Der Schattenprinz

Autor: Lord Slash

Chapter: 16 ???

Disclaimer: Alles was ihr aus den Potterbüchern wiedererkennt, gehört Joanne K. Rowling, Bloomsbury, Carlsen Verlag, Warner Brothers und diversen Anderen. Abgesehen davon gehört mir der Plot und die neuen Charaktere! Wenn irgendjemand den Drang verspürt, Ideen aus meiner Story zu übernehmen, würde es mich freuen, wenn ihr mich um Erlaubnis fragt. Weiterhin kann ich euch versichern, dass ich Nichts absichtlich aus anderen Story geklaut habe. Wenn jemand etwas aus seiner FF wiedererkennen sollte, tut es mir Leid, aber Ähnlichkeiten sind nicht von mir beabsichtigt.

Rating: R, NC-17

Genre: Dark, Drama, Tragedy, Avtion/Adventure, Romance

Warning: evtl. DarkHarry, OOC, Slash, Lemon, Lime (Wer detaillierte Sex-Szenen nicht mag, sollte besser verschwinden!)

Pairing: Bei den Pairings bin ich mir noch nicht sicher, jedoch wird es euch nicht an Liebesszenen mangeln...

Reviewantworten:

Sycronn: Okay, dann lade ich die anderen stories auch demnächst hoch! Ich weiß, im laufe der geschichte habe ich tom auch ganz lieb gewonnen, wirklich.. aber die storyline sieht nun mal seinen Tod vor, sorry! hdl

Vanessa: Tja, Leah und Harry bleiben leider nicht zusammen, obwohl sie schon gutz zusammen gepasst hätten. Aber Leah kriegt einen ganz tollen, liebevollen Partner!

Angel344: ich lese hbp-ffs auch nicht so gerne und schreiben auch nicht. liegt daran, dass man nach dem fünften besser anknüpfen konnte als jetzt.. hdl

pandoradoggis: kommt noch! Mein Stil? Ich hab nen eigenen Stil? ... Geil! see ya!

Auch an alle anderen Danke!

Kapitel 16

So verging der erste Monat der Sommerferien.

Harry und Liz lebten in einer klein Oase im Herz der arabischen Wüste.

Langsam gewöhnten sie sich an das extreme Klima und lernten es zu schätzen.

In der Oase war ein Gestüt für Araberpferde untergebracht.

Harry war sofort absolut begeistert von diesen temperamentvollen Tieren gewesen.

Da er Anfangs schon ein wenig Arabisch sprechen konnte, hatte er dort schnell Freunde gefunden.

Seine Sprachkenntnisse wurden enorm erweitert und inzwischen liebte er sowohl die arabische Sprache als auch die Schrift.

Er hatte mit Liz einen kleinen Bungalow bezogen und arbeitete täglich mit den Pferden.

Auch lernte er eifrig das Kämpfen.

Denn alle Bewohner der Siedlung waren Meister im Schwert-, Dolch,- Bogen- und Nahkampf. Obwohl er schon durch das Training mit Chen viel konnte, lernte er hier noch viel mehr.

Bei den Pferden blühte Harry richtiggehend auf.

Er wurde Meister im Reiten und Zähmen der Araberpferde.

Zwar waren die Tiere nicht die Größten, doch waren sie unglaublich ausdauernd und schnell. Ihr Temperament kannte keine Grenzen.

Irgendwann kam Harry auf die Idee diese Tiere mit Revello zu kreuzen und kurzerhand teleportierte er das Einhorn auf das Gestüt.

Da die Bewohner von der Zaubererwelt schon Kenntnis hatten, erschraken sie kaum.

Nach einer kleinen Zeitmanipulation, war das Fohlen bereit eingeritten zu werden.

Es war ein junger Hengst mit tiefschwarzem Fell.

Er hatte den typischen konkaven Kopf der Araber und seine Nüstern waren samtig weich.

Ein ebenfalls tiefschwarzes Horn wuchs elegant aus seiner Stirn, die Hufe glänzten wie poliertes Eisen. Und genauso hart waren sie.

Das Tier hatte etwa einen Stockmaß von 1,90 Meter.

Sehr viel größer als ein normaler Araber, aber Revello war um mindestens einen halben Meter größer und vor allem mächtiger.

Der junge Hengst hatte harte, stählerne Muskeln, die man deutlich sehen konnte. Seine Augen blitzten temperamentvoll, eigenwillig und schelmisch.

Harry seufzte innerlich.

Wie sollte er diesen Flegel bloß einreiten?

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Den zweiten Monat der Ferien verbrachten Harry und Liz mit viel reisen.

Sie besuchten Ägypten, China, Japan und Indien.

In jedem Land waren sie ungefähr eine Woche lang und in dieser Zeit lernten beide viel von den verschiedenen Kulturen und Bräuchen.

Und auch hier lernte Harry die Sprachen innerhalb weniger Tage ziemlich gut.

Auch wurden ihm viele neue Kampf- und Verteidigungstechniken gelehrt.

Auch in der Heilmagie entwickelte er sich weiter, genau wie in den Bannen.

Am Schluss ihrer Expedition kamen sie noch mal zu der kleinen Oase.

Lissy schlief schon und so sattelte Harry Ashraw, den jungen Hengst.

Es hatte viel Mühe, Zeit und Liebe gekostet, bis Ashraw ihn geduldet hatte.

Natürlich war er auch hier nicht um eine Zeitmanipulation herumgekommen. Zwar durfte er sich nicht so lange in dem Bann aufhalten, wegen der Schwangerschaft, aber es hatte gereicht.

Nun preschte Harry mit dem fünfjährigen Ashraw durch die nächtliche Wüste.

Der Sand wirbelte auf dem Boden umher und Harry sah in den Himmel.

Man konnte jeden Stern erkennen.

Hier gab es keine Scheinwerfer und Laternen, die den Himmel trübten.

Auch keine Wolken, obwohl solche hier mehr als willkommen waren.

Irgendwann hielt Harry das schnaufende Pferd an und stieg ab.

Er legte sich in ein Feld vertrockneten Grases und sah hoch in die unendlichen Weiten des Himmels.

"Wie geht es euch da oben?", fragte er laut.

"Sirius? Marc?"

"Hört ihr mich?"

Leise liefen Harry die Tränen herunter.

"Warum, warum nur bist du gegangen, Marc?"

"Wieso hast du mich alleine gelassen?"

"Sirius, warum bist du nicht hier? Wieso kannst du nicht bei mir sein und mich umarmen?"

Harry bemerkte nicht die Tränen, die sein Gesicht benetzten, sah nur seinen Marc vor sich.

Er streckte die Hände aus, doch sie griffen ins Nichts.

Kraftlos fielen die Hände zurück auf den Boden und wirbelten etwas Sand auf.

Noch lange lag er so da, weinend und in Erinnerungen versunken.

In dieser Nacht wurde ihm klar, dass er sie nie vergessen würde.

Nie würde er den Verlust dieser Personen verarbeiten.

Als er gefasst wieder auf sein Pferd-Einhorn stieg, war sein Gesicht wieder emotionslos.

Kein Zucken verriet seine Gefühle.

Kein Glitzern zierte die grünen Augen.

Seine Gefühle hatte er wieder einmal verdrängt und eingesperrt.

Langsam ritt er zurück.

Harry hing an diesem Ort, der ihm soviel Frieden gegeben hatte.

Hier spürte er die Freiheit.

Hier gab es keinen Tom und keinen Albus.

Hier gab es nur Harry und ... die Freiheit...

Daher wollte Harry auch nicht von hier weg.

So blieb er länger dort, als er geplant hatte, doch es war ihm egal.

Er genoss die Zeit dort.

Sherazaine, die Tochter des Gestütsbesitzers, verbrachte viel Zeit mit ihm und brachte ihm viele Dialekte der arabischen Sprache bei.

Sie war wirklich wunderschön, wie eine Prinzessin.

Sie hatte dunkle, sonnengebräunte Haut und lange, sehr lange, schwarze Haare.

Ihre Augen waren goldbraun und glitzerten jeden Moment des Tages.

