Der Schattenprinz

Autor: Lord Slash

Chapter: 14?

Disclaimer: Alles was ihr aus den Potterbüchern wiedererkennt, gehört Joanne K. Rowling, Bloomsbury, Carlsen Verlag, Warner Brothers und diversen Anderen. Abgesehen davon gehört mir der Plot und die neuen Charaktere! Wenn irgendjemand den Drang verspürt, Ideen aus meiner Story zu übernehmen, würde es mich freuen, wenn ihr mich um Erlaubnis fragt. Weiterhin kann ich euch versichern, dass ich Nichts absichtlich aus anderen Story geklaut habe. Wenn jemand etwas aus seiner FF wiedererkennen sollte, tut es mir Leid, aber Ähnlichkeiten sind nicht von mir beabsichtigt.

Rating: R, NC-17

Genre: Dark, Drama, Tragedy, Avtion/Adventure, Romance

Warning: evtl. DarkHarry, OOC, Slash, Lemon, Lime (Wer detaillierte Sex-Szenen nicht mag, sollte besser verschwinden!)

Pairing: Bei den Pairings bin ich mir noch nicht sicher, jedoch wird es euch nicht an Liebesszenen mangeln...

Reviewantworten:

Vanessa: Harry kann praktisch mit jedem telepathisch reden, aber ob Nev das kann? Keine Ahnung! Ich danke dir für dein Review! hdl

danuschka: Ichb weiß leider nicht was du mit TE meinst, aber wahrscheinlich stehe ich mal wieder auf der Leitung. Ob Harry stirbt, weiß ich noch nicht genau, doch ob ich Draco das antun kann ist die andere Frage! Danke für dein Kommi, aber erklär mir doch bitte was du mit TE meinst!

Cho: Die Ice Age Szenen mag ich selbst auch total gerne.. hab mich da an meinem Neffen orientiert, der ist auch so verrückt nach diesem Film! Ich hoffe das mit den Schatten ist nicht zu einfach rübergekommen, ich habe da ein schlechtes gefühl.. Die Gründer kommen auch noch mal vor! die vier sind echt witzige figürchen, oder? tja, die pairings, ich kenne deinen wunsch ja, aber da ich dir story schon fast fertig habe kann ich kaum noch andere pairings einbauen, vor allem nicht in diesen chaps, die ich ja schon vor monaten geschrieben habe. sorry! hdgdl!

Dax: Ich habs gelesen und freu mich schon auf das nächste Kommi!

Sycronn: die idee mit voldis kind kam extrem plötzlich, aber ich find das erbegnis logisch! und harry wird wahrscheinlich nicht sterben, kommt auf meine gemütsverfassung an°! 3

Minnilein: diesmal wird schon wida was passieren! freue mich auf deine meinung dazu!

pandoradoggis: danke für die blumen! rotwerdundsichüberwältigtverbeug Draco und Harry kommen schon noch zusammen, irgendwann, in einer anderen zeit, in einer anderen galaxioe...

An alle Schwarzleser: Ich will doch nur ein kleines Reviewlein!

Kapitel 14

Als Harry also nach vionaten aus der Kammer des Schreckens kam, musste er sich erst wieder daran gewöhnen, dass die Zeit wieder normal lief.

Harry sah auf die Uhr.

Es war kurz vor 23.00 Uhr und so teleportierte er schnell ins Hauptquartier.

Dort berief er sofort eine Versammlung ein.

Er erklärte seinen loyalsten und besten Schatten von der Prophezeiung und dem Zauber, der auf Tom lag.

Auch meinte er, er würde Voldemorts Erben gebären, was ziemliches Entsetzten hervorrief.

"Wir haben keine andere Möglichkeit. Oder gibt es hier jemanden, der sich freiwillig von Voldemort schwängern lässt?", fragte Harry in die Runde und ab da widersprach ihm keiner mehr.

Sie besprachen den Zeitplan und die Vorkehrungen, aber keiner traute sich zu fragen wie er Voldemort dazu bringen würde mit ihm zu schlafen. Harry war auch sehr froh darüber, denn so genau wusste er das auch noch nicht.

Er hatte zwar mit den Gründern darüber gesprochen, aber zu einem festen Ergebnis waren sie noch nicht gekommen.

Aber die Schatten hatten natürlich Harrys Veränderung bemerkt.

An seinem Äußeren hatte sich zwar nicht viel geändert, aber trotz der Auraverschleierung konnte man seine Macht förmlich spüren.

Wenn er sprach umgab ihn eine unfassbare Autorität, der sich keiner entziehen konnte, es gar nicht wollte.

Der Respekt Harry gegenüber wuchs immer mehr und ging oftmals in Bewunderung über. Alle wussten, was für ein Risiko Harry einging und sie schätzen es. Rechneten es ihm hoch an.

Er würde seinen Tod in Kauf nehmen, nur um sie vor Voldemort zu retten.

Nach dieser Versammlung steigerte sich der Zusammenhalt der Schatten deutlich und jeder arbeitete noch verbissener an seinen Fähigkeiten.

Harry zog Beate, die deutsche Heilerin, mit sich in sein Zimmer.

"Harry, bist du verrückt? Die Geburt des Kindes wirst du wahrscheinlich nicht überleben..", zeterte sie sofort los. Die beiden hatten ein sehr enges Verhältnis, da sie die beiden besten Heiler der Gruppe waren, übernahmen sie zusammen immer die schwersten Fälle und hatten sich so besser kennengelernt.

"Ich weiß, Beate, ich weiß. Aber was bleibt mir anderes übrig?"

Dem musste sich Beate schließlich beugen.

"Du musst bei der Geburt bei mir sein! Ich brauche einen guten Heiler und du bist die Beste in diesem Job!", trug Harry dann seine Bitte vor.

"Natürlich werde ich bei dir sein, ..aber ich werde Unterstützung brauchen.."

"Ich denke wenn wir Patrick besser ausbilden, wird er dir eine gute Hilfe sein, nicht wahr?", schlug Harry vor.

Beate nickte und umarmte ihn anschließend.

Harry holte Liz ab und reiste dann zurück nach Hogwarts.

Da es Freitag war, hatte sich die übliche Gemeinschaft im Schlafsaal gebildet.

Innerlich stöhnte Harry genervt auf.

Er hatte jetzt wahrlich andere Sorgen als dieses Spiel für pubertierende Jugendliche.

Folgedessen sagte er kein Wort und holte nur ein Buch aus seinem Nachtkästchen.

Gerade als er wieder aus dem Saal eilen wollte, wurde er aufgehalten "Hey! Kannst du nicht mal Hallo sagen?", fragte Ron aufgedreht.

"Nein, siehst du doch..", antwortete Harry und scheuchte Liz vor sich aus dem Raum und schloss die Türe hinter sich.

Das Buch war das Necronomicon, das er Salazar unbedingt zeigen wollte.

Er und Liz liefen durch die Kammer des Schreckens bis zum Schlafzimmer. Dort schlief Liz bald ein und so konnte Harry wieder einen Zeitmanipulationsspruch sprechen und anschließend Salazar rufen.

Die nächsten Wochen verbrachten Harry und Liz in der Kammer.

Liz war von den vier Tieren begeistert, die sprechen konnten.

Vor allem Helga hatte ihren Spaß daran Liz ein paar Geschichten zu erzählen, was Liz natürlich ungemein erfreute.

Harry wurde von Salazar, kurz Sly, in Nekromantik ausgebildet, was ihm anfangs gar nicht behagte. Inzwischen gehörte es aber zu seinen Lieblingsfächern.

(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)

Im Schlafsaal der Jungen war Ron mehr als wütend auf seinen besten Freund, der es noch nicht einmal für nötig hielt sie zu begrüßen.

Überhaupt war er gar nicht damit einverstanden, dass er so schweigsam war und ihnen nichts erzählte.

Die Gryffs hatten sich allesamt mit den Slys angefreundet, zur Freude von Dumbledore.

Obwohl Ron anfangs ziemliche Probleme mit Pansy und Draco gehabt hatte, verstanden sie sich nun recht gut.

"Was ist denn mit dem los?", fragte nun auch Blaise.

"Weiß nicht. Lasst ihn einfach.. Er hat es nicht leicht!", sagte Seamus und blickte abwesend ins Kaminfeuer.

"Nein, hat er nicht.", stimmte ihm Neville genauso apathisch zu.

Ein wenig verdutzt musterten die anderen die beiden Jungen, die sich aber nicht mehr äußerten.

Bald löste sich die Gruppe auf und die Slys verschwanden wieder in ihren Quartieren.

Die anderen legten sich ebenfalls schlafen.

