Kapitel 24: Der Preis des Beraters

Schmerz. Überall um ihn herum war Schmerz. Er wollte wieder zurück ins Vergessen, nichts mehr um ihn wahrnehmen. Die Pein wegschieben, fort von seiner Seele. Doch das Erwachen kam unaufhaltbar.

Sein Rücken brannte, seine Seite pulsierte und seine Arme… er glaubte er würde innerlich verbrennen. Er war erwacht.

Mühsam versuchte er, etwas um sich zu erkennen. Herauszufinden warum er noch lebte, wo er war. Vorsichtig tat er einen Atemzug, wimmerte, als er glaubte, seine Brust würde explodieren. Seine Sinne waren immer noch umnebelt, schwanden und kamen. Er hatte keine Kontrolle. Doch er musste wissen wo er war.

Alle Schmerzen aus seinen Gedanken verbannend und unter größten Anstrengungen, versuchte er zu sehen. Schweiß bildete sich auf seiner Stirn, rann durch die vielen Kratzer, brannte wie Feuer. Doch endlich konnte er erkennen wo war.

In einer kleinen, steinernen Zelle lag er, die Tür verschlossen, die Hände gefesselt, die Ratten zu seinen Füßen. Vorsichtig näherte sich ihm eine, piepste, schnüffelte an ihm und wandte sich ab. Er zitterte, sie hatten ihn entkleidet und auf faulendes Stroh geworfen.

Warum lebte er noch?

„Sieh an, ist der kleine Elb also endlich wach geworden?"

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Als sie aufgebrochen waren, war es noch tiefe Nacht gewesen und die Dunkelheit hatte Imladris und seine Umgebung fest in ihrer schwarzen Umarmung gehalten. Nun ritten sie bereits eine ganze Weile in raschem Tempo und mittlerweile machten sich die ersten Anzeichen des neuen Tages bemerkbar. Ein immer greller werdendes Licht ließ die Umrisse der Berge wie schwarze Zacken am Himmel stehen, die Sterne verschwanden nur langsam in der sich ausbreitenden Helligkeit, doch würde es noch lange dauern, bis die Sonne selbst am Horizont erschien.

Auch die Tiere des Waldes, durch den der Suchtrupp ritt, erwachten zum Leben. Das Unterholz war erfüllt von Rascheln und in den Astgabeln der Bäume begannen die Vögel zu zwitschern. Es erfüllte Anírils Herz mit Schmerz diesen fröhlichen Gesang zu hören, war sie doch selbst voll von Sorge für ihren Vater.

Der scharfe Gegenwind, der ihr ins Gesicht wehte, als die Pferde im eiligen Galopp über den Weg preschten, trieb ihr noch mehr Tränen in die Augen. Eisige Schauer liefen ihr über den Rücken. Sie glaubte fast zu frieren, immer wieder zog sich ihr Magen krampfartig und voller Angst zusammen, während sie den anderen folgten, die angeführt von Legolas und Glorfindel zu der Stelle eilten, an der die Menschen Erestor und den Düsterwaldelben angegriffen hatten.

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Leise glitt der Spion in das Lager und schnell hatte er das Zelt ausfindig gemacht, welches er suchte. Nur das Rascheln des Windes war zu vernehmen, als er durch die Plane glitt und vor seinem König niederkniete, der ihn schweigend musterte.

„Mein Herr, ich bringe Euch Kunde, wie Ihr es mir geboten habt. Doch muss ich Euch gestehen, dass meine Nachricht Euch vielleicht nicht erfreuen wird. Soweit mir bekannt ist gelang es einem der Söhne Elronds Eure Tochter zu verführen, sie verweilt derzeit in seinen Gemächern", sprach er leise und wartete auf seine nächsten Befehle. Das kurze nach Luft schnappen seines Königs hatte ihm genug gesagt.

„Ich danke dir für diese Botschaft, kehre zurück, bevor du vermisst wirst", war alles was er als Antwort erhielt, und so machte sich der Elb wieder auf den Weg, genauso leise wie er aufgetaucht war.

