Zwischen den Stühlen

Peter, James und Sirius waren, nachdem Lily verschwunden war, wieder in ihre Sessel zurück geplumpst. Die beiden schwarzhaarigen Womenizer lachten immer noch. Peter hingegen hatte wieder bedenken.

„Musste das sein?" meldete sich der Blondschopf zu Wort, grinste allerdings bei dem Gedanken an den Streich.

„Pete, du fandest es doch auch lustig, oder? Allein der Spaß an der Sache ist es Wert!" James wuschelte sich mit der Hand durch seine ohnehin schon wirren Haare und flirtete mir einer Sechsklässlerin.

„Lustig war es schon…"

„Wormtail hat Recht! Warum habt ihr Lily geärgert. Sie hat gerade Dieuxdonner Nachhilfe gegeben. Bei Problemen anderer versteht sie keinen spaß und das wisst ihr!" meldete sich Remus zu Wort.

„Die versteht doch nie Spaß! Die geht doch zum Lachen in den Keller!" grummelte Sirius.

„Erinnerst du dich noch daran, dass Prongs und über ein Jahr lang von ihrem Lächeln genervt hat, bei dem ‚die Sonne aufgeht'? Lily ist ein sehr fröhlicher Mensch!" entgegnete Remus seinem Freund. Bei dem Gedanken daran verzog Sirius sein Gesicht. Im fünften Schuljahr war James in Lily verliebt gewesen und hatte seine drei Freunde damit genervt von ihr zu erzählen. Von seiner ‚kleinen' Verliebtheit hatte die gesamte Schule mitbekommen, da er sie bei jeder erdenklichen Gelegenheit nach einem Date gefragt hatte.

„Das ist Ansichtssache. Sie könnte das alles doch ein wenig relaxter sehen. Sie ist ein kleiner Paragraphenreiter."

„Im Gegensatz zu euch hilft sie anderen Schülern Padfoot!"

„Natürlisch tud sie daas Moony. Sie 'at doch aussör lernön nischts andörös zu tu'ön!" (Natürlich tut sie das M.. Sie hat doch außer lernen nichts anderes zu tuen.) machte James Brunos Akzent nach. Sirius gab ein bellendes Lachen von sich und Peter prustende Laute. „Wir helfen den anderen durch unsere Streiche, das solltest du doch wissen! Wir tun das was wir am besten können: wir bringen sie zu lachen!"

„Hör auf Prongs! Das ist wirklich nicht lustig! Manchmal kann ich wirklich verstehen, warum sie euch nicht mag…!" Remus stand auf und machte sich auf den Weg zur Bibo (Bibliothek), wo er Lily finden würde.

„Ach komm schon Moony! Don't get your knickers in a twist!" rief James ihm noch nach. Aber vergebens. Sein Freund drehte sich nicht mehr um. „Ich frag mich manchmal wirklich ob er wirklich ein Marauder ist…" murmelte er noch leise.

„Und was machen wir heute Abend? Es ist Vollmond. Schon Pläne?" lenkte Peter das Gespräch von dem Streit ab. James' und Sirius' Grinsen wurde breiter und nun widmeten sie sich der Planung des anstehenden ‚Ausflugs'.

Peter lehnte sich zurück und ließ seine Freunde überlegen. Er mochte es nicht, wenn die drei sich stritten. Außerdem wusste er etwas was die beiden anderen über Remus nicht wussten. Moony mochte Lily mehr als nur eine Freundin. Er würde es ihr jedoch niemals sagen. Seiner eigenen Meinung ach war er ein Monster und damit würde er sie in Gefahr bringen. Allerdings würde er diese Tatsache abstreiten. Vor allem seinen Freunden gegenüber. Prongs und Padfoot würden sich über ihn lustig machen. Auch Peter gegenüber hatte Remus es nicht erwähnt. Dieser hatte jedoch seinen Kumpel beobachtet. Remus warf dem kleinen Wirbelwind heimliche Blicke zu und beschützte sie wo es nur ging.

Als Remus in der Bibo ankam, sah er sie schon von weitem. Ihre roten Haare strahlten in der Sonne. Für ihn war sie das hübscheste Mädchen an der gesamten Schule, wenn nicht überhaupt. Ihre smaragdgrünen Augen strahlten jeden an. Wenn sie sich ärgerte, oder freute funkelte sie noch mehr als üblich.

