Der Schattenprinz
Autor: Lord Slash
Chapter: 8?
Disclaimer: Alles was ihr aus den Potterbüchern wiedererkennt, gehört Joanne K. Rowling, Bloomsbury, Carlsen Verlag, Warner Brothers und diversen Anderen. Abgesehen davon gehört mir der Plot und die neuen Charaktere! Wenn irgendjemand den Drang verspürt, Ideen aus meiner Story zu übernehmen, würde es mich freuen, wenn ihr mich um Erlaubnis fragt. Weiterhin kann ich euch versichern, dass ich Nichts absichtlich aus anderen Story geklaut habe. Wenn jemand etwas aus seiner FF wiedererkennen sollte, tut es mir Leid, aber Ähnlichkeiten sind nicht von mir beabsichtigt.
Rating: R, NC-17
Genre: Dark, Drama, Tragedy, Avtion/Adventure, Romance
Warning: evtl. DarkHarry, OOC, Slash, Lemon, Lime (Wer detaillierte Sex-Szenen nicht mag, sollte besser verschwinden!)
Pairing: Bei den Pairings bin ich mir noch nicht sicher, jedoch wird es euch nicht an Liebesszenen mangeln...
Reviewantworten:
eiskugel: Danke für das Lob! Ich werde versuchen ein wenig ausführlicher zu werden, ja?
Avallyn Black: Marc und Harry zusammen? Naja, mehr oder weniger, schließlich hat Harry auch noch Tonks.. Aber da solltest du dich überraschen lassen!
Sycronn: Wow, danke für das Lob! Ich fühl mich da ends überfahren, denn mir gefällt mein geschreibsel meistens nicht so..
pandoradoggis: Weißt du, ich habe von dieser Story schon 300 Wordseiten fertig! Ich bin aber noch nicht einmal fertig.. Und ihr werdet alle Seiten bekommen, versprochen!
Cho: Ich mag Marc auch, er bekommt noch seinen großen Auftritt..
ShiaAngel: Hehe, ich werde Harry noch weiter quälen, hab ich alles schon geschrieben..
(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)
Am nächsten Morgen gab sich Harry wieder seinem Training hin und widmete sich dann über 10 Stunden dem Training mit Neville. Da das jedoch im Koffer geschah, vergingen in Wirklichkeit nur drei Minuten.
Harry fiel das Gespräch mit Dumbledore wieder ein und seufzend teleportierte er in den Grimmault Platz.
Er hatte nicht vor jemandem zu begegnen und deshalb nahm er den Brief, den er zu Hause geschrieben hatte und faltete ihn zu einem Flieger.
Er verzauberte ihn so, dass er von alleine zum Schulleiter fliegen würde, der im Haus war, da Harry seine Aura überhaupt nicht übersehen konnte.
Danach verschwand er wieder...
In der Küche des Hauptquartiers kam nur Sekunden später ein Papierflieger durch die Tür gesaust. Der Frühstückstisch war gedeckt und Dumbledore, Kingsley, Moody, Dädalus Diggel, Remus, Tonks, Charlie, Molly, Ron, Hermine und Ginny saßen mehr oder weniger munter darum herum und nahmen das Frühstück ein.
Der Flieger kam zielstrebig auf den Direktor zu und kam nur wenige Millimeter vor der krummen Nase des Mannes zum halten.
Gelassen entfaltete er den Brief und begann zu lesen.
Sehr geehrter Prof. Dumbledore,
ich stimme Ihnen zu, in der Sache mit dem Gespräch.
Allerdings wäre es mir lieber diese Unterhaltung über das Telefon zu führen.
Wenn Sie nichts dagegen haben, rufen Sie mich an oder vergessen Sie das Gespräch.
Mit freundlichen Grüßen,
Harry Potter
Verstimmt blickte Dumbledore auf.
Neugierige Blicke lagen auf ihm und er schmunzelte innerlich.
"Ms. Granger? Hätten Sie die Güte mir ein weiteres Mal ihr Telefon zur Verfügung zu stellen?", fragte er mit dem üblichen Funkeln in den Augen.
"Selbstverständlich, Professor!", rief Hermine und übergab ihm ihr Gerät.
"Vielen Dank, Sie bekommen es so bald wie möglich zurück."
Damit verließ er den Raum und begab sich in sein Büro.
(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)
Seit 10 Minuten war Harry wieder zurück und stieg gerade auf Myst, als sein Handy klingelte.
- "Ja?"
- "Hallo, Harry! Wie geht es dir?"
- "Nicht schlecht, Sir. Und selbst?"
- "Ich kann mich nicht beschweren, aber meinst du nicht wir sind soweit, dass wir uns duzen sollten?"
- "Ich habe nichts dagegen.", sagte er stirnrunzelnd.
- "Nun, ich bin Albus!"
- "Freut mich. Nun aber zum eigentlichen Grund dieser Unterhaltung."
- "Du hast Recht. Nun, da wäre die Sache mit der DA. Ich würde mich freuen, wenn du sie weiter führen würdest. Unter dem Namen Defensiv-Allianz, allerdings. Außerdem könntest du Unterstützung von Nymphadora bekommen, wenn du sie benötigst..."
- "Danke für das Angebot. Allerdings könnte es mit meiner Zeit knapp werden. Wie Sie.. du sicherlich ahnst, habe ich begonnen zu trainieren. Anders wäre ich in der Winkelgasse keine große Hilfe gewesen, nicht? Aber mit Tonks´ Hilfe könnte es klappen."
- "Ich verstehe dich voll und ganz und biete dir hiermit auch alle Unterstützung an, die du beim Lernen brauchst. Wenn du etwas wissen willst, kannst du immer zu mir kommen. Und ich möchte dir noch mal persönlich für deine Leistung in der Winkelgasse gratulieren. Das war wirklich bemerkenswert... Zur DA... Wie willst du das regeln?"
- "Ich würde jedem ab dem dritten Jahr die Möglichkeit geben, mitzumachen. Allerdings würde ich die Gruppe teilen. Einen Teil übernehme ich und den anderen Tonks..."
- "Und mit welchen Kriterien willst du die Schüler trennen?"
- "Magisches Potential!"
Dumbledore hustete überrascht.
- "Wie hast du es geschafft in so kurzer Zeit so viel zu lernen?"