Wütend lehnte Thranduil sich zurück, er wusste noch nicht, wie er mit der Dreistigkeit dieses Halbelben umgehen sollte, doch würde er ihn nicht ungestraft davon kommen lassen. Doch erst musste er Bruchtal erreichen. Schnell hatte er dem Lager den Aufbruch befohlen.

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Die Stimme war nah an seinem Ohr erklungen und er zuckte unmerklich zusammen. Er fühlte sich hilflos und verletzbar.

„Schau mich an, kleiner Elb. Wir hätten nicht erwartet einen solchen Fang zu machen, sag, wer du bist. Deiner Kleider nach zu urteilen dürftest du einen hohen Preis bringen, genauso wie auch dein Geschick im Kampf dafür spricht, dass wir viel Geld fordern können", kicherte die Stimme irr und Erestor seufzte, versuchte mühsam zu lokalisieren, wem diese Stimme gehörte. Doch hielt der Sprecher sich außerhalb seiner Sichtweite.

„Los antworte", erklang der Befehl und Erestor wurde unsanft an den Haaren nach oben gerissen. Schmerz durchfuhr ihn, einige der Wunden rissen wieder auf und er stöhnte.

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Suchend strichen Legolas' Augen über den Weg, der vor ihnen lag, tasteten die Bäume ab, die einzelnen Steine. Fast schien es, als wolle er mit seinem Blick durch den Wald hindurch sehen um Erestor zu finden. Ein leiser, sorgenvoller Seufzer kam über die Lippen des blonden Elben. Nun, da der Tag anbrach, sah alles so anders aus als bei Nacht. Wüsste er nicht, dass der Platz des Kampfes sicherlich unübersehbar war, er würde ihn nicht finden.

Legolas spürte, wie die Muskeln des Pferdes sich immer wieder blitzschnell spannten und das Tier dahinschoss, wie eine Feder, die ganze Zeit im vollsten Tempo. Es war ein anderes Ross als das, welches er in der Nacht geritten hatte. Dieses Pferd war zu erschöpft gewesen, um ihn noch weiter tragen zu können. Nun ritt er auf einem hellen Fuchs, der vor Ausdauer nur so zu strotzen schien.

Plötzlich erkannte Legolas in der Ferne eine kleinere Lichtung auf dem Weg, die sich, je näher sie kamen, rasch als der Ort des Überfalls herausstellte. Der blonde Elb hielt den Atem an. Dann zügelte er kurz das Tempo seines Pferdes, streckte den Arm aus und zeigte auf die Stelle, während er sich umwandte und rief: „Dort ist es! Wir sind da!"

Mit weit aufgerissenen Augen betrachtete Glorfindel die ihm gewiesene Stelle, er nahm kaum wahr, wie die beiden Galadhrim absprangen und bereits mit der Spurensuche begannen. Der Boden war aufgewühlt und Blut tauchte die Erde in ein dunkles Rot. Seine Angst um Erestor verstärkte sich um ein Vielfaches und er sprang vom Pferd. Mit einem raschen Blick hatte er die Lichtung sondiert, den toten Pferdeköper gefunden, der am Rande lag. Es war ganz zweifellos Erestors Wallach, der dort lag. Erfüllt von Furcht trat er neben Aníril, ergriff ihre Hand, eher um selbst Halt zu finden.

„Wir werden ihn finden...", flüsterte er zu sich selbst und beobachtete Rúmil, Orophin und Degil, die die Lichtung nach Spuren absuchten.

„Er war bewusstlos, sie haben ihn hinfort getragen", erklang bereits kurze Zeit später Degils Stimme. Er kniete auf dem Boden und winkte die Zwillinge heran, die kurz nickten. „Wir haben eine Spur. Folgt uns leise und führt die Pferde, wir wissen nicht, wie viele in der Nähe sind."

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Was sollte er nur antworten? Die Wahrheit? Brachte es ihm etwas zu lügen? Er entschied, dass es keinen Sinn hätte. Doch noch war sein Wille nicht gebrochen, noch würde er nicht antworten.

