Der Schattenprinz
Autor: Lord Slash
Chapter: 13 ???
Disclaimer: Alles was ihr aus den Potterbüchern wiedererkennt, gehört Joanne K. Rowling, Bloomsbury, Carlsen Verlag, Warner Brothers und diversen Anderen. Abgesehen davon gehört mir der Plot und die neuen Charaktere! Wenn irgendjemand den Drang verspürt, Ideen aus meiner Story zu übernehmen, würde es mich freuen, wenn ihr mich um Erlaubnis fragt. Weiterhin kann ich euch versichern, dass ich Nichts absichtlich aus anderen Story geklaut habe. Wenn jemand etwas aus seiner FF wiedererkennen sollte, tut es mir Leid, aber Ähnlichkeiten sind nicht von mir beabsichtigt.
Rating: R, NC-17
Genre: Dark, Drama, Tragedy, Avtion/Adventure, Romance
Warning: evtl. DarkHarry, OOC, Slash, Lemon, Lime (Wer detaillierte Sex-Szenen nicht mag, sollte besser verschwinden!)
Pairing: Bei den Pairings bin ich mir noch nicht sicher, jedoch wird es euch nicht an Liebesszenen mangeln...
Reviewantworten:
Cho: Ich fand das Chap auch traurig, aber was sein muss, muss sein! Der Urlaub hat meine Kreativität zwar nicht gefürdert, aber ein paar Idee habe ich noch für das Ende dieser Story. Ob es noch andere Beziehungen geben wird? Ich weiß es nicht genau, aber wenn, werden sie nicht so genau beschrieben wie die mit Marc. Man muss ihm schließlich die letzte Ehre erweisen! Ich danke dir für deine Reviews! HDL
Vanessa: Naja, es hätte auch grausamer sein können, nicht wahr? Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass es mir ebenfalls sehr Leid um Marc tut.. Aber es gibt ja noch Liz und Da-- Oh Shit happened.. Jetzt habe ich mich verplappert.. mach was draus! Albus ist gekommen um Harry zu helfen, er und auch Harry wussten schließlich nicht, dass Harry keine Hilfe brauchte. Seine "Todesserschatten" könnten sehr wohl Spione Voldemorts sein, aber ich denke Harry weiß was er tut! HDL
Little Lion: Es wird noch etwas dauern, das mit Harry und Draco sich finden, aber lassen wir das. Der arme Draco muss schon so unter meinem Sadismus leiden! Ob Harry was im Krankenflügel mitbekommen hat? Denke eher nicht.. ich mein, er war schließlich bewusstlos..
sycronn: Die Disco- und Barbesuche kommen schon noch, sehr bald sogar! Mörder? Killer? Bastard? Was für entzückende Namen... Deine Story werde ich dann auf jeden Fall lesen. Es ist ja nicht so, dass ich das gerne tue.. schließlich habe ich Marc sehr gern gehabt, aber so läuft dieser Plot nun mal, VON SELBST! heul Ich habe überhaupt keine Kontrolle mehr.. nja hoffe du hasst mich nicht zusehr und ließt den Rest auch noch!
Avallyn Black: Das nennst du in Gang kommen? Sieht eher aus, als würde die Story im Massengrab enden...
pandoradoggis: Du kannst dir ja gar nicht vorstellen wie sehr ich meinen Computer vermisst habe. Ich war unendlich glücklich wieder Zuhause zu sein. Tja, und hier ist gleich ein neues, sehr sehr langes Kapitel.. Ich glaube so an die 27 Seiten! HDGDL
Kapitel 13
Neville, Blaise, Draco, Pansy und Helen waren schon durch den Kamin nach King´s Cross gereist und die anderen saßen noch beim Frühstück.
Da öffnete sich die Türe und Hary trat mit Liz im Arm ein.
"Guten Morgen!", murmelte er in die Runde und setzte sich anschließend auf einen Stuhl am Tisch.
"Schön das du dich auch mal wieder blicken lässt...", schnappte Dustin und erntete dafür böse Blicke.
"Sorry. Ich war beschäftigt..", erklärte Harry halbherzig.
"Ja, ja!", keifte Dustin weiter.
"Was ist denn mit dir los?", fragte Tess Dustin.
Doch der zuckte nur mit den Schultern und verließ die Küche.
"Wo ist Draco?", wollte Liz wissen.
Die anderen schmunzelten, sogar Harry hatte inzwischen etwas von Lissys Draco-Liebe mitbekommen. Sie erzählte eigentlich ununterbrochen von ihm.
Doch Harry hatte schon viel zu lange nicht mehr gelacht, geschweige denn gelächelt, als dass er wegen so etwas würde lachen können.
Er beließ es bei einem kurzen Lippenverziehen und meinte dann "Es tut mir wirklich Leid, dass ich mich in diesen Ferien nicht sehr um euch gekümmert habe.. Mir war Gesellschaft einfach zuwider und habe mich deshalb ein wenig zurückgezogen, ich hoffe ihr versteht das..."
"Klar, Mann! Ist doch okay..", sagte Michael sofort.
Auch die anderen stimmten Michael zu und Harry war darüber mehr als froh.
Dann verabschiedete er sich um sich noch einmal umzuziehen.
Er zog sich eine weite, schwarze Jeans und ein schwarzes Sweatshirt mit Kapuze an.
Lisco und Srennia hatten ihre üblichen Plätze eingenommen und auch der Rest von Harrys Ausrüstung war dort wo er sein sollte.
Er schlüpfte in schwarze Turnschuhe und warf sich einen schwarzen Umhang über, ebenfalls mit Kapuze.
Lissy hatte sich natürlich selber angezogen.
Sie hatte offensichtlich versucht Harry nachzuahmen, denn auch sie trug schwarze Hosen und Schuhe. Da sie allerdings kein schwarzes Sweatshirt besaß hatte sie sich mit dunkelblau zufrieden geben müssen.
Ihre Klamotten, Spielsachen und Kinderbücher hatte sie in Harrys Koffer gebracht.
Überhaupt schien sie sich mit der Magie ziemlich angefreundet zu haben, denn sie verlangte immer wieder von ihren Aufpassern im Hauptquartier, dass diese ihr irgendetwas heraufbeschwörten.
Und auch mit magischen Gegenständen hatte sie keine Probleme mehr.
Harrys Modell eines Feuerblitzes, dass er einmal von Tonks bekommen hatte, trug sie überall bei sich und holte es wann immer sie Langeweile hatte heraus.
Auch, dass sie in einen Koffer klettern konnte, löste bei ihr Begeisterungsrufe aus.
Als beide alles gepackt hatten, nahm Harry Liz auf den Arm und teleportierte nach Hogwarts.
Er hatte seine Umhangkapuze tief ins Gesicht gezogen, so dass keiner der Schüler ihn erkennen konnten und auch Lissy hatte ihre Sweatshirtkapuze über den Kopf gezogen.
Von der ganzen Pracht der Eingangshalle überwältigt krallte sie sich in Harrys Oberkörper. Dieser hatte auch gar nicht vorgehabt sie herunterzunehmen und machte sich auf den Weg ins Büro des Schulleiters.
Der Wasserspeier drehte sich sofort zur Seite als Harry mit den Fingern schnipste und so schritt Harry die Treppen hoch.
Er klopfte und trat ein.
Albus saß hinter seinem Schreibtisch und sah nun überrascht auf.
"W-", fing er an, wurde aber von Harry unterbrochen.
Er nahm seine Kapuze herunter und sagte "Hallo, Albus. Ich muss etwas mit dir besprechen.."
"Oh, Harry. Was kann ich für dich tun? Wie geht es dir?"
"Es geht um Liz hier..", erklärte Harry und zeigte auf Liz in seinen Armen.
"Sie muss bei mir bleiben. Während dem Unterricht ist für sie gesorgt, aber die restliche Zeit muss sie bei mir sein!", forderte Harry.
"Was machst du während des Unterrichts mit ihr?"
"Ich habe jemanden, der sich um sie kümmert und dem Liz und ich vertrauen."
"Gehe ich recht in der Annahme, dass du mir nichts genaueres sagen wirst?"
"Exakt. Nun, ist es ein Problem, dass sie hier bleibt?"
"Nein, nein. Das geht schon in Ordnung, aber wo soll sie schlafen?"
"Bei mir."
Albus runzelte die Stirn.
Harry seufzte und gab ihm einige Papiere.
"Ich habe sie auf Marcs Wunsch adoptiert...", meinte Harry und Albus schien mehr als überrascht.
"Wie kommt es, dass ich nichts davon weiß?"
"Keine Ahnung, aber vielleicht haben sich die Beamten ja an ihre Schweigepflicht erinnert..", meinte Harry sarkastisch.
"Nun, sie kann bei dir bleiben, aber wirklich nur, wenn sie den Unterricht nicht stört.."
"Und der Hund?", fragte Harry und hob den Welpen aus seiner Umhangtasche.
Albus kratzte sich am Kinn.
Der Welpe fiepte und wedelte mit dem Schwanz und offensichtlich ließ das den Direktor weich werden.
"Ich werde mit dem Hausmeister und den Lehrern reden, damit sie Bescheid wissen."
"Danke, Albus. Wir sehen uns..", meinte Harry und verließ wieder den Raum.
Er zog die Kapuze wieder ins Gesicht.
Lissy hatte ihre Kapuze immer noch auf und drückte nun den Welpen, der schon wieder gewachsen war, an ihre Brust.
So lief Harry nun vollkommen unkenntlich durch das Schloss zum Gryffindorturm.
Da es schon Nachmittag war und draußen ein Schneesturm tobte, waren alle Gryffindors entweder in der Bibliothek oder im Gemeinschaftsraum.
Harry murmelte das Passwort und das Portrait der fetten Dame schwenkte zur Seite.
Harry rauschte in den GR und ging schnell auf die Treppen zu den Schlafsälen zu.
Alle Gespräche waren verstummt und jeder beobachtete ihn.
Davon ließ sich Harry aber nicht stören.
Er stieg ohne Hast die Treppen hoch und betrat den Schlafraum der Sechstklässler.
Vorsichtig setzte er Liz und den Hund auf seinem Bett ab und zog seinen verkleinerten Koffer aus der Umhangtasche und vergrößerte ihn ohne auch nur eine Bewegung gemacht zu haben.
"Darf ich Ice Age anschauen?", fragte Lissy.
Ice Age war unangefochten ihr Lieblingsfilm.
Schon als ihre Eltern noch lebten, hatte sie sich den Film mindestens einmal die Woche reingezogen und seit sie bei ihm lebte, war sie nicht von dieser Angewohnheit losgekommen.
Die Paxtons hatten eine große DVD-Sammlung besessen, die Harry in einer begründeten Vorahnung mitgenommen hatte.
Marc war ein Film-Fanatiker gewesen und hatte daher auch so gut wie jeden Film. Zwar war er nicht immer legal an die Scheiben gekommen, aber schließlich hatte man ihn nie erwischt. Wohl hatte er auch aufgrund seiner Begeisterung so einen Kamera-Fimmel.
Alles gute Material aus seinen eigenen Filmen, hatte er zusammengeschnitten und auf DVD gebrannt.
Harry und die anderen Paxtons hatten sich schon oft diese Bastelarbeiten angesehen und es war jedes Mal eine schöne Erinnerung zurückgeblieben.
Also hatte er sich selbst auch einen Laptop besorgt, damit Liz sich ihren Lieblingsfilm ansehen konnte, wenn sie mal wieder dieses Verlangen packte.
"Lissy, du hast Ice Age erst vor zwei Tagen mit Narcissa angesehen.", meinte er tadelnd, als er aus seinen Gedanken wieder auftauchte.
"Aber ich mag Sid so gerne... Der ist immer so lustig...", sagte sie schmollend und einem großen Anteil Vorwurf in ihrer Stimme.
"Aber du hast ihn doch schon so oft gesehen. Wird es nicht langsam mal langweilig?"
"Nein! Bitte...", sie sah ihn mit ihren blauen Augen an und er war schon nah dran nachzugeben, als sich die Tür öffnete und Seamus hereinkam.
Liz versteckte sich schnell hinter Harry und lugte ängstlich an ihm vorbei.
"Hey Harry! Wie geht es dir?", fragte er einfühlsam, was Harry durchaus überraschte. Allerdings hatte ja fast die ganze DA zugesehen, als Marc gestorben war.
Harry schluckte den Kloß runter, der ihm im Hals steckte und meinte "Mir geht es gut, mach dir keine Sorgen..".
Dann drehte er sich wieder zu Lissy, die ihn ständig am Umhang zupfte.
Sie sah ihn mit großen Augen an und er musste kurz lächeln, was seit Marcs Tod sowieso nur sie zu sehen bekommen hatte.
"Wenn du jemanden zum Reden brauchst.. ich bin immer für dich da...", erklärte Seamus aufrichtig.
Harry drehte sich wieder zu ihm und wurde sogleich in eine Umarmung gezogen.
Harry versteifte sich kurz, erwiderte die Umarmung dann aber doch.
Ein paar Minuten standen sie so da, bis sich Liz zwischen die beiden Jungen drängte und Seamus böse anfunkelte.
"Das ist Meiner!", sagte sie empört und umarmte Harrys rechtes Bein.
Seamus musste grinsen und kniete sich vor dem Mädchen auf den Boden.
"Ich nehm´ ihn dir nicht weg, keine Angst.. Wie heißt du überhaupt?"
Beruhigt sagte Liz "Ich heiße Liz."
"Ich bin Seamus."
Liz grinste und umarmte den rothaarigen Jungen vor ihm.
"Sie mag dich, Seam. Das ist ein gutes Zeichen. Sie ist ziemlich wählerisch bei ihren Freunden..", meinte Harry.
Der Ire lächelte warm und stand wieder auf.
"Ron und Hermine suchen dich schon.. Soll ich sie hoch schicken?"
"Kannst du machen...", erklärte Harry gleichgültig und nahm Liz auf den Arm, da sie ihm mal wieder euphorisch die Arme entgegen gestreckt hatte.
Sie schnurrte zufrieden und schmiegte sich an ihn.
Seamus nickte und verschwand wieder aus dem Schlafsaal.
Harry setzte sich auf sein Bett und drückte Lissy fest an sich.
In Gedanken versunken beobachtete er Hedwig, die gerade durch das Turmfenster hereingeflattert kam.
Sie landete neben Harry auf dem Bett und sah ihm mit ihren bernsteinfarbenen Augen verstehend an.
