Der Schattenprinz

Autor: Lord Slash

Chapter: 11 ???

Disclaimer: Alles was ihr aus den Potterbüchern wiedererkennt, gehört Joanne K. Rowling, Bloomsbury, Carlsen Verlag, Warner Brothers und diversen Anderen. Abgesehen davon gehört mir der Plot und die neuen Charaktere! Wenn irgendjemand den Drang verspürt, Ideen aus meiner Story zu übernehmen, würde es mich freuen, wenn ihr mich um Erlaubnis fragt. Weiterhin kann ich euch versichern, dass ich Nichts absichtlich aus anderen Story geklaut habe. Wenn jemand etwas aus seiner FF wiedererkennen sollte, tut es mir Leid, aber Ähnlichkeiten sind nicht von mir beabsichtigt.

Rating: R, NC-17

Genre: Dark, Drama, Tragedy, Avtion/Adventure, Romance

Warning: evtl. DarkHarry, OOC, Slash, Lemon, Lime (Wer detaillierte Sex-Szenen nicht mag, sollte besser verschwinden!)

Pairing: Bei den Pairings bin ich mir noch nicht sicher, jedoch wird es euch nicht an Liebesszenen mangeln...

Reviewantworten:

Vanessa: Über die Freundschaft von Sev und Harry kommt nicht mehr so viel, weniger im Detail.. Sorry, aber schön, dass es dir gefällt: )

kissangel: Tom und Harry ein Paar? Mal sehen.. evilgrins Ob Marc überlebt? pflasterüberdenmundkleb Sorry, ich halte dicht! HDL

Cho: Ich habe keine Ahnung ob es 20-Meter-Türme gibt. Habe auch nicht darüber nachgedacht, wenn ich ehrlich bin.. aber eigentlich ist es doch egal, oder?

Ja, Severus musste bei mir unbedingt nett sein! Ich mag ihn eigentlich.. Soll ich mal ne Harry/Sev-Story schreiben? HDL

sycronn: Wie kommst du darauf, dass ich Marc töte? Ich meine, habe ich irgendeinen Anlass dazu gegeben, zu soetwas beschuldigt zu werden? heul'

pandoradoggis: Harry und Draco brauchen noch!

Avallyn Black: Genial? Meine Story? rotwerd Ich bin geschmeichelt!

Ja, du hast schon recht, mit den Freunden, aber ich bin nicht so der Philosoph, der darüber sinniert, sorry!

Inzwischen Seite 304, aber ich habe grad nen üblen Hänger.. Liegt an den ganzen Partys, die gerade laufen und an denen ich immer teilnehme. Nach ner überzechten Nacht bin ich meist nicht in der Stimmung zu schreiben.. naja, ist ja (noch) nicht dein Problem!

Jep, ich kenne Abandon und die Story ist echt geil!

HDGDL!

Kapitel 11

Der Dienstag verging schnell und der einzige Höhepunkt war wohl das DA-Treffen von Tonks.

Um kurz nach 22.00 Uhr kamen die Gryffindors der DA-Gruppe wieder zurück und erzählten begeistert von dem Unterricht mit Tonks. Anscheinend hatten sie sich doch recht schnell mit der jungen Aurorin angefreundet.

Harry verbrachte die Nacht vom Dienstag zum Mittwoch bei Marc und kam am frühen Morgen des Mittwochs zurück. Er trainierte wie immer und duschte anschließend.

Vessenia hatte nicht mental geantwortet, so ging Harry davon aus, dass es ihr gut ging. Mit Srennia startete er seine tägliche Diskussion während des Anziehens und wie immer gewann die grüne Mamba das Wortgefecht.

Fertig angezogen und ausgestattet stürzten sich Nev und Harry in den Tag.

Der Unterricht war keine Herausforderung für Harry und so verbrachte er die meiste Zeit mit träumen und nachdenken.

Nach dem Unterricht verschwand er im verbotenen Wald um mit Revello dunkle Geschöpfe zu verfolgen. Erst sehr viel später kam er zurück um zu duschen und Hausaufgaben zu erledigen.

Gegen 20.00 Uhr teleportierte er vor den Raum der Wünsche und formte sich einen geeigneten Raum. Dann trat er ein und sah sich zufrieden um.

Es war ein großer Übungsraum mit hohen Wänden und kleinen Fenstern. An einer Seite des Raumes waren Kissen und Matten gestapelt, von denen Harry aber wusste, dass sie heute keine Verwendung finden würden.

An einem Ende des Raumes stand ein großer Schrank, in dem viele Heiltränke, Salben und Verbände untergebracht waren. An den Wänden hingen zwischen den Fackeln Waffen. Der Boden war aus einfachem Stein, aber hart.

Zufrieden setzte sich Harry auf einen der wenigen Sessel, die der Raum stellte.

Schon bald kamen die ersten Schüler und nahmen sich Kissen um sich zu setzten.

Als alle anwesend waren sagte Harry "Okay, schön das alle da sind. Ich dachte mir der Ironie halber fangen wir mit dem Patronus an. Für alle die es nicht wissen, oder es nicht mehr wissen: Der Patronus ist der einzige Zauber, der einem Dementoren vom Hals halten kann. Er besteht aus guten, schönen und fröhlichen Erinnerungen. Der Dementor nährt sich dann anstatt an dir an dem Patronus, der ihn dann auch vertreiben kann. Wenn der Zauber gelingt, nimmt der Patronus eine Tiergestalt an. Viele Zauberer bekommen allerdings nur etwas Nebel zustande, was aber auch schon viel ist. Ich denke aber, dass jeder der Anwesenden seinen Patronus beschwören kann. Konzentriert euch auf eine glückliche Erinnerung und sprecht die Zauberformel. Ich zeige es euch mal...", damit erhob sich Harry, zog seinen Zauberstab und dachte an Marc und Lissy.

