Disclaimer: Mir gehört nur der Plot und ein paar Personen, der Rest sind Ideen von JK Rowling
Potion
Weit über den Kessel gebeugt sah sich Charly ihren bräunlichen Zaubertrank an. Langsam fing er an einen ätzenden und beißenden Geruch anzunehmen. Professor Slughorn ging von Tisch zu Tisch und sah sich die Ergebnisse seiner Schüler an. Vor einigen blieb er kurz stehen und beäugte sie genauer.
„Bravo! Ich habe noch nie einen Schüler diesen Trank so gut zubereiten sehen wie ihren Miss Evans!" trällerte er. „Zwanzig Punkte für Griffendor!" Stolz strahlte er seine Schülerin an. Verlegen packte diese bereits ihre Sachen zusammen, da es schon geläutet hatte.
„Wie schaffst du das? Ich krieg nicht einmal den einfachsten hin!" maulte Charly fing jedoch an zu lachen als sie sah wie Snape an ihnen vorbeistürmte und leise vor sich hin murmelte. „Er ist eindeutig Eifersüchtig!"
„Wer?" verwundert sah sich der Rotschopf um. Das brachte ihre Freundin jedoch noch mehr zulachen. Schnell waren sie im Gemeinschaftsraum ihres Hauses angekommen.
„Manchmal frage ich mich, warum du die beste Schülerin bei uns bist. Du bekommst ja nichts mit! Snape ärgert sich seinen Hintern ab, weil du als Muggelstämmige viel besser bist als er. Und das in seinem Lieblingsfach!" Automatisch steuerte sie in Richtung des Sofas am Feuer. Sie merkte er nach ein paar Schritten, dass ihre Freundin stehen geblieben war. Dann bemerkte sie den Grund: Marauder. „Sie sind wirklich nett. Ein wenig durchgeknallt, aber nett. Du solltest dich mit ihnen anfreunden. Sie beißen nicht!"
„Geh nur!" winkte sie ab. „Muss sowieso noch was erledigen…" Charly schüttelte den Kopf und setzte sich zu ihrem Cousin und seinen Freunden. Sirius war in ein Spiel mit Peter vertieft und James in seine neue Flamme Cindy, eine Viertklässlerin. Einzig Remus schien sie zu bemerken.
„Wo hast du Lily gelassen?" er sah sich um und sah diese nur schnell an ihnen vorbeihuschen, hinaus aus dem Portraitloch.
„Frag nicht, ich habe keinen blassen Schimmer. Sie hat noch was vor, was wollte sie mir nicht sagen. Ich versteh nicht, warum sie euch nicht mag…" Sie lernte sich nach vorne und wuschelte ihrem Cousin durchs Haar. woraufhin dieser nur zischte und sie wie eine Fliege verscheuchte. Als gerade mit Remus reden wollte, bemerkte sie, das dieser weg war.
Remus wusste wo er Lily finden würde. Sie würde am See sitzen und versuchen ein Buch zulesen, was sicherlich bei dem Lärm der anderen Schüler schwer war.
„Was liest du? Was interessantes?" er ließ sich neben sie fallen und sah auf den See hinaus. Es dauerte ein paar Minuten bis Lily ihn bemerkte.
„Seit wann bist du hier? ich hab dich gar nicht gehört! Wie geht es dir? Wieder gesund?" Sie hielt das Buch immer noch umklammert, strahlte ihren ‚Besucher' jedoch an.
„Danke, es geht schon wieder. War wohl nur eine Erkältung." müde lächelte er zurück. Wie gerne würde er ihr von seinem Geheimnis erzählen… Aber es ging nicht. „Ich will heute Abend ins Dorf. Da hat ein neuer Klub aufgemacht. Lust mitzukommen?"
„Was soll ich da? Aber danke." ihr Lachen hing in der Luft. „Du weißt, dass ich nicht der Typ für so was bin. Außerdem musst du dafür ein paar Regeln brechen. Deine Kumpel werden wohl auch was dagegen haben." Damit stand sie auf und ging zurück zum Schloss. Remus schüttelte seinen Kopf. Lily war schon etwas besonderes.
Charly versuchte leise in ihr Bett zu kriechen, dennoch wachte Lily auf. Von ihrer Rechten Seite nahm den Geruch von Rauch und Alkohol wahr und als sie ihre Freundin auch noch seufzen hörte setzte sie sich auf. Charly schien jedoch nicht zu merken das sie nicht die einzige war die nicht schlief. Erst als Lily sie leise rief drehte sie sich um.
