Der Schattenprinz
Autor: Lord Slash
Chapter: 15?
Disclaimer: Alles was ihr aus den Potterbüchern wiedererkennt, gehört Joanne K. Rowling, Bloomsbury, Carlsen Verlag, Warner Brothers und diversen Anderen. Abgesehen davon gehört mir der Plot und die neuen Charaktere! Wenn irgendjemand den Drang verspürt, Ideen aus meiner Story zu übernehmen, würde es mich freuen, wenn ihr mich um Erlaubnis fragt. Weiterhin kann ich euch versichern, dass ich Nichts absichtlich aus anderen Story geklaut habe. Wenn jemand etwas aus seiner FF wiedererkennen sollte, tut es mir Leid, aber Ähnlichkeiten sind nicht von mir beabsichtigt.
Rating: R, NC-17
Genre: Dark, Drama, Tragedy, Avtion/Adventure, Romance
Warning: evtl. DarkHarry, OOC, Slash, Lemon, Lime (Wer detaillierte Sex-Szenen nicht mag, sollte besser verschwinden!)
Pairing: Bei den Pairings bin ich mir noch nicht sicher, jedoch wird es euch nicht an Liebesszenen mangeln...
Da es schon nach dem Abendessen war, materialisierte sich Harry in der Küche, denn er hatte großen Hunger.
Sofort wurde er von den eifrigen Elfen bedient und dankbar aß er.
Anschließend teleportierte er in den Schlafsaal.
Es wunderte ihn nicht einmal mehr, dass die übliche Gesellschaft versammelt war.
"Also, was war los?", fragte Seamus und wurde von einem bekräftigend nickendem Neville unterstützt.
Harry übergab den beiden den Brief von Leah.
Nachdem sie ihn gelesen hatten, nahm Harry ihn wieder an sich.
Seamus und Neville starrten ihn fassungslos an.
"Stimmt das?", quetschte Neville schließlich heraus.
"Ja.", erklärte Harry dumpf, "Verdammte Scheiße! Wo hatte ich bloß mein Hirn? Habe ich überhaupt eines? Wahrscheinlich nicht..", rief Harry dann heftig und ließ sich auf einen Sessel fallen.
"Was ist denn?", fragte Hermine vorsichtig, die anderen hatten beschlossen ruhig zu sein und zu zuhören.
"Nichts! Gar nichts ist los!", erklärte Harry schneidend.
"Klar!", meinte Hermine sarkastisch und drehte sich beleidigt weg.
Seamus starrte immer noch Harry an, der davon ganz nervös wurde.
"Seam, hör auf so zu schauen!", wies Harry ihn sofort zurecht.
"Sorry.", nuschelte dieser.
"Was machst du jetzt?", wollte Neville wissen.
"Keine Ahnung..", seufzte Harry und vergrub das Gesicht in seinen Händen.
"Aber irgendwas musst du doch tun.", mischte sich Seamus ein.
"Ach nee. Was würdest du denn an meiner Stelle tun?", fragte Harry provozierend.
"Weiß nich..", murmelte Seamus kleinlaut und Harry schnaubte nur.
Neville hatte den Kopf schiefgelegt und schien zu überlegen.
"Ist sie wenigstens hübsch?", fragte Seamus dann schelmisch.
Harry und Neville stöhnten synchron auf.
"Ich gehe Liz abholen..", meinte Harry und verschwand in einem Wirbelsturm.
"Was ist passiert?", fragten die anderen sofort Seamus und Neville.
Doch die beiden schwiegen sich aus.
Harry war direkt zu Minerva teleportiert, die noch immer in ihrem Büro saß und Hausaufgaben korrigierte.
"Guten Abend, Harry. Wo warst du denn heute?", fragte sie freundlich.
"Albus hatte mir wegen einer wichtigen Sache freigegeben. Ich wollte dich etwas fragen.. Darf ich auf den Ball auch jemanden mitbringen, der hier nicht Schüler ist?", fragte er geradeheraus.
Überrascht schien sie zu überlegen.
"Wie willst du sie denn hierher bringen?"
"Teleportation.", erklärte Harry schlicht.
"Nun, ich denke schon, dass das möglich ist. Aber ich werde noch einmal mit Albus sprechen und gebe dir dann morgen Bescheid, ja?"
Harry bedankte sich bei ihr und begab sich dann ins Hauptquartier, wo er auch die Nacht verbrachte.
(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)
Harry wich den Fragen seiner Freunde aus, vor allem denen von Seamus und Neville. Zum Glück hielten sie dicht und keiner hatte auch nur eine annähernd richtige Vermutung.
Am Samstag dann erhielt er von Beate das Ergebnis und war irgendwie erleichtert, dass das Kind tatsächlich von Alex war und nicht von ihm.
Was hätte er auch mit zwei Kindern getan, bald drei.
Eigentlich war ihm Liz ja schon zu viel.
Er teleportierte zu Leah um ihr das Ganze schonend beizubringen.
Sie war wirklich verzweifelt, doch zusammen mit Lesley, Judith und Julia schaffte es Harry sie wieder aufzubauen.
Abends saßen Harry und Leah allein auf ihrem Bett und redeten über alles und jeden.
"Hast du Lust mit mir zu einem Frühjahrsball zu gehen?", fragte Harry irgendwann.
Ihre Augen leuchteten begeistert auf und schnell stimmte sie zu.
Harry grinste in sich hinein.
Er hatte ihre Reaktion schon vorausgeahnt..
"Aber dann brauche ich ja ein neues Kleid! So viel Geld habe ich aber nicht..", fiel ihr dann plötzlich auf und ihr Gesicht verdunkelte sich wieder.
"Deshalb machen wir zwei am Montag einen schönen Stadtbummel.", erklärte Harry und schlagartig hatte sie ihre gute Laune wieder.
"Ich liebe dich einfach!", rief sie enthusiastisch aus und umarmte ihn stürmisch.
Harry hielt sie fest und freute sich, dass sie nicht mehr so verzweifelt war.
"Bleibst du heute Nacht hier?", bat Leah ihn schließlich.
"Wenn du das willst, sicher. Aber ich muss dann noch kurz weg um das mit Lissy zu regeln..", erklärte er und teleportierte zu Liz ins Hauptquartier und veranlasste alles weitere.
Obwohl an diesem Tag ein Angriff stattfinden würde, beschloss Harry seine Schatten alleine zu lassen. Sie würden das schon alleine schaffen.
Zufrieden reiste er zu Leah zurück.
Zusammen mit Julia, Judith und Lesley aßen sie zu Abend.
Danach sahen sie sich noch einen Film an und legten sich dann ins Bett.
Harry umarmte Leah liebevoll und bald schliefen sie ein.
Am nächsten Morgen wurde Harry von einem sanften Kuss geweckt.
Er schlug die Augen auf und sah Leah an, die ihn anlächelte.
(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)
Die Tage und Wochen vergingen und Harry schlief nun des öfteren bei Leah, die seine Nähe sehr schätzte. Allerdings lief zwischen ihnen nicht mehr als ein paar leichte Küsse, womit beide zufrieden waren.
In Hogwarts war die Vorfreude auf den Ball ausgebrochen und alle wollten wissen, mit wem denn Harry hinging.
Dieser jedoch schwieg sich in dieser Angelegenheit aus, auch gegenüber Nev und Seam.
So kam der Tag des Balles und die Mädchen summten geschäftig vor sich hin.
Harry war genervt zu Leah teleportiert, die sich aber nicht sehr viel anders benahm als Herm, Ginny, Lav und Parvati.
Genervt gesellte er sich zu den amüsierten Freundinnen Leahs.
"Schade, dass wir nicht mitkönnen..", seufzte Lesley wehmütig.
"Tut mir ja auch Leid, aber ich habe schon darum kämpfen müssen, dass Leah mitkann..", erklärte Harry bedauernd.
"Schon klar.", entgegnete Lesley.
"Wenn der Krieg vorbei ist, dann veranstalten wir halt alle zusammen einen Ball, dann könnt ihr auch kommen..", schlug Harry vor und verschwieg dabei, dass er den Krieg nicht überleben würde.
Der Ball in Hogwarts würde um 20.00 Uhr beginnen, aber wie zu erwarten brauchte Leah viel länger.