Er löste einen Arm von Liz und strich seiner Schneeeule abwesend durch das Gefieder.
Liz streichelte sie ebenfalls und lächelte selig.
Da öffnete sich die Türe und Ron und Hermine kamen herein.
"Harry?", fragte Hermine vorsichtig.
Liz quiekte erschrocken auf und klammerte sich wieder an Harry.
"Ich bin hier..", meinte Harry.
Ron und Hermine umrundeten das Bett und sahen ihn forschend an.
"Ähmm... Wie geht es dir?", Ron sah sehr verunsichert aus.
"Ganz okay.. Und euch?"
"Gut.. Aber willst du nicht mit uns reden!", meinte Hermine.
"Nein, Hermine. Ich bin nicht in der Stimmung stundenlang zu erklären und zu erzählen.."
"Aber Harry... Über so etwas muss man reden, sonst wird es auch nicht besser! Du musst ja nicht mit uns reden, aber such dir jemanden dem du deine Sorgen anvertrauen kannst..", sagte Hermine und sah traurig aus.
"Ich werde mit keinem reden, Mine. Ich habe kein Recht jetzt schwach zu sein..", sagte Harry und drückte Liz wieder an sich.
"Wer ist das überhaupt?", fragte Ron und deutete auf das Mädchen in Harrys Armen.
"Liz.", meinte Harry abwesend.
"Aber wer ist Liz?", Ron schien richtig verzweifelt.
"Ich bin Liz!", sagte Liz energisch und drehte sich um.
Sie war sichtlich sauer, denn ihre Augen funkelten wütend.
"Okay, ich hab verstanden.. DU bist Liz!", entgegnete Ron schnell.
"Harry, wer ist sie? Du weißt was ich meine..", sagte Hermine.
"Liz Paxton.. Obwohl inzwischen wohl eher Liz Potter.", erklärte Harry leicht genervt.
Seine beiden Freunde hatten die Augen weit aufgerissen und starrten ihn geschockt an.
"Potter?", stammelte Hermine schließlich.
"Ja.", war Harrys schlichte Antwort.
"A-aber.. wie?", flüsterte Ron.
"Marc wollte, dass sie bei mir bleibt.. Also musste ich sie adoptieren."
"Und wie ist die Sache mit Marc? Ich meine, woher kennst du die Familie Paxton überhaupt?", fragte Hermine.
"Du meinst, woher ich sie kannte! Aber das ist nicht wichtig. Alles was zählt ist, das ich sie kannte. Ich möchte vor Liz jetzt auch nicht weiter darüber sprechen, ja? Es ist nicht einfach.. Weder für sie noch für mich!", sagte Harry und stand schon wieder auf.
"Wo willst du hin?", fragte Ron irritiert.
"Raus.", meinte Harry und griff nach dem Welpen.
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° - Hogwarts-Express - °
Neville saß mit den vier Slytherins in einem Abteil und las in einem Buch.
Der Zug war relativ leer, anscheinend waren die meisten Schüler über Weihnachten in Hogwarts geblieben.
Die Slys waren auch sehr ruhig und hingen ihren eigenen Gedanken nach.
Aber alle dachten an ein und die selbe Person.
Während der ganzen Ferien hatten sie Harry nur dreimal zu Gesicht bekommen und das war noch zu Anfang gewesen. Später dann waren sowohl Liz als auch Harry nicht sehr oft im Haus gewesen.
Während Liz noch meistens in Godric´s Hollow gefrühstückt hatte, hatte Harry entweder gar nichts gegessen oder wo anders.
Liz war ein wirklich schnuckeliges Mädchen, dass nie lange sauer oder schlecht gelaunt sein konnte. Mit den blonden Haaren und blauen Augen sah sie aus wie ein kleiner Engel und ihr strahlendes Lächeln unterstrich das nur noch mehr.
Alle hatten Liz sehr lieb gewonnen, vor allem Draco hatte einen Narren an ihr gefressen. Aber das beruhte auf Gegenseitigkeit. Lissy war genauso vernarrt in Draco, wie er in sie.
Aber die Ferien hatten sie die Ereignisse in Glasgow nicht vergessen lassen.
Es war erstaunlich, dass Harry alle Todesser allein überwältigt hatte.
Aber allen, die dabei waren, war klar, dass die Familie, die dort gewohnt hatte, für Harry sehr viel bedeutet haben musste. Allein die Fotos bewiesen das.
Und der blonde Junge, der gestorben war, hatte sich in alle Gedächtnisse gebrannt.
Dumbledore hatte zurück in Hogwarts erklärt, dass die Stimme, mit der Harry gesprochen hatte, Voldemort gehört hatte.
Geschockt darüber waren viele in Panik ausgebrochen, doch hatten sie sich zum Glück bald wieder beruhigt.
Draco erinnerte sich an die Worte Harrys und Voldemorts nur zu gut.
Voldemort hatte ihn brechen wollen..
Dies war der einzige Grund warum er diese Familie angegriffen hatte!
Er war ein Monster!
Grausam und wahnsinnig.
Aber Harrys anschließende Worte hatten Draco von allem am meisten entsetzt.
Harry hatte selbst gesagt er wäre gebrochen..
Wenn das tatsächlich wahr war, dann.. dann würde er nicht mehr für sein Leben kämpfen.. In seinen Augen wäre es nichts mehr wert.
Aber das war es.
Draco wüsste nicht was er ohne den Schwarzhaarigen tun sollte.
Obwohl sie keine Beziehung oder Freundschaft hatten, würde Draco an seinem Tod Zugrundegehen. Zwar schmerzte ihn die Ablehnung Harrys jeden Moment des Tages, doch noch schlimmer wäre dessen Abwesenheit..
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Seamus, Hermine, Ron, Harry und Lissy gingen zusammen zum Abendessen. Die Schüler, die die Ferien zu Hause verbracht hatten, würden auch bald eintreffen.
Harry hatte die zitternde Liz auf den Arm, als sie eintraten.
Die Gesichter wandten sich ihnen zu, aber Harry ignorierte sie.
Er setzte sich an den Gryffindortisch, behielt Liz aber auf dem Schoß.
Neben ihm hatten sich Seamus und Hermine niedergelassen und fingen an zu essen.
Vorsichtig und ängstlich sah Liz sich um.
Als sie keine unmittelbare Gefahr erkennen konnte aß sie von dem Teller, den Harry ihr gefüllt hatte. Er selber hatte keinen Hunger und strich Lissy nur beruhigend über den Rücken.
Nach einiger Zeit wandten sich die Schüler und Lehrer wieder von Harry und dem Mädchen ab und aßen selbst weiter.
Da öffnete sich die Hallentüre und die angereisten Schüler kamen herein.
Freudig wurden sie von ihren Freunden begrüßt und ein kleiner Tumult brach aus, der aber gewohnt war.
Doch plötzlich zappelte Liz und rief laut und erfreut "Draco!".
Harry schüttelte leicht amüsiert den Kopf und hob sie hoch um sie auf den Boden zu stellen.
Sofort stürmte sie auf den blonden Slytherin zu, der sie gekonnt auffing und einmal durch die Luft wirbelte.
Die Schüler waren verstummt und betrachteten verdutzt und irritiert das Geschehen. Harry versank wieder in seine eigenen Gedanken, während Draco Liz fest an sich drückte und dann an seinem Haustisch Platz nahm.
Freudig erzählte sie von dem riesigen Schloss und von dem lieben Seamus..
Draco sah forschend zu Harry um zu sehen ob er mit Lissys Plätzetausch einverstanden war.
Doch der Schwarzhaarige hatte sich von ihm weggedreht und redete offenbar leise mit diesem Finnegan.
Leise kochte in ihm die Eifersucht hoch und schnell wandte er sich Liz zu.
Die anderen Schüler unterhielten sich wieder und stellten ihre eigenen Theorien über Liz, Harry und Draco auf.
"Duu? Harry sagt ich darf Ice Age nicht anschauen.. Kannst du nicht mitschauen?", fragte Liz gerade und sah ihn flehend an.
Interessiert hörten die Umsitzenden zu.
Draco, Blaise, Pansy und Helen grinsten amüsiert, sie alle hatten den Film schon mindestens dreimal mit dem Mädchen zusammen angesehen.
"Wahrscheinlich hat Harry Recht. Wann hast du den Film denn zuletzt gesehen?", wollte Draco wissen.
"... Vorgestern...", meinte das Mädchen vorsichtig.
Draco und seine Freunde mussten nun wirklich lachen.
"Aber Liz..! Du kannst diesen Film doch nicht dauernd ansehen! Mach´ mal eine Pause..", sagte Blaise prustend.
Liz schmollte und sah demonstrativ in eine andere Richtung.
"Vielleicht schaut ja Seamus mit mir Ice Age an..", überlegte Liz laut.
Helen brach erneut in schallendes Gelächter aus.
"Frag´ ihn doch einfach!", schlug Draco vor und hob sie von seinem Schoß.
Entschlossen lief sie los und blieb erst bei dem rothaarigen Gryffindor wieder stehen.
"Seamus? Schaust du mit mir Ice Age an? Harry und Draco wollen nicht..", sagte sie zu Seamus und sah ihn bittend an.
Die vier Slys kicherten wieder, als sie sahen wie Harry sein Gesicht in den Händen vergrub und geschlagen den Kopf schüttelte.
Verwirrt sah Seamus erst das Mädchen und dann Harry an.
"Ice Age ist ihr Lieblingsfilm, Seam. Die ersten fünf Mal kannst du wirklich mitlachen.. Aber nachdem 20-sten Mal kannst du jeden Dialog nachsprechen.. Nur als kleinen Tipp aus Erfahrung: Lass dich nicht dazu überreden ihn öfter als fünf Mal anzusehen, sonst überredet sie dich immer wieder..", warnte Harry leise, die Gryffindors verstanden es aber trotzdem.
"Okay, Lissy. Ich schaue mit..", erklärte der Ire schließlich und Liz umarmte ihn strahlend.
"Darf ich mitschauen?", fragte Hermine vorsichtig.
Liz sah sie abschätzend und misstrauisch an.
Sie legte den Kopf schief und meinte dann "Klar!".
Erleichtert atmete Hermine aus.
"Dann müsst ihr das aber außerhalb des Schlafsaals tun, denn ich kenne den Film schon auswendig und habe keine Lust mir den nochmals reinzuziehen..", erklärte Neville seufzend.
"Ach, Neeeev! Biiitteeee!", quengelte Liz.
Ein Grinsen schlich sich auf Nevilles Züge und meinte "Ich weiß was Harry meint, diesen Augen kann man nur nachgeben..", sagte er und ein Kichern ging durch die Reihen der Schüler, denn jeder hatte gebannt das Gespräch verfolgt.
Liz sah wieder Harry an.
"Bitte, schau auch mit!", bat sie und sah ihn mit bittenden Glubschaugen an.
Harry seufzte.
"Du weißt ganz genau, dass ich dir nichts abschlagen kann, wenn du mich so anschaust.. Du nutzt das genauso aus wie Marc es getan hat..", sagte Harry.
"Aber ich brauche immer länger als Marc..", sagte sie nachdenklich.
"Ja, aber das liegt daran, dass er nicht verlangt hat mir einen Film zum 30-sten Mal anzusehen. Das was er wollte hätte ich ihm auch freiwillig gegeben..", den letzten Satz hatte er nur gemurmelt.
Bei Marcs Namen war ein Flüstern durch die Halle gerauscht, denn jeder wusste aus eigener Hand oder dem Propheten von dem Vorfall.
"Heißt das du schaust mit?", fragte Liz hoffnungsvoll.
"Was bleibt mir denn anderes übrig?", nuschelte er.
Liz strahlte und kletterte zu ihm auf den Schoß.
"Also, wenn ihr fertig gegessen habt, können wir dann gehen? Lissy muss irgendwann auch noch mal ins Bett..", forderte Harry seine Freunde auf.
Nickend stand der komplette sechste Jahrgang der Gryffs auf und auch die vier Slys schlossen sich ihnen an.
"Glaubst du wir können auch noch mitkommen?", fragte Helen Harry leise.
"Du schaust dir freiwillig Ice Age noch mal an?", Harry sah das Mädchen an als hätte es den Verstand verloren.
"Warum denn nicht? Dann können wir noch ein wenig beisammen sein..", erklärte sie unsicher und leicht ängstlich.
Harry blieb stehen und zog sie ein wenig aus der Gruppe.
Die anderen gingen ein wenig vor, allen voran Seamus mit Liz auf dem Arm.
"Helen, warum hast du Angst? Du weißt doch, dass du alles sagen und tun kannst was du willst! Ich werde dich nicht davon abhalten.. Es tut mir Leid das ich mich so von euch, speziell von dir, distanziert habe. Ich brauchte Zeit für mich, um mir über einige Dinge klar zu werden.. Aber vergiss´ nie, dass ich dein Freund bin und du zu mir kommen kannst wann du willst. Wenn du die Lust verspürst mit mir etwas Zeit zu verbringen, dann musst du das nur sagen, ja?"
Helen liefen die Tränen über das Gesicht und umarmte Harry fest.
Sie schloss die Augen und klammerte sich an ihn.
"Weißt du noch wie ich sagte, dass ich mir wünsche du würdest glücklich werden? Aber ich sehe dich und weiß gleichzeitig, dass du alles andere als glücklich bist.. Natürlich ist das so, du hast Menschen verloren, die dir sehr wichtig waren.. Doch ich wünsche mir einfach du könntest irgendwann darüber hinweg kommen und glücklich werden... Verspreche es mir! Bitte!"
"E-es tut mir Leid, Helen.. das geht nicht.. Weißt du, ich habe sie alle geliebt. Und Sirius war nur der Anfang, Marc und die anderen halfen mir ungemein.. und nun sind sie nicht mehr da um mir zu helfen.. um mich glücklich zu machen. Ich habe Angst, Angst um euch alle! Ich kann nicht glücklich sein, das ist nicht mein Schicksal.. Ich werde niemals wieder glücklich sein können.. solange ich lebe.."
Die Gruppe der Sechstklässler war stehen geblieben, als sie merkten, dass Harry und Helen fehlten.
Sie drehten sich um und hörten mit einem Mal ein verzweifeltes Schluchzen.
Am Anfang des Ganges standen Harry und Helen und umarmten sich fest.
Helen weinte rückhaltlos und klammerte sich an Harry.
"Wenn du dich jetzt aufgibst, dann hat der dunkle Lord gewonnen.. Das kannst du doch nicht wollen!", meinte Helen immer noch heulend.