- "Das bleibt mein Geheimnis, aber was sagst du nun?"
- "Ich bin einverstanden. Ich denke du und Tonks, ihr werdet das schon organisieren und ich werde euch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Nun zu etwas anderem... Vielleicht hast du es über die Narbe mitbekommen, aber einige Todesseranwärter haben sich geweigert sich Voldemort anzuschließen. Es sind Draco Malfoy, Blaise Zabini, Pansy Parkinson und Helen McDahon. Zurzeit sind sie unortbar, genau wie du. Jedenfalls besteht die Möglichkeit die vier auf unsere Seite zu ziehen. Ich möchte, dass du deine Streitereien mit dem jungen Malfoy unterbindest..."
- "Keine Sorge, Albus. Ich habe das schon geregelt. Allerdings stellt sich die Frage, wie die anderen Slytherins auf diesen Verrat reagieren. Ich schlage vor, du gibst ihnen eine eigene Unterkunft..."
- "Du weißt wo sie sind, nicht wahr?", fragte Dumbledore nach einigen Sekunden des Schweigens.
- "Richtig. Also, was machen wir?"
- "Du hast natürlich wieder Recht. Ich werde sie in eine eigene Unterkunft einweisen. Also, das war erst mal das Wichtigste."
- "Nun, ich denke das es nichts mehr gibt. Du kannst mich per Handy immer erreichen. Auf Wiederhören!"
Stöhnend legte Harry auf.
Erschöpft ritt er zurück und betrat dann die Küche.
Alle sahen auf.
"Morgen, Harry!", tönte es aus verschiedenen Richtungen.
"Ich hab gerade mit Dumbledore gesprochen...", er wandte sich an die drei anwesenden Slytherins, Draco war nirgends zu sehen, "Anscheinend weiß der Orden von eurer Weigerung. Ich habe ihn überzeugen können euch in Hogwarts ein eigenes Quartier zu überlassen, da die anderen Slytherins bestimmt nicht begeistert von eurer Tat sein werden. Jedenfalls könnt ihr dann nicht in den Schlafsälen angegriffen werden. Tagsüber, denke ich, könnt ihr euch ganz gut verteidigen..."
Dann wandte er sich an Neville
"Kommst du mit?"
Mit gequältem Gesichtsausdruck erhob sich der Junge und schlurfte Harry hinterher.
Die Slytherins starrten Harry mit offenen Mündern hinterher.
"War das jetzt gerade Ernst?", fragte Pansy schwach.
"Normalerweise scherzt Harry nicht mit euch...", erklärte Michael süffisant.
"Mit mir schon...", sagte Helen beleidigt.
Lachend über das schmollende Mädchen kugelte sich Toby am Boden und bald fielen auch die anderen mit ein.
Am Abend stattete Harry Tonks wieder einen Besuch ab.
Als er sich mitten im Zimmer materialisierte, stürzte sich Tonks gleich auf ihn.
"Hey! Wir müssen auch was arbeiten!", unterbrach Harry den Kuss.
Beleidigt schmollte Tonks.
"Du meinst die DA? Du hast zugesagt?", fragte sie dann aber neugierig und erstaunt.
Harry umfasste ihre Taille und zog sie auf seinen Schoß. Mit Tonks auf den Beinen saß er jetzt auf dem Sofa und erstellte einen Plan für die DA.
Tonks sprudelte nur so vor Ideen und Harry hatte seine Mühe, ihren Redefluss zu stoppen.
Schließlich schaffte er es nur mit einem heißen Kuss...
(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)
Die letzten zwei Wochen bis zum Schulanfang vergingen in gleichmäßigem Trott.
Harry besuchte fast täglich Marc oder Tonks, die ihn immer gern willkommen hießen. Er trainierte und lernte viel. Auch Neville kam prima voran.
Die Slytherins hatten sich auch an die Hausaufgaben gesetzt und lasen viel aus der Bibliothek. Dustin zog sich immer mehr hinter seinen Computer zurück, während Toby und Michael des öfteren auf dem Quidditchfeld Fußball spielten.
Tess, Lorelei und Verena lagen oft am See in der Sonne und unterhielten sich. Da machte es auch keinen Unterschied, dass Verena erst 14 war.
Draco Malfoy dagegen sah man nur noch ziemlich selten.
Oft spazierte er über die Ländereien oder lag einfach niedergeschlagen auf seinem Bett. Harry interessierte das allerdings wenig und kümmerte sich nicht darum.
Petunia vergrub sich auch in Bücher und Chen verbrachte viel Zeit an der Luft und vor allem im Wald.
Auch hatten sich Michael, Dustin, Tess und Lorelei entschieden in Godric´s Hollow zu bleiben und die örtliche Schule zu besuchen.
Toby und Verena jedoch mussten am Ende der Ferien zurück nach Hause. Allerdings hatten beide einen Portschlüssel, der sie jederzeit nach Godric´s Hollow transportierte. Die Trust-tattoos hatte Harry mit einem cleveren Zauber belegt.
Wenn man seines berührte, sich auf Harry konzentrierte und ihn zu sich wünschte, würde er das spüren und so schnell wie möglich kommen. Ähnlich wie bei Marcs Amulett.
Am letzten Abend saßen alle zusammen in der Küche und die Stimmung war gedrückt.
Vor allem Verena und Toby sahen ziemlich unzufrieden aus, aber das ließ sich nun mal nicht ändern.
Verena hatte sich auf Harrys Schoß zusammengelümmelt und ihren Kopf auf seine Brust gebettet. Helen hatte sich auf der anderen Seite an ihn geschmiegt.
Mit Helen hatte Harry kein Problem mehr, aber mit Pansy und Blaise hatte er sich auch nicht gerade angefreundet. Harry ignorierte Blaise zwar nicht mehr so konsequent wie anfangs, aber Pansy und vor allem Draco konnten nicht mal von Respekt träumen. Obwohl es Pansy besser getroffen hatte als Draco. Helens Bitten hatten Harry wenigstens ein paar Lächeln entlockt.
Auch an diesem letzten Abend hatte sich das Klima nicht geändert.
Doch irgendwie war das Schweigen auch angenehm.
Jeder beobachtete jeden.
Gleichberechtigt.
Nur Harry starrte abwesend ins Feuer.
Alle anderen hatten sich entschlossen ganz bestimmte Personen anzustarren.