Der nächste Tag verging schnell, die Quidditchspiele waren seit dem Angriff auf die Paxtons gestrichen worden.

Hermine und Blaise verzogen sich wie so oft in die Bibliothek, während Ron mit Seamus, Dean, Lavender, Parvati, Helen und Pansy abwechselnd Zauberschach spielte. Die anderen spielten in der Zwischenzeit Exploding Snap.

Harry und Liz tauchten den ganzen Tag nicht auf, genauso wenig wie Draco.

Dieser spazierte trotz des Verbots über die Ländereien und dachte nach.

Ihr Verhältnis mit den Gryffs hatte sich durchaus erwärmt und erstaunt hatten die Slys festgestellt, dass durchaus nicht nur Harry okay war.

Sogar Weasley war richtig nett.

Und er war ein sehr guter Stratege, wie er es beim Schachspielen immer wieder bewies. Er hatte sogar Draco geschlagen.

Und Granger war sehr intelligent, nicht nur besserwisserisch.

Neville hatte sich ja als sehr fähig bewiesen und Lavender und Parvati waren zwar nett, aber auch ziemliche Klatschtanten, was sie wiederum mit Pansy verband.

Dean Thomas war eben ein typischer Muggelgeborener.

Durchaus intelligent und nett, aber eben jemand, der zum Beispiel Fußball vergötterte, ein Muggelspiel.

Seamus dagegen machte Draco unsicher.

Jeder wusste, dass er schwul war, was eigentlich kein Problem wäre, wenn er nicht dauernd mit Harry zusammenhängen würde. Die beiden schienen sich sehr gut zu verstehen, ähnlich wie Neville und Harry.

Außerdem war der Rothaarige durchaus attraktiv und es gab eine Menge Jungen, die ihm nachhechelten.. und genau das war es, was Draco so störte.

Was war wenn Harry und Seamus im Geheimen zusammen waren, wie auch Tonks und Harry?

Aber ob Tonks und Harry überhaupt noch zusammen waren, wusste Draco ja auch nicht.

Wie so oft war er einfach nur verzweifelt.

Erst kurz vor dem Abendessen trafen sich alle vor dem Gryffindorturm.

Zusammen gingen sie zur großen Halle, wo auch schon Harry und Liz am Tisch saßen und aßen.

Nun, jedenfalls aß Liz.

Harry saß nur da und schaute apathisch in die Luft.

Er war ein wenig blass, aber das war nicht ungewöhnlich.

Seamus und Hermine setzten sich neben ihn.

"Seam? Kannst du heute Abend auf Liz aufpassen? Ich muss weg...", fragte Harry sogleich.

"Ähm, klar. Wo musst du denn hin?", entgegnete Seamus.

"Nicht so wichtig.", meinte Harry.

Seamus zuckte mit den Schultern und fing an zu essen.

Wenig später standen die beiden und Liz auf und wollten die Halle verlassen.

Doch als sie die Türe erreicht hatten, ertönte ein lauter Plopp und ein paar Schüler quiekten überrascht auf.

Harry und Seamus hatten sich sofort umgedreht und sahen nun den Auslöser der Unruhe.

Vor dem Lehrertisch schwebte der sprechende Hut und sah genau in Harrys Richtung.

Albus und die anderen Lehrer waren ebenso überrascht wie die Schüler.

Nur Harry konnte sich denken was Jasper, der Hut, wollte.

Langsam schwebte der Hut durch die Halle auf Harry zu.

"Tu´ es nicht, Harry!", sagte er eindringlich auf dem Weg.

"Du kannst mich nicht davon abbringen, Jasper!", antwortete Harry, aber die Wut war deutlich aus seiner Stimme herauszuhören.

"Du wirst den Eingriff zu 90 nicht überleben!", warnte der Hut ihn.

"Mit wem hast du dich abgesprochen? Helga?", fragte Harry sauer.

"Es ist zu gefährlich! Lass es bleiben..", erklärte Jasper ungerührt.

"Hast du einen besseren Vorschlag?"

"Nein."

"Dann halt deine vorlaute Klappe und richte Helga schöne Grüße von mir aus!", zischte Harry und eilte aus der Halle.

"Wie willst du überhaupt an ihn ran kommen?", rief ihm Jasper noch hinterher, doch Harry war bereits verschwunden.

Er trank den Fruchtbarkeitstrank, den er zusammen mit Salazar gebraut hatte, und teleportierte dann ins Hauptquartier.

Dort wartete er bis Vessenia ihm bestätigte, dass Voldemort sich zurückgezogen hatte.

Seufzend stand er auf und teleportierte zum dunklen Lord..

(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)

In Hogwarts war nach Harrys Verschwinden ein kleiner Tumult ausgebrochen.

Der Hut murmelte etwas Unverständliches und löste sich dann mit einem Plopp in Luft auf.

Seamus nahm Liz auf den Arm und ging mit ihr zum Gryffindor Schlafsaal der Jungen.

Dort setzte er sich auf sein Bett und las Liz aus einem ihrer Bilderbücher vor.

Bald trudelten auch die anderen ihrer Stammgesellschaft ein, verhielten sich aber ruhig.

Nachdem Liz eingeschlafen war setzte sich Seamus auf das Fensterbrett und starrte in die Nacht hinaus.

Während die anderen leise tuschelten stierte Neville ins Feuer und versuchte mit Telepathie Kontakt mit Harry aufzunehmen.

"Harry? Wo bist du und was ist los?", fragte er besorgt.

"Mach´ dir keine Sorgen, ich weiß was ich tue.. Morgen können wir reden, doch jetzt musst du mich in Ruhe lassen..", antwortete Harry eindringlich.

"Okay, aber nur noch dieses eine Mal!", sagte Neville sowohl mental als auch laut.

"Nev? Wirst du langsam verrückt?", fragte Dean perplex.

"Ich habe mit Harry gesprochen.", meinte Neville erklärend.

"Und wie?"

"Telepathie."

Die anderen rissen die Augen auf.

"Ach daher weißt immer alles vor allen anderen..", fiel Hermine auf.

"Du hast es erfasst..", erwiderte Nev ironisch.

"Und was hat er gesagt?", fragte Blaise neugierig.

"Das ich mir keine Sorgen machen müsse, weil er wisse was er tue und das wir morgen reden würden und das ich ihn jetzt in Ruhe lassen solle.", erklärte Neville genervt.

Neville und Seamus blieben die ganze Nacht wach und unterhielten sich über Harry, aber auch über ihr eigenes Leben.

Die anderen waren schon lange ins Bett gegangen und schliefen nun fest.

"Was meinst du, was er vorhat?", fragte Seamus in die Stille hinein.

"Ich weiß es nicht, wirklich! Aber für gewöhnlich weiß er wirklich was er tut.. Seit Sirius´ Tod ist er vorsichtiger geworden.", versicherte Neville.

"Ja, aber auch ernster und verschlossener.", vervollständigte Seamus die Aussage.

Sie schwiegen wieder.

"Ich glaube er tut etwas dummes.", begann Seamus nach einer Weile wieder.

"Wahrscheinlich. Wenn der sprechende Hut ihn persönlich warnt, muss etwas dran sein..", zustimmend nickte Neville.

"Und wer ist Helga?"

"Keine Ahnung!"

"Verdammt! Warum wissen wir nichts?", regte sich Seamus auf.

"Beruhige dich, Seam. Lass uns schlafen gehen..", schlug Nev vor.

Dieser nickte und sie legten sich beide schlafen.

Als Seamus am Morgen des Sonntags aufwachte, bemerkte er, dass Liz schon weg war.

Das bedeutete, dass Harry sie schon abgeholt hatte. Dann hatte er was auch immer überlebt..

Seufzend stand er auf und zog sich an.

Dann wartete er auf Neville um dann gemeinsam zum Frühstück zu gehen.

Es herrschte immer noch eine gespannte Stimmung in der Halle.

Alle schienen Ausschau nach Harry zu halten und die Tatsache, dass er nicht auftauchte, veranlasste viele mit dem Schlimmsten zu rechen.

Während Hermine, Ron, Ginny, Dean, Parvati, Lavender, Helen, Pansy und Draco ziemlich besorgt waren, verhielten sich Neville und Seamus sehr gelassen.

Sie glaubten beide, dass Harry wohlauf war.

Mehr oder weniger war Harry heute ja schon aufgetaucht.

Liz wäre mit Niemandem mitgegangen, außer Harry.

Und am Abend bestätigte sich das auch.

Die übliche Gemeinschaft hatte sich im Schlafsaal zusammen gefunden und wartete auf Harry.

So etwa gegen 23.00 Uhr tauchte dieser dann auch auf.