"Es ist schon zu spät, Helen..", seufzte Harry und zog Helen weiter.
Neue Tränen quollen ihr aus den Augen und ihre Hände zitterten unkontrolliert.
"Gehen wir?", fragte Harry die anderen.
Sein Gesicht zeigte keine Emotion und seine Stimme klang irgendwie monoton, metallisch.
Verwirrt setzten sie ihren Weg fort.
Blaise, Draco und Pansy wollten schon am Portrait der fetten Dame vorbei zu ihren Quartieren gehen, doch Helen hielt sie auf.
"Wollt ihr nicht auch mitkommen?", fragte sie verwundert, aber immer noch weinend.
Erstaunt drehten sich die drei wieder um.
Auch die Gryffs waren verwundert.
"Warum sollten sie nicht mitkommen?", meinte Harry gleichgültig in die Runde.
Ron und Dean wollten schon lauthals protestieren, als Hermine bestimmend sagte "Das ist eine gute Idee! Dann können wir uns alle mal kennen lernen.."
Ron war kurz davor auszurasten, doch Seamus unterband das im Voraus, indem er das Passwort nannte.
Sie strömten hinein und alle gingen in den Schlafsaal der Jungen.
Harry murmelte einen Zauber und alle sechs Betten stellten sich nebeneinander. Die Baldachine verschwanden und an der gegenüberliegenden Wand erschien eine große Leinwand.
Beschwingt zogen alle ihre Schuhe aus und verteilten sich auf den Betten.
Harry vergrößerte zwei Kartons und sagte zu Hermine "Such da mal den Film raus!".
"Was? Das sind mehr als 300 Filme! Wie soll ich den denn da finden?", kreischte sie aufgebracht, nachdem sie in die Kartons geschaut hatte.
Harry zuckte mit den Schultern und schaltete den Laptop ein.
Liz machte kurzen Prozess und stakste auf Hermine und die Kartons zu.
Sie wühlte darin herum und nacheinander wanderten die DVDs auf die Betten.
"Was sind denn das für welche?", fragte Dean und hielt mehrere unbeschriftete DVDs hoch.
Harry sah auf.
"Das sind die, die Marc selbst gedreht hat. Man muss sich erst daran gewöhnen immer ne Kamera im Gesicht zu haben..", erklärte Harry seufzend.
"Wieso? War doch lustig die anzusehen!", sagte Liz verdutzt.
"Ja, das Ansehen schon..", murmelte Harry, "Habt ihr den Film jetzt endlich?".
"Ich kann nichts dafür, dass das so viele sind!", rechtfertigte sich Hermine.
"Dann mach´ ich das halt! Accio Ice Age!", sagte Harry gelangweilt.
Die anderen lachten, als der Film aus einem der Kartons flog, direkt in seine ausgestreckte Hand.
Hermine kochte.
"Du.. Du.."
"Ja, Hermine, was ist mit mir?", fragte Harry teilnahmslos und legte die DVD in das Laufwerk.
Hermine schnaubte und setzte sich neben Ron.
"Ich kann ja nichts dafür, dass du immer vergisst das du eine Hexe bist..", murmelte Harry, aber die anderen verstanden ihn trotzdem.
"Worauf spielst du gerade an?", wollte Hermine misstrauisch wissen.
Ron lachte.
"Das weißt du nicht mehr? Sprouts Teufelsschlinge!", er brach in hysterisches Gelächter aus.
Hermine sah ihn strafend an, schien sich dann jedoch zu erinnern und meinte deshalb "Und da müsst ihr jetzt noch draufrumreiten?".
Ron verstummte sofort und sah sie entsetzt an.
"Wie bitte? Das hätte uns damals fast das Leben gekostet! Nur weil du verzweifelt nach Holz und Streichhölzern gesucht hast! Wenn wir dich nicht an deinen vermaledeiten Zauberstab erinnert hätten, wäre Quirrel mit dem Stein durchgebrannt...", ereiferte er sich.
"Jetzt reicht´s!", sagte Harry bestimmend.
Er hatte mit Magie das Bild auf die Leinwand projiziert und der Film begann.
Liz rief ihn und so setzte er sich zu ihr, die jetzt zwischen ihm und Draco saß.
Nervös sah Draco zu Harry und wünschte sich gleichzeitig ihn zu küssen und abzuhauen.
Er versuchte sich auf den Film zu konzentrieren, doch sein Blick glitt immer wieder zu dem Schwarzhaarigen. In der Dunkelheit, die nur vom Flackern des Filmes durchbrochen wurde, glänzte das leicht unordentliche Haar und die Augen glitzerten.
Jedoch zeigte sein Gesicht keine Regung, geschweige denn ein Gefühl.
Auch in seinen Augen zeigte sich keine Emotion, nur Leere und Distanz.
Die Bilder des Films spiegelten sich in den Smaragden.
Draco blendete alles andere aus.
Die Geräusche des Films und die Lacher seiner Mitschüler rückten in weite Ferne, während er von dem Anblick des Schwarzhaarigen wie gebannt war.
Entzückt quiekte Liz auf und ihre Lippen bewegten sich, als würde sie gedanklich alle Dialoge des Filmes mitsprechen.
Harry sah auf das Mädchen herunter.
Sie war alles, was er noch hatte.
Er hatte Marc verloren, den Marc, den er von Herzen geliebt hatte..
Harry schluckte den Kloß herunter, der sich in seinem Hals gebildet hatte und sah rasch wieder auf die Leinwand.
Ohne den Film richtig zu sehen starrte er auf das Bild und dachte zurück an die vielen Wochenenden, die er bei den Paxtons verbracht hatte.
Wehmütig dachte er an Marcs weiche Lippen und die funkelnden blauen Seen..
Als der Film zuende war, herrschte eine ausgelassene Stimmung und Lavender brach immer noch manchmal in Lachattacken aus.
Hermine schlug vor noch einen von Marcs Filmen zu sehen, war jedoch sichtlich unsicher.
Harry verschloss seine Gefühle und sah forschend zu Liz, die jedoch noch ziemlich wach wirkte.
"Von mir aus.", meinte Harry und wechselte die DVDs.
Den Film hatte diesmal nicht Marc gedreht, sondern Brian, einer der Nachbarsjungen, die Marc für das Filmen bezahlt hatte.
"Mum? Hast du Harry schon gesehen?", brüllte Marc durch das Haus.
"Mensch, Marc, schrei doch nicht so! Und nein, er ist noch nicht da, aber Ashley, Jeffrey und Kate kommen gerade den Gartenweg entlang..", informierte Marah ihren Sohn, "und Brian? Nimm´ das Ding weg!"
"Aber Mrs. Paxton!", sagte dieser vorwurfsvoll und Marah nickte nur geschlagen.
"Guten Tag, Marah. Wo sind denn die Jungs?", fragte Ashley, die gerade durch die Küchetür trat. Sie hatte sehr lange, blonde Haare und hellblaue Augen.
"Marc ist oben und Harry kommt doch nie pünktlich.. Jay und Lissy sind im Garten. Eigentlich sind schon alle da.", erklärte Marah.
Die drei Jugendlichen nickten und gingen ebenfalls in den Garten.
Dort gab es einen kleinen Pool und ein großes Beach-Volleyball-Feld.
An der Hauswand war ein großes Buffet aufgestellt und schon einige Gäste tummelten sich darum.
Es war so eine Art Stammrunde.
Ein paar Nachbarn und enge Freunde der Paxtons.
Mindestens einmal im Monat wurde ein Turnier veranstaltet, meistens bei den Paxtons, da nur diese ein eigenes Feld besaßen.
Die drei Jugendlichen wurden freundlich begrüßt.
Jacob und drei andere Männer standen um den Grill und schienen alle Hände voll zu tun zu haben. Im Pool schwammen ein paar jüngere Kinder und gerade trat Marc aus dem Haus.
Er umarmte seine drei Freunde, sah aber schlecht gelaunt aus.
"Was hast du denn?", fragte Kate.
"Mein Brenner ist im Eimer..", sagte Marc und sah finster drein.
Die drei lachten und schließlich fiel auch Marc mit ein.
"Darf ich auch mitlachen?", fragte ein Stimme hinter den Vieren.
Marcs Augen leuchteten auf und er stürmte auf Harry zu.
Fest umarmte er ihn und gab ihn nur widerwillig frei um die anderen ranzulassen. Keiner in dieser Runde wusste, geschweige denn ahnte von ihrer Beziehung und um es ein Geheimnis bleiben zu lassen, mussten sie sich sehr zurückhalten.
Ashley wurde zurückgedrängt und Lissy ließ sich von Harry hochnehmen und an sich drücken.
Sie strahlte ihn an und sagte dann aufgeregt "Cherry wird schon immer dicker, aber Mum meint es dauert noch...".
Harry schmunzelte und setzte sie wieder auf dem Boden ab, um die Bordercollie-Hündin Cherry zu streicheln, die trächtig war.
Marc knurrte, aber nur Harry verstand diesen Kommentar.
Er sah zu dem Blonden hoch und grinste verschlagen.
Dieser schmollte und wandte sich zu seiner Mutter, die gerade aus dem Haus trat.
"Hallo, Schätzchen!", rief sie und umarmte Harry enthusiastisch, "Wir haben eigentlich nur noch auf dich gewartet, aber das sind wir ja gewöhnt.. Du spielst wieder mit mir, oder?"
"Ist mir egal, wir verlieren sowieso!", antwortete Harry gleichgültig.
"So ein Scheiß! Solange Marc nicht bei uns spielt, gewinnen wir..", sagte Marah lächelnd.
"Hey, wie soll ich denn das bitte verstehen?", mischte sich der Blonde ein.
"Sorry, Sohnemann, aber ich kann zusammen mit dir nicht spielen!"
Fröhlich wurden die Mannschaften eingeteilt.
Wie eigentlich immer spielten Marah, Harry, Leah und Jason zusammen. Marc und Jacob waren auch immer in einer Mannschaft.
So fing das Turnier an.
Gewinner gegen Gewinner und Verlierer gegen Verlierer.
Und wie immer waren am Schluss nur noch Harrys und Marcs Mannschaften übrig.
Bis jetzt war das immer so gewesen.
Vor dem Finalspiel stellten sich Harry und Marah vor Marc und Jacob.
"Wehe ihr nützt eure vermaledeiten Augen aus, ja?", forderte Marah energisch.
Marc und Jacob setzten ihren gefürchteten Hundeblick auf und sagten unisono "Wir doch nicht!".
Harry stöhnte und drehte den Kopf weg, genau wie Marah.
"Ich würde von einem Hochhaus springen, wenn er es verlangen würde..", murmelte Marah, "Vielleicht habe ich ihn nur geheiratet, weil er seinen Hundeblick aufgesetzt hatte...".
Jacob schnaubte ungläubig und hetzte seiner Frau hinterher, die vorsorglich die Flucht ergriffen hatte.
Die Kamera folgte ihnen und vom Hintergrund kam die Stimme von Harry "Sag mal, wie alt sind die noch mal?".
Danach brachen Harry und Marc in Gelächter aus.
Schließlich kamen Marcs Eltern zurück und das Spiel konnte beginnen.
Harry, Marc, Jeffrey, Jason und Jacob trugen alle nur weite Badeshorts und kurzärmlige Shirts, wegen der Sonne.
Die Mädels spielten im Bikini und Shirt.
Das letzte Spiel war immer ziemlich spannend und alle sahen zu.
Gerade sprang Marah in die Luft um den Ball auf die gegnerische Seite zu schmettern.
Marc konterte und spielte den Ball zurück.
Leah baggerte ihn in die Luft und Harry schlug ihn weiter über das Netz.
So ging es ewig weiter, doch schlussendlich gewannen Marah, Harry, Leah und Jason.
Erschöpft stellten sich die Sieger neben den Pool und warteten auf die beleidigten Kommentare der Verlierer.
Marc und Jacob schmollten und sahen sich dabei furchtbar ähnlich.
Sie kamen auf die Vier zu und plötzlich schossen sie vor und schubsten Marah und Harry ins Wasser.
Vater und Sohn lachten ausgiebig, als die beiden prustend wieder auftauchten.
Leah und Jason zitterten ebenfalls vor unterdrücktem Lachen.
"Oh, oh! Das gibt Ärger!", brachte Jason keuchend hervor.
Das schienen auch die beiden männlichen Paxtons zu bemerken und ihr Lachen erstickte.
Harry stieg aus dem Becken, sein weißes Shirt klebte an seinem Oberkörper und betonte seine Muskeln.
Marc starrte ihn an, als er näher kam. Harrys Augen glitzerten gefährlich und er beugte sich zu Marc und flüsterte ihm etwas ins Ohr.
"Scheiße!", brachte Marc nur hervor und flüchtete dann ins Haus.
Breit grinsend drehte sich Harry wieder um.
Marah stand wie eine Furie vor ihrem Ehemann und funkelte ihn böse an.
Dann blickte sie zu Harry und nickte kurz.
Harry lächelte verschlagen und trat hinter Jacob.
Nach einem kräftigen Stoß flog Jacob direkt ins Wasser.
Marah lachte schallend und trat neben Harry.
"Rache ist süß!", nuschelte sie ihm ins Ohr und Harry konnte nur grinsen.
Nachdem Jacob, Harry und Marah wieder trocken waren und sich umgezogen hatten, tauchte auch Marc wieder auf.
Er funkelte Harry böse an, doch der grinste nur schelmisch.
Marc schnaubte und sah auf die Uhr.
"Was habt ihr heute noch vor?", fragte Marah die Jugendlichen.
"Wir wollten noch ins Starlight´,", erklärte Ashley.
"Ach ja, habt ihr das mal wieder ohne mich entschieden?", fragte Harry gespielt beleidigt.
"Warum , hast du keine Lust?", Jeffrey war ehrlich verwundert.
"Du hast am Schluss ja nicht die Aufgabe vier Betrunkene nach Hause zu fahren..", zeterte Harry.
Jeffrey sah ihn nachdenklich an.
"Stimmt. Das musst du immer machen.."
Harry lachte über die Erkenntnis in Jeffreys Gesicht.
"Aber er kommt trotzdem mit..", entschied Kate und keiner widersprach ihr.
"Okay, wir gehen uns umziehen!", sagte Ashley und die beiden Mädchen verschwanden im Haus.
Dunkelheit legte sich um den Garten und ein paar Gartenfackeln wurden angezündet.
