Der Schattenprinz

Autor: Lord Slash

Chapter: 5?

Disclaimer: Alles was ihr aus den Potterbüchern wiedererkennt, gehört Joanne K. Rowling, Bloomsbury, Carlsen Verlag, Warner Brothers und diversen Anderen. Abgesehen davon gehört mir der Plot und die neuen Charaktere! Wenn irgendjemand den Drang verspürt, Ideen aus meiner Story zu übernehmen, würde es mich freuen, wenn ihr mich um Erlaubnis fragt. Weiterhin kann ich euch versichern, dass ich Nichts absichtlich aus anderen Story geklaut habe. Wenn jemand etwas aus seiner FF wiedererkennen sollte, tut es mir Leid, aber Ähnlichkeiten sind nicht von mir beabsichtigt.

Rating: R, NC-17

Genre: Dark, Drama, Tragedy, Avtion/Adventure, Romance

Warning: evtl. DarkHarry, OOC, Slash, Lemon, Lime (Wer detaillierte Sex-Szenen nicht mag, sollte besser verschwinden!)

Pairing: Bei den Pairings bin ich mir noch nicht sicher, jedoch wird es euch nicht an Liebesszenen mangeln...

Reviewantworten:

Minnilein: Was für ein Lob! freu Die Warnings sind berechtigt, wirst du jetzt ja sehen.. Ich habe schon eine Betaleserin, tut mir Leid.. Aber wenn ich jemanden brauche, dann melde ich mich bei dir, okay? HDGDL, lord slash

sycronn: Ich weiß, dass das alles ziemlich schnell ging, aber so ist es nun mal.. Ich bin allmächtig! crazygrins Nein, ich versteh schon, was du meinst. Ich habe das alles in einer ziemlich kurzen Zeit geschriebn und habe nicht wirklich darüber nachgedacht.. Ich hoffe, das bessert sich noch! HDL

Tolotos: Draco wird wohl noch ziemlich zu leiden haben, vor allem da Harry sich bald schön verlieben wird und...

Die Os, hmm, ja, also..? Da hat mich wohl ein Engel geritten..

Ich weiß, dass das total unglaubwürdig ist. Aber jetzt ist es zu spät ums zu ändern..

Yo, Petunia hat wohl ein bisschen zu viel gekifft..

In der Nacht, wo sie vor Filch geflüchtet sind, das war so: Im Buch waren es Hermine, Ron, Harry und Neville, ich mir ganz sicher. Da wollten Ron und Harry nämlich zu dem Zaubererduell mit Malfoy. Hermine wollte sie aufhalten und ist ihnen auf den gang gefolgt. Da war Neville, schlafend, weil Fette Dame nicht da. So auch Hermine nicht zurück konnte, weil fette Dame immer noch nicht zurück. So alle Vier gegangen zu Malfoxy, der nicht kommen ist. Filch kommen ist und Vier geflüchtet sind! Tolles deutsch, oder ? stolzbin Im Film waren es aber nur Herm, Ron und Harry, da hast du recht. Aber ich halte mich meistens mehr an diue Bücher..

Oh ja, endlich jemand, der den alten, senilen Sack nicht ausstehen kann! Ich könnte stundenlang über Dumbi herziehen, lenkt mich von der 6 in Latein ab... HDGDL, Lord Slash

Raven de Caladahn: Tut mir Leid. Ich heiße nun mal Lord Slash. Und diesen Namen trage ich wahrlich nicht umsonst! Es wird dennoch teilweise Harry/Tonks geben, wirst du gleich sehen! Hoffe du ließt trotzdem weiter, LS

FeeDerNacht: Geht ja schon weiter! HDL, LS

Tiberitus: Danke, viel spaß!

And now, enjoy!

Kapitel 5

Harry saß mit geschlossenen Augen auf seinem Bett und konzentrierte sich auf seine Verwandlung.

Er richtete seine ganze Wahrnehmung auf die Transformation.

Erst spürte er nur ein leichtes Kribbeln in seinen Händen und Füßen, doch dann wandelte sich das Kribbeln in stechenden Schmerz.

Er spürte unter Schmerzen, wie sich seine Hände verformten, spürte wie aus seinen Fingernägeln Krallen wuchsen. Das schlimmste war die Verwandlung an seinem Kopf. Schmerzhaft zog er sich in die Länge und seine Augen brannten.

Als der Schmerz aufhörte, öffnete er die Augen und sah alles verschwommen. Ihm fielen die Kontaktlinsen ein, die er noch immer trug. Anscheinend brauchte er sie als Animagus nicht mehr, denn diese Stärke war zu stark für seine Wolfsaugen.

Das Problem erledigte sich allerdings von selbst, den die Linsen fielen von selber aus seinen Augen.

Und plötzlich konnte er wieder normal sehen. Sein Geruchssinn schien zu explodieren. Er nahm so viele Gerüche wahr, dass es ihm schwindelig wurde. Auch die leisesten Ger !konnte er hören.

Er hörte weiter unten eine Tür ins Schloss fallen und draußen zwitscherten die Vögel schmerzhaft laut.

Ungeschickt sprang er vom Bett und landete, leider, nicht auf allen vieren, sondern auf dem Bauch.

Nachdem er nach einigen Minuten den Weg zum Spiegel geschafft hatte, sah er einen sehr großen Wolf auf wackeligen Beinen da stehen. Er hatte schwarzes Fell mit grauem Unterfell, eine feuchte schwarze Nase und giftgrüne Augen.

Manchmal könnte er diese Farbe verfluchen. Das war viel zu auffällig, da musste er noch eine Lösung finden. Auf der Brust des Wolfes prankte ein weißer Blitz aus Fell.

Er verwandelte sich wieder zurück, was wiederum sehr schmerzhaft war.

Sogleich vermisste er das Gefühl der Wildheit und Freiheit, dass er in sich gespürt hatte, als er ein Wolf war.

Als nächstes verwandelte Harry sich in den Adler mit einem blitzförmigen Muster auf der Brust.

Auch der Adler hatte die verräterischen grünen Augen. Und die Sicht war atemberaubend. Er konnte jedes Staubkorn auf dem Fensterbrett erkennen, das die Hauselfen übersehen hatten, was wahrlich sehr wenige waren.

Er sah alles in einer Schärfe, dass ihm Tränen in die Augen stiegen.

Als nächstes versuchte er sich direkt vom Adler in das Pferd zu verwandeln.

Nach einer weiteren schmerzvollen Verwandlung stand vor dem Spiegel ein edles, silbernes Pferd mit einem goldenen Blitz auf der Stirn.

Und die Augen waren diesmal nicht grün, sondern hellgolden.

Irgendwie unheimlich.

Er versuchte zu gehen und es gelang ihm nach ein paar Anläufen.

Er öffnete die Tür mit einem Zauber aus seinen Augen und spazierte aus seinem Zimmer.

Er hatte noch nie von einem Animagus gehört, der in seiner Tiergestalt hatte zaubern können, aber das lag wahrscheinlich daran, dass keiner auf die Idee gekommen war zauberstablose Magie als Tier zu praktizieren.

Er schritt weiter, bis er zu dem fast unüberwindbarem Hindernis "Treppe" kam.

Wie sollte er es mit vier Beinen und Hufen schaffen, die Treppe hinunter zu kommen?

Vorsichtig setzte er die Vorderhufe auf die erste Treppenstufe...

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Die Jugendlichen saßen immer noch in der Küche, als sie plötzlich durch ein furchtbares Gepolter und Geklapper aufgeschreckt wurden.

Sie liefen in die Eingangshalle und starrten auf die Treppe.

Was sich da abspielte war zu komisch.

Da war ein wunderschönes, edles Pferd mit silbernem Fell und goldenen Augen und versuchte verzweifelt die Treppe zu meistern.

Doch es rutschte immer wieder ab und dadurch entstand das Geklapper und Gepolter. Es schnaubte immer wieder verzweifelt, aber auch amüsiert.

Perplex beobachteten die Jugendlichen, wie das Pferd auch die letzten Stufen irgendwie überwand. Seine Augen blitzten belustigt, bevor es aus der Haustüre trabte, die wie von Zauberhand aufgeschwungen war.

Die Jugendlichen sahen sich an.

"Was war denn das?", meinte Verena dann verstört.

"Wisst ihr was? Ich glaube das war Harry..."

Alle glotzten Dustin an, der nachdenklich nach draußen sah.

"Wie kommst du denn darauf?"

Ernst fixierte Dustin Blaise.

"Das Pferd hatte einen Blitz auf der Stirn, habt ihr den nicht gesehen?"

Erstaunt stimmten ihm die anderen zu.

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Nachdem Harry herausgefunden hatte, dass er als Pferd eine gigantische Schnelligkeit besaß, flog er als Adler zurück in sein Zimmer.

Da es schon nach 20.00 Uhr war, ging er sich schell duschen, da das Rennen als Pferd ziemlich anstrengend gewesen war und auch der Muskelkater an seinen Armen, der durch das Fliegen entstanden waren nicht sehr schweißarm verlaufen war.