Mit Liz auf dem Arm betrat er das Zimmer und verzog gleich genervt das Gesicht.

"Sagt mal, müsst ihr euch immer hier treffen? Langsam nervt es mich Liz in der Kammer des Schreckens schlafen zu legen..", meinte er genervt.

"In der Kammer des Schreckens? Bist du noch ganz dicht?", fragte Ron sogleich entsetzt.

"In der Kammer ist man wenigstens ungestört..", erklärte Harry und drehte sich um.

Schnellen Schrittes verließ er den Gryffindorturm und begab sich in das Schlafzimmer Salazars.

Liz schlief schnell ein und so konnte sich Harry noch mit den Gründern unterhalten.

Leider konnte Harry nun keine Zeitmanipulation mehr vornehmen, das aufgrund der Schwangerschaft nicht ging.

Ziemlich vage schilderte er den Gründern was in der Nacht geschehen war und diese fragten auch nicht weiter. Die Hauptsache war schließlich, dass das Kind auf dem Weg war und nicht wie es zustande gekommen war.

Harry hatte auch absolut keine Lust darüber zu reden.

Aber diese Nacht hatte ihm etwas gezeigt, was er eigentlich nie hatte glauben können.

Voldemort war immer noch ein Mensch.

Er hatte durchaus Gefühle und Verlangen.

Tom war Harrys Zärtlichkeiten entgegen gekommen, ohne das Harry das unterstützt hätte. Eigentlich hatte er damit gerechnet ihn ein wenig manipulieren zu müssen, doch das war gar nicht nötig gewesen.

Voldemort hatte nicht mehr das grässliche Aussehen, dass er nach seiner Wiederauferstehung inne gehabt hatte, sondern er sah nun eher wie die etwas ältere Version Tom Riddles aus, die er im Tagebuch gesehen hatte.

Ausgehungert nach Liebe und Zärtlichkeit war Tom auf Harrys Berührungen eingegangen, hatte sie erwidert, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass er gerade mit seinem Todfeind schlief.

Alles in allem war es schnell vorbei gewesen, was Harry durchaus erleichterte, obwohl ihn die Tatsache quälte, dass Tom sich ebenso nach Liebe sehnte wie Harry es tat.

Nun, sie hatten eine ähnliche Kindheit gehabt, keine Frage.

Nur war Harry einen anderen Weg gegangen als Tom.

Aber vielleicht lag das daran, dass Harry in seine Rolle als Held hineingeboren wurde und so keine Wahl gehabt hatte.

Hätte auch er sich der dunklen Seite verschrieben, wenn Tom nicht sein Feind gewesen wäre?

Harry wusste es nicht und trotzdem hatte er Mitleid mit Tom.

Es würde ihm schwer fallen, diesen Mann zu töten.

Aber Gefühle würden ihn niemals mehr in die Quere kommen, dafür hatte Harry gesorgt.

Er musste Tom umbringen, egal zu welchem Preis.

Er selbst hatte ja nichts mehr zu verlieren..

(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)

Am nächsten Tag wurde Harry zu Albus bestellt.

"Hallo, Harry.", begrüßte ihn Albus.

"Morgen.", antwortete Harry emotionslos.

"Würdest du mir bitte erklären, was gestern vorgefallen ist? Was meinte der sprechende Hut?"

"Diese Angelegenheit geht nur mich und Jasper etwas an, Albus. Er hat sich unnötige Sorgen gemacht, es ist alles in bester Ordnung..", erklärte Harry.

"Aber um was ging es denn?"

"Ich meine es ernst, Albus. Diese Sache hat rein gar nichts mit dir, der Schule, den Schülern oder dem Orden zu tun. Folgedessen geht es dich auch nichts an.", schloss Harry und blickte dem fassungslosen Direktor ins Gesicht.

"Nun, wie du meinst, Harry. Aber sobald es gefährlich wird möchte ich sofort unterrichtet werden."

"Ciao!", sagte Harry und verließ Albus´ Büro.

Nachdenklich sah Albus ihm hinterher.

Harry lief schnell zum Zauberkunstklassenzimmer.

"Sorry Filius. Albus wollte mich noch sprechen..", entschuldigte sich Harry sofort nachdem er eingetreten war.

"Kein Problem.", antwortete der kleine Professor und lächelte ihn gutmütig an.

Harry setzte sich zu Seamus und Neville, die ihn beide auffordernd ansahen.

"Du hast uns Einiges zu erklären!", sagte Neville, bevor er sich auf den Unterricht konzentrierte.

Harry seufzte lautlos und sah Seamus mit hochgezogener Augenbraue an, weil dessen Hand aufreizend über seinen Oberschenkel strich.

Seamus grinste unschuldig und drehte den Kopf Flitwick zu.

Kopfschüttelnd holte Harry seine Bücher heraus und folgte dem Vortrag von Filius.

Die Hand auf seinem Bein ignorierte er geflissentlich.

Nach VgddK, dem letzten Fach für diesen Tag, zogen Seamus und Neville Harry hinaus auf die zugeschneiten Ländereinen.

Harry pfiff zweimal und bald kamen Myst und Revello auf ihn zugestürmt.

Er begrüßte beide herzlich.

"Also Harry. Warum hat der sprechende Hut dich gewarnt?", fing Nev an.

"Er wollte mich halt von meinem Vorhaben abbringen."

"Aber er sagte du würdest was auch immer zu 90 nicht überleben.. Warum lebst du dann noch?", fragte Seam.

"Das habe ich auch noch nicht hinter mir. Es dauert schon noch ein paar Monate bis ich wahrscheinlich sterbe..", erklärte Harry gleichgültig.

"Aber wieso hat er dich dann schon am Samstag gewarnt?", wollte Neville verwirrt wissen.

"Weil es ab da keinen Weg mehr zurück mehr gegeben hätte. Das hat sich aber schon erledigt, da ich es trotzdem getan habe."

"Was getan?", fragte Seam.

"Das kann ich euch leider nicht sagen!"

"Okay, wo ist Lissy?", meinte Nev.

"Bei ihren Großeltern. Ich hole sie nachher nach der DA ab.."

Die beiden nickten.

"Will jemand mitkommen, reiten?", fragte Harry enthusiastisch.

Neville schüttelte sofort energisch den Kopf.

"Never!"

Harry grinste innerlich, nach außen hin zeigte er keine Reaktion.

"Seam?"

"Okay, ich komme mit.. Aber ich bin noch nie geritten..", sagte dieser unsicher.

Harry nickte und sattelte Myst.

Nev verschwand im Schloss.

Harry half Seamus in den Sattel und schwang sich selbst auf Revellos Rücken.

Während er Seamus ein wenig Unterricht gab, genoss er gleichzeitig die Kraft des Einhorns unter ihm. Seitdem er regelmäßig mit Revello ritt, wurden seine reiterlichen Fähigkeiten immer besser. Das Einhorn gab ihm Unterricht, sagte und zeigte ihm, was ihm wehtat und wann er es richtig machte. Inzwischen konnte er alle Hilfen für die Dressur, das Springen und das Westernreiten. Es machte ihm Spaß zu reiten. Wann immer er auf einem Pferderücken saß, konnte er seine Sorgen vergessen und sich entspannen. Er fühlte sich sicher und geborgen, als könne er alles schaffen. All seine Sinne und Konzentration war auf das Tier unter ihm gerichtet.. Und das sollte so sein, wenn er Revello Glauben schenken konnte.. Und das konnte er!

Als Seamus schon sicherer im Sattel saß, fragte er neugierig "Hast du eigentlich eine Freundin? Ich meine, so viel Leute wie du kennst kann man das ja nicht wissen..".

Harry verzog schmerzvoll das Gesicht, was Seamus aber nicht sah.

"Ich war mit Marc zusammen..", sagte Harry nüchtern.

Er hörte einen Plumps und schnell drehte er sich auf Revellos Rücken um.

Seamus lag im Schnee, Myst stand neben ihm, und starrte ihn fassungslos an.

"Was?"

"Ich war mit Marc zusammen..", wiederholte Harry monoton.

Noch immer entsetzt rappelte sich Seamus auf und stand auf.

Langsam schritt er auf Revello zu.

Diesmal ließ Revello ihn näherkommen.

Seamus nahm Harrys Hand und drückte sie sanft.

"Scheiße!", hauchte er dann.

Harry lachte hohl auf

"Du sagst es!".

Seamus zog Harry sachte von dem großen Tier herunter und Harry ließ es widerstandslos geschehen.

Unten umarmte Seamus ihn fest und strich ihm zärtlich durchs Haar.

Harry vergrub sein Gesicht an Seams Schulter.