"Expecto Patronum!"

Ein gewaltiger silberner Hirsch brach aus seiner Zauberstabspitze hervor und galoppierte einmal um den Raum, bevor er sich wieder auflöste.

"Okay, das war meiner. Jetzt seid ihr dran.", forderte er die Schüler vor sich auf.

Seamus sprang sofort auf und machte den Anfang

"Expecto Patronum!"

Ein silbergrauer Schemen löste sich aus seinem Stab, doch verpuffte er sofort wieder.

Auch bei Nevilles erstem Versuch fabrizierte er nur etwas Nebel.

Harry stellte sich direkt hinter ihn und flüsterte in sein Ohr "Stell dir die Os vor, die du in Zaubertränke und VgddK bekommen hast. Konzentriere dich auf das Glück und den Stolz, den du gefühlt hast!"

Entschlossen sprach Neville dich Worte und ein Tier sprang aus der Spitze seines Stabes hervor. Neville jubelte laut, während ein silberner Luchs um die Schüler jagte.

Lächelnd klopfte Harry seinem Freund auf die Schulter und forderte ihn auf weiter zu üben.

Bei jedem der Schüler blieb er stehen und half ihm.

Schon eine halbe Stunde später tollten die verschiedensten Tiere um die Köpfe der Schüler.

Draco stand mitten in der Masse und versuchte immer wieder erfolglos seinen Patronus zu beschwören. Er schaffte es einfach nicht. Ihm fiel einfach kein richtig glücklicher Gedanke ein..

Da spürte er wie sich jemand ganz dicht hinter ihn stellte und seine Hand mit dem Zauberstab ergriff.

Er spürte den heißen Atem an seinem Nacken, als Harry in sein Ohr sprach "Komm schon, Malfoy. Eine glückliche Erinnerung, ein schöner Gedanke..."

Warme Schauer fuhren durch seinen Körper und da hatte Draco seinen glücklichen Gedanken. "Expecto Patronum!", rief er und dachte dabei an die Gefühle, die ihn durchströmten, wenn Harry in der Nähe war.

Aus seinem Zauberstab löste sich ein Drache.

Nicht besonders groß, etwa 3 Meter lang.

Alle hatten sich zu ihm umgedreht und beobachteten ehrfürchtig den Viperzahn, der einmal silbernes Feuer spuckte und sich dann mit gespreizten Flügeln in Luft auflöste.

"Wow.", meinte Harry nur und wandte sich anschließend Cho zu, die ihn schon die ganze Zeit auf sich aufmerksam machen wollte.

"Hey.", begrüßte er sie warm.

"Hey. Ich wollte mich wegen letztem Jahr entschuldigen.. Ich hätte nicht an deinen Worten zweifeln sollen...", sagte sie zerknirscht und sah sich sehr interessiert ihre Schuhspitzen an.

"Ist schon okay, Cho. Nun, zeig mir, was du für einen Patronus beschwören kannst.", forderte er sie auf.

Als es etwa 21.00 Uhr war, hatte fast jeder es geschafft einen gestaltlichen Patronus zu erzeugen.

"Okay, Leute. Das war super. Aber es ist etwas anderes hier einen Patronus zu erschaffen und in Gegenwart eines Dementors. Daher habe ich mir einen Irrwicht besorgt. Stellt euch einfach als eure größte Angst einen Dementor vor und beschwört euren Patronus, einverstanden?", damit zog er eine große Kiste aus dem Schatten einer einsamen Ecke und wies seine Schüler an, sich in einer Reihe aufzustellen.

Ganz vorne stand Neville und sah in keinster Weise ängstlich aus.

Harry stellte sich direkt hinter seinen Freund um im Notfall eingreifen zu können.

Als Neville auf ein "Bereit?" zustimmend genickt hatte, schwang der Deckel der Truhe nach einem Schnipsen mit Harrys Zauberstab lautlos auf.

Die Fackeln flackerten und eine eisige Kälte ergriff Besitz von den Schülern, als ein riesiger Dementor aus der Truhe stieg.

Harry fuhr alle Okklumentik-Schilde die er beherrschte hoch und so verhinderte er, dass er seine Eltern und Sirius würde sterben hören.

Überzeugt hob Neville den Zauberstab und beschwor unbeeindruckt seinen Luchs, der den Dementor zurück in die Kiste drängte und sich dann verflüchtigte.

Stolz lächelten Harry und Neville und der Nächste trat vor.

So ging es weiter. Manche brauchten mehrere Versuche und andere hatten fast keine Probleme.

Als Ginny, die Letzte, an der Reihe war und der Dementor aus der Truhe stieg, hatte Harry sofort ein ungutes Gefühl.

Ginny zitterte und sie senkte den Zauberstab und starrte mit vernebelten Augen den Dementor an. Harry wartete noch kurz, aber der Dementor kam immer näher auf Ginny zu, die sich nicht rührte.

Harry trat vor Ginny und drängte das Mädchen zurück.

Mit einem Knall verwandelte sich der Irrwicht.

Mit geweiteten Augen sah Harry auf den Boden, seine größte Angst.

Ähnlich wie damals bei Molly Weasley hatte sich der Irrwicht in eine Leiche verwandelt.

Es war Marc, der in einer Blutlache lag und mit leeren Augen an die Decke starrte. Ein Messer ragte ihm aus der Brust und unzählige Schnitte überzogen seinen Körper.

Harry schluckte und schloss kurz die Augen.

Doch dann fing er sich wieder und bugsierte den Irrwicht mit einer schlichten Armbewegung zurück in die Kiste.

Dann drehte er sich zu Ginny, die immer noch entsetzt auf die Stelle starrte, wo Sekunden zuvor noch Marcs entstellter Körper gelegen hatte. Sie zitterte und ihre Lippen bebten.