Danach zog er sich eine schwarze Hose an, die sehr viele Taschen besaß, schwarze Turnschuhe und ein dunkelgrünes Kapuzenshirt. Seine Messer und sein Zauberstab waren sicher verstaut, Lisco spielte Modeschmuck und Srennia hatte seine Hüfte in Beschlag genommen.

So ausgestattet schaute er noch bei seiner Tante vorbei, da er sie schon länger nicht mehr gesehen hatte. Er stellte fest, dass sie sich aus der Bibliothek ein paar Bücher geholt hatte und lesend auf ihrer Couch saß.

"Tante, ich werde einen alten Freund besuchen gehen. Wir müssen ein bisschen reden..."

"Über deinen Paten?", fragte sie vorsichtig auf dem Weg in die Küche.

"Ja."

"Bist du dir sicher? Es wird sehr wehtun...", warnte sie, als sie gerade die Küche betraten.

Die Essenden sahen sie neugierig an.

"Es kann nicht schlimmer werden, als es jetzt ist... Ich bin an Schmerzen gewöhnt..."

Dann wandte er sich an seine Freunde.

"Ich gehe jetzt, wartet nicht auf mich..."

Dann ging er zum Kamin, warf Flohpulver hinein und rief leise

"Grimmault Platz Nummer 12, Nymphadora Tonks!"

Und schon war er verschwunden.

Traurig starrte Petunia vor sich hin und schüttelte besorgt den Kopf.

"Er wird es noch bereuen...", murmelte sie dann und begann zu essen.

"Was wird er denn bereuen?", fragte Michael, ebenfalls besorgt.

Draco schnaubte nur.

"Wisst ihr, Kinder, manche Wunden sind zu tief um geheilt zu werden... Sie können nur größer werden... Irgendwann werdet ihr wissen was ich meine, ich wünsche euch nur, dass es nicht sehr bald sein wird.."

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Sicher stieg er aus dem Kamin in Tonks Zimmer.

Tonks lag auf ihrem Bett und starrte ihn an.

"Hallo, Prinzessin.", begrüßte Harry sie.

"Mein Prinz!", rief sie erfreut.

Sie umarmte ihm fest und fragte dann

"Warum bist du eigentlich hier?"

Harry runzelte die Stirn.

"Ich bin bei dir also schon mal nicht willkommen, da muss ich mich wohl an Remus halten...", sagte er gespielt beleidigt und wollte das Zimmer verlassen.

"Hey, wenigstens einen Begrüßungskuss will ich haben, bevor du wieder verschwindest.", schmollte sie.

Harry drehte sich um und sah sie ernst an.

"Komm schon, gelegentlich ein wenig Spaß... Ist doch nichts dabei!", erklärte Tonks.

Harry war immer noch skeptisch.

"Ich werde einfach von deinem Körper angezogen, aber ich fühle nur Freundschaft für dich, also... wo ist dein Problem?"

"Wenn es nur Sex ist, was du willst, habe ich nichts dagegen.", meinte Harry schließlich.

Tonks strahlte und zog ihn in einen heißen Kuss.

"Aber ich muss jetzt trotzdem zu Remus...", unterbrach Harry den Kuss, "Weißt du wo er ist?"

"Wahrscheinlich in der Küche... Ich komme mit!"

Sie zog ihn an der Hand hinter sich her in die Küche.

Die Anwesenden sahen überrascht auf.

"Oh, Harry. Da bist du ja endlich. Ich hatte schon gedacht du versetzt mich!", rief Remus.

"Wirklich nette Begrüßung.", meinte Harry sarkastisch.

Hermine, Ron, Ginny, Charlie, Bill, Dädalus Diggel, die Zwillinge, Emmeline Vance, Moody und das Ehepaar Weasley starrten ihn immer noch an.

"Hi Harry!", riefen dann die Zwillinge gleichzeitig.

"Oh, Gred und Forge höchstpersönlich! Welch eine Ehre!"

Alle kicherten amüsiert.

Auffordernd sah Harry zu Remus und der nickte verstehend.

Er kam zu Tonks und ihm herüber.

Zusammen verließen sie die Küche, von wo Tonks ihnen bedröppelt hinterher glotzte.

"Jetzt hat er mich einfach so stehen lassen! Pah!", keifte sie vor sich hin.

Fred kicherte und George versuchte sich ein lautes Lachen zu verkneifen.

Ron sah sie verständnislos an.

Ginny und Hermine dagegen schauten Tonks immer wieder eifersüchtig an.

"War das gerade wirklich Harry?", fragte Bill perplex.

"Wer denn sonst?", knurrte Moody.

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Bis weit nach Mitternacht sprachen Harry und Remus über Sirius, so wie sie ihn kannten. Petunia hatte recht gehabt, es tat sehr weh, Remus schien es ähnlich zu gehen.

Aber sie vermieden es über die Nacht im Ministerium zu reden. Sie beschränkten sich darauf über glückliche Erinnerungen zu reden.

Blass und ausgelaugt lief Harry zu Tonks´ Zimmer.

Sie war noch wach, alle anderen schlummerten schon lange.

"Hallo, mein Prinz. Wie geht es dir?"

"Passt schon. Und dir?"

"Nach einem Kuss würde es mir noch viel besser gehen!", flötete sie verführerisch.

Harry grinste und verwickelte ihre Zunge in einen Kampf.

Er drängte sie Richtung Bett.

Ohne den Kuss zu unterbrechen legten sich die beiden auf das Bett.

Harry spürte wie Srennia und Lisco davonglitten. Sie würden Ressalan suchen.

Harrys Hände schlüpften unter Tonks´ Shirt.

Sanft strich er über ihre Haut.

Sie stöhnte in den Kuss hinein, worauf Harry unwillkürlich grinsen musste.

Kurz unterbrachen sie den Kuss um sich ihre Shirts auszuziehen.

Erstaunt betrachtete Tonks Harrys muskulöse Brust und den durchtrainierten Bauch.

Entzückt ließ sie ihre Finger über seinen Oberkörper wandern.

Wieder fanden sich ihre Münder in einem Kuss wieder.

Harrys Lippen wanderten nun zu Tonks Ohr und er knabberte leicht an ihrem Ohrläppchen.

Dann küsste er sich einen Weg zu ihren Brüsten.

Geschickt öffnete er ihren BH und streifte ihn ab.

Tonks stöhnte, als er ihre Brüste liebkoste und seine Hände ihre Hose abstreifte.

Ihre Hände fanden nun ebenfalls den Weg zu seiner Hose. Sie öffnete den Reißverschluss und ihre rechte Hand schlüpfte unter Harrys Boxershorts.

Er stöhnte erregt, als sich ihre Finger um seine Männlichkeit schlossen.

Sie zogen sich ganz aus und Harry lag nun nackt auf ihr.

Mit einem Finger drang er in sie ein, um sie zu stimulieren.

Tonks stöhnte immer wieder heiser seinen Namen.

"Mach schon...", krächzte sie.

"Was? So ungeduldig?", neckte er sie, ersetzte den Finger dann aber doch durch seine pulsierende Erregung.

Sie stöhnten synchron auf.

Ihre Finger verkeilten sich miteinander als Harry ihr Schmetterlingsküsse auf die Lippen hauchte und anfing sich zu bewegen.

"Ohhh, schneller...", stöhnte Tonks.

Harry beschleunigte und stieß fester zu.

Fast gleichzeitig kamen sie und lagen dann aneinander gekuschelt unter der leichten Decke von Tonks Bett.

"Das erste mal hatte ich beim Sex einen Orgasmus...", sagte Tonks noch gähnend bevor sie einschlief.

Noch ein wenig ruhte sich Harry aus, zog sich dann aber an und rief leise nach seinen Schlangen.

"Naaa, hatttesssst duuu deeinnennn Schpassss?", fragte Ressalan neckisch.

Harry grinste ihn nur an.

Ressalan schlang sich um seine Hüfte und Lisco nahm seinen üblichen Platz ein. Srennia hatte ab heute Dienst im Orden, bis Harry kam um eine Ablösung zu bringen.

Er verabschiedete sich bei der grünen Schlange und reiste zurück nach Godric´s Hollow.

Da es sowieso schon 5.00 Uhr war, blieb er gleich wach und zog sich nur um. Dann setzte er sich in die Bibliothek und beendete seine Arbeit mit den Schulbüchern der sechsten Klasse.

Nachdem er mit Arithmantik durch war, sah er auf die Uhr und stellte fest, dass es schon fast Mittag war. Wie schnell doch die Zeit doch verging!

Schnell ließ er seine Arbeitsutensilien verschwinden und begab sich in die Küche.

"Da bist du ja. Los, lass und anfangen!", forderte Chen sofort sein Training.

"Ich komme gleich nach.", meinte er zu dem Japaner, der schon aus dem Raum eilte.

Die anderen ignorierend schnappte er sich einen Apfel und lief Chen hinterher.

"Was war das nun schon wieder?", fragte Helen.

Allgemeines Schulterzucken.

"Was habe ich gesagt? Er sah schrecklich aus!", schimpfte Petunia.

Natürlich meinte sie die blasse Gesichtsfarbe und die dunklen Augenringe ihres Neffen.

