Der Schattenprinz

Autor: Lord Slash

Chapter: 12 ???

Disclaimer: Alles was ihr aus den Potterbüchern wiedererkennt, gehört Joanne K. Rowling, Bloomsbury, Carlsen Verlag, Warner Brothers und diversen Anderen. Abgesehen davon gehört mir der Plot und die neuen Charaktere! Wenn irgendjemand den Drang verspürt, Ideen aus meiner Story zu übernehmen, würde es mich freuen, wenn ihr mich um Erlaubnis fragt. Weiterhin kann ich euch versichern, dass ich Nichts absichtlich aus anderen Story geklaut habe. Wenn jemand etwas aus seiner FF wiedererkennen sollte, tut es mir Leid, aber Ähnlichkeiten sind nicht von mir beabsichtigt.

Rating: R, NC-17

Genre: Dark, Drama, Tragedy, Avtion/Adventure, Romance

Warning: evtl. DarkHarry, OOC, Slash, Lemon, Lime (Wer detaillierte Sex-Szenen nicht mag, sollte besser verschwinden!)

Pairing: Bei den Pairings bin ich mir noch nicht sicher, jedoch wird es euch nicht an Liebesszenen mangeln...

Kapitel 12

... Schmerz, sein ganzer Körper schmerzte, als Harry erwachte.

Er ließ die Augen geschlossen, er war sich eh nicht sicher ob er genug Kraft gehabt hätte um die Lider zu öffnen.

So blieb er liegen und lauschte.

"Ha, ha, haha! Potter wird sterben, genau wie seine elenden Eltern!", hörte Harry und kurz darauf "Crucio!". Neuer Schmerz fuhr ihm durch alle Glieder, er spürte wie sich sein Körper wand, doch sein Mund öffnete sich nicht um zu schreien.

Er hatte keine Kraft mehr um den Fluch abzuschütteln.

So musste er ertragen, wie die Todesser um ihn herum ihn mit immer grausameren Flüchen belegten.

Blutige Wunden bedeckten seinen Körper und so wie es sich anfühlte, waren einige Gliedmaßen gebrochen.

Harry unterdrückte jeden laut, der seinen Hals verlassen wollte.

Etwas anderes konnte er gar nicht tun.

Irgendwann verlor er erneut das Bewusstsein, was die Todesser aber nicht davon abhielt weiter zu machen mit ihrem grausamen Spiel.

Und in Hogwarts vermisste ihn keiner, da er an den WE immer verschwand.

Es war aussichtslos, das wurde Harry klar, als er irgendwann das Bewusstsein wiedererlangte.

Er versuchte die Schmerzen zu ignorieren und nachzudenken.

Er wusste nicht wie lange er schon hier war.

Es konnten Stunden, aber auch Tage vergangen sein.

Verzweifelt sammelte er alle Kraft, die er noch hatte und versuchte zu apparieren.

Doch es geschah nichts und Harry fiel wieder zurück in ein dunkles Loch. Die Anstrengung hatte ihn wieder in die Ohnmacht getrieben.

Aber natürlich erwachte er irgendwann wieder und noch immer wurden unzählige Zauber und Flüche auf ihn gesprochen.

Er fragte sich ob sich die Todesser abwechselten, denn jedem würde irgendwann die Lust vergehen.

Dieses Mal konzentrierte sich Harry auf die Wasser Teleportation, die war für ihn die einfachste.

Die Todesser schrieen verschreckt und panisch auf, als Harry sich vor ihnen in Wasser auflöste...

Es war Sonntagabend und alle saßen in der großen Halle beim Essen.

Keiner machte sich Sorgen um Harry, schließlich entwickelte er an den WE immer ein Eigenleben.

Doch plötzlich hörte Neville einen mentalen Ruf, der so schmerzvoll war, das er sich stöhnend die Hände auf den Kopf presste.

Dann konzentrierte er sich auf die Stimme und stürmte Sekunden später aus der Halle.

Die Gryffs schüttelten schulterzuckend die Köpfe und aßen weiter.

Neville indessen rannte zum großen Portal und stürzte hinaus.

Da stand Revello.

Harry stützte sich auf ihn und hatte sein Gesicht in Revellos Mähne vergraben.

Neville rannte auf Harry zu.

Er sah schrecklich aus.

Sein Pullover war nur noch ein Fetzten und die Haut darunter war Blutverkrustet.

"Komm mit, wir müssen in den Krankenflügel!", sagte Neville bestimmt um sein Entsetzten zu verbergen.

"Ich kann nur durch Revellos Kraft stehen. Wenn ich ihn loslasse verliere ich das Bewusstsein..", hörte Neville Harrys mentale Stimme, die sich sehr geschwächt und gequält anhörte.

"Okay, du kannst ihn loslassen, ich trage dich hoch.."

Harry wehrte sich nicht mehr und nahm seine Hände von dem gewaltigen Tier.

Sofort sank er in eine tiefe Bewusstlosigkeit.

Neville ließ ihn hinter sich her in die Krankenstation schweben, wo Madam Pomfrey sich sofort Harrys annahm.

Neville hatte die Aufgabe bekommen den Schulleiter und Prof. Snape zu holen, was er auch sofort tat.

Er stürzte in die große Halle, in der noch immer gegessen wurde.

Er blieb an der Tür stehen und ignorierte die Stille, die entstanden war, als er hereingestürmt war.

"Professor Dumbledore, Professor Snape, Sie beide sollen sofort in den Krankenflügel kommen...", sagte Neville laut und gefasst, doch seine Augen zeigten Angst, Verzweiflung und Schock.

Den beiden Professoren blieb das nicht verborgen und deshalb standen sie geschwind auf und liefen zusammen mit Neville zum Krankentrakt.

Harry lag schon in einem der vielen Betten.

Er trug schon eine Pyjama-Hose, doch sein Oberkörper war frei.

Unzählige Schnitte zierten Harrys Brust und Bauch. Auch von Prellungen und blauen Flecken war er nicht verschont geblieben.

Dumbledore und Snape starrten entsetzt und geschockt auf den entstellten Körper des Jungen-der-lebt.

Poppy wuselte um den Schwarzhaarigen herum und heilte die gebrochen Rippen, das gebrochene Handgelenk und den gebrochenen Arm.

Anschließend wandte sich die verschwitzte Heilerin an Snape "Severus, ich brauche einige Heiltränke..." und trug ihm Tränke auf, die er ihr besorgen sollte.

Kurz darauf verließ Snape gehetzt den Krankensaal um die Tränke zu besorgen.

Poppy indessen behandelte die langen und tiefen Schnitte mit einer Heilsalbe.

Dann nahm sie ihren Zauberstab zur Hand und prüfte Harry auf Kopfverletzungen. Er hatte aber glücklicherweise nur eine Platzwunde am Hinterkopf, die Poppy sofort heilte.
"Was ist passiert, Neville?", fragte Dumbledore schließlich.

"Ich weiß es nicht, Sir. Ich habe Harry bei Revello gefunden und ihn dann sofort hier her gebracht...", erklärte Neville.

Dumbledore nickte und fragte "Und was ist mit dieser Kette?" und zeigte auf die Kette an Harrys Hals, an dem zwei Anhänger waren.

"Es lässt sich nicht abnehmen!", meinte Poppy uninteressiert.

"Wie ist die Diagnose?", fragte Dumbledore nun an Poppy gewandt.

Die Krankenschwester seufzte und antwortete

"Schwere Verbrennungen, die ich aber schon komplett geheilt habe und diese ganzen Schnitte. Prellungen und Blutergüsse. Hoher Blutverlust und Vier gebrochene Rippen, gebrochener Arm und gebrochenes Handgelenk. Und...-"

"Was ist, Poppy?", wollte der Direktor besorgt wissen.

"...Und er stand mehrere Stunden unter dem Cruciatus...", hier hatte die Krankenschwester Tränen in den Augen, die sie aber sofort wegwischte.

Neville und Dumbledore waren beide kalkweiß im Gesicht und starrten Madam Pomfrey entsetzt an.

Dann kam Snape wieder herein und übergab der aufgelösten Krankenschwester die Phiolen mit den verschiedensten Tränken.

Nun war die Heilerin wieder in ihrem Element und flößte Harry mehrere Tränke ein.

Er wurde an einen Tropf gehängt und anschließend mussten die beiden Professoren und Neville den Raum verlassen.

Neville schlich gebeugt durch die Gänge.

Es war schon weit nach Mitternacht, als er den GR betrat.

Die meisten Gryffindors waren noch auf und schienen auf Neville gewartet zu haben.

Aber diesmal waren es nicht nur die Sechstklässler, sondern auch die Siebt- und Fünftklässler.

Als Neville nun eintrat und mit gesenktem Kopf Richtung Jungenschlafsäle schlurfte, fragte Colin Creevey "Was ist passiert, Neville?".

Langsam drehte sich Neville zu dem Jungen und fragte schleppend "Was meinst du?"

