Der Schattenprinz

Autor: Lord Slash

Chapter: 9 ???

Disclaimer: Alles was ihr aus den Potterbüchern wiedererkennt, gehört Joanne K. Rowling, Bloomsbury, Carlsen Verlag, Warner Brothers und diversen Anderen. Abgesehen davon gehört mir der Plot und die neuen Charaktere! Wenn irgendjemand den Drang verspürt, Ideen aus meiner Story zu übernehmen, würde es mich freuen, wenn ihr mich um Erlaubnis fragt. Weiterhin kann ich euch versichern, dass ich Nichts absichtlich aus anderen Story geklaut habe. Wenn jemand etwas aus seiner FF wiedererkennen sollte, tut es mir Leid, aber Ähnlichkeiten sind nicht von mir beabsichtigt.

Rating: R, NC-17

Genre: Dark, Drama, Tragedy, Avtion/Adventure, Romance

Warning: evtl. DarkHarry, OOC, Slash, Lemon, Lime (Wer detaillierte Sex-Szenen nicht mag, sollte besser verschwinden!)

Pairing: Bei den Pairings bin ich mir noch nicht sicher, jedoch wird es euch nicht an Liebesszenen mangeln...

Reviewantworten:

Cho: Ich musste Voldie ein wenig entschärfen, ich find die zwei echt witzig.. sie würden ja auch ein lustiges Pärchen abgeben, oder? Ihr werdet noch eine gewaltige Überraschung erleben.. uups, war das jetzt eine Andeutung?

Ich habe keine bestimmte Seitenanzahl bei den Chaps, das mach ich nach Laune, schließlich habe ich ja schon ganze 302 Seiten! HDL

Vanessa: Harry ist doch immer nett! Ja, er wird sich schon wieder mit ihnen vertragen.. Schön, das dir die story so gefällt.. und DANKE für dein liebes Kommi!

Avallyn Black: Nun ja, so viele Telefongespräche zwischen Harry und Tom habe ich nicht, aber ich habe schon eine sehr witzige Passage in Planung. da werden Tom und Harry ein nettes gespräch führen, und zwar mit Lautsprechern und in Beisein von fred, george, Charlie, Bill, Ron, Gin, Herm, Blaise, Draco, Helen, Pansy, Nev und Seamus.. Na? HDGDL

Angel344: Danke für dein reviewchen.. freu

Minnilein: Du willst wissen, woher ich die zeit fürs Schreiben nehme? Nun ja, eigentlich hab ich überhaupt keine Zeit, aber Schreiben tue ich nun mal lieber als Hausaufgaben.. sollen die Lehrer sich halt beschweren, mir doch egal! Myst und Schnäbelchen in Miniformat hätte ich auch gerne bei mir. Aber hier sitzt nur der verrückte und total freche Hund und sieht mich wieder mal so treuherzig an.. ich sollte schnell Leine und Ball schnappen und mich schleunigst auf einen spaziergang samt Hund und Neffe machen! Also, hier noch schnell das Chappi!

Kapitel 9

Wie immer erwachte Harry ausgeruht um 4.00 Uhr, Nev schaffte es immer erst um 6.00 Uhr.

Also verwandelte sich Harry in den Adler und flog über Hogwarts und genoss die Aussicht.

Er flog hoch in der Luft, erkannte aber Myst als stände sie direkt vor ihm.

Seitdem er ein Animagus war, brauchte er auch keine Kontaktlinsen mehr, sehr nützlich.

Jetzt jedenfalls stürzte er sich im Sturzflug in die Tiefe und bremste nur ein paar Zentimeter über dem Boden. Er verwandelte sich zurück und beschwor das Sattelzeug von Myst. Er machte sie fertig und ritt mit ihr dann ein wenig über die Ländereien, obwohl das schon ein Kunststück war, da die edle Stute zurzeit in der Rosse war und somit ein wenig unberechenbar. (A/N Für alle, die keine Ahnung von dem sexuellen Leben von Pferden haben: eine Stute ist rossig: Die Stute ist Aufnahmefähig im Falle einer Befruchtung... Hey, das könnte man ja glatt in ein Sachbuch schreiben... grins)

Er traf Hagrid und begrüßte ihn herzlich.

"Ah, Harry! Du bist also wieder aufgetaucht? Wusste doch, dass dir nichts passiert is´!", erklärte der Halbriese dröhnend,

"Was is´n das fürn hübsches Pferdchen?"

"Oh, das ist Myst. Ich habe sie mitgebracht. Sie wird dir keine Umstände machen... Sie bleibt frei auf dem Gelände, das geht doch klar, oder?"

"Sicher, Harry, sicher. Schön, dass ihr wieder da seits..."

Harry machte sich wieder auf den Rückweg.

Er ließ Myst frei und flog zurück.

Er trainierte mit dem Schwert und dem Zauberstab, Elementar-Magie und Stablose Magie.

Anschließend duschte er und zog sich eine schwarze Jeans mit vielen Taschen, schwarze Turnschuhe und ein weinrotes kurzärmliges Shirt an. Er verstaute seine Dolche und Ersatzstäbe an den üblichen Stellen. Srennia schlang sich wieder um seine Hüfte und Lisco spielte wieder einmal Modeschmuck.

Er wartete auf Neville, der nach ein paar Sekunden auch wieder den Koffer verließ. Nachdem auch Neville sich fertig gemacht hatte, machten sie sich auf den Weg zu den Quartieren ihrer Slys. Dort warteten sie ein paar Minuten, bis die Vier herauskamen.

Zusammen begaben sie sich in die große Halle.

Da der Unterricht wie immer erst um 9.00 Uhr begann, war die Halle, jetzt um 8.15 Uhr, noch nicht sehr voll.

Harry begrüßte Kingsley und Albus mit einem Nicken und setzte sich dann mit Nev an den Gryffindore-Tisch. Die beiden aßen ein wenig und begrüßten dann ihre müden Kameraden. Einzig Hermine schien wirklich wach, allerdings hatte sie sich schon in ein Buch vertieft und war kaum ansprechbar.

Als die Post kam, landeten zwei Eulen vor Harry.

Die eine brachte den Tagespropheten und die andere einen Brief von seinen Freunden.

Hi Harry, Hi Nev!

Ich hoffe euch geht es gut, damit ich euch dann zerfleischen kann... Wie konntet ihr mich nur so erschrecken?

Ich schwöre dir, Harry James Potter, das wirst du bezahlen!

Und zwar mit mehr, als ein paar Küssen!

Arghhhh...

So, nun was macht ihr so?

Chen glaubt nicht, das ihr das Training alleine hinbekommt, und ist entsprechend besorgt...

Okay, das war ein Witz, das wisst ihr ja...

Wir sind alle gespannt wie die Schule hier ist.

Nun, ich hoffe wir sehen uns dann am Wochenende.

Kuss,

Lorelei

P.S. Von den anderen natürlich auch liebe Grüße!

Neville und Harry lachten und erregten so die Aufmerksamkeit einiger Gryffindors.