"Eh, so sieht er doch öfter aus!", ereiferte sich Lorelei,

"Und langsam nervt es mich, dass ich nicht weiß um was es geht!"

"Vielleicht solltest du ihn mal fragen?", schlug Draco sarkastisch vor.

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° 10.00 Uhr - Hauptquartier °

Mehr oder weniger wach saßen die Bewohner des Hauptquartiers am Frühstückstisch und schaufelten, in Rons Fall, Essen in sich hinein.

Sie hatten heute vor, die Winkelgasse zu besuchen, um ihre Schulsachen zu besorgen.

Da öffnete sich die Tür und ein ziemlich blasser Remus kam herein. Ohne ein Wort des Grußes schenkte er sich eine Tasse Kaffee ein und ließ sich dann auf einen Stuhl fallen.

"Was ist denn mit dir passiert?", fragte Moody.

"Was? Ich war grad gedanklich nicht ganz anwesend...", meinte Remus verwirrt.

"Was mit dir los ist, wollte ich wissen!", sagte Moody beleidigt.

"Ähmm,... schlecht geschlafen...", versuchte er zu bluffen.

Glücklicherweise öffnete sich die Tür gerade nochmals und so konnte Moody nicht nachbohren.

Strahlend kam Tonks hereinspaziert und flötete ein "Guten Morgen, alle zusammen!" durch die Küche.

Erstaunte Blicke trafen sie, die sie gekonnt übersah.

Beschwingt goss sie sich eine Tasse Tee ein und setzte sich neben den griesgrämigen Remus.

"Äh, Tonks, bist du das?", scherzte Fred.

"Häh, wer denn sonst?", fragte Tonks verwirrt.

"Nun, normalerweise kamst du immer heulend herein...", sagte George beiläufig.

"Darf ich nicht mal gut gelaunt sein?", maulte die Aurorin sofort los.

"Wenn du uns verrätst, was dich so strahlen lässt, darfst du gut gelaunt sein...", verlangte Remus nach dem Wundermittel.

Tonks schüttelte den Kopf.

"Das bleibt besser mein Geheimnis..."

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Drei Stunden später stolperte Chen wieder in die Küche.

"Hat irgendjemand ein Pflaster?", quengelte er und zeigte auf eine blutige Schramme an seinem Oberarm.

"Ruf doch Kimmy.", schlug Dustin vor.

Das tat der Japaner dann auch und Sekunden später hatte Kimmy die Schramme komplett geheilt.

"Wo ist eigentlich Potter?", wollte Draco wissen.

"Hat sich Myst geschnappt...", sagte Chen gedanklich ganz woanders.

"Und wer ist Myst?", Draco war schon mehr als genervt.

"Sein Lieblingspferd, Dray.", wurde er von Pansy aufgeklärt.

"Woher weißt du das schon wieder?", fragte Draco überrascht.

"Ich habe mal zugehört, wie sich Verena und Tess unterhalten haben...", meinte sie beiläufig.

Zum Abendessen fanden sich dann alle wieder in der Küche ein.

Dustin setzte sich nach kurzer Zeit jedoch wieder gelangweilt vor den Kamin.

Als kurze Zeit später Harry hereinspaziert kam, war er schon fast eingenickt.

Harry drückte ihm eine Tasche in die Hand und setzte sich dann neben Chen an den Tisch.

Neugierig wurde Dustin beobachtet, als er eine Handvoll Computerspiele aus der Tasche zog. Darauf folgte ein Laptop und ein Joystick.

"Für mich?", fragte Dustin völlig perplex.

"Ja, sonst hätte ich es dir doch gar nicht erst gegeben.", war die genervte Antwort Harrys.

Fragend sah ihn Michael an.

"Ihm ist immer so langweilig. Und das einzige was ihn begeistert, sind nun mal Computer!", rechtfertigte sich Harry.

"Computer?", fragte Blaise.

"Geh´ zu Dustin, der erklärt es dir bestimmt!", grinste Tess.

Die vier Slytherins begaben sich zu Dustin und ließen sich erklären, was genau ein Computer war.

Währenddessen fragte Verena vorsichtig.

"Wie geht es dir? Du siehst ein bisschen kaputt aus..."

"Mir geht es gut. Ich habe die letzte Nacht bloß nicht geschlafen...", antwortete Harry schlicht.

"Warst du die ganze Nacht weg?", Tess.

"Ich bin so um 5.00 Uhr zurück gekommen."

Erstaunt sahen die anderen ihn an.

"Was hast du denn gemacht? Und überhaupt, wo warst du?", fragte Lorelei energisch.

"Ich habe einen alten Freund Besucht. Wir haben nur ein wenig geredet..."

"Und warum war deine Tante dann so besorgt?", wollte Verena wissen.

"Ich habe euch doch vom Tod meines Paten erzählt, oder? Wir haben über ihn geredet...", sagte Harry müde.

Erschrocken sagte Tess

"Sorry, dass wir dich daran erinnert haben!"

"Ist schon ok, ihr wusstet es schließlich nicht... Macht es euch was aus, wenn ich mich jetzt zurückziehe? Ich bin furchtbar müde."

"Nein, schon ok.", erklärte Toby.

Die Mädchen gaben ihm jeweils einen Wangenkuss und dann verschwand Harry in sein Zimmer.

Er nahm sich ein Buch über Elementarmagie, das er noch nicht studiert hatte.

Drei Stunden später war Harry mit dem Buch durch und hatte 32 Pergamentrollen mit präzisen Kapitelzusammenfassungen um sich herum liegen.

Erschöpft lehnte er sich zurück.

Er hatte etwas sehr interessantes herausgefunden.

Man konnte mit seinem Element reisen.

Und manche Elementarmagier konnten sich mit Hilfe ihres Elements in ein Tier verwandeln. Er fragte sich, ob er das auch schaffen würde...

Morgen früh würde er sich als erstes daran machen, das Elementarreisen zu lernen.

Mit einem müden Wink seiner rechten Hand verschwanden die Pergamentrollen und das Buch und Harry schlief sofort ein...

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Am Morgen seines Geburtstags erwachte Harry wie immer um kurz vor 5.00 Uhr.

Er hatte nicht sehr viel geschlafen.

Seit seinem Gespräch mit Remus waren die Alpträume wieder schlimmer geworden.

Da diese Alpträume nichts mit Tom zu tun hatten, konnte ihm seine Okklumentik auch nicht helfen.

Er verwandelte sich in den Adler und flog aus dem Fenster, das immer geöffnet war. Vor dem Pferdestall landete er und verwandelte sich in das Pferd.

In dieser Gestalt galoppierte er ein paar Runden um den großen See und setzte sich danach zu Myst in die Box.

Seidenschnabel war ihm wie so oft gefolgt.

Erstaunlich gut vertrug er sich mit den Pferden.

"Na, Schnäbelchen, wie geht es dir?"

"Ganz gut soweit...", antwortete eine Stimme in Harrys Kopf.

Erschrocken sprang Harry auf.

War das gerade wirklich Seidenschnabel gewesen?

Vielleicht kam das von seinen Animagusformen...

Er konzentrierte sich auf den Hippogreif und sagte mental

"Vermisst du ihn sehr?"

"Ja, er war mir immer ein guter Freund. Wir haben uns oft unterhalten..."

"Er konnte auch mit dir reden?"

"Sicher... Weißt du eigentlich, wie sehr ich dich mag?"

"Tust du das?"

"Ja, sehr sogar! Und Sirius hat dich geliebt wie einen Sohn..."

Wieder stiegen Harry Tränen in die Augen.

Er konnte nichts erwidern.

"Ich verstehe dich schon... Du musst nichts sagen..."

"Danke, ich hab dich auch lieb!"

Dann verwandelte sich Harry wieder in den Adler, was inzwischen schon nicht mehr ganz so schmerzhaft war, und flog zurück in sein Schlafzimmer.

Er duschte, zog sich eine dunkelblaue Jeans und ein grünes kurzärmliges Shirt an und begab sich in die Küche.

Nur Chen und Dustin waren schon wach.

Chen frühstückte und Dustin beschäftigte sich mit seinem Computer.

"Morgen.", nuschelte Harry und bekam den Gruß freundlich erwidert.

Er hatte sich gerade gesetzt, als ein paar Eulen hereinkamen.

Sie ließen mehrere Päckchen und Briefe fallen, bevor sie wieder verschwanden.

"Könntest du uns das mal erklären?", fragte Chen bedächtig.

"Ähm, ich habe heute Geburtstag...", sagte Harry kleinlaut.

"Waaas? Und du hast es nicht für nötig gehalten es uns zu erzählen?", ereiferte sich Dustin.

"Ich habe es vergessen..."

Dustin und Chen schnaubten verächtlich, gratulierten ihm dann aber trotzdem.

Harry nahm den Brief von Ron, der das übliche Geburtstagsgeschwafel enthielt. Ron schenkte ihm neue Quidditch-Armschoner.

Von Hermine bekam er einen netten Brief und ein Buch(!) über Arithmantik.

Ginny hatte ihm ebenfalls eine Karte geschrieben. Von ihr bekam er ein Freundschaftsarmband, zu dem sie das Gegenstück besaß.