Doch er ließ seine Gefühle nicht die Kontrolle übernehmen und so verließ keine Träne seine Augen.

"Sag´ es Niemandem, ja? Ich brauche kein Mitleid.", sagte Harry schließlich.

Seamus nickte bloß und ließ ihn wieder los.

Dankbar sah Harry ihn an.

Als Seamus den Mund öffnete um etwas zu sagen, legte Harry ihm sanft zwei Finger auf die Lippen und sagte bestimmt "Lass uns später reden, okay?".

Seamus nickte und kletterte wieder in Mysts Sattel.

Harry schwang sich ebenfalls auf Revello und schweigsam ritten die beiden zurück zum Schloss.

Anschließend begaben sie sich in ihren Schlafsaal, der zur Abwechslung mal leer war.

Harry ließ sich auf sein Bett fallen und starrte den Baldachin an.

Kurz darauf setzte sich auch Seamus auf Harrys Bett und schloss die Vorhänge.

Dann lehnte er sich an einen Bettpfosten und sah aufmerksam auf Harry.

"Lie.. Ich meine, hast du ihn geliebt?", fragte Seamus irgendwann.

"Mehr als andere..", seufzte Harry.

Seamus legte sich neben ihn und schlang seine Arme um ihn.

Harry ließ es geschehen und schmiegte sich an den warmen Körper neben ihm.

Langsam beruhigten sich Harrys Gedanken wieder und ihm wurde die ganze Situation plötzlich bewusst.

Innerlich grinste er über das Ganze.

"Soll ich dich vielleicht ein wenig trösten?", fragte Seamus irgendwann verschmitzt.

"Vielleicht ein anderes Mal.. Jetzt haben wir DA.", erklärte Harry wissend.

"Und wann wird das sein?", wollte Seamus enttäuscht wissen.

"Wir werden sehen.. Danke, Seam."

Damit stand Harry auf und zog den Iren mit sich.

Zusammen schritten sie zum Raum der Wünsche.

(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)

Später am Abend saßen wieder alle im Schlafsaal der Gryffindorjungen.

Harry nervte das alles gewaltig, aber er konnte es ihnen nicht verbieten.

Vorsorglich hatte er Liz schon in die Kammer gebracht und hatte sich von Seamus überreden lassen den Abend mit ihnen zu verbringen.

"Wollen wir noch einen Film anschauen?", fragte Lavender irgendwann.

"Einen der selbstgemachten?", sponn Parvati weiter.

Alle sahen zu Harry, der sich allerdings gerade leise mit Seamus unterhielt und nichts mitbekommen hatte.

"Harry!", keifte Lav und wiederholte ihre Frage.

Doch zu aller Überraschung war es Seamus, der antwortete "Nein! Tut ihm nicht mehr weh-".

Er wurde von Harry unterbrochen, der ihm eine Hand über den Mund hielt und ihn böse anfunkelte.

"Sorry..", nuschelte Seamus beschämt.

"Von mir aus könnt ihr euch einen Film ansehen, ist mir scheißegal..", meinte Harry.

Dean wählte einen Film aus und legte die DVD ins Laufwerk des Laptops.

Er projizierte das Bild auf die Leinwand und das Licht ging aus..

"Sag mal, Jay, bist du letzt auf dem gleichen Trip wie Marc?", fragte Marah und sah direkt in die Kamera, die Jacob ihr ins Gesicht hielt.

"Macht irgendwie Spaß. Außerdem kann man später super drüber lachen..", antwortete Jacob, während die Kamera Marah verfolgte, die den Frühstückstisch deckte.

"JUNGS! Frühstück!", rief sie dann die Treppe hinauf.

"Hast du gehört wann sie zurückgekommen sind?", fragte sie dann ihren Mann.

"Keine Ahnung, so gegen 4.00 Uhr?", riet dieser.

"Dann ist es ja kein Wunder, wenn sie nicht aus dem Bett kommen..", seufzte Marah.

In diesem Moment traten Harry und Marc in die Küche.

Cherry, die Hündin, folgte ihnen schlurfend.

Harry trug blaue Jeans, aber keine Schuhe.

Sein Oberkörper war mit einem engen, weißen Shirt verhüllt.

Marc hatte ebenfalls blaue Jeans an und ein dunkelblaues Shirt.

"Wann seid ihr zurückgekommen?", fragte Marah sofort, als sie sah.

"Keine Ahnung..", meinte Marc schulterzuckend und setzte sich an den Tisch.

Marah sah auffordernd zu Harry.

"Ich weiß auch nicht.. halb fünf?", entgegnete dieser.

Marah schüttelte tadelnd den Kopf.

"Ich warte schon drauf, bis ihr irgendwann einen Unfall baut..", schimpfte sie, während sie den Kakao aufwischte, den Liz glucksend ausgeschüttet hatte.

Harry ließ sich neben Marc nieder und fing an zu essen.

"Miese Schauspieler! Man sieht es euch an der Nasenspitze an..", gluckste Seamus.

"Find ich gar nicht, haben wir doch gut gemacht! Beim ersten Mal hast du es auch nicht bemerkt. Jetzt deutest du die Zeichen richtig, weil du Bescheid weißt, aber die anderen? Keine Chance..", erwiderte Harry.

"Mich würd´ schon mal interessieren was ihr so in der Nacht getrieben habt..", murmelte Seamus.

"Wir haben Jeffs Geburtstag gefeiert..", sagte Harry monoton und hieb Seamus auf den Arm.

"Und was habt ihr heute so vor?", fragte Jacob die zwei Jungs.

"Was haben wir denn vor?", fragte Harry grinsend an Marc gewandt.

"Mir würde da schon was einfallen... Aber da Dad ja schon so blöd fragt, heißt das, das wir heute Familienausflug haben!", seufzte Marc theatralisch.

Marah schmunzelte belustigt, während ihr Mann hinter der Kamera schmollte.

"Jay, hör auf! Das sieht lächerlich aus!", meinte Harry und grinste teuflisch.

"Pah! Sowas muss ich mir anhören!... Also, kommt ihr mit ins Freibad? Lissy war mit aussuchen dran..", erklärte Jay den Vorschlag augenrollend.

Marc schüttelte den Kopf.

"Oh nein! Das letzte Mal hat Harry mich überredet vom 20-Meter-Turm zu springen... Nie mehr!", rief der Blonde entrüstet.

"Du hattest angefangen und wolltest dann kneifen.. Da bin ich nicht schuld dran!", verteidigte sich Harry.

"Wie hast du unseren Angsthasen denn überredet?", wollte Marah neugierig wissen.

"Er hat mich bestochen!", ereiferte sich Marc.

"Ist ja gar nicht wahr! Es war genau andersrum..", entgegnete Harry gespielt aufgebracht.

"Oh! Haltet einfach beide die Klappe!", sagte Jay dann genervt.

Marc sah ihn beleidigt an, lachte dann aber zeitgleich mit Harry und Marah los.

"Nun, was ist? Kommt ihr mit?", wiederholte Marah die Frage.

"Ich rufe Ash, Jeff und Kate an ob sie mitkommen.. Allein ist es so langweilig!", schlug Marc vor und eilte sofort zum Telefon.

Das Bild wurde Schwarz, denn Jay hatte die Kamera ausgeschaltet.

Nach ein paar Sekunden tauchte ein neues Bild auf.

Ash, Jeff, Kate, Julia, Lesley und Leah hatten sich auf ihren Badetüchern ausgebreitet, während Marah immer noch damit beschäftigt war die große Decke auf der Wiese auszubreiten.

Harry, Marc und Jay, der filmte, standen feixend daneben.

Sie machten alle keine Anstalten ihr zu helfen, auch Liz nicht, die mit Cherry am Ufer des Sees spielte.

Denn nach ein paar Diskussionen hatte sich nämlich Liz überreden lassen anstatt das Freibad zu besuchen an einen nahegelegenen See zu fahren.

Die sechs Jugendlichen hatten begeistert zugestimmt und so waren sie mit zwei Autos hierher gefahren, da sie nicht in eines gepasst hatten.

"Macht euch nicht über mich lustig, sondern helft mir mal!", keifte Marah schließlich.

"Ich kann nicht!", meldete Jay grinsend und schwenkte bedeutungsvoll die Kamera.

"Oh du meine Güte! Fauler Sack..", schimpfte sie weiter, bedankte sich dann aber doch noch bei Marc und Harry, die ihr in der Zwischenzeit geholfen hatten.

Harry setzte sich auf sein Handtuch und beobachtete Liz, die gerade beinahe kopfüber ins Wasser fiel, aber noch rechtzeitig von Cherry gerettet wurde.