So gegen 21.00 Uhr tauchte sie dann endlich auf und Harry verschlug es regelrecht die Sprache..
In Hogwarts ging es in der großen Halle schon heiß her.
Viele Paare tanzten auf der Tanzfläche und auch die Lehrer schienen sich zu amüsieren.
Die kleine Gruppe, die sich immer im Schlafsaal der Gryffindorjungen traf, ruhte sich gerade aus und stand geschlossen an einem Ende des Buffets.
Nur Harry war noch nicht aufgetaucht, was sie alle beunruhigte.
Hermine war bei Ron untergehackt und Dean hatte Lavender eingeladen.
Neville war mit Ginny gekommen und Draco hatte Parvati als Partnerin.
Blaise war dann mit Helen gekommen und Seamus hatte Pansy aufgefordert.
So war die ganze Gruppe zusammen gekommen.
Dann plötzlich tauchte Harry auf, mit einem wunderschönen Mädchen an der Seite.
Sie war etwa einen halben Kopf kleiner als Harry.
Ihre sehr langen kupferblonden Haare waren kunstvoll hochgesteckt und mit Perlen versehen.
Ein paar Strähnen hingen ihr keck, aber edel in das zierliche Gesicht. Sie trug große, silberne Kreolenohrringe, die ihr Gesicht sanft blitzend einrahmten.
Ihre graublauen Augen wurden von einem dezentem Make-Up effektiv hervorgehoben. Auch ihre vollen, roséfarbenen Lippen waren zart geschminkt.
Sie trug ein hellgrün-silbernes Kleid, das ihr bis zu den Knien reichte.
Das Kleid betonte ihre weiblichen Kurven und hatte dünne, fast durchsichtige Spagettiträger. Eine silberne, zarte Kette mit einem Smaragdanhänger lag zierend um ihren Hals. Sie hatte lange, wohlgeformte Beine, die leicht gebräunt waren.
Sie trug sehr hohe Riemchen-Highheels, ohne diese sie wohl um einiges kleiner wäre.
Die umstehenden Mädchen bewunderten sie für den sicheren Gang, den sie trotz der hohen Schuhe an den Tag legte.
Harry trug schwarze Stoffhosen und schlichte, schwarze Schuhe.
Ein grünes Hemd mit schwarzen Verzierungen betonte seine muskulöse und schlanke Gestalt.
Außerdem hatte er ein richtiges Lächeln im Gesicht, wie sie es seit Marcs Tod nicht mehr gesehen hatten. Auch das Mädchen strahlte regelrecht.
"Hi! Das ist Leah.", stellte Harry das Mädchen seinen Freunden vor.
Seamus und Neville starrten ihr gleich interessiert auf den schlanken Bauch.
"Also, ich kann da ja noch nichts sehen..", meinte Seamus zu Neville.
Leah funkelte ihn böse an.
"Kannst du ja auch gar nicht. Ich bin schließlich erst im zweiten Monat!", fuhr sie ihn an.
Harry schlang seine Arme von hinten um sie und strich liebevoll über die leichte, kaum spürbare Wölbung des Bauches.
Seine Lippen waren ganz nah an ihrem Ohr und so flüsterte er ihr leise zu "Lass sie doch, meine Hübsche.. Sie suchen doch nur eine Ausrede um dich anstarren zu dürfen.".
Ein sanftes Rosa überzog ihre Wangen und schnell hauchte sie ihm einen Kuss auf die Lippen.
Nun endlich kamen die anderen dazu, sich vorzustellen.
Draco lächelte sie gezwungen an und verschwand dann mit Parvati auf die Tanzfläche.
Hermine sah immer wieder von Harry zu Leah und dann zu deren Bauch, während Ron es vorzog sie ungeniert anzustarren.
Dean und Blaise hatten sich ebenfalls für diese Lösung entschieden.
Lavender und Helen grinsten ihre Partner an.
Ginny hingegen hing mit ihren Lippen an Nevilles und nichts schien die beiden stören zu können.
Harry und Leah verzogen sich bald auf die Tanzfläche, wo sie auch die meiste Zeit blieben.
Leah und Harry wurden immer wieder verstohlen angestarrt und wieder entstanden Gerüchte.
Als die beiden einmal eine Pause einlegten, gesellten sie sich zu Tonks, Albus, Severus, Minerva, Mad-Eye, Kingsley, Filius und Remus, die die beiden freundlich anlächelten.
Anscheinend hatten diese schon die Neuigkeiten von Ron und Hermine erfahren, denn auch sie starrten auf Leahs Bauch.
"Ich sag das ja nur ungern, aber das Baby wird in den nächsten Minuten auch nicht wachsen, wenn ihr es hypnotisiert..", erklärte Leah locker.
Ertappt sahen alle wieder weg, was Harry und Leah zum Lachen brachte.
Erstaunt sahen alle darauf Harry an.
Er hatte schon ewig nicht mehr gelacht, um genau zu sein seit dem Tod der Paxtons.
"Nur mal so aus Neugierde.. Wie kannst du mit diesem Schuhen laufen?", fragte Tonks.
Leah zuckte mit den Schultern und meinte "Übung..".
Remus sah immer wieder von Leahs Bauch zu Harrys Augen und wieder zurück.
Harry ignorierte das geflissentlich und sah demonstrativ in eine andere Richtung.
Von Weitem beobachtete Draco wie Harry lachte und fröhlich mit dieser Leah tanzte. Das Mädchen war also schwanger, wahrscheinlich von Harry, wenn man die Situation von vor ein paar Wochen hinzukombinierte.
Draco konnte nicht leugnen, dass Leah sehr hübsch war, eigentlich war sie schon schön. Harry und sie passten eigentlich perfekt zusammen und das schien ihnen durchaus klar zu sein.
Verbittert wandte sich Draco ab und entschuldigte sich bei Parvati, nur um kurz darauf aus der Halle zu flüchten..
Harry und Leah verbrachten den ganzen Abend zusammen und amüsierten sich prächtig.
Harrys Freunde beobachteten die Beiden des öfteren und bemerkten, dass Harry richtig glücklich schien.
Hermine machte das ein wenig traurig, denn es war nicht ihr Verdienst, dass es ihm so gut ging. Allerdings freute sie allein die Tatsache, dass er endlich wieder lächelte.
Gerade saßen die beiden bei Remus und Severus am Tisch und unterhielten sich mit ihnen.
Leah hatte es sich auf Harrys Schoß bequem gemacht und Harry nutzte das um ihr liebevoll über den Bauch zu streicheln.
Vor allem die Schwangerschaft des Mädchens ging Hermine nicht mehr aus dem Kopf. War wirklich Harry der Vater? Das würde die komische Situation erklären, die vor ein paar Wochen entstanden war.
Harry wurde immer mehr zu einem Rätsel.
Zwar war er das schon immer gewesen, aber seit Sirius´ Tod war es extrem geworden.
Er erzählte nie etwas und verschwand wann immer er frei hatte.
Hermine war anfangs, vor allem in den Sommerferien, mehr als wütend darüber gewesen. Da hatte sie seine Veränderung nur auf Sirius´ Tod geschoben, doch inzwischen war sie sich sicher, dass es da noch ein paar andere Faktoren gab.
Auch war sie komischerweise eifersüchtig auf Tonks und Verena gewesen, was sie sich nicht hatte erklären können. Doch als sie dann Harrys Freunde kennen gelernt hatte, hatte sie erleichtert festgestellt, dass weder Verena noch Lorelei oder Tess mit Harry näher befreundet waren. Warum sie das so erleichterte wusste sie aber nicht.
Nachdem sie dann dabei gewesen war, als Marc gestorben war, hatte sie jedoch realisiert, dass Harry noch immer viele Geheimnisse hatte.
Keiner hatte von Marc gewusst, nicht einmal Nev hatte Genaueres gewusst.
Ab da war Harry noch distanzierter geworden.
Er lächelte nicht und zeigte keine Gefühle.
Früher hatte sie immer aus seinen Augen lesen können, doch das war Geschichte.
Nicht einmal ihnen gegenüber zeigte er Emotionen.
Das bereitete Hermine große Sorgen und sie dachte viel nach und Harry verbrachte viel Zeit mit Nev und Seam.