Ein paar Väter hatten ein Lagerfeuer angezündet und die kleineren Kinder saßen begeistert darum herum.
Eine halbe Stunde später kamen die Mädels wieder.
Ashley hatte ihre langen blonden Haare locker hochgesteckt. Sie trug ein knappes Top und enge Jeans.
Kates schwarze Locken hingen ihr wild ins Gesicht.
Ihr Traumkörper war in ein enges Minikleid gehüllt und ihr Füße steckten in glitzernden Highheels.
"Wir können!", riefen sie vom Gartenweg aus.
Jacob wühlte in seiner Hosentasche und warf Harry dann seine Autoschlüssel zu.
Gekonnt fing dieser sie auf und winkte zum Abschied.
Kate, Ash und Jeffrey besetzten die Rückbank des neuen silberblauen BMWs und Marc nahm auf dem Beifahrersitz Platz.
Harry öffnete die Fahrertür und stieg ein.
Marah und Jacob sahen zu wie der Wagen schnell und sicher aus der Garage schoss und um die Ecke verschwand.
"Komm, Schatz!", sagte Jacob und zog seine Frau zu ihren Freunden zurück.
Noch ein paar Minuten schwenkte die Kamera umher und erfassen Liz, die sich an die Bordercollie-Hündin gekuschelt hatte.
Dann wurde die Kamera ausgeschaltet und es wurde schwarz..
Liz hatte sich weinend an Harry geklammert und dieser streichelte ihr tröstend über den Kopf.
Ihn selbst hatte eine Welle der Trauer gepackt und er brauchte alle Selbstbeherrschung, die er besaß um seine Masken aufrecht zu erhalten.
Unsicher sahen die anderen zu Harry und Liz.
Helen stand auf und stolperte über die vielen Beinpaare zu Harry.
Vor ihm kniete sie sich hin und sagte "Versprich es mir, bitte!".
"Ich kann nicht!", gab Harry zurück.
Helen liefen erneut die Tränen hinab, als Harrys Handy klingelte.
Liz reagierte sofort und wühlte in Harrys Sweatshirttasche herum.
Sie förderte das Gerät zu Tage und nahm selber ab.
- "Hallo?"
- ...
- "Eve!", rief Lissy erfreut.
- ...
- "Ja, ich glaube schon.."
- ...
- "Okay.", sie drückte Harry das Handy in die Hand und hörte aufmerksam zu.
- "Eve?"
- ...
- "Wie ist das denn passiert?", fragte Harry alarmiert.
- ...
- "Ich kann jetzt nicht. Versucht Beate zu erreichen, ich schau dann morgen Früh vorbei.."
- ...
- "Das ist Bull-Shit! Sie schafft das ohne mich, wahrscheinlich macht sie das sowieso besser als ich.. Haltet Sara stabil, ich versuche Beate in Deutschland zu erreichen."
- ...
- "Bist du morgen da?"
- ...
- "Wer übernimmt dann Liz?"
- ...
- "Okay, passt auf sie auf. Ciao."
Harry legte auf und zog seinen Zauberstab heraus.
Er zog den linken Ärmel seines Sweatshirts hoch.
Auf seinem Unterarm, kurz über dem Puls, hatte er ein Tattoo.
Es war das Jing-Jang-Zeichen, Silber umrandet.
Alle Schatten hatten dieses Tattoo zum Erkennen und für Mitteilungen.
Harry ließ seine Zauberstabspitze glühen und schrieb eine kleine Nachricht auf seine Haut unter dem Zeichen.
Die verbrannte Haut rauchte ein wenig und Harrys Freunde schnappten entsetzt nach Luft, doch Harry gab keinen Laut von sich.
Nachdem er die Nachricht geschrieben hatte hielt er seine rechte Hand darüber und murmelte "Beate!".
Die Buchstaben verschwanden in der Haut und Harry zog den Ärmel wieder darüber.
"Harry, was soll das?", fragte Parvati.
"Was denn?"
"Okay, von vorne. Wer war am Telefon?", wollte Dean wissen.
"Eve!", rief Lissy laut in die Runde.
"Und wer ist Eve?", fragte Pansy.
"Eve ist Eve..", sagte Liz verwirrt.
"Was wollte Eve? Ich meine, was ist passiert? Und wer ist überhaupt Beate.. und warum hast du dir die Haut verbrannt?", Ron war kurz vorm Ausrasten.
"Jemand hat sich verletzt und daher brauchten sie einen Heiler. Ich habe keine Zeit und Beate kann das sowieso besser als ich..", alle merkten deutlich, dass Harry nicht mehr weitersprechen würde.
Harry zuckte zusammen und legte seinen linken Arm wieder frei.
Glühende Buchstaben waren erschienen und er las sie schnell, bevor er sie verschwinden ließ.
Harry kletterte vom Bett und kurz darauf verschoben sich die Betten wieder in ihre ursprünglichen Positionen.
"Wir hätten auch alle zusammen hier schlafen können!", meldete sich Parvati.
"Das könnt ihr ja immer noch machen.", meinte Harry und die Betten schoben sich wieder zusammen.
Die anderen mussten lachen, als sie in Parvatis entgleiste Gesichtszüge sahen.
"Ist eigentlich keine schlechte Idee! Ich habe keine Lust mehr noch zurückzulatschen..", meinte Pansy.
Hermine sah sehr skeptisch drein, alle anderen waren einverstanden.
"Wenn McGonnagall das herausbekommt-", wandte sie ein.
"Sie wird nichts sagen! Ich kenne einen Weg sie zu besänftigen..", meinte Harry gleichgültig.
"McGonnagall beruhigen? Welchen Weg?", fragte Ron sofort.
"Das bleibt mein Geheimnis.", erklärte Harry.
Ron schmollte und wandte sich ab.
"Ihr wollt wirklich alle zusammen hier schlafen?", vergewisserte sich Hermine.
Die anderen nickten, nur Harry sagte dazu nichts.
Hermine seufzte unsicher.
"Mensch Herm! Wir werden dich nicht anfassen..", sagte Seamus grinsend.
Hermine wurde knallrot und murmelte irgendetwas vor sich hin.
Plötzlich sprang Neville auf und funkelte Harry wütend an.
"Hör´ auf mich zu blocken! Das nervt gewaltig..", schrie er ihn an.
Verwirrt sahen die anderen zu.
"Und mich nervt, dass du nicht aufgibst!", schlug Harry emotionslos zurück.
"Mensch! Rede darüber! Das bringt doch nichts!", sagte Neville aufgelöst.
"Ich kann nicht darüber reden! Ich habe mich mit meinem Schicksal abgegeben.. was bleibt mir anderes übrig! Mir ist es nun mal nicht vorbestimmt glücklich zu sein.. Ich soll leiden? Dann soll es so sein. Es wäre so oder so zu spät um sich dagegen zu wehren, Nev! Ich wünsche mir nichts sehnlicher als endlich zu sterben. Nur Liz zuliebe mache ich weiter, obwohl ich weiß, dass es nicht aufhören wird! Es werden immer mehr Menschen sterben! Und ich kann nichts dagegen tun, gar nichts. Ich werde Tom umbringen und dabei selbst sterben. Das ist alles was ich erreichen will. Der Sinn meines Lebens ist die Ermordung Toms, Nev. Danach gibt es nichts mehr für mich.. Nichts hält mich dann noch hier.. Nichts..", sagte Harry mental zu seinem Freund, der immer blasser wurde und schlussendlich schwankte und anschließend umfiel.
Fassungslos starrte er vom Boden hoch in Harrys unbewegtes Gesicht.
"Du hast schon nach Sirius´ Tod so gedacht, stimmts? Es ist nicht erst seit Marc..", hauchte Neville entsetzt, doch jeder konnte es verstehen.
"Ich denke nicht so, es ist so. Genau so ist es festgesetzt.. Alles läuft darauf zu, es gibt kein Entkommen. Ich habe es so oft versucht, aber es ist unmöglich. Es ist ein Käfig, ein goldener Käfig!", meinte Harry leise, aber bestimmt.
"Es gibt immer eine Wahl!", entgegnete Neville.
"Nein, diesmal nicht. Die Prophezeiung hat mir die Wahl genommen!"
"Aber sie wurde zerstört!", mischte sich Hermine ein, "Du hast es selber gesagt..".
"Es war nur die Aufzeichnung, die zerstört wurde..", sagte Harry.
"Aber.. was sagt sie? Und es ist doch nur eine Prophezeiung. Das kannst du doch nicht ernst nehmen.", sagte Hermine.
"Erinnerst du dich an das dritte Jahr, da hat Trelawney eine Prophezeiung gemacht? Noch am gleichen Tag hat sie sich erfüllt.. Peter ist entkommen und zu Voldemort zurückgekehrt.. Wegen der Prophezeiung aus dem Ministerium hat Neville seine Eltern verloren und ich die meinen. Wegen der verdammten Prophezeiung hat er mich töten wollen und die gleiche Prophezeiung bestimmt seit meiner Geburt mein Leben.. Selbst wenn ich sie nicht ernst nehmen würde, würde sie sich trotzdem erfüllen..", erklärte Harry monoton und starrte währenddessen ins Feuer.
Alle sahen ihn geschockt an bis Hermine zitternd fragte "Was sagt die Prophezeiung aus dem Ministerium?".
"Es ist besser wenn ihr es nicht wisst.. Voldemort kennt nur den ersten Teil, mein einziger Vorteil.. Wenn er, wie auch immer, an den Rest herankommt, brauche ich gar nicht erst versuchen an ihn heranzukommen.", sagte Harry abschließend, "Also, wenn ihr hier schlafen wollt, dann tut das. Schaut mal auf die Uhr!"
Es war tatsächlich schon nach 1.00 Uhr und schnell beschworen sich die Gäste ihre Schlafsachen herauf.
Harry nahm Liz mit in den Waschsaal, wo sich beide wuschen und sich die Zähne putzten.
Dann rannte Liz zurück ins Zimmer und holte ihren Schlafanzug aus ihrem Rucksack.
In Windeseile hatte sie sich angezogen und kletterte in das Lager zu Draco.
Das Licht war schon aus und die anderen redeten leise miteinander.
"Harry!", rief Liz leise und Harry kam zu ihr.
Er trug nur noch Boxershorts und ein schlichtes schwarzes Shirt.
Zufrieden lag Liz zwischen Harry und Draco.
Jetzt jedoch kuschelte sie sich an Harry und legte ihren Kopf auf seine Brust.
Erschöpft schlief sie ein.
Harry strich ihr liebevoll über den Rücken und starrte in die Dunkelheit.
Er hörte das leise Murmeln der anderen, die sich noch unterhielten und das gelegentliche Knacken des Feuers.
Draco, der links neben ihm lag, nahm er gar nicht wahr, genauso wenig wie Hermine, die auf seiner rechten Seite lag.
Irgendwann nahm Hermine seine Hand in die ihre und streichelte sanft darüber.
Harry drehte ihr sein Gesicht zu und sah sie fragend an.
"Eingebung..", flüsterte sie und Harry nickte.
Vorsichtig robbte sie näher zu ihm und kuschelte sich an ihn.
Harry legte seinen rechten Arm um sie und strich ihr sanft über den Rücken, genau wie bei Liz.
Draco auf der anderen Seite betrachtete wieder eingehend den Schwarzhaarigen und konnte sich nicht losreißen. Liz und Hermine hatten sich an ihn geschmiegt und schliefen ruhig. Draco packte die Sehnsucht und er rückte näher zu Harry heran.
Ängstlich wartete er auf eine Reaktion Harrys.
Aber als keine kam atmete er erleichtert wieder aus.
Die Gespräche der anderen verstummten schließlich und der Raum war erfüllt von tiefem und gleichmäßigem Atem.
Nur Harry blieb wach.
Er konnte nicht zulassen, dass irgendjemand seine Alpträume mitkriegte.
So lag er wach da, die Augen nach oben gerichtet und in die Leere starrend.
Er sah Marc, Sirius, Marah, Jacob, Cedric und seine Eltern vor sich, wie sie alle zusammen saßen und lachten.
Das würde es niemals geben!
Nie!
Nie wieder würde er Marc sehen, ihn nie wieder küssen..
Nie wieder würde Sirius ihn umarmen und sagen, dass alles nicht so schlimm wäre.
Nie wieder würde Marah ihn umarmen und nie wieder würde er sich mit Jay kabbeln.
Harry merkte nicht einmal, dass ihm die Tränen über das Gesicht liefen.
Er spürte nur noch den Schmerz und die Schuld.
Sonst war da gar nichts...
Gegen 6.00 Uhr erwachte Draco und öffnete vorsichtig die Augen.
Draußen war es noch recht dunkel und so konnte er nur die Schemen seiner Mitschüler erkennen.
Doch Harry und Liz waren nirgends zu sehen.
Nicht weit von ihm entfernt lag Granger und schlief noch fest.
Hinter ihm lag Pansy und schlief ebenfalls noch.
Aber weder Harry noch Liz lagen an den Plätzen, wo sie gestern gelegen hatten.
Draco richtete sich auf, doch alle anderen waren da.
Seufzend legte er sich wieder hin um noch ein wenig zu schlafen.
Harry indessen war im Hauptquartier der Schatten und stabilisierte zusammen mit Beate die verletzte Sara. Bei einem der Übungsduelle hatte sie einen schwarzmagischen Schmerzfluch abbekommen und war seitdem bewusstlos.
Jetzt jedoch, als Beate und Harry zusammen ihre Lebensenergie spendeten um sie zu heilen, ging es ihr von Sekunde zu Sekunde besser.
Erleichtert beobachteten die Anwesenden, wie Sara nun langsam zu sich kam und irritiert in die besorgten Gesichter sah.
"Was habt ihr denn?", fragte sie erstaunt.
Amüsiert und erleichtert lachten die anderen und erklärten ihr die Ereignisse.
"Gibt es sonst noch Neuigkeiten?", fragte Harry in die Runde.
Mit ernsten Gesichtern versammelten sich die wichtigsten Mitglieder der Gruppe wenig später im Versammlungsraum.
Zwei Todesser, die Spione waren, berichteten von einem Angriff, der morgen stattfinden würde. So wurde ihr erster Eingriff geplant und die Kämpfer wurden eingeteilt.
Harry wusste nicht, ob er bei dem Angriff würde dabei sein können, da er auf Hogwarts bleiben musste, aber er würde alles versuchen um da sein zu können. Seine Schatten brauchten einen Anführer..