Harry nahm sie tröstend in den Arm.

"Es war das erste Schuljahr. Tom, nicht?", fragte er schließlich.

Sie nickte und vergrub ihr Gesicht an seiner Brust.

Harry sah auf die Uhr und beendete dann das Treffen, worauf die Meisten den Raum verließen. Nur Ron, Neville, Harry, Ginny und die Slys blieben noch.

Harry setzte sich auf einen Sessel und zog Ginny mit sich.

Die anderen setzten sich schließlich auf Kissen und sahen zu Harry und Ginny.

"Die Kammer des Schreckens und das Tagebuch. Die Angst, dass ich von der Schule fliege.. und dann der Angriff auf Dad.. Ich konnte nichts mehr tun.. Tut mir Leid..", flüsterte sie irgendwann gegen seinen Hals.

"Ist doch okay. Weißt du, warum ich früher immer das Bewusstsein verloren habe, wenn Dementoren kamen?", fragte Harry ebenso leise.

Ginny schüttelte den Kopf und lauschte gespannt.

"Ich habe jedes Mal gesehen, wie meine Eltern umgebracht wurden. Wie Tom kam und meinen Vater tötete. Und das Flehen meiner Mutter mich doch am Leben zu lassen...", erklärte Harry mit belegter Stimme, aber so leise, dass nur Ginny alles verstehen konnte. "Deshalb habe ich mich so darauf konzentriert den Patronus zu lernen.. Ich wollte das nicht mehr sehen.. Gehen wir zurück zum Turm?", meinte Harry dann.

Ginny nickte und ließ sich von Harry hochziehen.

Sie aß brav den Schokofrosch, den er ihr gab und sah sich dann um.

Ein wenig verlegen erblickte sie die Slys und drehte sich deshalb wieder zu Harry.

"Wir gehen kommt ihr mit?", wandte sich Harry an die Anderen.

Die nickten und folgten ihm und Ginny.

Schweigend liefen sie die verlassenen Korridore entlang.

Sie verabschiedeten die Slytherins und begaben sich dann in den GR.

Ginny verschwand sofort in ihren Schlafsaal, wie auch Harry und Nev.

Sie überließen es Ron, Seamus und den Anderen das Geschehene Hermine, Dean und den anderen Interessierten zu erzählen.

"Harry, wer war der Junge, in den sich der Irrwicht verwandelt hat?", fragte Nev vorsichtig, als sie erschöpft vom Training im Koffer-Wohnzimmer saßen.

"Das war ein sehr guter Freund.. Marc.", meinte Harry nachdenklich.

"Dann muss er dir sehr viel bedeuten, wenn deine größte Angst sein Tod ist...", sagte Neville ebenso nachdenklich.

"Hmm."

Dann herrschte wieder Schweigen, bis Harrys Grübeln von der mentalen Stimme Vessenias unterbrochen wurde. Sie meinte, dass sie nicht entdeckt worden wäre und das es nicht viel Neues gäbe. Voldemort wäre immer noch sehr erzürnt wegen der Todesseranwärter, die sich geweigert hatten. Aber er wäre sehr erfreut, dass es noch keinen neuen Minister gäbe. Angriffe wären noch nicht geplant und die Todesser hätten die Anweisung sich ruhig zu verhalten und neue Mitglieder zu werben.

Harry gab die spärlichen Neuigkeiten an Neville weiter und protokollierte das Ganze anschließend auf mehrere Blätter Pergament. Ebenfalls in dieser für Neville unbekannten Schrift. Aber wie Harry ihm erklärte war das Parsel und nur ein Parselmund und Schlangen konnten das Geschriebene lesen.

Danach gingen die beiden Jungen zu Bett.

Harry hatte in dieser Nacht wieder mal mit seinen Alpträumen zu kämpfen und war froh einen Silencio-Zauber um sein Bett gelegt zu haben.

Am nächsten Morgen tätigte er sein Training routiniert und teleportierte sich nach einer Absprache mit Nev zu Hagrids Hütte.

Er könnte endlich mal wieder mit seinem Freund reden.

"Morgen, Hagrid. Wie geht's?"

"Oh, morjen, Harry. Gut, gut geht's mir. Was machstn du jetzt schon hier?"

"Reden?"

"Hab grad zu tun. Kannste nich mal am Nachmittag vorbeischaun?"

"Okay, Hagrid."

"Du kannst ja n bissl reiten gehn, nich?"

"Aber dann komme ich wieder zu spät.."

"Das is schon recht so. Du kannst den Stoff ja längst.. Los, geh n bissl reiten.."

"Okay, ciao!"

Harry pfiff und bald darauf kam Revello aus dem Wald galoppiert.

Myst natürlich hinterher.

Thelephatisch entschuldigte er sich bei seiner Stute und schwang sich auf den Rücken seines Einhorns. Mit einem Jubelschrei seitens Harry stürzte sich Revello wieder in den Wald...

Hagrid hatte schon lange mit dem Unterricht begonnen, als aus dem Wald lautes Gebrüll drang. Vögel stiegen von den Baumwipfeln in die Luft und trotzdem der Ort des Gebrülles sehr weit weg war, konnte man einige Wörter verstehen.

"WO HERMY?"

Hermine stöhnte auf und Hagrid gluckste vor sich hin.

Die Schüler drehten zu Hermine, die anfing mit Hagrid zu schimpfen "Musstest du mich eigentlich mit Hermy vorstellen? Und warum ist er immer noch da?"

Doch Hagrid kam nicht zum Antworten, da das Einhorn mit Harry auf dem Rücken aus dem Wald kam und auf die Klasse zuhielt.

"Hagrid! Dein kleiner Bruder hat ne große Macke! Hermine? Ich glaube er reißt alle Bäume aus, wenn du nicht mitkommst..", sagte Harry zu Hermine.