Marc setzte sich neben ihn und sie versanken in einer angeregten Unterhaltung.

Jay lief mit der Kamera zu Liz und holte sie zeternd zurück zu ihrem Platz.

Nun war Jay gezwungen die Kamera auszuschalten, denn es gab nichts Interessantes mehr zum filmen.

Seufzend schaltete er den Camcorder aus.

Längere Zeit später wurde die Kamera allerdings wieder eingeschaltet, als Jeff, Kate, Leah und Ash anfingen ein wenig Fußball zu spielen. Nun, eher versuchte Jeff den Mädels beizubringen wie man Fußball spielte.

Glucksend nahm Jay das ganze auf.

Als aber aus dem Hintergrund eine Stimme kam, drehte er die Kamera schnell in diese Richtung.

"Sagt mal, seit wann steht auf meiner Stirn "Liegestuhl" geschrieben? Langsam wird es unbequem..", sagte Harry betont ruhig.

Harry lag auf dem Rücken auf seinem Platz und las ein Buch.

Marc hatte seinen Kopf auf seinen durchtrainierten Bauch gebettet und las ebenfalls. Liz hatte sich an seine andere Seite gelehnt und blätterte in einem Bilderbuch. Außerdem hatte sich Marah an seine aufgestellten Beine gelehnt und hielt ihr hübsches Gesicht in die Sonne.

Alle drei ignorierten ihn und Harry stöhnte geschlagen auf und murmelte etwas nicht sehr Nettes vor sich hin.

Jay lachte offenherzig und die Kamera zitterte in seinen Händen.

Marc hatte eine Hand unter seinem Rücken und strich Harry ständig über die Seite, was die Kamera allerdings nicht sah.

"Marc! Reiß´ dich zusammen!", schimpfte er auch schon lautstark los, als Marcs Hände ihre Aufgabe mit bravour bewältigten.

Marc hörte sofort auf und nuschelte "Sorry!".

"Eure Sprache müsste man verstehen!", meckerte Marah.

Marc und Harry grinsten sich nur bedeutungsvoll an und ließen sich dann von Jeff überreden mitzukicken.

Harry schüttelte Marc, Marah und Liz ab und zog sich ein T-Shirt an, denn er hatte keine Lust von jedem auf sein Tattoo angesprochen zu werden. Auch Marc stand auf und so wurden zwei Mannschaften gebildet.

Harry hatte das Pech mit drei Mädchen zusammen zu spielen, denn diese waren mehr als schlecht in diesem Spiel.

Harry hatte an Fußball durchaus seinen Spaß gefunden, vor allem nach der Europameisterschaft, die diesen Sommer über stattgefunden hatte und deren Spiele Harry, Marc, Jeff, Jason und Jay sich alle angesehen hatten.

Und da Harry schon früher, als Kind, viel mit dem Ball, geheim natürlich, gespielt hatte, konnte er durchaus gut mit dem Spiel umgehen. An den Wochenenden, an denen es kein Volleyballturnier gab, fanden manchmal auch Fußballturniere statt, bei denen Harry erfolgreicher war.

Aber nun musste er praktisch alleine spielen, denn die Mädels konnten noch nicht einmal einen Ball davon abhalten ins Tor zu fliegen!

"Hey, das ist unfair! Jay, spiel´ doch auch mit, alleine habe ich keine Chance..", meckerte Harry auch schon los.

"Hey, was ist mit uns?", regte sich Kate beleidigt auf.

"Also ehrlich! Wenn ihr wenigstens den Ball halten könntet, bevor er ins Tor fliegt, wäre ich schon mehr als zufrieden, aber das tut ihr ja nicht...", verteidigte sich Harry.

"Sorry, aber irgendwer muss eueren mitleiderregenden Versuch ja für die Nachwelt aufzeichnen..", entschuldigte sich Jay fies grinsend.

Harry murmelte irgendetwas von Malfoy Senior und versuchte dann seinen Mitspielerinnen ihre Aufgaben klar zu machen.

Dann begann das Spiel und die drei Mädchen schafften es tatsächlich zu dritt das Tor zu verteidigen, das mit zwei Stöcken gekennzeichnet war.

Allerdings war Harry dann auf sich allein gestellt und musste den Ball gegen Marc und Jeff verteidigen, was ihm oftmals nicht gelang, denn die beiden waren echt gut.

Aber die beiden Mädchen in ihrer Mannschaft waren nur zu zweit um das Tor zu verteidigen und daher hatte Harry wenig Mühe den Ball an beiden vorbei ins Tor zu katapultieren.

Schlussendlich gewann Harry mit seinen drei Mädels 5:4.

Er grinste Marc und Jeff an, die ihn beide verstört anstarrten.

Kate, Ash und Lesley waren unheimlich stolz auf sich und schmissen sich nun verschwitzt ins kühle Wasser.

Sie spritzten ihr Freunde und Freundinnen an und wollten die darauffolgenden Konsequenzen wohl auch provozieren.

Harry, Jeff und Marc sprachen sich kurz ab, da sie ja in der Unterzahl waren.

Harry sah sich verstohlen um und registrierte erleichtert, dass keine Fremden in der Nähe waren.

So nickte er seinen Freunden zu und teleportierte mit Wasser hinter die Gruppe der Mädchen.

Da das Wasser die Geräusche dämpfte, bemerkten sie ihn nicht.

Ein teuflisches Lächeln umspielte seine Lippen, während er Ash von hinten packte und untertauchte.

Diese schrie hysterisch und ihre Freundinnen drehten sich alarmiert um.

Diesen Augenblick nutzten Marc und Jeff und stürzten sich ebenfalls ins Wasser.

Nun begann eine schweißtreibende Wasserschlacht.

Ash hatte sich Huckepack an Harrys Rücken geklammert, während Leah ihn von vorne umklammerte. Doch auch zu zweit schafften sie es nicht den Schwarzhaarigen unter Wasser zu tauchen.

Auch Marc und Jeff hatten so ihre Probleme.

Während Kate und Lesley Marc umzingelten, kümmerte sich Julia um Jeff, der prustend herumtorkelte, als sie ihn kitzelte.

Alle lachten ausgelassen, bis es schließlich dunkel wurde und Marah sie aufforderte nach draußen zu kommen.

Während sie sich abtrockneten, umzogen und ihre Sachen einpackten, filmte Jay immer noch.

"Was machen wir heute noch?", fragte Jay irgendwann.

"Wie wär´s mit einem Filmeabend?", schlug Marah vor.

Alle stimmten begeistert zu und nun schien sich Marah Sorgen zu machen, wie sie alle in ihrem Wohnzimmer unterbringen konnte.

"Und was schauen wir an?", fragte Jeff in die Runde.

"Ich habe Herr der Ringe noch nicht gesehen, aber Marc hat die DVDs alle.", meinte Marah freudig.

Marc und Harry nickten synchron und stimmten begeistert zu.

"Was ist denn in euch gefahren?", wollte Ash erstaunt wissen.

"Haben wir das nie erzählt?", fragte Marc verdutzt.

"Ähm, nein?", sagten alle unsicher.

Harry grinste und ließ Marc erzählen.

"Also, in den Ferien, wo wir uns kennen gelernt haben.. Wir haben uns in einem Kino alle drei Filme hintereinander angesehen.. und danach L.A.s Discos unsicher gemacht. Hmm, ich denke schlussendlich waren wir ziemlich besoffen.", grinste Marc und stieß Harry in die Seite, "Sag mal, wie haben wir überhaupt zurückgefunden?", Marc runzelte überlegend die Stirn.

"Zufall wahrscheinlich.", steuerte Harry bei und sah Marc an.

"Ach ja? Interessant..", murmelte Marah abwesend.

Sie packten zusammen und stiegen in die Autos.

Das Bild wurde Schwarz...

"Hey cool! Wir müssen unbedingt mal zusammen kicken..", sagte Dean begeistert zu Harry, der abwesend nickte.

"Theoretisch könnten die drei Torwärterinnen auch mitmachen..", sagte Harry dann noch.

"Nun ja, kein richtiger Vorteil, oder?", meinte Dean skeptisch.

"Ich hab´ sie ewig nicht mehr gesehen..", nuschelte Harry leise.

Seam sah ihn forschend an.

"Dann besuche sie doch mal..", schlug Nev ihm mental vor.

Harry nickte und fragte Neville "Kommst du mit?".

"Wenn du das willst.."

Harry nickte und stand auf.

Neville tat es ihm gleich und stellte sich zu ihm.

"Was tut ihr?", fragte Ron verwirrt.

Harry teleportierte nach Glasgow vor Jeffs Haus.