Er wunderte sich zwar ein wenig darüber, freute sich aber trotzdem.

Molly und Arthur Weasley schenkten ihm wie immer Süßigkeiten, einen Kuchen und einen selbstgestrickten Pullover.

Fred und George hatten ihm ein Sortiment ihrer Scherzartikel geschickt und von Moody und Kingsley bekam er ein Buch über Angriffszauber.

Dann nahm Harry den Brief von Tonks.

Hey, mein Prinz!

Ich wünsche dir einen schönen Geburtstag, auch wenn du nicht bei uns auftauchst.

Hermine, Ron und Ginny sind schwer beleidigt, doch Remus hat sie irgendwie beruhigen können.

Er sieht übrigens nicht sehr gut aus seit eurem Gespräch letztens.

Ich glaube er vermisst jetzt sogar Schnäbelchen.

Nun, ich will dir deinen Geburtstag nicht mit Prinzessinnen-Gehabe vermiesen.

Ich hoffe du kommst mal wieder,

Tonks

P.S. Wir müssen das bei Gelegenheit mal wiederholen!

Harry musste unwillkürlich grinsen.

Er packte ihr Geschenk aus und musste laut loslachen, was seine Freude skeptisch mitansahen, die inzwischen auch zum Frühstück aufgetaucht waren.

Sie hatte ihm ein Muggelbuch "Die Prinzessin auf der Erbse" und ebenfalls ein Buch über Angriffsflüche geschenkt.

Dieses Muggelbuch war typisch Tonks und Harry hatte plötzlich ein Bild vor Augen, auf dem Tonks als Prinzessin verkleidet zu sehen war.

Absichtlich hatte Harry das Geschenk von Remus vor sich her geschoben.

Aber nun musste er sich wohl oder übel daran machen, bevor ihm Tess und Lorelei auf die Pelle rückten. Sie hatten sich sowieso schon lautstark darüber beschwert, dass er ihnen seinen Geburtstag verschwiegen hatte.

Die Slytherins hatten das alles mit verschlagenem Grinsen mitangesehen, waren aber darauf bedacht es nicht zu offensichtlich zu zeigen.

Langsam entfaltete Harry den Brief von Remus.

Hi Prongs-Junior!

Ich hoffe es geht dir gut und genießt deinen Geburtstag.

Wenn du wüsstest was James und Sirius an ihren sechzehnten Geburtstagen angestellt haben...

Hoffentlich machst du es ihnen nicht gleich, denn wenn sie nicht Geburtstag gehabt hätten, wären sie damals von der Schule geflogen!

Nun, ich hoffe das Geschenk wird dir nicht zu sehr wehtun.

Sehe einfach die guten Dinge darin.

Ich weiß, es ist schwer, aber mit der Zeit vergeht das Schlimmste.

Ich spreche aus Erfahrung, schließlich habe ich das alles mit deinen Eltern schon durchgemacht.

Als ich in deinem Alter war, hätte ich nie gedacht, dass alles so enden würde.

Damals haben wir über den Tod gelacht...

Nie hätte ich gedacht, dass ich der letzte der Marauder sein würde.

Ich dachte damals, irgendwann würde ich während einer Verwandlung sterben, aber James und Sirius haben mir das immer ausgeredet...

Es tut weh daran zu denken, dass ich ihnen nicht geholfen habe...

Wahrscheinlich hätte ich nichts tun können, aber zu wissen, dass ich nicht da war und ihnen nicht beigestanden habe...

Nun, nimm´ mein Geschwafel nicht zu ernst...

Alles Gute,

Moony

Traurig hatte Harry den Brief wieder und wiedergelesen.

Er wusste wie Remus sich fühlen musste.

Ihm ging es ähnlich.

Vielleicht hätte er Cedric retten können, und Sirius...

Er hoffte wirklich das Remus diese Zeiten überstehen würde.

Mit Remus konnte er darüber reden, er war der einzige, der ihn verstehen konnte...

Vorsichtig öffnete er den zweiten, größeren Umschlag.

Zögernd entnahm er ihm einige Fotos.

Er schluckte, als er das erste Foto betrachtete.

Es zeigte Sirius und seinen Vater.

Sie hatten dem jeweils anderen einen Arm über die Schulter gelegt und grinsten unheilverkündend in die Kamera.

Harrys Augen blieben bei Sirius´ Augen hängen.

Sie leuchteten, so wie er es nur selten bei Sirius gesehen hatte.

Das war Askaban gewesen, da war Harry sich sicher.

Und zum x-ten mal verfluchte er Peter Pettigrew für seinen Verrat.

Er starrte auf das Bild ohne es wirklich zu sehen.

Seine Gedanken wanderten zu jener Nacht in seinem dritten Jahr, als er die Wahrheit über Sirius erfuhr.

Chen beobachtete besorgt Harrys Reaktion auf den letzten Brief.

Er las ihn immer und immer wieder.

Als er die Fotos aus dem Umschlag gezogen hatte, überfiel Chen eine beunruhigende Ahnung, dass diese Fotos Harry in sein dunkles Loch zurückdrängen würden.

Unruhig beobachtete er wie Harrys Augen sich verschleierten und ihren Glanz verloren. Sie schienen in unendliche Weiten zu blicken.

Harrys Tante stellte sich hinter ihn und sah sich ebenfalls das Bild an.

Sanft drückte sie seine Schulter.

Harry nahm das nächste Foto.

Diesesmal waren Sirius und James in ihren Animagusformen abgebildet.

Schnuffel...

Harry wurde sich plötzlich der ganzen Blicke bewusst.

Er sah auf, direkt in Chens Augen.

Harry nahm alle Fotos in die Hand und verschwand in einem kleinen Wirbelsturm.

Erstaunt sahen alle Anwesenden auf den leeren Platz, an dem Sekunden vorher noch Harry gesessen hatte.

Nachdem einige Minuten erstaunte Stille geherrscht hatte, griff Chen zögernd nach dem letzten Brief, den Harry gelesen hatte.

Er las den Brief und sagte dann in die angespannte Stille

"Er hat nicht gewusst wo Harry ist... Derjenige, der diesen Brief geschrieben hat, wusste nicht wo er sich aufhält... Sonst wäre dieser Brief nie entstanden..."

Chen starrte auf den Tisch und schien tief in Gedanken versunken.

"Wo sind wir denn eigentlich?", fragte Dustin plötzlich leise.

"Ihr wisst es also immer noch nicht?", meinte Chen bedauernd.

"Wo?", rief Pansy nervös.

"Einen seiner Gründe warum er euch euren Aufenthaltsort vorenthält, kenne ich... Wo wir genau sind, weiß selbst ich nicht...", sagte Chen zögernd.

"Jetzt sag´ schon, Chen!", meinte nun auch Michael auffordernd.

"In diesem Haus wurden Lily und James Potter umgebracht..."

Alle rissen die Augen auf.

Petunia ließ sich geräuschvoll auf einen Stuhl fallen.

"Hier?", hauchte sie entsetzt.

Helen stiegen Tränen in die Augen und Verena, Lorelei und Tess waren wie erstarrt.

Dustin schaute apathisch in die Luft und Toby und Michael beobachteten die Reaktion der Slytherins.

Blaise und Pansy waren genauso entsetzt wie Petunia und Draco war merklich blasser als sonst.

"Warum ist er denn dann überhaupt hier?", fragte Tess schließlich.

"Er wird schon seine Gründe haben, sich täglich den Schmerzen zu stellen.", meinte Chen halbherzig.

"Aber es muss ja unerträglich sein, schließlich hat er eben erst Sirius verloren...", flüsterte Petunia schwach.

"Sirius? Sirius Black?", das war Malfoy.

"Wer denn sonst?", keifte Harrys Tante.

"Black ist tot?", wollte Blaise perplex wissen.

"Ja. Harry hat es uns erzählt...", erklärte Toby, da kein anderer im Stande war zu antworten.

Draco war inzwischen kalkweiß.

Wie sehr mussten ihm seine ersten Worte wehgetan haben?

Wie hatte er nur so etwas sagen können?

Er wollte Harry nicht wehtun...

Blaise hatte recht gehabt, er hatte seine letzte Chance bei Harry am ersten Abend verspielt...

"Chen, bist du dir sicher?", fragte Toby sachlich.

"Hinterm Haus ist das Grab."

Dustin regte sich zum ersten Mal seit fast 15 Minuten.

Er nahm vorsichtig den Brief, den schon Chen gelesen hatte.

Fast ängstlich las er das Geschriebene.

"Prongs-Junior? Moony? Das muss ein Code, oder so sein... Verzweiflung...", das letzte Wort nuschelte Dustin nur noch leise.

Panisch zog Petunia ihm das Pergament aus der Hand und las es ebenfalls.

"Moony? Ich glaube Harry hat mal was erzählt... Nur was?"

Der Brief ging reihum und hinterließ wieder Entsetzten.

"Er muss ein Freund seiner Eltern und seines Paten sein...", überlegte Blaise logisch.

"Der Brief letztens war auch von Moony, nicht?", fragte Tess nachdenklich.

Die anderen stimmten ihr zu.