"Aber Harry! Das geht doch nicht.. Warum.. Wieso bist du überhaupt zu ihm hin?"

"Bin ich doch gar nicht. Ich habe bloß Bane um Hilfe schreien hören und bin hin. Grawp hat sich ein wenig beruhigen lassen, als er mich erkannt hat, wollte dann aber unbedingt zu "Hermy". Jetzt komm schon."

"Bane hat um Hilfe gebeten? Ist der noch zu retten?", donnerte Hagrid.

"Anstatt dich über Bane zu beschweren solltest du lieber damit fortfahren deinem Bruder Englisch beizubringen. Er schafft nur "Wo Harry? Wo Hermy? und Wo Hagger?. Das sollte sich ändern.", meinte Harry erbost und hielt Hermine eine Hand hin.

Etwas zögernd ergriff Hermine seine Hand und ließ sich auf den Rücken des Einhorns ziehen.

Sie saß nun vor Harry und hielt sich krampfhaft an Harrys Arm fest, der sich um ihre Hüfte geschlungen hatte.

"Hey, Grawp tut dir doch nichts. Er will dich einfach nur sehen, nicht fressen. Das müsstest du doch inzwischen wissen.. Er vergöttert dich!", sagte Harry beruhigend zu der zitternden Hermine.

Diese nickte, schien aber nicht sehr beruhigt zu sein.

"Okay. Revello? Ab die Post.", rief Harry und aus dem Stand heraus galoppierte Revello an und hinterließ nur eine Staubwolke.

Die Klasse hörte nur noch einen gellenden Schrei von Hermine, bevor der Wald jedes Geräusch verschluckte.

"Harry, das ist mir zu schnell.. Mir ist schwindelig!", kreischte Hermine.

"Ich halte dich doch fest, du kannst nicht herunter fallen."

"Oh Harry! Muss das sein? Bei Grawp weiß man doch nie...", rief sie dann verzweifelt aus.

"Mine.. Dir wird nichts geschehen, das verspreche ich dir. Ich würde niemals zulassen, dass dir etwas passiert!"

Ein warmes Gefühl machte sich bei diesen Worten in ihrem Bauch breit und sie schmiegte sich an Harrys Oberkörper.

Schon nach kurzer Zeit wurde das Brüllen lauter und schließlich erreichten sie Grawp.

"Hermy? Hermy!", rief der Riese begeistert und Hermine lächelte zaghaft.

"Geht es dir gut, Grawp, fragte sie.

"Grawp gut geht, wenn Hermy da..", donnerte Grawp.

Harry grinste in sich hinein und wartete auf Hermines Reaktion.

"Ähmm, das ist schön, Grawp. Ich komme dich bald wieder besuchen, okay?"

"Hermy muss gehen?"

"Ja, ich muss gehen, aber ich komme wieder.."

"Gut. Grawp froh."

"Okay. Wir gehen dann.. Ciao!"

Grawp winkte mit einer seiner großen Pranken und verursachte damit einen kräftigen Wind, der die Baumwipfel der umstehenden Bäume zum Schaukeln brachte.

Harry ließ Revello wenden und dann ritten sie zur Klasse zurück.

"Ah, da seids ihr ja wieder.. Alles klar mit Grawpy?", begrüßte sie Hagrid.

"Oh, dem geht es hervorragend..", meinte Hermine mit kaum zu hörendem Sarkasmus.

"Das is gut.. Nun, ...

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So vergingen die Tage und Wochen.

Harry langweilte sich im Unterricht und holte nur Spitzennoten.

Während er auch Blaise und Pansy immer näher kam, ignorierte er Draco immer noch gänzlich. Manchmal mussten Harry oder Neville einen Anschlag der Slytherins abwehren, das kam aber nicht allzu häufig vor. Die Gryffindors gewannen die ersten beiden Quidditchspiele mit einigem Vorsprung und in den Vollmondnächten leistete Harry Remus Gesellschaft, was diesem sichtbar half.

Harry und Nev führten ihr Training natürlich konsequent weiter und vor allem Harry machte rasante Fortschritte.

Die DA lief hervorragend und die Schüler wurden immer besser.

An den Wochenenden reiste Harry meistens zu Marc und seiner Familie.

Harry gehörte schon fast zur Familie und sie unternahmen viel gemeinsam.

Irgendwann hatte Harry die Zaubererwelt nicht vor ihnen geheim halten können, da er während eines Bummels durch London von einem Reporter des Tagespropheten angesprochen worden war.

- ° Flashback ° -

Harry, Marc, Marah und Jacob spazierten gemächlich durch die Innenstadt Londons.

Liz hatte es geschafft Harry dazu breitzuschlagen sie auf den Schultern zu tragen.

Sie genoss die Aussicht von dieser Höhe und ließ hin und wieder Begeisterungsrufe los.

Die anderen lächelten darüber und unterhielten sich weiter.

Doch die Eintracht wurde gestört, als ein mittelgroßer Mann mit einem hellblauen Umhang Harry ansprach.

"Mr. Potter in Muggel-London? Wie interessant.. Es ist mir eine Ehre Sie einmal persönlich kennen zulernen, Mr. Potter!", rief er entzückt aus.

Harry zog eine Augenbraue hoch und sah ihn abschätzend an.

Der Mann schien dadurch an etwas erinnert zu werden, denn hastig fuhr er fort

"Oh, entschuldigen Sie vielmals, Mr. Potter! Henry Kensington vom Tagesprophet. Könnte ich Ihnen wohl ein paar Fragen stellen?"

"Wenn es nicht zu lange dauert, Mr. Kensington.."

"Nein, keine Sorge, Mr. Potter. Nun, Sie wissen um die Probleme des Ministeriums bescheid? Es wurden bisher noch keine Kandidaten für den Ministerposten aufgestellt. Hätten Sie vielleicht einen Vorschlag?"