Doch Harry und Nev waren nicht in der Lage etwas zu sagen, denn Neville keuchte bereits lachend "Oh, was wird sie bloß mit dir anstellen?"

"Mich zerfleischen?", grinste Harry sarkastisch und Neville musste noch mehr lachen.

Kurzerhand zog Ginny ihnen das Blatt aus der Hand und las es ebenfalls.

Sie schmunzelte und reichte das Blatt weiter.

Wenig später kannte der ganze Tisch den Inhalt des Briefes.

"Was hast du bloß wieder angestellt?", fragte Hermine vorwurfsvoll.

Harry und Nev lachten noch lauter.

Plötzlich stand Helen hinter Hermine und zog ihr das Blatt aus der Hand.

Schnell überflog sie es und lehnte sich dann zwischen Harry und Neville.

"Betet nur, dass Tess ihr nicht hilft...", mahnte sie belustigt und setzte sich auf Harrys Schoß.

Harry schüttelte den Kopf.

"Ich würde sagen, Michael regelt das für mich!", sagte er sicher.

"Da wäre ich mir nicht so sicher! Schließlich hast du ihn und Dustin mit den Mädels allein gelassen... Für ihn ist das bestimmt nicht sehr erholsam.", widersprach Helen.

Interessiert wurde dem Gespräch gefolgt.

"Ich habe ihn ja nicht gezwungen zu bleiben. Und solange sie ihn nicht zum Einkaufen schleppen, ist er für alles offen...", meinte Harry amüsiert.

"Na ja, nach dem letzten Einkauf haben sie ihn ja auch mit Kleidung für sein ganzes Leben ausgestattet...", meinte Helen gespielt nachdenklich.

"Aber nur, weil sie meine Kreditkarte hatten..."

Danach mussten die drei unwillkürlich lachen.

Sie wurden allerdings von McGonnagall unterbrochen, die die Stundenpläne verteilte.

Harry stallte fest, dass er in den ersten beiden Stunden Zauberkunst hatte. Auch Neville und Helen hatten dieses Fach als Erstes.

Die drei standen auf und gingen zu den anderen Slys.

Sie verglichen ihre Stunden.

Das meiste hatten sie zusammen und so machten sie sich auf den Weg zu Zauberkunst.

Ein wenig beleidigt folgten die anderen Gryffindors.

Sie beruhigten sich aber, als sich Harry und Nev im Klassenzimmer zu ihnen setzten.

Der Unterricht war für Harry ein Klacks.

Richtig langweilig für ihn.

Als erster und einziger bekam er den heutigen Zauber hin und erntete ehrfürchtige Blicke. Hermine schien sogar etwas verstimmt.

Anschließend begaben sich die Slys, Harry, Neville und Hermine in die Kerker.

Die drei waren die einzigen Gryffindors im Zaubertrank-Hauptkurs.

Snape spielte seine gewöhnliche Rolle.

Der einzige, nicht zu unterschätzender Unterschied, war, dass sowohl Nev als auch Harry sich nicht mehr provozieren ließen. Harry schaffte seinen Trank einwandfrei und Neville hatte nur einen kleinen Farbtonfehler.

Davon irritiert schikanierte sie Snape nicht so viel wie sonst, vergab aber auch keine Punkte an die Gryffs.

Nach der Doppelstunde kehrten sie in die große Halle zum Mittagessen zurück und trafen dort Ron und die anderen.

Sie aßen und machten sich dann auf den Weg zu Heilkunde.

Neville hatte dieses Fach nicht und machte sich mit Malfoy und Pansy auf um in ihren Kurs zu gehen. Blaise und Helen hatten wie er, Hermine, Seamus und Lavender Heilkunde gewählt und gingen zusammen zu Madam Pomfrey.

Helen hatte sich sofort zu Harry gesetzt und belagerte in gänzlich. Blaise beobachtete das ein wenig eifersüchtig und stirnrunzelnd.

Der Unterricht war für Harry bis jetzt nichts Neues, denn er hatte alle einfacheren Heilzauber schon drauf.

Anschließend trafen alle Gryffs, Slys, Hufflepuffs und Ravenclaws, die den Hauptkurs VgddK hatten im Klassenraum aufeinander.

"Hi Harry, Hermine, Ron!", begrüßte der Lehrer.

"Hi Kingsley!", antworteten die drei unisono.

"Weißt du wann meine Prinzessin kommt?", fragte Harry den Auror.

"Irgendwann heute Abend. Zusammen mit Remus und Alastor..."

Erstaunt hatten die Schüler das Gespräch mitangehört und sahen das Trio nun ehrfürchtig an.

Harry setzte sich zu Nev und Blaise in die erste Reihe.

Hermine und Ron setzten sich mit den anderen Gryffs weiter weg.

"Nun, Ich bin euer neuer Lehrer in VgddK. Kingsley Shaklebolt.", fing der Afrikaner an.

"Ach ja, außer ein paar Ausnahmen möchte ich auch mit Professor angesprochen werden, verstanden?", die Klasse nickte einstimmig.

"Ich weiß von den vielen Lehrern, die ihr in den vergangenen Jahren hattet. Doch durch die DA müsstet ihr den Stoff vom letzten Jahr ja trotzdem kennen, nicht? Dieses Jahr werden wir praktisch einige Verteidigungs- wie auch Angriffszauber lernen. Dazu muss man sich aller Konsequenzen bewusst sein, die mangelnde Konzentration hinter sich ziehen... Ich hoffe, ich kann mich in diesem Fall auf euch verlassen?"

Ernst stimmte die Klasse zu.

"Sie sind wirklich ein Auror? Waren Sie nicht auch bei dem Angriff in der Winkelgasse dabei?", fragte Seamus mit seiner großen Klappe.

Einige Gesichter blickten nun verstohlen zu Harry.

"Oh ja. Ich war damals in der Winkelgasse... Und Auror bin ich auch.", erklärte Kingsley zwinkernd.

"Können Sie uns nicht etwas zeigen?", bat ein Mädchen aus Ravenclaw.

Die Klasse stimmte begeistert zu.

"Nun, was würdet ihr denn sehen wollen?"

"Ein Duell!", brüllte Dean.

"Ich kann schlecht gegen mich selber kämpfen...", erklärte Kingsley mit einer kleinen Portion Sarkasmus.

"Nun, was ist mit Harry?", fragte Parvati.

Kingsley wandte sich an Harry, der das alles gleichgültig mitangehört hatte.

Er stand auf.

"Alles außer den Unverzeihlichen?", fragte er.

Kurz überlegte Kingsley und nickte dann.

Hermine und Helen stöhnten besorgt auf.

"Mensch Herm! Er hat sich mit Lestrange duelliert. Außerdem wird Kingsley ihn schon nicht töten...", erklärte Ron, so das nur ein paar andere es mitbekamen.

Harry stellte sich gegenüber von Kingsley auf und beobachtete genau wie dieser einige Schutzschilde über die Schüler legte.

Harry hielt seinen Zauberstab locker in der rechten Hand und wartete auf den ersten Angriff des Aurors.