Ihre dunkelroten, vollen Lippen lächelten immerzu.

Ihren Traumkörper hatte sie immer in ein leichtes Tusch gewickelt, wie alle anderen Frauen hier auch.

Sonst wäre es zu heiß.

Auch ein Kopftuch trugen die Frauen hier, aber auch die meisten Männer, um sich vor der Sonne zu schützen.

Sherazaine und Harry verband die Liebe zu Pferden und zu den Sternen.

Ihr Verhältnis war eng, wie das von Geschwistern.

Und so fühlten sie auch.

Sherazaine nannte ihn immer liebevoll großer Bruder und Harry rief sie zärtlich kleine Schwester.

Sherazaines Vater hieß ihr Verhältnis für gut und an Harrys letztem Tag wurde er ehrenvoll in die Familie aufgenommen.

Er trug nun einen Ring am Ringfinger, der ihn als Mitglied des Clans auswies.

Er war schlicht und silbern, doch ein aus Jade geschnitzter Pferdekopf verzierte den Ring.

Harry war sehr stolz auf den Ring und seine Familie.

Tränenreich wurde er verabschiedet.

Harry tarnte die Hörner seiner beiden Einhörner und brachte sie zum Flughafen.

Der Flug verlief ohne Probleme und bald landeten sie in London.

Von dort teleportierte Harry die beiden Tiere nach Potter´s Place.

Die Schatten waren bereits über alles informiert.

Die Nacht verbrachten Liz und Harry im Hauptquartier.

Es waren nur noch zwei Wochen bis Schulbeginn.

Harry stöhnte und sah böse auf seinen Bauch, denn das Baby trat um sich.

"Verfluchtes Ding!", schimpfte Harry, meinte es aber nicht ernst.

Auch wenn er es nie zugab, er liebte sein Kind jetzt schon, auch wenn es von Tom war.

Harry zog sich an.

Er war von oben bis unten braungebrannt, genau wie Liz.

Er zog sich Stoffhosen in Militärfarben und schwarze Turnschuhe an.

Außerdem ein enges, weißes und schlichtes, kurzärmliges Shirt.

Es war hier zwar lange nicht so warm wie in Arabien, doch das machte ihm nichts aus.

Marcs Amulett lag auf dem weißen Stoff und glitzerte geheimnisvoll.

Lisco war diesmal in Harrys Hosentasche verschwunden, denn am Hals könnte ihn jeder sehen.

Srennia jedoch blieb wo sie war.

Zwar würde sie jeder sehen können, doch das war sowohl Harry als auch Srennia egal.

Lissy hatte eine hellblaue Latzhose an und ihre blonden Haare waren in zwei Zöpfe gebunden, die ihr seitlich vom Kopf abstanden. Sie hatte in den Ferien eine Vorliebe für Pippi Langstrumpf entwickelt.

Ihre Haut war extrem gebräunt und sie trug weiße Riemchensandalen.

Unter der Latzhose trug sie nur noch ein weißes Shirt.

Außerdem strahlte sie mit der Sonne um die Wette.

Sie plapperte munter herum und Harry erkannte ein Mischmasch aus Englisch, Arabisch und Japanisch.

Er hob sie hoch, wobei sie vergnügt kicherte und quietschte.

Er drückte ihr einen Kuss auf die Stirn und sie tat es ihm nach.

"Hab dich lieb!", seufzte sie und schmiegte sich an ihn.

Er sah auf die Uhr.

11.30 Uhr.

In Godric´s Hollow würden jetzt alle in der Küche sein.

Na, darauf konnte er gut verzichten, aber er musste mit allen sprechen.

Er seufzte...

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Ausgelassene Stimmung herrschte in der Küche.

Alle saßen vergnügt am Tisch.

Neville sah sich um.

Irgendwie war aus ihnen allen eine feste Gemeinschaft geworden.

Er fragte sich wo Harry steckte.

Er hatte gesagt er würde nach 5 Wochen wiederkommen, doch nun waren es nur noch zwei Wochen bis Schulanfang und er war immer noch nicht aufgetaucht.

Er machte sich schon große Sorgen.

Auch Seam, Dustin und zu seiner Überraschung Draco, machten sich offensichtlich Sorgen.

Das Thema der Runde kam auch ziemlich bald zum Punkt.

Harry war nicht da, obwohl er es sollte.

"Ich frage mich wirklich wo er steckt!", meinte Dustin und die anderen nickten zustimmend.

Sie versanken in einer hitzigen Diskussion, bis Nev plötzlich die Hand hob und die anderen anwies ruhig zu sein.

Augenblicklich lauschten die anderen auch.

Sie hörten ein entzücktes Quietschen und kamen alle zum gleichen Schluss.

Liz.

Und wenn Liz da war, dann konnte Harry auch nicht weit sein.

Schon öffnete sich die Türe und Liz stürzte herein.

Alle starrten sie mit offenem Mund an.

Sie war sehr gewachsen und sie war braungebrannt wie ein Ureinwohner Australiens.

Sie strahlte wie ein Honigkuchenpferd und stürzte sich auf den verdutzten Draco.

Erwartungsvoll sahen die anderen wieder zur Türe und warteten auf Harry.

Als dieser dann auch eintrat waren sie alle sprachlos.

Man konnte meinen, auch Harry wäre gewachsen.

Er trug weite, Militärhosen und ein enges weißes Shirt, das über seinen Muskeln spannte. Seine Haare waren kürzer und ein paar Strähnen hingen ihm frech ins Gesicht.

Und auch er war braungebrannt.

Und es stand ihm.

Er sah atemberaubend aus, das fanden alle im Raum.

Draco starrte ihn mit offenem Mund an.

Das fiel allerdings nicht auf, denn alle anderen taten das selbe.

"Hi.", meinte Harry nur und wartete auf eine Reaktion.

Schließlich sprang Tess auf und umarmte ihn stürmisch.

"Gut siehst du aus.", hauchte sie ihm ins Ohr und gab ihm dann einen Kuss auf die Wange.

Nun erwachten auch die anderen aus ihrer Starre und Verena fiel ihm jauchzend um den Hals.

Draco sah betreten zu Boden, während er Liz über den Rücken strich.

"Wo zum Teufel warst du?", fragte Seam gerade, "Du sagtest du kommst in 5 Wochen wieder und jetzt?".

"Wir haben sozusagen die Zeit vergessen.", sagte Harry erklärend.

"Aha. Sehr überzeugend.. Und wo wart ihr jetzt?", meinte Lorelei aufgeregt.

"Geheimnis!", brüllte Liz quietschend.

Harry schüttelte verwundert den Kopf.

Na, sollte sie doch ihren Spaß haben.

"Okay, ein Geheimnis.. Müssen wir nicht noch unsere Bücher besorgen?", fragte er in die Runde.

Zögernd nickten die Slys.

"Gut, das machen wir nämlich Morgen. Und ihr? Braucht ihr auch was?", fragte er die Muggel.

Die Augen der Mädchen leuchteten auf und die Jungs stöhnten gequält.

"Das kannst du uns nicht antun!", flehte Michael.

"Musst ja nicht mitkommen..", meinte Harry schulterzuckend.

"Und du? Kommst du mit?", fragte Verena hoffnungsvoll.

"Also, wenn ihr noch eine Packesel braucht, ich stehe zur Verfügung.", sagte Harry.

"Das ist gut!", hauchte Tess und rieb sich die Hände.

"Wer kommt noch mit?", wollte Lorelei wissen.

Als sich keiner meldete, entschied sie kurzerhand selbst.

"Pansy, Helen, Tess, Verena, Dustin, Toby, Harry und Draco müssen mitkommen!"

Die Genannten nickten entweder ergeben oder freudig.

Die Mädchen stürmten aus der Küche um sich fertig zu machen.

Harry seufzte und begrüßte endlich Chen und Petunia, die willig gewartet hatten.

Dann setzte er sich auf einen Sessel und fing an mit Srennia zu diskutieren.

Es ging zischend hin und her, bis die Schlange schließlich beleidigt von ihm herunter glitt.