Dustin starrte seinen Computer an und wurde dabei besorgt von Michael, Neville und Toby beobachtet. Der Junge bereitete ihnen Sorgen...
Tess blickte zu dem Häufchen Elend namens Draco, der wiederum Harry, Helen und Verena anstarrte. Lorelei, Pansy und Blaise hatten sich auch entschlossen das Dreier-Pärchen nicht aus den Augen zu lassen.
Petunia und Chen waren beide nicht anwesend.
So ging das eine ganze Weile, bis Dustin fragte "Harry? Wie oft kannst du uns besuchen?"
Harry sah auf.
"Eigentlich immer..."
"Aber sollte man das Tattoo nicht nur bei Gefahr benutzen?", meinte Michael besorgt.
"Nein, das ist egal.", erklärte Harry halb abwesend.
"Tattoo?", fragte Blaise verwirrt.
Tess hielt ihm ihren rechten Handrücken unter die Nase.
"Sagt bloß ihr habt die nie bemerkt...", meinte sie verwundert.
Verwirrt schüttelten die Slytherins die Köpfe.
"Wir waren euch nie so nah um das zu erkennen...", sagte Pansy ein wenig bitter.
"Und was ist jetzt mit den Dingern?", fragte Draco mit merkwürdig müder Stimme.
"Wir brauchen sie nur zu berühren, uns Harry her zu wünschen und er wird auftauchen! Cool, nicht?", erklärte Lorelei stolz.
Anerkennend nickte Blaise, während Draco unbemerkt noch eine Spur blasser wurde.
Harry seufzte und meinte
"Okay, vielleicht sollten wir uns jetzt hinlegen. Der Zug geht um 11.00 Uhr, nicht?"
Bestätigend nickte Pansy und erntete ein leichtes Lächeln von Harry.
Alle standen auf und verließen die Küche.
Da Verena halb eingeschlafen war, trug Harry sie in ihr Zimmer.
Er legte sie in ihr Bett und deckte sie liebevoll zu.
Er küsste sie leicht auf den Mundwinkel und verließ leise den Raum.
Dann begab er sich in sein eigenes Reich und legte sich auch hin.
Heute war er zu müde um noch irgendetwas zu trainieren...
(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)
Mitten in der Nacht erwachte Harry.
Seine Instinkte hatten Alarm geschlagen und verstört richtete er sich auf.
Über ihm funkelten zwei gelbe Augen.
Er veränderte seine Sichtweise und konnte eine kleine magische Aura erkennen. Allerdings ging von ihr keine Gefahr aus und so ließ er mit einer Handbewegung die Kerzen entflammen.
An seinem Bettbaldachin hing eine schlichte, schwarze Fledermaus.
Sie hatte allerdings einen Brief um ein Bein gebunden.
Als wäre es das Normalste auf der Welt fragte Harry telepathisch
"Von wem kommst du?"
"Interessant! Du beherrschst Tiertelepathie! Nun, ich komme von meinem Meister. Lord Voldemort. Ich soll dir diesen Brief übergeben..."
Damit streckte das Tier das Bein aus und Harry nahm den Brief der Fledermaus ab.
Sogleich überprüfte er das Pergament auf Ortungszauber und ähnlichem.
Komischerweise fand er nichts dergleichen und so entfaltete er den Brief und begann zu lesen.
Hallo Harry!
Ich darf dich doch so nennen, oder? Wenn nicht tu´ ich es trotzdem.
Nun, vermutlich wunderst du dich über einen Brief von mir.
Ich fragte mich, ob man unseren Konflikt nicht irgendwie beseitigen kann. Die Prophezeiung, gut und schön, aber warum sollten wir uns nicht zusammentun?
Ich bin mächtig und du ebenfalls, was liegt näher als eine Verbündung?
Dumbledore und sein Gerede über das Gute! Zum Lachen!
Nun, ich erwarte eine Antwort!
Lord Voldemort
P.S. Glückwunsch! Ich kann dich nicht orten...
Nachdenklich beschwor sich Harry ein Blatt Pergament, Tinte und Feder.
Überlegend formulierte er seine Antwort.
Hallo Tom!
Ich darf dich doch so nennen, oder? Wenn nicht tu´ ich es trotzdem.
Ich habe mich schon gewundert.
Der ach so dunkle Lord verschickt einfache Post mit Fledermäusen, die noch dazu keine besonderen Fähigkeiten haben?
Interessant zu wissen...
Nun, ich habe nicht vor demnächst auf deine Seite zu wechseln, wenn du verstehst was ich meine. Aber das heißt ja auch nicht, dass ich Dumbledores braver Goldjunge bleibe, nicht wahr?
Du hast schon Recht, eine Verbündung wäre durchaus logisch, aber auch deine Ideale scheinen mir nicht sehr ansprechend...
Was ist eigentlich mit den weigernden Todesseranwärtern?
Außerdem bin ich mir sicher, dass ein regelmäßiger Briefkontakt zwischen uns irgendwann auffallen würde. Da ich weiß, dass du ein Halbblut bist, genau wie ich, nehme ich an du weißt was ein Handy ist?
Du kannst mich anrufen, wenn es dir mal wieder langweilig ist...
0170/6716965
Harry Potter
Zufrieden übergab er der wartenden Fledermaus den Brief und verabschiedete sich freundlich.
Dann glitt Harry wieder in einen tiefen Schlaf.
Gegen 5.00 Uhr wachte Harry wieder auf.
Er verzichtete heute auf sein Training mit Chen und beschränkte sich auf zwei Stunden Trab um den See als Pferd. Dann flog er als Adler zurück und duschte.
Dann zog er sich eine schwarze, enge Jeans und ein smaragdgrünes Hemd, an dem er wegen der Hitze die oberen Knöpfe offen ließ. Lisco hatte sich wieder um seinen Hals geschlungen. Er war zwar gut zu sehen, aber die meisten würden ihn wohl nicht als Schlange identifizieren. Srennia nahm ihre üblichen Platz um seine Hüfte ein und Vessenia hatte er am vergangenen Morgen in die Nähe von Voldemorts Hauptquartier teleportiert, wo sie spionieren würde. Ressalan hatte Dienst im Orden und das voraussichtlich für länger, da Srennia lieber bei Harry blieb. Wohl so etwas wie Mutterinstinkt.