Plötzlich sprang Kingsley vor und feuerte drei Flüche hintereinander auf Harry ab.

Harry reflektierte alle drei und schoss dann ebenfalls einige Flüche auf Kingsley.

Viele Minuten sahen die Schüler begeistert dem Duell zu, bei dem keiner einen richtigen Vorteil hatte.

Man sah nur die Flüche blitzen und die Körper der Duellanten bewegten sich in fast unnormaler Geschwindigkeit um diversen Flüchen auszuweichen.

In die Wände schlugen die Flüche dann ein und ließen nur Schutt zurück.

Harry wich gerade einem Lähmfluch aus und schoss dabei einen harten Schocker auf seinen Gegner. Kingsley gab ihm ein Handzeichen und sie hörten gleichzeitig auf.

"Nun, wie es aussieht hatte die Todesserin einen guten Grund zu flüchten...", lächelte Kingsley leicht keuchend und lächelte in die Runde.

Harry war kaum außer Atem und setzte sich wieder, als wäre nichts passiert.

Eigentlich hatte so ziemlich jeder damit gerechnet, dass der Auror gewinnen würde und waren umso geschockter, dass die beiden sich mindestens ebenbürtig waren.

Wiederum trafen Harry ehrfürchtige und bewundernde Blicke.

Innerlich schüttelte Harry den Kopf, ließ sich aber nichts dergleichen anmerken.

Kingsley begann nun einige Flüche aus dem Duell zu analysieren und den Schülern zu zeigen. Er war ein sehr guter Lehrer und ausnahmslos jeder Schüler hatte großen Respekt vor ihm. Harry kannte all diese Flüche schon und musste sie deshalb nicht erst lernen.

Ein wenig gelangweilt saß er auf seinem Platz und beobachtete die ungeschickten Schüler.

Kingsley setzte sich zu ihm.

"Du bist sehr gut! Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass du dich ziemlich zurückgehalten hast... Habe ich recht?"

Stirnrunzelnd musterte Harry den Auror.

"Ja, ich habe lange nicht alles gegeben. Auch beim Duell mit Bella habe ich mich zurückgehalten..."

Kingsley blieb der Mund offen stehen.

"Du hast dich bei einem Kampf mit Todessern zurückgehalten? Bist du noch ganz dicht?", fragte Kingsley empört.

"Hey! Ich wollte nicht all meine Fähigkeiten demonstrieren... Bella wird ihre Strafe auch noch bekommen! Das schwöre ich dir.. Es war nur nicht der richtige Augenblick um ihr den Crucio auf den Hals zu hetzten...", meinte Harry berechnend.

Kingsley öffnete den Mund, schloss ihn, öffnete ihn wieder,...

In diesem Moment ertönte der Gong und zeigte das Ende des Unterrichts an.

Als Hausaufgabe sollten sie einen Aufsatz über verschiedene Angriffszauber schreiben.

Neville und Harry seufzten unzufrieden.

Beide hatten von sämtlichen Flüchen genauste Definitionen angefertigt.

Harry hatte wohl einige hundert mehr als Nev, aber dieser hatte auch schon genug.

Der Unterricht für diesen Tag war nun vorbei und Harry brachte die Slys zu ihrem Quartier, später würde er sie zum Abendessen wieder abholen.

Nev hatte sich in die Bibliothek verkrochen und Harry hängte die Listen auf, in die sich diejenigen eintragen konnten, die bei der DA mitmachen wollten.

Danach begab er sich auf die Ländereien und pfiff Myst zu sich. Ohne Sattel und Trense ritt er ein wenig um den See und wurde dabei von einigen Neugierigen beobachtet.

Das ganze Starren war Harry ja schon früher auf die Nerven gegangen, aber nun war es noch schlimmer geworden.

Vor allem wegen dem Artikel im Propheten und dem Duell mit Kingsley brachten ihm viele bewundernde Blicke. Und da sich auch sein Aussehen sichtlich positiv verändert hatte, blieb er auch von schmachtenden und anhimmelnden Blicken nicht verschont.

Seufzend galoppierte er zum Schloss zurück und sprang dann von Myst´s Rücken.

Er schickte sie weg und machte sich auf den Weg in den Schlafsaal.

Er stieg in seinen Koffer, suchte dort einige Pergamente heraus, die er für seine Aufsätze nur ein wenig ändern musste und machte sich an die Arbeit.

Als er wieder aus dem Koffer kam, waren in der Realität nur an die 5 Sekunden verstrichen.

Zufrieden nahm er sich ein Buch und fing an zu lesen und die Kapitel zusammenzufassen.

Kurz vor dem Abendessen holte er die Slys ab und zusammen begaben sie sich zum Abendessen.

Harry war schon fast fertig mit dem Essen, als sich die Hallentür öffnete und drei Personen in Reiseumhängen die Halle betraten.

Sofort wurde es still.

Dumbledore stand auf und begrüßte die Neuankömmlinge.

"Willkommen! Liebe Schüler, das sind Nymphadora Tonks, Remus Lupin und Alastor Moody. Die letzteren werden die Sicherheitsstreife bilden und Ms. Tonks wird bei der DA behilflich sein."

Nun löste sich Tonks aus ihrer Starre, eilte auf Harry zu und umarmte ihn stürmisch. Er erwiderte die Umarmung herzlich und wurde dann sofort auch in Remus Arme gezogen.

"Hi! Wir reden später, okay?", fragte Harry leise.

Die zwei nickten und setzten sich dann mit Mad-Eye an den Lehrertisch.

Draco hatte sich von der Szene weggedreht, er konnte das nicht mitansehen.

Ginny und Hermine dagegen sahen Tonks wieder einmal etwas eifersüchtig hinterher, wie auch einige andere, darunter Helen und Pansy.

Nach dem Essen winkte Harry Tonks und Remus zu sich und meinte "Wir müssen die Slys schnell zurückbringen. Wollt ihr mitkommen? Danach können wir reden..."

Verwundert nickten die beiden und ließen sich dann von Nev erzählen warum vier der Slys von ihnen Geleitschutz bekamen.

Auf dem weg zu den Sly-Quartieren konnten Harry und Tonks es nicht lassen ihre Farce weiter zu spielen und die beiden brachten die anderen mit ihrem Prinz/Prinzessinnengehabe immer wieder zu unkontrollierten Lachattacken. Die Gryffs der sechsten Klasse und Ginny waren nämlich mitgekommen.

"Ihr zwei wollt die DA zusammen führen? Vielleicht sollte ich mich doch nicht anmelden...", überlegte Dean laut und gespielt ernst. Darauf brachen alle erneut in Gelächter aus.

Die Gryffs verschwanden im GR und die Slys in ihren Quartieren, nachdem Helen Harry noch einen Wangenkuss gegeben hatte.

Danach folgte Harry Remus und Tonks zu ihren Räumen, die auch in der Nähe waren und nebeneinander lagen.

Sie setzte sich in das Wohnzimmer von Remus und schwatzten ein wenig.

Dann verabschiedeten sich Tonks und Harry und verließen Remus.

