Kapitel 20: Badespass

Ruhig saß Erestor da und blickte auf die beiden Vertreter der anderen Elbenreiche. Er fragte sich, was in ihren Köpfen vorging, als Elrond ihnen seine Pläne verdeutlichte. Haldir war in Erestors Augen ruhig, wie immer verzog der Hauptmann keine Miene, Legolas hingegen wirkte nervös. Aber dies war verständlich, wenn man bedachte, dass es immerhin um das Reich seines Vaters ging.

„Das letzte Treffen des weißen Rates hatte ergeben, dass wir uns gegen Dol Guldur stellen müssen, und ihr habt nun meine Pläne zur Aufstellung der Armeen gehört. Ich wüsste gerne Eure Meinung dazu", erklärte Elrond gerade und blickte erwartungsvoll auf Haldir und Legolas. Erestor beobachtete amüsiert die beiden, sie hatten sich wie durch Zufall nebeneinander gesetzt, doch Erestor glaubte nicht an Zufälle, genauso wenig, wie er daran glaubte, dass Elladan sich ganz unbedacht neben Legolas' Schwester gesetzt hatte.

Doch zur Überraschung aller erhob sich nun eben jene und trat an die Tafel, an der Elrond seine Pläne erläutert hatte.

„Als General Thranduils, kann ich nur darauf verweisen, dass es sinnvoller wäre die Truppen zu mischen, da in meinem Volk wesentlich mehr Bogenschützen sind, als Schwertkämpfer", erklärte sie und schrieb einige Zahlen zu den Aufstellungen, die Glorfindel und Haldir veranlassten nach Luft zu schnappen. Mit kalten Augen blickte sie die beiden an.

„Wie ihr sicherlich wisst, sind unsere Grenzen wesentlich gefährdeter als eure, daher diese großen Zahlen. Mehr als die Hälfte der Waldelben sind Soldaten", erklärte sie stolz.

„Ich wusste nicht, dass Ihr ein General seid", sprach Erestor und neigte respektvoll das Haupt.

„Nun, es ist auch nicht so bekannt, da mein Bruder und ich zusammenarbeiten. Im Normalfall tritt er in den Vordergrund", antwortete sie lächelnd und wandte sich wieder an die anderen Heerführer. „Soweit ich weiß verfügt Bruchtal größtenteils über Schwertkämpfer, Bogenschützen sind eher rar, in Lothlórien ist es recht ausgeglichen. Doch denke ich, dass jedes der Heere einige unserer Elben haben sollte, da wir die Gegend kennen. Und vergesst nicht die Vorposten. Diese würde ich gerne aus Galadhrim und Düsterwaldelben zusammenstellen, sie sind am besten darin, von den Bäumen aus zu spionieren", fuhr sie fort und lächelte erneut, als Haldir, Elrond und Glorfindel die Köpfe neigten.

Auch Legolas stimmte ihr zu, aber sein Blick war von dem silberblonden Hauptmann gefesselt, der gespannt zuhörte. Zu gerne hätte er nun seine Gedanken gekannt.

Erestor hingegen beobachtete wie immer jede Kleinigkeit, später würde er mit Elrond alles noch einmal durchsprechen, besonders, was die einzelnen Personen betraf. Auch er zeigte keinerlei Reaktionen, nur als er Elladans überraschten Blick bemerkte bei den Worten Melelhídhrils konnte er sich ein wissendes Lächeln nicht verkneifen.

Die Elbenmaid hingegen wirkte nur nach außen so kühl, wie sie vorgab. In ihrem Inneren tobte es, trotz ihrer gelassenen Fassade, war sie alles andere als sicher, nein, Nervosität beherrschte sie, doch sie wusste es geschickt zu verbergen. Melelhídhril war nun schon lange genug General um dies gelernt zu haben. Ein kurzer Blick in die Runde sagte ihr, dass es wirklich nicht bemerkt worden war. Die Elbenmaid strafte die Schultern und blickte hinüber zu dem Herren von Bruchtal, wartend darauf, was er zu ihren Vorschlägen zu sagen hatte. Dabei entging ihr jedoch der Blick Elladans, welcher auf ihr ruhte.