Er schlüpfte in schwarze Turnschuhe und zog sich einen schlichten, schwarzen Umhang mit Kapuze über die Schultern.
Danach wedelte er kompliziert mit der Hand und seine Sachen packten sich von alleine in den Koffer.
Er begab sich in die Bibliothek und verkleinerte sich noch einige der Bücher, die er zusammen mit der kleingezauberten Bibliothek der Blacks ebenfalls in dem Koffer verschwinden ließ.
Er löschte den Stammbaum und verschloss die verbotene Tür mit mehreren Zaubern.
Anschließend überprüfte er ob alle seine Messer, Dolche und Ersatzzauberstäbe an ihren Plätzen waren und verkleinerte dann den Koffer und steckte ihn zusammen mit dem Handy in eine der vielen Umhangtaschen.
Er teleportierte in den Stall und verkleinerte das Sattelzeug seiner Stute und dann Myst selbst. Auch den Hippogreif ließ er auf eine unnormale Größe schrumpfen. Er bemerkte erst dann, dass er den Koffer wieder wachsen lassen musste um die verkleinerten Tiere dort hinein zu lassen. Sich selber beschimpfend zauberte er den Koffer wieder klein und ließ ihn im Umhang verschwinden.
Dann teleportierte er in die Küche, wo schon alle saßen.
Es war schließlich schon 10.00 Uhr.
"Morgen.", murmelte er und setzte sich.
Vielstimmig kam der Gruß zurück.
Dann erfüllte wieder Schweigen die Küche.
Nach dem Essen verabschiedete sich Harry von Verena und Toby.
Verena klammerte sich an ihn und weinte bitterlich.
"Hey, du kannst mich immer rufen, wirklich!", sagte er beruhigend.
Er küsste sie auf die Wange und klopfte Toby freundschaftlich auf die Schulter, bevor er sie samt ihrem Gepäck nach Hause teleportierte.
Danach verkleinerte er das Gepäck der Slytherins und zog sich kurz mit Chen und Petunia zurück.
"Ihr passt ein bisschen auf sie auf, okay? Wenn irgendetwas ist ruft mich an oder eult mir. Die anderen können mich über das Tattoo immer erreichen... Bitte tut das, wann immer ihr ein Problem habt. Ich komme sowieso öfter vorbei!", erklärte er den Erwachsenen, die beide nickten.
Dann verabschiedete er sich von Dustin mit einer Umarmung und Michael mit einem Schulterklopfen. Tess und Lorelei machten einen ähnlichen Aufstand wie Verena und er bekam noch unzählige Küsse von ihnen.
Um 10.50 Uhr teleportierte er sich, Neville und die Slytherins endlich auf den Bahnsteig 9 3/4.
Dort trennten sie sich als Harry sofort stürmisch von Ginny und Hermine umarmt wurde.
"Wo zum Teufel bleibst du so lange?", keifte Hermine auch gleich los.
Sie wurde aber unterbrochen, als Molly ihn so fest an sich drückte, dass er Probleme mit dem Atmen hatte.
"Mir geht es gut, Mrs. Weasley.", sagte er noch bevor die Frage gestellt worden war. Auch Arthur und Charlie begrüßte er freundlich.
"Wo ist dein Gepäck, Junge?", hörte man die mürrische Stimme von Moody.
"In der Tasche, Mad-Eye...", sagte er genervt und begab sich gefolgt von seinen Freunden in den Zug.
Neville ließ sich neben ihn fallen und seufzte geschlagen.
Harry grinste ihn an und vergrub sich dann in ein Buch.
Hermine, Ron und Ginny beobachteten das stirnrunzelnd und bekamen fast einen Hustenanfall, als Neville sich auch ein Buch heraufbeschwor und anfing zu lesen.
Die beiden Jungen ließen sich durch nichts stören.
Erst als der Zug schon lange fuhr und Seamus, Dean, Lavender und Parvati hereinkamen um ein wenig zu quatschen, beteiligten sie sich abwechselnd an dem Gespräch.
Sie hatten sich alle mit Müh´ und Not auf die Sitze gequetscht, aber alles in allem war die Stimmung gelöst. Nur Neville und Harry fielen aus dem Rahmen, da sie nur sprachen wenn sie angesprochen wurden. Alle hatten Harry bewundernd angestarrt und konnten ihre Blicke kaum von ihm nehmen.
Doch plötzlich wurde die Abteiltür aufgerissen und ein Slytherinmädchen kam hereingestürmt.
Ron, Dean und Seamus wollten sie sofort wieder rausschmeißen, doch dann tat das Mädchen etwas, was sie innehalten ließ.
Sie schluchzte bitterlich und stürzte auf Harry zu.
Sie rollte sich auf seinem Schoß zusammen und schlang ihre Arme um ihn. Ihr Gesicht war an seinem Hals verborgen und noch immer weinte fürchterlich.
Harry legte das Buch zur Seite und strich ihr beruhigend über den Rücken.
"Helen, was ist passiert?", fragte er fast gleichzeitig wie Neville.
Die Gryffindors sahen dem fassungslos zu.
Helen schluchzte ungebremst weiter und Harry streichelte sie weiter.
"Die anderen... sie... haben uns gedroht! Mit den Unverzeihlichen und... dass .. der Lord es erfahren wird... Wo wir sind.. und..", stammelte sie gegen Harrys Halsbeuge.
Neville richtete sich auf und alarmiert fragte Harry
"Was ist mit Blaise? Brauchen sie Hilfe?"
Doch das braunhaarige Mädchen schüttelte ihren Kopf.
"Sie haben ein Abteil mit Schutzzaubern belegt, aber... in der Schule wird es weitergehen!", rief sie verzweifelt.
"Ich habe doch schon mit dem Schulleiter gesprochen. Ihr bekommt eigene Quartiere. Tagsüber bleibt ihr in der Nähe von mir und Neville, einverstanden?"
Schluchzend nickte sie, machte aber keine Anstalten seinen Schoß zu verlassen.
"Nev? Kannst du mal schauen ob Blaise und die anderen Hilfe brauchen? Du kannst mich dann holen...", forderte Harry dann Neville auf.
Dieser tat wie ihm geheißen und verschwand.
Ron holte tief Luft um etwas zu sagen.
"Was-"
Doch er kam nicht dazu seine Frage zu beenden, da Hermine ihm den Mund zuhielt.