"Kommst du noch mit zu mir?", bettelte Tonks.

Harry überlegte gespielt angestrengt.

"Was hast du denn vor?", fragte Harry verschmitzt.

"Dich verführen?", antwortete Tonks versuchsweise und Harry musste grinsen.

"Nana, Prinzessin, was sind denn das für Gedanken?"

Tonks schmollte und zog ihn in ihr Schlafzimmer...

Viele Stunden später machte sich Harry auf in den Gryffindorturm.

Tonks hatte ihn mehr als einmal verführt und er war auch nicht ganz untätig gewesen, und so war er ein wenig erschöpft, als er den GR betrat.

Hermine, Ron und Ginny waren die einzigen, die noch da waren, schließlich war es ja auch schon weit nach Mitternacht.

"Wo warst du, Harry?", fragte Hermine sogleich.

"Hab´ mich mit Tonks und Remus verquatscht...", erklärte Harry schulterzuckend.

Die drei schmollten.

Schließlich hatte Harry ihnen schon ewig nichts mehr erzählt.

Geschlagen setzte er sich zu ihnen.

"Ihr steht euch ziemlich nahe, du und Tonks, richtig?", fing Hermine an.

"Ja, sie ist, genau wie Remus, ein guter Gesprächspartner...", log Harry kaltschnäuzig, aber sehr überzeugend.

"Erzählst du uns irgendwann über die Ferien?", fragte Ginny traurig.

"Irgendwann?", meinte Harry lächelnd.

Die drei sahen ihn fragend an.

"Wisst ihr, diese Ferien waren sehr anstrengend. Sowohl physisch als auch psychisch. Es ist schwer über manches zu reden. Ich habe ein paar Leute kennen gelernt und mich mit den Slys herumgeschlagen. Viel ist sonst nicht passiert...", erklärte Harry bedrückt.

Er hatte gedankenverloren seine Hände verschränkt und blickte nachdenklich ins Feuer.

Hermine zog seine rechte Hand in ihre und starrte auf das Tattoo.

"Was ist das?", fragte sie ein wenig hysterisch.

"Ein Tattoo.", erklärte Harry halbherzig.

"Trust ? Was für ein Sinn hat das?", wollte nun auch Ginny wissen.

Böse blickte sie Hermine an, da diese Harrys Hand halten konnte.

"Ein Freundschaftsbeweis...", murmelte Harry leise.

"Und wir? Sind wir nicht deine Freunde?", fragte Hermine mit tränenerstickter Stimme.

Harry blickte sie direkt an, sagte aber nichts.

Hermine fing an zu weinen und Ginny starrte ihn entsetzt an. Ron hatte nicht alles mitbekommen und sah ihn nur böse an, weil Hermine weinte.

Harry zog die weinende Hermine in seine Arme und streichelte ihr beruhigend über das Haar.

"Mine! Natürlich seid ihr meine Freunde! Hey, beruhige dich...", meinte er sanft.

Ginny war furchtbar eifersüchtig und fragte deshalb "Was ist mit dieser Helen, Verena?"

"Sie sind gute Freundinnen, aber sie kommen nicht an euch heran! Ihr seid mit mir durch unzählige Abenteuer gestolpert, das kann man nicht vergessen! Ihr werdet immer meine Freunde sein, aber bitte versteht, dass ich auch andere Verpflichtungen habe..."

Ron nickte erstaunlich ruhig. Anscheinend war auch er ein wenig erwachsener geworden.

"Ich kann zwar nicht verstehen, warum du mit den Slys abhängst, aber ich respektiere es...", erklärte er.

"Die vier baten mich um Hilfe, als sie auf der Flucht waren. Kein Wunder, oder? So ziemlich jeder Todesser ist ihnen auf den Fersen gewesen... Ich habe ihnen meine Hilfe versprochen und die bekommen sie auch. Mit Helen habe ich mich angefreundet und Pansy und Blaise sind wirklich okay. Ihr müsst nichts mit ihnen zu tun haben!", sagte Harry abschließend, Hermine immer noch auf seinem Schoß umarmend.

"Was ist mit Malfoy?", fragte Ginny.

"Es hat sich zwischen uns nichts geändert, außer, dass wir uns nicht mehr streiten. Das ist ganz gut so, aber sonst ist alles beim alten..."

"Und wer sind Chen und die ganzen anderen...?"

"Das erzähle ich euch ein andern Mal, okay? Ich bin ziemlich müde, und ihr?"

Sie nickten und so begaben sich Ginny und Hermine in den Mädchenflügel, während Ron und Harry in ihrem Schlafsaal verschwanden.

Sie wünschten sich noch gute Nacht und legten sich dann hin.

Harry allerdings ging dann noch in den Koffer und legte sich dort schlafen, weil er da ausschlafen und anschließend trainieren konnte, während in echt wieder nur ein paar Sekunden vergingen.

Am Morgen trainierte er wieder mit Neville und duschte dann.

Er zog sich eine seiner schwarzen Jeans an und ein hellgrünes Sweatshirt mit Kapuze.

Wie sonst verstaute er auch heute seine Waffen und Zauberstäbe an seinem Körper.

Lisco hatte sich um seinen Hals geschlungen und Srennia wollte ihre Hüfte unter keinen Umständen mehr freigeben.

Neville hatte belustigt Harry beobachtet wie er mit der grünen Mamba diskutierte, dann aber wie jeden Tag aufgab.

Von Helen bekam er seinen üblichen Begrüßungskuss und dann machten sie sich auf den Weg zur großen Halle. Wie immer wurden die Sechs misstrauisch beobachtet.

Harry winkte Tonks, Remus, Mad-Eye und Kingsley zu, die sofort zurückwinkten.

Grinsend machte sich Harry ans frühstücken.

Die andern Gryffs sahen sie wieder erstaunt an, da Harry früher ja bekanntlich ein richtiger Morgenmuffel gewesen war und auch Neville war nicht als Frühaufsteher bekannt. Und beide saßen frisch und munter am Tisch und wirkten so ausgeschlafen wie noch nie. Vor allem Harry brachte das misstrauische Blicke von Hermine, Ron und Ginny ein, da er ja nicht vor 3.00 Uhr ins Bett hatte kommen können. Eben genannte nämlich sahen noch sehr verquollen und müde aus.

"Morgen!", strahlte Neville ihnen freundlich entgegen.

Der Gruß wurde vereinzelt mürrisch erwidert, Neville ließ sich dadurch seine Laune allerdings nicht vermiesen und aß unbekümmert weiter.

Hedwig brachte einen Brief und auch der Tagesprophet wurde pünktlich geliefert.

Gespannt öffnete Harry den Brief.

Hi Harry! Hey, Nev.

Die Schule ist hier verdammt langweilig, aber was anderes konnten wir ja nicht erwarten.

Petunia wuselt den ganzen Tag durch das Haus, findet aber nichts zum Putzen...

Und Chen probiert nacheinander alle Pferde aus. Außerdem haben wir festgestellt, dass du Seidenschnabel und Myst mitgenommen hast! Warum müssen wir das immer selbst herausfinden? Ich meine, ist ein Satz denn so schwierig?