Kaltes Metall fühlte er an seiner Kehle, sein Körper zitterte und er nahm den unangenehm warmen Atem seines Peinigers war, der ihn hochzog.

„Ich sagte, du sollst mir antworten", knirschte dieser und Erestor erschauerte, als er die unterdrückte Wut und Brutalität in der Stimme erkannte. Er wusste, er würde einen langsamen, qualvollen Tod sterben, wenn er nicht antwortete, doch war dies wirklich schlimmer als das, was dieser Mensch sonst mit ihm vorhatte?

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Legolas stand, nun da sie den Platz des Kampfes erreicht hatten, wie betäubt an dessen Rande und ließ seinen Blick über den Weg streichen. Es war ein grauenhaftes Bild, selbst in seiner Erinnerung hatte es nicht so furchtbar gewirkt. Legolas spürte wie ihn bei der Erinnerung immer noch das Blut in den Adern gefror.

Aníril schien es derweil als würde ihr Herz stehen bleiben. Die Angst um ihren Vater wallte so heftig auf, dass sie kaum noch zu atmen vermochte und die Elbenmaid überkam das Gefühl, als müsste sie daran ersticken. Selbst Glorfindel, welcher flüsterte, dass sie ihn finden würden, was mehr an ihn selbst, als an sie gerichtet war, vermochte ihr die Angst nicht zu nehmen. Mit jeder Minute stieg das ungute Gefühl noch mehr an, mit jeder Minute nahm die Wahrscheinlichkeit ab, dass sie ihn lebend finden konnten, besonders nach dem Bild, was der Kampflatz bot. Aníril wusste, dass sie versuchen musste stark zu sein, aber konnte sie dies überhaupt?

Entsetzen stand auch in den Gesichtern der anderen Elben geschrieben, die sie begeleiteten. Immer und immer wieder sah Elladan die Bilder der Reisegruppe seiner Mutter, das Blut, die Toten... Er konnte sich nicht von der Erinnerung losreißen.

Haldir war der erste, der aus seiner Starre erwachte, wirklich verstand, was seine Brüder sagten.

„Los, dann sollten wir ihnen folgen", rief er und schon eilten alle den Galadhrim und Degil hinterher, die Schwerter gelockert.

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Thranduil wurde langsam ungeduldig, sie sollten Imladris innerhalb der nächsten Stunde erreichen, doch eines der Tiere war gestürzt und so gab es erst einmal einen Tumult, bis sie weiterziehen konnten.

„Halt, was tut Ihr an den Grenzen Bruchtals?", erscholl die Stimme einer Grenzwache aus den Bäumen, und der Troß wusste, dass unzählige Pfeile auf sie gerichtet waren. Kühl ritt der König der Düsterwaldelben vor.

„Wir sind auf dem Weg zu Elronds Haus, es gibt wichtiges zu besprechen", erklärte er kühl und schlug die Kapuze zurück. Befriedigt vernahm er, wie die Wache nach Luft schnappte, als sie ihn erkannte.

„Ihr dürft passieren", lautete die knappe Antwort.

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„Mein Name ist völlig irrelevant!" erwiderte er stolz, nicht gewillt sich zu beugen, doch konnte er nicht verbergen, dass die Furcht ihn in einem eisernen Griff hielt.

„Oh doch, ich werde es schon noch herausfinden, kleiner Elb!" Ohne dass Erestor reagieren konnte, wurde er auf das Stroh zurückgeschleudert und sah nun endlich den Fremden. Es war das selbe grausame Gesicht, in welches er schon einmal geblickt, das selbe Gesicht, welches er zuletzt gesehen, bevor er das Bewusstsein verloren hatte - der Mensch, der ihn besiegt hatte.