Die anderen sahen immer noch das Paar an, das da saß.
"Ähmm..", kam es von Dean, sehr intelligent...
Nicht das Streicheln unterbrechend sah Harry fragend auf.
Seamus öffnete und schloss den Mund abwechselnd und Lavender starrte eifersüchtig auf das Mädchen. Auch Hermine und Ginny waren dazu übergegangen die Slytherin mit ihren Blicken zu erdolchen.
Harry beobachtete das stirnrunzelnd.
"Sagt mal, was ist los mit euch?", fragte er dann fordernd.
"Du... du und eine Slytherin?", stammelte Ron aufgebracht.
Helen krallte ihre Finger in Harrys Hüften.
Kurz verzog er schmerzvoll das Gesicht und funkelte dann Ron an.
"Einmal davon abgesehen, dass Helen und ich nicht zusammen sind, hast du verdammt blöde Vorurteile, Ron!", sagte er zornig.
"Aber-", fing Ron an.
"Ron, nur weil sie in Slytherin ist, heißt das noch lange nicht, das sie zu Voldemort gehört. Was meinst du warum die anderen Schlangen ihr drohen? Habt ihr nichts davon mitbekommen, dass einige Slytherins sich geweigert haben initiiert zu werden? Im Hauptquartier müsst ihr es doch mitbekommen haben!"
Hermine wurde nachdenklich.
"Ja, wir wissen davon. Und sie gehört zu denen?", fragte sie schließlich zögernd.
"Ja, ebenso Blaise Zabini, Pansy Parkinson und Draco Malfoy!", erklärte Harry.
Alle Anwesenden starrten ihn geschockt an.
"Malfoy?", kreischte Parvati.
Düster nickte Harry.
"Und warum versteht ihr euch so gut?", wollte Ginny leise wissen.
"Die vier und Nev haben die Ferien bei mir verbracht..."
Noch mehr geschockte Gesichter.
In diesem Moment kam Neville gefolgt von Blaise in das Abteil.
"Harry? Könntest du uns kurz helfen?", fragte Blaise sofort.
Harry nickte bestätigend und stand auf.
Er trug Helen aus dem Abteil und folgte Blaise durch den Zug.
Neville blieb zurück bei den Gryffindors.
Neugierige Blicke folgten Harry, als er mit Helen in den Armen durch den Zug schritt.
Hier und da wurden Abteiltüren geöffnet um ihnen hinterher zu glotzen.
Ziemlich am Schluss des Zuges waren einige Slytherins vor einem Abteil stationiert und feuerten die verschiedensten Flüche auf die noch verschlossene Tür ab.
Sie drängelten sich durch die Traube, wobei sie von den Slys angegriffen wurden.
Harry jedoch hatte einen komplexen Schildzauber um sie gelegt und so passierte ihnen nichts. Blaise öffnete die Tür und schnell traten sie ein und verschlossen die Tür erneut.
Pansy saß heulend auf einem Fensterplatz und Draco blickte apathisch in die Luft.
Vorsichtig setzte Harry Helen ab.
Dann ließ er sich selbst auf einen Sitz fallen.
"Das ist wirklich ein Problem...", bemerkte er überflüssigerweise.
Helen kuschelte sich wieder an ihn und schluchzte weiter.
Blaise sah ihn verzweifelt an.
"Was sollen wir tun?"
Harry überlegte.
"Ich kann ein paar Schildzauber auf euch legen, aber die müsste man täglich erneuern. Oder ihr bleibt tagsüber einfach in der Nähe von mir oder Nev... Nachts können sie euch nichts tun...", sagte er schließlich zögernd. Das war das erste richtige Gespräch mit den vier Slys zusammen. Draco ignorierte er so gut es ging, aber die anderen sah er aufrichtig an.
"Das würdest du tun?", stammelte Pansy.
"Bleibt mir ja nichts anderes übrig. Das Problem wird nur sein, dass Ron ein Sturkopf ist und bleibt. Er wird es nicht verstehen..."
Betrübt senkte Pansy wieder ihren Blick und auch Blaise sah ein wenig verstört aus.
"Aber-", fing Helen an.
"Ihr geht überall gemeinsam hin. Entweder mit Nev oder mir. Wir holen euch morgens ab und bringen euch abends auch wieder zurück, einverstanden?", fragte er in die Runde.
Erstaunt sahen ihn alle vier an und in Dracos Augen schlich sich so etwas wie Hoffnung.
Überwältigt nickten sie.
"Okay, wartet hier, wenn wir in Hogsmeade ankommen. Während dem Essen kann ich den Schutzschild aufrecht erhalten...", damit gab er Helen einen Wangenkuss und öffnete ohne Probleme die Tür.
Er sprach einige Schutzzauber auf die Tür und betäubte ein paar der Slys. Als wenn nichts gewesen wäre machte er sich dann auf den Weg zurück.
Er winkte den DA-Mitgliedern freundlich zu und betrat wieder sein Abteil.
"Nev?", fragte er sogleich, nachdem er sich gesetzt hatte.
"Ja?"
"Wir müssen uns abwechseln. Morgens müssen wir die Vier abholen, den ganzen Tag begleiten und Abends zurückbringen. Die Schutzschilde halten nicht die ganze Zeit...", erklärte er eindringlich.
Neville stimmte ihm zu und so sprachen sie sich ein wenig ab.
"Warum gerade Neville und warum versteht ihr euch bloß mit den elenden Schlangen? Warum solltet ihr ihnen helfen?", fragte Ron hasserfüllt.
"Ron! Sie haben sich geweigert sich Voldemort anzuschließen. Wir haben zwei Monate mit ihnen zusammengelebt und sie sind okay. Sie brauchen unsere Hilfe!", brüllte Neville aufgebracht.
Erschrocken zuckten alle zurück, nur Harry lehnte sich zufrieden zurück.
"Nev hat vollkommen Recht! Ich habe ihnen meine Hilfe versprochen und die werden sie auch bekommen...", bestätigte Harry.
Ginny fragte zitternd "Und warum sollen sie bei dir und Neville bleiben? Ich meine, sie können sich doch bestimmt verteidigen...!"