"Na, warum mussten Snape und Dumbledore in den Krankenflügel?", wollte Hermine wissen.

"Weil Madam Pomfrey mich geschickt hatte..."

"Mensch, Neville. Und warum?", sagte Ron genervt.

"Weil Harry im Krankenflügel liegt!", meinte Neville leise.

Sofort verstummten alle und sahen ihn forschend an.

"Wieso, was ist passiert?", rief Ginny ängstlich.

"Das weiß ich doch auch nicht! Er ist noch nicht wieder bei Bewusstsein.. Ist das Verhör jetzt beendet? Dann gehe ich jetzt ins Bett!", sagte Neville und lief ohne zu warten in seinen Schlafsaal.

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Als Neville am nächsten Tag vor den Quartieren der Slys wartete, war er nervlich am Ende. Er machte sich ununterbrochen Vorwürfe, dass er Harry nicht geholfen hatte.

Da öffnete sich das Portrait und die Vier kamen heraus.

"Wo ist Harry?", fragte Helen sofort.

"Im Krankenflügel..", meinte Neville abwesend.

"Was? Was ist passiert?", wollte Pansy wissen.

Draco sah gespannt und ängstlich auf.

"Ich weiß es nicht. Er ist bewusstlos... Gehen wir?", damit machten sie sich auf den Weg in die große Halle.

Die Gerüchte hatte sich schon verbreitet, auch das Neville anscheinend mehr wusste als alle anderen, denn jeder bestürmte ihn mit Fragen.

Neville jedoch ignorierte die Fragerei und setzte sich an den Gryffindortisch, aß aber nichts.

Auf einmal legten sich zwei Hände tröstend auf seine Schultern und Nev hörte die Stimme des Schulleiters "Mach dir keine Vorwürfe, Neville. Harry wird das schon schaffen... Hoffe ich jedenfalls.. Komm mit."

Die beiden standen auf und verließen die Halle in Richtung Krankentrakt.

Das Getuschel setzte ein und die eben gesagten Worte des Direktors wurden verbreitet.

Die Gryffindors und die meisten Hufflepuffs und Ravenclaws waren nun sehr besorgt. Harrys engste Freunde waren blass geworden, genau wie die vier Slys.

Draco versuchte krampfhaft sein Zittern zu unterdrücken, während Helen offen zu ihren Gefühlen stand und anfing leise zu weinen.

Die Stimmung bei Harrys Freunden war gedrückt, da Neville den ganzen Tag nicht mehr auftauchte und somit auch nicht berichten konnte, wie es um Harry stand. Madam Pomfrey ließ keinen in den Krankenflügel, die Tür konnte nicht geöffnet werden.

Die Vier Slys schafften es sich unverletzt durch den Tag zu schlagen und saßen abends zusammen in Blaises Zimmer und unterhielten sich.

"Was meint ihr ist passiert? Neville schien ziemlich besorgt zu sein..", meinte Blaise gerade.

"Ja und Dumbledore auch. Ich hoffe er schafft es, was immer auch passiert ist...", meinte Pansy mit Tränen in den Augen.

Kurz darauf verabschiedete sich Draco und begab sich in sein Bett.

Doch wie erwartet konnte er nicht einschlafen.

Er machte sich wieder einmal zu viele Gedanken um Harry.

Draco wusste nicht was los war, ob Harry schwer verletzt war, oder etwas ganz anderes geschehen war.

Dazu kamen die Gefühle für Harry, die jeden Tag stärker wurden, obwohl Harry ihn nicht anders behandelte als früher. Und seitdem Draco Harry und Tonks zusammen erwischt hatte, hatte seine Liebe für den Gryffindor nur noch größere Ausmaße angenommen.

Immer verspürte er den Drang den Schwarzhaarigen zu berühren, ihn zu spüren. Und sein Herz wehrte sich dagegen, dass das nicht möglich war.

Manchmal hatte er Angst seine Kontrolle zu verlieren und Harry einfach zu küssen.

Er konnte nur ahnen was dann geschehen würde.

Harry würde ihn abweisen.

Ihn verachten und verspotten..

Dracos Herz verkrampfte sich und wie so oft in letzter Zeit gab er sich seinen Tränen hin.

Nach einer schier endlosen Zeit beruhigte er sich wieder.

Ein Blick auf die Uhr sagte ihm, dass es schon kurz nach Mitternacht war.

Da durchzuckte ihn eine Idee und sofort stand er auf um sich anzuziehen.

Dann verließ er sein Zimmer und machte sich auf den Weg zum Krankenflügel.

Dort angekommen bekam er gerade rechtzeitig noch mit, dass sich die Türe öffnete.

Er versteckte sich hinter einer Rüstung und lugte vorsichtig daran vorbei.

Neville kam gefolgt von Dumbledore, Snape, Tonks und Remus aus dem Krankensaal.

"Leg dich hin, Neville.", meinte Remus und legte ihm tröstend eine Hand auf die Schulter.

Neville nickte und schlich mit gesenktem Kopf davon.

"Ihr beide solltet das auch machen.. Und.. macht euch keine Gedanken, Harry hat schon Schlimmeres heil überstanden.", sagte Dumbledore bedrückt zu Remus und Tonks.

Die beiden nickten und verabschiedeten sich ebenfalls.

Anschließend gingen auch noch Dumbledore und Snape.

Als alle Schritte verklungen waren schlich sich Draco vorsichtig zur Tür.

Mit einem leisen Knarzen öffnete sie sich und Draco schlüpfte lautlos durch den kleinen Spalt. Ein wenig orientierungslos in der Dunkelheit sah er sich um.

Um ein Bett weiter hinten im Raum war ein Sichtschutz aufgestellt und wie magisch angezogen näherte sich Draco eben diesem Bett.

Er drückte sich an dem Sichtschutz vorbei und blieb wie angewurzelt stehen.

Harry lag unbeweglich in dem Bett und regte sich nicht.

Die Decke bedeckte nur Harrys Unterkörper, während sein Oberkörper völlig frei war.

Allerdings zogen sich viele Schnitte über seine dunkle Haut. Er hatte viele Blutergüsse und Prellungen, doch diese Verletzungen verschleierten nicht seine Schönheit.

Draco betrachtete verträumt die stahlharten Muskeln des Gryffindors, die man unschwer erkennen konnte.

Dann trat Draco näher an das Gesicht des Schwarzhaarigen.

Es wirkte völlig entspannt, keine Regung und kein Gefühl zierten das Antlitz Harrys.

Jedoch war er unnatürlich blass.

Draco wusste nicht ob er bewusstlos war oder ob er nur schlief.

Er hob vorsichtig eine Hand und ließ seine Finger über Harrys Wangenknochen wandern. Sanft strich er die Konturen nach und ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen.

Dann beugte er sich langsam weiter runter und sein Gesicht war nun direkt über Harrys.

Wie von selbst senkten sich Dracos Lippen auf die Harrys.

Nach ein paar endlosen Sekunden, in denen sich Draco wie im Himmel fühlte, richtete er sich wieder auf und sein Blick fiel auf die Kette, die Harry um den Hals trug.

Es hingen zwei Anhänger daran.

Einer der Anhänger war ein kleines Amulett mit einem Mondstein. Draco wusste nicht was es bedeutete oder was seine Funktion war.

Das zweite Amulett war etwas größer und hatte einen meerblauen Stein in der Mitte.

Das Silber, in dem der Stein eingelassen war, war verziert und es sah sehr kostbar aus.

Doch plötzlich leuchtete der Stein blau auf und das Licht verteilte sich auf den ganzen Anhänger. Draco zuckte zurück, als Harrys Hand zu dem Anhänger schoss und es umklammerte.

Doch keine weitere Regung kam von dem Schwarzhaarigen.

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Der Dienstag verging schnell, jedoch war in der ganzen Schule eine Spannung zu spüren, die seit den Gerüchten über Harrys Verbleib nicht abgenommen hatte. In den Klassen war es ungewöhnlich ruhig, da die Schüler die gedrückte Stimmung der Lehrer durchaus bemerkten.

Vor allem Snape und McGonnagall waren merkbar gereizt und benahmen sich oft ziemlich ungerecht.

Auch diesen Tag verbrachte Neville im Krankensaal an Harrys Seite und auch Dumbledore wich die ganze Zeit nicht von Harrys Bett. Die Schüler hatten wohl bemerkt, dass Dumbledore bei den Essen nicht anwesend war und dachten sich ihren Teil.

Harrys Gryffindorfreunde gingen an diesem Abend sehr früh zu Bett, konnten sie die Ungewissheit doch nicht mehr aushalten. Auch die Slys schliefen früh ein.

Es ging schon auf Mitternacht zu, als Harry Stimmen um sich herum wahrnahm.

Er beschloss die Augen geschlossen zu halten und lauschte gespannt.

Er erkannte die Stimmen von Albus, McGonnagall, Severus, Tonks, Remus und Neville. Sie machten sich unüberhörbar große Sorgen um ihn und deshalb sammelte Harry all seine Kräfte.