Liz war die Einzige, zu der Harry einen richtigen Draht hatte.
Zu allen anderen hatte er die Verbindung nach und nach gekappt.
Und nun lächelte Harry wieder ehrlich und schien Leah wirklich zu mögen.
Nun, Harry hätte sonst wahrscheinlich auch nicht mit ihr geschlafen..
Das allerdings erschreckte Hermine wieder.
Sie konnte sich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass Harry ein Kind bekommen würde, von einem Mädchen, das keiner genauer kannte.
Leah war unbestreitbar hübsch.
Sie und Harry passten wunderbar zusammen.
Hermine wandte sich zu Ron um, der Leah anstarrte und stieß ihm neckisch den Ellebogen in die Seite.
"Meinst du sie ist wirklich schwanger?", fragte Ron direkt.
"Ich denke nicht, dass Harry und sie uns so heftig anlügen würden.. Davon abgesehen hätten sie keinen Grund das zu tun.", erklärte Hermine.
"Hättest du gedacht, dass Harry der Erste von uns sein würde, der Nachwuchs bekommt?", sponn Ron weiter.
"Ich habe darüber nie richtig nachgedacht..", sagte Hermine nachdenklich und schalt sich innerlich eine Lügnerin.
Natürlich hatte sie über ihre Zukunft nachgedacht, doch sahen ihre Wünsche und Träume ganz anders aus.
Früher, in der dritten und vierten Klasse, hatte sie von einem Leben mit Ron geträumt, dieser Traum hatte sich aber nie erfüllt. Ab dem fünften Jahr dann stellte sie sich vor wie es wäre mit Harry zusammen zu sein und dieser Gedanke hatte sie immer gereizt.
Vielleicht hatte sie zu lange gezögert und musste nun mit den Konsequenzen klarkommen. Aber sie freute sich wirklich, dass Harry wieder lächelte...
(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)
Der Abend endete spät und fröhlich.
Hermine, Lav, Parvati, Ginny, Dean, Ron, Seam und Nev warteten an der Tür auf Harry und Leah, die sich noch mit Tonks unterhielten. Die Slys waren schon vor einiger Zeit schlafen gegangen.
Harry und Leah verabschiedeten sich von Tonks und kamen dann zu der wartenden Gruppe.
"Bleibst du über Nacht?", fragte Parvati Leah.
"Nein, tut mir leid. Wir schlafen bei mir.", erklärte Leah und ergriff besitzergreifend Harrys Hand.
"Wo ist eigentlich Lissy?", fragte Seamus.
"Die ist auch bei uns zu Hause und schläft hoffentlich schon.. Meinst du Julia hat sie ruhig gekriegt?", fragte Leah dann zweifelnd den Schwarzhaarigen.
"Ich hoffe es doch..", sagte Harry schulterzuckend.
"Oh, manchmal bist du echt unmöglich!", Leah schüttelte lächelnd den Kopf und küsste ihn dann vor versammelter Mannschaft.
(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)
Die nächsten Wochen vergingen in gleichmäßigem Trott.
Harry lernte wie immer viel mit den Gründern und trainierte weiter seine Fähigkeiten.
Die Angriffe der Todesser wurden immer mehr, aber bis jetzt waren die Todesser immer erfolgreich in die Flucht geschlagen worden.
Allerdings gab es immer ein paar Opfer zu beklagen.
Sowohl bei den Schatten, als auch bei den Unschuldigen, die angegriffen worden waren.
Die Schatten hatten irgendwann keine andere Wahl mehr und nahmen keine Rücksicht mehr.
Wenn es nötig war töteten sie die Todesser, ganz einfach.
Es viel den Meisten zwar nicht leicht, doch mussten sie einsehen, dass es anders nicht ging.
So war es auch an einem Tag Anfang Juni.
Harry und ein paar seiner Schatten, etwa 100, kämpften an vorderster Front.
Die Todesser hatten eine kleine Stadt in Cornwall angegriffen.
Anscheinend war es eine kurzfristige Entscheidung Toms gewesen, denn die Warnungen ihrer Spione kamen ziemlich spät.
Da es später Nachmittag war, hatte sich Harry im Hauptquartier befunden und war so mitgekommen und führte seine Truppen persönlich.
Ihm war aufgefallen, dass die Schatten nicht so nervös waren, wenn er dabei war und folgedessen versuchte er so oft es ging dabei zu sein.
Gerade fielen vor ihm zwei Todesser tot zu Boden und er eilte zu einem Schatten, der schnellstens Hilfe brauchte. Zusammen kämpften sie gegen fünf Todesser und Sekunden später hatte Harry vier von ihnen ausgeschaltet.
Einen Moment später fiel auch der letzte Todesser getroffen zu Boden.
Harry nickte dem Schatten zu und lief weiter.
Das ergebene Nicken des Schattens sah er gar nicht mehr.
Etwa eine halbe Stunde später waren alle Todesser entweder geflüchtet oder ausgeschaltet.
Harry forderte seine Leute auf die Verwundeten und toten Schatten sofort zurück zu bringen. Er selbst wartete versteckt bis die Ordensmitglieder und Auroren auftauchten.
Zufrieden beobachtete er, wie die Auroren pflichtbewusst ihre Arbeit verrichteten.
Ja, seitdem Amos Minister war, ging es bergauf mit dem Ministerium.
Harry hatte viel Einfluss auf das Ministerium, denn Amos und seine Frau Anne waren Schatten. Natürlich wusste das keiner.
Amos hielt die Auroren oftmals auf Geheiß von Harry zurück, damit die Schatten ihre Arbeit ungestört verrichten konnten.
"Oh, ich wüsste zu gerne, wer diese Sibergrauen sind! Es behagt mir gar nicht unseren Rettern nicht danken zu können..", hörte Harry einen jungen Auror zu seinem Kollegen sagen.
Harry machte sich unsichtbar und trat auf den Chefauror zu.
"Etwa 35 tote Todesser, 14 tote Muggel und 4 Zauberer. 47 Todesser sind bewusstlos, 38 verletzte Muggel.", berichtete gerade ein Auror.
Harry nickte, das hatten die Schatten auch berichtet.
Zufrieden apparierte er nach Potter´s Place.
Er zog in seinem Zimmer nur die Robe und den Umhang aus, der ihn als den Prinzen identifizierte und lief dann sofort zur Versammlung.
Er trug nur noch schwarze Jeans und ein kurzärmliges weißes Shirt.
Das Blut an ihm beachtete er erst mal nicht.
Die Schatten hatten gute Arbeit geleistet und hatten die Identitäten aller Toten und Verletzten.
Harry sah die Listen durch und hielt plötzlich geschockt inne.
Unter den toten Zauberern waren Fiona und Kyle Finnegan, Seams Eltern.
Verdammt.
Er fluchte innerlich.
Die Versammlung war bald zu Ende und Harry teleportierte sofort nach Hogwarts..
Hermine, Ron, Dean, Helen, Pansy, Blaise, Lav, Parvati, Draco, Ginny und Neville saßen im Gemeinschaftsraum der Gryffindors und warteten auf Seamus, der vor einer halben Stunde zum Schulleiter bestellt worden war.
Da McGonnagall sehr ernst und traurig gewirkt hatte, machten sich alle ziemliche Sorgen.
Schweigsam saßen sie da und warteten.
Da klappte das Portrait zur Seite und Seamus trat ein.
Er war blass und Tränen benetzten seine Wangen.
Schnell durchquerte er den Raum und stürmte die Treppen zum Schlafsaal hoch.
Noch bevor sich die anderen erholen konnten, betrat auch Harry den Raum.
Er trug ein weißes Shirt, das am Bauch in Fetzten gerissen war.
Quer über Harrys Bauch zog sich eine tiefe, blutige Fleischwunde.
Auch an seinen freien Armen waren viele Schrammen und Schnitte zu erkennen.
An seiner Schläfe lief ein Blutrinnsal herab.
Seine schwarze Jeans war zerrissen und an seiner rechten Wade war ein tiefer Schnitt zu erkennen.
Um sein Schienbein hatte er ein Messer geschnallt.
Er schritt schnell durch den Raum auf die Treppen zu, er humpelte leicht.