"Wenn du von 20 Slys gleichzeitig angegriffen wirst, hast du keine Chance. Nev und ich haben die Möglichkeiten sie effektiv zu schützen und deshalb werden wir bei ihnen bleiben. Und das war es jetzt mit den Fragen! Wenn ihr unsere Entscheidung nicht akzeptieren könnt, dann lasst es eben bleiben. Nev und ich jedenfalls werden ihnen helfen...", sagte Harry abschließend und Neville nickte.
Hermine nickte und sagte "Wenn ihr nicht verlangt, dass wir ihre Freunde werden..."
"Ich bin nur mit Helen befreundet, die anderen sind lediglich Bekannte...", erklärte Harry.
Erleichtert seufzte Ron.
"Und ich dachte schon du wirst mit Malfoy und Parkinson liebäugeln..."
Darauf mussten sie Lachen.
Seamus, Dean, Lavender und Parvati begrüßten die Situation zwar auch nicht gerade, beschlossen aber weiterhin mit Harry und Neville befreundet zu sein.
Harry und Neville hatten sich wieder in ihre Bücher vertieft, als Harrys Handy klingelte.
Alle starrten ihn erstaunt an, nur Neville schien eher interessiert zu sein.
- "Ja?"
- ...
- "Verena? Was ist nun schon wieder?"
- ...
- "Ist dir eigentlich klar, dass wir uns vor gar nicht allzu langer Zeit noch gesehen haben?"
- ...
- "Was ist nun?"
- ...
- "Typisch! Ist es wichtig, oder kann das warten?"
- ...
- "Ich sag´ später Chen Bescheid, der schickt dir dann Kimmy, oder so. Einverstanden?"
- ...
- "Gut. Und Toby?"
- ...
- "Nimm´ dir an ihm ein Bespiel!"
- ...
- "Ich doch nicht! Was denkst du von mir?"
- ...
- "Ich und verschlagen? Ich glaube du projizierst von Blaise auf mich!"
- ...
- "Im Zug!"
- ...
- "Oh, jetzt nervst du aber gewaltig!"
- ...
- "Und deshalb kommt dir die Idee deine Eltern mit der Telefonrechnung in den Wahnsinn zu treiben? Sehr gute Idee! Sollte ich mir merken..."
- ...
- "Stimmt auch wieder..."
- ...
- "Also, Kleine-"
- ...
- "Okay! Wir sehen uns am Wochenende... Ciao!"
Er legte erleichtert auf und sah Neville an.
"Sie kann die Finger nicht von dir lassen, stimmt´s?", sagte dieser grinsend.
"Anscheinend hat sie einen Narren an mir gefressen... Ist dir aufgefallen, das wir uns erst vor drei Stunden verabschiedet haben und ihr ist schon wieder so langweilig, dass sie mich nerven muss?"
Nev lachte laut.
"Was war eigentlich der vermeintliche Grund?"
"Sie hat irgendetwas ganz wichtiges vergessen...", schmunzelte Harry.
"Apropos Verena...", sagte Ginny sauer.
"Genau!", fuhr Hermine weiter.
"Wie kommt es, dass Tonks mehr weiß als wir?", fragte Ginny laut.
"Was weiß sie denn?", meinte Harry ahnungslos.
"Das Verena nicht deine Freundin ist!", presste Hermine heraus.
Alle anderen mussten sich ein Lachen verkneifen.
"Nun, ich habe es ihr halt erzählt...", erzählte Harry gleichgültig.
"Und warum hast du es uns nicht erzählt, als wir gefragt haben?", fragte Ginny böse.
"Ich wollte, dass Remus was zu lachen hat!"
Hermine, Ron und Ginny starrten ihn fassungslos an.
Die anderen konnten sich nun nicht mehr halten und lachten laut los.
"Und wer ist nun Verena?", fragte Dean neugierig.
"Eine Freundin.", antwortete Neville für Harry.
Die Mädchen schauten eifersüchtig.
Neville und Harry schüttelten synchron den Kopf.
"Was war das eigentlich in der Winkelgasse?", wollte Parvati ehrfürchtig von Harry wissen.
"Ich war zufällig da..."
"Und?"
"Und was? Ich habe ein paar der Todesser geschockt und mich dann mit Bella duelliert... Stand doch eh alles im Propheten!"
Die Stille breitete sich wieder aus.
Die nächste Zeit verbrachten Nev und Harry damit zu lesen und die anderen unterhielten sich über deren Veränderung.
Die Blicke wanderten vor allem zu Harry.
Er hatte eine ziemlich muskulöse Erscheinung und erst das Fehlen der Brille zeigte die bezaubernden Augen..
Der Zug wurde langsamer und Neville und Harry verließen das Abteil und schlugen sich zum Abteil der vier Slys durch.
Gerade als der Zug hielt, kamen sie an und Harry nahm die Zauber von der Türe. Erschöpft kämpften sie sich zu einer Kutsche und setzten sich hinein.
Harry stieg jedoch wieder aus und begrüßte die Thestrale. Einige sahen ihn verständnislos an, kümmerten sich dann jedoch wieder um ihre eigenen Angelegenheiten.
Kurz bevor die Kutschen anfuhren stieg Harry wieder ein und setzte sich neben Neville.
Dieser sah ihn forschend an.
"Ist schon okay, Nev. Nur ein paar Erinnerungen...", sagte er bitter.
Die Slys verfolgten die Worte neugierig, konnten sich aber nichts erschließen.
Nachdem sie vor dem Portal angehalten hatten betraten sie zusammen das Schulgebäude und die große Halle.
Einige Blicke trafen sie, als man die zwei Gryffindors mit den vier Slytherins erkannte.
Snape am Lehrertisch klappte der Unterkiefer herunter, genau wie Dumbledore und McGonnagall.
Helen schmatzte Harry einen Kuss auf die Wange und setzte sich dann mit den anderen an ihren Haustisch, während sich Harry und Nev an den Gryffindortisch setzten.
Eine komische Stille war in der Halle entstanden und verwirrte und entsetzte Blicke wurden getauscht.
Harry und Nev ließen sich davon nicht stören und sahen interessiert zum Lehrertisch.
Dumbledore räusperte sich
"Willkommen! Lasst die Auswahl beginnen!"
Nach diesen Worten wurden die neuen Schüler von Hagrid hereingeführt.
Der Hut sang ein neues Lied und anschließend wurden die Erstklässler eingeteilt.
