hab das zweite Kapitel jetzt also auch bearbeitet° die anderen werden folgen ich versprech's!

(natürlich gehört mir "sailor moon" nicht)

anmerkung zum kap.: schon einbisschen länger als das vorige, hach ich mag die beiden ja soich hoff es gefällt!(völlig unschuldig) cu +pycedia+


atraction° by +pycedia+

konzert-assoziation meer

Nicht für alle war "Abend" gleichbedeutend mit ins Bett gehen. Haruka jedenfalls begleitete aneben diesem Michiru zu einem Violinkonzert. Sie spielte diese Tage mit einem bekannten Pianisten im Duett vor Publikum der höheren Klasse.

Michiru war nicht schon immer so erfolgreich, zwar ist sie immer schon eine begabte Violinistin gewesen und ihr näheres Umfeld wusste das auch, aber Konzerte hatte sie bis vor kurzem nur für kleineres Publikum gegeben, mit Ausnahme von Schulfeiern und schlussendlich auch der abschliessenden Veranstaltung der Eliteschule, die sie und Haruka besucht hatten. Auf genau dieser Veranstaltung vor einem Jahr, wo sie mit ihrem Orchester aus der Kunstakademie und auch als Solistin auftrat, entdeckte sie der liebe Herr, der sich heute abend mit ihr oben auf der Bühne befand und das Publikum begeisterte.

Er hatte nicht aufgehört sie zu fragen und mit Blumen und Pralinen zu überhäufen, bis Haruka der Geduldfaden gerissen ist und klar machte, dass Michiru es liebend gerne machen würde, ja sich sogar geehrt fühlen würde, und er ihr doch mal zwischen dem drängen Zeit zu einer Antwort geben sollte.

So spielte nun Michiru vor diesem grossen Publikum und begeisterte die menge mit ihrem an die Schönheit und gleichzeitige auch an die Macht des Meeres erinnernden Spielweise. Haruka hatte ein VIP-Platz. Da er die Spielende persönlich kannte, ja sie sogar seine Mitbewohnerin nennen konnte, hatte er eine Einladung erhalten. Er freute sich sehr für Michiru, wusste er doch wie viel ihr die Musik bedeutet. Er selbst konnte sich wunderbar in ihrer Musik verlieren darum kam er liebend gerne an ihre Konzerte.

Eine Weile betrachtete er ihre langen türkis gewellten Haare, welche gleich ihrer klänge ans Meer denken liessen. Sehr müde aber beschloss er mit geschlossenen Augen dem Konzert beizuwohnen und die Töne über sich rieseln zu lassen.

Wie schön doch ein weiblicher Körper war. So sanft die Haut, so unglaublich sinnlich die Rundungen der Brüste und des Hintern. Berühren wollte er ihn, diesen Körper mit seinen Händen liebkosen, spürte die Hände in berühren...

Der tosende Applaus hatte zweierlei Wirkung: erstens fiel sein Atem, der mittlerweile eher einem Keuchen glich, darin niemandem auf, zweitens riss er ihn so drastisch aus seinen Gedanken, dass er Erstere gar nicht realisierte.

Verwirrt sah er hoch zur Bühne. Michiru und der Pianist waren etwas zur Seite gegangen um etwas zu trinken. Es war Pause. Haruka sah etwas stutzig auf seine Armbanduhr, war er gerade eingenickt? Die Uhr sagte ihm, wenn das der fall sein sollte, dann nur für ein paar Minuten. Er wischte den Schweissfilm von seiner Stirn und ging sich mit einem recht unsicheren Gefühl in den Beinen zu Michiru neben die Bühne.

„und wie war ich bis jetzt?" war die ein wenig erschöpfte aber fröhliche Frage von Michiru, welche in sofort bemerkte „gefällt's dir bis jetzt?"

„grottenschlecht ich glaub "e.t." mit seinem langen Zeigefinger könnte das besser als du... Autsch was soll das" ein harter Schlag in die Rippen liess das fettes Grinsen auf Harukas Gesicht verschwinden, nur um es dann in einer ein bisschen vorwurfsvollen Form wieder erscheinen erscheinen zu lassen. „was glaubst denn du, soll ich der besten Violinistin sagen, die ich kenne? Ist doch langweilig immer das selbe Gesültze..."