Der ältere Sohn Elronds war zu erst reichlich erstaunt gewesen, als die Elbenmaid so selbstsicher, wie es schien, das Wort ergriffen hatte. Und sein Erstaunen, aber auch seine Begeisterung war bei den Worten Melelhídhrils stetig gewachsen. Noch nie hatte Elladan eine Elbenfrau kennen gelernt, die ihm ebenbürtig war, aber diese schien es zu sein.

Elrond nahm die Blicke seines Sohnes sehr deutlich wahr und blickte kurz zu Erestor, der ihm knapp zunickte. Dann wandte er sich wieder an die Elbenmaid.

„Eure Vorschläge klingen sehr gut durchdacht, ihr kennt das Terrain, wir hingegen eher weniger. Hauptmann Haldir, Glorfindel, was denkt ihr darüber?", fragte er sie beide.

„Diese Idee ist sicherlich einer tieferen Überlegung wert. Aber Ihr hattet ja noch eine Botschaft für Elrond, Leoglas, sprecht frei heraus, wenn sie etwas mit dem Thema zu tun hat", erwiderte Glorfindel und Haldir nickte nur zustimmend.

Der jüngste Elb in der Runde erhob sich und trat an die große Karte.

„Mein Vater erzählte mir von einem weiteren Eingang nach Dol Guldur, der in etwa hier liegt", sprach er und zeigte auf einen Fleck wenige Meilen davon entfernt. „Dabei handelt es sich um einen Tunnel, der nur spärlich bewacht wird."

Haldirs Augen leuchteten auf, und er erhob sich geschmeidig. Den blonden Sohn Thranduils vergessend, trat er an die Karte.

„Das würde heißen, wir könnten darüber eine kleinere Gruppe einschleusen, die uns die Tore öffnet. Was wiederum wesentlich geringere Verluste auf unserer Seite zu bedeuten hätte", sprach er und blickte Elrond und Melelhídhril an, die ihm zunickten. So etwas wie Erleichterung lag auf ihren Gesichtern. Erestor hingegen wirkte etwas skeptisch.

„Wenn wir uns mit den Armeen nähern, und der Zugang nicht wirklich sehr geheim ist, könnte es sich auch um eine Falle handeln, bitte vergesst dies nicht", erklärte er nachdenklich.

„Aber, solch eine Möglichkeit sollte genutzt werden", widersprach Glorfindel, und schon nach kürzester Zeit war eine hitzige Diskussion im Gange.

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„Seid ruhig, durchdenkt dies, wir werden morgen weiter sprechen", gebot Elrond. Höflich erhoben sich alle und wollten sich schon verabschieden.

„Elladan, wie wäre es, wenn du Melelhídhril durch Imladris führst? Sie war noch nie hier", fragte er noch seinen Sohn und die Tochter Thranduils, die beide zustimmend nickten.

Elladan blickte bei der Nennung seines Namens erstaunt auf, war er doch mit den Gedanken zuletzt nicht mehr wirklich bei der Besprechung gewesen. Nun nickte er hastig lächelnd.

„Ich werde dies gerne übernehmen", sprach er und erhob sich von seinem Stuhl.

Freundlich blickte er Melehídhril an, als er ihre Hand ergriff um sie wegzuführen. Innerlich war er nervös, doch war er froh darüber, genügend Selbstbeherrschung zu besitzen und nun nicht zu zittern anzufangen.

So führe der Elb die Elbenmaid in Imladris herum. Er zeigte ihr die Heilerhäuser, die Ställe und führte sie zu den Mannschaftsquartieren. Dabei redete er fast ohne Unterlass. Elladan erkannte sich selbst kaum noch wieder. Als letztes gelangten sie schließlich zu den Badehäusern Imladris' und der dunkelhaarige Elb öffnete seiner Begleitung galant die Tür, ehe er selbst eintrat.