Lorelei hatte inzwischen Tonks Brief gelesen und grinste dann.

"Prinz und Prinzessin! Auch ein Code, Dustin?", fragte sie belustigt und las den Brief dann laut vor.

Die anderen mussten ebenfalls grinsen und das lockerte die Stimmung ungemein.

Nachdem sie alle Briefe gelesen hatten, meinte Chen

"Ich werde mal sehen, wo Harry ist..."

Die anderen nickten und Chen verließ die Küche.

Auch Petunia machte sich auf ihren Neffen zu suchen.

Da die Stimmung ziemlich gedrückt war, löste sich auch die Gruppe der Jugendlichen bald auf.

Draco ging nach draußen.

Er war noch kein einziges mal auf den Ländereien gewesen und das wollte er nun nachholen, es musste ja keiner wissen, dass er eigentlich Harry suchte.

Irgendwann kam er in die Nähe des Grabes und nicht weit entfernt sah er Seidenschnabel im Gras liegen.

Aber der Hippogreif war nicht alleine.

Harry hatte sich an seine Seite gelehnt und sah gedankenverloren auf ein Bild in seiner Hand. Draco wollte gerade auf ihn zugehen, als er Chen entdeckte, der zielstrebig auf den schwarzhaarigen Jungen zuschritt.

Schnell versteckte er sich hinter einem Baum und beobachtete die zwei Personen mit Argusaugen.

"Hey, Harry! Wie geht es dir?"

Harry sah erstaunt auf.

Besorgt sah Chen in die blanken Augen des Jungen.

Harry brauchte nicht zu antworten und das wusste er.

Chen setzte sich neben ihn.

Er besah sich ebenfalls das Foto.

Es zeigte einen jungen Mann mit schwarzen Haaren und Augen, der glücklich in die Kamera lächelte. Im Arm hielt er einen ebenfalls strahlenden Harry.

Das Bild war so voller Wärme, das Chen augenblicklich ein Kloß in den Hals stieg.

"Ist das dein Pate?", fragte er vorsichtig.

Harry nickte bloß.

"Du hast ihn sehr geliebt, nicht wahr?"

Wieder nur ein Nicken von Harry.

"Warum tust du dir das an? Warum lebst du in diesem Haus?", brach es plötzlich aus dem Japaner heraus.

Harry sah in aus schmerzerfüllten Augen an.

"Es gibt viele Gründe...", meinte Harry mit gebrochener Stimme.

"Aber es tut weh, es muss fürchterlich wehtun!", rief Chen aufgebracht.

"Jeder Gedanke. Jede Sekunde in diesem Haus...", bestätigte Harry gleichgültig.

Draco hinter dem Baum sog scharf die Luft ein.

"Warum bist du dann hier?"

"Der Schmerz hat schon immer mein Leben beherrscht. Es ist alles Schicksal..."

"Schicksal?"

"Ja, Schicksal."

Eine kurze Stille herrschte.

"Ich verstehe es trotzdem nicht... Du zerstörst dich doch selbst! Du darfst nicht alles in dich hinein fressen. Sonst wirst du es nie überwinden..."

"Ich habe nie mit jemanden über meine Probleme geredet, mit Ausnahme von Sirius... Er war der einzige, der so ziemlich alles von mir wusste. Und so soll es auch bleiben!", sagte Harry mit erstickter Stimme.

Dracos Herz zog sich zusammen, als er den Schmerz in der Stimme des Gryffindors hörte.

"Aber mit Remus, oder so, hast du doch geredet... Warum gerade mit ihm und nicht mit uns?"

"Ihr habt die Briefe gelesen, nicht?"

Chen nickte zerknirscht.

"Schon okay. Ich wollte euch nicht damit belasten. Und Remus war der beste Freund meines Vaters und meines Paten... Ich vertraue ihm, wirklich... Es gibt nicht sehr viele Personen, denen ich vertraue, aber er gehört definitiv dazu und er hat mir schon oft geholfen... Ihm muss es noch schlechter gehen als mir..."

Chen schwieg.

Er hätte gerne gewusst, wem von ihnen allen der Junge wirklich vertraute...

Harry hatte sich wieder dem Foto zugewandt, seine Augen sahen in unendliche Weiten.

Er erinnerte sich sehr gut an den Tag, an dem dieses Foto aufgenommen worden war.

Es war an Weihnachten gewesen.

Noch nie hatte er Sirius so glücklich gesehen...

Er bemerkte nicht einmal, dass Chen leise aufstand und langsam und nachdenklich davonging.

Draco stand immer noch hinter dem Baum.

Er fühlte sich unglaublich schuldig wegen diesem einen Satz, den er am ersten Tag hier gesagt hatte. Harry musste es wirklich schlecht gehen und er, Draco, würde ihm so gerne helfen. Doch er wusste, dass Harry ihm nie vertrauen würde, so wie er es mit diesem Remus tat. Aus irgendeinem Grund wurde er fürchterlich eifersüchtig.

Er hatte nie große Schmerzen erleiden müssen.

Weder körperlich noch geistig.

Sein Vater hatte ihm zwar öfter den Cruciatus angedroht, aber seine Drohungen nie wahr gemacht. Und der Schmerz, der aus der Stimme des Jungen-der-lebte sprach, war für ihn unvorstellbar.

Vorsichtig schlich er auf den Jungen zu.

Seidenschnabel war eingeschlafen, wahrscheinlich weil Harry ihm unablässig durch das Gefieder am Nacken strich.

Wie gerne würde er Harrys Finger auf seiner Haut spüren, seine Lippen...

Er war doch tatsächlich eifersüchtig auf diesen Hippogreif.

Unbemerkt setzte er sich neben Harry, der davon nichts wahrnahm.

Gebannt betrachtete Draco das Foto, das Harry ansah.

Wie auch Chen fiel ihm sofort die Wärme auf, die aus der Szene hervorging.

Das war also Sirius Black...

Vorsichtig legte er seine Hand auf den Arm des schwarzhaarigen Zauberers. Blitze durchzuckten wohlig seinen Körper.

Erschrocken blickte Harry auf.

Verzweifelt beobachtete Draco wie sich eine Eismauer vor Harrys Augen schob und er die Hand des Slytherin grob abschüttelte.

"Fass mich nicht an, Malfoy!", keifte er.

"Aber-"

"Was willst du?", fragte Harry eiskalt und ohne jede Emotion.

Draco schluckte.

"Es tut mir Leid..."

Harry zog eine Augenbraue hoch.

"Was tut dir Leid?"

"Das es dir so schlecht geht..."

"Weißt du, Malfoy, ihr bekommt von mir alle Hilfe, die ihr braucht, aber mehr nicht...!"

Dann stand Harry auf und ging mit den Fotos in der Hand auf das Haus zu.

Er sah nicht mehr, wie Draco gequält die Augen schloss und sich schwer gegen Seidenschnabel lehnte. Er hatte es geahnt, gewusst, dass Harry ihm nicht verzeihen würde... Und trotzdem tat es weh...

Harry ging geradewegs in das Zimmer seiner Tante, die ihn sofort besorgt umarmte.

"Harry, mein Lieber! Wie geht es dir?"

"Schon okay, Tante... Ich werde für ein paar Tage verschwinden... Ich brauche eine kleine Pause.", erklärte Harry.

"Sicher, Harry! Aber wo willst du denn hin?"

"Ich weiß schon, wo ich hingehe, aber mir wäre es lieber ihr wüsstet es nicht..?"

"Natürlich.."

"Gut. Ich werde die anderen noch informieren. Wahrscheinlich komme ich nächste Woche schon wieder zurück, ich bin aber per Eule und Handy immer erreichbar, okay?"

"Sicher.", sie zog ihn zu sich und gab ihm einen Kuss auf die Stirn.

Harry verließ das Zimmer und suchte Chen auf.

Auch ihm erzählte er von seinen Plänen und danach ging er in seine eigene Wohnung um ein paar Sachen zu packen.

In ihren Zimmern lösten sich Michael, Toby, Dustin, Tess, Lorelei und Verena plötzlich in Luft auf und erschienen alle zusammen im Wohnzimmer der Mastersuite.

Überrascht sahen sie sich um.

Sie waren in verschiedenen Sesseln gelandet und blickten in das Antlitz Harrys.

"Was-", fing Michael an.

"Ich habe euch herteleportiert.", erklärte Harry.

"Herteleportiert?", Verena guckte total verwirrt.

"Also, was ist der Grund für das hier?", wollte Tess wissen.

"Ich wollte euch sagen, dass ich ein für paar Tage weg gehen werde...", sagte Harry ernst.

"Wohin denn?", fragte Verena entgeistert.

"Ich muss weg von hier. Nur eine Woche oder so. Ihr könnt mich über Handy oder Eule immer erreichen."

Verstehend nickten alle.

"Danke, Leute. Ich bin froh das ich euch habe...", meinte Harry lächelnd, bevor die sechs in lauter kleinen Wirbelstürmen verschwanden.

Seufzend verkleinerte Harry seinen Koffer und steckte ihn ein.

Dann teleportierte er mit Feuer´ zum Grimmault Platz.