Harry ließ Liz bei Gertrud und Hans, zwei deutschen Zauberern, die sich gut mit ihr verstanden. Die beiden hatten heute einen freien Tag, störten sich aber keineswegs an der Gesellschaft des kleinen Mädchens.
Da Harrys Zeit knapp wurde verzog er sich in sein Zimmer im Hauptquartier.
Er duschte und zog sich an.
Anschließend teleportierte er nach Hogwarts in den Schlafsaal der Jungen.
Er stellte fest, dass seine Mitschüler allesamt noch schliefen, obwohl es schon 8.15 Uhr war. Zwar hatten sie noch 45 Minuten bis zum Unterrichtsbeginn, aber vor allem die Mädchen würden sich aufregen.
"Sagt mal, hattet ihr vor, heute noch mal aufzustehen?", rief er daher laut in den Raum.
Ein paar der Köpfe regten sich ein wenig und Ron murmelte "Was´n los?".
"In einer dreiviertel Stunde fängt der Unterricht an!", sagte er und die Köpfe der Mädels fuhren augenblicklich in die Höhe.
"Neville? Du hast das Training verpennt..", schalt Harry seinen Freund, der sich ebenfalls aufgerichtet hatte.
"Sorry! Kommt nicht wieder vor..", nuschelte dieser verschlafen.
"Und warum bist du schon so wach? Wo kommst du überhaupt her und wo ist Liz?", fragte Parvati in einem Atemzug.
"Ich habe zusammen mit Beate eine Freundin geheilt und Lissy an ein paar Freunde übergeben.. Und dann.. hmm, habe ich mit Verena telefoniert, die sich nicht entscheiden konnte was für eine Farbe ihr Rock haben sollte und anschließend kam ich zurück.", schloss Harry seinen Vortrag.
"Oh Mann! Verena ist echt unverbesserlich. Dabei habe ich ihr schon zigmal gesagt, dass blau ihr am besten steht..", warf Blaise schmunzelnd ein.
"Stimmt gar nicht, Blaise! Rot passt viel besser zu ihr!", mischte sich Pansy ein.
"Ich sagte ihr sie solle eine blaue Jeans und eine rote Bluse anziehen.", meinte Harry beiläufig.
Die anderen fingen an zu kichern, als Pansy und Blaise ziemlich blöd aus der Wäsche guckten.
"Du hast recht, das steht ihr 100ig..", erklärte Helen zufrieden.
"Sie hat die extra deswegen angerufen?", fragte Neville ungläubig.
Die anderen nickten zustimmend.
"Das macht sie oft.. Sie ruft immer an, wenn ihr langweilig ist!", meinte Harry.
"Typisch.", murmelte Draco grinsend.
Nachdem alle angezogen und gewaschen waren, liefen sie zum Frühstück.
Sobald Harry eingetreten war, kamen Tonks, Remus und Severus auf ihn zu und zogen ihn sogleich wieder aus der großen Halle hinaus.
Stirnrunzelnd sah er die drei an.
Er bemerkte durchaus die besorgten Gesichtsausdrücke und innerlich stöhnte er entnervt auf.
"Wie geht es dir?", fragten Tonks, Remus und Sev gleichzeitig.
Harry zog sarkastisch eine Augenbraue hoch und erwiderte nichts.
"Okay, blöde Frage. Willst du reden?", Tonks schien nicht aufgeben zu wollen.
"Nein, ich will nicht darüber reden. Ich komme schon zurecht, danke.", erwiderte Harry gleichgültig.
"Aber-", warf Remus ein, wurde aber von Severus unterbrochen "Er wird schon zu uns kommen, wenn er reden will, nicht wahr Harry?".
Harry sah ihn dankbar an und nickte zustimmend.
"Nun, okay. Du kannst mit allem zu uns kommen, das weiß du, oder?", versicherte sich Remus.
Zur Antwort umarmte Harry ihn und anschließend Sev.
Auch Tonks zog er in eine freundschaftliche Umarmung.
"Schaust du heute Abend vorbei?", frage sie ihn leise.
"Ich weiß noch nicht, Süße. Vielleicht, wenn ich Zeit habe..", erwiderte ebenso leise.
Sie nickte verstehend und löste sich von ihm.
Harry verabschiedete sich von seinen drei Freunden und ging zum Klassenzimmer für Zauberkunst.
Obwohl noch kein Schüler anwesend war, stand die Türe offen und Professor Flitwick war schon da.
Harry trat ein und begrüßte den quirligen Professor freundlich.
"Guten Morgen! Wie geht es Ihnen? Haben sie Lust mit mir noch eine Tasse Tee zu trinken?", frage Flitwick.
Harry nickte und setzte sich auf einen Sessel vor dem Kamin. Sekunden später setzte sich der Professor sich ihm gegenüber.
Er lächelte traurig und begann "Ich weiß wie es ist jemanden zu verlieren.. Meine Frau und meine Tochter starben im ersten Krieg gegen den dunklen Lord.. Ich gebe mir immer noch die Schuld daran, dass ich nicht rechtzeitig da war..".
Überrascht sah Harry auf.
Die Worte klangen aufrichtig und ehrlich.
Und auch die blauen Augen spiegelten Aufrichtigkeit wieder.
"Das tut mir Leid..", erklärte Harry und meinte es wirklich ehrlich.
"Ich weiß, Junge, ich weiß. Dennoch sind deine Wunden frischer als die meinen und ich sollte mich nicht mehr beschweren.", seufzte der Professor.
"Nein, Professor. Man hat immer ein Recht zu trauern.. Auch wenn der Verlust noch so lange her ist. Ich habe zwar nicht viel Erfahrung, aber ich denke nicht, dass meine Trauer vergehen wird.."
"Du kannst mich Filius nennen, Harry. Vielleicht hast du Recht und man darf immer trauern, aber in einem Punkt hast du, glaube ich, unrecht. Das klingt jetzt wahrscheinlich ziemlich abgedroschen, doch die Zeit heilt alle Wunden. Nun, vielleicht nicht alle Wunden, aber die Schmerzen werden vergehen... Vertraue mir!"
Harry verzog seine Lippen zu einem angedeuteten Lächeln und gab damit kund, dass er nicht daran glaubte.
"Nun, wir werden sehen, was die Zukunft bringt..", sagte Harry müde.
Flitwick lächelte kurz und drückte seine Hand tröstend und zu Harrys Überraschung half es sogar ein wenig.
"Gefühle können auch gutes bringen..", flüsterte Filius und Harry sah eine Träne in den weißen Bart rinnen.
"Das mag sein, aber nicht für mich..", erklärte Harry und erwiderte den Druck auf seiner Hand.
Filius nickte tapfer und Harry beschwor eine Kanne Tee und zwei Tassen herauf.
Die Teekanne goss von selbst den heißen Tee in die Tassen ohne etwas zu verschütten.
"Alle Achtung, Harry. Deine Eltern haben dir einiges vererbt..", lobte Filius.
Harry deutete ein Lächeln an und wunderte sich im nächsten Moment über sich selber.
In letzter Zeit hatte ihn nur Lissy lächeln sehen.
"Wie geht es dem Mädchen?"
"Lissy? Der geht es prima, würde ich sagen..", antwortete Harry und trank von seinem Tee.
Abwesend nickte Filius und starrte in die Flammen des Kaminfeuers.
Die Minuten verstrichen und als man entfernt die ersten Stimmen der Schüler hören konnte, sagte Filius "Wenn du willst kannst du gehen, schließlich kannst du den Stoff doch sowieso.. Mach dir zwei schöne Stunden..".
Erstaunt sah Harry seinen Professor an.
Er überlegte was er tun könnte und stand auf, als die ersten Schüler hereinkamen.
"Okay. Danke, Filius.", sagte er und trat aus dem Raum, beachtete die Fragen seiner Freunde einfach nicht.
In Gedanken versunken schlenderte er Minuten später durch die ausgestorbenen Gänge des Schlosses und achtete nicht auf den Weg. Er dachte an Filius, der wohl genauso hatte leiden müssen wie er es jetzt tat..
Schließlich stoppte Harry unterbewusst und er tauchte wieder aus seinen Gedanken auf.
Erstaunt sah er sich um und erkannte das Klo der maulenden Myrte.
Diese schien aber nicht da zu sein und darüber war Harry mehr als froh, denn ein Gespräch mit dem Geist würde ihm wohl nicht viel helfen.
So tat er das nahe liegendste und befahl den Waschbecken sich zu öffnen.
Wenig später schritt er durch die Kammer des Schreckens und sah sich wehleidig um.
Die Erinnerungen behagten ihm gar nicht.
Er sah den toten Körper des Basilisken am Boden liegen und ging auf ihn zu.
Zu seiner Überraschung bemerkte Harry, dass der Körper der Riesenschlange kaum verwest war. Eher wies er keine Spuren des Todes auf.
Auch gab es keinen Verwesungsgeruch.
Das Blut der Schlange war zwar getrocknet, doch sonst sah das Tier sehr lebendig aus.
Aber nachdem Harry den Zustand geprüft hatte, war er sich sicher, dass die Schlange tot war.
Schulterzuckend untersuchte er die Halle und fand schließlich den Eingang in große Gemächer.
Beeindruckt musterte Harry die große Halle, in die er getreten war.
Sie war größtenteils in Gold und Silber gehalten.
Es gab natürlich keine Fenster, aber an den Wänden hingen dutzende slytherin-grüne Wandteppiche.
Es gab keine Gemälde und der ganze Raum wirkte ein wenig.. kalt.
Eine große Treppe führte nach oben.
Neben der Treppe gingen ein paar Türen weg.
Harry öffnete sie alle der Reihe nach und fand einen Speisesaal, eine Küche, einen Salon, eine Waffenkammer, einen Duellraum und einen Trainingsraum für Waffen. Außerdem ein wahrhaft riesiges Zaubertränkelabor. An den Wänden standen Regale, die bis zur Decke mit den verschiedensten Zutaten gefüllt waren. Es gab mehrere Feuerstellen und an den Wänden standen silberne, kupferne und goldene Kessel im Überfluss.
Mit großen Augen hatte Harry sich die unteren Räume angesehen und schritt nun die Treppe hinauf.
Dort gab es zwei große Schlafräume und zwei sehr luxuriöse Bäder.
Ein Büro, in dem persönliche Gegenstände Salazar Slytherins aufbewahrt waren.
Außerdem eine große Bibliothek, die fast nur Bücher über Tränke und schwarze Magie enthielt.
Entzückt zog Harry ein paar Bücher heraus und starrte sie vorfreudig an.
Harry beschwor seinen Koffer herauf und stellte ein paar Bücher von Salazar in die dortige Bibliothek.
Anschließend setzte er sich in dem Koffer an den Schreibtisch und fing an zu lesen.
Es las viele, lange Stunden lang und konnte nicht aufhören. Wie ein trockener Schwamm sog er die Informationen ein und schien immer mehr aufnehmen zu können.
Dann, ganz plötzlich stand er auf und lief in den Übungsraum.
Dort übte und trainierte er die neuen Flüche und Sprüche die er gerade studiert hatte.
So ging es noch lange weiter.
Er las und übte und las und lernte und las und trainierte.
Irgendwann schlief er total erschöpft ein und wachte erst nach vielen Stunden wieder auf.
Alarmiert setzte er sich auf.
Schnell sah er auf seine Armbanduhr, die nach der normalen Zeit verlief und stellte fest, dass er noch einige Zeit hatte um zu Zaubertränke zu kommen.
Er verließ den Koffer und verkleinerte ihn anschließend.
Dann schlenderte er den Weg zurück, den er gekommen war.
Gerade rechtzeitig betrat er den Tränkekerker und setzte sich auf einen freien Platz.
Neben ihm saß Tracy Davis, eine Slytherin.
Ihr Vater war Todesser und gleichzeitig ein Schatten.
Harry fragte sich, ob das Mädchen Bescheid wusste, denn es schaute ihn vorsichtig, aber wissend an.
"Du gehörst doch auch zu der geheim-", fing sie an, wurde jedoch von Harry mit einem warnendem Zischen unterbrochen.
Die Erkenntnis schlich sich in ihre Augen und beschämt senkte sie den Kopf.
Harry legte seine Hand auf ihre und nickte ihr aufmunternd zu.
Dankbar und überrascht sah sie ihn an.
Die Stunden gingen schnell vorüber und nach dem Klingeln zog Harry die Slytherin hinter sich her aus dem Kerker.
Die Augen seiner Freunde folgten ihnen misstrauisch.
Harry führte Tracy in den Raum der Wünsche und setzte sich ihr dort gegenüber.
"Sorry wegen vorhin. Ich habe nicht nachgedacht..", fing sie entschuldigend an.
"Ist ja nichts passiert.. Also, was wolltest du?"
"Ähmm, mein Vater hat nicht viel erzählt, aber er sagte er würde den dunklen Lord ausspionieren. Nun, eigentlich habe ich bei einem Gespräch gelauscht, ich hätte es nicht erfahren sollen. Aber während dem Gespräch fiel dein Name.. und deswegen wollte ich fragen ob du vielleicht mehr weißt..!"
Harry zögerte.
"Also, es gibt eine Gruppe, die weder Voldemort noch Dumbledore folgt. Und dieser Gruppe gehört dein Vater an. Er ist Spion bei Voldemort.. Gefährlich, aber unumgehbar. Mehr kann ich dir leider nicht sagen, da ich nicht weiß wer deine Loyalität besitzt. Ich denke nicht, dass du deinen Vater verraten wirst, oder?"
Entschlossen schüttelte das Mädchen den Kopf.
"Gibt es eine Möglichkeit mehr über diese Gruppe zu erfahren, oder ihr sogar beizutreten?", fragte sie unsicher.
"Nun, vielleicht solltest du mit deinem Vater sprechen.. er würde dann das Weitere einleiten, aber die Gruppe duldet keine Verräter!"
Entschlossenheit machte sich in ihrem Gesicht breit und sie sagte "Ich werde mit ihm sprechen!".
Harry nickte zustimmend und schwieg weiter.
"Ähmm, Harry?", fing sie dann wieder zögernd an.
"Ja?"
"Kann ich der DA immer noch beitreten? Ich meine, wenn ich der Gruppe beitrete, dann muss ich doch kämpfen, oder?"