Während er schnell, aber nicht gehetzt die Treppen hochging, rief er "Seam! Nun warte doch!".
Dann war er verschwunden.
Geschockt sahen sich die Anwesenden an, sagten nichts.
Langsam stand Neville auf und stieg die Treppe hoch.
Vorsichtig folgten ihm die anderen.
Neville öffnete die Tür zu ihrem Schlafsaal und sah behutsam hinein.
Mitten im Raum stand Harry und umarmte Seamus, der sein Gesicht an Harrys Hals drückte.
"Was soll ich denn jetzt tun?", fragte Seamus immer wieder verzweifelt.
"Wir finden schon eine Lösung..", versuchte Harry ihn zu beruhigen.
Hoffnungslos sah Seamus auf.
"Du bist verletzt, Harry.", bemerkte er dann.
Harry sah an sich herunter und nickte abwesend.
"Leg´ dich ein wenig hin, ja?", forderte Harry den Rothaarigen auf und bugsierte ihn sogleich auf sein Bett.
Harry setzte sich neben ihn und strich ihm die Tränen aus dem Gesicht.
"Es wird schon werden, ich verspreche es dir..", nuschelte Harry ihm zu.
Ein paar Minuten später war Seam auch schon in einen unruhigen Schlaf gesunken.
"Harry, was ist geschehen?", fragte Nev besorgt und stellte sich vor ihn.
Doch bevor Harry antworten konnte tauchte eine Gestalt hinter Neville auf und drängte diesen zur Seite.
Die Person trug einen Rostbraunen Umhang über der Rostbraunen Robe. Eine weite Kapuze bedeckte das Gesicht.
Sie zog Harry hoch und umarmte ihn.
Dann ließ sie ihn los und schob das Shirt ein wenig hoch.
Augenscheinlich begutachtete sie die Wunde.
Sie legte eine Hand auf die Wunde und kurz darauf trat ein goldenes Licht aus der Handfläche und eine Minute später war die Wunde geheilt.
"Das hätte verdammt schief gehen können.. Du solltest dich langsam mal zurücknehmen oder das Ganze war umsonst!", sagte die Gestalt dann und es war eindeutig eine weibliche Stimme.
"Hör´ auf mir Vorträge zu halten, es ist und bleibt ein Risiko, dann kommt es darauf auch nicht mehr an. Braucht ihr noch Hilfe?", fragte Harry.
"Das Gröbste ist erledigt.. Judy haben wir in ein Zeitfeld verfrachtet bis du morgen kommst, nur du kannst ihr da helfen. Liz bleibt bei Eve, ja?", erklärte die Frau.
Harry nickte und die Frau verschwand wieder.
Harry ließ sich genervt auf das Bett fallen und begutachtete die Wunde an seiner Wade.
Er legte seine Hand darüber und ein goldenes Licht heilte die Verletzung. Auch die anderen Wunden heilte er auf diese Weise.
Dann zog er sein Messer aus der Halterung am Bein.
Er säuberte es mit einer Handbewegung und sah dann auf.
Alle seine Freunde und Fast-Freunde standen mit erwartungsvollen Gesichtern vor ihm.
"Wer war das und was ist passiert? Was ist mit Seam?", fragte Lavender.
"Seamus sollte euch das besser selber sagen. Wartet bis er selber redet, ja?", sagte Harry und hielt seine Hand über Seams Brust.
Sekunden später verschwanden beide in einem Wirbelsturm.
Neville seufzte verzweifelt.
(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)
Harry kam mit Seamus in der Kammer wieder heraus.
Endlich hatte er die Sperre aufgehoben.
Er legte Seamus in das Bett.
Harry ging kurz duschen und kam dann wieder zurück zu Seamus.
Nach einem Wink mit der Hand hatten Seamus und er Schlafanzüge an.
Harry legte sich neben den Jungen und deckte sie zu.
Er zog Seamus in seine Arme und dieser schmiegte sich sogleich an ihn.
Bald darauf schlief auch Harry ein.
Als Harry am nächsten Morgen erwachte, spürte er sofort den warmen Körper neben sich.
Er schlug die Augen auf und erkannte, dass Seamus schon wach war.
Dieser starrte an die Decke und regte sich sonst nicht.
Harry setzte sich vorsichtig auf.
"Morgen.", nuschelte Seamus.
"Wie geht es dir?", fragte Harry.
Seamus sah ihn an.
"Ich weiß nicht genau.. Aber danke, dass du da bist.", erklärte Seamus und lächelte leicht.
Harry strich ihm sanft eine Strähne aus dem Gesicht.
"Sieht so aus als ob ich heute derjenige bin, der getröstet werden muss..", bemerkte Seamus.
Harry schmunzelte leicht, während sich Seams Hand schon unter seinem Shirt befand.
"Das ist aber eine einmalige Sache, ja?", stellte Harry fest und Seamus nickte zustimmend, bevor er sich von Harry verführen ließ..
Da Samstag war, fand es keiner besorgniserregend, dass Harry und Seam erst zum Abendessen wieder auftauchten.
Die beiden betraten zusammen die Halle und setzten sich an ihren Tisch.
Seamus sah schon besser aus als am Tag zuvor und aß sogar ein wenig.
Harry dagegen brachte nichts herunter und sah immer wieder besorgt zu Seamus.
Draco beobachtete misstrauisch das stille Verständnis zwischen den beiden.
Er war am letzten Abend über Harrys Zustand mehr als geschockt gewesen. Er würde zu gerne wissen was passiert war.
Harry und Seamus verließen die Halle bald wieder und die anderen folgten in gebührendem Abstand, als die beiden zum Gryffindorturm liefen.
Seamus und Harry saßen auf Harrys Bett und redeten miteinander.
Die Vorhänge waren noch offen und so konnten die anderen sehen, dass sie sich gegenüber saßen und nicht aufeinander lagen, wie Draco es vermutet hatte.
"Seam? Was ist passiert?", fragte Lav vorsichtig.
Seamus sah auf und meinte monoton "Meine Eltern sind gestern ums Leben gekommen."
Die anderen schnappten entsetzt nach Luft.
(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)
Ab da wurde Harrys und Seams Verhältnis noch enger, auch wenn sie nicht mehr miteinander schliefen. Auch Harrys Besuche bei Tonks waren nicht mehr so häufig wie nach den Sommerferien.
Auch musste er seinen Bauch inzwischen mit einem Illusionszauber belegen, denn langsam konnte man seine Schwangerschaft sehen.
Die Briefe und Anrufe von Tom, die nach ihrer gemeinsamen Nacht des öfteren eingetrudelt waren, wurden weniger, denn Harry hatte ihm nie die Antworten gegeben, die er gewollt hatte.
Harrys Anhänger wurden immer mehr, auch auf Seiten der Todesser.
Doch auch Toms Reihen bekamen einigen Zuwachs und die Schatten hatten einiges zu tun um sie in Schach zu halten.
Tom griff nun immer an mehreren Orten gleichzeitig an, wahrscheinlich um die Kräfte der Silbergrauen zu teilen.
Doch da irrte er sich gewaltig.
Denn da es in jedem Land mindestens ein Quartier gab, hatte auch jedes Land seine eigenen Verteidiger.
Es war sowohl für Tom als auch für Albus ein Rätsel, wie die Silbergrauen immer von den Angriffen erfuhren. Natürlich hatten sie Verdachte in Bezug auf Verräter, doch wurde kein einziger Spion entlarvt.
Es musste entweder eine große Anzahl der silbergrauen Kämpfer geben, oder die Gruppe war immer nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Nie wurden Leichen oder Verletzte der mysteriösen Kämpfer gefunden und so konnte man nichts über die Identität der Gruppe sagen.
Nichts, rein gar nichts war bekannt.
So verging der Rest des Schuljahres.
Harry, der anfangs mit seinen Elementen nicht sehr viel außer Wirbelstürmen und Stichflammen anfangen konnte, hatte inzwischen viel von Godric gelernt.
Zum Beispiel konnte er nun den Reductio mit Feuer unterstützen und so wurde die Wirkung des Fluchs mit Feuer unterstützt.