Noch einmal zischte sie ihn böse an, bevor sie wütend aus dem Raum verschwand.

"Alte Glucke.", schimpfte Harry leise.

Dann kamen die Mädels wieder und verkündeten, dass sie bereit wären.

Harry teleportierte sie in eine leere Gasse in der Nähe der Einkaufsgegend.

Lachend machten sich die Mädchen auf den Weg und zogen die missmutig dreinschauenden Jungs mit.

Drei Stunden später stand Draco genervt vor einem Schuhladen und wartete darauf, dass die Mädchen wieder raus kamen.

Irgendwann kam Harry aus dem Shop heraus und lehnte sich an die Wand neben der Tür.

Draco starrte ihn verträumt an.

Sein Magen verknotete sich und Draco wollte schon zu ihm hingehen, als Tess aus dem Laden kam.

Harry folgte ihr um zu bezahlen und dann gingen sie alle zusammen weiter.

Etwa 20 Meter vor ihnen verschwanden die Mädchen in einem neuen Laden.

Harry sah sich um und erstarrte plötzlich.

Ihnen entgegen kamen zwei Personen.

Es waren Avery und Dolohow.

Beide sahen sich suchend um und reflexartig packte Harry Draco und zog ihn in eine dunkle Seitengasse.

"Was-", keuchte dieser überrascht.

Dann sah er die beiden Todesser und erstarrte geschockt.

Er presste sich an Harrys Körper hinter ihm.

Als ihm die Nähe zu Harry bewusst wurde, fing sein Herz an zu pumpen und sein Leib an zu zittern.

Harry hinter ihm blickte verwirrt auf den zitternden Jungen, die Todesser waren doch schon längst verschwunden.

Doch als sich Draco noch enger an ihn drückte, spürte Harry plötzlich wie sein Magen Purzelbäume schlug und anfing zu rebellieren.

Das konnte doch nicht wahr sein!

Schnell schob er Draco von sich und sagte dann "Du solltest besser aufpassen, Malfoy.", und schritt dann den Mädchen hinterher.

Draco sackte in die Knie und weinte lautlos.

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Geschafft kamen sie am Abend zurück.

Draco verkroch sich sofort in seinem Zimmer, während die Mädchen den anderen eine Modenschau lieferten.

Danach begab sich Harry auf sein Zimmer und telefonierte mit Hermine, wobei sie ausmachten, sich am nächsten Tag in der Winkelgasse zu treffen.

Harry versprach Ron, Ginny und sie vom Grimmauld´s Place abzuholen, bevor er auflegte und schnell einschlief.

Am Morgen duschte er schnell und zog sich an.

Als er dann hinunter ging, trug er enge, schwarze Jeans und ein kurzärmliges, enges, weißes T-Shirt. Wie am vorigen Tag lag das blaue Amulett darüber.

Lisco blieb zu Hause, während Harry Srennia nicht davon überzeugen konnte ebenfalls hier zu bleiben.

So verkleinerte er sie um ein Vielfaches, sodass sie noch kleiner als ein Regenwurm war.

Sie schlang ihren Körper um den Mittelfinger seiner linken Hand, denn am rechten Ringfinger hatte er schon den Ring des arabischen Clans.

Sein Geldbeutel steckte in seiner hinteren, rechten Hosentasche und wurde von einer silbernen Kette gehalten.

Liz verbrachte den Tag im Hauptquartier und so konnte er sich beruhigt in die Küche begeben.

Wieder wurde er angestarrt, beachtete das aber nicht sonderlich.

Kurze Zeit später teleportierte Harry die Slys, Nev und Seam in den tropfenden Kessel und erklärte, dass er noch Hermine, Ron und Ginny abholen musste.

Sie wollten alle mitkommen und so vergrößerte Harry den Innenraum des BMW, bevor er losfuhr.

Blaise saß auf dem Beifahrersitz und fragte ihn über die Technik des Autos aus.

Geduldig erklärte Harry es ihm, war aber trotzdem froh, als er endlich am Grimmauld´s Place anhalten konnte.

Während Harry ausstieg und das Haus wachsen ließ, setzte sich Blaise nach hinten um den anderen die Funktion der verschiedenen Knöpfe zu erklären.

Harry klingelte und wartete, bis Molly aufschloss.

Sie quietschte erfreut und umarmte ihn schraubstockartig.

Harry ließ die Prozedur widerstandslos über sich ergehen und folgte der vergnügten Frau in die Küche, die sehr gut gefüllt war.

Da saßen Albus, Minerva, Sev, Kingsley, Alastor, Emmeline Vance, Dädalus Diggel, Charlie Weasley, Bill Weasley, Arthur Weasley, Fred und George, Remus, Tonks, Hermine, Ron und Ginny.

"Hi.", meinte Harry schlicht und ignorierte die Stille.

Dann standen Hermine, Ron und Ginny auf und begrüßten ihn freudig.

"Ich entführ´ euch die Drei mal, ja? Morgen Früh bring´ ich sie zurück..", meinte Harry und ging auf die Tür zu.

Molly, Tonks und Remus folgten den vier Jugendlichen bis zur Haustüre und sahen erstaunt zu wie Hermine zu einem silberblauen Auto lief und sich auf den Beifahrersitz setzte. Ron und Ginny folgten vorsichtiger und stiegen dann hinten ein.

Harry winkte den Erwachsenen zu und fuhr los.

Ginny lachte lauthals über das Gesicht, das ihre Mutter gezogen hatte.

Harry fuhr so schnell es ging durch die engen Straßen.

"Harry! Fahr nicht so schnell!", keifte Hermine schließlich.

Die Gespräche hinten verstummten.

"Also, damals in der Nacht hattest du nichts dagegen..", meinte Harry schulterzuckend und fuhr nur noch schneller.

Hermine wurde rot.

"Sorry, übrigens..", sagte sie dann beschämt.

"Ist schon okay. Das nächste Mal solltest du mir nur diese Marie vom Hals halten!"

"Wieso, sie ist doch nett..", Hermine war verwundert.

"Ja, sicher! Total nett..", entgegnete Harry gespielt begeistert, worauf Hermine schmollte.

Dann hielt das Auto und die jungen Hexen und Zauberer stiegen aus.

Den ganzen Nachmittag über liefen sie durch die Winkelgasse und kauften ihre Sachen.

Danach setzten sie sich zu Fortescue´s und aßen Eis.

Sie hatten mehrere Tische zusammengeschoben und genossen die friedliche Stimmung.

Harry lehnte sich entspannt zurück, bis ein Schatten auf ihn fiel.

Die anderen sahen neugierig zu der fremden Frau, die die Hände faltete und kurz den Kopf neigte. Harry machte die gleiche Geste und daraufhin redete die Frau auf ihn ein.

Sie konnten kein Wort verstehen, denn sie sprach in einer fremden Sprache.

Verwirrt beobachteten sie wie Harry verstehend nickte.

Dann fing auch er an in dieser komischen Sprache zu reden.

Sie nickte erleichtert und griff nach Harrys Hand.

Sie küsste ihm kurz auf den Handrücken und blickte ihm dann wieder an.

Harry führte zwei Finger an seine Lippen und anschließend berührte er mit ihnen die Stirn der Frau.

Sie lächelte und faltete wieder die Hände, bevor sie den Kopf neigte.

Harry tat es ihr nach und schon verschwand sie wieder im Gewühle.

Harry lehnte sich wieder zurück und schloss die Augen.

"Harry? Wer war das?", fragte Ginny.

"Keine Ahnung.", entgegnete Harry schulterzuckend.

"Ähm, warum hat sie dir einen Handkuss gegeben? Ich meine du hättest das dann mindestens erwidern müssen, oder?", mischte sich Helen ein.

"Sie ist verheiratet, da darf ich das nicht..", erklärte Harry mit immer noch geschlossenen Augen.

"Was war das überhaupt für eine Sprache?", wollte Hermine wissen.

"Indisch.", sagte Harry schlicht.

"Und woher kannst du Indisch?", fragte Blaise dazwischen.