"Halten Sie sich an Amos Diggory oder Arthur Weasley, mit Beiden kann man nichts falsch machen und sie wissen worauf es in diesem Krieg ankommt."

"Vielen Dank, Mr. Potter, das war es schon. Es war mir eine Ehre Sie kennen zulernen...", damit verschwand der Zauberer um die nächste Ecke.

Harry schüttelte genervt den Kopf und schaute sich nach den drei anderen um

Marah und Jacob sahen ihn verwirrt an.

"Was war das eben? Was für ein Ministerium und vor allem: Was für ein Krieg?", fragte Marah schließlich atemlos.

"Ich erzähle es euch morgen Früh, einverstanden?"

"Ähmm, okay...", meinte Jacob irritiert.

Am nächsten Morgen saßen alle um den den großen Esstisch in der Küche der Paxtons.

Da schoss auch schon eine braune Eule durch die geöffnete Terrassentür und ließ sich auf Harrys Schulter nieder. Harry bezahlte sie und nahm ihr die Zeitung ab.

Wie erwartet war seine Aussage auf der Titelseite gelandet.

Doch Hoffnung auf einen kompetenten Minister?

Wie wir alle wissen, warten alle auf die Wahl eines neuen Ministers.

Leider gab es bis jetzt keine vernünftigen Aufstellungen oder Kandidaturen.

Ja, Sie haben richtig gelesen: BIS JETZT.

In einem exklusiven Interview mit Harry Potter, unserem alt-bekanntem Helden, wurde unserem Reporter ein guter Tipp gegeben.

Als Antwort auf die Frage wen Mr. Potter als Minister vorschlagen würde, meinte dieser wortwörtlich: "Halten Sie sich an Amos Diggory oder Arthur Weasley, mit Beiden kann man nichts falsch machen und sie wissen worauf es in diesem Krieg ankommt."

Haben wir nun zwei engagierte, geachtete und fähige Zauberer, die für den Minister-Posten in Frage kommen?

Sollten wir dem Urteil des-Jungen-der-lebt trauen und beide Zauberer aufstellen?

Schließlich konnten wir immer auf das Urteil unseres Helden vertrauen und wir wurden auch nicht enttäuscht.

Wir werden warten müssen bis das Ministerium eine Presseerklärung herausgibt...

Hoffen wir, dass sowohl Mr. Diggory als auch Mr. Weasley die Wahl antreten!

Redakteur

- S.2+3: Die Leistungen und Taten von Amos Diggory

- S.4+5: Die Leistungen und Taten von Arthur Weasley

- S.6: Was wir von beiden erwarten können

Harry seufzte.

Da hatte er wieder mal einen Felsen ins Rollen gebracht...

Da er die fragenden Blicke der Paxtons auf sich spürte, übergab er die Zeitung Marah und Jacob, die sich sofort darauf stürzten.

"Liebling? Ich muss da etwas klären. Es hat mit dem Typen gestern zu tun.. Könntest du deinen Eltern alle Fragen beantworten, die du beantworten kannst? Ich habe leider keine Zeit mehr. Ich komme spätestens nächste Woche wieder.. Tut mir Leid, mein Süßer!", flüsterte er seinem Freund ins Ohr und verließ dann die Küche um zu teleportieren...

- ° Flashback Ende ° -

Tatsächlich waren Amos Diggory und Arthur Weasley zur Wahl gestellt worden.

Harry hatte am Tag nach dem Artikel im Propheten einen Brief von Amos Diggory bekommen, indem er fragte warum Harry ihn vorgeschlagen hatte usw...

Harry hatte darauf zurückgeschrieben, dass er ihn für sehr fähig und engagiert halten würde und das er ihm den Minister-Posten durchaus gönnen würde.

Seitdem waren die beiden in sehr regem Briefkontakt und weder Harry noch Amos machten Anstalten diesen Kontakt abzubrechen.

Während also die Wahlvorbereitungen liefen (die Wahl würde nach den Weihnachtsferien stattfinden), änderte sich für Harry nicht sehr viel.

Zwar bekam er nun häufiger Post von Amos, Arthur als auch von einigen Reportern. Er kümmerte sich allerdings nicht um letztere und konzentrierte sich weiter auf seine Studien. Er hatte inzwischen die Apparations-Lizenz bekommen und hatte seinen Adler als Animagus-Form angemeldet. Schließlich musste man registriert sein, aber Harry sah keinen Sinn darin sich auch noch als Multi-Animagus in den Vordergrund zu schieben. Außerdem musste Voldemort ja nicht wissen, in was er sich alles verwandeln konnte. Die Elementar-Transformationen waren ja keinem bekannt und angemeldet mussten sie auch nicht sein. Weiterhin machte Harry einen Führerschein für Muggel-Autos, man wusste nie, wann man das brauchen würde...

All diese seine Aktivitäten hielt er geheim, nicht einmal Neville wusste davon.

Marah und Jacob schienen immer neue Fragen über die magische Welt zu haben, vor allem nachdem Harry ihnen erklärt hatte, dass Liz eine Hexe war. Nur zu gerne beantwortete er die Fragen, wurde dadurch das eh schon starke Band zwischen ihnen noch weiter gestärkt.

Es war irgendwann am Ende des Novembers, als mehrere Mitglieder der DA, aber auch andere Schüler zusammen im Raum der Wünsche saßen und den Geburtstag von Helen feierten. Helen hatte sich sehr gefreut, dass so viele gekommen waren und war dementsprechend aufgedreht. Der Raum war groß und festlich geschmückt. In einer Ecke standen die nun schon geöffneten Geschenke, während sich auf der anderen Seite die Schüler über das Büffet hermachten. Schließlich saßen sie alle in einem Kreis und unterhielten sich in kleineren Gruppen über die verschiedensten Themen.