Melehídhril war begeistert von den hellen, offenen Gebäuden, die so anders waren als Düsterwald. Auch wenn sie ihre Heimat liebte, so konnte sie doch die Schönheit dieses Ortes nicht leugnen, und auch den Frieden nicht, den er ausstrahlte, die Ruhe und die Kraft, eine Aura, die auch Elrond und seinen Söhnen zu eigen war. Doch auch spürte sie die Unsicherheit des älteren Zwillings und innerlich lächelte sie. Es waren ein paar wenige schöne Stunden, die sie sehr genoss, doch fragte sie sich, wann er endlich wagen würde sich ihr zu nähern. Wie sehr hatte Elrohir wohl mit seiner Andeutung recht, er würde ständig ein anderes Mädchen in sein Bett nehmen? Sie war gewillt es herauszufinden, da sie Elladan sehr interessant fand, und vor allem sehr gut aussehend, mit den langen ebenholzfarbenen Haaren und den strahlenden grauen Augen. Der Inbegriff eines Noldo. Außerdem, wenn er schon so viele Mädchen in seinem Bett gehabt hatte, wusste er wenigstens was er tat, schoss es ihr durch den Sinn, als sie seine geschmeidigen Bewegungen beobachtete.

Doch enttäuschte es sie, dass er keinerlei Anstalten machte, sich ihr zu nähern, so beschloss sie, als sie an den Badehäusern ankamen, den ersten Schritt zu wagen. Doch erst einmal bewunderte sie die verschiedengroßen Becken, die aus einer heißen Quelle gespeist wurden. Manche waren mehr, und manche weniger vor Blicken geschützt. Zielsicher ging sie auf eines der Becken zu, dass sehr vor Blicken geschützt war, aber dennoch genug Platz bot für mehr als zwei Elben.

„Ich habe schon seit Tagen kein erholsames Bad mehr genossen, wollt Ihr mir Gesellschaft leisten?", fragte sie ihn und begann bereits ihre Kleidung abzulegen.

Elladan starrte sie verwundert an. In diesem Moment hatte er mit vielem gerechnet, doch mit diesem sicherlich als letztes. Verwirrt sah er wie ihre Kleidungsstücke, eines nach dem anderen, zu Boden glitten und die Elbenmaid ihn weiter anlächelte. Nervös schluckte er, dies hatte er nicht erwatet.

„Seid ihr Euch auch sicher, dass Ihr meine Gesellschaft wünscht?", fragte er deshalb leise und konnte nicht verhindern, dass sein Hals leicht trocken wurde.

Ihr glockenklares Lachen hallte durch den Raum und sie blickte auf, mit einem schelmischen Grinsen.

„Natürlich wünsche ich Eure Gesellschaft, sonst würde ich nicht fragen", erklärte sie, als sie nun nackt vor ihm stand. „Doch bin ich so hässlich, dass Ihr mich nicht ansehen wollt?", fragte sie immer noch mit diesem neckenden Tonfall, während sie sich umdrehte und ins heiße Wasser glitt, wohlig schnurrend. Sie wusste, sie würde bekommen, was sie wollte.

Elladan wirkte noch verwunderter, eigentlich hatte er zu Anfang ein anderes Bild von Legolas' Schwester gehabt, doch nun schien es sich zu verändern.

Ein weiterer unsicherer Gedanke bemächtigte sich seiner, dennoch schob er diesen schnell beiseite. Er wusste kaum was er tat, als er sich ebenfalls seiner Kleidung entledigte. Kurze Zeit später verriet ein leises Platschen, dass er ebenfalls in das Wasser gestiegen war.

„Schön, dass du dich noch entschlossen hast, dich zu mir zu gesellen", lachte die Elbenmaid und wandte sich ihm zu. „Doch sag, wie ist es so, als Sohn des einflussreichsten Elben zu leben? Wie ist es für dich hier in Imladris zu leben? Es scheint mir soviel friedlicher zu sein als Düsterwald, und doch hört man, dass du und dein Bruder sich nicht nach dem Frieden sehnen." Erwartungsvoll blickte sie ihn an.

„Nun, nur weil es hier friedlicher scheint, bedeutet es nicht, dass hier Frieden herrscht. Zu viele Orks treiben rund um Imladris ihr Unwesen, fast täglich werden es mehr. Wundert es Euch da, dass wir uns nach Ruhe sehnen? Oft sind wir auf der Jagd nach diesen Bestien, seit immer mehr auftauchen fast täglich", erwiderte Elladan nachdenklich. „Und so macht es auch keinen Unterschied ob ich nun der Sohn Elronds oder der eines Dieners wäre, wir alle kämpfen gegen diese grausamen Geschöpfe."

Sie lächelte bei diesen Worten, da sie ihr Herz ergriffen. Vorsichtig legte sie eine Hand auf seine Lippen, fühlte die warme, weiche Haut.