Harry schlug die Augen auf und sah Blaise an.

"Ich hab´s gelernt."

Wieder starrten sie ihn verdutzt an.

"Cool.", meinte Nev nur und darauf brachen alle in Gelächter aus, außer Harry.

"Was machen wir heute noch?", fragte Ginny.

Alle sahen erwartungsvoll zu Harry.

"Bin ich euer Entertainer? Ich verzieh mich ins Traffic Dinner. Ihr könnt mitkommen, müsst aber nicht."

"Ich komme mit!", riefen Ginny und Ron gleichzeitig, hatte Hermine ihnen doch von dem Club berichtet. Sie hatte allerdings geschickt Harrys Verhalten, als auch ihr Alkoholproblem verschwiegen.

"Nun, ich würde auch gerne mitkommen..", erklärte Helen schüchtern.

Auch der Rest stimmte begeistert zu, nur Hermine sah besorgt zu Harry, beschloss dann aber trotzdem mitzugehen.

"Okay, aber bis dahin müssen wir uns beschäftigen.. Wie wärs mit Essen und dann Kino?", schlug Harry vor.

Wenig später schritten sie durch die belebten Muggelstraßen, es war schließlich Samstagabend.

Harry lotste die anderen in eine Pizzeria.

Alle aßen, nur er nicht, denn er hatte absolut keinen Hunger. Er vermisste das arabische Essen.

Danach sahen sie sich einen Film an, der aber nicht sehr berauschend war.

Für die Slys, Nev, Seam, Ron und Ginny war es ihr erster Kinobesuch und so störte sie die schlechte Filmqualität nicht weiter.

Harry hatte der Film sichtbar genervt und so verließ er schnell den Kinosaal, als der Abspann begann.

Er wartete draußen bis der Rest eingetrudelt war und ging dann einfach los.

Hermine lief ihm schnell hinterher, die anderen folgten langsamer.

"Harry, wieso kannst du so gut Indisch sprechen?"

"Herm, ich habe es halt gelernt und da du gleich das Warum wissen wollen wirst, sage ich dir es gleich. Mich hat sowohl das Land als auch die Sprache und Schrift fasziniert und habe mich daher mehr damit beschäftigt als nötig gewesen wäre."

"Oh, okay!", sagte Hermine verdutzt.

Nach einiger Zeit kamen Harry und Hermine in dem Hinterhof an und warteten auf ihre Begleiter.

"Oh nein! Da müssen wir uns jetzt anstellen?", fragte Seam sofort hysterisch, als er die ewig lange Warteschlange erblickte.

"Nein.", meinte Harry und schritt zügig auf den Eingang zu.

"Häh?", ließ Pansy verlauten.

"Er kennt den Türsteher, weil er was mit dessen Schwester hatte..", erklärte Hermine und folgte ihrem Freund.

Schnell folgten ihnen die anderen.

"Hey, Alter! Das du noch mal auftauchst! Ich würde aber vorsichtig sein.. Die Zicke ist da drinnen.. pass auf, dass sie dir keine Szene macht!", warnte Jake Harry.

Sie umarmten sich kurz, bevor Jake Harrys Freunde kritisch musterte.

Hermine zwinkerte er keck zu und diese wurde schlagartig rot.

"Okay, ihr könnt rein..", Jake winkte sie alle durch.

Dicht hinter Harry betraten die anderen den Club.

Harry drängelte sich durch die Tanzenden, wurde von allen Seiten mit Wangenküssen begrüßt.

Dann schmiss sich plötzlich eine Blonde an seinen Hals.

Harry stöhnte genervt und zog sie von sich herunter.

Er schubste sie weg und ging ohne ein Wort weiter.

Erstarrt waren die anderen stehen geblieben.

"Kleines, impotentes Arschloch!", brüllte die Blonde.

Harry ging weiter hob nur die Hand und zeigte ihr den ausgestreckten Mittelfinger.

Harry stellte sich an die Bar und begrüßte den Barkeeper mit einer High-Five.

"Stress, Kumpel?", fragte dieser grinsend und betrachtete Harrys Freunde, die gerade auftauchten.

"Diese miese, kleine Schlampe soll mir bloß vom Hals bleiben..", meinte Harry gelangweilt.

Der Schwarzhaarige drückte Harry ein Glas in die Hand und dieser stürzte den Inhalt sofort hinunter.

"Hey, Harr´! Hast du Thea gesehen?", fragte plötzlich ein blonder Junge neben Harry.

"Nein, aber ich dachte mit ihr wärst du fertig..?"

"Mehr oder weniger. Kann mich halt nicht entscheiden!", grinste Alec.

Harry zog eine Augenbraue hoch und meinte "So wie sie letztens gewütet hat, würde ich ihr aus dem Weg gehen..".

"Harry!", rief eine Stimme.

"Wenn man vom Teufel spricht!", sagte Harry zu Alec und ließ sich anschließend von Thea umarmen.

Dann entdeckte Thea Alec und sie richtete sich wütend auf.

"WAS FÄLLT DIR EIGENTLICH EIN, DU MIESER HURENSOHN?", brüllte sie ihn an.

"Calm down, Baby..", meinte Alec unbeeindruckt.

Harry drehte sich zum Barkeeper und lehnte sich schwer auf die Theke.

Er ignorierte die streitenden Stimmen von Thea und Alec und trank den nächsten Drink, der vor seinen Augen auftauchte.

"Und du? Kannst du nicht auch mal was sagen?", keifte Thea schließlich und hieb Harry ihren Ellenbogen in die Rippen.

"Wieso ich? Was soll ich denn dazu sagen?", meinte Harry gelangweilt.

"Ihr steckt doch alle unter einer Decke!", schrie Thea wieder und rauschte beleidigt ab.

Alec nahm die gleiche Position wie Harry ein.

"Sollen wir mal die Mädels checken?", schlug Alec dann vor.

Harry erwiderte nichts, reagierte erst, als neben ihm eine Stimme ertönte.

"Hi, Harry. Das ich dich noch mal wieder sehe! Hätt´ ich nie gedacht..", erklärte Rhia vergnügt.

"Hi, hast du nicht Schicht?", fragte Harry mäßig interessiert.

"Erst später. Was ist, tanzen?", forderte sie ihn auf.

"Alec ist frei.", sagte Harry nur.

Zufrieden packte Rhia Alec, der Harry böse anfunkelte.

"Elender Hund!", schimpfte er.

Harry grinste nur und wandte sich zu Hermine.

Sie nickte begeistert und zog sich ihre Jacke aus.

Harry zog sie mit sich in die schwitzende Menge.

Er passte sich schnell dem Rhythmus an und half Hermine sich zu lockern.

Die anderen standen an der Bar wie bestellt und nicht abgeholt.

Fassungslos hatten sie das Geschehen beobachtet und sahen nun erstaunt auf Hermine, die langsam immer mutiger wurde.

Harry war ein guter Tänzer und schaffte es tatsächlich Hermine ihre Unsicherheit ablegen zu lassen. Sie strahlte, als Harry seine Hände auf ihre Hüften legte und sie sanft dirigierte.

"Wow!", meinte Seamus nur.

Draco sah wie gebannt auf Harrys kreisende Hüften und zuckenden Körper.

Das Licht wechselte in Sekundenbruchteilen von metallicblau zu schwarz. Immer hin und her.

Der wummernde Rhythmus hämmerte sich in die Köpfe und die Hitze ließ den Schweiß nur so laufen.

Draco verfolgte jede von Harrys Bewegungen, wurde immer erregter.

Doch dann trennten sich Hermine und Harry.

Hermine tanzte, nun wieder etwas schüchtern, mit einem blonden Jungen.

Harry hatten alle aus den Augen verloren.

Blaise sah ihn etwa eine halbe Stunde später mit einem braunhaarigen Mädchen durch eine Tür verschwinden.

Er wies die anderen darauf hin, doch keiner konnte etwas damit anfangen.

Draco sah wie hypnotisiert auf die genannte Tür.

Er bemerkte nicht, wie seine Freunde nach und nach ebenfalls die Tanzfläche erkundeten.