Er klingelte und Jeff machte auf.

Als er Harry erkannte umarmte er ihn herzlich und wollte ihn gar nicht mehr loslassen.

"Wir haben so gehofft, dass du wieder auftauchst.. Wir wollen dich nicht auch noch verlieren!", nuschelte Jeff Harry ins Ohr.

Harry drückte seinen Freund ein wenig von sich und sah in die traurigen, blauen Augen.

"Tut mir Leid.", sagte Harry und meinte es wirklich ernst.

Neville zupfte Harry auffordernd am Umhang und sagte mental er solle ihn wieder zurückteleportieren.

Harry tat das unbewusst und ließ sich von Jeff ins Haus ziehen.

Jeff telefonierte ein wenig herum und eine halbe Stunde später waren alle versammelt.

Julia, Ashley, Kate, Lesley, Leah, Jason, Kenneth, Tim, Zack, Judith, Jeff und Harry saßen zusammen in Jeffs Zimmer.

Harry, der mit Vorwürfen und Schweigen gerechnet hatte, war sehr überrascht, als ihn alle freundschaftlich umarmten und ihm für sein Kommen dankten.

Auch herrschte keine unangenehme Stimmung, sondern eher ein verständnisvolles Schweigen.

Irgendwie hatten alle ihre kindliche Naivität abgelegt, was ihnen auch nicht zu verdenken war.

"Geht es Lissy gut?", fragte Leah irgendwann.

Harry sah sie beruhigend an.

"Ja, ihr geht es gut.. Sie findet täglich neue Leute die mit ihr Ice Age anschauen..", erzählte Harry und lächelte sogar leicht.

Es fiel ihm leichter zu lächeln, wenn er mit Menschen zusammen waren, die nicht so viel von ihm wussten. Die ihn nicht als Harry Potter, den Helden, sahen.

Sie alle wussten, dass er ein Zauberer war und sie wussten auch von Voldemort und dem Krieg. Aber sie wussten nichts über seine Kindheit, über seine Abenteuer. Okay, dass seine Eltern von Voldemort umgebracht worden waren wussten sie schon, aber von dem Rest wussten sie nichts Genaues.

Eigentlich hatte er nur mit Marc über alles gesprochen.

Ihm hatte er all seine Ängste und Gefühle mitgeteilt.

Auch mit Marah und Jacob hatte er geredet, viel geredet, aber eben nicht über alles.

Es war gut mit jemandem zu sprechen, der neutral war, der ihn sah und seine Probleme. Der nicht zu Dumbledore loyal war und sofort zu ihm rennen würde. Jemand der wirklich versuchte ihm zu helfen und nicht nur so tat..

Wehmütig schob Harry seine Gedanken beiseite.

"Marc hatte ein Amulett von dir, nicht? Damit konnte er dich rufen..", sagte Ash dann.

Harry sah sie an und nickte zögernd.

"Kann ich auch so eins haben? Ich meine ich möchte dich nicht als Freund verlieren..", erklärte Ash ihre Bitte.

Harry dachte nach.

Es würde ihn sehr beruhigen, wenn er wüsste wie es ihnen ging, ob es ihnen gut ging.

"Ich würde das sogar begrüßen. Dann könnt ihr mich rufen wenn ihr in Gefahr seid..", sagte Harry in die Runde.

Die anderen stimmten erleichtert zu und Harry schlug ein Tattoo vor, wie bei Michael und co.

Begeistert planten die 12 Jugendlichen einen Ausflug in die Stadt.

Sie verabredeten sich für Freitagnachmittag und dann löste sich die kleine Gesellschaft wieder auf.

Harry teleportierte wieder zurück in den Schlafsaal, wo die anderen immer noch saßen.

Harry grüßte kurz und verkleinerte seinen Koffer um ihn anschließend in die Hosentasche zu stecken und auf die Tür zuzugehen.

"Wo willst du hin?", fragte Hermine besorgt.

"Schlafen.", antwortete Harry gleichgültig.

"Wohin?", fragte Hermine weiter.

"Damit ihr eure Treffen dann da durchführt? Ohne mich..", erklärte Harry und verschwand.

"Irgendwie hat er ja Recht.", seufzte Hermine bedrückt.

"Ich möchte eigentlich auch schlafen.", bemerkte Neville.

"Ich auch.", fügte Seam hinzu.

"Was ist denn mit euch los?", fragten Dean und Parvati unisono und perplex.

"Ein paar Erkenntnisse, die nicht leicht zu verkraften sind, machen nun mal müde..", sagte Seam und Nev nickte zustimmend.

"Was hat er euch erzählt?", fragte Pansy neugierig.

"Das er in den nächsten Monaten wahrscheinlich sterben wird, warum? Keine Ahnung.", meinte Nev gleichgültig.

"Oh ja, und noch was viel wichtigeres.. Endlich passt alles zusammen.", nuschelte Seam in seinen nicht vorhandenen Bart.

"Was passt alles zusammen?", fragten die anderen verwirrt.

"Sorry, ich habe versprochen nichts zu sagen.", wimmelte Seamus sie ab.

Nev sah ihn fragend an und Seamus nickte ihm zu.

Die Slys begaben sich in ihre eigenen Quartiere.

Draco war kaum in seinem Zimmer, als ihm auch schon wieder die Tränen überwältigten.

Wie war er nur so schwach geworden?

Und warum kümmerte es Harry nicht, dass er bald sterben würde?

Warum war er so gleichgültig?

Wieso so kalt, warum zeigte er keine Gefühle, warum lächelte er nicht mehr?

Er wollte ihn doch nur glücklich sehen!

Er wollte, dass er lächelte, dass seine Augen funkelten.

Wollte, dass Harry ihn liebte, ihn küsste und ihn berührte.

Warum konnte es nicht einfach so sein?

Wieso musste er so leiden, warum nur hasste er ihn?

"Warum hasst du mich so, Harry? Warum...", hauchte Draco in die stille Dunkelheit.

Weil ich ihm wehgetan habe.., beantwortete er sich die Frage selbst.

Weil ich ihn gequält habe, ihn verletzt habe, ihn beleidigt habe..., monoton klang seine innere Stimme..

(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)

Am nächsten Morgen trafen sich alle wieder beim Frühstück.

Harry und Neville saßen schon da und aßen.

Kurz vor Ende des Essens stand Dumbledore auf und in der Halle wurde es still.

"Nun, es freut mich Ihnen mitteilen zu können, dass es einen Frühlingsball geben wird. Er wird Ende April stattfinden. Ab der dritten Klasse kann jeder teilnehmen. Und es besteht Anwesenheitspflicht.. ich hoffe der Ball wird Ihre Sorgen für kurze Zeit in den Hintergrund schieben.. Sie sollten nicht vergessen, dass es auch in Zeiten des Krieges und der Dunkelheit Licht und Fröhlichkeit gibt!", endete Dumbledore seine kleine Ansprache.

Sofort brach unter den Mädchen ein Kichern und Tuscheln aus, während einige der Jungs nicht sehr glücklich wirkten.

Harry fragte sich ehrlich wie Albus nur so locker sein konnte.

Wahrscheinlich fühlte er sich durch die Silbergrauen sicher, er musste sich nicht mehr um den Krieg kümmern.. das taten ja die mysteriösen Krieger..

Innerlich schnaubte Harry abfällig.

"So ein Mist! Musste das unbedingt sein?", maulte Ron neben ihm.

Harry sah ihn kurz mitfühlend an und widmete sich dann wieder seinem Kaffee.

"Wen wirst du fragen?", wollte Ron neugierig von ihm wissen.

"Weiß´ ich noch nicht, ist doch auch egal! Ich habe wichtigeres zu bewältigen..", erwiderte Harry und stand auf.

Neville folgte ihm zum Slytherintisch.

Harry wartete geduldig bis sich die Vier erhoben hatten und zu ihnen kamen.

Doch kurz bevor sie losgingen, hielt sie eine Stimme auf.

"Harry! Harry, warte..", Tracy kam im Eiltempo auf ihn zugehetzt.

Außer Atem blieb sie vor ihm stehen.

Harry zog fragend eine Augenbraue hoch und sah sie auffordernd an.

"Ich hab´ mit ihm gesprochen.. Er sagte er hätte nichts dagegen, dass ich beitrete, er war sogar ganz begeistert. Er sagte außerdem ich müsse den Rest mit dir besprechen..", redete sie dann ganz plötzlich los.

"Gut. Hast du Sonntagabend Zeit?", fragte Harry direkt.

"Ja klar.", antwortete Tracy perplex.