Nun, ich hoffe, Harry, du kannst dem elenden Malfoy aus dem Weg gehen?

Wir sehen uns am WE!

Bye,

Michael

Neville grinste Harry an.

"Michael scheint seine schlechte Laune ebenfalls an mir auslassen zu wollen...", sagte Harry schmunzelnd.

"Wer ist denn Myst?", fragte Hermine, die den Brief ebenfalls gelesen hatte.

"Wirst du später schon noch sehen... Nev, komm´!", wandte er sich dann an Nev, als er Helen auffordernd winken sah.

Sie hatten nun zusammen Kräuterkunde.

Neville war natürlich Feuer und Flamme.

In diesem Fach war er sogar besser als Hermine und Harry.

Diese Doppelstunde verging schnell und schon bald machten sich Harry, Draco und Pansy auf den Weg zum Arithmantik Grundkurs, während Neville, Blaise, Helen und die meisten anderen Gryffs zum Hauptkurs Pflege mag. Geschöpfe stiefelten.

Für Harry, Draco und Pansy war das Fach Arithmantik gänzlich unbekannt.

Harry hatte allerdings trotzdem viel Ahnung, da er in den Ferien so an die 15 Bücher über dieses Thema gewälzt hatte.

Harry setzte sich in die zweite Reihe und Draco belegte den Platz zu seiner Linken und Pansy ließ sich zu seiner Rechten nieder. Er ignorierte das geflissentlich und konzentrierte sich auf den Vortrag von Professor Vektor.

So entgingen ihm auch die anhimmelnden Blicke von Pansy und die verzweifelten von Draco.

Die Professorin gab ihnen ein paar Aufgaben zum Lösen und nachdem Harry seine in Rekordzeit gelöst hatte, erklärte er Pansy die ihren. Draco übersah er dabei bewusst, was diesen dazu trieb, gequält den Kopf wegzudrehen.

Nach Arithmantik hatte Harry ein weiteres neues Fach.

Auch Pansy und Helen hatten Alte Runen gewählt. Blaise und Draco hatten dieses Fach als Hauptfach und begaben sich auf den Weg um mit Neville zusammen im Hauptkurs Geschichte einzuschlafen.

Zwischen den beiden Slytherinmädchen sitzend hatte Harry schon seine Mühe dem Unterricht zu folgen, schaffte es allerdings doch überraschend leicht die komplizierten Runen zu übersetzten. Nicht umsonst war das Lernen gewesen...

Beim Mittagessen traf Harry die anderen wieder und nach einem ausgiebigen Mahl machten sich alle zusammen auf den Weg zum Hauptkurs Verwandlung.

McGonnagall beobachtete misstrauisch wie sich Neville, Harry und Helen sich zusammen setzten und dann augenscheinlich konzentriert aufsahen.

"Nun, Willkommen im Hauptkurs Verwandlung. Wer es bis hierher geschafft hat, kann stolz auf sich sein... Ich denke Sie alle wissen, was Ihre Noten alles beeinflussen werden in der Zukunft. Ich erwarte Konzentration und Lerneifer... Wir beginnen heute mit einer relativ einfachen Transformation. Vor jedem von Ihnen liegt ein einfacher Apfel. Ich möchte, dass Sie ihn in einen Papagei verwandeln. Er soll grün mit einem roten Kopf und einem gelben Federbusch sein. Fangen Sie an."

Harry stöhnte gelangweilt, was die Professorin erstaunt zur Kenntnis nahm.

"Mr. Potter scheint diese Aufgabe langweilig zu finden. Würden Sie uns bitte zeigen, dass Sie einen Grund dafür haben?", forderte MCGonnagall ihn auf.

Die ganze Klasse hatte sich zu ihm gedreht und schulterzuckend zog Harry seinen Zauberstab. Er deutete mit dem Stab auf den blutroten Apfel vor ihm und murmelte eine Formel, die kaum jemand verstand. Vor den verwunderten Augen der Schüler verwandelte sich der Apfel in einen prächtigen Papagei, mit rotem Kopf und einem gelben Federbusch.

Geschockt starrte die Verwandlungslehrerin ihren Schüler an, der jetzt wieder genauso gelangweilt aussah wie wenige Sekunden vorher.

"25 Punkte für Gryffindore.", stotterte die Lehrerin dann doch noch und forderte die anderen auf, es ebenfalls zu versuchen.

Helen und Neville ließen sich den Spruch von Harry erklären und schafften es bis Ende der Stunde ebenfalls den Apfel zu verwandeln. Auch Blaise und Hermine hatten den Dreh bald heraus...

Nach Verwandlung machten sich Harry, Draco, Pansy und Hermine auf zum Grundkurs Pflege mag. Geschöpfe.

Hagrid erwartete sie schon und grinste vielversprechend.

"Heute werdet ihr ein Kriegseinhorn kennen lernen...", strahlte er sie an.

"Was? Aber...-", fing Hermine an und auch die anderen waren mehr als geschockt.

"Aus irgendeinem Grund hält sich zurzeit ein männliches Kriegseinhorn im Wald auf. Das kommt uns gerade recht...", grinste Hagrid weiter.

"Aber keiner kann sie zähmen! Wie willst du es her bekommen?", fragte Hermine sehr interessiert.

Hoffnungsvoll sah Hagrid zu Harry.

"Das Einhorn ist hinter Harrys Stute her. Es ist immer in ihrer Nähe und lässt sie nicht aus den Augen... Harry könntest du sie mal rufen?", fragte Hagrid flehend.

Alle Schüler hatten sich zu Harry gedreht, der kaum merklich die Augen aufgerissen hatte.

"Verdammt! Hagrid, sie ist rossig!", rief er dann vorwurfsvoll und ein wenig verzweifelt.

"Ich weiß!", meinte Hagrid belustigt.

Fluchend pfiff Harry zweimal laut und wartete dann geduldig.

Bald hörte man ein rhythmisches Beben.

Aus dem Wald kam ein wunderschönes schwarzes Pferd in unglaublicher Geschwindigkeit auf sie zu. Nur fünf Meter hinter ihm brach ein schwarzes Einhorn aus dem Gehölz.

Schnaubend hielt Myst vor Harry und rieb ihren Kopf an seiner Brust.

Harry streichelte sie liebevoll und bedachte das Einhorn warnend.

"Wehe du versenkst dein Sperma in meiner Stute!", giftete Harry das Einhorn an und brachte die damit Schüler entweder zum Lachen oder zum beschämten Rotwerden.

Hermine starrte ihn entsetzt an, während Pansy sich fast an einem Lachkrampf verschluckte und auch Draco musste sich stark zusammenreißen um seine Maske nicht fallen zu lassen.

Hagrid runzelte die Stirn.

"Gut, Gut, Harry, ich denke er hat es kapiert... So, nun zum Thema. Kriegseinhörner besitzen eine unglaubliche Kraft und Schnelligkeit... Harry, wärst du so lieb und drehst eine Runde, der Hengst wird dir folgen wie ein Hund...", bat Hagrid.