„Warum machen sie das, Rem? Was habe ich ihnen getan, dass sie mich ständig ärgern müssen…"

„Eigentlich sind die beiden nett. Du musst sie einfach besser kennen lernen…"

„Ja, ja, dann würde ich sie genauso toll finden wie du, schon klar." beendete sie seinen Satz. Das hatte er schon öfter gemeint. Wären die beiden die einzigen die ihr streiche spielten, oder nicht nett zu ihr waren, wäre sie wohl damit zurecht gekommen. Da waren allerdings noch die aus Slytherin. Die Purebloods, die ihr das Leben zur ‚Lifing-hell' machten. Nur weil sie Muggelgeborene war. Wüsste sie es nicht besser, würde sie denken, dass Black und Potter die selben Gründe für ihr Verhalten hatten. Allerdings waren die Marauders mit den Slytherin verfeindet. Für das Verhalten ihrer Mitschüler aus dem konkurrierenden Haus, die Mudblood-Hasser, hatten sie kein Verständnis. Dafür verhexten sie Snape, Malfoy und ihre Gruppe regelmäßig, was es allerdings nicht besser machte.

„Ich verstehe auch nicht immer was in ihren Köpfen los ist. Und das will ich auch nicht." Er hörte ein glockenhelles Lachen. Ihre Augen verrieten jedoch das sie noch andere Probleme hatte. „Da ist aber noch mehr, oder?"

"Ach, das übliche… Als Muggelstämmige hat man es nicht immer leicht. Manchmal denke ich das ich nirgends hingehöre. Hier wird mir ständig unter die Nase gerieben, dass ich ein Muggel bin und deswegen nicht dazugehöre. Bei denen allerdings gehöre ich auch nicht dazu, da ich anders/komisch bin."

„Lily du bist eine der besten und talentiertesten Hexen die ich kenne. Wenn du nicht in unsere Welt gehörst, wer dann?" Sie seufzte einmal und umarmte Remus einmal fest.

„Danke." sie machte eine Pause und sah ihren Freund an. Er war blasser als sonst, wie jeden Monat. Dann fiel ihr der Vollmond ein und sein kleines Geheimnis. „Du siehst müde aus. Wirst du krank? Ich bringe dich in den Krankenhausflügel." Remus wusste nicht, dass Lily wusste das er ein Werwolf war. „und ich belaste dich noch mit meinen Problemen…" Mitleidig sah sie ihn an. Sie setzte ein Lächeln auf und schob ihn vor sich her. „Mme Pomfrey wird wissen was zutun ist." Sie hatte herausgefunden, dass er vor seiner Transformation dorthin ging.

Nachdem sie Remus dort abgeliefert hat ging sie zurück in den Gemeinschaftsraum. Dort entdeckte sie auch gleich den Rest der Maraudern in ihrer stillen Ecke.

„Na Evans, wie geht's?" James hatte sie schon aus dem Augenwinkel kommen sehen. „Samstag Hogsmead. Du und ich zusammen. Was sagst du?" meinte er noch und fuhr sich mit seiner Hand durch seine Haare.

„Lern du erst mal richtig reden!" die Rothaarige sah ihn nicht einmal an, sondern wand sich gleich an Peter. „Pettigrew, Remus geht es nicht gut. Er ist jetzt im Kran…"

„Evans, sehe ich da hinter deinem Ohr noch grüne Punkte?" warf James ein. Wusch, klatsch! Lily hatte ihm eine Ohrfeige verpasst und war danach gegangen. Seine Freunde verkniffen sich ein Lachen, als sie den Händeabdruck auf seinem Gesicht sahen.

„Prongs, warum lässt du sie nicht in Ruhe. Ich dachte du bist seit über einem Jahr über sie hinweg!" murmelte Peter.

„Glaube ich nicht! Er himmelte sie doch jede Sekunde an, unser ‚Latinlover'." witzelte Sirius. James schien dies jedoch nicht annähernd so lustig zu finden wie er.

„Du weißt dass das im fünftem Jahr nur eine kleine Geschmacksverwirrung war!" zischte er zurück-

„Schon klar!" süffisant griente Sirius seinen besten Freund an. „Deswegen fragst du sie immer noch nach einem Date. Langsam solltest du wirklich..." irritierte brach er mitten im Satz ab. „Was!" Peter kugelte sich mittlerweile lachend auf dem Boden und zeigte auf seine Haare. Schnell tastete er nach ihnen und wurde kreidebleich.

„Das hast du davon!" James lehnte sich genussvoll zurück. Padfoots Haare waren statt der glatten, schwungvollen Haarpracht nun in kleinen Locken und standen in alle Richtung ab.

„Mein Haar!" verzweifelt versuchte er sie zu glätten. „Das war doch nur ein Witz! Warum denn meine Haare… Mach das Rückgängig, sofort!" quengelte er. Was seine Haare anging verstand er keinen spaß, sie waren sein ganzer Stolz.


AN:

Hallo!

Ich hoffe ihr mögt meine Story. Würde mich darüber freuen, wenn ihr mir schreibt und sagt wie ihr die Geschichte findet.(Kritik ist jeder Zeit wilkommen, schließlich will ich ja was lernen und auch an mir arbeiten!

Lieben Gruß, Eure LittleSunflower