„Lils, das nächste mal musst du mitkommen! Es war… es war… einfach toll!" sie ließ sich neben Lily fallen und konnte ihre Fröhlichkeit und Lächeln nicht verbergen. „Der Club ist Wahnsinn. Sirilein hat es sogar geschafft, dass wir soviel Alk bekommen haben wie wir wollten… Und Peter…" Charly fing leise an zu giggeln. „Er ist so süüß. Ist dir schon einmal aufgefallen das er Grübchen hat?" Eine halbe Stunde erzählte sie was sie alles gemacht hatte, wen sie getroffen hatten und (davon erzählte sie ausführlich) was Peter alles erzählt hatte.
„Kann es sein das du ihn mehr als nur nett findest?" bohrte sie weiter nach.
„Mehr als nur nett? Er ist höflich, witzig Lily zog die Augenbrauen zusammen. Peter und witzig? Aber Charly war so in ihre Schwärmerei vertieft das sie es nicht bemerkte., er hat so viel erlebt… Er ist nicht so wie er auf den ersten Blick wirkt, nicht nur der Schatten der anderen. Peter hält sich nur nicht gern im Vordergrund auf. Im Gegensatz zu deinem Verehrer!" Fing das schon wieder an. Lily verdrehte sie Augen und wartete darauf was jetzt kam. „James ist wirklich nett, genauso wie mein Cousin Und Remus, aber manchmal geht er mir mit seinen Frauengeschichten auf die Nerven."
„Genau das ist der Grund dafür, das er nicht MEIN Verehrer ist."
„Nein? Wie würdest du das denn nenne, wenn er dir jeden Tag nachsteigt und dich regelrecht um ein Date anfleht!" Charly lehnte sich gegen Lilys Schulter und wartete.
„Das war in der Fünften. Inzwischen macht er das doch nur noch um mich zu nerven!" Damit drehte sie sich um und schloss ihre Augen. Sie hatte genug von dem. Warum konnte man sie damit nicht in Ruhe lassen. Bestimmt hatte sie es sich nicht ausgesucht von Potter verfolgt zu werden.
Weihnachtszeit in HogwardsCharly und Lily waren auf dem Weg zum Essen und summte zweistimmig ein Lied AN: kennt ihr das Lied „Jesus loves me" aus dem Film „Bodyguard"? Das singt Whitney Houston mit ihrer Filmschwester in der einen Seeszene.Lachend und z.T. auch verängstigte Schüler kamen ihnen entgegen. Kaum waren sie in der Eingangshalle angekommen, sahen sie auch den Grund dafür: Dort liefen Tannenzweige durch die Gegend, Mistelzweige flogen den Schülern hinterher und schlugen nach ihnen, Tannenbaumkugeln flogen ebenfalls durch die Lüfte und stürzten sich auf die Schüler und Wallnüsse bissen, bzw. zwickten jeden der vorbei kam.
Die beiden konnten sich gerade noch vor einpaar Nüssen zwicken. „Peeves?"
„Marauder!" Lily, die vor kurzen noch gute Laune gehabt hatte, kniff die Augen zusammen. Es war Anfang Dezember und der Weihnachtsschmuck hing bereits seit einer Woche. Doch über Mittag schien er auf einmal seinen eigenen Willen bekommen zu haben. Da konnte nur eine Gruppe dahinter stecken.
„Na Remus, wie geht's? Irgendwas angestellt?" Remus drehte sich um und lächelte Lily an. Natürlich wusste er was sie meinte.
„Wie findest du es? Ist doch eigentlich eine nette Idee, oder?" Er wusste noch nicht genau wie Lily darauf reagieren würde. Als er ihr Gesicht sah, das nicht wie sonst strahlte, fluchte er innerlich. Er hatte seine Freunde ganz abhalten sollen.
„Du weißt genau,..."
„Ach komm, du musst schon zugeben, es ist lustig!" meldete sich Charly. „Hey Remus!"
„Hey Charly! Ihr wisst gar nicht, wovor ich euch beschützt habe. James und Sirius wollte eigentlich noch Wichtel zaubern, die jeden verfolgen und den ganzen Tag beschimpfen… und das ist schon die harmlose Variante." bei dem Gedanken daran musste Remus lachen. Am anderen Ende des Ganges konnt man den Rest der Marauder sehen.
„Moony! Das hättest du sehen müssen! Ein Haufen von Nüssen, Kugeln und Mistelzweigen verfolgen Snivelus seit einer viertel Stunde!" James griente übers ganze Gesicht und lehnte sich lässig gegen eine Wand. „Hey Charles, wie geht's?"