„in einem kann ich ihnen nur zustimmen. Michiru ist wirklich die beste Violinistin die ich kenne. Und ich kenne nicht wenige, um das klarzustellen." schnitt ihm ein junger gut aussehender Mann das Wort ab. "darf ich mich vorstellen? Ich bin Laurence Meriadot der Sohn von Herrn Meriadot, dem wiederum das Klassik platten Label "clm" gehört. Sie sind wirklich eine sehr erstaunliche junge Frau. Michiru. Wenn ich sie bei ihrem Vornamen nennen darf. -Und nicht nur als Künstlerin...- Sie können gern einmal in mein Studio kommen, -...sondern auch als Frau.-"

Das alles kam wie geschmiert aus seinem Mund, der sich nun zu einem gewinnenden Lächeln geformt hatte. Haruka mochte den Kerl nicht. Er redete ihm zu geschwollen und hatte ihm dazu noch das Wort abgeschnitten. Wie konnte man nur schon in einem Satz sagen: ich habe enorm viel Geld, ich brauch nicht dafür zu arbeiten, mein Papa kommt für mich auf und als Sahnehäubchen auch noch: haben sie Lust sich mit mir zu treffen.

„das ist sehr nett von ihnen" riss in Michirus klare stimme aus seinen Gedanken. „da ich ihren Namen ja nun auch kenne ist Michiru in Ordnung." setzte sie mit einem amüsierten lächeln dazu.

Haruka konnte seinen Ohren fast nicht trauen, sie ging wirklich auf das Gespräch mit diesem Schnösel ein. Wie konnte sie nur! Doch kam er zu keiner Reaktion. Laurence verabschiedete sich, die Pause war bald vorbei und wie er sagte traue er seinen Beinen nicht zu bei ihrem ach so lieblichen Spiel richtig zu funktionieren, es träfe in so tief. Haruka verdrehte die Augen. Aber als auch er wieder zu seinem Platz ging legte sich sein Gemüt. Warum sollte er sich aufregen? Michiru hatte sich eigentlich noch nie in einem Menschen getäuscht. Der Mann war ja vielleicht ganz in Ordnung. Für den Rest des Konzertes verschwendete Haruka keinen einzigen Gedanken mehr an den Produzentensohn.

Das Konzert dauerte bis nach Mitternacht. Auch nach der Zugabe und nachdem Michiru und der Pianist von der Bühne verschwunden waren, blieben die Leute noch um sich über das Konzert zu unterhalten, doch vor allem um ein Autogramm von dem Pianisten zu ergattern.

„Haruka, kannst du mir den Violinenkoffer geben, ich sterbe fast vor Müdigkeit" fragte Michiru als sie ihn wie in der Pause am Bühnenrand bemerkte.

„sicher." murmelte Haruka in dem er ihr den Koffer reichte „scheinst ja richtig zufrieden zu sein, du strahlst übers ganze Gesicht?"

„es war einfach wundervoll mit ihm zu spielen, hätten wir nicht vorher die Stücke vorbestimmt und hätten improvisiert, hätte ich die Zeit vergessen und würde es erst bemerken wenn alle schlafen und schnarchen" verkündete ihm Michiru strahlend.

„ja das sähe dir ähnlich" entgegnete Haruka und nahm ihr den Koffer wieder ab. „ich komm gleich wieder"

Ja wirklich sie könnte spielen bis sie umfällt, so viel bedeutet ihr die Musik, dachte er beim Holen ihrer beider Jacken. Als er zurück kam hörte er eine Stimme, die ihm nach dem ersten Treffen nicht sehr angenehm war.

„ja Michiru, solche Autogramme werden sie sicher noch öfters geben müssen, vor allem wenn sie erst einmal ein Demoband haben. Um zu meiner Frage in der Pause zurückzukommen, hätten sie den nun Interesse eben so ein Demoband in meinem Studio zu entwickeln?"

„das ist wirklich grosszügig von ihnen Laurence, ich nehme ihr Angebot gerne an."

Haruka kam genau richtig um zu sehen wie ihre Augen bei dieser Antwort leuchteten vor Freude.

„ja natürlich nimmt sie gern an, solange sie Michiru nicht mit Blumen und Pralinen überhäufen" erschreckt über die ein wenig schroffe Ton Harukas und nicht fähig dem Witz zu folgen verabschiedete Laurence sich schnell, aber höflich und nicht ohne seine Visitenkarte zu hinterlassen.

„ich glaube er hat keinen Sinn für Humor" meinte Haruka gespielt beleidigt.