Nicht weit von Harry saß Lavender und maulte gerade "Jetzt ist es grad so langweilig. HEY! HAT IRGENDWER EINEN GELDBEUTEL DABEI?", brüllte sie dann plötzlich in den Raum.

"Warum denn?", fragte Dean interessiert und auch die andren sahen sie an.

"Na ja, ist doch interessant was da alles drinne ist, oder? Verrät viel über den Menschen, dem er gehört...", meinte sie schulterzuckend und ein wenig verlegen.

Harry zuckte ebenfalls die Schultern und zog seinen Geldbeutel aus seiner hinteren Jeanstasche. Zielsicher warf er ihn auf Lavenders Schoß, die ihn überrascht und dann interessiert ansah.

Sie öffnete den schlichten schwarzen Geldbeutel und jubelte kurz, aber laut auf.

Irritiert fragte Dean "Was ist denn nun schon wieder?"

"Fotos! Er hat Fotos dadrinnen! JUHU!"

Nun sehr viel interessierter scharten sich viele um sie herum und Harry verdrehte seufzend die Augen.

Lavender zog alle Fotos heraus, die unter einer durchsichtigen Folie festgehalten worden waren. Entzückt betrachtete sie das oberste.

Darauf abgebildet war Harry und ein sehr gutaussehender blonder Junge mit blauen Augen, die beide schelmisch in die Kamera lächelten. Sie hatten jeweils einen Arm über die Schulter des anderen gelegt und das Bild endete auf Bauchhöhe der beiden.

Das nächste Bild zeigte drei hübsche Mädchen, die zusammen vor einem See standen und mit strahlenden Lächeln in die Kamera schauten. Helen, die direkt hinter Lavender kniete meinte leise "Tess, Lorelei und Verena..."

Verwundert sahen die anderen auf.

"Du kennst sie?"

Verunsichert sah Helen zu Harry, der leicht nickte.

"Ja. Die mit den langen blonden Haaren ist Lorelei. Tess ist die mit dem schwarzen Fransenkopf. Und Verena ist die mit den braunen Locken.."

Erstaunt wurde das Bild betrachtet.

Die nächste Fotografie zeigte zwei junge Erwachsene, den blonden Jungen von vorhin und auf dem Arm hielt die hübsche blonde Frau ein kleines Mädchen, die ebenfalls blonde Haare hatte. Der Mann dagegen besaß kurzes, braunes Haar und alle vier strahlten förmlich vor Glück und Liebe.

Auf dem nächsten Foto waren drei Jungen abgebildet, die an einem Baum gelehnt auf dem Boden saßen und in die Kamera lächelten.

"Dustin ist der mit den schwarz-braunen Haaren und Toby ist der mit den hellbraunen Haaren. Der mit den blonden Haaren ist Michael..", erklärte Helen wieder bereitwillig.

Nachdem auch dieses Foto genug bestaunt worden war, ging es ans Nächste.

Dieses zeigte wieder drei Jungs, die alle drei ein unheilverkündendes Grinsen auf den Lippen hatten. In der Mitte stand ein Junge, der eine krasse Ähnlichkeit mit Harry hatte, jedoch braune Augen besaß. Doch sein Haar war ebenso schwarz und unordentlich wie Harrys. Rechts neben ihm stand auch ein schwarzhaariger Junge. Seine Augen waren jedoch schwarz und funkelten schelmisch. Der dritte Junge hatte hellbraune Haare und rehbraune Augen. Er schien ein wenig besorgt über das teuflische Grinsen seiner Freunde zu sein, aber er selbst hatte auch ein vergnügtes Blitzen in den Augen. Die drei waren sehr gut gebaut und schienen auch sehr viel Selbstbewusstsein zu haben.

"Wer ist das?", fragte Lavender Harry und hielt das Bild in die Luft.

Gleichgültig sah Harry hoch und meinte "Das in der Mitte ist mein Vater. Rechts mein Pate Sirius Black und links Remus Lupin."

Geweitete Augen starrten ihn an, bevor Parvati ein lautes "WOW! Lupin?" herausrutschte.

Hermine, Ron und Ginny sahen ihn forschend an, aber Harry hatte all seine Gefühle aus seinen Augen verbannt.

Lavender zog es vor das nächste Bild zu betrachten.

Es zeigte wieder Harrys Vater und eine wunderschöne rothaarige Frau mit smaragdgrünen Augen. Beide strahlten um die Wette und hielten sich eng umschlungen. Alle wussten, dass sie nun Lily und James Potter vor ihren Augen hatten. Harry ignorierte die verstohlenen Blicke und beschäftigte sich mit dem lodernden Feuer eines Kamins.

Das darauffolgende Foto verschlug so ziemlich den meisten den Atem.

Harry lag auf einem Badetuch und sein gesamter Oberkörper war frei.

Es wäre untertrieben gewesen hätte man gesagt er sei durchtrainiert.

Man konnte jeden Muskel sehen.

Kein Bodybuilder, aber dennoch mehr als athletisch.

Jedenfalls hatte er den Oberkörper ein wenig aufgerichtet und stützte sich auf seine Ellbogen. Auch die Knie hatte er ein wenig angewinkelt. Ein amüsiertes Lächeln umspielte seine Lippen und er hatte eine Augenbraue hochgezogen. Der Grund dafür war unwiderlegbar ein kleines, blondes Mädchen, das im Schneidersitz neben seinem Bauch saß und mit Sonnencreme eine Sonne um seinen Bauchnabel malte. Konzentriert gab sie sich ihrer Arbeit hin und schien nichts anderes um sich herum wahrzunehmen.

Auf dem allerletzten Bild war Harry und ein ebenfalls schwarzhaariger Mann abgebildet, die sich freundschaftlich im Arm hielten. Warm lächelten sie in die Kamera und schienen einfach nur glücklich zu sein.