"Dray, jetzt komm doch auch mal!", schlug Pansy vor und zog ihn mit sich in die tanzende Menge.

Draco jedoch konnte sich nicht richtig konzentrieren und begab sich schnell wieder zur Bar.

Dort stand Harry an die Theke gelehnt und sah auf die Tanzenden.

Draco stellte sich in seine Nähe, beobachtete ihn genau.

Langsam kamen die anderen auch wieder, redeten gelöst miteinander.

"Hey, Harry! Dich schickt der Himmel. Pete fällt aus, liegt im Krankenhaus.. kannst du einspringen?", fragte ein Mann Mitte 30 Harry.

Gespannt hörten die anderen zu.

"Was ist denn mit ihm passiert?", wollte Harry wissen.

"Überdosis Heroin.. also, was ist?"

"Von wem hatte er den Shit?"

"Von dem selben Typen, von dem du deinen Stoff kriegst.. Ay, was ist jetzt?"

"Okay.", meinte Harry und schwang sich gekonnt über die Theke.

Dort wurde er sofort von Rhia umarmt.

"Jetzt hab´ ich endlich meinen Partner wieder..", rief sie glücklich.

Harry schüttelte amüsiert den Kopf, während er schon den ersten Drink mixte.

Seine Freunde sahen dem Treiben verwirrt zu.

Harry flirtete mit den Mädchen, die an der Bar standen und bereitete währenddessen die bestellten Drinks und Cocktails.

Als der Andrang wieder ein wenig abnahm, da sich die meisten wieder auf die Tanzfläche begaben, fing Rhia Harry ab und küsste ihn stürmisch auf den Mund.

Harry ging darauf ein und drängte sie zurück zur Abstellfläche vor der Theke.

Er hob sie darauf und ihre Beine schlangen sich um seine Taille.

Ihre Hände verschränkten sich in seinem Nacken, während Harry seine Hände an ihren Hüften platzierte.

Fassungslos starrten die anderen ihren Freund an.

Das Pärchen ließ sich aber nicht stören und beschäftigte sich mit sich selbst.

Harrys Lippen wanderten über ihre Wangenknochen zum Hals, dessen Haut er sogleich sanft liebkoste.

"Aha! Bin ich dir etwa nicht mehr gut genug?", keifte plötzlich eine Stimme hinter Rhia.

Es war Leni, die Blonde.

Rhia drehte den Kopf um Harry mehr Spielraum zu gewähren und meinte zu der Blondine "Du warst niemals gut genug für ihn..".

"Ach ja? Und du schon, oder was?"

Rhia ignorierte die letzte Bemerkung Lenis und konzentrierte sich auf Harrys warme Hand, die in ihrem Schritt verschwunden war.

Kurz darauf stöhnte sie auf und meinte keuchend zu Harry "Wir sollten woanders weitermachen..".

"Sollten wir das?"

"Ja, das sollten wir."

"Dann tun wir das wohl.."

"Ja, das tun wir!"

"Okay, das tun wir.."

Rhia rutschte von der Ablage runter und drängte Harry zurück zu einer Türe.

Sie hörten keinen Moment damit auf sich zu küssen und kurz darauf waren die beiden schon verschwunden.

"Was bloß was mein Fehler?", fragte Leni die Luft.

"Ich weiß, was dein Fehler war..", erklärte Sara, die gerade beim Tresen zum Stehen kam.

"Und der wäre?", wollte Leni beleidigt wissen.

"Jeder in dieser gottverdammten Absteige weiß, dass Harry keine Beziehung sucht.. Nur du anscheinend nicht..", erzählte Sara.

"Du willst mir doch nicht erzählen, dass die Mädels hier keine Beziehung wollen!", entrüstete sich Leni.

"Sage ich ja gar nicht, nur haben sie die Hoffnung bei Harry aufgegeben."

"Ach, und warum lassen sie sich trotzdem alle auf ihn ein?", fragte Leni provozierend.

"Mädel, hattest du jemals einen Orgasmus beim Sex?"

Leni schüttelte nur den Kopf.

"Da hast du´s! Harry ist einer der Wenigen, der es schafft jedes Mädchen schreiend zum Höhepunkt kommen zu lassen.. Solche Liebhaber sind begehrt!", erklärte Sara feixend über das Gesicht, das Leni zog.

"Hey, ... Fuck, wie heißt der Typ noch mal?", fing Sara an, doch ihr fiel der Name des Barkeepers nicht ein.

"Nenn´ mich Felix.. Fuck gefällt mir nicht so gut.", erklärte der braunhaarige Junge hinter dem Tresen, der den Abgang Harrys und Rhias mitbekommen hatte und deren Arbeit bereitwillig übernahm.

"Okay, Felix. Einen White Russion, bitte."

"Kommt sofort..", entgegnete Felix und stellte ihr 10 Sekunden später den Drink vor die Nase.

Nach und nach gewannen Harrys Freunde die Fassung wieder und bestellten sich auch etwas zu Trinken.

Hermine verzichtete wohlweißlich auf Alkohol, während Draco diesem liebend gern Zusagte.

Pansy sah wehmütig auf die Tanzfläche.

Sie würde so gerne so tanzen können, aber wie sollte sie es denn lernen, wenn weder Blaise noch Draco mit ihr tanzen wollten? Ron hätte sie zwar gefragt, doch dieser konnte auch nicht tanzen, wie er es schon bewiesen hatte.

"Willst du tanzen?", fragte Harry, der plötzlich neben ihr aufgetaucht war.

Erschrocken drehte sie sich zu ihm.

Dann lächelte sie strahlend und nickte begeistert.

Harry nahm ihre Hand und führte sie in die tanzende Menge.

Pansy bewegte sich sehr unsicher und ungeschickt.

Immer wieder sah sie sich nervös um.

"Lass´ dich fallen, keiner sieht dich an.. Spüre den Rhythmus, lass die Musik durch deinen Körper fließen. Sie soll die Kontrolle über deinen Körper übernehmen!", flüsterte Harry ihr zu und zog sie eng an sich.

Seine Hände, sein Körper dirigierten sie.

Sie hörte die Musik, spürte die Bässe.

Sie hörte ihr Blut in den Ohren rauschen und die sanfte Stimme Harrys "Genau so. Lass dich gehen..."

Und Pansy schloss die Augen und gab sich der Musik hin.

Lange tanzten sie, vergaßen die Zeit.

Doch irgendwann kamen sie verschwitzt zur Bar zurück.

Rhia, die strahlend hinter dem Tresen stand, hielt Harry ein Glas hin.

Harry trank den Black Russion in einem Zug und lächelte Rhia dankend an.

"Wir sollten langsam mal die Kurve kratzen, nicht wahr? Ist schon halb drei..", meinte Harry zu seinen Freunden.

Diese stimmten mehr oder weniger nüchtern zu.

Harry wurde von Rhia, Thea und einigen anderen wehleidig verabschiedet.

Dann verließ die Gruppe den Club und machten sich auf den Weg zum Auto.

Harry stützte zusammen mit Pansy einen betrunkenen Ron, während sich Helen, Ginny und Hermine um Draco kümmerten, der alleine gar nicht mehr hätte gehen können. Blaise, Seam und Nev torkelten trällernd und lallend hinter den anderen her.

Genervt verfrachtete Harry die betrunkenen Jungen ins Auto.

Hermine nahm wieder auf dem Beifahrersitz Platz.

Mit verbissenem Gesichtsausdruck fuhr Harry los.

Es war trotz der Uhrzeit eine Menge Verkehr und Hermine war mehr als besorgt, denn Harry hatte mehr als zuviel Alkohol getrunken.

Er fuhr enorm schnell, sodass es die Insassen bei jeder Kurve in den Sitzen herumschleuderte. Hermine unterdrückte einen Brechreiz.

"Harry, was meinte Sara damit, dass du keine Beziehung willst?", fragte sie mutig und wohlwissend, dass die Frage für einen Harry Potter zu privat war.

"Das ich keine Bindung will, was denn sonst?", meinte Harry schlicht.