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Aníril hatte die ganze Zeit auf den Boden gestarrt und beobachtet, wie die Galadhrimzwillinge und Degil nach Spuren suchten, so dass sie gar nicht mitzubekommen schien, dass diese sich nun in Bewegung gesetzt hatten. Ein wenig verwirrt schüttelte sie den Kopf und sah diesen nach, bevor ihr bewusst wurde, was soeben geschehen war und sie ihnen ebenfalls folgte. Die Schritte schmerzten sie zwar teilweise, aber die Elbenmaid biss die Zähne zusammen und folgte ihnen. Kurz hinter sich, hörte sie den eilenden Gang Elladans, vor ihr lief leichtfüßig, aber mit verzerrtem Gesicht Glorfindel.

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Tränen traten ihm ihn die Augen, als sein Peiniger wieder an seinen Haaren zerrte, ihn zu Boden auf die schlimmeren Verletzungen warf. Ein leises Wimmern war zu hören und Erestor wollte zurück in die süße Bewusstlosigkeit gleiten.

„Oh nein, kleiner Elb, diesen Gefallen werde ich dir nicht tun", hörte er die Stimme des Mannes, als er einen Kübel stinkenden Wassers über ihm auskippte. Sofort war er wieder voll bei Bewusstsein und sah den anderen entsetzt an.

„Keine Angst, ich werde meine Antwort schon erhalten, vielleicht aber erst, nachdem ich ein wenig Spaß hatte. Eine Belohnung, außer dem Geld brauch ich doch, wenn du solche Sperenzien machst." Ein sardonisches Lächeln glitt über die grausamen Züge des Menschen, als er in die vor Schreck geweiteten Augen des Elben blickte.

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Langsam verlor er jegliches Zeitgefühl, er wusste nicht mehr, wie lange sie jetzt seinen Brüdern schon folgten, die wie Spürhunde vor ihnen her huschten, als diese plötzlich innehielten.

„Hier haben sich zwei Gruppen getroffen. So, wie es aussieht, werden wir es mit mindestens drei Dutzend zu tun bekommen", meldete Orophin und sah leicht besorgt aus.

Aníril war froh über den kurzen Halt. Ein wenig abseits der anderen Elben lehnte sie sich an einen Baumstamm, sie fühlte sich seltsam erschöpft, das Herz pochte in ihrer Brust so laut, dass sie glaubte, Glorfindel, der ihr am nächsten stand, müsste es mit seinen feinen Ohren vernehmen können.

Als die Elbenmaid dann noch Orophins Worte hörte, schien ihr Mut zu sinken. Was war in sie gefahren, dass sie sich dem Suchtrupp angeschlossen hatte? Ja, es ging um ihren Vater, aber im Falle eines Kampfes, würde sie bestehen können? Unsicher blickte Aníril umher, aber ihre Begleiter trugen alle nur blasse, aber dennoch entschlossene Mienen zur Schau. Nervös krallte Aníril die Finger in den Stoff ihres kurzen Obergewandes.

Aus den Augenwinkeln bemerkte Glorfindel, wie Aníril leicht zitterte. Besorgt trat er zu ihr, legte ihr sanft die Hände auf die Schultern.

„Wir werden dies schaffen, und wenn ich mir überlege, wie viele Legolas und Erestor alleine niederstrecken konnten, so werden wir bestimmt gegen sie bestehen", versuchte er ihr Mut zuzusprechen, während er ihre Schultern drückte. „Lass uns weiter reiten, ich möchte nicht, dass ihm etwas passiert."

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Panik stieg in ihm auf und in seinem Herzen schwand jegliche Hoffnung dies lebend zu überstehen. Wie sehr wünschte er sich Glorfindel herbei…

Ohne Vorwarnung wirbelte der Mensch ihn herum, riss ihn an den Haaren nach oben und presste ihn gegen die Wand. Fast verzweifelt versuchte Erestor an den Fesseln zu zerren, die seine Hände gebunden hielten, doch er hatte keine Chance. Sein Atem stockte, als er das schwere Gewicht des fremden Körpers an seinem Rücken spürte, dessen Erregung zwischen seinen Pobacken, und plötzlich verstand er Haldirs Andeutungen, verstand, was dieser gemeint hatte. Sein Herz setze einen Sprung aus und Erestor wand sich wie wild unter der festen Umklammerung seines Peinigers, den die Bewegungen erst recht anzustacheln schienen, auch wenn er selbst dass Gefühl hatte, als leckten Flammen über seine Verletzungen.