Sorgfältig verstaute Lavender die Fotos wieder unter der Klarsichthülle und zog nun eine Karte nach der anderen aus ihren Aufbewahrungsorten.

Erst kamen zwei Kreditkarten für die Muggelwelt, beide lauteten auf den Namen Harry J. Potter.

Dann mehrere Visitenkarten und Adressenzettel.

Jacob Paxton

Marah Paxton

Jeremiah Linus

Kate Rasney

Leah De Marquez

Jeffrey Rodriguez

Lisa-Marie Torson

Dann zog Lavender einen Muggel-Personalausweis heraus, ebenfalls auf den Namen Harry J. Potter zugelassen.

Schließlich schnappte Dean hörbar nach Luft, als Lav auch noch Harrys Führerschein zu Tage führte.

"Harry? Wie kommst du an den Führerschein?", fragte er sogleich.

"Hast du die mal das Datum auf dem Personalausweis angeschaut?", antwortete Harry, aber es klang eher wie eine Aufforderung.

Dean schnappte sich den Ausweis und stöhnte anschließend auf.

"Und? Wie war die Prüfung? Ich hab jetzt schon davor Angst..", fing er wieder an.

Die Muggelgeborenen sahen ihn nun genauso gespannt an wie Dean.

"Es war einfach. Der Prüfer und ich haben die ganze Zeit Witze gerissen.. War echt nicht schwer!"

Hermine schüttelte den Kopf, während Dean ihn fassungslos anstarrte.

"Wow!", rief Lav aus und hatte somit wieder die allgemeine Aufmerksamkeit.

"Apparier-Lizenz? Sag mal, wann und wie hast du die gemacht?", fragte Hermine streng.

"Irgendwann im Oktober..."

"Gott, und warum durftest du die machen, ich meine du bist noch nicht volljährig.", löcherte sie ihn weiter.

"Wenn man Harry Potter heißt braucht man nur was sagen und jeder springt!", sagte Harry verächtlich. Dafür fing er sich ein paar verwirrte Blicke ein, aber die ignorierte er.

Als nächstes bestaunten die Schüler den Beleg für die Animagusregistration.

Neville stürzte auf Harry zu und zog gleichzeitig einen Dolch um ihn Harry spielerisch an die Kehle zu halten. Als er jedoch Harrys Oberarme festgenagelt hatte musste er feststellen, dass Harry sehr schnell reagiert hatte, denn den Dolchangriff von Neville hatte er mit einem seiner Messer geblockt.

Nevilles Dolch befand sich nun kurz vor Harrys Hals, dazwischen Harrys eigener Dolch.

Ohne ihre Position zu ändern beugte sich Nev so weit vor um Harry bequem ins Ohr flüstern zu können "Warum hast du dich registrieren lassen?".

Harry flüsterte genauso leise zurück

"Du weißt doch das ich mehrere Formen habe, oder? Ich habe nur eine Form registrieren lassen.."

Tatsächlich wusste niemand alle drei seiner Animagusformen.

"Und die wäre?", fragte Nev sogleich neugierig.

"Adler..."

Die anderen hatten das Geschehen ein wenig verwirrt mitangesehen, sie wussten nicht, warum Neville diesen Angriff gestartet hatte.

"Und Neville? Du hast einen Fehler gemacht, weißt du das?", meinte Harry mit verschlagenem Grinsen.

"Oh, oh!", sagte Neville, nachdem er das teuflische Grinsen in Harrys Gesicht sah.

"Da du mich ohne Grund angegriffen hast, kannst du nichts dagegen haben, wen ich es dir gleich tue, oder?"

"Oh Nein! Jetzt sofort?"

"Nein, die anderen sollen das ja nicht mitkriegen.", sagte Harry und befreite sich mit Leichtigkeit aus seiner Lage. Als sie wieder nebeneinander saßen fuhr Harry fort "Wenn wir das nächste mal zu Hause sind, ziehen wir Chen hinzu, okay?"

"Was? Damit ihr mich zu zweit fertigmachen könnt?", regte sich Nev auf.

"Genau."

Neville schmollte und sagte keinen Ton mehr.

"Ähm.", ließ Seamus verlauten und brachte einige somit zum Lachen.

Doch bald beschäftigten sich die anderen wieder mit Harrys Geldbeutel.

Aber es folgten nur noch ein Zettel, auf dem mehrere Handynummern standen und einiges Muggelgeld. Als letztes führte Lav noch einen kleinen abgerissenen Zettel zu Tage, auf dem stand: 12. Dez. Ashley - Marc, Jason, Kate, Lesley

Verwirrt sah Lavender auf und fragte "Was ist denn das für ein Code?".

Harry besah sich kurz den Zettel und meinte "Was soll daran denn bitte ein Code sein?".

"Ja, was soll es denn sonst sein? Ergibt doch keinen Sinn...", warf Ron ein.

"Wieso, ist doch ganz einfach: Am 12. Dezember ist Ashleys Geburtstagsfeier und ich muss Marc, Jason, Kate und Lesley abholen, weil ich der einzige mit Auto bin."

Rons darauf folgender Gesichtsausdruck war nicht sehr intelligent und die Umstehenden brachen in Gelächter aus.

So ging dieser Tag fröhlich zu Ende und die Schüler verzogen sich in ihre Betten.

Die folgenden Tage vergingen im selben Rhythmus.

Der Alltag war längst wieder eingekehrt. Der Unterricht, das Essen und nachmittags die Hausaufgaben. Und Nachts das heimliche Herumschleichen einiger besonders mutiger Schüler.

So war es auch in dieser Nacht der ersten Dezemberwoche.

Draco konnte wieder einmal nicht schlafen, besser gesagt die Gedanken an einen gewissen schwarzhaarigen Jungen mit den bezauberndsten Augen der Welt, ließen ihn nicht schlafen.