„Ich weiß, was Ihr meint. Als meine Mutter in den Westen segelte, weil sie es nicht mehr ertrug, wie sich das Land immer mehr verdunkelte, beschloss ich für den Frieden zu kämpfen, dafür, dass der Düsterwald eines Tages wieder Grünwald heißen kann", erklärte sie, während in ihren Augen einige Tränen schimmerten. Es war nicht der einzige Grund gewesen, warum ihre Mutter es nicht mehr ertragen konnte in Mittelerde zu verweilen, aber über das Leid ihres Bruders konnte sie nicht sprechen. „Auch erst danach wurde ich einer der Generäle meines Vaters."

Elladan erzitterte ein wenig unter der Berührung ihrer geschmeidigen Finger. Gleichzeitig breitete sich Traurigkeit über ihre letzten Worte in seinem Herzen aus. Er wusste nicht wirklich, ob er das nächste tun sollte, doch bevor sich in seinem Verstand etwas dagegen widersetzen konnte, bot er der hübschen Elbenmaid seine stumme Umarmung an.

„Wie lange ist es her, seit Eure Mutter fortzog?", fragte er dabei leise und vorsichtig.

„Schon viele Jahrhunderte", kam die kurze Antwort, als sich die Elbenmaid auf seine Schenkel setzte, ihm zugewandt und sich gegen ihn sinken ließ. Sie lächelte bei dem Gefühl seiner Haut auf ihrer. Wunderbar weich und seidig schien sie ihr, und sie konnte nicht anders, als die Schulter zu küssen, an der sie lehnte.

„Es war ungefähr 1260 Jahre bevor Eure Mutter gen Westen segelte. Seither hatte ich nicht mehr viel Ruhe, aber ich lernte damit zu leben, wie auch Ihr das gelernt habt", sprach sie leise, während sie ihre Hüften leicht nach vorne schob. „Doch es schmerzt zu sehen, wie mein Vater sie vermisst. Er hat sie aus ganzem Herzen geliebt. Wenn ich ihn so leiden sehe, habe ich Angst selbst einmal so zu lieben, aber irgendwo wünsche ich es mir auch, da ich mich noch sehr gut an ihre glücklichen Zeiten erinnern kann."

Elladan schloss kurz die Augen, als er den Kuss der Elbenmaid spürte. Er konnte nicht leugnen, dass er darauf zu reagieren begann und er wusste, dass Melelhídhril es spürte.

„Verzeiht", sagte er so leise und schob sie vorsichtig ein kleines Stück von sich weg.

Eine Weile schwieg der Elb nun bevor er weiter sprach.

„Auch ich sehe wie schmerzlich mein Vater meine Mutter vermisst. Es gibt Zeiten, da wünsche ich mir einfach nur, dass er freikommt und ihr endlich nach Valinor folgen kann."

„Warum entschuldigt Ihr Euch, wenn Ihr so reagiert, wie ich es möchte?", fragte sie keck und rutsche nun auf seinen Schoß, sodass ihre Hüfte seiner sich aufbauenden Erregung sehr nahe kam. Wären sie nicht im warmen Wasser, würde er jetzt ihre Hitze spüren.

„Auch ich wünsche mir dies für meinen Vater, aber die beiden werden noch gebraucht", seufzte die Elbenmaid und lächelte den Elben an. „Doch genug von diesem Gespräch, sagt, ist es wahr, was Euer Bruder andeutete, bezüglich sehr vieler Elbenmaiden, die Ihr schon in Eurem Bett hattet?"

Elladan lachte kurz auf.

„Ach, wie willst du denn, dass ich reagiere?", fragte er in einem spielerisch, frechen Tonfall und seine Augen funkelten, dann wurde er jedoch wieder ernst.

„Nun, ich hatte zwar wesentlich mehr Liebhaberinnen als er, aber nicht in dem Maße, wie er es darstellt", erklärte er dann ehrlich.

Tief blickte sie in seine Augen und erkannte, dass er die Wahrheit sprach.