„Nana kleiner Elb, was wehrst du dich so… machst du für deinen Liebhaber nicht das gleiche?", fragte der Mensch voller Hohn und Erestor erbleichte. In diesem Moment fragte er sich, ob er wirklich Glorfindel dies gewähren würde, und er begriff.

Ein Schleier hob sich und endlich wurde ihm gewahr, was der blonde Elb ihm bedeutete. Doch nun war es zu spät, es ihm zu sagen. Irres Gelächter bahnte sich seinen Weg aus Erestor, als er die Ironie der Situation begriff. Sein Verstand verschloss sich und er konnte nicht anders als zu lachen, lachen über diesen Witz, der sein Leben war. In dem Augenblick, in dem er verstand, dass er den Balrogtöter liebte, hatte er keine Möglichkeit mehr, es diesem zu sagen. An die Wand gepresst stand er und kicherte hysterisch.

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Aníril war durch Glorfindels Worte nicht wirklich beruhigt worden, wurde ihr doch erst jetzt bewusst, dass sie wirklich nicht die beste Kämpferin war. Dann schalt sich die Elbenmaid jedoch innerlich. Warum war nur ihr ganzer Mut von ihr gewichen? Warum hatte sie Angst? Es half ihrem Vater nicht, wenn sie sich voller Panik an den nächstbesten Baum drückte und sich nicht mehr rührte. Entschlossen, aber immer noch unsicher folgte Aníril ein wenig ungeschickt den anderen, welche schon einige Meter vor ihr schlichen. Es wurde kein Wort gesprochen während die Elben den Spuren immer weiter folgten.

Plötzlich überkam Aníril ein ungutes Gefühl. Es war nicht mehr als ein leichtes Unwohlsein, als ein leichtes Schwindelgefühl, aber es war da und erschrocken sah sich die Elbenmaid um.

Auch Legolas verspürte dieses Gefühl. Genauso wenig wie Aníril vermochte er es zu lokalisieren, doch im Gegensatz zu der Elbenmaid hatte er es schon einmal verspürt. Der blonde Elb sah sich um und begegnete dem Blick der Tochter Erestors.

Eine Ahnung befiel Haldir, als seine Sinne auf etwas außerhalb seiner Reichweite reagierten. Ein kurzer Blick zu Glorfindel zeigte ihm, dass auch dieser es verspürte.

„Es sind Menschen in der Nähe", sprach er leise auf Quenya und lockerte sein Schwert, genauso, wie alle anderen. Rúmil sah gerade auf und begegnete seinem Blick.

„Sie sind in der Nähe, aber haben uns noch nicht bemerkt, wir sollten uns beeilen", antwortete sein jüngster Bruder und beeilte sich den Spuren zu folgen, während die anderen Elben aufmerksam ihre Umgebung untersuchten.

Es dauerte nicht lange und Rúmil blieb abrupt stehen.

„Da vorne ist ein Eingang in den Berg, dort dürften sie sein. Wir müssen uns den Weg erkämpfen", erklärte er und zeigte Glorfindel, Haldir und Aníril die Höhle.

Vor dem Tor standen zwei Menschen, eher unachtsam an die Wand gelehnt, als zwei weitere zu ihnen traten. Gespannt lauschten die Elben.

„Habt ihr ihn gefunden?", fragte der erste etwas unwirsch. Er war ein grober Mann, dessen langes rabenschwarzes Haar in wirren Strähnen um sein Gesicht hing. Der Krummsäbel an seiner Seite zeugte deutlich von seiner Herkunft aus den südlichen Königreichen, genauso wie seine dunklere Hautfarbe. Die beiden Männer, die eben erst angekommen waren, waren zwar schwerer gebaut, doch wirkten sie längst nicht so gefährlich. Sie schienen über viel Kraft, aber wenig Beweglichkeit zu verfügen. Ihre fettigen, braunen Haare hingen ihnen in die Augen und Haldir fragte sich insgeheim, wann diese beiden das letzte Mal ein Bad genommen hatten.

