DC: Mir gehört nix außer ein paar Figuren und dem Plot.

Habs doch noch geschafft ein Chap hochzulanden. Ist aber nicht sehr lang, hoffe es gefällt euch trotzdem.

Das nächst kommt allerdings erst am Mittwochabend. Fahre heute nämlich weg! Danke für eure lieben und tolle Reviews. Baut einen wirklich auf! Bis dann und Reviewt schön.


Nach Hogwards

Seit sechs Jahren hatte sich Lily nicht mehr um die Zaubererwelt gekümmert. Zwar zauberte sie hier und da ein wenig, aber sie ging nie in die Diagon Alley oder andere Zauberergegenden. Sie hatte mit dieser Welt abgeschlossen. Es zog sie nichts und niemand mehr dahin.

Nach dem Abschluss in Hogwards hatte sich einen Abschluss für die Muggelschule absolviert. Da sie in ihren Ferien regelmäßig an Kursen teilgenommen hatte, war es kein Problem für sie gewesen. Dort hatte sie ein Stipendium für ein Studium erhalten, da sie dort, wie auch an ihrer alten Schule, mit Abstand den besten Abschluss geschafft hatte.

Vor wenigen Tagen war seit langer Zeit mal wieder eine Eule zu ihr gekommen. Es traf sie wie ein Schock. Charly war gestorben. Ein paar betrunkene Muggeljugendliche hatten sie an-/ umgefahren. Lily war zur Beerdigung eingeladen. Zuerst hatte sie überlegt, ob sie hin gehen sollte. Aber sie war es ihr schuldig gewesen. Immerhin war es einmal ihre Freundin gewesen. So konnte sie sich verabschieden.

Ähnlich wie bei Muggeln fand zu erst eine Art „Gedenkgottesdienst" in einer Kapelle statt. Anschließend wurde sie zu ihrem Grab getragen. Die ganze Zeit hielt Lily sich im Hintergrund auf. Sie wollte gerade gehen, als Sirius zu ihr kam.

„Lily?" Remus hatte ihm erzählt, das sie hier war. Aber er hatte es nicht glauben wollen. Sie hatte sich verändert. Sie war nicht nur erwachsener geworden. Sie strahlte noch mehr ruhe aus. Aber da war noch etwas was er nicht fassen konnte. Sie war zu mindest nicht mehr die Lily die er kannte.

„Sirius, es tut mir sehr leid…" sie drückte ihn einmal und sah ihn sich dann genauer an. Im Gegensatz zu ihr hatte er sich kaum verändert. Er war älter geworden. Aber die Augen, seine Haltung und Bewegungen waren immer noch die selben.

„Mir auch… Aber schön das du hier bist. Charly hat häufig von dir gesprochen. Sie würde sich freuen, dass du hier bist. Kommst du noch mit zu mir? Wir wollen ein wenig Abstand zu all dem hier kriegen. Charly hätte nicht gewollt, das wir wegen ihr so traurig sind. Wenn jemand gestorben ist hat sie immer gesagt ‚Dort wo er jetzt ist geht es ihm viel besser als hier'. Egal woran derjenige gestorben war." Lily sah in seinen Augen Tränen.

„Sicher. Ich habe aber leider keine Zeit." Sie wollte weg von hier. Die Leute die sie hier sah erinnerten sie an eine Zeit die zum größten Teil sehr schön gewesen war. Aber sie war auch mit viel Schmerz und Enttäuschung verbunden. Sie wollte das alles vergessen.

„Moony, Peter, seht mal wer da ist?" rief Sirius über sie hin weg. Die beiden kamen zu ihnen. Bei der Grabrede hatte Lily gehört, dass Peter und Charly verheiratet gewesen waren. Sie hatte ihm schon einmal ihr Beleid bekundet, tat dies jedoch noch einmal und drückte ihn.

„Wie geht es dir Lils? Du siehst gut aus." Remus harkte sich bei ihr unter und schob sie in Richtung Kamin. „Du kommst mit zu Sirius. Wir haben uns so lange nicht mehr gesehen."

„Eigentlich habe ich keine Zeit…"

„Keine Widerrede. Du kannst nicht immer etwas vorhaben. Schick einfach eine Eule hin und sag ab." Sirius wollte ihr gerade eine Eule rufen als sie abwinkte.