„Gut, dann sind wir uns in etwa ebenbürtig, was die Erfahrungen angeht, aber bitte verrate dies weder meinem älteren Bruder noch meinem Vater, sie glauben, ich wäre noch unberührt", kicherte sie. „Aber nun zu dem, was ich möchte. Ich will dich, und ich möchte, dass du so reagierst, dass ich meinen Erfahrungsschatz noch vergrößern kann", gestand sie und ließ nun ihre Hände auffordernd über seine Brust gleiten, bis hinunter zum Bauchnabel und noch tiefer.

Doch die Elbenmaid hatte nicht mit Elladans nächster Reaktion gerechnet.

Dieser umfasste ihre beiden Handgelenkte und zog ihre Hände weg von seinem Körper.

„Nein, nicht", erwiderte der Elb leise. „Das hier ist nicht zu vergleichen mit dem, was ich bisher hatte, es ist anders und deshalb möchte ich dies nicht so."

Melelhídhril blickte bei seinen Worten etwas verwirrt auf, dies hatte sie nicht erwartet.

„So leicht machst du es mir also?", fragte sie ihn und lächelte, während sie sich zurückzog, nur um ihn dann sehr sanft zu küssen. Sie spürte, wie schnell ihr Herz schlug, und wusste, dieser Elb faszinierte sie viel mehr, als jeder vorherige. „Wie möchtest du es denn?", erkundigte sie sich und ohrfeigte sich innerlich für das leichte Zittern in ihrer Stimme, dies hatte sie nicht eingeplant.

Elladan starrte die Elbenmaid verwirrt an. Nur im Unterbewusstsein registrierte er das Zittern, welches in ihren Worten gelegen hatte.

„Was meint Ihr damit?", fragte er heiser.

„Wie es Euch lieber wäre? Ihr habt selbst gesagt, es ist für Euch anders und Ihr möchtet es nicht so", antwortete sie sanft und trat einen Schritt zurück, sich völlig bewusst, was für einen Effekt das Wasser, das ihren Körper hinabperlte, auf ihn haben würde. Lächelnd musterte sie ihn eindringlich. Er gefiel ihr ausnehmend gut, die langen, schlanken Beine, die schmalen Hüften, die deutlich sichtbare Erregung, der flache Bauch und die kräftigen, aber nicht zu breiten Schultern ließen sie innerlich erzittern, und sie fragte sich wieder unwillkürlich, wie es wohl wäre unter ihm zu liegen, ihn zu spüren.

Nun zog eine gewisse Röte über Melelhídhrils Wangen, und ihre blaugrünen Augen verdunkelten sich, sodass sie wie das Meer wirkten, genauso schäumend und aufgewühlt.

In diesem Moment war Elladan mehr als froh darüber, sitzen zu können, da er spürte, wie wenig er nun hätte stehen können. Die Augen des Elben konnten nicht von der Elbenmaid lassen, die nackt vor ihm stand. Elladan zwang sich die nächsten Worte zu sprechen.

„Ich glaube, Ihr habt mich falsch verstanden", erwiderte er sehr leise und erkannte seine eigene Stimme kaum mehr. Kurz stockte er, um nach einer Weile gefasster weiter zu sprechen.

„Es ist anders, ja, und ich möchte es nicht so, denn ich möchte Euch für mehr als nur eine Nacht."

„Dann sind wir uns ja einig, aber ich wäre dennoch dafür, es auszutesten, ob sich denn mehr als eine Nacht lohnt", antwortete sie, beugte sich vor und leckte über seine Ohrspitze. „Wenn ich Euch zu direkt bin, sagt es, aber ich bin gewohnt zu bekommen was ich möchte, und dies auch einzufordern. Ich muss zugeben, Ihr interessiert mich, selten habe ich einen Elben gesehen, der mein Herz so hat höher schlagen lassen, also was sagt Ihr?"

Bei diesen Worten konnte auch sie nicht mehr leugnen wie nervös sie war, und es würde sie nicht überraschen, wenn er es wahrnahm.

Und der Elb nahm dies tatsächlich nahezu überdeutlich wahr, es beschäftigte ihn fast mehr als seine Erstauntheit über das, was sie tat. Solch Verhalten war er nicht gewohnt und so sah er sie nun mit weit geöffneten Augen an. Trotzdem musste Elladan innerlich zugeben, dass es ihn so nur noch mehr reizte und er spürte, wie sich ebenfalls Nervosität in ihm auszubreiten drohte.