„Nein, er scheint uns entwischt zu sein, sag dem Anführer Bescheid, wir sollten bald von hier verschwinden", kam die ungehobelte Antwort, doch der andere Wachposten zuckte nur mit den Schultern. Dieser verwirrte Haldir ein wenig, er schien etwas besser gekleidet zu sein, und auch mehr Goldschmuck hing um seinen Hals, dennoch stand er Wache.

„Das wird er selbst entscheiden. Jetzt stören wir ihn bestimmt nicht, er vergnügt sich gerade mit unserem Fang. Dieser wird uns viel Geld bringen, und mehr Ansehen, wenn wir ihn an Dol Guldur verkaufen", erwiderte die Wache und die vier grobschlächtigen Männer brachen in raues Gelächter aus. Zu ihrem Pech bemerkten sie nicht die Elben, die in kalter Wut ihre Bögen spannten.

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Ele: Danke für die Reviews, schön, dass du dich mal wieder gemeldet hast, ich hoffe, du hast in der nächsten Zeit wieder mehr Zeit… Fühl dich umgeknuffelt ;). Und wie du siehst, Thranduil hat einiges Erfahren, was besser noch geheim geblieben wäre ;).

Narwain: Danke für dein Review, fühl dich weggekuschelt. Alsoooo: Naja, der Traum hatte wirklich keine tiefere Bedeutung, außer, dass er einen sehr interessanten Einblick in die Psyche von Fin gewährte… und naja, er entstand halt aus einem Missverständnis… das letzte witzige, bevor es erst einmal wirklich ernst wird… Im mom hab ich aber so gar keine Zeit zu schreiben… irgendwie bin ich ständig bis Nachts an der Uni… und deswegen kommen auch die anderen Sachen nur langsam… Aber Ddwl hat absoluten Vorrang ;).

Turquenione: Danke für das Feedback ;). Freut mich, dass es dir bis hierhin gefallen hat ;). Ob Aní es schaffen wird… nun, dass wird noch nicht verraten ;). Und wenn du Fallende Engel kennst, würdest du wissen, dass Valinja und ich nicht immer Vorauszuberechnen sind.

Stern: Danke für dein Liebes Revies, fühl dich umgeknuddelt. Alsooooo: Ausblick auf spätere Kapitel? Nun, es gibt wenige Dinge, die ich nicht schreibe, MPreg gehört für mich eindeutig dazu… Erestor umbringen? Hmmmmm… bring mich hier nicht auf Ideen ;). Zu Elrond und der Präkognition: eine solche Gabe ist immer sehr ungenau… meistens sind es nur Ahnungen… und von daher muss Elrond nicht alles Voraussehen ;). Wie gesagt, wir haben schon ein paar Kapitel Vorsprung, nur unserer Betaleserin ist zu langsam… deswegen dauert es immer ;).

Galu: Jaja, wirst wohl alt und vergesslich ;). VIELEN DANKE FÜR DAS VERSPÄTETE REVIEW!!! Hatten schon Angst, wir hätten dich mit dem Alptraum verschreckt ;). Hmmmmm ein Glorfindel, der über Erestor herfällt… auch keine schlechte Idee… wir werden sehen, was passiert ;). Aber ja, ich denke auch, dass Fin langsam aber sicher durchdreht, aber sollte Erestor dass hier überleben… Val und ich haben auch schon richtig Angst vor dem Nudelholz… aber wir werden das hier heldenhaft durchstehen ;). Du weißt doch, ich liebe Erestor viel zu sehr um ihn zu sehr zu quälen… naja fast… Egal… fühl dich auf jeden Fall ganz dolle durchgewuschelt ;)