Gerade als Lily anfangen wollte etwas zusagen, zog ihre Freundin sie am Arm weiter und hielt ihr den Mund zu. „Ganz gut, danke. Wir wollten grade essen gehen. Also dann, man sieht sich! Komm Lily!" Diese versuchte sich verzweifelt zu befreien, aber es gelang ihr nicht. „Du musst lernen über Kleinigkeiten hinweg zu sehen. Wenn er irgendwas macht, dann dreh dich doch einfach um oder sag einfach nichts. Wie soll denn dass noch weiter gehen. Ihr beide seid Headstudents und solltet eigentlich Vorbild für die anderen sein." Lily sah ihre Freundin gekränkt an. Sie wusste das sie Recht hatte, aber warum war sie ihr vor Potter und seinen Freunden in den Rücken gefallen. „War doch eigentlich eine niedliche Idee mit dem lebendigen Weihnachtsschmuck…" Gerade als Lily dazu etwas sagen wollte, fuhr sie fort. „Ausgenommen von dem beißen und so. Wollen wir nicht alles noch mal verhexen? Sodass die nur noch nette Sachen machen." Gesagt, getan. Nachdem Essen machten sich die beiden auf den Weg und verzauberten den Schmuck. Die Mistelzweige flogen zu nebeneinander stehenden Personen und sorgte dafür, dass sie sich küssten, die Kugeln sausten nun nur noch durch die Luft und die Nüsse sangen Weihnachtslieder. Als Charly einmal nicht hinsah, verzauberte einige Tannenzweige dazu, dass die sich an Potter hängten und sich zwei Stunden lang nicht lösen ließen. Die Kugel die ihn in die Nase beißen sollte darf man nicht vergessen.
„Was machst du eigentlich Weihnachten? Ich freue mich schon. Wir feiern ganz traditionell mit Familie. Sogar meine kleine Cousine Tonks kommt." Charly merkte nicht das ihre Freundin einen traurigen Ausdruck in den Augen bekam.
„Klingt toll. Tuna und ihr Mann wollen mich bei ihrer Feier nicht dabei haben. Du weißt ja das unser Verhältnis nie besonders gut war, aber seit meine Eltern…" Es war das erste Weihnachten ohne ihre Eltern. Schon so war es für sie schwer an ihre Eltern zu denken, aber gerade jetzt zur Weihnachtszeit war es besonders schwer. Jedes Jahr war es immer etwas besonderes gewesen nach Hause zu fahren. Zwar feierten sie immer auf die selbe Art und Weise, aber genau das war es was es so besonders machte. Aber dieses Jahr… Sie würde in Hogwards bleiben, allein.
„Daran hatte ich nicht gedacht. Tut mir leid. Ich würde dich wirklich gern mitnehmen, aber du kennst meine Familie. Alles Purebloods und die meisten von denen praktizieren die Dunkelen Künste." beschämt sah sie auf den Boden.
„Schon gut… ich weiß das sie Muggelstämmige nicht mögen. gehst du zurück in den Gemeinschaftsraum?" Als Charly nickte fuhr sie fort. „Ich muss noch etwas erledigen. Wir sehen uns nachher…" Und schon war sie weg. Charly wusste das Lily jetzt allein sein wollte. Für sie und viele andere begannen die schönsten Tage hier. Aber für Lily war es schwer. Jeden Tag wurde sie daran erinnert, das sie keine wirkliche Familie mehr hatte.
Remus hatte die Unterhaltung von Lily und Charly mitgehört, zufällig natürlich. Am liebsten wäre er ihr gleich nachgegangen. Aber er wollte ihr erst einmal alleine lassen. Er würde sie nachher auf der Karte der Marauder suchen. Er hatte sie schließlich auf dem Astronomy Tower gefunden.
„Weißt du das der Mond einer der Schönsten Planeten ist? Er soll Auswirkungen auf unser Verhalten haben. Aber ist er nicht einfach schön? Er wirkt so ruhig. Als könnte er niemandem etwas tun." Lily hatte gemerkt, dass Remus gekommen war. Jedes mal wenn er in ihrer Nähe war spürte sie seine Gegenwart.
„Ich weiß nicht… Auch wenn ihn so viele romantisch finden. Ich muss sagen, dass ich ihn nicht sehr eindrucksvoll finde. Er macht mir manchmal eher Angst…" den letzten Satz murmelte er leise und hoffte, dass sie ihn nicht verstanden hatte.
Lily nickte „Ich weiß warum. Wenn ich ein Werwolf wäre, würde ich ihn vermutlich auch nicht sehr mögen…" Sie merkte wie ihr Kumpel sich neben ihr verkrampfte.