Die Tochter Thranduils seufzte theatralisch, als Elladan nicht reagierte und trat wieder auf ihn zu, sodass seine Nase fast ihren Bauchnabel berührte. Langsam hob sie sein Kinn an und sah auf ihn hinunter.

„Habe ich Euch so überrascht, dass Ihr nichts zu sagen wisst? Ich meine es ernst, ich würde sehr gerne eine Nacht mit Euch verbringen, aber…" Nun musste sie wirklich stoppen, konnte nicht leugnen, dass ihr Herz raste. So laut und schnell, dass sie glaubte, er müsste es hören. „…Aber ich wäre auch an sehr viel mehr interessiert", vollendete sie den Satz und nun war ihr Zittern offensichtlich.

Ein leichtes Grinsen überzog das Gesicht des dunkelhaarigen Elben, als er ihre Unsicherheit bemerkte.

„Nun, habt Ihr solche Angst vor meiner Antwort, dass Ihr bereits anfangt zu zittern?", fragte er lächelnd und bevor sie noch etwas antworten konnte, hatte Elladan sie zu sich hinuntergezogen und küsste sie.

Seine warmen Lippen lösten ein Kribbeln in ihrem Unterleib aus, und sie konnte nicht anders, als die Arme um ihn zu schlingen, und sich näher an ihn zu pressen, ihr Becken in Kontakt mit seiner Erregung zu bringen, was ihn deutlich aufkeuchen ließ. Als seine Zunge die ihre berührte, wusste sie, er hatte schon viele Frauen geküsst, und sie lächelte innerlich.

„Nun Angst würde ich nicht direkt sagen, aber aufgeregt bin ich schon", stieß sie hervor, als ihre Lippen sich kurz trennten, nur um dann seinen Mund zu erobern.

„Dann lasst es uns doch versuchen", stieß er hervor, als sie sich kurz von ihm trennte. Elladan spürte wie das Blut in seinen Adern pulsierte und er konnte nicht leugnen, dass ihre Nähe die Hitze in ihm aufsteigen ließ.

Ein Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie diese Worte hörte, und noch mehr, als sie spürte, wie er unwillkürlich seine Erregung gegen sie presste. Innerlich jubelnd ließ sie ihre Hände über seinen Körper wandern, dicht gefolgt von ihren Lippen. Seine Haut fühlte sich weich an und sie spürte das Kribbeln in ihren Lenden, als nun auch seine erfahrenen Hände begannen ihren Körper zu erkunden, über ihre Schultern streiften, ihre Hüften entlang, über ihren runden Po zu ihren Oberschenkeln und wieder zurück. Es schickte Schauer der Erregung durch ihren Körper und sie konnte nicht anders, als auf zu keuchen, als seine Hände nun ihre Vorderseite erreicht hatten und zärtlich über ihre Brüste fuhren, seine Lippen an ihrem Hals saugten und sie sanft bissen.

Spielerisch neckte er mit ihren Knospen, und wieder schob sie ihr Becken näher an ihn, langsam wurde der Wunsch mit ihm zu verschmelzen immer stärker.

Doch auch er presste sich nun an sie, rieb sich an ihr, zeigte ihr wie sehr es ihm nach ihr verlangte, und ein triumphierendes Lächeln lag auf ihren Lippen, als sie ihn erneut küsste.

Sie bekam immer was sie wollte.

Die Augen unschuldig zu ihm aufschlagend glitt ihre Hand nun zwischen ihre Körper und strich sanft über seine Erregung, was ihn dazu brachte zu erzittern, sich ihrer Hand entgegen zu strecken. Aufreizend glitt ihre Hand an ihm herauf und wieder hinab, bis sie ihn fest umgriff, was Elladan diesmal dazu veranlasste aufzustöhnen. Er stieß in ihre Hand und sie wusste, sie hatte nun völlige Kontrolle über ihn, was sie selbst noch mehr erregte.

„Und was wünschst du dir jetzt?", hauchte sie in sein Ohr, nur um direkt mit der Zunge daran zu knabbern.

Zu mehr als einem gekeuchten „Dich" war er nicht mehr fähig. Seine Sinne schienen zuviel wahrzunehmen, das warme, duftende Wasser, ihren noch wärmeren willigen Körper, der sich nun auf ihm niederließ, ihm Zugang gewährte.