Dort tauchte er in einer Stichflamme in Seidenschnabels altem Zimmer auf. Er wollte schließlich keine lästigen Fragen beantworten.

Schnell ging er zu Remus´ Zimmer, stellte aber fest, dass er nicht anwesend war.

Anscheinend war er für den Orden unterwegs, denn er konnte nirgends im Haus die Aura des Werwolfs orten.

Er nahm kurzerhand ein Pergament und einen Federkiel vom Schreibtisch und schrieb Remus einen Brief.

Hi Remus,

du warst leider nicht da, deshalb schreibe ich dir diesen Brief.

Ich danke dir für die Fotos.

Wirklich.

Ich werde in den nächsten Tagen hier nicht auftauchen, aber ich werde dir schreiben. Du kannst mich auch gerne anrufen, soweit du weißt wie das geht. Ansonsten kannst du ja Hermine fragen.

Ich nehme ein paar Bücher aus der Bibliothek mit, das ist in Ordnung, oder? Ich bringe sie auf jedenfall zurück.

Mir geht es gut und ich hoffe dir auch.

Bye,

Harry

P.S. Meine Handynummer: 0170/6716965

Dann ging er in die Black´sche Bibliothek und schrumpfte ein paar Bücher, die er mitnehmen wollte.

Anschließend betrat er Tonks Zimmer.

Sie warf sich sogleich um seinen Hals und küsste ihn stürmisch.

"Alles gute zum Geburtstag, mein Prinz!", meinte sie begeistert.

Harry lächelte sie warm an.

"Hi. Remus ist nicht da, habe ich recht?"

"Ja, er hat einen Auftrag von Dumbledore. Aber was machst du eigentlich hier, ich dachte du wolltest an deinem Geburtstag nicht vorbeischauen!"

"Ich habe meine Pläne kurzfristig ändern müssen...", erklärte Harry wage.

"Ist ja egal, Hauptsache du bist da...", Tonks fuhr sich grinsend mit der Zunge über die Lippen und verwickelte ihn in einen weiteren atemberaubenden Kuss.

Als sie sich lösten sagte Harry keuchend

"Ich schau mal, was die anderen machen, okay?"

"Sicher, Süßer!"

Grinsend verließ Harry das Zimmer der Aurorin.

Er hörte aus dem Salon die unverkennbaren Stimmen seiner Freunde.

Er klopfte und trat ein.

Sofort wurde er von Ginny und Hermine umarmt.

"Alles Gute zum Geburtstag!", riefen alle drei durcheinander.

Harry bedankte sich und schaute sich um.

Es war alles ziemlich sauber und am Boden, da wo Hermine gesessen hatte, lagen einige Bücher verstreut.

Er grinste amüsiert.

"Wir dachten du würdest heute gar nicht kommen!", sagte Ginny ein wenig verwundert, als sie sich wieder beruhigt hatte.

"Ich habe meine Pläne geändert. Allerdings habe ich auch nicht viel Zeit, ich habe noch einiges zu erledigen!", erklärte Harry seinen gebannten Zuhörern.

"Was denn?", fragte Ron neugierig.

"Ich muss kurz zu Gringotts, was abholen. Dann wollte ich noch nach St. Mungos, Neville besuchen..."

Erstaunt sahen ihn die anderen an.

"Neville?"

"Er hat heute auch Geburtstag!"

"Echt? Wusste ich gar nicht!", sagte Ron ehrlich perplex.

Harry saß noch eine halbe Stunde bei seinen Freunden und verabschiedete sich dann. Er tauschte Srennia gegen Ressalan und ging dann in sein Ankunftszimmer und teleportierte von da in die Winkelgasse.

Er erschien einfach, als wäre er appariert, daher schöpfte keiner Verdacht.

Er holte aus einem Verlies der Blacks die Kisten voll kleingezauberter Bücher und Waffen. Außerdem nahm er alle Besitzurkunden und Wertpapiere an sich.

Als er eine halbe Stunde später zum Zimmer der Longbottoms schritt, hatte er trotz allem ein ziemlich bedrückendes Gefühl.

Er klopfte und trat dann ein.

Neville, seine Großmutter und seine Eltern sahen ihn an.

"Harry?", fragte Neville total erstaunt.

"Wer denn sonst? Alles gute zum Geburtstag, Neville!", sagte er dann lächelnd und beobachtete gespannt die Reaktion seines Schulfreundes.

Neville blickte ihn gerührt an und bedankte sich herzlich.

Auch seine Großmutter sah ihn warm an.

Nur Alice und Frank Longbottom schien das nicht sehr zu interessieren.

"Ich habe euch einen Vorschlag zu machen.", meinte Harry dann wieder ernst.

"Was denn?", fragten die beiden unisono.

"Neville, du hast ein großes magisches Potential und ich denke, man könnte deine Fähigkeiten effektiv fördern. Wenn du einverstanden bist, werde ich dich unterrichten.", schlug Harry vor.

Sowohl Neville als auch seine Großmutter sahen ihn perplex an.

"Großes Potential?", Nevilles Stimme zitterte.

Harry lächelte.

"Du kannst ein mächtiger Zauberer werden, wenn du nur willst, Neville."

"Du willst ihn unterrichten?", vernahm man die hohe Stimme von Nevilles Oma.

"Ja, mir wäre es eine Freude!"

"Aber ich habe doch gar keinen Zauberstab, und außerdem... ich kann niemals so gut werden wie du!"

"Das ist Quatsch, Neville! Du musst nur daran glauben und lernen."

Dann sah Harry fragend die alte Dame an, die ihn immer noch anstarrte.

"Nun, Mr. Potter, wir danken Ihnen für Ihr Angebot. Wäre es möglich etwas Zeit zum überlegen zu bekommen?"

"Natürlich, Mrs. Longbottom. Ich komme in einer Woche noch einmal, aber Neville? Kommst du kurz mit in die Winkelgasse, du bekommst noch dein Geschenk!"

Verwirrt nickte Neville und Harry zog ihn hinter sich aus dem Raum.

Er befahl Neville die Augen zu schließen und teleportierte dann mit dem Jungen in die Winkelgasse.

Als Neville die Augen öffnete standen sie direkt vor Ollivanders.

"Was-"

"Du bekommst jetzt einen Zauberstab!", kommandierte Harry und lotste Neville in den Laden.

Harry hatte Neville, nachdem dieser seinen Zauberstab bekommen hatte, zurück ins Hospital gebracht und befand sich jetzt vor einem großen Hotel in Los Angeles.

Dieses Hotel gehörte also ihm...

Er wurde zum Hotelmanager geführt, nachdem er seine Personalkarte vorgezeigt hatte.

Dieser war vor etlichen Jahren von seinem Vater angestellt worden und er war immer noch der Hotelmanager.

"Mr. Potter! Was für eine Ehre."

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Harry bewohnte eine große Suite mit Trasse, von der er das türkisfarbene Meer sah.

Er fühlte sich irgendwie befreit.

Hier kannte ihn keiner.

Es gab zwar auch hier eine Zauberereinkaufsstraße, aber hatte nicht vor die zu besuchen.

Da es schon ziemlich spät war, verließ Harry das Hotel und stürzte sich ins amerikanische Nachtleben...

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° 20.00 Uhr - Godric´s Hollow °

Alle saßen beim Essen.

Es war noch immer ungewöhnlich still.

Sowohl Harry als auch Draco waren nicht zum Abendessen aufgetaucht.

"Wo ist eigentlich Harry?", fragte dann auch Helen.

"Hat sich aus dem Staub gemacht.", antwortete Tess trocken.

Toby musste kichern als er die verwirrten Gesichter der drei Slytherins sah.

"Und wo ist Malfoy?", wollte Michael wissen.

Alle zuckten die Schultern, keinen von Harrys Freunden interessierte das wirklich.

"Und was ist jetzt mit Harry?", fragte Pansy nachdrücklich.

"Er ist für ein paar Tage weg. Wir wissen nicht wohin, aber wir können ihn immer erreichen.", erklärte Dustin gelangweilt, aber sachlich.

Er ignorierte die perplexen Gesichter der Slytherins und schlich mit betrübtem Gesicht aus der Küche.

"Was ist denn mit dem los?", fragte Verena ehrlich erstaunt.

Alle zuckten die Schultern.

Im ersten Stock lag Draco betrübt in seinem Bett und starrte die Decke an.

Er war richtig deprimiert.

Harry wollte nichts mit ihm zu haben.

Er fühlte sich schlecht bei diesem Gedanken, aber am meisten machte ihm die Tatsache zu schaffen, dass er selbst daran Schuld war.

Er war es schließlich gewesen, der Harry Tag und Nacht beleidigt und in Schwierigkeiten gebracht hatte.

Seine Augen füllten sich mit Tränen, als er die funkelnden Augen des Gryffindors vor sich sah. Wie sie Verena und die anderen warm anblitzten, wenn sie ihn umarmten.

Dann die kalten, distanzierten Augen... "...nicht mehr!"

Nur mit seiner Hilfe konnte er rechnen, mit mehr nicht...

Sein Inneres verkrampfte sich und er verzog gequält das Gesicht.