"Aber warum? Gerade du..."

Die im hinteren Teil des Autos Sitzenden hörten aufmerksam zu, sogar die Betrunkenen.

"Weil ich mein Herz bereits verschenkt habe..", erklärte Harry seufzend.

Draco schluckte und war plötzlich wieder völlig nüchtern.

Hermine war kurze Zeit still, dann fing sie wieder an "Und warum bist du dann nicht mit demjenigen zusammen?".

Harry sah verkrampft auf die Straße und biss die Zähne zusammen.

"Tote können nicht lieben.", sagte er schließlich.

Hermine sah ihn geschockt an.

"Wer-", fing sie an, wurde jedoch von Harry unterbrochen.

"Erspar´ mir das, Hermine!", sagte er scharf.

Hermine nickte schnell und senkte betroffen den Kopf.

"Sagt bloß, He-Hermine, das Sssuperhirrn, sssieht die Zusammenhänge nicht? Iisst doch-ch klar, wer e-es ist-", lallte Seamus triumphierend.

"Halt den Schnabel, Finnegan, oder ich bau´ dir einen Gedächtnisblocker ein!", schnitt Harry Seamus das Wort ab.

Das Auto schoss über eine Kreuzung.

Weiter vorne sah man Blaulicht blinken.

Harry stöhnte und zog den Wagen von der Hauptstraße in eine dunkle Seitengasse.

"Was machst du? Wir müssen geradeaus!", bemerkte Hermine vorwurfsvoll.

"Das weiß´ ich selber, aber ich habe keinen Bock von den Bullen angehalten zu werden.. Die kennen mich schon viel zu gut.", erklärte Harry gereizt.

"Wie meinst du das?", wollte Hermine wissen.

"Ich war mit ein paar Leuten unterwegs und wir wurden bei ner Razzia gefilzt..", seufzte Harry und ging nicht auf das entsetzte Keuchen seiner besten Freundin ein.

Plötzlich hielt Harry und öffnete sein Fenster.

"Hey Harr´!", sagte eine Stimme.

Harry streckte die Hand aus dem Fenster und ergriff die dargebotene Hand des jungen Mannes.

"Hey! Du solltest hier verschwinden, die Cops sind vorne auf der Road 54. Ciao.", meinte Harry und zog die Hand zurück.

Keiner im Auto bemerkte, dass die Hand etwas enthielt.

Harry fuhr schnell weiter, ließ die fremde Person schnell hinter sich.

Bald bog er wieder auf die große Straße ab und tatsächlich waren keine Polizisten zu erkennen.

Harry atmete erleichtert auf.

Eine Zeit lang ging es schnell vorwärts, bis wieder eine Polizeistreife auftauchte.

Doch diesmal konnte Harry nicht mehr verschwinden und ergab sich, als die Polizisten ihn an die Seite winkten.

Harry legte einen Illusionszauber auf die Rückbank und meinte "Hermine und ich sind alleine unterwegs, ja? Wir kommen aus dem Club.".

Dann stieg er aus, ließ die Türe aber offen.

"Harry Potter! Was für eine Ehre..", wurde Harry von einer jungen Polizistin begrüßt.

"Consteable Hamilton, ebenfalls erfreut. Was habe ich ausgefressen?", wollte Harry genervt wissen.

"Allein die Tatsache, dass du Mitten in der Nacht in London unterwegs bist, ist besorgniserregend..", erklärte die Frau.

"Nun, das mag sein, aber könntest du dich beeilen, ich muss irgendwann noch mal nach Hause!", forderte Harry.

"Ausweis, Führerschein, Fahrzeugschein und die Papiere der hübschen Lady da, bitte!", sagte Consteable Hamilton.

"Herm, ich brauch deinen Ausweis.", sagte Harry zu Hermine und angelte den Fahrzeugschein aus dem Handschuhfach.

Er nahm Hermine ihren Ausweis aus der Hand und übergab die beiden Dinge Hamilton.

Während sie die Papiere überprüfte, holte Harry seine eigenen Ausweise hervor und drückte sie der grinsenden Frau in die Hand.

"Okay, alles klar. Wo kommt ihr her und wohin geht´s?", war ihre nächste Frage.

"Traffic Dinner und nach Hause!", Harry sah sich um.

Schnell packte die Polizistin Harry Arm und drehte ihn um.

Genauestens inspizierte sie seine linke Armbeuge.

"Jetzt reicht´s, Clara!", fuhr Harry sie an und entriss ihr seinen Arm.

"Hätte nicht gedacht, dass du tatsächlich loskommst von dem Shit! Ich hätte dich zu gerne dran bekommen!", entgegnete sie mit blitzenden Augen.

"Das war mir schon klar, schließlich versuchst du es bei jeder Gelegenheit.", schnaubte Harry verächtlich.

"Du hast hier bestimmt noch was! Sag´ mir wo du den Dreck hast!"

"Clara, steigere dich nicht in etwas rein, was dir Probleme schaffen kann.", er zog ihr die Ausweise aus der Hand und stieg wieder ein.

Er schlug die Türe zu und schoss davon.

"Harry?", fragte Ginny zaghaft.

"Was?"

"Um was ging es da?", Ginny zog schon den Kopf ein.

Hermine starrte ihn an und hauchte entsetzt "Du hast Heroin genommen?".

"Wie kommst du darauf?", schoss er zurück.

"Hat die Polizistin doch gesagt.", verteidigte sich Hermine.

"Clara hatte nie einen Beweis! Sie versucht sich zu rächen.", schnaubte Harry verachtend.

"Warum sollte sie sich an dir rächen wollen?", fragte Pansy.

"Sie hätte ihren Mann nicht mit mir betrügen müssen..", erklärte Harry schulterzuckend.

Darauf war es still, bis sie am Grimmauld´s Place ankamen.

Harry teleportierte sich, Herm, Ginny und Ron in Rons Zimmer und verfrachtete diesen ins Bett, nachdem er ihm den Schlafanzug angehext hatte.

Harry stellte eine kleine Phiole auf Rons Nachtisch und hinterließ dabei noch eine kleine Notiz.

Dann verabschiedete er sich bei den Mädchen und ging zurück zum Auto.

Harry teleportierte mit dem ganzen Wagen auf den Platz vor Godric´s Hollow.

Zusammen mit Helen und Pansy brachte er Seam, Nev und Blaise in ihre Zimmer.

Alleine kam Harry zurück um Draco hochzubringen.

Dieser war nämlich in einen Art Dämmerschlaf gefallen.

Kurzerhand nahm Harry Draco auf den Arm und trug ihn ins Haus.

Im Schlaf schmiegte sich Draco an Harrys Körper und fing an zu zittern.

Harry ignorierte die aufkommenden Gefühle und betrat Dracos Zimmer.

Vorsichtig legte er den Blonden auf das Bett und wechselte mit einem Schlenker der Hand Dracos Kleider in einen Pyjama.

Dann wollte er sich aufrichten, doch Draco umklammerte seine Hand.

Sachte versuchte Harry sich zu befreien, doch es gelang ihm nicht.

"Bleib´ hier, bitte!", nuschelte Draco im Halbschlaf.

Harry schüttelte den Kopf.

Doch Draco ließ ihn nicht mehr los und so legte sich Harry zu dem Jungen ins Bett.

Er spürte wie Draco sich an ihn drängte.

Draco zitterte unkontrolliert, schlief aber wieder tief.

Langsam driftete Harry in einen nebligen Schlaf ab.

Doch nicht lange.

Schon eine Stunde später erwachte er wieder.

Draco lag halb auf ihm drauf, den Kopf an seiner Halsbeuge. Seine Arme hatte er um Harrys Taille geschlungen.

Harry seufzte lautlos und schlug die Augen auf.

Er spürte Dracos Atem an seinem Hals und Stromstöße pulsierten durch seine Venen.

Seinen Körper durchjagte pures Adrenalin, bis es an der eisigen Mauer um sein Herz abprallte.

Sein Körper wurde wieder kälter und Harry spürte wie Draco erzitterte.