"Gut, gebe den Termin an Detlev weiter.. Er weiß wie die Aufnahme abläuft, er wird es dir erklären. Wir sehen uns.", erklärte Harry, schritt dann auf die Tür zu und verschwand.

Tracy sah glücklich in die Runde und setzte sich wieder an den Tisch.

Verwirrt folgten Neville und die Slys Harry in den Unterricht.

Die Woche verging schnell und am Freitagnachmittag machte sich Harry auf den Weg nach Glasgow.

Bald hatten sich die Zwölf allesamt eingefunden.

Zusammen liefen sie in die Stadt und suchten ein kleines Tattoo-Studio auf.

Harry war bis jetzt der einzige, der schon Tattoos hatte und daher musste er die anderen darauf vorbereiten.

"Nun, es tut schon weh, aber es ist zu ertragen.. Außerdem macht das Ergebnis die Schmerzen allemal wett."

Verunsichert nickten die Mädchen, während die Jungs die Helden mimten und sich nichts anmerken ließen.

Einstimmig entschieden sie sich für ein Motiv.

Es war nicht besonders groß, aber dennoch nicht zu übersehen.

An der Hand, wo der Daumen in den Ballen überging würden sie sich alle dasselbe Motiv stechen lassen.

Zack war der erste, der sich den zierlichen Eisvogel auf die Hand tattowieren ließ.

Es war ein silber-blauer Eisvogel. Die Konturen der Federn waren gut zu sehen und die Augen des wunderschönen Vogels waren meerblau.

So tiefblau wie Marcs Augen es gewesen waren.

Harry würde es wohl immer an seinen Marc erinnern, das wollte er auch..

Nacheinander bekamen alle das Tattoo auf die Hand, Harry war der Letzte.

Allerdings ließ er sich auch noch ein zweites Tattoo stechen.

Auch er bekam den Vogel auf den Handballen der linken Hand, aber auf seinen rechten Fußknöchel ließ er sich auch ein Tattoo stechen.

Es war ein Auge. Die Konturen tiefschwarz und die langen, dichten Wimpern schön gebogen.

Die Iris war rot.

Blutrot.

Wie Toms Augen.

Ihm gefiel diese Farbe, keine Frage.

Er wollte, dass er sich immer an den Menschen in Voldemort erinnerte.

Er kannte ihn als Mensch, nicht nur als Monster.

Würde Tom sich nicht selbst belügen, wäre er wohl ein sehr netter, attraktiver Mann.

Würde er seine Gefühle nicht verachten und seine Verlangen ausleben, wäre er ein ganz anderer Mensch.

Warum nur war Tom zu dem geworden, was er jetzt war?

Wieso zwang er Harry dazu ihn zu vernichten?

Nachdem alle das Tattoo hatten, machten sie noch einen kleinen Stadtbummel, bevor sie sich ins Starlight´ verzogen, dem angesagtesten Club Glasgows.

Es wurde immer später und sie immer betrunkener.

Nach und nach verabschiedeten sich Harrys Freunde, bis zum Schluss nur noch Harry und Leah da waren.

Wäre Harry nicht so besoffen gewesen, hätte er die Nacht wohl niemals mit Leah verbracht. Doch als ihm am nächsten Morgen die Erkenntnis traf, konnte er die Nacht nicht mehr ungeschehen machen.

Seufzend schälte er sich aus der Bettdecke und versuchte Leah nicht zu wecken.

Er zog sich leise an und teleportierte ins Hauptquartier.

(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)

Der ganze März verging schnell und bei Harry stellte sich die morgendliche Übelkeit ein. Er musste nun jeden Morgen einen Trank nehmen, damit seine Übelkeit keine Aufmerksamkeit hervorrufen konnte.

Am letzten Donnerstag im März saß Harry am Frühstückstisch und unterhielt sich locker mit Seamus, der neben ihm saß.

Als die Posteulen kamen, erblickte Harry sofort Hedwig, die einen Brief trug.

Neugierig nahm er den Muggelumschlag an sich und öffnete den Brief.

Während er an seiner Kaffeetasse nippte, las er das Geschriebene.

Weißt du noch?

Freitag, Tattoos, Club, Alkohol, Du, Ich?

Ich bin schwanger.

Leah

Harry prustete den Kaffee, den er im Mund hatte quer über den Tisch und starrte fassungslos auf das Papier.

Seine Freunde sahen ihn irritiert und verwundert an.

Doch bevor irgendjemand den Text lesen konnte, faltete Harry den Zettel zusammen und sah zu Albus auf.

Albus hatte das Geschehen interessiert mitangesehen.

Er wusste, dass Harry ihn bitten würde ihm den Tag frei zu geben, denn seiner Reaktion nach musste der Brief etwas sehr wichtiges enthalten.

Geschlagen nickte er seinem Schüler zu und der nickte dankbar zurück.

Harry beschwor sich Stift und Papier und schrieb einen kurzen Brief.

Ich hole dich so schnell wie möglich in der Schule ab. Harry

Dann teleportierte er das Papier zu Leah und stand auf um sich umzuziehen, denn in der Muggelwelt konnte er schlecht mit Robe und Umhang auftauchen.

"Hey, Harry! Was ist los?", fragten Seamus und Neville gleichzeitig.

"Heute Abend..", antwortete Harry zerstreut und lief schnell hoch in seinen Schlafsaal.

Er zog sich schwarze Jeans und ein hellgrünes Hemd an.

Seine übliche Ausrüstung trug er eh schon am Körper und so teleportierte er nach Glasgow.

Er fuhr mit Jacobs Wagen zu dem Gymnasium, in das Leah ging.

Aus ihrer Clique war sie die einzige, die auf diese Schule ging.

Harry schritt durch die leeren Gänge, denn gerade lief die zweite Unterrichtsstunde.

Er betrat das Sekretariat und trat charmant lächelnd auf das junge Mädchen zu, das wohl die Sekretärin war.

Bewundernd ließ sie ihren Blick über seinen Körper gleiten und fragte dann "Guten Tag, was kann ich für Sie tun?".

"Ich möchte Leah De Marquez abholen. Es ist ein unaufschiebbarer Termin.", erklärte Harry.

"Haben Sie eine Entschuldigung ihrer Eltern dabei? Oder ein ärztliches Attest?"

Harry steckte seine rechte Hand in seine Jackentasche und beschwor schnell ein Formular herauf.

Er übergab es der Sekretärin, die das Attest misstrauisch begutachtete, dann aber zufrieden nickte.

Sie holte einen Ordner mit der Aufschrift 9. Klasse´ aus einem Schrank und blätterte darin herum. Schließlich fand sie Leahs Stundenplan und erklärte ihm den Weg zu ihrem Klassenzimmer.

Harry bedankte sich und machte sich dann auf den Weg.

Da die zweite Stunde, nach der Pause war, bald zu ende war, wartete er vor dem Klassenzimmer.

Leah saß im Mathematikunterricht und war mit ihren Gedanken bei ihrer ausbleibenden Regel. Sie war in dieser Klasse eine richtige Außenseiterin.

Obwohl sie sehr gut aussah und eigentlich immer nett war, mieden sie die anderen Schüler. Sie war vor zwei Jahren in diese Klasse gekommen und hatte nie Freunde gefunden, sie hatte es gar nicht erst versucht.

Hier gab es nur zickige Mädchen, die sich viel zu aufreizend anzogen.

Die Jungen waren noch zu ertragen, allerdings ließen sie sich viel zu oft von den knappen Tops und Röcken ablenken.

Die meisten Mädchen allerdings waren nur darauf aus die Jungs bloßzustellen, für sie gab es hier einfach keine gutaussehenden Jungen.

Leah wurde für prüde und brav gehalten, nur weil sie sich nicht so knapp kleidete wie die anderen Mädchen.

Daher wurde sie nun mit komischen Blicken bombardiert, denn wie auch immer war durchgesickert, dass sie schwanger war.

Na, wer hat dich denn gefickt?, das war auf einem Zettel gestanden, der sie gerade erreicht hatte.

Sie schüttelte nur den Kopf und fragte sich ob überhaupt ein Mädchen dieser Klasse jemals mit einem Jungen geschlafen hatte.

So wie die sich benahmen konnte man das bezweifeln.

Die ganze letzte Woche hatte sie sich solche Sprüche anhören müssen und langsam nervte sie es gewaltig.

Sie fragten, welcher pickelige Milchbubi der Vater wäre und ob sie ihn jemals wieder sehen würde.

Da erst hatte sie sich getraut Harry zu schreiben.

Dabei war sie noch nicht einmal sicher ob er der Vater war.

Denn sie hatte zwei Tage vor der Nacht mit Harry mit ihrem Freund Schluss gemacht.. und so könnte auch dieser der Vater sein.