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Es waren erst zwei Tage seit seiner Ankunft in Kalifornien vergangen und Harry zierte bereits eine gesunde Sonnenbräune.

Er hatte schließlich die letzten beiden Tage am Strand verbracht, wo er zwar trotzdem gelernt hatte, aber nur theoretisch. Das praktische übte er dann Abends in seinem Koffer.

Harry lag gerade auf seinem Badetuch in der Sonne und las in Der Todesfluch und sein Werdegang aus der Blackbücherei. Für die Muggel sah es aus, als würde er Der Herr der Ringe lesen. Er hatte dieses Buch natürlich auch gelesen, denn was wäre wenn jemand ihn etwas dazu fragte?

Er blinzelte, als ein Schatten auf seinem Buch erschien.

"Cooles Tattoo.", meinte eine Stimme über ihm.

Harry bewegte sich nicht und antwortete gelassen

"Find´ ich auch..."

Ein blonder Junge, etwa in seinem Alter, ließ sich neben ihm in den Sand fallen.

Er sah gut aus.

Ein paar der blonden Strähnen hingen ihm keck in die Augen, die dunkelblau waren und vergnügt funkelten. Er hatte einen athletischen Körper, auch wenn seine Muskeln nicht so sehr ausgebildet waren wie Harrys.

"Ich bin Marc, und du?", fragte der Junge.

"Harry.", antwortete er amüsiert.

Er sah dem Jungen in die Augen und konnte erkennen, dass dieser über seine Augenfarbe staunte.

"Ein solches grün habe ich noch nie gesehen...", meinte Marc dann auch bestätigend.

Harry lächelte, dann wandte er sich wieder seiner Lektüre zu.

Er spürte die Blicke des Jungen, ließ sich aber nicht weiter stören.

"Bist du hier im Urlaub?"

"Ja, und du?", fragte Harry aus dem Text gerissen.

"Ich auch. Ich komme aus Glasgow, Schottland. Und du?"

"London."

Sie mussten beide grinsen.

"Ich bin mit meinen Eltern hier, echt nervig, aber ich kann wenigstens tun was ich will...", erklärte Marc, der seine Schüchternheit anscheinend abgelegt hatte.

"Ich bin alleine hier..."

Marcs Augen weiteten sich überrascht.

"Du bist schon volljährig?", fragte er erstaunt.

"Nein, ich habe nur genügend Geld, um in den Urlaub zu fahren...", sagte Harry breit grinsend.

"Hast du heute Abend schon was vor?", fragte Marc wieder ziemlich unsicher.

"Nichts bestimmtes..."

"Hast du Lust mit mir ins Kino zu gehen? Heute kommen alle drei Herr der Ringe-Filme nacheinander..."

Harry grinste und hielt ihm den Titel seines Buches unter die Nase.

Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs

Marc grinste ebenfalls.

"Ist das ein Ja´ ?", fragte er noch mal zur Sicherheit.

Harry nickte zustimmend.

Sie verabredeten sich für den Abend und dann spazierte Marc wieder davon.

Harry musste schmunzeln.

Irgendwie fand er diese Schüchternheit süß.

So als wäre nichts gewesen las er unbekümmert weiter, während ein paar hundert Meter weiter ein gewisser Marc den Abend nicht abwarten konnte und sich selber über seinen Mut wunderte, den er aufgebracht hatte um diesen atemberaubenden Jungen um ein Date zu bitten.

Marc stand wartend vor dem Kino, an dem er mit Harry verabredet war und hielt nervös Ausschau nach diesem.

Er trug eine dunkelblaue Jeans und ein hellblaues Hemd, dessen obere Knöpfe geöffnet waren.

Da schlenderte Harry auf ihn zu.

Er sah wirklich wundervoll aus.

Er hatte eine schwarze Jeans und ein smaragdgrünes, enganliegendes Shirt an, wodurch man deutlich seine Muskeln sehen konnte.

Marcs Herz schlug schneller als er Harry lächeln sah.

Sie kauften ihre Karten und setzten sich auf ihre Plätze, die in der letzten Reihe von oben waren. Sie hatten wirklich sehr gute Plätze bekommen...

Den ersten der drei Filme war eher eine kleine Einführung, fand Harry.

Der zweite Film allerdings war um einiges Action-geladener.

Immer wieder fielen ihm die Parallelen auf, die der Film und Voldemorts Schreckensherrschaft aufwiesen. Es beruhigte ihn ungemein, dass am Ende des dritten Filmes alles relativ gut ausging.

Es war schon weit nach Mitternacht als sie das Kino mit den anderen Zuschauern verließen. Harry und Marc machten sich noch auf in eine nahe Kneipe.

Es war schon etwa 4.00 Uhr in der Früh als sie mit viel Alkohol intus in Richtung Strandhotels waren.

Marc hatte einen Arm um Harrys Hüfte geschlungen und fragte jetzt frech

"Kann ich noch mit zu dir?"

Harry musste unwillkürlich grinsen.

"Du weißt, dass wir uns nach den Ferien nicht mehr wieder sehen, oder?"

"Ich weiß.", bestätigte Marc und so nahm Harry ihn mit zu sich.

Kaum hatte er seine Suite von innen verschlossen, wurde er stürmisch von Marc geküsst.

Er küsste ebenso leidenschaftlich zurück und fuhr mit einer Hand unter Marcs Hemd. Er strich sanft über die weiche Haut.

Marc stöhnte in den Kuss hinein und darauf lotste Harry den Jungen zu seinem Bett.

Sie ließen sich darauf fallen ohne den Kuss zu unterbrechen.

Sie streiften ihre Schuhe ab und Harry machte sich daran die Knöpfe an Marcs Hemd zu öffnen.

Jeden freigelegten Zentimeter verwöhnte er mit kleinen Küssen. Marc stöhnte erregt und zog Harrys Mund wieder zu seinem. Marc erkundete jeden Millimeter seiner Mundhöhle, bis Harry seine Zunge zurückdrängte um selbst die Führung dieses Kusses zu übernehmen.

Harry löste den Kuss und zog Marc das Hemd ganz aus. Auch sich selbst befreite er von dem lästigen Stoff.

Dann fuhr er mit der Zunge über den Oberkörper des Blonden.

Seine Zunge hinterließ brennende Spuren auf der samtenen Haut Marcs.

Er umspielte neckend die Brustwarzen und biss sanft hinein.

Marc stöhnte laut Harrys Namen, was Harry antrieb weiter zu machen.

Er küsste sich den Weg hinunter zum Bauchnabel.

Vorsichtig tauchte er seine Zunge in die Höhlung und wurde mit einem weiteren erregenden Stöhnen belohnt.

Harrys Hände wanderten die Seiten des kleineren Jungen herunter und hielten am Hosenbund inne. Doch dann öffneten Harrys Finger flink den Reißverschluss.

Er zog ihm die Hose aus und strich neckisch über die verräterische Beule in Marcs Boxershorts. Stöhnend wand sich Marc vor ihm und Harry zog sich seine eigene Hose aus, wobei ihm Marc interessiert zusah.

Nur noch in Unterwäsche legte er sich zu Marc und küsste ihn erneut.

Seine Hände machten sich wieder auf Wanderschaft. Sanft strich er Marcs Wirbelsäule entlang. Die andere Hand zwickte sanft in die bereits verhärteten Brustwarzen des Blonden. Dann kamen seine beiden Hände am Bund von Marcs Boxern an und er sah dem Jungen fragend in die Augen. Dieser nickte ein wenig ängstlich.

"Keine Angst, ich werde dir nicht wehtun...", meinte Harry beruhigend und verwickelte Marcs Zunge in einen sanften Kuss während seine Hand Marc auch noch von dem letzten Kleidungsstück befreite.

Dessen pulsierende Erregung streckte sich ihm fordernd entgegen.

Langsam küsste sich Harry einen Weg über die Wangenknochen und über den Hals zum Ohr des Blonden.

"Bist du dir sicher?", nuschelte er Marc ins Ohr.

Sein Atem streichelte den Nacken Marcs.

Keuchend bejahte Marc Harrys Frage und drückte ihm seine Erektion entgegen.

Harry Zunge tänzelte über Marcs Schlüsselbein bis hin zu seinen Brustwarzen. Wieder verwöhnte er diese mit seiner massierenden Zunge und machte sich weiter auf den Weg. Sein Mund wanderte immer tiefer und er konnte das wachsende Verlangen in ihm kaum noch unterdrücken.

"Mach schon...", keuchte Marc und hielt ihm sein Becken entgegen.

Harry ließ sich erbarmen und ergriff das aufgerichtete Glied mit seiner rechten Hand.

Marc stöhnte kehlig.

Sanft streichelte Harrys Daumen an der Eichel entlang.

Dann senkte Harry seinen Mund auf die empfindliche Spitze von Marcs Erektion.

Er hauchte einen federleichten Kuss auf die Eichel und Marc bäumte sich auf und stöhnte immer wieder seinen Namen.

Seine Zunge glitt über den ganzen Schaft des Gliedes, bevor er die Hüfte des Jungen ergriff, damit dieser nicht in seinen Mund stoßen konnte.

Seine Lippen umschlossen nun das gesamte Glied des Blonden und dieser wand sich in Extase unter ihm.