„Überredet, aber wenn ich etwas mit der Eule losschickem wird er damit nichts anfangen können. Er ist ein Muggel." Remus nickte. Er hatte sich gedacht das Lily sich mehr bei den Muggeln aufhielt als bei ihnen. In den ganzen sechs Jahren hatte er nichts von oder über sie gehört.

„Er? Wer ist er?" neugierig sah Sirius sie an. Wie hatte er denken können, dass sie noch allein war? Sicherlich war sie schon verheiratet. Vielleicht hatte sie deswegen etwas an sich das er nicht beschreiben konnte, vielleicht war sie schwanger?

„Das geht dich nichts an, du Neugiernase!" Sie lächelte ihn kurz an und suchte sich ein Telefon. Sirius sah seine beiden Freunde an. Peter wirkte zerbrechlich, was verständlich war. Seine Frau war gestorben. Remus schien seinen Gedanken hinterher zu hängen.

„Wo war sei die ganzen Jahre, was meint ihr?" Remus sah ihn an.

„Sie wird sich ein zu Hause aufgebaut haben, was denkst du?"

„Aber wo und mit wem, das ist hier die Frage!" spitzbübisch grinste er freudig durch die Gegend.

Nachdem Lily wieder aufgetaucht war, waren die vier zu Sirius gefloht. Apparieren konnten sie nicht, das sein Haus davor geschützt war. Das brauchte er, das er inzwischen eine sehr gut gehende Diskothek und eine Kneipe hatte. Außerdem war er das schwarze Schaf der Familie und musste ständig damit rechnen, das sich jemand an ihm rächen wollte.

Kaum waren sie angekommen, wuselte schon ein Hauself um sie herum. Sie nahm ihnen die Umhänge und Lily Mantel ab. Peter verzog sich gleich in ein Zimmer in der oberen Etage. Er wollte allein sein. Remus und Sirius gingen in ein gemütliches Wohnzimmer und Lily folgte ihnen. Kaum hatten sie sich gesetzt, da brachte der Hauself ihnen auch schon etwas zutrinken.

„Wie kannst du dir das leisten, Sirius? Als wir die Schule verlassen haben konntest du dir nur eine Wohnung leisten." verwundert sah Lily sich um. Das Haus steckte voller Magie. Überall bewegt sich etwas, oder gab Laute von sich.

„Ach, ich hatte da so meine Wege und Mittel. Ein Onkel war gestorben und der hat mir allein sein Vermögen und das Haus vermacht. Mit dem Geld habe ich dann erst eine Kneipe und dann eine Diskothek auf gemacht." Er lehnte sich genussvoll zurück. Er war stolz darauf was er vollbracht hatte. Für ihn war es keine Arbeit die beiden Lokale zu verwalten. „Nun aber zu dir Lils, was hast du all die Jahre gemacht?" Lily nahm einen Schluck aus ihrem Kakaobecher und lächelte.

„Nach dem Abschluss habe ich einen weiteren an einer Muggelschule gemacht. Danach bin ich auf die Universität gegangen und habe Medizin studiert. Inzwischen bin ich Teilhaberin in einer Gemeinschaftspraxis." Als sie Sirius verdattertes Gesicht sah lachte sie auf. „Reicht das erst einmal? Oder willst du noch mehr von mir wissen."

„Padfoot, Mediziner sind so was wie unsere Heiler. Nur für Muggel."

„Das weiß ich doch! Aber wann hast du Party gemacht und gelebt? Das klingt alles nach sehr viel Arbeit!"

„Ich liebe meine Arbeit. Wozu brauche ich da noch das Partyleben!" Außerdem hatte sie doch niemanden mit dem sie diesen Spaß hätte teilen können. Selbst in ihrer anderen Schule hatte sie nie Freunde gehabt. Erst während ihres Studiums hatte sie Nicolas kennen gelernt. Er war in dem Krankenhaus Arzt in dem Lily ihr Praktisches Jahr verbrachte. Die beiden verstanden sich gut, auf anhieb. Und als er mit Jason und John eine Gemeinschaftspraxis übernehmen konnten, aber noch einen Kinderarzt brauchten, hatte er sofort an sie gedacht.

„Wie geht es dir sonst? Irgendwelche bedeutenden Änderungen oder Neuigkeiten?" bohrte Sirius. Er wollte mehr über sie wissen. Lily lachte nur wieder.

„Genug von mir. Rem, was machst du?" Sie merkte, das er sich unwohl fühlte.