"Mach dir keine Sorgen mehr, Nev! Mir geht es gut.", sagte er mental zu Neville.

Neville quiekte überrascht auf und beugte sich rasch über ihn.

"Neville, was ist?", fragte Remus.

"Er ist aufgewacht und er meint es geht ihm gut...", erklärte Neville abwesend.

"Was?", kreischte Poppy und kam angelaufen.

Harry öffnete die Augen und sagte mit etwas zittriger Stimme zu der aufgeregten Krankenschwester "Mir geht es bestens, Poppy, mach dir keine Sorgen..."

"Das werden wir noch sehen...", meinte sie und fing an ihn zu untersuchen.

"Was ist geschehen?", fragten Albus, Remus und Severus gleichzeitig.

Harry stöhnte, als er die Schmerzen in seinen Knochen spürte, Nachwirkungen des Cruciatus..

"Wie konnten sie dich überwältigen?", sagte Neville nachdrücklich, "Gerade dich..".

"Ich hatte nicht damit gerechnet, dass sie Muggelerfindungen benutzen würden... Sie haben mich ganz einfach überrascht.", erklärte Harry gefasster als zuvor.

"Wie?", fügte Tonks unintelligent hinzu.

"Wie bist du entkommen?", fragte Albus autoritär.

"Als ich das erste Mal erwachte versuchte ich zu apparieren, es gab allerdings eine Sperre und der Versuch hatte mich zu viel Kraft gekostet und verlor wieder das Bewusstsein. Beim zweiten Mal hatte ich Erfolg mit der Teleportation...", meinte Harry und schluckte dann die beiden Tränke, die Poppy ihm reichte.

Er spürte wie die Schmerzen des Cruciatus nachließen und wie er anschließend in einen traumlosen Schlaf abdriftete.

Neville begab sich erleichtert in seinen Schlafsaal und auch die Lehrer verzogen sich in ihre Räume...

Am nächsten Morgen war Neville gut gelaunt und sogar als ihn alle ausfragten, büßte er seine gute Stimmung nicht ein.

"Harry ist gestern aufgewacht. Ihm geht es den Umständen entsprechend gut...", erklärte er den schnatternden Gryffindors, bevor er zu den Slys schritt.

Als Helen als erste aus dem Portrait trat, sah sie sofort den strahlenden Neville.

"Wie geht es ihm?", fragte sie geradewegs.

"Besser. Er ist aufgewacht...", meinte Neville sichtlich erleichtert.

"Und was ist nun passiert?", fragte Blaise.

"Genau weiß ich das auch nicht. Er wurde von Todessern überrascht und überwältigt... Mehr sage ich jetzt besser nicht, sonst werde ich es später bereuen!", meinte Neville und führte sie zur großen Halle.

Auch den Schülern waren die erleichterten Gesichtsausdrücke der Lehrer nicht entgangen und so wurden neue Gerüchte verbreitet.

Harry blieb noch bis Mittag bei Poppy und durfte dann gehen.

Harry machte sich sofort auf den Weg zu Revello. Er brauchte dessen Kraft um seine Reserven wieder aufzufüllen.

Danach begab er sich zu Albus um sich dem Gespräch zu stellen, um das Albus gebeten hatte.

"Nun Harry. Was genau ist geschehen? Du bist nicht auf dem Hogwartsgelände überwältigt, das hätte ich mitbekommen. Wo warst du dann?"

"Ich war irgendwo im Hochmoor, ich brauchte meine Ruhe."

"Aber du kannst nicht einfach das Gelände verlassen!"

"Doch ich kann, das hast du ja gesehen."

"Aber Harry, es ist gefährlich, das hast du selber gespürt."

"Albus, ich bin durchaus in der Lage mich zu verteidigen. Ich hatte nur nicht damit gerechnet, dass die Todesser Chloroform benutzen würden..."

"Was ist Chloro..dingsda?"

"Eine Art Droge, Muggeldroge. Der Geruch lässt dich das Bewusstsein verlieren..."

Albus´ Augen weiteten sich überrascht.
"Woher wusstest du, dass es Ch..chloroform war?"

"Ich kenne mich mit Drogen aus, Albus!"

Albus beschloss das Thema zu wechseln und meinte "Und seit wann kannst du teleportieren? Ich meine, das kann nicht jeder..."

"Ich fand das ganz nützlich und das war es ja auch... Aber ich möchte nicht weiter darüber sprechen, einmal davon abgesehen, dass ich ohnehin nicht viel zu berichten hätte..", sagte Harry und stand auf.

Albus war zu überrumpelt um ihn aufzuhalten, als Harry aus dem Raum eilte.

Harry wanderte durch die Gänge bis zu McGonnagalls Büro. Sie hatte zur Zeit anscheinend keinen Unterricht, denn Harry hörte ein strenges "Herein!", als er angeklopft hatte.

Gleich nachdem er eingetreten war, sprang sie auf und meinte ungewohnt sanft "Oh Harry, wie geht es dir? Warum bist du schon wieder aus dem Krankenflügel raus?".

Etwas irritiert über die Du-Basis, brauchte er einen Moment um zu antworten "Mir geht es wieder gut, Professor und Poppy war der selben Meinung, daher durfte ich bereits gehen.."

"Du kannst mich ruhig Minerva nennen.. Und was kann ich für dich tun?", fragte sie lächelnd.

"Ich wollte wissen, was der Unterrichtsstoff der letzten Tage war..."

Minervas Augen leuchteten auf.

"Ich bin sehr stolz darauf, dass du das Lernen nun endlich ernster nimmst! Also, wir haben mit dem Animagus begonnen.. Sag mal, hättest du nicht Lust, ein Animagus zu werden?"

Harry grinste und entnahm seinem Geldbeutel den Beleg für die Registration.

Er übergab sie der verdutzten Professorin, die das Pergament aufmerksam studierte.

Als sie wieder aufsah, leuchteten ihre Augen vor Stolz und bevor Harry wusste wie ihm geschah hatte sie ihn bereits in eine knochenbrechende Umarmung gezogen..

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Die Schüler aus Harrys DA saßen erwartungsvoll im Raum der Wünsche und befragten Neville neugierig, ob heute wirklich schon wieder Training war.

"Jetzt warten wir einfach auf Harry, okay, sagte Nev irgendwann genervt und wie auf Kommando kam Harry durch die Tür herein.

"Also, es tut mir Leid, dass das Treffen am Montag ausfallen musste. Aber ich denke wir werden den Stoff schon nachholen...", meinte er sogleich.

"Nur mal so aus Neugierde, Harry. Wie haben die Todesser dich überwältigen können?", fragte Seamus und die anderen nickten zustimmend.

Harry ließ sich seufzend auf einen Sessel fallen und sagte "Es wundert mich, dass so viele davon ausgehen, dass es Todesser waren. Soviel ich weiß, dürften nicht sehr viele über die Einzelheiten Bescheid wissen..."

Währenddessen führte er eine mentale Unterhaltung mit Nev, der ihm erzählte, dass nur die vier Slys von den Todessern wussten.

"Ja, aber warum solltest du sonst im Krankenflügel liegen?", mischte sich Susan ein.

"Wisst ihr denn genau, warum ich im Krankenflügel lag?"

"Nein, Nev meinte nur du seiest bewusstlos...", mischte sich Parvati ein.

"Eben. Ihr habt keine Ahnung warum ich bewusstlos war...", Harry belustigte das kleine Spiel ungemein, "aber ihr hattet natürlich recht. Es waren Todesser..".

"Haha, ich hasse diese Spielchen von dir!", keifte Ginny.

Ein paar kicherten, wurden aber gleich wieder ernst.

"Also, wie haben sie dich überwältigt?", fragte Lavender.

"Mit einer Muggeldroge.. Ich habe es zu spät bemerkt...", erklärte Harry seufzend.

"Und was ist dann passiert?", wollte Ron wissen.

"Nein, die Frage ist: Wo waren Lisco und Srennia?", fragte Neville laut und mit einer unheimlichen Autorität, "Wo waren sie, als du ihre Hilfe brauchtest?"

"Sie hatten einen Auftrag...", meinte Harry mit geschlossenen Augen.

"Gutes Timing...", rutschte es Blaise heraus und Harry musste schmunzeln.

"Okay, dann fangen wir an-", er unterbrach sich aber selbst und runzelte konzentriert die Stirn.

"Vessenia, ich werde sie herholen müssen...", klärte er Neville gedanklich mit.

Dann streckte er eine Hand aus und Sekunden später hielt er die große Giftschlange in der Hand.

Neville, Blaise, Helen, Pansy und Draco beruhigten die anderen, während Harry sich mit dem Taipan unterhielt.

"Voldemort wird zu einem Necromancer. Ihm ist das Necronomicon in die Hände gefallen... Ich habe die schwarze Magie aus über zwanzig Metern Entfernung gespürt!", erklärte Vessenia ihm auf Parsel.