Die Hände Marcs hatten sich fest in Harrys Haare gekrallt und er stöhnte nur noch verlangend.

Plötzlich ließ Harry von Marc ab und zog sich seine Shorts aus.

Er legte sich auf Marc und seine Erregung drückte hart gegen die des Blonden.

Wieder sah er dem Jungen prüfend in die Augen doch dieser sagte mit zitternder Stimme

"Nimm´ mich, bitte..."

Harry lächelte und während er Marc mit einem leidenschaftlichen Kuss ablenkte, drang er mit einem Finger in Marc ein. Dieser stöhnte, sowohl aus Lust als auch aus Schmerz.

Langsam bewegte Harry seinen Finger bis sich Marc daran gewöhnt hatte. Bald folgten ein zweiter und ein dritter Finger. Marc stöhnte sein kehliges Stöhnen, was Harry noch mehr berauschte.

"Bitte...", keuchte Marc und drängte sich gegen Harrys Finger.

Harry winkelte Marcs Beine an und legte sich auf ihn.

Sanft drang er in ihn ein.

Beide stöhnten verlangend.

Eine einsame Träne fand den Weg über Marcs Wange, die Harry liebevoll wegküsste.

Dann begann er sich zu bewegen.

Marc spreizte seine Beine noch etwas mehr und keuchte atemlos

"Bitte... ahhh, schneller...!"

Harry stieß schneller und fester zu und traf immer wieder Marcs Prostata, was diesen Sterne sehen ließ.

Immer wieder versenkte sich Harry bis zum Schaft in Marc. Diese Enge machte ihn wahnsinnig.

Dann spürte er wie sich alles um sein Glied zusammenzog und Marc mit einem heiseren "HARRY!" explosionsartig kam.

Noch einmal stieß Harry fest zu und kam ebenfalls mit einem kehligen Stöhnen.

Erschöpft brach er auf Marc zusammen.

Er hauchte ihm einen Kuss auf die Stirn und zog sich aus ihm zurück.

Marc kuschelte sich an seine Brust und war kurz darauf eingeschlafen...

(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)

Als Harry am nächsten Tag um 10.30 Uhr die Augen aufschlug sah er direkt in die meerblauen von Marc. Er lächelte den Blonden an.

Dieser lächelte glücklich zurück und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen.

"Guten Morgen.", nuschelte Harry.

"Morgen, hast du gut geschlafen?", fragte Marc.

"Sicher. Willst du mitkommen, duschen?"

Eifrig nickte der Blonde und entlockte Harry so ein amüsiertes Lächeln.

Marc setzte sich auf und verzog sofort schmerzvoll das Gesicht.

Harry grinste ihn unschuldig an und strich ihm beruhigend über den Rücken.

Gequält lächelte Marc zurück.

Sie standen auf und liefen, nackt wie sie waren, ins Badezimmer.

Marc stellte sich sofort unter die Dusche.

Harry umarmte ihn von hinten und nahm ihm das Duschgel aus der Hand.

In den darauf folgenden Minuten seiften sie sich gegenseitig ein, worauf sie wieder sehr erregt wurden.

Mutig ergriff Marc Harrys Erregung mit einer Hand und massierte sie sanft.

Stöhnend umarmte Harry den kleineren Jungen und küsste ihn verlangend. Wieder drang er mit einem Finger in Marc ein. Dieser stöhnte erneut und flüsterte erstickt "Los, nimm´ mich...".

Mit drei Fingern weitete Harry Marc vorsichtig und drehte ihn dann um, sodass er zur Wand stand.

Das warme Wasser prasselte unaufhörlich auf ihre erhitzten Körper herunter.

Harry ersetzte seine Finger durch seine pulsierende Erektion und synchron stöhnten sie auf. Bis zum Anschlag versenkte sich Harry in Marc.

Er verweilte kurz so bis Marc sich gegen ihn drängte.

Sanft fing er an sich zu bewegen.

"Bitte... Mach fester, ich will dich ganz spüren..."

Harry zog sich zurück um dann fest vorwärts zu stoßen. Er traf zielsicher Marcs Prostata. Dieser stöhnte in völliger Extase.

Immer härter und weiter drang er in Marc ein.

Er beschleunigte als er spürte wie Marcs Körper zu beben anfing.

Mit einem kehligen Stöhnen spritzte Marc gegen die Wand ab und nur Sekunden später ergoss sich Harry in Marc.

Erschöpft lehnten sie sich gegeneinander.

"Das... war unglaublich!", brachte Marc außer Atem hervor.

Zwanzig Minuten später saßen sie an einem gedeckten Frühstückstisch und schlugen sich den Bauch voll.

"Was ist mit deinen Eltern, machen die sich keine Sorgen?", fragte Harry nach einer Weile.

"Nein, wir treffen uns immer erst am Strand.. Sag´ mal, wie alt bist du eigentlich?"

"16, und du?"

"15."

Nicht sehr überrascht nickte Harry und widmete sich wieder seinem Teller.

"Wie lange bleibst du noch?", fragte Marc gespannt.

"4-5 Tage, und du?"

"Noch zwei Wochen...", sagte Marc betrübt.

"Hey, zwischen uns hätte es sowieso nichts Ernstes werden können..."

"Ich weiß, aber das heißt ja nicht, das wir die letzten Tage nicht genießen können, oder, fragte Marc hoffnungsvoll.

Harry grinste.

"Wenn du willst, warum nicht?"

Marc strahlte und setzte sich auf seinen Schoß.

Zärtlich umschmeichelten sich ihre Zungen...

"""""""""""""""""""""""""""""""""""""

Die nächsten fünf Tage vergingen schnell.

Nachts blieb Marc bei Harry und sie kamen erst immer ziemlich spät zum schlafen.

Morgens ging ihr Liebesspiel weiter. Mittags bis Nachmittags konnte man sie am Strand finden und nach einigen Discobesuchen landeten sie wieder im Bett, wo sie sich mehr als einmal liebten.

Am Morgen des letzten Tages erwachte Harry und blickte wieder einmal direkt in das Gesicht des Blonden. Heute jedoch sah dieser ihn traurig an und meinte

"Schade, dass du heute fährst...".

Beruhigend küsste Harry ihn auf den Mund.

"Diese Sache war doch niemals für was Festes geplant, oder?"

"Nein, du hast recht, aber das heißt ja nicht, dass ich dich nicht vermissen werde."

"Irgendwann kann ich dich ja mal besuchen, aber es kann keine ernste Beziehung werden, verstehst du?"

Jetzt lächelte Marc wieder.

"Solange ich nicht auf den Sex verzichten muss, ist mir alles recht..."

Beide musste lachen und stürzten sich wieder aufeinander...

Nachdem gemeinsamen Duschen´ saßen sie mal wieder beim Frühstück, als Harrys Handy klingelte.

Fieberhaft suchten sie die Zimmer ab, bis Harry das Gerät schließlich unter einem Haufen Klamotten fand.

Gerade noch rechtzeitig nahm er ab

"Ja?"

Marc hörte dem einseitigen Gespräch gespannt zu.

"Oh, hi, Tess!"

"Heute noch."

"Gut und euch?"

"Ok, dann bis heute Abend!.. Ach ja, ich bringe vielleicht noch einen Gast mit..."

"Verrate ich dir nicht... Ciao!"

Harry legte auf und seufzte gespielt genervt.

"Wer war das?", fragte Marc neugierig.

"Eine Freundin. Sie wollte wissen wann ich wieder zurückkomme..."

Harry grinste und schüttelte den Kopf.

"Eine Freundin oder deine Freundin?"

"Meinst du wirklich ich würde meine Freundin so kaltblütig betrügen?"

"Nein, natürlich nicht!", sagte Marc schnell.

"Na dann komm her..."

Dann machte sich Harry ans Packen, während Marc für eine Stunde verschwand um seine Eltern zu beruhigen.

"Harry?", fragte Marc beim Abschied.

"Ja?"

"Vergiss´ mich nicht, ja?"

"Bestimmt nicht! Vergiss´ du mich nicht!"

"Niemals! Niemals...", flüsterte Marc.

Sie tauschten noch Adressen und Handynummern, dann küssten sie sich zum letzten Mal und Harry ging davon.

Traurig sah Marc ihm hinterher.

Er hatte ihn sehr lieb gewonnen in den letzten Tagen.

Er wusste nicht ob es Liebe war, aber er würde ihn schmerzlich vermissen...

° - break - °

To Be Continued

Okay...

Hier war das fünfte Chappi.

Ich weiß, es war schon anders als die vorherigen Pitels, aber ich habe euch ja von anfang an gewarnt.

Ihr habt auch sicherlich bemerkt, dass die Herr der Ringe-Filme 1996 noch nicht existiert haben, aber da habe ich mich nicht an die Zeit halten können.

Es kann sein das noch öfters etwas auftaucht, das zu modern für 1996 ist und ich bitte euch mir das zu verzeihen...

Weiterhin würde ich mich sehr über viele Reviews freuen!

Also, drückt doch mal auf diesen niedlichen GO-button und hinterlasst mir eure Meinung.

Bye

Lord Slash