„und du hast wohl nie an die Möglichkeit gedacht das nicht alle von den Bemühungen eines gewissen Pianisten wissen?" Michiru blickte ein wenig vorwurfsvoll, doch dann rang sich doch ein sanftes Lachen durch ihre Kehle. Sie verstand Harukas Humor. Für sie gab es nichts wichtigeres als Musik, der Schutz der Prinzessin und diese Freundschaft.

„habe ich richtig gehört .du musst schon Autogramme geben?" fragte Haruka und hielt für sie die Tür offen.

„mhm" nickte Michiru. „aber nur die Tochter eines älteren Ehepaares."

„was heisst hier nur, die Jugend ist schliesslich unsere Zukunft." erwiderte Haruka. „Krieg ich auch eins?" Michiru antwortete ihm nicht, sondern schenkte ihm nur ein verlegenes Lächeln.

Es war jetzt wirklich späht. In weiser Voraussicht da es in der Nacht recht kühl war, hatte Haruka seinen Sportwagen mitgebracht und nicht nur sein Mofa. Ausserdem mochte Michiru mit der Geige nicht auf dem Mofa nach hause fahren, sie hatte angst sie zu beschädigen. Also führen sie mit dem Sportwagen und gingen dann von der Garage mit dem Lift direkt in ihr gemeinsames Apartment. Auch Hotaru und Setsuna lebten im selben Block hatten aber ein eigenes Apartment.

Michiru ging ohne viel Worte in ihr Zimmer, so völlig ausgepowert wie sie das Konzert gemacht hatte, war ein warmes Bett das einzige was sie brauchte.

Haruka holte sich nach dem er sich ein T-Shirt übergezogen hatte noch ein Glas Milch aufs Zimmer um sie dort auf dem Stuhl vor seinem Pult gemütlich zu trinken. Seine Gedanken noch eben beim Konzert schweiften wieder ab...

Es wäre so schön diese Haut zu berühren, sie auf der eigenen Nacktheit zu spüren, zu fühlen wie Wärme ihn durchflutete...

Ein Windstoss der seinen Weg durch das halb offene Fenster gefunden hatte, liess in aus seinen Gedanken auf blicken. Er fühlte sich komischer Weise befangen. Nur um dieses Gefühl abzuschütteln ging er zum Schrank.

Es war schon komisch. Dort drinnen befand sich zwar hauptsächlich Männerkleidung, aber ein kleiner Anteil war ganz eindeutig Frauengarderobe. Haruka lebte in letzter Zeit vor allem als Mann. Es war einfach praktischer keinen Büstenhalter tragen zu müssen, wenn man Sport macht und leider war es so, dass man auf dieser Welt als Mann immer noch mehr akzeptiert wurde, denn als Frau. Er hatte als Frau oft Probleme gehabt, weil er sich trotzdem durchsetzen wollte, in Gefilden wo Frauen nicht gern gesehen werden. Schwierigkeiten gab es dadurch, dann, wenn er wieder einmal mit ein bisschen zuviel Nachdruck seine Meinung dazu Preis gab, sprich mit Faust anstatt mit Wort. Darüber hinaus war es besser eine Weile in einem Geschlecht zu verharren, ist es doch nicht wirklich einfach jemandem zu erklären das der eigene Körper voll und ganz männlich aber auch voll und ganz weiblich sein kann. Diese Erfahrung musste er schon ein einige Male machen.

Doch trotzdem, er mochte seinen weiblichen Körper. Vor allem für gewisse Aufträge war es einfach besser eine Frau zu sein, würde sich ein Firmenchef doch nie von einem Mann umgarnen lassen. Doch seine Frauen Kleidung war, auch wenn es sehr weibliche Stücke darunter gab, immer recht schlicht. Er mochte keine Reizwäsche "entweder Baumwolle oder ein Sport-BH, sonst tu ich mir das erst gar nicht an" war sein Motto. Als "Sailor" war es so, dass er als Frau seine Kräfte besser ausschöpfen konnte, als dann wenn er ein Tuxedo war, also war es nur naheliegend das er sich hauptsächlich in Sailor Uranus verwandelte. Und trotzdem in letzter Zeit war er eigentlich immer ein Mann.

Er verscheuchte diese Gedanken wieder. Er wusste echt nicht warum er jetzt über seine etwas unüblichen Körpereigenschaften nachdachte. Er war so wie er war, er war schon immer so gewesen und er hatte sich schon lange damit abgefunden. Haruka nahm noch den letzten Schluck Milch und ging ins Bett. Nach wenigen Minuten hatte der Wind ihn in einen traumlosen Schlaf geweht.