Oder Schutzschilde konnte er so modifizieren, dass bei der kleinsten Berührung ein Stromstoß den Körper des Angreifers durchfuhr.
Auch in der Nekromantik machte er rasante Fortschritte, jedoch war er sich immer seiner Grenzen bewusst und rutschte so nicht in die dunklen Künste ab, obwohl er nun durchaus ein mächtiger Schwarzmagier war.
Er unterstützte seine Auraverschleierung mit einigen anderen Sprüchen, denn sonst würde jedem seine dunkle Macht auffallen.
Rowena half ihm bei Taktiken und Strategien, was ihm sehr viel nutzte.
Auch in der Heilmagie blühte er richtiggehend auf.
Er hatte sich vorgenommen in den Sommerferien Ägypten und Arabien zu besuchen, denn dort konnte er noch sehr viel lernen, wie ihm die Gründer mitteilten.
Die Zauberer dort waren Spezialisten in der Heilmagie und in Schutzbannen.
Auch der Kampfsport war dort durchaus ausgeprägt und so plante Harry einen längeren Aufenthalt dort.
Auch zeigte Harry ein großes Talent für Sprachen.
Da im schottischen Hauptquartier viele verschiedene Menschen lebten, wurden auch die verschiedensten Sprachen gesprochen.
Harry kam vor allem mit Französisch, Deutsch und Russisch besonders gut zurecht. Diese drei Sprachen beherrschte er eigentlich schon gänzlich.
Auch Bulgarisch, Spanisch, Italienisch, Kroatisch, Belgisch, Schwedisch, Griechisch und Afrikanisch fielen ihm relativ leicht.
Mehr Probleme allerdings hatte er mit Japanisch, Chinesisch, Indisch, Türkisch, und Arabisch.
In diesen Sprachen machte er bis jetzt nur sehr mäßige Fortschritte, was aber nicht seine Motivation bremste.
Die Schatten waren stolz auf ihren Führer, ihren Prinzen.
Sie unterstützten ihn im Lernen der fremden Sprachen und dabei lernten sie sich selbst sehr gut kennen.
Im Großen und Ganzen bemerkte Harry nicht einmal, wie mächtig er geworden war.
Sicher war ihm klar, was für Fähigkeiten und Möglichkeiten er hatte, doch auch seine Grenzen waren ihm bewusst. Er wusste, dass Tom mindestens genauso, wenn nicht mächtiger, als er selbst war.
Auch musste Harry warten bis sein Kind auf der Welt war.
Erst dann, und wenn er die Geburt überlebte, konnte er versuchen Tom zu vernichten.
Wie er das anstellen würde, wusste er allerdings noch nicht.
Die Jahresabschlussprüfungen waren geschrieben und die Schüler lehnten sich erlöst zurück.
Auch die Lehrer waren sichtlich erleichtert den Stress hinter sich zu haben.
Die letzten freien Tage verflogen geradezu und schon war der letzte Abend gekommen.
Harry saß neben Seam und Nev am Tisch und wartete darauf, dass Albus mit seiner Rede fertig wurde.
Das war er auch fünf Minuten später und Harry seufzte erleichtert.
"Was hast du denn schon wieder?", fragte Hermine sogleich.
"Ich bin froh, dass der alte Mann endlich fertig mit seinem Gelabere ist..", meinte Harry gleichgültig.
Ron, Dean, Seam, Nev, Lav, Gin und Parvati kicherten gleichzeitig los, während Hermine ihn tadelnd ansah.
"Das war nicht gerechtfertigt, Harry! Dumbledore führt den Krieg gegen Voldemort und du solltest ihn unterstützen!", erklärte Hermine gewissenhaft.
"Genau da liegt dein Denkfehler, Hermine! Albus kämpft keineswegs, wenn jemand kämpft, dann sind es die Ordensmitglieder. Allerdings haben sich auch diese auf die faule Haut gelegt, da die Silbergrauen die ganze Arbeit machen..", sagte Harry leise zu seiner Freundin.
Dann stand er auf und verließ die Halle um zum Hauptquartier zu teleportieren.
(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)(°)
Harry stand mitten im Schlafsaal, war schon fertig angezogen und hatte seine Sachen alle schon gepackt.
Er beobachtete zusammen mit Neville Seamus, Dean und Ron, die noch schnell irgendwelche Sachen zusammensuchten.
20 Minuten später waren alle fertig und so stiegen sie in den Gemeinschaftsraum hinunter, wo die Mädchen sie schon ungeduldig erwarteten.
"Das seid ihr ja endlich. Wir müssen schnell zum Zug!", scheuchte Hermine auch sofort.
Harry und Nev holten noch die Slys ab und begaben sich dann nach Hogsmeade.
Blaise ließ kurzerhand eine Zwischenwand zwischen zwei Abteilen verschwinden und so hatten sie alle genug Platz.
Harry setzte sich ans Fenster und fing an ein Bild zu zeichnen. Das tat er in letzter Zeit häufig, immer wenn er seine Gedanken ordnen musste.
So flog sein Bleistift über das weiße Blatt und hinterließ feine Linien und Striche.
Er ignorierte die anderen völlig und fand sich kurze Zeit später in seiner Traumwelt wieder. Hier war er mit seinen Eltern, Sirius, Marc, Marah und Jay zusammen.
Sie lachten gemeinsam und waren glücklich.
Hier konnte Harry Marc küssen, ihn berühren und ihn lieben. Hier konnte er mit seinen Eltern, Sirius, Marah und Jacob reden. Das war sein Traum, aber doch wusste er, dass es nie so sein würde.
Als er wieder in die Wirklichkeit zurückkam, musste er feststellen, dass sie schon fast in King´s Cross angekommen waren.
Harry sah auf das fertige Bild und musste schlucken.
Wieder einmal hatte er Marc gezeichnet.
Er saß auf einem umgestürzten Baumstamm und seine Augen strahlten vor Liebe.
"Warum hört es nicht auf?", murmelte Harry leise vor sich hin.
Dean, der neben ihm saß, sah ihn neugierig an.
"Was hört nicht auf?", fragte er sofort.
"Nichts, Dean.", wimmelte Harry ihn ab.
Kurz bevor der Zug im Bahnhof einfuhr, klingelte Harrys Handy und er stöhnte entnervt.
Er nahm ab und anderen hörten gespannt zu.
- "Ja?"
- ...
- "Hi!"
- ...
- "Was machst du denn in London?"
- ...
- "Das lässt sich einrichten.."
- ...
- "Wie lange brauchst du es?"
- ...
- "Warst du schon mal bei Marahs Mutter, Jessica?"
- ...
- "Okay, ich rufe sie an."
- ...
- "Bis morgen."
Harry legte auf und stand auf, denn der Zug war zum Stillstand gekommen.
"Wer war das?", fragte Parvati.
"Kumpel.", nuschelte Harry abwesend.
"Und was wollte er?", Parvati gab nicht nach.
"Mein Auto..", erklärte Harry.
Dean grinste.
"Und das bekommt er einfach so, nur weil er dich gefragt hat?", wollte er ungläubig wissen.
"Jep.", erwiderte Harry nur.
Zusammen stiegen sie auf.
Da Liz unbedingt alleine laufen musste und nicht getragen werden wollte, musste Harry des öfteren auf sie warten.
Blaise, Draco, Helen, Pansy, Neville und Seamus reisten per Flohpulver nach Godric´s Hollow, während Ron und Ginny von ihren Eltern und Moody erwartet wurden.
Hermine würde noch zwei Wochen bei ihren Eltern verbringen und dann zum Grimmauld´s Place zurückkehren.
Nachdem Harry Molly abgewimmelt und beruhigt hatte, machte er sich zusammen mit Hermine und Liz auf in die Muggelwelt, denn Harry und Liz würden diese Nacht bei Lissys Großmutter verbringen.
Gleich nachdem sie durch die Absperrung getreten waren, klingelte wieder ein Handy, diesmal Hermines.
Sie nahm ab und Harry blieb abwartend stehen, bis Hermine seufzend das Gerät wieder wegpackte.
"Meine Eltern hatten einen Notfall in der Praxis und konnten deshalb nicht kommen. Jetzt muss ich alleine nach Hause kommen..", erklärte sie erschöpft.