Harry brummte vor sich in und mit einem eleganten Satz saß er auf dem blanken Rücken seiner Stute.

"Aber Myst ist lange nicht so schnell wie das Einhorn, das weißt du schon, oder Hagrid?", wollte er noch mal wissen.

"Sicher, Sicher. Nun mach´ schon!"

Mit großen Augen sahen die Schüler zu wie das schwarze Pferd aus dem Stand angaloppierte und davon raste. Harry hatte sich flach auf den Pferdehals gelehnt und trieb Myst immer mehr an.

Das Einhorn hielt mühelos mit und schenkte Harry nur einige eifersüchtige Blicke.

In unglaublicher Geschwindigkeit hatten sie den großen See umrundet und hielten nun wieder auf die Klasse zu.

Harry hielt an, blieb aber auf Myst sitzen.

Die Schüler bekamen ihren Mund gar nicht mehr zu.

Das Einhorn kam immer näher, bis es mit dem Kopf Harrys Arm berührte.

Vorsichtig strich Harry über das weiche Fell und sein anfangs noch böser Blick wurde weicher.

Plötzlich durchzuckte Harry eine Idee.

Er hob langsam den Kopf und sah Hagrid in die Augen.

Dieser riss erschrocken die Augen auf "Nein, nein, Harry! Mach´ das nicht... Das hat noch keiner geschafft! Mach es nicht!", flehte er.

Die Klasse wusste nicht um was es ging und schauten deshalb nur etwas verwirrt.

Harry schüttelte den Kopf und sah auf den Körper des riesigen Einhorns, das nun direkt neben Myst stand.

Entschlossen griff er in die schwarze Mähne direkt am Widerrist.

Draco riss die Augen auf .

"Harry! Tu´ das nicht!", rief er verzweifelt, aber wie immer ignorierte Harry den Blonden.

Auch ein paar andere Schüler schienen nun Harrys Vorhaben zu erkennen und sahen ihn entsetzt an.

Doch Harry ließ sich nicht beirren und schwang sich gekonnt von Mysts Rücken auf den des Einhorns.

Das Tier riss geschockt den Kopf hoch und stieg.

Harry lehnte sich nach vorne, solange das Einhorn auf den Hinterbeinen stand.

Es wieherte bösartig und stieg immer wieder kerzengerade in die Luft, bockte und schlug aus.

Harry jedoch schien nichts von dem Rücken vertreiben zu können.

Das Tier machte einen solchen Lärm und die Schüler schrieen so laut, sodass aus dem Schloss bald Dumbledore, ein paar andere Lehrer und viele Schüler gelaufen kamen.

Als sie jedoch das Bild sahen, blieben sie wie angewurzelt stehen.

Da war ein gewaltiges Kriegseinhorn mit langem, spitzen Horn, auf dessen Rücken Harry Potter höchstpersönlich saß.

Das Tier versuchte auf alle erdenklichen Arten den Jungen von seinem Rücken zu bekommen, doch schien der Junge nicht gewillt eben dies zu tun.

Mit offenen Mündern beobachteten nun fast alle Bewohner des Schlosses das Geschehen. Ob von Nahem, oder den Fenstern, Türmen.

Keiner schien eingreifen zu wollen, können.

Nach einer scheinbar endlosen Zeit beruhigte sich das Einhorn und blieb schwer atmend ruhig stehen.

Harry grinste gewinnend und rief Myst zu sich.

Als wäre nichts geschehen, wechselte er wieder auf den Rücken seiner Stute und sah sich um.

Lauter entsetzte, aber auch bewundernde Augen starrten ihn an.

Harry zuckte die Schultern und ließ die Stute drehen.

Frontal stand er mit Myst nun dem Einhorn gegenüber.

Wie auf ein unsichtbares Zeichen hin gingen beide Tiere gleichzeitig auf die Knie und senkten die Häupter.

Ungläubig verfolgten hunderte Augenpaare dieses.

Harry grinste nun noch mehr und stieg von Myst.

Er ging auf das Einhorn zu und das Tier machte keine Anstalten ihn abzuwehren.

Harry streichelte die schwarze Schönheit und redete beruhigend auf ihn ein.

Dann klopfte er ihm kurz auf die Brust und das Tier erhob sich willig und auch Myst stand wieder auf.

Harry versank kurz in seinen Gedanken, dann entschied er sich das Risiko einzugehen und beschwor einen leichten Sattel herauf.

Wieder entsetzt wollte Hagrid protestieren, doch Harry ignorierte ihn ganz einfach.

Beruhigende Worte murmelnd legte Harry dem Einhorn den Sattel auf den Rücken.

Das Tier zuckte kurz, blieb aber ansonsten ruhig.

"Ich werde dir nichts tun, versprochen! Willst du mein Freund sein?", fragte Harry das Einhorn telephatisch.

"Du bist stark, junger Mensch. Und du hast ein treues und gutes Herz. Du hast eine Gabe, eine Gabe, die nur wenige Menschen besitzen... Du kannst mit Tieren sprechen und du behandelst uns respektvoll... Ich habe keine Angst, dass du mich verletzt. Wir sind ab jetzt gebunden, gebunden aneinander. Nie hatte ein Mensch die Ehre mit der Seele eines Einhorns gebunden zu werden..."

Alle sahen zu wie plötzlich ein goldenes Licht Harry und das Einhorn umgab.

Wie eine Aura pulsierte das Licht und verschwand kurz darauf.

Als wäre nichts geschehen, befestigte Harry den Sattel auf dem Rücken des Tieres und legte das Zaumzeug an.

Das Einhorn machte nicht einen den Versuch sich zu wehren.

Dann schwang sich Harry wieder auf den Rücken des Einhorns.

Unter den Augen der Schüler und Lehrer gab Harry dem Einhorn die Hilfen zum Antreten.

Mit würdevoll gebogenem Hals und stolz blitzendem Horn trat das Tier an.

Die mächtigen Hufe stampften im Gleichtakt auf die Erde.

Plötzlich fing Hagrid an zu klatschen und bald fielen die anderen mit ein.

Lächelnd ritt Harry das Einhorn in allen Gangarten und ließ es dann vor Hagrid anhalten.

Grinsend sprang er ab.

"Was war das noch mit dem Risiko?", fragte er charmant.

Ungläubig starrte Hagrid ihn an.

Mit einem Schrei wurde Harry von Hermine umarmt.

"Weißt du überhaupt was ich mir für Sorgen gemacht habe?", giftete sie ihn anschließend an.

"Tut mir Leid! Aber ich konnte einfach nicht widerstehen...", sagte Harry verträumt.

Draco war kalkweiß im Gesicht und drängelte sich durch die Schülermassen zurück ins Schloss. Glücklicherweise traf er auf dem Weg in sein Zimmer keinen der Slytherins. Er ließ sich schluchzend auf sein Bett fallen.

Er hatte solche Angst gehabt! Er war vor Sorge beinahe gestorben und...