„Ach, weißt du, als Werwolf hat man es nicht leicht…"

„Findest du keine Arbeit?" Remus schüttelte den Kopf. Wie häufig wurde er abgelehnt. „Das tut mir leid. Dabei warst du doch in der Schule immer so gut…" Als Lily auf die Uhr sah fiel ihr auf wie spät es schon war. Sie musste sich langsam wieder auf den Weg zur Praxis machen. Sie hatte zwar Nick bescheid gesagt, das sie erst nach der Mittagspause wiederkommen würde, aber die war fast vorbei. „Würdest du immer noch etwas in Richtung Heiler machen? Dann komm morgen mal zu dieser Adresse, so gegen halb eins." flüsterte sie ihm zu. Sie holte ihre Mantel, verabschiedete sich und flohte in den Leakey Cauldron.

„Sie hat es tatsächlich geschafft eine eigene Praxis zu bekommen…" murmelte Remus schwer beeindruckt.

„Ich glaube sie ist schwanger!" verkündete Sirius.

„Wer ist schwanger?" fragte eine Stimme hinter den beiden. Sie drehten sich um und sahen James.

„Lily!" grinsend und mit sich selbst zufrieden lümmelte er sich in seine Chaise-Longe.

„Woher willst du das wissen?" fragte James geschockt. Lily? Schwanger? Das heißt sie war verheiratet?

„Sie war eben hier. Und sie war auch auf der Beerdigung von der du so schnell weg musstest. Sonst hättest du sie auch gesehen!"

„Und sie ist wirklich…" James schenkte sich unbewusst einen Whiskey ein und trank ihn in einem Zug.

„Ja…"

"Hör auf zu spinnen!" mischte sich Remus ein. „Padfoot meint das sie das ist! Also muss es nicht der Wahrheit entsprechen, nur zu deiner Information"

„Aber dein Gesicht hättest du sehen sollen Prongs!" lachte Sirius und kippte ebenfalls ein Feuerwhiskey herunter.

Als Lily in der Praxis ankam, sah sie ihre drei Kollegen in der Küche sitzen. Kurz wurden sie begrüßt. Dann zog sie sich schnell andere Sachen an und holte sich einen Kittel. Sie ging zur Sprechstundenhilfe und holte sich ihre Patientenkarten für den Nachmittag und verschwand in ihrem Zimmer. Nick kam ihr nach.

„Wie war es Lilikins?" er setzte sich neben sie auf den Tisch.

„Es war schon schön sie wieder zu sehen. Vor allem Remus. Aber weißt du es ist wirklich traurig das Charly tot ist. Ich hätte gern noch mal mit ihr geredet… Vielleicht hätte ich ihr von damals erzählen sollen… Jetzt ist es zu spät." Lily legte ihren Kopf auf ihre Hände.

„Das mit diesem James? War er denn auch da?" Lily hatte ihm von damals erzählt. Er wusste auch das sie eine Hexe war. Während ihrem Praktischem Jahr hatte er sie einmal beim zaubern erwischt. Zu erst hatte sie es abgestritten. Aber nachdem er von einem Freund von seinem Opa erzählt hatte, der Zauberer war (und dies ziemlich schlecht verheimlichte), hatte sie ihm davon erzählt.

„Ich denke schon. Allerdings habe ich ihn nicht gesehen. Ich bin mir nicht so sicher ob es das richtige war zur Beerdigung zu gehen."

„Lily. Die kleine Wendy Connor kommt mit ihrer Mutter jetzt rein!" ertönte die Sprechstundenhilfe.

„OK."

„Meinst du, du schafft den Tag heute noch?" Lily nickte. Ablenkung war gut. Bloß nicht nachdenken. Nicht über früher und auch nicht über Charly.

„Bevor ich es vergesse. Ein Remus Lupin kommt morgen. Wir brauchen einen neuen Auszubildenden, oder? Er wollte immer bei uns im Krankenhaus anfangen. Aber das hat nie geklappt. Meinst du er könnte…?" mit großen bettelnden Augen sah sie ihn an.

„Du weißt das ich jedem eine Chance gebe. Außerdem kann ich diesen Augen nicht widerstehen!" Lachend ging er aus dem Zimmer und ließ Wendy und Mutter herein.


AN: Na was sagt ihr? Ich weiß, traurig das Charly sterben musste. Mochte sie eigentlich ziemlich gern. Aber man muss so seinen Opfer bringen.Reviewt fleißig und habt ein paar schöne Tage!

Eure LittleSunflower