Augenblicklich wich Harry alle Farbe aus seinem Gesicht und er starrte seinen Spion ungläubig an.

"Das ist nicht möglich...", hauchte er in die entsetzte Stille.

Vessenia kam auf ihn zugeglitten und sie wickelte den vorderen Teil ihres Körpers einmal um seinen Hals, ihr Gesicht schmiegte sie an seine rechte Wange.

Den Rest ihres Körpers wickelte sie um seinen Oberkörper und ihre Schwanzspitze strich ihm pausenlos tröstend über die linke Wange.

Harry starrte immer noch durch die Schüler hindurch und schien die Anwesenden nicht mehr wahrzunehmen.

Dann jedoch klärten sich seine Augen wieder und mit einer Bewegung aus seinem Handgelenk hielt er eine Pergamentrolle in eben dieser Hand.

Er stand auf und übergab das Pergament Neville.

Dieser entrollte es sofort und las es durch.

Seine gesunde Gesichtsfarbe wich einem kranken Chlorweiß.

Mit krächzender Stimme meinte er zu seinem schwarzhaarigen Freund "Das kann nicht dein Ernst sein!"

Doch Harry drehte sich nur um und schritt aus dem Raum.

Neville wollte aufstehen und ihn aufhalten, aber seine Beine gaben nach und er sank wieder zurück.

Verzweiflung machte sich in ihm breit und er schluchzte unhörbar auf.

Er las das Geschriebene auf dem Pergament nochmals durch

Ich, Harry James Potter, in Vollmacht meiner geistigen und körperlichen Kräfte, vermache im Falle meines Todes das Blackvermögen zu gleichen Teilen an Remus John Lupin, Nymphadora Tonks, Neville Longbottom, Hermine Jane Granger, Ronald Bilius Weasley, Ginevra Weasley, Molly Weasley, Arthur Weasley, Fred Weasley, George Weasley und Luna Lovegood.

Der ganze Inhalt der Potter-Verliese gehen zu gleichen Teilen an Michael Jefferson, Tobias McDoale, Dustin Meyer, Verena Josstone, Tess Kerton, Lorelei Laurence, Kate Rasney, Jeffrey Rodriguez, Jeremiah Linus, Chen-Lei Zeng, Petunia Evans, Helen McDahon sowie Minerva McGonnagall und Severus Snape.

Die Muggelfinanzen der Potters gehen gänzlich an Marc Paxton, Marah Paxton, Jacob Paxton und Liz Paxton. Alle Immobilien gehen ebenfalls an die Familie Paxton.

15.12.1996

gez.

Harry James Potter

Neville war fassungslos.

Was hatte Harry vor, dass er sogar schon ein Testament verfasst hatte?

Schnell rollte er das Blatt wieder zusammen und stand auf.

"Ich denke Harry kommt heute nicht wieder.. Wir sollten in unsere Gemeinschaftsräume gehen und hoffen...", krächzte er und die letzten Worte konnte man kaum vernehmen.

Alle standen wie vom Donner gerührt auf und verschwanden nach und nach.

Neville ließ sich wieder auf den Boden fallen und vergrub sein Gesicht in den Händen.

Besorgt traten die Slys näher, verhielten sich aber ruhig.

Sie hörten den gemurmelten Worten Nevilles zu, so gut wie sie konnten.

"Bitte mach keinen Scheiß! Hörst du? Mach um Gotteswillen nichts unüberlegtes..." ,flüsterte er vor sich hin, während er das Testamentkrampfhaftin der Hand hielt.

"Was ist los, Neville?", fragte Pansy irgendwann.

"Ich weiß es nicht.", schluchzte Neville.

"Kann ich mal sehen?", fragte Blaise und zeigte auf die Pergamentrolle, die Harry Neville überreicht hatte.

Neville schüttelte zitternd den Kopf.

"Es reicht wenn sich einer Sorgen macht...", sagte er dann abwesend.

"Wieso, was steht so Schlimmes da drinne?", Blaise wollte nicht aufgeben.

"Nein, es steht eigentlich nichts schlimmes drin. Aber das er mir das Ding gegeben hat, ist ein Zeichen dafür, dass er gerade Scheiße baut... und nicht damit rechnet es zu überleben!", meinte Neville.

"Du meinst er ist zum dunklen Lord?", hauchte Pansy.

"Das kann schon sein, aber er wird nicht sterben! Er hat es mir versprochen!", rief Helen hysterisch.

Verwirrt sahen die anderen sie an.

"Was hat er dir versprochen.. und vor allem.. wann?", fragte Neville misstrauisch.

"Irgendwann im Sommer hat er mir versprochen sich nicht umbringen zu lassen, am allerwenigsten vom dunklen Lord..", erklärte Helen triumphierend.

Die anderen sahen sie fassungslos an und Pansy meinte irgendwann "So was kann man nicht versprechen... Und Neville? Zeig uns jetzt das blöde Pergament.."

"Tut mir Leid, aber wie gesagt reicht es wenn ich mir Sorgen mache..", wimmelte Nev Pansy ab.

"Aber du sagtest doch, dass nichts Schlimmes drinsteht.. Dann kannst du es uns doch zeigen!", forderte ihn Helen auf.

"Ich warne euch aber schon mal vor. Das dieses Ding hier überhaupt existiert, ist schon mehr als beunruhigend...", damit überreichte Nev das Pergament Blaise.

Dieser las es und schluckte erst mal.

"Ein Testament..", sagte er dann heiser.

"WAS?", riefen Helen, Pansy und Draco gleichzeitig und ehrlich geschockt.

Zornig bemerkte Draco, dass seine Hände schon wieder zitterten.

Sie lasen das Geschriebene ebenfalls und waren danach noch um einiges entsetzter als ohnehin schon.

"Kennt ihr diese ganzen Leute? Ich meine die Familie Paxton?", fragte Blaise in die Runde.

"Ich weiß nur, dass Harry öfter mit Marc Paxton telefoniert...", sagte Nev nachdenklich.

Doch in diesem Moment gab es hinter den Fünfen einen lauten Knall und alle drehten sich alarmiert um.

Allerdings überflutete sie augenblicklich die Erleichterung, als sie Harry am Boden knien sahen, der vor sich ein großes, schwarzes Buch hatte.

Vessenia lag neben ihm und beide beugten ihre Köpfe über das komplett schwarze Buch.

"Das kann unmöglich wahr sein! Das ist einfach nicht möglich...", murmelte Harry vor sich hin. Vessenia zischte etwas und Harry meinte darauf genervt "Oh, ich kann deinen Sarkasmus gerade gar nicht ertragen! Du bist schlimmer als Severus..."

Dann stand er plötzlich auf und ließ das Buch schweben.

Er drehte sich mit dem Rücken zu den Zuschauern, die er aber nicht bemerkt hatte, und fing an das Buch mit allen möglichen Flüchen zu traktieren.

Allem Anschein nach versuchte er es zu zerstören.

Da er weder einen Zauberstab noch Zauberformeln verwendete, waren die Slys mehr als nur geschockt. Neville dagegen beobachtete Harry erleichtert und neugierig.

Harry fluchte und formte einen Feuerball in seiner Hand.

Dieser wurde immer größer, die Flammen hatten schon eine blaue Färbung.

Die Slys hatten die Augen weit aufgerissen und sogar Neville war ein wenig erstaunt.

Harry hab die Hand und schleuderte den Feuerball auf das Buch, das ein paar Meter vor ihm in der Luft schwebte.

Doch auch das Feuer konnte dem Buch scheinbar nichts antun.

Frustriert seufzte Harry und setzte sich wieder auf den Boden.

Dann verschwand Vessenia wieder und das Buch schwebte zu Harry zurück.

Er sprach mehrere Banne darüber, sodass keiner es orten konnte, geschweige denn anfassen.

Anschließend erhob er sich wieder und verschwand in einer Feuersäule.

"Gut, jetzt da wir wissen, dass Tom ihn nicht kalt gemacht hat, können wir ja schlafen gehen!", erklärte Neville und erhob sich.

Immer noch fassungslos folgten ihm die Slys.

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In der nächsten Zeit hatte Harry noch mehr mit den Blicken zu kämpfen als früher.

Dass er von Todessern angegriffen worden war, hatte sich schnell ausgebreitet. Fast noch schneller, als dass er sich alleine hatte befreien können.

Nun war der letzte Tag vor den Weihnachtsferien gekommen und Harry hatte keine Lust sich den ganzen Blicken zu stellen. Daher saß er jetzt nicht in der großen Halle beim Abendessen, sondern er lag auf seinem Bett und träumte von den Ferien.

Doch die Ruhe wurde von seinem Amulett gestört, dass blau aufleuchtete und Harry spürte sofort die Panik, die Angst die Marc in dieser Minute verspürte.

Alarmiert prüfte er die Situation von Marc über das Amulett und musste geschockt erkennen, dass die Paxtons von Todessern angegriffen wurden.