Neville kam zu Harry herüber und hob grinsend die Hand, in die Harry ebenfalls lächelnd einschlug. "Sag mal, was war das für ein Licht?", fragte Nev dann neugierig.

"Erzähle ich dir später...", erklärte Harry und zeigte auf die Umstehenden.

Zu Zweit drängelten sie sich durch die Menge, gefolgt von dem Einhorn und Myst.

Bereitwillig wurden sie durchgelassen.

Kurz vor dem Portal drehte sich Harry noch mal zu dem Einhorn.

"Du lässt trotzdem die Finger von meiner Stute, verstanden?", fuhr er das edle Tier lautstark an.

Die Umstehenden grinsten und beobachteten dann erstaunt wie das Einhorn den Kopf fast bis auf den Boden senkte und ein Bein hob, als wollte es beschämt den Kopf bedecken.

Harry lachte und sagte wieder sanft "Braver Junge! Noch so einen Ritt würde ich wahrscheinlich nicht überleben..."

Dann verschwand er mit Neville im Schloss, während das Einhorn und Myst im Wald verschwanden.

Noch einige Minuten regte sich keiner, doch dann folgten die Schüler und Lehrer dem Beispiel von Harry und Neville und begaben sich zurück ins Schloss.

Den ganzen Tag waren Harry und das Einhorn das Gesprächsthema Nummer eins.

Doch bis zum Abendessen tauchten weder Harry noch Neville auf.

Als die Halle schon mit Geplauder und Gelächter gefüllt war, traten Neville und die vier Slys ein, Harry jedoch war nicht dabei.

Wie immer von allen angestarrt, verteilten sich die Jugendlichen und fingen gleichgültig an zu essen.

"Neville? Weißt du wo Harry ist?", fragte Hermine, sobald sich Neville hingesetzt hatte.

"Ja.", meinte er nur.

Perplex sahen ihn die Gryffs an.

"Na? Und wo?", forderte Ginny ihn ungeduldig auf.

Missbilligend sah Neville auf.

"Ich bin mir nicht sicher ob Harry will, das ihr das wisst... Und deshalb werdet ihr ihn selber fragen müssen!", erklärte Neville ruhig und wandte sich wieder seinem vollen Teller zu.

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° 23.45 Uhr - Glasgow °

Marc lag glücklich neben dem bereits schlafenden Harry.

Er wusste nicht warum er noch wach war, normalerweise schlief er danach immer sofort ein.

Harry lag auf dem Rücken und Marc hatte seinen Kopf auf dessen durchtrainierten Bauch gebettet. Langsam richtete er sich auf und schob seinen Körper höher.

Seine Hände stützten sein Gewicht, während er Harrys Gesicht betrachtete.

Es sah so friedlich aus. Entspannt.

Marc wusste inzwischen viel von der Zaubererwelt.

Er wusste, dass er fast täglich mit einer Berühmtheit schlief. Aber ihm war das egal. Alles was zählte war, dass Harry da war.

Er liebte es in die grünen Seen einzutauchen.

Er liebte es, wie sie sich vor Lust verdunkelten, wann immer sie ihn ansahen.

In diesen Momenten war er glücklich.

Da vergaß er, dass er nicht der einzige für Harry war.

Er vergaß seine Sorgen, genau wie Harry die seinen vergaß, wenn sie sich vereinten.

Oh, wie sehr er sich wünschte sie hätten mehr als diese Affäre.

Wie sehr wünschte er, er wäre der Einzige für Harry.

Sein Harry, dem so viele Lasten aufgebürdet worden waren, der so litt und nur vergessen konnte, wenn sie sich liebten.

Marc hob eine Hand und strich Harry eine einzelne Strähne des schwarzen Haares aus der Stirn.

"Ich liebe dich...", flüsterte er heiser und konnte nicht vermeiden, das ihm die Tränen über die Wangen liefen.

Wie in Zeitlupe tropften seine Tränen auf das engelsgleiche Gesicht Harrys.

Langsam öffnete Harry seine Augen.

"Warum weinst du?", fragte er dann besorgt.

Doch Marc antwortete nicht, nur noch mehr Tränen bahnten sich Wege über seine zarte Haut.

Harry richtete sich auf und zog den zitternden Jungen in eine tröstende Umarmung.

Ihre nackten Körper pressten sich aneinander und Marcs Schluchzer verklangen leise in der Dunkelheit.

Harry drehte Marc auf den Rücken und beugte sich über ihn.

Sanft küsste er die Tränenspuren von Marcs Gesicht.

Liebevoll lächelte er den Blonden unter sich an und legte sich dann wieder neben ihn.

Marc vergrub sein Gesicht an Harrys Halsbeuge und drückte sich fest an dessen Körper.

Wie von selbst umschlossen Harrys Arme den zierlichen Körper.

Beruhigend streichelten seine Hände über den nackten Rücken seines Geliebten...

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Am nächsten Morgen verabschiedeten sich die beiden Jungen mit einem liebevollen Kuss und nach einem Versprechen bald wieder zu kommen löste sich Harry in Luft auf.

Er materialisierte sich vor dem verbotenen Wald und pfiff nach Myst.

Kurze Zeit später brach Myst samt dem Einhorn aus dem Dickicht.

"Du hast doch bestimmt einen Namen, oder? Verrätst du ihn mir?", fragte Harry das Einhorn.

"Ich heiße Revello, junger Harry."

Harry lächelte und fragte dann, ob er reiten dürfte.

Nur wenige Minuten später donnerte Revello mit Harry auf dem Rücken und Myst auf den Fersen über die Ländereien.

Diesmal trug das Einhorn keinen Sattel.

Harry fühlte sich vereint mit dieser gewaltigen Kraft.

Und erst da wurde ihm klar, dass es genau so war.

Sie waren gebunden.

Gebunden an die Seele des jeweils anderen.

Und Harry war froh.

Er war froh seine Kraft mit der Revellos zu teilen.

Es schien als würden sie sich ergänzen.

Revello verkörperte die Kraft der Natur.

Und er teilte sie mit Harry.

Und Harry teilte seine Macht mit Revello.

Sie würden sich nie wieder trennen können und für Harry war das ein sehr tröstlicher Gedanke. Er erinnerte sich an Marcs Tränen, und zum hundertsten Mal fragte er sich warum er geweint hatte. Aber er würde es ihm nicht sagen, das wusste Harry ganz genau, zu genau...

Inzwischen wusste er nicht mehr wie er für den Jungen empfand.

Er genoss ihre gemeinsamen Stunden, keine Frage!

Aber manchmal schlich sich ein Gefühl in sein Herz, wovor Harry Angst hatte.

Liebe.

Es war die Liebe, vor der er sich so sehr fürchtete.

Er hatte Sirius so sehr geliebt.

Und nun tat diese Liebe weh, zerstörte ihn.

Zu wissen, dass Sirius ohne seine Liebe noch leben würde, ließ ihn dieses Gefühl fürchten.

Und würde Marc sterben, nur weil er ihn liebte...

Harry konnte nicht weiterdenken.