"Eigentlich ist es nur volljährigen Zauberern und Hexen erlaubt mitzukämpfen. Die Jüngeren werden erst ausgebildet und erst nach dem erreichen der Volljährigkeit kann man vollwertiges Mitglied werden.. Doch es ist sicher von Vorteil nicht völlig unwissend in den Krieg zu ziehen.. Eigentlich ist die DA schon zu voll, aber ich werde dich schon unterbringen. Aber vielleicht hinkst du ein bisschen hinterher, dann werde ich dir aber so gut helfen wie mir möglich ist. Ansonsten kannst du mich immer fragen wenn du Hilfe brauchst. Und die wirst du brauchen wenn die anderen Slys von deinen Aktivitäten erfahren.., vorausgesetzt sie erfahren es!"
"Sie werden es früher oder später schon herausfinden, aber solange versuche ich es geheim zu halten.", schlug sie vor.
"Nun, okay. Heute Abend ist ein DA-Treffen. Wir treffen uns um 19.40 Uhr in der Eingangshalle und ich bringe dich zum Übungsraum und stelle dich vor. Allerdings muss ich darauf bestehen, dass Niemand, absolut Niemand, von der Gruppe erfährt, verstanden?"
Ernst nickte sie und dann machten sich die beiden auf in ihre jeweiligen Unterrichtsfächer.
Poppy begrüßte Harry erfreut, aber auch besorgt.
Harry konnte sie schließlich beruhigen und der Unterricht konnte beginnen.
Den Fragen über Tracy Davis wich er geschickt aus und so gaben seine Freunde schließlich auf, ihn über das sehr hübsche Mädchen zu löchern.
Auch VgddK flog an Harry vorbei und bald hatte er frei.
Er verzog sich zu Revello und anschließend in seinen Koffer um weiter in Salazars Büchern zu lesen.
Er erledigte nebenbei seine Hausaufgaben und stieg erst dann wieder aus dem Koffer, als es 19.30 Uhr war.
Er begab sich in die Eingangshalle und wurde dort schon von Tracy erwartet.
"Hey, da bist du ja..", begrüßte sie ihn.
"Hi. Bereit für ein paar misstrauische Blicke?", fragte er ironisch.
Tracy lächelte amüsiert und antwortete sicher "Solange du da bist werden sie mich schon nicht köpfen..".
Harry nickte nur und ging mit ihr wieder zum Raum der Wünsche.
Als sie eintraten waren alle anderen schon da.
"Hi.", meinte Harry schlicht, "Tracy wird ab heute bei uns mitmachen. Fangen wir an...
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Nach dem Treffen teleportierte Harry ins Hauptquartier und wurde dort schon sehnsüchtig von Liz erwartet. Während Harry durch die Gänge des Schlosses schritt begegneten ihm immer wieder ein paar Mitglieder, die bei seinem Anblick immer sofort respektvoll den Kopf neigten. Bei denjenigen, die er gut kannte erwiderte er den Gruß, bei den anderen ignorierte er es einfach.
Es gab noch eine kurze Versammlung und danach teleportierte Harry zurück in seinen Schlafsaal.
Zu seiner Überraschung fand er dort die gleiche Gesellschaft wie am letzten Abend vor.
Die Betten waren wieder zusammengeschoben worden und die Jugendlichen saßen auf dem Lager und sahen ihn nun erstaunt an.
"Hi.", sagte Harry schlicht.
Perplex wurde der Gruß erwidert.
"Ähmm, wo kommst du her? Vor allem, wie kommst du her?", fragte Lav.
"Schon mal was von Teleportation gehört?", fragte er in die Runde.
Alle schüttelten den Kopf, nur Hermine meldete sich zu Wort "Das ist doch so ähnlich wie die Apparation, oder?".
"Also, sehr viel Ähnlichkeit besteht praktisch nicht, aber von mir aus stellt es euch so vor..."
Harry setzte Liz ab und diese rief sofort nach "Robbie!", dem Hund.
"Wo ist er denn?", wandte sie sich schließlich an Harry.
"Also entweder er ist draußen bei Revello, oder noch bei Gertrud und Hans.. Keine Ahnung ob wir ihn heute Morgen dabei hatten, ist schließlich dein Hund!", erwiderte er.
Liz schmollte und setzte sich auf den Boden.
"Revello? Ist der Welpe bei dir?", fragte Harry mental seinen Gebundenen.
"Jep, ist er. Richtig süß der Kleine.."
"Ich hol´ ihn jetzt. Wir sehen uns morgen Früh, okay?"
"Klar, bis Morgen!"
Harry seufzte und konzentrierte sich auf die Luftteleportation und nach wenigen Sekunden materialisierte sich Robbie direkt vor Lissy, die ihn erfreut an sich drückte.
"Was habt ihr jetzt noch vor?", fragte Harry seine Mitschüler.
"Rumsitzen und reden?", schlug Helen schüchtern vor.
"Nee, ich weiß was viel Besseres!", rief Lavender euphorisch.
"Und das wäre?", wollte Dean neugierig wissen.
"Es ist ein Muggelspiel. Wahrheit oder Pflicht! Wer spielt mit?"
Da sie nichts anderes zu tun hatten, stimmten die anderen zu, nur Harry enthielt sich seiner Stimme. Er kannte das Spiel und hatte wahrhaftig keine Lust auf dieses Spiel.
"Also. Derjenige der anfängt fragt einen Mitspieler "Wahrheit oder Pflicht". Der Gefragte kann sich eins der beiden aussuchen. Bei "Wahrheit" muss er eine Frage wahrheitsgetreu beantworten, bei "Pflicht" muss er etwas vorgeschriebenes tun.. Alle verstanden?", endete Lav.
Alle nickten.
Harry setzte sich an eine Bettkante und beobachtete das Geschehen, hatte aber nicht vor mitzuspielen.
Gleich zu Anfang musste Pansy Dean einen Kuss geben, was aber ohne Probleme von statten ging. Harry schüttelte den Kopf und stand auf.
"Hey, wo willst du hin?", fragte Ron.
"Liz muss ins Bett und hier geht es ja nicht, also bring ich sie woanders unter. Ich muss noch mit Tonks und Remus sprechen, dann komme ich wieder, kann aber dauern. Außerdem hasse ich dieses Spiel..", erklärte er, packte Liz und verließ den Schlafsaal.
Er teleportierte ins Klo der maulenden Myrte, denn er konnte die Kammer nicht erreichen.
So war er gezwungen diesen Umweg zu machen.
Im Schlafzimmer angekommen brachte er Lissy ins Bett und wartete bis sie schlief.
Dann begab er sich zu Tonks, die ihn überrascht ansah, bevor sie ihn umarmte.
Zaghaft und vorsichtig küsste sie ihn, wurde aber leidenschaftlicher als er den Kuss erwiderte.
Langsam erforschten ihre Finger seinen Körper.
Harrys Hände begaben sich ebenfalls auf Wanderschaft und schlussendlich schafften sie es doch noch ins Bett..
Als Harry zwei Stunden nach seinem Verschwinden wieder in seinem Schlafsaal ankam, musste er feststellen, dass das Spiel immer noch in vollem Gange war.
Pansy und Lavender waren in einen heißen Kuss vertieft, als wäre es etwas alltägliches. Nun das war es ja auch. Jedenfalls in der Zaubererwelt. Gleichgeschlechtliche Paare waren ganz natürlich bei den Zauberern, schließlich konnte man durch entsprechende Zauber oder Tränke trotzdem Kinder bekommen.
"Hey, da bist du ja wieder..", wurde er von Blaise empfangen.
Harry hob erschöpft einen Arm und setzte sich auf einen Sessel vor den Kamin.
Er starrte abwesend in die Flammen.
"Wir haben noch Training, Nev!", erinnerte er seinen Freund mental.
"Oh no, muss das sein? .. Ja, es muss.. Ich komme schon!"
Innerlich grinste Harry, äußerlich regte sich keine Emotion in seinem Gesicht.
Er stand auf und wartete auf Neville, der sich gerade aus einem Knäuel Decken schälte.
Verwirrt sahen die anderen auf.
"Hähh? Was machst du da, Nev?", fragte Seamus.
Neville verzog das Gesicht und stöhnte.
"Training.. Harry? Keine Magie mehr, ja? Ich bin so schon so müde.."
"Ach, und da glaubst du, beim Schwertkampf musst du dich nicht so anstrengen?"
"Ja, schon klar. Wohin?"
"Raus.."
Und schon verschwanden die beiden in kleinen Wirbelstürmen.
"Wenn die doch bloß mal aufhören würden in Rätseln zu sprechen!", keifte Ron aufgebracht.
Eine halbe Stunde später tauchten die beiden Jungen wieder auf.
Neville war verschwitzt und sichtlich erschöpft, während Harry kein bisschen angestrengt wirkte.
Harry trat auf Neville zu und schob diesem den Pullover hoch.
Über die Hüfte zog sich ein blutiger Schnitt, der aber nicht besonders tief war.
Harry hielt seine Hand darüber und ein goldenes Licht trat aus seiner Hand und heilte in Sekundenbruchteilen den Schnitt.
"Danke.", meinte Nev und verschwand Richtung Duschen.
"Was schaut ihr so?", fragte Harry seine Mitschüler, die ihn anstarrten.
"Nichts..", meinten diese unisono und wandten sich wieder dem Spiel zu.
"Dieses Spiel solltet ihr mit Tess und Lorelei spielen...", bemerkte Harry beiläufig.
"Stimmt, so was machen die bestimmt gerne.. Meinst du sie können jetzt noch herkommen?", fragte Pansy sofort.
"Ich kann mal schauen.", meinte Harry und teleportierte nach Godric´s Hollow, wo tatsächlich noch die vier Jugendlichen in der Küche saßen.
Harry erklärte ihnen die Situation und alle waren begeistert.
"Und was ist mit Verena und Toby? Sie würden auch mitwollen.", wandte Tess ein.
Harry schrieb zwei Zettel und teleportierte diese zu Verena und Toby.
Wenig später teleportierte er die Zettel wieder zurück, auf denen jetzt noch Antworten standen.
"Ich teleportiere uns jetzt nach Hogwarts und von dort hole ich dann Verena und Toby.", erklärte Harry.
Die anderen nickten und so kamen die Fünf wenige Augenblicke später im Schlafsaal wieder an.
"Hey, wie geht´s euch?", rief Tess euphorisch in die Runde.
Die, die sich kannten begrüßten sich herzlich.
Alle wurden miteinander bekannt gemacht.
"Und was ist jetzt mit Verena und Toby?", erinnerte sich Dustin.
Harry nickte und teleportierte die beiden her.
Verena quietschte erfreut und stürmte auf Harry zu.
Sie sprang ihn regelrecht an und schmatzte ihm einen Kuss auf die Wange.
"Hey, Kleine!", flüsterte er in ihr Ohr.
Sie lächelte ihn strahlend an und küsste ihn gleich noch mal.
"Genau so will ich dich haben!", hauchte sie ihm ins Ohr.
Dann löste sie sich von ihm und begrüßte die anderen.
Mit großen Augen hatten die Gryffs das Mädchen angestarrt, als sie mit Harry so locker umsprang.
"Also, fangen wir jetzt an?", fragte Tess mit begeistertem Glitzern in den Augen.
Die anderen nickten und sie verteilten sich wieder auf den Betten.
Harry lehnte sich gegen die Wand und Verena setzte sich besitzergreifend auf seinen Schoß.
Da Harry seine Beine ausgestreckt hatte, rutschte Verena in den Zwischenraum und schmiegte sich an seinen muskulösen Oberkörper.
Die irritierten Blicke beachteten die beiden einfach nicht.
Lorelei hatte es sich ebenfalls neben Harry bequem gemacht und kuschelte sich an seinen Körper. Auch die andere Seite wurde besetzt.. von Tess, die ihn frech anlächelte und ihm dann einen Kuss auf die Wange drückte.
"Ich fange an..", meinte Lavender und fragte sogleich "Also, hmm, Toby, nicht? Wahrheit oder Pflicht?"
"Wahrheit.", antwortete dieser vorsichtigerweise.
"Was trägst du für Unterwäsche?", war Lavs Frage.
Die anderen fingen an zu kichern, mit Ausnahme von Harry, was aber keinem auffiel.
Toby wurde ein wenig rot, was man aber durch das Kaminfeuer nicht sah.
"Shorts!", sagte er etwas unsicher.
"Hmm, okay, du bist dran.."
So ging es weiter und jeder kam mal dran. Jedoch schien sich keiner der Hogwartsschüler zu trauen Harry dranzunehmen.
Doch als Tess an der Reihe war, sagte sie ungerührt "Harry, Wahrheit oder Pflicht?".
Harry zuckte die Schultern und sagte gleichgültig "Pflicht!".
"Okay, da sich Verena ja mal wieder deinen Schoß als Sitzplatz und Privateigentum ausgesucht hat, hat sie sicher nichts dagegen, wenn du ihr zeigst wie gut du küssen kannst?", formulierte sie die Pflicht amüsant.
"Na, Kleine?", hauchte er Verena ins Ohr.
Ihre Wangen zierte ein leichtes Rosa, als sie sich zu ihm umdrehte.
Harry verführte erst ihre Lippen und anschließend auch ihre Zunge in einen leidenschaftlichen Kuss.
Nach einigen Minuten lösten sie sich außer Atem und Verena drehte sich wieder in ihre ursprüngliche Position.
Plötzlich knallte die Türe auf und Ginny stürzte herein.
Sie blieb wie angewurzelt stehen, als sie die ganzen Jugendlichen dort sitzen sah.
"Ähm, Hi. Eigentlich sollte ich Harry von McGonnagall ausrichten, dass sie morgen mit ihm sprechen will, aber jetzt habe ich eine bessere Idee, was ich tun kann..", sprach sie und hüpfte auf das Bettenlager und setzte sich.
"Sie hat dir das jetzt gesagt? Weißt du wie viel Uhr es ist, Ginny? Warum bist du überhaupt noch wach?", fragte Hermine sofort.
"Nee, sie hat mir das nach der DA gesagt, aber danach habe ich die Zeit bei den Hausis vergessen.. Also, wer ist dran?"
"Ich bin dran. Also Hermine?"
"Ich wähle Pflicht.", sagte sie erwartungsgemäß.
"Dann weißt du ja schon was ich will, nicht wahr?", meinte Harry.
Hermine runzelte die Stirn, bevor sie die Augen aufriss.
"Nun, okay.", erklärte sie schließlich und wandte sich Ron zu, der neben ihr saß.
Hermine gab ihm einen scheuen Kuss und löste sich dann hochrot wieder von ihm.
"Ginny, Wahrheit oder Pflicht?", fragte sie dann schnell um die grinsenden anderen abzulenken.