"Soll ich dich nach Hause fahren?", fragte Harry fürsorglich.
"Ähm, das musst du nicht..", sagte sie verlegen.
"Ist doch okay, wozu sind Freunde denn da? Komm schon..", er nahm ihre Hand und zog sie Richtung Ausgang.
Harry hatte Liz inzwischen doch auf den Arm genommen und führte Hermine ein paar Straßen weiter.
Dann hielt er bei dem silberblauen BMW von Jay an und schloss auf.
Hermine verstaute ihr Gepäck im Kofferraum und ließ sich dann auf dem Beifahrersitz nieder, während Harry Liz in ihren Kindersitz bugsierte.
Geschafft stieg Harry ein und schloss erst einmal beruhigend die Augen. Liz hatte schon den ganzen Tag eine ziemlich nervige Art.
Ständig wollte sie irgendetwas haben und fing an zu jammern, wenn sie es nicht sofort bekam.
"Alles okay?", fragte Hermine besorgt.
"Ja, alles klar.. Also wo müssen wir hin?", fragte Harry seine Freundin.
"Erst mal müssen wir zur Highstreet East..", kommandierte Hermine und Harry startete den Motor und manövrierte den Wagen elegant aus der Parklücke.
Hermine hielt offensichtlich die Luft an und Harry schüttelte den Kopf.
"Mensch Mine, mach dir keine Sorgen.. Ich baue schon keinen Unfall!", sagte er irgendwann heftig.
Sie nickte ergeben und entspannte sich ein wenig.
Sie freute sich irgendwie, dass sie endlich wieder etwas mehr Zeit miteinander verbringen konnten.
"Was will denn dein Freund mit dem Auto?", fragte Hermine.
"Er fährt damit zurück nach Glasgow..", meinte Harry vage.
"Wie alt ist er denn?"
"Keine Ahnung, er hat den Führerschein letzte Woche bekommen..", erklärte Harry schulterzuckend.
Hermine schüttelte ungläubig den Kopf.
"Und dann gibst du ihm so leichtfertig das Auto? Also ich weiß nicht so recht..", zweifelte Hermine.
"Er hat den Wisch, also wird er auch fahren können.", sagte Harry gleichgültig.
Hermine schmunzelte kurz.
"Was machst du in den Ferien?", fragte sie dann weiter.
"Weiß ich noch nicht genau. Ich bleibe mindestens bis morgen bei Lissys Oma und dann werde ich mal zu Hause reinschauen, nicht das Seam was anstellt!", meinte Harry.
"Da Rechts! Und dann? Ich meine, verreist du?"
"Vielleicht..", entgegnete Harry und hasste es zu lügen.
"Ich wünschte wir könnten mal wieder was zusammen unternehmen.. Du bist nie da und sagst auch nicht wo du hingehst! Selbst in Hogsmeade warst du nie dabei! Was ist bloß aus uns geworden?", sagte Hermine leise schluchzend.
Harry sah sie von der Seite an.
"Die Welt verändert sich nun mal und wir mit ihr.. Ich werde niemals wieder so sein wie früher, das musst du verstehen.", meinte Harry dann.
"Ich weiß ja, du hast Sirius verloren und Marc und die anderen, aber das ist doch kein Grund uns, deine besten Freunde, aufzugeben. Ron, ich und du, wir waren unzertrennlich.. Und jetzt sehen wir uns nur noch im Unterricht! Wir wollen dich nicht verlieren.", schluchzte Hermine.
"Ich weiß Mine, ich weiß. Doch solange Tom lebt geht es nicht anders.. Wenn du willst können wir ja mal zusammen ins Kino gehen, oder so..", schlug Harry vor und Hermine nickte sogleich.
Den Rest bis zum Haus der Grangers verbrachten sie schweigend.
Das Haus, eher die Villa, stand in einer guten Gegend am Rande Londons.
Hermine sprach in die Gegensprechanlage und das große, schmiedeeiserne Tor glitt lautlos zur Seite.
Harry fuhr den Kieselweg langsam hoch und stoppte den Wagen auf dem Platz vor dem Haus.
Hermine stieg aus und holte ihren Koffer aus dem Kofferraum.
Liz schlief und so nahm Harry seiner Freundin das Gepäck ab und begleitete sie zur Haustüre.
Hermine klingelte und die Tür wurde von einem jungen Hausmädchen geöffnet.
Diese starrte Harry sogleich schmachtend an und vergaß ganz, dass sie die Türe versperrte.
Hermine räusperte sich amüsiert und meinte "Hallo Marie. Wie geht es dir?".
"Oh, hi Hermine. Tut mir Leid.", sagte sie verlegen und umarmte dann Hermine, denn die beiden waren sehr gut befreundet.
Harry folgte mit dem Gepäck in den großen Eingangsraum.
Da knallte auch schon eine Tür auf und Hermines Mutter lief auf ihre Tochter zu.
Hermine ließ sich umarmen und küssen.
"Mum? Das ist Harry Potter, du weißt ja.. Er hat mich her gebracht..", erklärte sie dann ihren Eltern.
Die beiden begrüßten Harry herzlich und fragten dann ob er zum Tee bleiben wolle.
Harry sah fragend zu Hermine, die begeistert nickte.
"Gerne.", sagte Harry darauf zu Mrs. Granger.
Diese strahlte und schickte Marie zum Tee kochen.
Harry ging noch kurz raus um Liz zu ihrer Oma zu teleportieren und kam dann mit Hermine in deren Zimmer.
Es war groß und war in hellen Tönen gehalten. Die Möbel waren sehr modern und ein großes, gemütliches Bett rundete den Gesamteindruck stilvoll ab.
Die Wände zierten mehrere Bücherregale, die ziemlich gefüllt waren.
"Schön hast du es hier..", meinte Harry und Hermine lächelte glücklich.
"Komm, lass uns ein wenig reden..", meinte Hermine ließ sich auf ihrem Bett nieder, zog Harry mit sich.
"Also, was willst du reden?", wollte Harry wissen.
Hermine legte ihren Kopf auf Harrys Bauch und sagte dann "Zum Beispiel würde ich gerne wissen, warum du nicht mehr lächelst..".
Tatsächlich war Harry nach dem Frühjahrsball wieder zu seinen alten Gewohnheiten zurückgekehrt und lächelte nur noch Liz an. Was Hermine aber nicht wusste war, dass Harry sehr wohl lächelte. Zwar nur sehr, sehr selten und nur in Anwesenheit von Leah oder Liz, aber er tat es.
Harry strich ihr abwesend durchs Haar und antwortete zögernd "Weil ich keinen Grund zum Lächeln mehr habe..".
"Ach Harry!", rief sie verzweifelt.
Harry erwiderte darauf nichts mehr.
Da klopfte es an der Türe und Marie trat ein.
Sie sah auf die Szene, die sich ihr bot.
Harry lag auf dem großen Bett und Hermine lag halb auf ihm drauf und ihr Kopf lag auf seinem Bauch.
Marie lächelte und fragte scheinheilig "Stör´ ich euch bei irgendwas?".
Hermine schnaubte nur und richtete sich auf.
"Nein, tust du nicht. Ist der Tee fertig?"
"Ja, klar. Kommt mit!", forderte sie die Beiden auf.
Harry stand auf und zog Hermine hoch.
Die Drei gingen die Treppen hinunter in das Wohnzimmer der Grangers.
Nachdem Harry, Hermine und deren Eltern ein wenig Smalltalk gehalten hatten, ließ sich Harry von Hermine überreden noch ein wenig auszugehen.
"Wir gehen ins Kino, ja? Aber ich suche den Film aus und nachher kannst du entscheiden, was wir machen!", schlug Hermine vor, als die beiden auf dem Weg in Hermines Zimmer waren.
"Von mir aus..", meinte Harry nur.
Er wartete bis Hermine fertig war und dann gingen sie wieder runter um sich abzumelden.
Fünf Minuten später saßen die beiden in Harrys Auto und fuhren Richtung Innenstadt.
An einem Kino parkten sie und Harry folgte Hermine, die die Karten besorgte.
Hermine hatte einen Actionfilm gewählt, der durchaus nicht von der Hand zu weisen war, auch wenn die Schauspieler nicht gerade die Besten waren.