„Woher…" Remus stand unter Schock. Woher konnte sie das wissen? Hatte er sich verplappert, oder vielleicht wer anders?
„Ich weiß es seit dem dritten Schuljahr. Keine Angst ich habe niemandem von deinem Geheimnis erzählt. Ich denke das es deine Angelegenheit ist, wem du das anvertraust."
„Und dich stört das nicht? Wie hast du das raus gefunden?" Lily lächelte kaum merklich und legte ihren Kopf auf seine Schulter.
„Ich habe mich gewundert, warum du so häufig fehlst. Und als ich dann einmal von Werwölfen gelesen hatte war es mir eigentlich sofort klar. Mir tut es sehr leid, was du jeden Monat durch machen musst. Die Transformation muss sehr schmerzhaft sein. Wie soll man Angst vor dir haben, wenn du vermutlich mehr darunter leidest als irgendwer anders?" Remus fiel ein Stein vom Herzen. Ihm war es schwergefallen ihr nichts davon zu erzählen. Schließlich war sie so etwas wie seine beste Freundin, wenn nicht noch mehr.
„Eigentlich hätte ich es wissen müssen, dass du darüber bescheid weißt. Du bist die schlaueste Hexe auf der Schule. Und wenn sogar James, Sirius und Peter dahinter kommen, dann du wohl erst recht."
„Das nehme ich jetzt als Kompliment!" Die traurigen Gedanken an Weihnachten waren vergessen.
„Natürlich! Ich bin wirklich von dir beeindruckt. Warum hast du eigentlich keinen Freund? Du bist wirklich hübsch und intelligent, dazu noch lustig und zu jedem freundlich! Eigentlich müssten die Männer bei dir doch Schlange stehen." Und er selbst gehörte dazu. Zwar wusste Lily von seinem Geheimnis, allerdings wollte er sie nicht in Gefahr bringen. Wenn er Werwolf war, konnte er sich nicht kontrollieren. Und er würde es nie zulassen, dass sie auch nur verletzt werden konnte.
„Danke!" verträumt lächelte sie ihn an. „Die meisten männlichen Wesen sind allerdings nicht sehr glücklich darüber, wenn ihre Freundin intelligenter ist als sie selber. Minderwertigkeitskomplexe. Natürlich gibt es da den einen oder anderen, der mich um ein Date gebeten hat. Aber die verstehen dann keinen Spaß oder können nicht auch mal ernst sein. Es hat einfach nie gepasst. Und dann ist da noch der Zeitfaktor. Wann hätte ich Zeit mich mit meinem Freund zu treffen?" Lily hatte vor einiger Zeit gemerkt, dass Remus sie in ‚unbeobachteten' Momenten an sah und wieder wegsah, wenn sie oder jemand anders zu ihm sah. Und auch in den Blicken mit denen er sie ansah, wenn sie sich unterhielten hatte sie gemerkt, dass er sie nicht nur nett fand. Allerdings hatte sie von seinem Geheimnis gewusst und respektiert, dass er keine Beziehung haben wollte.
„Fang nicht an zu lachen, ja? Aber ich kenne da jemanden mit dem du wirklich gut zusammen passen würdest. Lustig, aber auch mal ernsthaft, intelligent und gutes Selbstbewusstsein."
„Spuck es aus, wer ist der Wunderknabe? Scheint mir, als hätte ich da jemanden sie Jahre über nicht entdeckt."
„Werd' nicht böse, aber ich finde du und James ihr würdet gut zusammen passen." Er erwartete einen langen Vortrag darüber das sie und James bestimmt nicht zusammen passten. Aber Lily lachte nur. Sie konnte ihn immer wieder überraschen.
„James und ernst?" Sie hatte James gesagt. Lily selber fiel es nicht auf, aber Remus wurde hellhörig. Gab es da etwas was er nicht wusste? Aber wenn Lily ihn mochte, warum meckerte sie immer über ihn? „Dann habe ich wirklich etwas ignoriert. Ich dachte er würde immer nur Witze und Streiche auf Kosten anderer machen! Glaub mir Remus, Potter und ich würden nicht zusammen passen." Als sie auf die Uhr sah fiel ihr auf, dass sie zurück in den Griffendor Tower musste. Es war bereits Sperrstunde. Sie stand auf, bot Remus eine Hand zum aufstehen und ging lachend und kopfschüttelnd los.
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Lieben Gruß und schönen Tag noch!
Danke Maja, freut mich das dir meine Story gefällt!