"Wahrheit.", sagte diese freudig.
"Okay, hast du einen der Anwesenden schon mal geküsst?"
"Ja.", sagte Ginny schlicht und verriet sich durch rein gar nichts.
"Wen? Den bringe ic-", fing Ron an.
"Schnabel, Brüderchen! Jetzt bin ich erst mal dran.. Hmm.", startete Ginny und das Spiel ging weiter, bis Lorelei drankam und Ginny fragte "Wahrheit oder Pflicht?".
"Ich nehme mal Pflicht, sonst wird's ja langweilig!"
Lorelei grinste teuflisch.
"Okay, du sagtest vorhin du hättest einen der Anwesenden schon geküsst. Das tust du jetzt beim Selben wieder, auch wenn er dein Ex ist.", forderte Lorelei.
Ein dämonisches Lächeln schlich sich auf Ginnys Züge.
Irritiert verfolgten die anderen das.
Dann stand Ginny auf und stieg über die ganzen Beine hinweg auf Harry zu.
Dieser seufzte lautlos und katapultierte Verena von seinem Schoß.
Gleich darauf ließ sich Ginny darauf nieder und schlang ihre Beine um Harrys Hüften.
"Da simma wieder, nicht? Immer die selbe Situation.", nuschelte Ginny, bevor sie ihre Hände in seinem Nacken verschränkte und er seine Hände um ihre Taille legte.
Dann versanken sie einen intensiven Kuss.
Zärtlich umschmeichelten sich ihre Zungen, reizten sich gegenseitig, blieben dabei jedoch immer unendlich sanft. Ginnys Finger vergruben sich in seinem Haar und Harrys Hände strichen über die seidenweiche Haut ihres Rückens.
Die Sehnsucht nach Marc überkam ihn heftig, doch er ließ sich nichts anmerken.
Nach langen Minuten lösten sie sich wieder und Ginny lächelte ihn glücklich an.
"Genau das habe ich gewollt..", flüsterte sie und stand dann wieder auf um ihren Platz wieder einzunehmen.
Verena setzte sich wieder auf seinen Schoß und kuschelte sich an ihn.
Die anderen sahen nur kurz verwirrt aus. Hermine war durchaus überrascht und Ron musste sich erst wieder sammeln.
Draco dagegen kämpfte mit den Tränen und war froh, dass man seine feuchten Augen in dem gedämpften Licht nicht sehen konnte. Sehnsüchtig sah er zu Harry, der Verena abwesend über den Bauch strich.
Als Parvati Tess fragte, wann sie ihren ersten Geschlechtsverkehr gehabt hätte, hustete Hermine erschreckt, während Verena und Helen rot anliefen.
Tess schien wirklich überlegen zu müssen schließlich antwortete sie zögernd "Ich glaube ich war ziemlich besoffen, denn die Erinnerung ist etwas verschwommen. Ich war jedenfalls 14..".
"Wusste ich ja gar nicht..", meinte Lorelei wenig beeindruckt, was Tess zum lachen brachte.
Irgendwann fragte Dean Harry ob er mit Cho geschlafen hätte, was Hermine schnauben ließ.
"Nein. Wir waren eher damit beschäftigt uns zu streiten..", erklärte Harry gelangweilt.
"Wieso das denn?", fragte Pansy neugierig.
"Erst mal hatten wir ein paar Differenzen wegen Cedric und zweitens war Cho furchtbar eifersüchtig auf Herm..", antwortete Harry.
Hermine lief rot an und sah interessiert die Wand an.
Das Spiel ging weiter, bis Harry meinte "Leute? Es ist halb fünf.. Ich muss langsam mal gehen.."
Erschrocken blickten die anderen auf ihre Uhren.
Harry schüttelte den Kopf und teleportierte Tess, Lorelei, Michael und Dustin nach Godric´s Hollow. Toby schickte er ebenfalls nach Hause.
Verena war an ihn gekuschelt eingeschlafen und so stand Harry vorsichtig mit ihr in den Armen auf und stieg von den Betten herunter.
Dann verschwand er in einem Wirbelsturm.
Neville seufzte und stand auf.
Er zog sich an und erntete erstaunte Blicke.
"Was machst du da? Willst du nicht noch etwas schlafen?", fragte Ginny.
"Schlafen? Du hast gut reden.. Harry wird gleich wieder auftauchen und mich zum Training schleppen!", mit diesen Worten nahm er sein Langschwert aus dem Koffer und hielt es wachsam in der Hand.
"Bist du irre?", stammelte Dean.
"Halt die Klappe! Ich will nicht überrascht werden..", stutzte Nev ihn zurecht.
Plötzlich tauchte Harry direkt vor Neville auf.
Sofort traktierte er ihn mit seinem Schwert.
Beide bewegten sich in unheimlicher Geschwindigkeit, und man sah die Schwerter nur als blitzende Schemen.
"Mach schon, Nev.", drängte Harry, der die ganze Zeit die Angriffe ausführte und Neville nur blockte.
Schnell griff Neville an und Harry wich gekonnt aus.
"Die Beine, Neville!", erinnerte Harry und sofort fing dieser an sich mit seinen Beinen zu arrangieren. Seine Bewegungen wurden flüssiger und kräftiger.
Harry lächelte stolz und beendete das Training nach weiteren fünf Minuten, indem er Neville sein Schwert aus der Hand schlug und ihm seine eigene Klinge an den Hals hielt.
Neville atmete keuchend und er war sehr verschwitzt.
Harry dagegen sah so frisch wie immer aus. Kein einziger Schweißtropfen war an seinem Körper zu erkennen.
Er nahm das Schwert herunter und sagte zu Neville "Du bist besser geworden.. Hast du in den Ferien mit Chen gearbeitet?".
"Ja, hab ich. Ich würde echt gern sehen, wenn ihr zwei gegeneinander kämpft!", erklärte Neville.
"Der Kampf dauert dann zu lange, weil keiner aufgibt.. Meistens kommt es zu gar keinem Ende..", sagte Harry schulterzuckend, "Sag mal, hast du Srennia gesehen?".
"Also komm! Die wird euer Morgenritual doch nicht freiwillig sausen lassen, oder? Ah, da kommt sie schon!", meinte Neville und zeigte auf die grüne Mamba, die durch die Tür kam.
Sie glitt schnurstracks auf ihren Meister zu und nahm dessen Hüfte ein.
Genervt fing Harry an mit ihr zu streiten.
Die beiden zischten sich an als gäbe es keinen Morgen mehr, bis Nev schließlich meinte "Gib auf, du kriegst sie sowieso nicht mehr weg, wie immer.."
Dann zuckte Harry plötzlich zusammen und legte seinen linken Unterarm frei.
Er las die rauchende Nachricht und verschwand ohne Wort in einer Stichflamme.
Er holte Liz ab und reiste dann weiter zum Hauptquartier.
Lissy schlief bei Eve wieder ein, die heute mit babysitten dran war.
Dann eilte Harry zur Versammlung.
Der Angriff würde am frühen Abend stattfinden und so würde Harry dabei sein können, was ihn sehr erleichterte. Er hatte schon gerne die Kontrolle über den Angriff.
Er duschte, zog sich an und reiste zurück nach Hogwarts.
Schnell holte er seine Bücher aus dem ausgestorbenen Schlafsaal und eilte dann zum Gewächshaus 4.
Gerade rechtzeitig trat er ein und wurde von seinen Freunden misstrauisch beäugt.
Arithmantik und alte Runen brachte er unbeschadet hinter sich und machte sich dann auf zu Minervas Büro.
Diese erwartete ihn schon.
Sie redeten ein wenig über den Schulstoff, bevor Liz zur Debatte kam.
Harry erzählte ihr nur, dass sie die Tochter der Paxtons war und dass er sie adoptiert hatte. Die Verwandlungslehrerin sprach ihm ihre Unterstützung zu und umarmte ihn mütterlich.
Harry blieb gleich bei ihr, denn er hatte sowieso gleich Verwandlung.
Nach der Doppelstunde hatte er Unterricht bei Hagrid.
Revello wartete unweit von Hagrids Hütte und kam sofort zu ihm, als er auftauchte.
Harry begrüßte ihn erfreut und strich ihm zärtlich die Mähne aus den Augen.
Auch Myst kam zutraulich zu ihm.
Er streichelte die beiden, während Hagrid mit dem Unterricht begann.
Da Revello niemanden näher als 10 Meter an sich heranließ außer Harry, konnten seine Freunde nicht mit ihm sprechen.
Nach Pflege mag. Geschöpfe hätte Harry Zaubereigeschichte gehabt, doch er schwänzte kurzerhand.
Sofort begab er sich ins Hauptquartier, wo die Vorbereitungen schon in vollem Gange waren.
Erleichtert über seine Anwesenheit, arbeiteten die Schatten nun noch schneller als vorher.
Die Angriffs-, Verteidigungs- und Heilergruppen wurden eingeteilt und die Todesserspione wurden gewarnt sich früh genug vom Ort des Geschehens zu verziehen.
Insgesamt gab es für den heutigen Eingriff drei Angriffstruppen, in der jeweils 20 Kämpfer waren. Außerdem gab es zwei Verteidigungsgruppen, um die Heiler und Verletzten zu schützen. Es gab eine Gruppe von ebenfalls 20 Mitgliedern, die schon während des Kampfes die oberflächlichen Wunden heilen würden und die schwer Verletzten ins Hauptquartier zurück bringen würden.
So war alles gut durchgeplant und bald kam das Startzeichen der Spitzel...
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Spät am Abend saßen die Kämpfer des Tages zusammen bei einer Versammlung und sprachen den Vorfall sorgfältig durch.
Es war ein Zaubererdorf in Frankreich gewesen, dass von ungefähr 100 Todessern angegriffen worden waren.
Da die Todesser von den rund 100 Gestalten, die silbergraue Roben und Umhänge getragen hatten, überrascht gewesen waren, hatten die Schatten nur etwa 30 Minuten gebraucht um alle Todesser außer Gefecht zu setzten.
Nachdem alle Todesser unschädlich gemacht worden waren tauchten auch die ersten französischen Auroren auf, die aber nur noch silbergrau gekleidete Gestalten sahen, die apparierten. Sie mussten nur noch die toten, geschockten oder gefesselten Todesser aufsammeln.
Die Uniform der Schatten war einfach, aber aufsehenerregend.
Silbergraue Roben und Umhänge, die im Mondlicht mystisch leuchteten.
Auf der Robe war vorne ein großes, schwarzes, kunstvolles S aufgestickt, weiß umrandet.
Auch auf den Umhängen war vorne und hinten dieses Zeichen zu sehen, bei den Heilern gab es auf dem Umhang vorne noch ein verschnörkeltes H.
Alle Schatten hatten sehr lange Kapuzen an den Umhängen, die sie nie abnehmen durften. Die Kapuzen ließen keinen Blick auf das Gesicht zu und ein zusätzlicher Zauber verstärkte die Kapuzen.
Es gab allerdings eine Ausnahme bei den Uniformen.
Jeder Schatten, egal ob aus Afrika, Asien, Amerika oder Europa, egal ob hochrangig oder Anfänger, trug dieselbe Kleidung.
Doch die einzige Ausnahme war und blieb Harry.
Zwar war auch seine Robe und Umhang silbergrau und auch der Rest entsprach dem Standard, doch am Umhang- und Robensaum waren tiefschwarze Flammen zu sehen. Daran konnte man ihn erkennen, den Schattenprinz. Auch der Rand seiner Kapuze zierten schwarze Flammen, genau wie an den Ärmelenden.
Harry war zufrieden mit den Uniformen, wie alle anderen auch.
Bei dem Angriff hatte Harry wohl die meisten Todesser erledigt, was allen durchaus bewusst war, da man ihn ja an der Kleidung hatte erkennen können.
Alle brachten ihm inzwischen großen Respekt entgegen und zeigten dies auch.
Auf der Seite der Todesser hatte es mindestens 15 Tote gegeben, der Rest war nur ausgeschaltet worden.
Aber auch die Schatten hatten zwei Verluste zu beklagen.
Eine belgische Hexe und ein japanischer Zauberer waren gestorben.
Beide hatte Harry nicht besonders gut gekannt, war aber trotzdem weit davon entfernt sich über den gelungenen Eingriff zu freuen.
Eine gedrückte Stimmung herrschte, obwohl wohl jeder mit mehr Opfern gerechnet hatte.
Die leicht Verletzten waren schnell geheilt worden, wobei Harry natürlich geholfen hatte wo er konnte.
Um die Schwerverletzten kümmerten sich gegenwärtig mehrere Heiler und nach der Versammlung würde Harry dort auch noch helfen...
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Am nächsten Tag, dem Mittwoch, erschien ein kleiner Artikel im Tagespropheten.
Er berichtete von dem Angriff auf das französische Dorf und die Kämpfer, die den Angriff abgewehrt hatten.
Niemandem waren die silbergrauen Kämpfer bekannt, jedoch wurden Stimmen lauter, die eine neue Lordschaft vermuteten. Ein weiterer selbsternannter Lord, dem Voldemort im Wege war.
Jedoch wusste keiner etwas genaueres.
Aber Harry merkte, dass sich im Orden etwas tat.
Sie versuchten herauszufinden, wer diese Leute waren und auf welcher Seite sie standen.
Auf der weißen Seite konnte man durchaus gute Kämpfer gebrauchen und das die Unbekannten mit dem Lord zusammenarbeiteten schlossen sie aufgrund des Angriffs aus. Also mussten sie auf der Seite des Lichts stehen..
Logisch, für diejenigen, die vom Licht geblendet wurden.
Keiner, wirklich keiner aus dem Orden kam auf die Idee, dass die unbekannten Kämpfer eine eigene Seite verteidigten. Für sie gab es nur schwarz und weiß, nichts weiter.
Über seine Verbindung und den Spionen wusste Harry, dass Voldemort tobte.
Das Dorf war keine schwere Aufgabe gewesen und dennoch wurde der Angriff abgewehrt.
Die Todesser hatten nun die Aufgabe die mysteriösen Kämpfer zu identifizieren. Doch keiner konnte etwas herausfinden.
Harrys Leute waren mehr als loyal und ein zusätzlicher Zauber verhinderte, dass die Schatten mit Legilimentik geknackt werden konnten. Ein weiterer Zauber sorgte dafür, dass die Schatten nur mit Eingeweihten über die Gruppe sprechen konnten.