Hermine klammerte sich zwischendurch erschrocken an Harry, völlig gefesselt von dem Geschehen auf der Leinwand.
Sichtlich erleichtert verließ Hermine den Kinosaal, als der Film zu Ende war.
"Uahh. Bin ich froh, da raus zu sein..", sagte Hermine schaudernd.
"Also echt.. Das war doch harmlos.. Hast du schon mal einen richtigen Horrorfilm gesehen?", fragte Harry amüsiert.
Hermine schüttelte den Kopf und zog ihn hinaus in die Nacht.
Da die vielen Lichter und Laternen die Umgebung erhellten, konnte man die Sterne nicht richtig sehen.
"Also, wo gehen wir jetzt hin?", fragte Hermine seufzend und wandte sich von dem verhangenen Himmel ab.
"Jetzt zeige ich dir mal wohin man geht, wenn man Mitten in der Nacht in London ist..", erklärte Harry.
Hermine sah forschend zu ihm.
"Was hast du vor?"
"Komm mit.", sagte er schlicht und nahm ihre Hand.
Harry führte Hermine durch mehrere Straßen und sie fragte sich schon wo denn hier am Arsch der Welt etwas sein sollte.
"Harry? Die ganzen angesagten Discos und Clubs haben wir doch schon lange hinter uns gelassen..", wies sie ihn auf die fehlenden Leuchtschrift-Reklametafeln hin.
"Hermine, Hermine!", Harry schüttelte den Kopf.
"Da wohnst du in London, bist 16 Jahre alt und denkst die angesagten Clubs wären die, an denen die neuesten Reklameschilder hängen?"
Hermine wurde leicht rot über den überlegenen Ton in Harrys Stimme.
"Ist es denn nicht so?", wollte sie leise wissen.
"Oh nein, Herm. Das hier, zum Beispiel, ist ein angesagter Club..", erklärte Harry und bog in einen Hof vor einer heruntergekommenen Lagerhalle ab.
Hermines Augen weiteten sich, als sie die laute Musik hörte und die wartenden Mengen sah.
"Mensch, da muss man ja ewig anstehen!", maulte Hermine sofort los.
"Nicht, wenn man den Türsteher kennt..", meinte Harry.
"Was? Woher kennst du den?", fragte Hermine, als Harry sie Richtung Eingang zerrte.
"Ich hatte was mit seiner Schwester..", murmelte Harry.
Hermine starrte ihn fassungslos an.
"Hey, Jake! Wie gehts?", fragte Harry den muskulösen Typen, der der Türsteher war.
"Harry, Alter! Du hast dich ja lange nicht mehr blicken lassen!", rief dieser erfreut und klopfte ihm auf die Schulter.
Dann linste er zu Hermine und pfiff anerkennend.
Hermine wurde leicht rot und grüßte dann kurz.
"Rein mit euch..", erklärte Jake lächelnd und trat zur Seite.
Harry packte die überraschte Hermine an der Hüfte und zog sie mit sich.
Hermine kniff die Augen zusammen und hustete, als sie eingetreten war.
Es war ein großer, hoher Raum, mit kalten Wänden.
An einem Ende der Halle hatte der DJ seine Anlage aufgebaut und gleich daneben stand eine große Theke, die sich fast über die ganze Länge des Raumes erstreckte.
Eine Ecke diente offensichtlich für das Ausruhen oder anderen zwischenmenschlichen Aktivitäten. Dann gab es noch eine kleine, unscheinbare Türe, die wohl zu den Toiletten führte. Der ganze restliche Platz war augenscheinlich die Tanzfläche.
Schwitzende Körper bewegten sich zu der dröhnenden Technomusik.
Eine Nebelmaschine erzeugte jede Menge Rauch und es herrschte eine drückende Hitze.
Harry zog Hermine mit sich zur Bar und sah fragend zu Hermine.
"Was willst du trinken?", fragte er.
Hermine zuckte nur überwältigt mit den Schultern und Harry seufzte theatralisch.
"Hey, Harr´! Wie immer?", fragte dann eine Stimme.
Hermine wirbelte herum und sah in die stechenden, blauen Augen eines schwarzhaarigen Mannes.
"Hey! Jep, wie immer und eine Cola-Rum, bitte!", sagte Harry zu dem Mann, der nickte und die Getränke bereitete.
Dann wurde Hermine von einem Mädchen zur Seite gedrängt, die auch schon Harry umarmte.
"Harry, Schätzchen! Du warst ja schon lange nicht mehr da..", plapperte sie sofort auf ihn ein.
"Hi, Thea! Wie läufts mit Alec, fragte Harry.
"Oh, der! Der kann mich mal! Fickt hinter meinem Rücken meine Schwester.. So ein perverser, impotenter ...", ihr schienen die Worte zu fehlen.
Hermine starrte sie nur entsetzt über ihre Sprache, an.
"Tja, so ist das Leben, Kleine! Er braucht halt seine Freiheiten..", meinte Harry grinsend.
"Oh, du mieser, kleiner... Ihr haltet doch eh alle zusammen und steckt unter einer Decke!", keifte sie, machte aber keine Anstalten ihre Hände von seinem Hintern zu nehmen.
Hermine war immer noch wie erstarrt.
Dann kamen die Getränke und Harry schob ihr die Cola-Rum zu.
Er selbst stürzte seinen Wodka-Lemon in einem Zug herunter.
"Harry, du musst noch Autofahren!", schimpfte Hermine.
"Und du bist? Du kennst Harry nicht besonders gut, oder? Sonst würdest du wissen, dass er im Vollrausch immer noch sicher fährt..", plapperte Thea wieder los.
"Stimmt das, Harry?", fragte Hermine leicht hysterisch.
Harry nickte nur schulterzuckend und nippte schon an seinem nächsten Drink.
"Tanzen?", fragte er irgendwann Hermine.
Diese nickte zögernd, wollte nur, dass dieses Mädchen ihre Pfoten von Harry nahm.
Harry zog sie mit sich und verführte Hermine zu einem leidenschaftlichen Tanz. Ihre Körper bewegten sich zu der pumpenden Musik, Schweiß lief ihnen die Wirbelsäulen hinunter.
Hermine, von ihrem Drink angeheitert, ließ alle Hemmungen fallen und ließ heiß ihre Hüften kreisen.
Harry lächelte ihr aufmunternd zu, bevor er sich selbst dem Rausch der Musik hingab und eng mit einer Blondine tanzte, die plötzlich da gewesen war.
Irgendwann taumelte Hermine zur Bar und suchte mit den Augen nach Harry und fand ihn schließlich auch.
Er lehnte an einer freien Wand und wurde stürmisch von einem blonden Mädchen geküsst.
Harrys rechte Hand war irgendwo unter dem engen Top verschwunden und die andere zwischen ihren Beinen.
Harry hatte ein Bein an der Wand aufgestellt und die Blonde drückte sich sogleich gegen seine Lenden.
Hermine sah dem fassungslos zu.
Das war doch nicht mehr ihr Harry!
Wie gebannt sah sie den Beiden zu und sehnte sich plötzlich danach an der Stelle der Blondine zu sein.
Nach weiteren fünf Minuten löste sich Harry von der Blonden und ließ sie einfach stehen.
Er schritt auf Hermine zu und meinte "Wir sollten langsam mal gehen, sonst machen sich deine Eltern noch Sorgen.".
Hermine nickte verwirrt und folgte ihm wie ein dressiertes Hündchen.
Auf dem Weg zum Ausgang wurde Harry noch von einigen Leuten verabschiedet, auch von Thea und Jake.
Hermine ließ sich den ganzen Weg zurück zum Auto von Harry halten.
Er hatte einen Arm um ihre Hüfte geschlungen und sie schmiegte sich vertrauensvoll an ihn.
Harry manövrierte sie auf den Beifahrersitz und fuhr dann schnell, aber sicher zum Haus der Grangers.
Marie öffnete leise und verschwörerisch.
"Schnell, die Grangers sind schon ins Bett..", erklärte sie Harry, denn Hermine war kaum zurechnungsfähig.
Harry trug sie die Treppe hinauf und Marie folgte leise kichernd.
"Mein Gott, wie viel hat sie denn getrunken?", fragte sie dann.