Harry schob Draco sanft und vorsichtig von sich herunter und setzte sich dann auf.

Schnell zog er seine Schuhe an und verließ das Zimmer des Slytherins.

In seinem eigenen Zimmer angekommen, schlief er sofort wieder ein.

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Mit brummendem Schädel erwachte Draco um 13.00 Uhr des nächsten Tages.

Er öffnete die Augen und kniff sie sofort stöhnend wieder zu.

Ein paar Minuten lag er ruhig da, darauf aus keine zu hektische Bewegung zu tun.

Dann öffnete er die Augen nochmals, diesmal langsam und vorsichtig.

Das grelle Sonnenlicht stach in seine Netzhäute, hinterließ leuchtende Punkte.

Draco richtete sich auf und durchforstete sein Hirn nach dem gestrigen Abend.

Vereinzelt flogen Bilder vor seinen Augen vorbei.

Vom Club, Harry und das Mädchen, Drinks, Drinks, Drinks,...

Verzweifelt schüttelte er den Kopf.

Konnte Harry nicht verdrängen.

Draco blickte sich um und sah einen Zettel auf seinem Nachttisch liegen. Daneben stand ein kleines Fläschchen mit einer zitronengelben Flüssigkeit darin.

Er nahm den Zettel und las die kurze Notiz.

Trink! Es wird den Kater neutralisieren.. HP

Überrascht starrte Draco die Schrift an, doch es war eindeutig die von Harry.

Seine Kopfschmerzen ignorierend trank er den Inhalt der Flasche in einem Zug, genau wie Seam, Nev, Blaise und Ron nachdem sie aufgewacht waren.

Das Getränk schmeckte nach Zitrone und die Säure tat sofort ihre Arbeit und neutralisierte den Alkohol.

Dracos Kopfschmerzen verschwanden und seine Sicht wurde klarer.

Er sprang in die Dusche, um dann eine halbe Stunde später in die Küche zu treten.

Alle außer Harry waren da und aßen zu Mittag.

Draco grüßte und setzte sich dann.

"Wisst ihr ob Harry Drogen nimmt?", fragte Blaise plötzlich die Muggel.

In Draco kam eine leise Erinnerung hoch und interessiert lauschte er der Antwort Michaels.

"Weiß´ nicht so genau. Er hat ziemlich viel geraucht, aber jetzt schon lange nicht mehr.. Kann sein, dass er was stärkeres nimmt, doch sicher weiß´ ich das auch nicht.."

Blaise nickte nachdenklich und trank von seinem Kaffee.

"Wie kommst du darauf?", wollte Tess von Blaise wissen.

"Nun, wir wurden gestern von der Polizei angehalten und die Polizistin hat ein paar Bemerkungen gemacht..", erzählte Pansy.

Zum Abendessen trafen sich alle wieder und diesmal waren auch Liz und Harry mit von der Partie.

Der Abend verlief recht lustig und früh gingen sie zum Schlafen.

Am nächsten Morgen trainierte Harry mit Chen, den er im Null komma Nichts besiegte. Er hatte viel in Asien gelernt.

Zusammen gingen sie zum Frühstück in die Küche.

Alle waren schon da und grüßten freundlich.

Nachdem Harry sich gesetzt hatte, flogen Pig und Hedwig herein.

"Leidet das Tier am Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom?", fragte Petunia interessiert, als sie die hyperaktive Eule beobachtete.

"Kann schon sein.. Ron hat ihn von Sirius bekommen.", erklärte Harry und las den Brief.

Danke für den Trank, Alter!

Mum wäre ausgerastet.

Ginny und Herm diskutieren gerade mit Remus, Tonks und Snape über Drogen. Ich habe davon keine große Ahnung.. Sie glauben du würdest Herion, oder so, nehmen.. Was ist das?

Nun, ist ja egal..

Du musst mir jetzt aber wirklich mal erklären, warum sich dir die ganzen Mädels an den Hals schmeißen..

Ich blicke bei dir echt nicht mehr durch..

Früher haben wir über alles geredet und jetzt?

Irgendwie habe ich das Gefühl, ich kenne dich nicht mehr...

Unsere Freundschaft ist nicht mehr das, was sie einmal war, merkst du das nicht?

Oder willst du es so?

Aber warum? Warum bloß, Harry?

Ich weiß, du hast, dir sehr wichtige, Menschen verloren und ich kann verstehen, dass du trauerst! Wirklich!

Ich kann deinen Schmerz nicht nachempfinden, schließlich hattest du diese sehr enge Beziehung zu Sirius.. Marc kannte ich gar nicht..

Doch ich verstehe deinen Schmerz. Vielleicht bin ich oft ziemlich unsensibel, aber ich sehe wie sehr du leidest..

Und ich weiß, dass diese Phase bei dir noch lange nicht zu Ende ist!

Doch ich würde dir sehr gerne dabei helfen, diese Phase zu überstehen.

Du kannst mit mir über alles reden, du kannst mich anschreien oder heulend in meinen Armen liegen! Ich werde immer für dich da sein, immer!

Sirius war nicht der Einzige, der dich liebt!

Erinnere dich an all die Anderen..

Remus, Tonks, Mum, Dad, Herm, Gin..

Wir lieben dich alle, und es tut weh, dass du das vergisst oder ignorierst..

Wir wollen nur wissen, dass es dir gut geht.

Ron

Harry starrte den Brief an.

Das sollte Ron geschrieben haben?

Die Worte trafen ihn sehr.

Die Wand um sein Herz erzitterte heftig, doch sie hielt stand.

Harry verschloss seine Gefühle, faltete den Brief wieder zusammen und steckte ihn in die Hosentasche.

Dann öffnete er den nächsten Brief.

Er war ein Brief von Omar Hassan Uth Matar.

Ihm gehörte das Gestüt und seine Tochter war Sherazaine.

Und eigentlich war Harry jetzt so etwas wie sein Sohn, schließlich gehörte er zur Familie.

Da der Brief auf arabisch war, brauchte Harry etwas länger um ihn zu lesen, er war ja kein Meister.

Omar würde nach England kommen um zwei Westernpferde zu kaufen. Zwar besaß er schon zwei, aber um die Herden in der Wüste zusammen zu treiben, brauchte er mehrere Pferde.

In Arabien gab es kaum solche, denn dort waren natürlich die Araber und Berber am beliebtesten.

Omar bat Harry mit ihm zusammen eine große Pferdemesse zu besuchen um ihm beim Kauf zu helfen. Er kannte sich nicht so gut mit anderen Pferden aus, er war auf Araber spezialisiert.

Aber Harry hatte großes Geschick in der Arbeit mit Westernpferden gezeigt und ihm gefiel es auch und so würde Harry eine große Hilfe sein.

Harry beschwor ein Blatt Pergament und einen Stift herauf und fing an einen Brief zu schreiben. Wieder brauchte er länger, denn die Schriftzeichen waren für ihn noch ziemlich schwierig.

Aber auch bei der Anrede hatte er Probleme.

Wie sollte er ihn bloß ansprechen.

Omar hatte ihn mein Sohn´ genannt.

Konnte er es wagen Vater´ zu sagen?

Er würde es riskieren müssen.

So schrieb er es nieder und machte sich an den Rest des Briefes.

Harry würde Omar vom Flughafen in London abholen und mit ihm zur Messe fahren.

Sherazaine würde zu Hause bleiben und das Gestüt leiten, bis ihr Vater zurück war.

Harry beendete den Brief und faltete ihn zusammen.

Hedwig nahm ihn Harry sanft aus der Hand und flog davon.

"Puh!", stöhnte Harry und lehnte sich zurück.

"Was war das denn für ein Brief, den du geschrieben hast? Was war das für eine Sprache?", fragte Chen neugierig.

"Eine schwere Sprache jedenfalls. Ich glaube, ich habe die Grammatik immer noch nicht im Griff!", erklärte Harry ausweichend.

"Nun, okay! Wenn du es nicht sagen willst, bitte!", meinte Chen nur und aß weiter.

Harry bemerkte den aufgedrehten Pig und fing ihn ein.