Er schlüpfte in seine Schuhe und schrieb eine Nachricht an Dumbledore, die er mit einem Wink seiner Hand zu eben diesem teleportierte.

Anschließend teleportierte er sich selber nach Glasgow vor das Haus, in dem er eine neue Familie gefunden hatte.

Aus dem oberen Stockwerk hörte er gequälte Schreie und irgendwo konnte man auch das Weinen eines Kindes vernehmen. Nachbarn hatten sich um das Haus gescharrt, jedoch keiner griff ein. Sie hätten gegen die Todesser sowieso keine Chance gehabt.

Vor der Haustüre standen gleich drei der Kuttenmänner Wache, die Harry von seiner Wut getrieben sofort ausschaltete. Dann lief er in das Haus hinein und blieb wie angewurzelt stehen, als er Marah am Treppenaufgang liegen sah. Über ihr Hals lief Blut und ihre Augen blickten gebrochen an die Decke.

Ein Blick in die Küche lies ihn erkennen, dass Marc und Liz auch ihren Vater verloren hatten.

Er rannte die Treppen hoch und schaltete auf dem Weg noch einige Todesser aus.

Von irgendwo her kam das herzzerreißende Wimmern von Liz.

Mitten auf dem Gang lag ein zerrissener Hundekorb.

Der tote Körper der Border-Collie Hündin lag daneben und im Korb konnte man mit viel Fantasie die ehemaligen Körper der sechs Welpen erkennen.

Harry schluckte und trat die Tür zu Marcs Zimmer auf, von wo der Lärm herkam.

Gerade als er eintrat sah er wie ein roter Fluch Marc mitten in den Bauch traf und er ein paar Meter in die Luft flog um gleich darauf mit einem widerlichen Knacksen wieder auf dem Boden aufzuschlagen.

Lähmende Angst ergriff Besitz von Harry und er musste sich stark konzentrieren um den ersten Todesser anzugreifen..

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° - Hogwarts - °

Alle Schüler sahen überrascht auf, als mit einer kleinen Stichflamme ein kleiner Zettel vor dem Gesicht des Schulleiters auftauchte.

Dumbledore las das Geschrieben und wurde augenblicklich ernst.

Er stand auf und die Schüler gaben ihr Getuschel auf.

"Ich habe soeben eine Nachricht über einen Todesserangriff bekommen. Ich bitte diejenigen aus der DA, die sich einen Einsatz zutrauen sich bitte sofort hier einzufinden. Keiner wird gezwungen mitzumachen. Die anderen Schüler begeben sich bitte unverzüglich in ihre Gemeinschaftsräume."

Er weihte noch ein paar Lehrer ein und informierte den Orden.

Als er wieder aufsah stellte er zufrieden fest, dass mindestens 30 Schüler entschlossen auf weitere Kommandos warteten.

Da waren Neville, Hermine, Ron, Ginny, Luna, Seamus, Dean Thomas, Lavender Brown, Parvati Patil, Susan Bones, Ernie McMillan, Hannah Abbot, Terry Boot, Anthony Goldstein, Draco Malfoy, Blaise Zabini, Helen McDahon, Pansy Parkinson, Colin Creevey, Cho Chang und viel andere.

Albus erschuf mehrere Portschlüssel und zusammen kamen sie vor einem Haus in Glasgow an.

Viele Schaulustige hatten sich versammelt.

Aus dem ersten Stock kamen immer wieder Schreie, unterbrochen von brechendem Holz. Zwischendurch vernahm man ein Kinderweinen.

Remus, Tonks und Minerva gingen vor, um zu überprüfen ob die liegenden Todesser wirklich außer Gefecht waren.

Sie nickten Albus zu und die Schüler setzten sich in Bewegung.

Auch im Haus lagen mindestens 20 geschockte und gelähmte Todesser.

Wer auch immer hier war, er hatte gute Arbeit geleistet.

Aber zu dem Entsetzten aller fanden sie auch zwei Leichen.

Doch da aus dem oberen Stockwerk noch immer Kampflärm schallte, machten sich alle Kämpfer auf den Weg nach oben. Auch die Treppen waren von ausgeschalteten Todessern bedeckt.

Die Lehrer fragten sich warum so viele Todesser für diesen kleinen Einsatz hatten herhalten müssen.

Außer das hier war so wichtig, dass es Voldemort so viele Todesser wert war.

Im ersten Stock angekommen sahen sie, dass eine ganze Wand eingerissen war.

Dadurch konnte man in ein großes Zimmer sehen, indem sich jemand mit mehreren Todessern gleichzeitig duellierte.

Doch bevor sie eingreifen konnten, fielen drei der vier Todesser getroffen zu Boden.

Kurz darauf erkannten die Helfer auch Harry in dem unbekannten Kämpfer.

Er bewegte sich in rasanter Geschwindigkeit um den Flüchen auszuweichen.

Währenddessen schickte er einen Fluch nach dem anderen auf den letzten Todesser.

Dann segelte auch dieser Todesser zu Boden und Harry spuckte ihm ins Gesicht.

Dann drehte er sich schnell um und stürzte auf eine am Boden liegende Person zu.

Die Schüler und Lehrer sahen dem Geschehen erstarrt zu.

Harry kniete sich neben den scheinbar verletzten Körper.

Die Schüler konnten Harry genau sehen, aber die Person die vor ihm lag konnten sie nicht einordnen.

Harrys rechte Hand verschlang er mit Marcs Linker.

Ein Blutrinnsal lief ihm aus dem Mundwinkel und Harry tat es weh den Schmerz in Marcs Augen zu sehen.

Sobald er sich aber über ihn beugte wich dem Schmerz die Liebe.

Harry schluckte.

Er zog seinen Zauberstab und fuhr mit ihm Marcs Körper entlang.

Fast Marcs ganzer Körper leuchtete rot auf und Harry überkam Verzweiflung.

Auch die Lehrer und Schüler, die diesen Zauber kannten, schluckten getroffen.

Marc konnte nicht mehr geheilt werden.

Nicht einmal Phönixtränen würden jetzt helfen.

Harry schluckte seine Verzweiflung herunter und sah Marc wieder in die Augen.

Marc fiel es sichtbar schwer, vor Schmerzen nicht zu schreien.

Harry hob seine freie Hand und strich dem Blonden über das blasse Gesicht.

Mit viel Mühe hob Marc seine rechte Hand und mit zitternden Fingern fuhr er über Harrys Lippen.

"Ich liebe dich...", flüsterte er erstickt und Tränen sammelten sich in seinen Augen.

Harry drückte Marcs Hand noch fester und antwortete ebenso heiser "Ich liebe dich auch!".

Die Schüler konnten die Worte nicht verstehen, sie sahen nur, dass sich Harrys Mund bewegte.

Harry sagte diese Worte immer wieder und Marc sah ihn glücklich an.

Langsam verschleierte sich sein Blick.

"Nein! Nein...", flüsterte Harry panisch, "Bitte bleib bei mir, bitte...".

Kurz klärten sich Marcs Augen wieder und er brachte keuchend hervor "Ich ha-habe nichts ..mehr genossen,... als unsere gemeinsamen Stunden!... Pass´ auf Li..Lissy auf, ja?"

Harry nickte und sagte "Ich werde sie lieben wie meine Tochter.."

Marc lächelte soweit es eben ging.

Dann griff Marc zitternd nach seinem Amulett und riss es herunter.

Er nahm es fest in die Hand und Harry legte seine Hand darüber.

"Vergiss mich nicht... Ich liebe dich...", waren Marcs letzte Worte, bevor der Schmerz aus seinen Augen wich und sie mit dem Ausdruck der Liebe sich im silbernen Mondlicht brachen.

Harry schluchzte lautlos auf und küsste Marcs Stirn.

Dann stand er auf und Marcs Hand glitt sanft aus der seinen.

Wie in Zeitlupe fiel sie auf den Boden und Harry sah Marc immer noch unverwandt ins Gesicht.

Neville drängte sich durch die Todesserkörper und ging neben Marc in die Hocke.

"Glückwunsch, Tom!", sagte Harry plötzlich laut und für jeden vernehmbar.

Irritiert sahen sich alle um und erschraken umso mehr, als eine körperlose Stimme durch das Haus schallte

"Hahahaha! Habe ich es dir nicht gesagt, Harry? Habe ich dir nicht gesagt ich würde dich brechen?..."

"Das hast du geschafft...", krächzte Harry.

"Hahahahahahahaaa!"

Entsetzt waren die Schüler den Worten gefolgt.

Neville nahm Marcs Amulett in die Hand und stand wieder auf.

Er kam näher zu Harry heran und fuhr mit seiner Hand in den Halsausschnitt von Harrys Sweatshirt.

Langsam zog er Harrys Amulett heraus und verglich die beiden.

Dann sah er wieder hinunter zu dem Toten.

"Er sieht aus wie ein Engel...", bemerkte Neville leise.

"Ja, du hast recht. Vielleicht muss es so sein... Engel gehören in den Himmel...", sagte Harry

leise und gedanklich weit, weit weg.