Viele Kinder der Schatten wurden ein wenig eingeweiht, jedoch wusste keiner genaueres. Sie wussten von der Existenz des Schattenprinzen und das dieser absolute Loyalität und Verschwiegenheit forderte. Die Kinder wussten von dessen Macht und von den ungefähren Zielen. Und noch etwas wussten sie.. Harry Potter war an der Spitze, ganz hoch in der Rangordnung..
So vergingen ein paar Tage, an denen scheinbar alles ihren gewohnten Lauf nahm.
Die Schüler wussten so gut wie gar nichts über die Angriffe der Todesser. Was wahrscheinlich daran lag, das viele dieser Anschläge im Ausland zu verzeichnen waren.
Dem Orden behagte es gar nicht, dass sie nichts über die Silbergrauen wussten, die bis jetzt absolut jeden Angriff abgewehrt hatten. Ohne Hilfe und in den verschiedensten Ländern. Frankreich, Deutschland, Spanien, Russland, Schweden, Afrika, China, Japan, Australien und Amerika. Überall schienen diese Kämpfer zu sein, aber niemand konnte Informationen liefern, wer sie waren. Aber sie schienen auf der ganzen Welt Vertreter zu haben.
Langsam schien auch der Tagesprophet darauf aufmerksam zu werden, denn immer öfter wurden Artikel über die mysteriösen Unbekannten veröffentlich.
Die Engel des Friedens wurden sie manchmal genannt oder die silbergrauen Rächer.
Im Hauptquartier ging es seit diesen Artikeln immer ziemlich locker und fröhlich zu, denn es war wirklich amüsant die verrücktesten Theorien zu lesen.
Jedoch niemand vernachlässigte seine Pflichten.
Harry war wirklich sehr stolz auf seine Schatten..
Er selber studierte nun sehr, sehr viel in Salazar Slytherins Bibliothek.
Eigentlich verbrachte er seine komplette Freizeit in seinem Koffer mit Büchern über dunkle Magie. So blieb er oft mehrere Tage im Koffer, während in der Realität nur wenige Stunden vergingen.
Der Welpe wuchs und wuchs, während Lissy immer mehr ihre Scheu gegenüber des riesigen Schlosses ablegte.
Sie verstand sich sehr gut mit Minerva, Severus, Filius, Remus und Tonks. Albus gegenüber war sie allerdings immer sehr misstrauisch, was auch Harry vorsichtiger werden ließ.
Hinter dem großen Potter-Anwesen war ein Friedhof angelegt worden, damit die Gefallenen in Ruhe Frieden finden konnten.
Dort waren auch Marah, Jacob und Marc begraben und dort saß Harry oft und redete viel mit ihnen. Immer wenn es ihm schlecht ging und er sie besonders vermisste, suchte er dort Trost, der ihm aber nur sehr selten gewährt wurde.
An den Wochenenden trafen sich die Gryffindorschen Sechstklässler und die vier Slys oft im Schlafsaal der Jungen und wenn Harry irgendwann auftauchte, teleportierte er auch seine Muggelfreunde zu ihnen.
Alle hatten es aufgegeben Harry oder Liz über ihre Freizeitaktivitäten auszufragen, da sie niemals Antworten bekamen.
Und darüber war Harry mehr als froh, denn er war es Leid zu lügen.
Überhaupt redete er nicht sehr viel, er verzog sich in seine eigene Welt und er wusste, dass es bald keinen Weg mehr zurück geben würde.
Es war ein kalter Tag Ende Januar, als Harry mal wieder total erschöpft aus seinem Koffer stieg und sich im Büro Salazars wiederfand.
Den letzten Spruch, den er geübt hatte, wollte ihm einfach nicht gelingen.
Auf die Idee das es ihm aufgrund seiner Erschöpfung nicht gelang, kam er gar nicht. Schließlich war er seit vier Tagen im Koffer und hatte fast nur trainiert.
So kam er nun mit seinen Kräften völlig am Ende und wütend aus seinem Koffer und fluchte lauthals.
"Bei Merlin!", rief er aus und trat mit dem Fuß gegen eine Wand.
Der nächste Fluch blieb ihm im Halse stecken, als sich eine Geheimtür in der Wand auftat.
Eine kleine Nische hatte sich gebildet und dahinter konnte man nur Dunkelheit erkennen.
Harry zog seinen Zauberstab und trat in die Dunkelheit des Geheimgangs.
Nach einem "Lumos!" ging er den feuchten, niedrigen Gang entlang.
Seine Müdigkeit war mit einem Mal wie fortgewischt und war der Neugierde gewichen.
Ein paar Minuten folgte er dem Gang, der stetig nach oben führte.
Dann endete der Gang abrupt an einer Wand.
"Aha, noch mal ein Passwort..", murmelte Harry.
"Bei Merlin!", probierte er es, aber nichts tat sich.
"Slytherin.", nichts.
"Salazar.", nichts.
"Salazar Slytherin.", nichts.
"Hogwarts.", nichts.
"Gryffindore."
"Hufflepuff."
"Ravenclaw."
"Verdammte Scheiße, das kann ja ewig so weiter gehen!", schimpfte Harry genervt.
Wie erwartet tat sich auch bei diesem Fluch nichts.
Harry beschwor sich einen Stuhl herauf und setzte sich drauf, mit dem Gesicht zur Wand.
Dann ließ er seine Gedanken schweifen, hin und wieder ein Wort nennend.
"Die vier Gründer?", fragte er schließlich versuchsweise.
Zu seinem Erstaunen erschien eine massive Eichenholztüre in der Wand.
Harry ließ seinen Stuhl wieder verschwinden und zog seinen Zauberstab.
Wachsam öffnete er die Tür und trat ein.
Von selbst ging das Licht an und Harry sah sich staunend um.
"Hogwarts, Hogwarts! Du birgst doch immer neue Geheimnisse..", sprach er amüsiert, während er den Versammlungsraum untersuchte.
In der Mitte des mittelgroßen Raumes stand ein großer, runder Tisch aus Mahagoni.
Vier Stühle waren darum herumgestellt.
An den vier Wänden hing jeweils ein Portrait.
Erstaunt betrachtete er die vier Gründer von Hogwarts.
Salazar sah ihn kalt, aber auch neugierig an.
Godric stolz und warm, während Rowena und Helga ihn schmachtend anstarrten.
"Hi.", sagte Harry schlicht und setzte sich auf einen der Stühle.
"Guten Tag!", schallte es ihm aus vier Richtungen entgegen.
"Wie bist du hier hereingekommen?", fragte Godric.
"Durch einen Geheimgang aus der Kammer des Schreckens..", erklärte Harry gelangweilt.
"Diese Kammer, die Sly im geheimen eingebaut hat?", vergewisserte sich Helga.
Harry nickte ihr zu und sie seufzte entzückt.
"Dann musst du die Schlangensprache beherrschen...", meinte Salazar weniger abgeneigt als vor wenigen Minuten noch.
"Noch so ein komischer Kauz, der mit Schlangen sprechen kann?", fragte Godric grinsend, als Salazar ihn böse anfunkelte.
"Wie heißt du denn überhaupt?", mischte sich Rowena ein.
"Ich bin Harry Potter."
"Aha, sagt mir nichts.", sagte Godric seufzend.
"Dann wird es sich interessieren, dass ich dein letzter lebender Nachkomme bin..", erzählte Harry.
Die Gründer rissen allesamt die Augen auf.
Die nächsten zwei Stunden verbrachte Harry damit seine Geschichte und die gegenwärtige Situation zu erläutern.
Die Gründer erzählten ihm dann, dass sie nach ihrem Tod ihre Seelen hierher geschickt hatten und dann die Bilder übernommen hatten. Was soviel hieß, dass ihre Seelen in den Bildern wohnten. Allerdings konnten sie auch Tiere einnehmen.
Als Harry von Voldemort und den Todesfluch berichtete, den er überlebt hatte, mischte sich Salazar ein.
"Soviel ich mitbekommen habe ist dieser Tom Vorlost Riddle mein Erbe, nicht? Dann kann ich dir sagen warum er den Todesfluch überlebte als er auf ihn zurückprallte.."
Erstaunt starrte Harry ihn an.
"Ich dachte er hat überlebt, weil er schon einen großen Schritt auf dem Weg zur Unsterblichkeit erlangt hatte.", sagte Harry perplex.
"Oh nein, Harry. Es gibt einen uralten Zauber auf den Slytherins. Der letzte Erbe kann erst dann sterben, wenn er einen Erben hat. Was heißt, wenn das Blut der Slytherins weiter besteht. Der Zauber soll garantieren, das unsere Blutlinie nicht ausstirbt. Daher kann Riddle nur dann sterben, sobald er ein Kind hat und das hat er offensichtlich nicht..", erklärte Sly.
Entsetzt blickte Harry ihn an.
"Dann muss er eben ein Kind zeugen..", meinte Rowena mit kühlem Kopf.
"Schon klar, Wena! Aber erstens wird er nicht ohne weiteres ein Kind zeugen und das größte Problem wird sein jemanden zu finden, der sich von diesem Monster schwängern lässt..", sagte Harry sarkastisch.
"Da könntest du Recht haben..", stimmten ihm Helga und Ric zu.
"Aber irgendwer wird sich schon finden!", sagte Wena zuversichtlich, erntete aber nur drei zweifelnde Blicke.
"Du könntest eine deiner Kämpferinnen mit dem Imperius belegen und-", fing Sly an, wurde aber von den entsetzten Schreien der beiden Frauen unterbrochen.
"Salazar Slytherin! Das meinst du doch nicht ernst, oder?", kreischte Helga aufgebracht.
"Nun, eigentlich schon. Irgendjemand wird es schon tun müssen...", antwortete Sly gleichgültig.
Die Frauen wandten sich Harry zu.
"Das wirst du doch nicht wirkli-", fing Wena an, doch Harry unterbrach sie kurzerhand.
"Niemals, wirklich niemals, würde ich so etwas tun! Keiner würde freiwillig ein Kind von Voldemort bekommen, nicht einmal eine Todesserin.. Also werde ich das tun müssen...", erwiderte Harry seufzend.
"Du? Bist du des Wahnsinns?", ereiferte sich Ric.
"Ja, wer denn sonst? Ich will niemanden zwingen.", widersprach Harry.
"Aber du zwingst dich doch selber... Das ist doch verrückt.", murmelte Ric.
"Willst du das wirklich auf dich nehmen? Ich meine, ein Kind ist eine große Verantwortung und die Geburt bei Männern ist auch sehr schwer. Zu 90 wirst du bei der Geburt sterben..", überlegte Wena.
Harry zuckte die Schultern.
"Was soll's! Wenn das Kind überlebt kann man Tom umbringen, auch wenn ich dann nicht mehr lebe.. Außerdem würde ich beim finalen Kampf sowieso sterben, also was soll's!", erklärte Harry.
"Das stimmt nicht, Harry. Nur du kannst ihn töten, Prophezeiungen lügen nicht.. Außerdem musst du nicht sterben, zu bist viel zu gut. Ich kann durch deine Auraverschleierung sehen, deine Macht ist unvorstellbar groß..", wandte Godric ein.
"Ich will aber sterben. Meine Aufgabe ist die Vernichtung Toms, danach gibt es keinen Grund mehr weiterzuleben..", sagte Harry monoton.
"Aber Harry! Du wirst deinen Grund schon noch finden..", versuchte Helga ihn zu trösten.
"Ich hatte meinen Grund schon gefunden, doch er wurde vernichtet..", erzählte Harry bitter.
"Dann wirst du einen neuen finden.", sagte Helga überzeugt, was Harry einen ungläubigen Blick abverlangte.
"Wir werden dir helfen zu lernen! Ich helfe dir bei Verwandlungen, Taktiken, Zauberkunst und Arithmantik. Helga wird dir mit Heilzaubern und Elementarmagie helfen. Salazar wird dich bei Zaubertränken, Runen, Nekromantik und dunklen Künsten unterstützen und Godric unterrichtet dich in Angriffs- sowie Verteidigungszaubern, Stablose Magie und Waffenkampf. Und wir alle zusammen werden dich in der Zeitmanipulation und diversen anderen Sachen unterweisen! Einverstanden?", schlug Wena vor.
Die anderen Gründer nickten und warteten auf Harrys Zustimmung, die nach ein paar Sekunden auch kam.
"Einverstanden.."
"Nun, Freunde? Lasst uns unsere Tierformen annehmen!", sagte Sly mit blitzenden Augen.
Harry sah verwundert zu, wie sich aus allen vier Bildern graue Schemen lösten und auf vier erstarrte Tiere zuschwebten, die an einer Wand des Saales standen.
Rics Seele nahm den Körper eines goldenen Greifen an, der sofort zum Leben erwachte.
Sly übernahm eine Schlange, die fast so groß wie ein Basilisk war, circa 10 Meter lang.
Helga vereinnahmte einen großen Grizzlybär, während Wena zu dem großen Adler schwebte, der eine Flügelspannweite von mindestens 10 Metern hatte.
Die Tiere räkelten sich nun und sprachen sich dann für Harrys Unterricht ab.
Sie konnten normal reden, wie Menschen, allerdings beherrschten sie auch die Telepathie.
Als allererstes zeigten ihm die Vier einige Zeitmanipulationszauber, damit er mehr trainieren konnte.
Nachdem er die ersten Zauber beherrschte, wandten die Fünf sie auch gleich an und so kam es, dass Harry lange Zeit in der Kammer des Schreckens und dem Raum der Gründer verbrachte.
Während für Harry Wochen und Monate vergingen, vergingen in der Realität exakt zwei Stunden.
Während seiner Zeit bei den Gründern machte sich Harry auch über Schwangerschaften bei Männern schlau. Es war tatsächlich so, dass bei der Geburt der Vater sterben konnte. Allerdings konnte es auch gut gehen, vor allem wenn man einen guten Heiler an der Seite hatte.
Harry würde nicht zögern.
Er würde alles tun um Tom zu vernichten, auch wenn es seinen Tod bedeuten würde, was es ja auch tat.
Harry freundete sich eng mit den Vieren an und er lernte unglaublich viel bei ihnen. Sogar Salazar war eigentlich richtig nett, vor allem wenn er seine Maske abnahm.
° - break - °
To Be Continued
Tja, hier bin ich nach sehr langer Zeit wieder!
Mit einem sehr sehr langem Chap, nicht wahr?
Ich verdrücke mich jetzt mal und hoffe auf ein paar Kommis!
Bye,
Lord Slash in person
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