Danach erhob sich der Schulleiter erneut und Stille erfüllte die Halle.
"Ich freue mich euch Gesund und munter wieder zu sehen. Ich appelliere an die alten und neuen Schüler, dass sich die Regelung für den verbotenen Wald nicht geändert hat. Es ist und bleibt verboten den Wald zu betreten! Ich freue mich euch euren neuen VgddK-Lehrer vorzustellen: Kingsley Shaklebolt. Er ist Auror und hat sich freundlicherweise bereiterklärt den Unterricht zu übernehmen.", Kingsley erhob sich und Applaus brach aus.
"Außerdem wird in der Schule immer eine Streife anwesend sein, die für die Sicherheit sorgt. Dann habe ich noch eine Ankündigung zu machen. Die ehemaligen Mitglieder der DA werden sich sicher freuen, dass der Club offiziell weitergeführt wird! Jeder ab der dritten Klasse kann teilnehmen. Es werden zwei Gruppen entstehen. Unter Führung von Harry Potter und Nymphadora Tonks!", erklärte er lächelnd. Die Gesichter drehten sich zu Harry, der die Blicke aber gekonnt ignorierte.
"Nun, das war das Wichtigste. Lasst es euch schmecken!"
Hermine sah Harry böse an.
"Warum zum Teufel wussten wir nichts davon?", fragte sie laut.
Interessiert hörten die Umsitzenden zu.
"Hat Tonks es euch nicht erzählt? Das tut mir aber Leid!", sagte er sarkastisch.
"Harry!", fauchte Ginny, während Ron einen Lachkrampf bekam.
"Was denn?", erwiderte Harry gespielt unwissend.
"Ich hasse dich!", meinte Ginny.
"Oh, das tat weh!", grinste Harry.
Neville hielt sich den Bauch vor Lachen und fast der ganze Gryffindore Tisch lachte inzwischen.
"Oh, du Schuft!", schrie Ginny und boxte auf ihn ein.
Die ganze Halle beobachtete das Geschehen grinsend, vor allem da Harry Ginnys Hände schon beim ersten Schlag gepackt hatte und sie nun verzweifelt versuchte ihre Hände freizubekommen.
"So benimmt sich aber keine Lady!", Harry musste jetzt selber lachen bei Ginnys verzweifeltem und bösem Gesicht.
"Das wirst du mir büßen... Ich habe nicht umsonst Fred und George als Brüder!", keifte sie.
"Tut mir Leid, Ginny. Wir sind Geschäftspartner. Die zwei werden schlau genug sein, ihre kleine Schwester nicht auf ihren Teilhaber zu hetzten."
Ron verschluckte sich vor lachen und Dean musste ihm kräftig auf den Rücken klopfen.
Ginny fluchte ziemlich undamenhaft.
Wieder war schallendes Gelächter die Folge.
Dann beugte sich Harry zu Ginnys Ohr und flüsterte, sodass nur sie es verstehen konnte
"Können wir das Gespräch auf später verlegen?"
"Was bekomme ich dafür?", fragte sie genauso leise zurück.
"Was schlägst du vor?"
"Ich bekomme einen heißen Kuss?"
Harry schüttelte grinsend den Kopf.
"Aber lieber nicht vor Ron..."
Überrascht nickte sie und Harry ließ sie los.
Als wäre nichts passiert aßen sie weiter.
Verwirrt drehten sie die anderen auch wieder ihrem Essen zu.
Nach dem Essen erhoben sich Harry und Neville und gingen zu den vier Slytherins.
Harry schickte Dumbledore einen auffordernden Blick und dieser sprang sofort auf und kam auf sie zu.
"Harry, Mr. Longbottom, Mr. Malfoy, Mr. Zabini, Ms McDahon, Ms Parkinson? Wenn Sie mir bitte folgen würden?"
Er schritt auf den Ausgang zu und führte sie in die Nähe der fetten Dame.
Nur ein paar Gemälde weiter blieb er stehen.
Er nannte das Passwort "Bellon!" und das Gemälde schwang zur Seite.
Neville und Harry warteten draußen, während Dumbledore den Slytherins ihre Unterkunft zeigte.
Als die Fünf wieder herauskamen, umarmte Helen Harry sofort und flüsterte ihm Dankesworte ins Ohr.
"Wir holen euch morgen zum Frühstück!", erklärte Neville ruhig. Blaise nickte und bedankte sich.
"Albus? Wird Tonks auch hier wohnen, oder wird sie nur besuchsweise anreisen?", fragte Harry.
Die anderen reagierten erstaunt auf diese persönliche Anrede und wartete auf die Reaktion des Schulleiters.
"Sie wird hier eine Unterkunft bekommen. Auch Remus wird hier bleiben. Er und Alastor bilden die Sicherheitsstreife...", erklärte er freundlich.
Harry bedankte und verabschiedete sich und verließ zusammen mit Neville die Fünf.
Sie betraten den Gemeinschaftsraum.
Neugierig und misstrauisch wurden sie angegafft.
Das ignorierend setzten sich die beiden zu ihren Klassenkameraden ans Feuer.
Plötzlich klingelte Harrys Handy und erstaunt drehten sich alle zu ihm.
"Wie kann das hier funktionieren?", wollte Dean sogleich wissen.
"Magieentzugszauber!", meinte Harry schlicht und nahm ab.
Gespannt verfolgten alle Gryffindors das Gespräch.
- "Ja?"
- ...
- "Dir ist also wieder langweilig, Tom?"
- ...
- "Hab´ ich es dir denn erlaubt?"
- ...
- "Du weißt aber schon, dass du mir durch das Telefon keinen Todesfluch schicken kannst, oder?", fragte Harrys schmunzelnd.
- ...
- "Ich halte dich nicht für blöd! Wie kommst du nur darauf?"
- ...
- "Snape? Ich hoffe doch nicht."
- ...
- "Ich könnte dir stundenlang die Gründe nennen..."
- ...
- "Ach nee!"
- ...
- "Nein, ich habe meine Meinung nicht geändert!"
- ...
- "Schade das es dir nicht gelingen wird..."
- ...
- "Warum bist du dir da so sicher?"
- ...
- "Kann schon sein, aber du bist nicht der einzige mit Möglichkeiten..."
- ...
- "Da wäre erst mal ich selber, Dumbledore,..."
- ...
- "Vielleicht."