Plötzlich schlang Neville seine Arme um Harrys Körper und dieser verkroch sich in die schützende Umarmung.

Die immer noch entsetzten Helfer sahen dem zu und keiner wollte irgendwie stören.

Das Weinen im Hintergrund starb langsam ab und eine unscheinbare Tür am Ende des Flures wurde zögernd geöffnet.

Erschrocken hoben die Schüler und Lehrer ihr Zauberstäbe, doch ließen sie sie sofort wieder verschwinden, als ein kleines, blondes Mädchen zitternd zu ihnen aufsah.

Sie hatte ein tränennasses Gesicht und an ihre Brust hatte sie einen kleinen Babyhund gedrückt.

Dieser fiepte ununterbrochen, verhielt sich aber sonst absolut still.

Sie ging auf die eingerissene Zimmertür zu und blieb dort wie angewurzelt stehen.

Sie sah ihren Bruder am Boden liegen und sie erinnerte sich an ihre Eltern, die genauso dagelegen hatten und sich nicht mehr gerührt hatten.

Doch dann erkannte sie Harry, der sich gerade von Neville löste.

Sie schrie auf und setzte den Welpen auf den Boden.

Dann rannte sie auf Harry zu und umarmte seine Beine.

Harry hatte sie erleichtert erkannt und nahm sie jetzt sofort hoch.

Das Mädchen schmiegte sich schutzsuchend an ihn und weinte nun wieder bitterlich.

Der Welpe sah sich orientierungslos um und wackelte dann ebenfalls auf Harry zu.

Auch den Welpen hob Harry hoch und ließ sich dann von Neville das Amulett von Marc in die Hand drücken.

Er starrte einige Sekunden wie in Trance darauf, bis er es schließlich fest mit der Hand umschloss und dann verschwand er samt Kind und Hund in einer Stichflamme.

Dumbledore trat schließlich auf Neville zu, der immer noch auf die Stelle sah, auf der Harry gerade noch gestanden hatte.

"Wer ist das?", fragte Dumbledore und zeigte auf den toten Marc.

Neville sah auf und meinte "Ich weiß es nicht.. Allerdings befürchte ich, dass es sich um Marc Paxton handelt.."

Da trat Hermine vor und sagte "Das kann man ganz leicht herausfinden.."

Sie schritt auf Marc zu, wobei ihre Schritte immer unsicherer wurden.

Schließlich riss sie sich zusammen und kniete sich neben den Blonden.

Vorsichtig zog sie einen Geldbeutel aus seiner Jeanstasche und öffnete ihn.

Sie schaute sich mehrere Fotos an, die dort drinnen waren.

Der Blonde und die beiden anderen Toten im Untergeschoss, sowie das blonde Mädchen strahlten sie, Neville und Dumbledore an.

Auf den nächsten Fotos waren auch meist die drei anderen, allerdings fast immer in Gesellschaft von Harry.

Hermine schluckte und zog einen Ausweis hervor.

Marc Paxton

"Ich hatte es befürchtet...", meinte Neville besorgt.

"Und was meinst du wo Harry jetzt hin ist?", fragte Hermine.

"Ich glaube, da morgen ja sowieso die Ferien anfangen, wird er sich sofort nach Hause begeben haben.", erklärte Neville bedrückt.

"Und wo ist sein Zuhause?", wollte Dumbledore wissen.

"Hier. Normalerweise.. Die Paxtons waren wie eine Familie für ihn, versteht ihr? Seht ihr nicht die Fotos, die im ganzen Haus hängen? Jetzt sind sie tot!..", sagte Neville hitzig.

Die anderen sahen sich sofort um, und er hatte recht.

Überall hingen Fotos von der Familie Paxton.

Und fast immer war Harry da mit drauf.. Wie ein Familienmitglied...

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Harry hatte sich direkt in sein Zimmer in Godric´s Hollow teleportiert.

Er legte die schluchzende Liz und den Welpen auf seinem Bett ab und lief schnell ins Bad um sich das Gesicht zu waschen, doch die Schluchzer von Liz wurden stärker als sie bemerkte das er weg war.

Schnell ging er zurück und nahm sie wieder in den Arm.

Der Welpe kam ebenfalls angekrochen und suchte Wärme.

Harry selbst liefen die Tränen über die Wangen und so zog er sich und Liz für die Nacht um und legte sich unter die Decke, Liz fest an sich gedrückt. Und es störte keinen, dass sich auch der Welpe unter die Decke kuschelte.

Liz weinte sich in den Schlaf, genau wie Harry.

Doch von den Alpträumen geplagt wachte er schon kurze Zeit später wieder auf.

Auch Liz schien schlecht zu träumen, denn sie wand sich und weinte im Schlaf.

Harry streichelte ihr beruhigend über den Rücken, worauf sie sich wieder entspannte.

Doch Harry konnte nicht mehr einschlafen und so quälten ihn die Gedanken an die letzten Stunden.

Er sah immer noch die gebrochenen Augen Marcs vor sich und ein Schluchzen entfuhr seinem trockenen und wunden Hals.

Am nächsten Morgen stand er auf und ließ Lissy im Bett liegen.

Er begab sie hinunter in den Trainingsraum und ließ seine Verzweiflung an den unschuldigen Dummies aus.

Michael, Dustin, Tess, Lorelei, Chen und Petunia saßen schon am Frühstückstisch und unterhielten sich über die Ferien.

"Sie müssten so gegen Mittag kommen..", erklärte gerade Tess.

"Die Slys kommen auch?", fragte Michael besorgt.

Tess und Lorelei nickten bloß.

Da öffnete sich zaghaft die Türe und ein ihnen vollkommen fremdes Mädchen in Schlafanzug kam barfuss hereingetapst. Sie war etwa 3 Jahre alt, vielleicht auch schon 4.

Direkt hinter ihr watschelte ein braun-weißer Welpe herein.

Sie sah sich ängstlich um und fragte dann schüchtern "Wo ist Harry?"

Erstaunt wurde sie angestarrt.

"Ähmm, der kommt bald...", meinte Petunia schließlich.

"Ich will aber, dass er jetzt kommt!", sagte die Kleine bestimmend.

"Ich komme ja schon...", hörten sie alle die Stimme von Harry und Sekunden später trat er ein.

Er war normal angezogen, jedoch war er ziemlich blass und hatte dunkle Ringe unter den Augen.

Er nahm das Mädchen auf den Arm, als diese ihm ihre Arme entgegen gestreckt hatte.

"Was ist denn mit dir passiert?", fragte Lorelei sofort.

"Könntet ihr das bitte im Tagesprophet lesen? Ich will nicht darüber sprechen...", sprachs und verschwand wieder aus der Küche.

Verwundert aßen die Sechs weiter.

Harry trug Liz hoch in seine Suite und zog sich schwarze Klamotten an, er konnte nicht mal das graue Sweatshirt ertragen.

Dann beschwor er auch Liz neue Kleidung, da sie nichts dabei hatte.

Er setzte den Welpen im Park ab, damit er ein wenig Auslauf hatte und teleportierte sich und Liz dann direkt ins Zaubereiministerium.

Wie er gehofft hatte, wurde er aufgrund seines Namens sofort dorthin geführt wo er hin wollte.

Da die Geschehnisse des letzten Abends schon überall bekannt waren, musste er sich aber mit mitleidigen Blicken herumschlagen.

Er trug sein Anliegen mehreren Beamten vor, die dann sogleich die Adoption von Liz herbeiführten. Er ließ das Haus der Paxtons, den Besitz und die Finanzen auf Liz´ Namen überschreiben, über das sie ab ihrer Volljährigkeit frei verfügen konnte.

Das Zaubereiministerium regelte das für ihn auch mit den Muggel, worüber er sehr froh war. Nachdem alle Papiere unterzeichnet waren teleportierte er in das zerstörte Paxton-Haus.

Wie vermutet war fast alles schon wieder in Ordnung gebracht und die Leichen entfernt worden. Erleichtert packte er ein paar Sachen ein und machte sich dann wieder auf den Weg nach Godric´s Hollow.

Es war schon nach 20.00 Uhr als Harry mit Liz nach Hause kam.

Er teleportierte den Welpen zu sich und dieser wackelte sogleich fröhlich mit dem Hinterteil.

Lissy war so müde, dass sie sich nur noch schnell den Schlafanzug anzog und sofort ins Bett kroch.

Harry ließ sich noch etwas zu Essen bringen und setzte sich dann vors Feuer.

Alles hatte sich so rabiat verändert.

Er fragte sich wie Tom hatte herausfinden können, dass er und die Paxtons sich so nah waren. Hätte er sie doch bloß nie kennengelernt, dann würden sie noch leben...

Wieder liefen ihm Tränen über das Gesicht, als er seine Erinnerungen immer wieder durchlebte.

Er sah in Marahs hellbraune Augen, die ihn vergnügt und liebevoll anfunkelten. Jacobs meerblaue und Marcs vor Lust verdunkelten Saphire.