Es fühlte sich richtig an, mit ihm zu verschmelzen und sie keuchte erstaunt auf, als sie spürte, wie nun eine seiner Hände zwischen ihre Körper glitt, um auch sie zu reizen. Langsam hob und senkte sie sich wieder, während er in sie stieß, bis sie glaubten keine Kontrolle mehr zu haben, und sie beide ihren Rhythmus beschleunigten, schneller, härter, bis sie sich in dem anderen zu verlieren glaubten, und es kaum noch erträglich schien. Das Gefühl seiner Stöße und seine Berührung brachten sie um den Verstand und als sich ihr Körper ein letztes Mal anspannte und sie glaubte keinen höheren Genuss zu erfahren glitt sie über die Schwelle, und ihre inneren Bewegungen rissen auch ihn mit.

Nicht lange später hatte sich ihre Atmung wieder so weit beruhigt, dass Melelhídhril sich wieder aufsetzen konnte, immer noch mit ihm verbunden und ihn anblickte.

„Ich wäre sehr gerne bereit dies noch öfter mit Euch zu wiederholen", flüsterte sie und küsste ihn zärtlich.

„Da habe ich keine Einwände", erwiderte Elladan und erwiderte ihren Kuss.

„Aber ich denke wir sollten nun..." Sanft strichen seine Hände über die weiche Haut ihrer Oberarme. „Ich denke, wir sollten nun das Wasser verlassen oder Eure Haut wird noch ganz verschrumpeln", fügte er dann lächelnd hinzu.

„Das halte ich für eine sehr gute Idee, und da der Tag sich bereits dem Ende zuneigt, würde ich vorschlagen, wir gesellen uns zu den übrigen im Speisesaal", antwortete Melelhídhril und strich nun ihrerseits über seine Arme, während sie sich, etwas unwillig, von ihm löste. Schnell zogen beide sich an und machten sich auf den Weg in die Halle des Feuers, in der sie heute Abend speisen würden.

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Kein Review von Morgan??? Schadeeeeee… Ist es soooo stressig, dass du es einfach nicht mehr schaffst?

Galu: Danke für dein Review, fühl dich umgeknuffelt. Hah, wir haben es geschafft, dich an der Nase herumzuführen ;). Oki, wenn Mel Aní ähnlicher gewesen wäre, dann hätte Elladan so schnell keine Chance gehabt, aber die Frau ist nun mal nicht umsonst in ihrem Posten… sie bekommt halt, was sie will ;). Das mit Erestor und Glorfindel wird noch ein wenig dauern… wie gesagt, er hatte es versprochen, bis zum Bund von Laereth und Lindir, und dass ist noch hin… aber nur ein paar Wochen…Sorry, das es im mom so langsam geht, aber unsere Betaleserin braucht halt ein bissel länger, wegen Schule und so… Ich hoffe, dir hat dieses Kapitel gefallen ;).

Narwain: Danke für dein Review, Süße, fühl dich weggeknuffelt. Also, Leoglas Schwester wäre nun geklärt. Ich verspreche, dass auch Rúmil und Orophin noch geklärt werden, genauso wie auch Elrond… aber da wirst du dich noch gedulden müssen (und nicht vergessen, Elrond liebte Celebrían sehr). Und hey, lass den beiden alten Elben doch ihren Spaß, was ihre Kinder angeht ;).

Stern: Danke fürs Review, fühl die geknuddelt. Noch habe ich mir keine Gedanken gemacht, was Aní tragen wird, und ich glaube auch Val ha das noch nicht gemacht… weil: es gibt bei den Elben so etwas wie eine Traditionelle Verlobungszeit von einem Jahr ;). Was Legs angeht… tjaaa, das behalte ich noch ein wenig für mich ;).

Ele: Danke fürs Feedback, fühl dich in den Boden geknuffelt. Also, Schau dir einfach mal den Titel der FF an… sagt das nicht genug? Erestor dürfte in etwa 7 000 Jahre alt sein und Elrond ist glaube ich um die 6 000… weil das erste Zeitalter war ja nicht so lang… aber bedenke, sie hängen an ihren Kindern :o). Das mit der Nachricht ist ja jetzt auch abgehakt :o).