Natürlich liebte er auch seine anderen Freunde, aber diese Liebe, die ihn mit Marc verbinden würde, wäre ein gefundenes Fressen für Tom.

Er wollte keinen seiner Freunde mehr verlieren, wollte nicht noch mehr leiden...

Der Wind strich durch seine Haare und trocknete seine Tränen.

Lächelnd bemerkte er, dass Revello schon seit über einer Stunde um den See galoppierte, ohne auch nur ansatzweise müde zu wirken.

Myst hatte schon lange aufgegeben und wartete nun darauf, dass Harry und Revello die Lust verlieren würden.

Harry bremste das mächtige Tier und ritt nun im Schritt hinauf zum Schloss.

Am Portal sah Harry eine Gestalt stehen.

Ohne sein Tempo zu verändern ritt er genau auf diese Person zu und identifizierte sie schließlich als Albus.

Er hielt an, gerade so, dass Revellos Horn den Schulleiter nicht durchbohren würde.

"Albus! Guten Morgen.", begrüßte Harry den alten Mann.

"Guten Morgen, Harry! Könnte ich kurz sprechen?"

"Sicher. Was liegt dir auf dem Herzen?"

Albus sah auf das mächtige Einhorn und nickte.

"Wie hast du es geschafft das Einhorn zu zähmen?"

Harry lächelte versonnen.

"Nun, erst habe ich ihm klargemacht, dass er mich nicht abwerfen kann und dann hat er mich akzeptiert.", erklärte Harry wage.

"Und warum habt ihr golden geleuchtet?"

Skeptisch musterte Harry den Schulleiter.

"Wir sind gebunden..."

Albus fiel die Kinnlade herunter und brachte keinen Ton heraus.

"..Mit...mit einem Einhorn? Einem Kriegseinhorn?", stammelte er schließlich.

"Ja. Er heißt Revello... Nun, war das alles?"

"Ähmm... Nein... Wo warst du in der Nacht? Und warum funktioniert dein Handy hier?"

"Ich habe das Handy ein wenig verzaubert, damit ich für meine Freunde immer erreichbar bin."

"Und wo hast du übernachtet?"

Ein wenig erschrocken beobachtete Albus, wie Harry ein Schatten über das Gesicht huschte und er dann mit erschöpfter Stimme sagte "Ich möchte nicht darüber reden..."

Verwundert nickte der Direktor.

"Nun, dann möchte ich dich nicht länger aufhalten. Einen schönen Tag wünsche ich dir, Harry!", meinte Albus und verschwand dann fröhlich pfeifend in der Schule.

Kopfschüttelnd teleportierte sich Harry in seinen Koffer und begann mit seinem üblichen Training, zudem sich bald auch Nev gesellte.

Zusammen begaben sie sich unter die Duschen und zogen sich an.

Harry musterte gedankenverloren das Amulett, das er um den Hals trug. Es sah genauso aus wie Marcs, nur das der Stein meerblau war, wie Marcs Augen. Versonnen seufzte er und ließ die Kette unter seinem hellgrünen Hemd verschwinden.

Lisco, Srennia und die Waffen nahmen ihre üblichen Plätze ein.

Die Schlangen tarnte er immer wenn Moody in der Nähe war so, dass das magische Auge sie nicht sehen würde.

Nachdem auch das erledigt war, holten Neville und er die Slys ab und begaben sich in die große Halle.

Genervt bemerkte Harry die Blicke und saß schweigend auf seinem Platz.

Der Tagesprophet enthielt nichts Neues. Der neue Zaubereiminister war immer noch nicht gewählt und langsam wurde es brenzlig. Voldemort ging nun zwar öffentlich vor, bis jetzt waren aber noch keine Todesopfer zu verzeichnen.

Stöhnend reichte Harry die Zeitung an Neville weiter, der sofort anfing die Seiten zu studieren.

Dieser Mittwoch verging relativ schnell, jedenfalls für Harry.

Seine Gedanken hingen meist bei Marc oder Revello fest und er war nur halb anwesend im Unterricht.

Nichtsdestotrotz beantwortete alle Fragen, die ihm gestellt wurden hundertprozentig richtig und Snape gab es irgendwann auf.

Die meiste Zeit ignorierte er sowohl die Slys als auch seine Freunde.

Manche waren beleidigt, aber Nev machte sich schon Sorgen.

Es war schon kurz vor dem Abendessen, als Neville Harry ansprach

"Sag´ mal, was ist heute eigentlich los mit dir?"

Die Slys hinter ihnen spitzten die Ohren, genau wie Ron und Hermine.

"Was meinst du damit?", versuchte Harry zu blocken.

"Jetzt komm´ schon! Stell´ dich nicht blöd.", fuhr Neville ihn gereizt an.

"Ich hatte eine schlechte Nacht, das ist alles!", erklärte Harry mental.

Irritiert beobachteten die Zuhörer wie Neville verstehend nickte und Harry weiterzog.

"Hähh?", sagte Ron, der wie angewurzelt stehen geblieben war.

Auch die anderen waren ratlos.

Aber da ihnen nichts anderes übrig blieb, folgten sie den beiden Gryffs zum Essen.

Nachdem Harry und Nev gegessen hatte, machten sie sich schon auf den Weg zum Slytherintisch als Tonks auf Harry zugestürmt kam und kaum bremsen konnte. Glücklicherweise hatte Harry reflexartig zugegriffen und sie so vom Stürzen abgehalten.

"Danke, Süßer! Kommst du später noch vorbei? Wir müssen noch was besprechen...", keuchte sie dann.

Harry grinste nur und nickte, worauf sich die Aurorin wieder davonmachte.

Kopfschüttelnd setzten die beiden Schwarzhaarigen ihren Weg fort.

"Kommt ihr?", fragte Nev auffordernd die vier Slys.

Diese nickten und zusammen verließen sie die große Halle.

Harry sprach, wie schon den ganzen Tag, nur wenn er gefragt wurde und ignorierte die anderen sonst völlig.

Helen drückte ihm einen Kuss auf die Wange und verschwand dann, gefolgt von ihren Freunden, in ihren Räumen.

Harry verabschiedete sich von Neville und schritt zu Tonks´ Räumen.

Er murmelte das Passwort und trat ein.

Er setzte sich auf einen Sessel vor dem Feuer und wartete auf Tonks.

Minuten später stürzte sie herein und machte es sich sogleich auf Harrys Schoß bequem.

"Du bist heute ein wenig abwesend, stimmts?", fragte sie besorgt.

"Keine Sorge. Nichts weltbewegendes...", grinste Harry.

Tonks seufzte und flüsterte "Ich bin dir verfallen..."

Harry schmunzelte und küsste sie verlangend...

° - break - °

To Be Continued

Ich bin total Happy wegen der zahlreichen und lobenden Kommis!

Daher bekommt ihr das neunte Chap schon jetzt!

Ich hoffe es hat euch gefallen, obwohl ich mich echt wundere was ich da manchmal zusammen geschreibselt habe, ist schließlich schon mindestens drei Monate her, dass ich das getippt habe..

Hoffe auf viele weitere reviews von euch!

LS

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