nur noch verwirrter.

Doch Chen nahm die Blicke nicht wahr und taumelte wieder aus dem Raum.

"Was zur Hölle sollte das?", fragte Pansy.

"Ich weiß es nicht...", meinte Dustin erschüttert.

° - break - °

To Be Continued

Hmmm, das war Chapter 4...

Was haltet ihr davon?

Schreibt es mir, ich bin süchtig nach Reviews.

HEGDL

Lord Slash