- ...
- "Glück?"
- ...
- "Ja, ich kenne den Inhalt... Ist aber nicht sonderlich interessant, wenn man nicht Harry Potter oder Tom Riddle heißt..."
- ...
- "Nein."
- ...
- "Versuche es doch mal. Noch einmal schaffst du es nicht!"
- ...
- "Ich rechne damit. Ciao, Tom!"
Harry schüttelte sich.
"Ich hasse diese Stimme!", meinte er in die gespannte Stille.
Neville sah ihn besorgt an, sagte aber nichts.
"Willst du mitkommen, um Chen wegen Verena zu nerven?"
Eifrig nickte Neville und zusammen verschwanden sie in den Jungenschlafsaal der sechsten Klasse.
Als Ron, Seamus und Dean eine halbe Minute später ebenfalls oben ankamen, waren jedoch weder Neville noch Harry da.
Total perplex standen sie da.
"Was?", fragte Seamus in den Raum.
Sie standen da so an die 5 Minuten als Neville und Harry plötzlich breit grinsend vor ihnen auftauchten.
"Hast du Loreleis Gesicht gesehen?", keuchte Nev lachend.
"Ich hätte sie nicht so schocken sollen...", schmunzelte Harry.
Die beiden ignorierten ihre Kameraden einfach und Harry zog sich seinen Umhang aus.
Ein kaum hörbares Zischen ertönte und Harry grinste.
"Harry? Wo sollen wir eigentlich weitermachen? Raum der Wünsche geht schlecht...", stellte Neville logisch fest.
Langsam nickte Harry.
"Ich werde mal Srennia losschicken, solange sie mich entbehren kann...", sagte Harry vielsagend.
"Stopp, stopp! Wer sind Lorelei und Srennia?", wollte Dean wissen.
"Ähmm... Das ist nicht so wichtig und wenig interessant...", meinte Nev ablenkend.
"Wo ist eigentlich euer Gepäck?", bemerkte Ron.
Neville und Harry zogen ihre kleingezauberten Koffer aus den Taschen und vergrößerten sie.
Sprachlos ließen sich die anderen drei auf ihre Betten fallen.
Doch dann schlug sich Harry hart gegen den Kopf und stöhnte entsetzt.
"Nev! Ich habe Schnäbelchen und Myst vergessen!", rief er geschockt.
"Wo hast du sie hin?", fragte Nev um einiges ruhiger.
Panisch öffnete Harry seinen Koffer und sofort sprangen die verkleinerten Tiere heraus.
Empört liefen sie vor dem zerknirschten Harry herum und stampften wütend mit ihren Hufen.
Entschuldigend verzog er das Gesicht und warf Neville einen fragenden und bittenden Blick zu.
Verstehend nickte dieser und die beiden Jungen verließen den Schlafsaal wieder.
Die Tiere folgten ihnen mit kleinen großen Sätzen und gaben immer noch empörte Laute von sich.
Neville und Harry eilten durch den Gemeinschaftsraum, deren Insassen ihnen verwundert hinterher sahen.
"Harry, was-", fing Hermine an.
"Ich muss die beiden Verrückten hier schnell raus bringen, bevor sie mich anstecken... Auuh!", Myst hatte ihn mit ihren kleinen Hinterhufen auf den Fuß getreten Und Seidenschnabel flatterte um seinen Kopf herum.
Er schüttelte geschlagen den Kopf und verschwand mit Neville und den Tieren aus dem Raum.
Perplexe Blicke folgten ihnen, unterbrochen von ein paar Lachern.
Neville und Harry eilten durch die leeren Gänge der Schule, bis sie aus dem Portal in die frische, stille Nacht hinaustraten.
"Wir müssen vorsichtiger sein, Nev! Sie sollen nicht so viel wissen...", meinte Harry besorgt und Neville nickte bestätigend.
"Du hast recht. Wer war eigentlich der Anrufer?"
"Ach, jemand, den ich im Urlaub kennen gelernt habe...", log er überzeugend.
Nev nickte und Harry vergrößerte die beiden Tiere zu ihrer normalen Größe.
Dankbar rieben sie ihre Köpfe an Harrys Brust und galoppierten dann davon.
Harry teleportierte sie in den Gang vor der fetten Dame und den Rest legten sie schweigend zurück.
Sich diesmal nicht stören lassend, begaben sie sich sofort wieder in ihren Schlafsaal.
Die anderen Jungen hatten sich schon fertig gemacht und saßen nun in Schlafanzügen auf einem der Betten und unterhielten sich locker.
"Was ist mit dem Abend-Training?", hörte Harry Nevilles mentale Stimme in seinem Kopf.
"Wenn die anderen schlafen, im Koffer...", erklärte Harry seinem Freund.
Harry strich sich einmal über seine Kleidung und diese verwandelte sich in eine Trainingshose und ein schwarzes T-Shirt. Die anderen hatten das zum Glück nicht gesehen, da Harry von den Vorhängen seines Bettes verdeckt wurde.
Srennia bewegte sich ein wenig, dass sie wieder vollends verdeckt wurde und Lisco blieb wo er war.
Er setzte sich auf sein Bett und begann die Kapitel, die er im Zug gelesen hatte, zusammenzufassen. Neville tat es ihm nach und die anderen Jungen starrten sie nur entsetzt an.
"Was zur Hölle treibt ihr da? Habt ihr eure Hausaufgaben noch nicht erledigt?", fragte Seamus ehrlich geschockt.
"Was? Ne, die haben wir schon lange erledigt... Das hier ist für ein paar Freunde, die das brauchen...", erklärte Harry wage und arbeitete weiter.
Da den anderen langsam langweilig wurde legten sie sich hin und bald darauf waren sie einverstanden.
Neville und Harry trainierten etliche Stunden und schliefen dann traumlos ein.
° - break - °
To Be Continued
Hmm, das war´s mal wieder von mir..
Ich bin ends stolz auf mich, ich hab nämlich schon ganze 300 Wordseiten voll mit dieser Story! Und gleichzeitig schreibe ich noch an fünf weiteren, die ich auch bald rausbringe!
So, jetzt will ich aber echt mal ein paar mehr Reviews als bis jetzt, verstanden?
Je mehr Kommis ich bekomme, desto schneller kommt das neue Chap!
Deal?
Ciao,
LS