Mein Gott, er würde ihn nie wieder sehen.

Schon wieder war es die Liebe, die den Tod herbei geführt hatte.

War es nicht genauso bei Sirius gewesen?

Er hatte ihn geliebt.

Und deswegen war er gestorben.

Er hatte Marah, Jacob und Marc geliebt.

Und auch sie hatten wegen seiner Liebe sterben müssen.

Am Besten wäre es gewesen, hätte er auch nicht nur ein einziges Mal das Gefühl Liebe entwickelt.

Er sollte dieses Gefühl für immer verbannen...

Aber das ging ja nicht..

Er hatte Marc versprochen er würde Liz lieben.

Und das tat er ja...

Aber würde er es schaffen die Liebe für immer zu verbannen?

Er würde es zumindest versuchen, was anderes blieb ihm gar nicht übrig.

So verschloss Harry all seine Gefühle in einem kleinen Teil seines Herzens.

Unbewusst verbannte er nicht nur die Liebe, sondern auch alle verletzenden Gefühle.

Er verdrängte den Tod seiner Familie und zog sich zurück in seine eigene Welt, um sich dem Schmerz nicht stellen zu müssen.

Seine Maske wurde undurchdringlicher denn je und er schwor sich, dass niemand mehr seine Liebe spüren würde.

Die einzige Ausnahme war und blieb Liz.

Die ganze Nacht über suchte er nach den verschiedensten Schutzzaubern.

Am Morgen des nächsten Tages sprach er die wirkungsvollen Schutzbänne über Liz, sodass nicht auch noch sie unter seiner Liebe leiden würde.

Auch das Frühstück ließ er von einer Hauselfe bringen.

Harrys Freunde und auch die Slys, die inzwischen zusammen mit Neville angekommen waren, machten sich große Sorgen.

Am gestrigen Morgen hatten sie natürlich den Tagespropheten gelesen, auf dessen Titelseite die Bilder des zerstörten Paxton-Hauses zu sehen war.

Die ersten Todesopfer in diesem Krieg!

Ausgerechnet die Besten Freunde des Jungen-der-lebt

Das war die aufreißerische Schlagzeile gewesen.

Darunter waren Fotos der drei Leichen, sowie einige Fotos auf denen Marah, Jacob, Marc, Harry und Liz glücklich in die Kamera lächelten.

Der Artikel hatte sich an die wenigen Fakten gehalten.

Etwa 40 Todesser, alle von Harry Potter überwältigt.

Die Morde an Marah, Jacob und Marc Paxton, während Liz überlebt hatte.

Allerdings war der Presse ihr Name nicht bekannt.

Geschockt hatten die Bewohner von Godric´s Hollow die Artikel gelesen und warteten dann auf die Hogwartsschüler, die ihnen dann alles nocheinmal genauer schilderten.

Aber wie erwartet war Harry nicht zum Essen aufgetaucht.

Neville war die ganze Zeit ziemlich blass und redete nicht sehr viel.

Aber auch Draco hatte eine noch blassere Gesichtsfarbe als sonst.

Oben in Harrys Zimmer wachte Liz gerade auf und rief erschrocken nach Harry.

"Keine Sorge, Lissy. Ich bin hier!", rief er vom Sofa aus.

Sie kletterte aus dem Bett und hüpfte erleichtert auf ihn zu.

Er nahm sie beschützend in den Arm und sie schmiegte sich an ihn.

Harry wusste, dass er heute noch einiges zu tun hatte.

Er musste mit Marcs Großeltern reden.

Die drei waren wirklich nett, aber die Todesnachricht ihrer Kinder und Enkel hatten sie wahrscheinlich schon bekommen.

Jacobs Eltern lebten beide in Glasgow, während Marahs Mutter in London wohnte.

Auch mit einigen Freunden der Paxtons würde er wohl sprechen müssen.

Daher duschte er und dann zog er sich um, vollkommen schwarz.

Liz zog sich selber an, eine dicke Hose und einen ebenso dicken Pullover.

Sie hatte im Gegensatz zu ihm den Winter nicht vergessen.

Er half ihr in den Anorak und zog sich selbst ebenfalls eine Jacke über.

Anschließend machte er sich auf den Weg...

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Am Abend kamen die beiden erschöpft wieder zurück und aßen im Bett.

Die Hauselfen und Liz hatten sich schnell angefreundet. Lissy war begeistert von ihnen, während die Hauselfen wohl einen Narren an ihr gefressen hatte. Endlich hatten sie wieder jemanden zum Verwöhnen...

Harry wusste, dass er sich ablenken musste, aber er konnte und wollte Liz nicht allein lassen. Er überlegte ob er Liz in Petunias Obhut übergeben sollte, sicher war er sich jedoch nicht.

Er wollte keine mitleidigen Blicke, die zweifellos kommen würden.

Klar, er brauchte Ablenkung, aber was er gar nicht brauchte waren Menschen, die ihn wie ein rohes Ei behandelten.

Er würde sich einfach in irgendeine Disco schmeißen und seine Sorgen vergessen...

Also hob er Liz in seine Arme und lief die Treppe hinunter.

Da der Welpe nicht so schnell konnte, da die Treppenstufen höher als er selber war, fiepte er herzerweichend.

Harry seufzte und stieg die Treppen wieder hoch um den Kleinen ebenfalls auf den Arm zu nehmen. Er ging die Treppe wieder herunter und bog in den Gästegang ein.

Er klopfte an die Tür seiner Tante und von drinnen kam ein freundliches "Herein!".

Er trat ein und sagte sofort "Guten Abend, Petunia. Könntest du ein wenig auf Lissy aufpassen?"

Petunia nickte bedrückt und begrüßte die kleine Blonde.

Diese sah Harry ängstlich an, doch er meinte beruhigend "Ich bin morgen wenn du aufwachst wieder da, versprochen.".

Sie wirkte erleichtert und Harry erklärte seiner Tante "Wenn sie müde wird bring sie bei mir oben ist Bett, okay?".

Petunia nickte und Harry verabschiedete sich.

Er zog sich um und teleportierte sich nach London...

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Als Liz am Morgen erwachte spürte sie erleichtert, dass Harry neben ihr lag.

Sie kuschelte sie wieder an ihn und schlief wieder ein.

Auch Harry schlief lange, da Alkohol bekanntlich sehr müde machte.

Allerdings hatte Harry mehrere junge Hexen und Zauberer getroffen, die zwar von dem Krieg und dessen Konsequenzen wussten, aber weder Voldemort noch Dumbledore folgen wollten. Da ging es ihnen ähnlich wie Harry.

Voldemort wollte er sich nicht anschließen, aber Dumbledore war auch keine Alternative.

Man bräuchte eine weitere, starke Gruppe, die zwar gegen Voldemort war, aber auch nicht Dumbledore unterstützte.

Harry erwachte mit brummendem Schädel und richtete sich stöhnend auf.

Er bemerkte, dass Lissy nicht mehr da war und vermutete, dass sie entweder einen Hauselfen gerufen hatte oder in die Küche zum frühstücken verschwunden war.

Ächzend begab er sich unter eine kalte Dusche und zog sich dann an.

Dann trat er aus seinem Zimmer und machte sich auf die Suche nach Liz, sie beide hatten Jacobs Eltern versprochen heute noch einmal vorbeizuschauen.

Er hörte ihre glockenhelle Stimme aus der Küche schallen und überlegte ob er hinein gehen sollte.

Schließlich betrat er die Küche und wurde sofort von Lissy umarmt.

Er nahm sie auf den Arm und meinte zu den anderen "Guten Morgen.."

"Wo hast du den Hund gelassen?", wandte er sich anschließend an Liz.

"Ich weiß nicht wo er ist.. Irgendwo im Haus!", antwortete sie glucksend.

"Hast du gegessen? Wir wollten noch zu Rose und Peter.."

Sie nickte und schmiegte sich wieder an ihn.

Harry verabschiedete sich von den Frühstücklern und teleportierte zu Jacobs Eltern...

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So vergingen die Tage.

Harry hatte so seine Probleme Lissy klarzumachen, dass ihre Eltern und ihr Bruder nie wieder kommen würden.

Er unternahm viel mit ihr, um sich und sie abzulenken.

In den Nächten trieb er sich in diversen Bars und Pubs herum. Manchmal Muggel-Bars, manchmal aber auch Zauberer-Pubs.

Er lernte ziemlich viele Leute kennen und immer wieder stellte er fest, wie viele Zauberer sowohl Dumbledore als auch Voldemort verabscheuten.

Und jedes Mal wenn er nach solchen Bekanntschaften nach Hause kam, machte er sich darüber seine Gedanken.

Und langsam begann sich in seinem Kopf ein Plan zu formen...

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Weihnachten verbrachte Harry bei Lissys Großeltern, worüber seine Freunde in Godric´s Hollow nicht sehr erfreut waren. Jedoch verstanden sie seine Distanz und tolerierten sein Verhalten.