Obwohl Leah es lieber wäre, wenn es Harry wäre.

Sie war erleichtert gewesen, als sie Harrys Nachricht an diesem Morgen erreicht hatte.

Sie hoffte er würde bald auftauchen, denn sie wollte so schnell wie möglich von dieser sensationsgeilen Meute weg.

Zum Glück schellte jetzt die Glocke zur Pause und seufzend packte sie ihre Sachen zusammen.

Sie trat aus dem Klassenzimmer und sah sofort Harry, der an der Wand gegenüber lehnte und sie lächelnd ansah.

Mit Genugtuung bemerkte Leah die Blicke ihrer Mitschülerinnen, die Harry bewundernd anstarrten. Nun, er sah ja auch ungemein attraktiv aus.

Lange, schlanke Beine, die in engen, schwarzen Jeans steckten und ein hellgrünes Hemd, unter dem man die gut ausgeprägten Muskeln sehen konnte. Die ebenholzschwarzen Haare und die smaragdgrünen Augen. Die gebräunte Haut und die vollen Lippen..

Leah ließ ihre Tasche fallen und stürmte auf ihn zu.

Sie umarmten sich fest.

"Können wir hier weg?", fragte Leah ihn dann.

"Ja."

"Wie hast du das geschafft?"

"Ein bisschen Geflirte mit der Sekretärin und alles geht von selbst..", erklärte Harry grinsend.

Sie hieb ihm spielerisch auf den Arm und hob ihre Tasche wieder auf.

Zusammen gingen sie durch die Schülermengen, hinaus zum Parkplatz.

Die Mädchen aus Leahs Klasse sahen ihnen perplex hinterher.

Als Mariah Leah ansprechen wollte, fuhr diese ihr über den Mund.

"Wohl doch nicht der Milchbubi, den du dir vorgestellt hast?", fragte sie spitz.

"Tatsächlich hätte ich nicht gedacht, dass so ein heißer Kerl sich mit dir abgeben würde!", provozierte Mariah.

"Ach, und warum sollte ich mich nicht mit ihr abgeben? Sie zieht sich jedenfalls nicht so an wie die nächste Nutte vom Hauptbahnhof. Ich frage mich was du damit bezweckst.. Willst du ernsthaft von jedem Drecksack angemacht werden, oder was?", wandte sich Harry gelassen an das Mädchen, das tatsächlich mehr wie eine Hure aussah, als ein Mädchen vom Gymnasium.

Sie starrte ihn fassungslos an.

Ein paar der Umstehenden kicherten verhalten.

"Ach, und du hast nichts besseres zu tun, als die nächstbeste Jungfrau zu schwängern, oder was?", fragte sie dann herablassend zurück.

"Ich bin schon seit drei Jahren keine Jungfrau mehr.", mischte sich Leah wieder ein.

Mariah sah sie fragend an, doch keine Lüge stand in Leahs Augen.

"Wirklich? Hätte ich nie gedacht..", meinte Mariah ehrlich erstaunt.

Leah schüttelte nur den Kopf und nickte Harry zu.

Sie gingen weiter zu dem silberblauen BMW.

Leah ließ sich auf dem Beifahrersitz nieder, während Harry schon den Motor startete und schnell an Mariah und ihren Freundinnen vorbeifuhr.

"Also?", fing Harry an.

"Ich war seit drei Wochen überfällig und war beim Arzt. Schwanger! Es kann aber auch von Alexander sein, meinem Ex..", erklärte Leah verzweifelt.

"Wir können das herausfinden, wenn du willst..", meinte Harry.

"Wie soll denn das gehen?", rief sie.

"In der Zaubererwelt geht das schon. Wenn du nicht in das große Krankenhaus willst, dann können wir auch zu einer befreundeten Heilerin..", sagte Harry beruhigend.

Leah nickte entschlossen.

Harry fuhr zum leerstehenden Paxtonhaus und zusammen stiegen sie die Treppe zu Marcs altem Zimmer hoch.

Harry trat in den Raum und verdrängte alle Erinnerungen, die ihn sofort überkamen.

Dann schickte er Beate über das Tattoo eine Nachricht und fünf Minuten später apparierte sie direkt vor der Tür.

Leah schrie überrascht auf, beruhigte sich aber schnell wieder.

"So. Wie kann ich helfen?", fragte Beate, nachdem sie Harry zur Begrüßung umarmt hatte.

"Leah -", er zeigte auf das blonde Mädchen, "ist schwanger. Wir wissen aber nicht ob das Kind von mir oder ihrem Exfreund ist.. Kannst du das herausfinden?".

Beate sah ihn tadelnd an, wandte sich dann aber lächelnd zu der ängstlichen Blonden.

"Keine Angst, es wird nicht wehtun. Ich werde nur ein DNA-Bild anfertigen und es dann mit Harrys Werten vergleichen und auswerten. Das Ergebnis bekommt ihr spätestens übermorgen, ja?", redete sie beruhigend auf Leah ein.

Harry und Leah nickten und Leah legte sich aufs Bett, wo Beate ihren Bauch frei machte.

Sie fuhr mit dem Zauberstab über den Bauch und murmelte verschiedene Formeln.

Fünf Minuten später hielt sie zwei Blätter mit Tabellen und Werten in der Hand.

Dann verabschiedete sich Beate von den Beiden und verschwand wieder.

Leah sah ängstlich zu Harry.

Harry lächelte sie an und setzte sich dann zu ihr.

Seufzend lehnte sie sich an ihn.

Harry spürte ihre Angst und er strich ihr liebevoll über den Kopf.

"Leah, selbst wenn das Kind nicht von mir ist, kannst du trotzdem auf mich zählen, ja? Egal was wird, ich bin für dich da.."

Sie schluchzte dankbar auf und kuschelte sich an ihn.

"Danke, Harry. Ich wünschte du wärst der Vater.."

Harry lächelte leicht, obwohl in seinem Inneren ein Chaos herrschte.

"Was ist mit deinen Eltern?", fragte Harry irgendwann.

"Du weißt doch. Ich wohne mit Julia, Lesley und Judith in einer WG. Ich habe meine Eltern lange nicht mehr gesehen und wir haben kein gutes Verhältnis. Sie zahlen mir monatlich 400 Pfund, das ist unsere einzige Verbindung.. Ich kann kaum mit ihrer Unterstützung rechnen!", Leah lachte hohl auf.

"Hhmm.", ließ Harry nachdenklich verlauten.

"Vielleicht sollte ich abtreiben..", überlegte Leah weiter.

"Willst du das wirklich?", wollte Harry wissen.

"Wenn es Alex´ Kind ist, schon..", ihre Stimme klang jedoch nicht so sicher.

"Hör´ zu.. Vergiss nie, dass du gute Freunde hast! Wir alle werden dir helfen, ja? Wenn du Geld oder eine Wohnung brauchst, kannst du immer bei mir antanzen. Doch auch wenn du Trost, Unterstützung, Rat und ähnliches brauchst, kannst du sowohl mit mir als auch mit den anderen rechnen!"

Leah nickte ernst.

"Ich weiß ja.. Nur, es wird sich alles verändern. Eigentlich wollte ich studieren, Karriere machen.."

"Das kannst du immer noch tun."

"Aber wie denn, Harry? Ein Kind!", rief Leah aufgebracht.

"Solange wir zusammen halten, gibt es immer eine Lösung!", sagte Harry heftig.

"Aber wirst du auch noch zu mir halten, wenn es Alex´ Kind ist? Ist es dir denn dann nicht egal?"

Harry richtete sich auf und sah in Leahs blaugraue Augen.

"Selbst wenn das Kind nicht von mir ist, werde ich trotzdem immer für euch da sein! Ich liebe Liz doch auch, auch wenn sie nur die Tochter von Jay und Marah ist.. Habe ich sie im Stich gelassen?"

"Nein, nein! Hast du nicht, tut mir Leid..", nuschelte Leah beschämt.

"Okay, ich fahre dich jetzt nach Hause und komme mit den Ergebnissen wieder, ja?", schlug Harry vor.

Leah stimmte zu und so brachte Harry Leah nach Hause und verabschiedete sich mit einem leichten Kuss von ihr. Zwar waren sie nicht zusammen und würden es wohl nie sein, doch trotzdem hatten sie von nun an ein eine sehr enge Verbindung.

Harry stellte den Wagen in der Garage des ehemaligen Paxtonhauses ab und teleportierte dann zurück nach Hogwarts.

° - break - °

To Be Cntinued

Dat war´s ma wida von mir!

Ihr kennt ja meine meinung zu kommis, oda?

bye,

Lord Slash

3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3