So war er wie schon so oft aus dem Schloss geschlichen um sich vom Anblick des nächtlichen Sees verzaubern zu lassen.

Auf dem Rückweg jedoch bekam er Probleme.

Denn in einem der vielen Gänge hörte er plötzlich Schritte hinter sich, zwar noch leise, aber sie näherten sich stetig.

Erstarrt erkannte er schließlich Tonks, die schwarzhaarige Hexe, die zum Sicherheitspersonal gehörte.

Da realisierte er erst die Situation und stürmte los.

Da er dabei unvorsichtigerweise nicht sehr leise war, folgte ihm Tonks sofort.

Draco bog um eine Ecke und ließ sich hinter eine Statue fallen. Mühsam seinen keuchenden Atem unterdrückend hörte er auf jedes noch so kleine Geräusch.

Die Schritte der jungen und attraktiven Aurorin waren verklungen, dennoch war sich Draco sicher, dass sie ganz in der Nähe war.

Vorsichtig spähte er an der steinernen Statue vorbei und erkannte die junge Frau an der Ecke stehen, direkt neben einer hellen Fackel.

Draco betete zu einem imaginären Gott, dass sie ihn nicht entdecken würde und beobachtete weiter wie die Hexe aufmerksam in die Dunkelheit starrte.

Da schlangen sich plötzlich von hinten zwei starke Arme um ihre Taille.

Draco erkannte geschockt Harry, der Tonks´ Hals mit unzähligen Küssen liebkoste.

Tonks stöhnte erregt und drehte sich zu ihm.

Sein verstrubbeltes Haar schimmerte rötlich im Schein der Fackel.

Sie versanken in einem heißen Kuss, bis Harry sich löste und fragte

"Was machst du denn jetzt noch hier draußen?"

"Oh, ich war auf Streife und habe Malfoy verfolgt..."

"Oh, das liebe, brave Cousinchen jagt den kleinen, hilflosen Draco?"

"Hey, ich kann nichts dafür seine Cousine zu sein!", empörte sich Tonks und vergrub anschließend ihr Gesicht an Harrys Halsbeuge.

"Ist ja gut, meine Prinzessin.. Was hast du jetzt vor? Ist dein Dienst zu Ende?"

"Ja, mein Dienst ist zu Ende..", meinte sie schelmisch grinsend, "..und ich weiß auch schon was wir jetzt machen..."

Sie verschränkte ihre Hände in Harrys Nacken und küsste ihn verlangend und leidenschaftlich.

Harrys Arme schlangen sich besitzergreifend um ihre Hüfte und er erwiderte den Kuss ebenso verlangend.

Genau auf einander eingespielt und ohne ihren Kuss zu unterbrechen schritten sie durch die Gänge Hogwarts´ bis ihre Reise in Tonks´ Bett endete.

Draco saß wie erstarrt auf dem kalten Steinfußboden und blickte apathisch in die Luft.

Tonks seine Cousine?

Da hatten seine Eltern wohl wieder eine Schande vertuscht.

Und dann war sie auch noch mit Harry zusammen!

Er konnte es nicht fassen..

Es tat so furchtbar weh!

Wie Harry jemand anderen küsste und es sichtlich genoss.

Tonks konnte ihn immer haben, überall.

Wahrscheinlich war sie sich gar nicht bewusst, was sie mit Harry hatte.

Draco bemerkte nicht einmal die Tränen, die seine Wangen hinunter liefen.

Er nahm nur noch den Schmerz in seinem Herzen wahr... und die rasende Eifersucht, als er sich vorstellte, was die beiden wohl in diesem Moment taten...

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Es war mal wieder so ein Tag, an dem Harry völlig genervt war.

Zum Glück war jetzt Freitag und so konnte er erst einmal tun was er wollte. Da schon reichlich Schnee fiel, schließlich waren es nur noch zwei Wochen bis Weihnachten, zog er sich warm an und teleportierte sich irgendwo in die Wildnis. Er wusste nicht einmal wo genau er war, aber diesen Ort besuchte er häufig.

Er setzte sich auf einen Stein und musterte wehleidig den zugefrorenen Teich.

Er liebte all seine Elemente, aber das Wasser hatte es ihm besonders angetan. Es war so völlig anders als die anderen. Es war mächtig, laut und füllig. Aber im Gegenzug konnte es gestaut werden, manchmal war das einzige Geräusch ein Plätschern und es konnte aus jedem Gefängnis entwischen..

Manchmal wünschte sich Harry er könnte sich einfach auflösen, vielleicht in Wasser oder Luft. Das war einer seiner Wunschträume, die nicht erfüllt werden konnten.

Er wusste lang nicht so viel über Elementarmagie wie er es gebraucht hätte um so etwas zu riskieren.

Harry wurde aus seinen Gedanken gerissen, als ein weißes Tuch direkt vor seiner Nase erschien.

Es war schon zu spät als er den Geruch als Chloroform identifizierte und er verlor das Bewusstsein...

° - break - °

To Be Continued

Übler Cliffie, was?

Ich bin mir keiner Schuld bewusst!

Wie war´s?

Langweilig? Behindert? Krank? Gut? Schlecht? Geschmacklos?

Ich will´s wissen!

Bin süchtig nach euren Reviews!

Ich bin abhängig, einen Entzug würde ich 100 -ig nicht überleben! tutmirdasnichtan

Sorry, dass es so lange gedauert hat.

Ich habe den Half-Blood Prince innerhalb von 20 Stunden gelesen und war dementsprechend geschafft. Die ganze Woche dann hatte ich ebenfalls kaum Zeit und an diesem Wochenende war ich ununterbrochen besoffen.. also, sorry nochmal!

Bis demnächst!

LS

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