Zwar bekamen alle Geschenke von ihm, doch sie hatten nicht einmal die Gelegenheit sich zu bedanken, da sie Harry während der bisherigen Ferien nur drei Mal zu Gesicht bekommen hatten.

Liz dagegen frühstückte oft mit ihnen, allerdings redete sie nie über ihre Familie, und darin war Harry mit eingeschlossen.

So hatten sie alle einen Narren an dem kleinen Wonneproppen gefressen und konnten sie gar nicht mehr aus ihrem Alltag wegdenken.

Sogar dem kalten Draco ging es so, was schon etwas heißen sollte.

Auch für den Rest der Weihnachtsferien tauchte Harry so gut wie nie auf.

Er hatte angefangen eine dritte Gruppe im Krieg zu erschaffen.

Eine Gruppe, die praktisch das Graue verteidigte.

Den Schatten.

Harry war keineswegs ein Schwarzmagier und in den dunklen Künsten war er noch nicht sehr bewandert.

Dennoch war ihm klar, dass man die Welt nicht nur in Schwarz und Weiß teilen konnte. Benutzte man zum Beispiel einen Zauber der dunklen Künste, hieß das ja nicht gleich, dass man damit etwas Böses tat.

Oder auch ein rein weißer Zauber, konnte man ebenso für etwas böses benutzen.

Man muss sich bloß Wingardium Leviosa vorstellen. Es war ein einfacher Levitationsspruch, und es war ein Spruch der weißen Magie. Doch wandte man den Spruch an um zum Beispiel einen Menschen absichtlich gegen eine Wand knallen zu lassen, war der Zauber zu einem dunklen/schwarzen Zweck benutzt worden. Dann war die Folge dieses weißen Spruches ein schwarzes Resultat. Der Tod.

Aber benutzte man einen schwarzmagischen Schmerzfluch um sich zu verteidigen, war die Folge die eigene Rettung und somit etwas Gutes.

So hatte er eine neue Macht entstehen lassen.

Er war nicht unbedingt der Anführer, so wie bei Voldemort und Dumbledore, sondern eher der Begründer. Er war zwar schon irgendwie die Autoritätsperson, allerdings behandelte er seine Kameraden nicht wie Tom oder Albus.

Viele der Schatten, wie sich die Mitglieder selbst nannten, waren im neuen Hauptquartier, nämlich Potter´s Place, eingezogen und lebten nun dort alle zusammen.

Das alte Anwesen der Potters war wahrhaft riesig.

Wahrscheinlich sogar so groß wie Hogwarts.

Weit erstreckten sich die Ländereien um das große Schloss.

Da das Schloss in Schottland lag, war das Gelände auch ziemlich hügelig.

Es gab einen gewaltigen Wald, einen Fluss, der durch die Ländereinen floss und einen sehr großen Stallkomplex. Außerdem gab es jede Menge Kutschen, aber auch Muggel-Autos.

So erfüllte schon am Ende der Weihnachtsferien ein emsiges Treiben die alte Burg.

Jeder hatte seine eigenen Aufgaben und niemand fühlte sich überfordert oder ignoriert.

Viele Leute hatten die Aufgabe neue Mitglieder zu werben und reisten dazu durch die ganze Welt. Andere beschatteten Todesser oder Ordensmitglieder. Auch gab es einige erfahrene Zauberer und Hexen, die die Jüngeren unterrichteten.

Auch Harry beteiligte sich maßgeblich am Unterricht, allerdings mehr als Lehrer.

Zu Harrys größter Überraschung hatten sich ihm sogar einige Todesser angeschlossen.

Am allermeisten jedoch war er über einen ganz bestimmten Todesser überrascht gewesen.

Er hatte erzählt er wäre damals im ersten Krieg nur dem dunklen Lord beigetreten um seine Familie zu schützen. Erst nur seine Frau, später auch seinen Sohn. Er war sich sicher gewesen, dass der dunkle Lord der Stärkere war und er hatte sich für das Einfache entschieden, nicht für das Richtige.

So war er aufgestiegen im Kreis der Todesser und war nun einer der besten Todesser im Inneren Kreis.

Es war Lucius Malfoy gewesen, der ihm seine ganze Geschichte erzählt hatte.

Aber wahrscheinlich war es nur dazu gekommen, weil der stolze Mann mehr als betrunken gewesen war, als er Harry sein Herz ausgeschüttet hatte. Er war scheinbar froh gewesen, dass Draco sich geweigert hatte und das hatte er lauthals kundgegeben.

So war es gekommen, dass sogar Todesser zu den Schatten gehörten.

Komischerweise fühlte sich Harry mit Lucius ziemlich verbunden.

Der blonde Mann gab ihm ein wenig Unterricht in den dunklen Künsten und so lernten sich die beiden richtig gut kennen und schätzen.

In seiner Gegenwart war er sogar bereit seine Maske abzulegen und darüber war Harry mehr als froh.

Auch Narcissa Malfoy war eine Sache für sich.

Unwiderlegbar war sie unwahrscheinlich hübsch.

Und nachdem auch sie ihre Maske ihm gegenüber abgenommen hatte, kam eine freundliche und charakterstarke Frau zum Vorschein.

Er verstand sich sehr gut mit den beiden und auch mit vielen der anderen Todesser.

Und jeden Tag wurden Harrys Anhänger mehr.

Das Schloss wurde voller und lebendiger.

Da Harry viele Immobilien im Ausland hatte, verteilten sich die Schatten in mehreren Stützpunkten.

In Amerika, Asien, Afrika und Europa gab es mindestens einen Stützpunkt.

Das Hauptquartier jedoch blieb unangefochten Potter´s Place in der Wildnis des schottischen Hochmoors.

Harry bekam über die Todesser als auch über Vessenia viele wichtige Informationen und so konnten sie Gegenangriffe und Verteidigungsstrategien entwickeln und planen.

Ressalan spionierte den Phönixorden aus und so hatten die Schatten mehrere Vorteile.

Sie bekamen aus beiden Feindlagern Informationen und dazu kam, dass niemand über die Existenz des Schattenprinzen und seiner Schatten Bescheid wusste.

Aber das würde sich spätestens ändern, wenn die Schatten in einen Angriff eingreifen würden. Aber das würde noch mindestens bis nach der Ministerwahl warten müssen.

Die Schatten hatten Liz ins Herz geschlossen und kümmerten sich abwechselnd um sie, wenn Harry beschäftigt war.

Doch Liz erzählte zu Harrys Überraschung und Erleichterung nicht einmal Petunia etwas davon, und das obwohl die Kleine Petunia sehr lieb gewonnen hatte.

So kam der letzte Ferientag und wie auch sonst war Harry nicht aufgetaucht.

Dustin war scheinbar beleidigt und verbreitete seine schlechte Laune ohne Rücksicht auf die anderen.

Neville hatte sich über die ganzen Ferien in der Bibliothek verschanzt und trainierte auch ohne Harry weiter.

Auch Blaise und die beiden Slytherinmädchen verzogen sich öfters in die Bibliothek.

Und Draco wanderte oft durch den Schnee und dachte nach.

Keiner wusste über was er denn grübelte, aber da er keine Antworten auf diese Fragen gab, hörten die anderen schließlich auf ihn zu löchern.

Die vier Muggelfreunde von Harry beschäftigten sich ebenfalls mit ihren eigenen Sachen und ihr Trott wurde nur von den gelegentlichen Besuchen Verenas und Tobys unterbrochen.

Am Abend des letzten Ferientages saßen alle in der Küche und redeten ein wenig.

Harry und Lissy waren noch nicht aufgetaucht und zu warten würde sich wahrscheinlich gar

nicht lohnen...

° - break - °

To Be Continued

Tut mir Leid, das es so lange gedauert hat, aber die letzten Schultage, Partys usw..

Ihr kennt das ja. Und die Reviews beantworten habe ich dieses Mal leider auch nicht geschafft! Sorry! Aber ich wollte das Chap nur schnell reinstellen! Vergebt mir!

Des weiteren werde ich über die Ferien nicht updaten können, weil ich in dem Kaff, in dem ich meine Ferien verbringe, absolut keine Möglichkeit habe ins Internet zu kommen. Ich kann nicht mal schreiben!

Das heißt, mein Hirn wird wegen kreativer Überbelastung schmoren und rauchen und die letzten Gehirnzellen werden verschwinden! heul

Na ja, das Los der FanFic-Autoren..

Ich hoffe ich bekomme viele gierigist Reviews!

Ich meine, das Chap war doch sehr anspruchsvoll, jedenfalls vom Inhalt her.. oder?

Wenn ich zurück komme, möchte ich ganz viele Kommis haben, ja? Alle haben das verstanden? Auch die Schwarzleser? Dann ist ja gut und ich kann beruhigt in die Holidays fahren!

Juuuuuuhuuuuuu!

Heagdl,

Lord Slash

3 3 3 3 3 3