"Ich wüsste zu gerne, wo Sirius dich aufgetrieben hat..", sagte er zu dem Vogel.

Doch dieser antwortete wie zu erwarten nicht.

Harry schickte die Winzeule ohne Antwort zurück.

Er würde mit Ron lieber sprechen, als schreiben.

"So, was gedenkt ihr heute zu tun?", fragte Harry in die Runde.

"Faulenzen!", kam es einstimmig von den Jugendlichen.

Harry zuckte die Schultern und stand auf.

"Okay, ich werde dann mal verschwinden! Lissy? Kommst du?", forderte Harry seine Ziehtochter auf.

Diese strahlte und nickte begeistert.

Harry hob sie hoch und teleportierte zum Hauptquartier.

Dort wurde er begeistert begrüßt und über die Neuigkeiten aufgeklärt.

Über den Sommer waren die Angriffe der Todesser merklich abgeschwächt, anscheinend plante Tom etwas.

Liz verschwand mit ein paar gleichaltrigen Kindern auf den Ländereinen.

Es durften nur Mitglieder ins Hauptquartier, die einzige Ausnahme waren Kinder, die unter 7 Jahre alt waren.

Ältere Kinder waren nicht befugt das Hauptquartier zu betreten.

Entsprechende Familien lebten dann zu Hause und die Eltern kamen nur ins Hauptquartier, um bei den Angriffen zu helfen oder Berichte abzuliefern.

Um ein Schatten werden zu können, musste man Volljährig sein und Treue und Aufrichtigkeit schwören.

Doch gab es keinen einzigen vollwertigen Schatten in Hogwarts.

Es gab zwar Viele, deren Eltern Schatten waren, doch selbst gehörten sie nicht ganz dazu.

Sie waren Anwärter und schon halb aufgenommen. Für den letzten Schritt aber fehlte noch die Volljährigkeit.

Harry verbrachte ein paar Stunden mit Lucius, bevor Narcissa ihn zum Einkaufen schleppte.

Lissy wurde selbstverständlich ebenfalls mitgezogen.

Am Abend kamen Harry und Liz erschöpft zum Hauptquartier zurück, während Narcissa fröhlich nach Hause apparierte.

Harry vergrößerte die vielen Tüten und sprach einen Zauber, der sowohl seine als auch Lissys neue Kleider in den begehbaren Schrank einsortierte.

Lissy lief den Kleidungsstücken kichernd hinterher und versuchte sie zu fangen, bis sie schließlich aufgab und sich zu ihren Freunden gesellte.

Harry teleportierte zum Grimmauld´s Place um mit Ron zu sprechen.

Er betrat die zum Abendessen gefüllte Küche und wurde von Schweigen begrüßt.

"Ron, kann ich dich mal sprechen?", sagte er in die Stille und Ron stand sofort auf und verließ mit ihm zusammen die Küche.

Sie gingen in Rons Zimmer.

Ron setzte sich auf sein Bett und Harry nahm auf dem Schreibtischstuhl Platz.

"Es ist wegen dem Brief, nicht wahr?", fing Ron zögernd an.

Harry nickte.

"Du musst wissen, ich meine das wirklich ernst! Ich möchte dich nicht verlieren! Du kannst mit mir über alles reden, aber nicht wenn du nicht willst.. Ich möchte, das du weißt, dass ich immer zu dir halten werde!", sprach Ron leise, aber fest.

"Danke, Ron. Ich weiß das zu schätzen. Und ich weiß auch, dass es für euch nicht einfach ist. Für mich auch nicht.. Und wenn ich manchmal verletzend werde, dann tut es mir Leid! Ich denke wohl mal wieder nur an mich! Ich will einfach den Schmerz loswerden und denke nicht dran, dass ich euch damit verletzte, wenn ich nicht sage was ich tue! Das tut mir Leid.", sagte Harry genauso ernst.

"Nein, Harry. Das muss die nicht Leid tun. Du hast nichts falsch gemacht.. Du hast ein Recht drauf, zu trauern.. Es ist nur so, dass Herm und ich früher über Alles Bescheid wussten, was du tust.. und wenn wir nicht damit zurecht kommen, dass du uns nicht mehr Alles sagst, dann ist das unser Problem und nicht deines! Ich wollte nur, dass du weißt, wie viel du mir, uns bedeutest.. Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen!", endete Ron und sah auf.

Harry stand auf und umarmte Ron.

Dieser erwiderte die Geste erfreut.

Nach ein paar Minuten lösten sie sich wieder.

Harry setzte sich zu Ron aufs Bett.

"Du kannst fragen was du willst! Aber ich garantiere dir nicht, dass ich jede Frage beantworte, doch die Antworten, die ich dir gebe, werden ehrlich sein!", versprach Harry.

"Wo warst du die ganzen Ferien über?"

"Ach, ich bin ein wenig in Asien herumgereist! Liz und ich waren in Indien, Arabien, China, Ägypten und Japan! Wunderschön dort.", erzählte Harry euphorisch.

"Und die Mädels auch, oder?", warf Ron frech ein.

Harry grinste leicht und nickte.

"Ich wusste es!", rief Ron aus und kugelte sich vor lachen.

Misstrauisch sah Harry auf seinen besten Freund und fragte sich was so lustig gewesen sein könnte.

Langsam beruhigte sich Ron wieder und fragte "Was würdest du tun, wenn Herm und ich zusammen wären?".

"Ich würde mich für euch freuen, natürlich!", antwortete Harry wie selbstverständlich.

"Ehrlich?", fragte Ron perplex.

"Klar, ihr zwei passt doch wunderbar zusammen.. Wusstest du, dass Wetten laufen, wann ihr endlich zusammenkommt?", entgegnete Harry.

"WAS?", kreischte Ron.

Harry lachte kurz auf und meinte anschließend "Und, seid ihr zusammen?".

Ron schüttelte betrübt den Kopf und seufzte schwer.

"Nein, ich glaube sie ist in dich verliebt.", sagte Ron traurig.

"Das glaube ich nicht. Außerdem bin ich nicht in sie verliebt!", versuchte Harry ihn zu trösten.

"Bist du nicht?", versicherte sich Ron hoffnungsvoll.

"Nein, ich habe mein Herz schon verschenkt. Und das weiß sie auch..", erklärte Harry.

Erleichtert nickte Ron und umarmte Harry vorsichtig.

Doch er verstärkte die Umarmung, als Harry sie erwiderte.

Bald darauf verabschiedete sich Harry und verschwand in einer Stichflamme.

Ron begab sich wieder hinunter in die Küche, wo er verdutzt angestarrt wurde. Wahrscheinlich, weil er ein strahlendes Lächeln im Gesicht hatte.

"Ron, geht es dir gut?", fragte Herm sofort.

"Sicher, warum sollte es mir nicht gut gehen?", trällerte Ron und setzte sich an den Tisch.

Hermine sah ihn verstört an und wandte sich dann ab.

"Was hat Harry denn erzählt?", wollte Ginny neugierig wissen.

"Wusstet ihr, dass Wetten laufen, wann Herm und ich zusammen kommen?", fragte Ron in die Runde.

Hermines Kopf ruckte in die Höhe, während Gin zu lächeln anfing.

"Sicher, ich habe auf siebtes Jahr gewettet.. Dean, Harry, Seam, Lav, Pansy, Ernie, Cho, Hannah, Michael, Terry, Susan, Dennis und Blaise sind alle schon rausgeflogen. Draco, Helen und Nev haben auch aufs Siebte Jahr gesetzt.", Ginny grinste dämlich und betrachtete Hermine und Ron, die beide rot angelaufen waren.

Molly, Fred, George, Bill, Remus, Tonks und Mad-Eye brachen in schallendes Gelächter aus und bekamen sich fast nicht mehr ein.

° - break - °

To Be Continued

Das war das 16.

Wie war es? Bitte schreibt mir doch eure Meinungen..

Sagt mal, findet ihr nicht auch, dass Harry im Halbblut-Prinz auffällig wenig um Sirius trauert?

lord-slash