Harry lächelte charmant und meinte dann "Eine Cola-Rum. Anscheinend verträgt sie nicht sehr viel.".
"Eine Cola-Rum, und sie ist so weggetreten?", wollte sie ungläubig wissen.
Harry lachte kurz "Hat mich auch gewundert, was solls.", sie waren in Hermines Zimmer angekommen.
Harry legte sie aufs Bett und machte sich daran ihre Jacke auszuziehen.
"Tust du das, was ich gerade denke?", fragte Marie.
"Was denkst du denn, was ich tue?", meinte Harry genervt.
"Du ziehst sie aus! Gehts dir noch gut? Ich dachte ihr wärt nicht zusammen..", keifte sie.
"Ja, soll ich sie so liegen lassen? Ich guck ihr schon nichts ab, sie ist meine beste Freundin.. Mensch, bist du verklemmt."
Marie sah ihn verdrießlich an.
"Ich bin nicht verklemmt!", sagte sie dann bedrohlich und Harry lachte kurz auf.
Er zog Hermine gerade das Top aus und starrte sie wirklich nicht an.
Anschließend befreite er Hermine aus ihrer Jeans und den Socken.
Dann deckte er sie zu und drehte sich zu Marie um.
"Und? Habe ich sie jetzt begrapscht?", fragte er herausfordernd.
"Nein.", entgegnete diese kleinlaut.
"Eben."
Harry trat zu Hermines Schreibtisch und schnappte sich einen Zettel und einen Stift.
Das nächste Mal solltest du mir sagen, dass du Alkohol nicht so gut verträgst! Sorry, deswegen! Ich bin nach Hause, wir werden uns aber bald wieder sehen! Ach ja, lass dich von Marie nicht ärgern, sie ist eine hinterlistige, kleine Person.
Schlaf gut!
Kuss,
Harry
Diese Nachricht faltete er zusammen und legte sie auf Hermines Nachttisch.
Dann verließ er schnell das Haus und fuhr mit dem Auto wieder nach London.
Er parkte den Wagen in der Nähe der Winkelgasse und teleportierte dann nach Godric´s Hollow, denn in diesem Zustand konnte er schlecht bei Lissys Großmutter auftauchen.
Er kam in der Eingangshalle wieder raus und hörte vergnügte Stimmen aus der Küche.
Anscheinend waren die Bewohner des Hauses noch wach.
Er betrat die Küche und wurde sogleich von Lorelei und Tess abgeküsst.
"Du riechst nach Club..", meinte Tess dann professionell.
"Die Kandidatin hat 100 Punkte..", meinte Harry und setzte sich auf einen freien Sessel.
"Allein?", bohrte Tess sogleich weiter.
"Nein, Hermine war dabei. Die reinste Strapaze..", stöhnte Harry und schloss die Augen.
"Hermine in einer Disco?", Seam prustete los.
Harrys Mundwinkel zuckten ein wenig.
"Und warum war das eine Strapaze?", wollte Lorelei verdutzt wissen.
"Das Mädchen verträgt absolut keinen Alkohol.. Und als ich sie dann endlich nach Hause gebracht hatte, hat mich diese dumme Schnepfe von Hausmädchen auch noch angemacht..", Harry schnaubte.
Neville und Seamus lachten los.
"Und warum bist du hier? Ich dachte du wärst mit Liz bei ihrer Oma..", fiel Blaise dann ein.
"Die Frau riecht Alkohol aus drei Meilen Entfernung, bei der kann ich so nicht auftauchen.. Mir hat Hermines Standpauke schon gereicht à là "Man darf nicht betrunken Auto fahren"..", endete Harry erschöpft.
"Das ist aber wirklich nicht gut!", mischte sich Dustin ein.
"Ja, ja. Mir ist noch nie was passiert. Ich gehe dann mal..", Harry stand auf und verließ das Zimmer.
Er zog sich nur schnell aus und fiel dann wie ein Stein ins Bett.
Mindestens 4 Stunden schlief er durch, was er schon lange nicht mehr geschafft hatte.
Um 8.00 Uhr in der Früh sprang er unter die Dusche und zog sich dann an.
Er ging hinunter in die Küche und zu seiner Verwunderung saßen schon ein paar unten.
Chen, Petunia, Dustin, Seam, Nev und Draco.
"Morgen.", nuschelte Harry und fuhr sich über die Augen, bevor er sich eine Tasse Kaffee schnappte.
Die anderen grüßten müde zurück, außer Chen, der ihn sogleich forschend ansah.
"Nix heute.", war Harrys Antwort auf die ungestellte Frage.
"Okay, werd´ bloß nicht giftig.", sagte Chen und hob abwehrend die Hände.
Harry ignorierte die anderen und trank abwesend seinen Kaffee.
Petunia verabschiedete sich bald, denn sie wollte ins Dorf runter und auch Chen ging, um in den Wald zu gehen.
Dann klingelte Harrys Handy, doch dieser ignorierte das.
"Willst du nicht drangehen?", fragte Dustin vorsichtig.
Harry schüttelte den Kopf und just in diesem Moment wurde das Handy wieder still.
Nur um zwei Minuten später erneut zu klingeln.
Genervt nahm Harry ab.
- "Ja?"
- ...
- "Ach, hab´ ich das? Woher hast du meine Nummer?"
- ...
- "Ich kann mich nicht erinnern das getan zu haben."
- ...
- "Kann sein das ich deinen Namen gestern wusste, jetzt jedenfalls nicht mehr."
- ...
- "Du kannst tun und lassen was du willst."
- ...
- "Lass mich mit dem Scheiß in Ruhe.."
- ...
- "Oh sicher, du hast sicher bessere Kontakte zu Jake als ich! Natürlich.."
- ...
- "Halt die Klappe und heul dich bei jemand anderem aus!"
Damit legte Harry auf und starrte verdrießlich ins Feuer.
Diese dumme Schnepfe bildete sich doch tatsächlich ein er würde etwas von ihr wollen, nur weil sie gestern geknutscht hatten!
Harry vergrub das Gesicht in den Händen.
"Was ist los?", fragte Seam.
Harry sah desorientiert hoch.
"Was?"
"Was ist los?", wiederholte Seam belustigt.
"Nichts. Ich hau´ jetzt mal ab, ja? Ihr seht mich, sagen wir mal, in 5 Wochen wieder.", damit verließ er die Küche und ließ vier verdutzte Teenager zurück.
Harry packte in Windeseile seinen Koffer und reiste dann ins Hauptquartier um sich abzumelden. Seine Leute würden jetzt einige Zeit ohne ihn zurecht kommen müssen.
Dann holte er Liz ab und fuhr mit ihr zum Flughafen, denn er wollte nicht riskieren sich zu zersplintern, da er nicht wusste wie Teleportation sich über Kontinentreisen auswirkte.
Liz kannte das Reisen mit dem Flugzeug und freute sich schon darauf.
Der Flug dauerte zwar etwas, war jedoch angenehm, außer den Blicken der Stewardessen, die ihn permanent auszogen.
Erleichtert stieg Harry aus dem Flugzeug und wurde sofort von einer Hitzewelle erfasst.
Verdammt heiß war es hier.
Nun, sie waren ja auch am Rande der Wüste gelandet.
° - break - °
To Be Continued
Hey, da bin isch widaa!
Ich hatte leider keine Zeit eure Reviews zu beantworten, aber das nächste Mal ganz bestimmt wieder.
Ich weiß, das jetzt natürlich alle den Halbblutprinz lesen werden. Ich habe das ja schon im Juli getan.
Ich werde natürlich weiter schreiben und updaten und ich hoffe ihr lest trotzdem weiter. anfleh
Wenn ihr meine Meinung zu Band 6 hören wollt: Ich fands ehrlich gesagt etwas langweilig, was von meinem Lesepensum der FFs von Heiko2003, Xerperus und so herkommt.
Ich habe hier auf meinem Compi noch etwa 10 weitere Stories, die nach dem OdP spielt, soll ich die noch hochladen? Davon abgesehen hab ich auch schon eine Fortsetzungsstory von HbP angefangen.
Kann ich dazu und zu dem neuen Chap eure professionelle Meinung haben?
See you soon,
Lord Slash
