DC: Mir gehört fast nichts. Nur er Plot und ein paar Figuren. Der Rest sind Ideen von JKR.
Muggelwelt
Gut gesättigt lehnte sich Remus zurück. Lily hatte nachdem die Praxis geschlossen hatte für die anderen Ärzte und ihn gekocht. Es war mal wieder eine kleine Sitzung über die Praxis fällig gewesen und Remus durfte, als Azubi, einmal dabei sein. Dies war sehr praktisch, denn es war Freitag und Nick, Lily und er waren mit den restlichen Maraudern verabredet. Peter, James und Sirius wollten sich einmal die Praxis ansehen und wussten auch nicht vor welchem Kino sie sich treffen wollten. Dies sollte nämlich ein richtiger Muggel-Abend werden.
„War lecker Lils! Ganz lieben Danke!" John drückte seine Arbeitskollegin einmal und gab ihr ein Küsschen auf die Wange.
„Musst du schon los!" nölte sie und sah den braunhaarigen Mann neben sich enttäuscht an. „Ich dachte, dass du noch ein wenig bleibst…" Auch Jason stand von seinem Stuhl auf.
„Nee, du machst dir mit deinen Schulfreunden einen schönen Abend und wir machen auch einen kleinen Männerabend." zwinkerte Jason zu und verabschiedete sich wir John von allen. Kaum waren die weg, da hörten sie schon einen Klingel. und die Drei andere machten sich auf den Weg zur Tür.
„Warum konnten nicht einfach apparieren! Warum nun vor der Tür stehen!" hörten sie Sirius Stimme durch die Tür! Remus konnte förmlich sehen, wie James die Augen verdrehte.
„Du weißt schon, dass dies eine Muggelpraxis ist, oder?"
„Die blöden Muggel… Ständig muss man auf sie Rücksicht nehmen…" zeterte Peter. Remus öffnete lächelnd die Tür.
„Hey Jungs! Wollen wir los?" Sirius linste an ihm vorbei.
„Dürfen wir uns mal umsehen?" Peter schien von der Idee nicht begeistert zu sein. Nick tauchte hinter Remus auf und öffnete die Tür weiter.
„Klar, machen wir ne kleine Führung. Dann seht ihr mal, dass wir hier hart arbeiten müssen…" kaum waren alle im Haus, sahen sie sich verwundert um. James war der einzige, der bereits einmal hier gewesen war.
„Lily!" rief Sirius und lief auf die junge Frau zu. „Du siehst zum anbeißen aus!" Er drückte sie einmal und wirbelte sie einmal durch die Luft. Nachdem Peter und James alle begrüßt hatten zeigten die beiden Ärzte ihre Praxis. Die waren sehr beeindruckt von den fielen Geräten die völlig ohne Magie liefen.
Die kleine Gruppe setzte sich an einen gemütlichen Tisch in dem Pub. Interessiert studierten die Zauberer die Karte. Sie hatten an diesem Abend schon so viel Neues erlebt und nun war da noch diese Karte mit so vielen Getränken, die sie nicht kannten.
„Haha, sieh mal Prongs!" Lachend zeigte Sirius auf die Karte. „Du stehst hier unter den Getränken!"
„Jamson… Klingt ganz nach mir! Was glaubst du, schmeckt mir das Zeug? Was ist das überhaupt?" Remus verdrehte seine Augen.
„Jameson ist ein irischer Whisky. Singel Malt. Es gibt ihn in verschiedenen Arten: je länger er gelagert wurde, desto teurer wird er." James nach Lily mit großen Augen an. „Was ist, Potter!" fragte sie schließlich.
„Ich wusste gar nicht, dass du dich mit so etwas auskennst…" Als Lily das erklären wollte, schnitt er ihr das Wort ab. „Ich kann mir schon vorstellen, dass du dich für alles interessierst, was meinen Namen trägt."
„Bilde dir nichts darauf ein! Er heißt Jameson! Und glaub mir, wenn deine Mutter Irin wäre, dann würdest du so etwas auch wissen!" entgegnete sie mit kühlem Ton.
„Was wollt ihr denn trinken? Bier? Cidre?" versuchte Nick das Thema auf etwas anderes zu lenken. Und er war erfolgreich. Lily verabschiedete sich kurz und verschwand auf dem stillen Örtchen. Die anderen bestellten in der Zeit etwas zu trinken. Fingen an sich kurz über den Film zu unterhalten. Die Zauberer fanden es faszinierend, dass sich alles so bewegte wie auf ihren Bildern, dabei allerdings ein Ton war und dazu noch eine richtige Geschichte.
Als Lily wieder zu den anderen stieß, stand ihr Glas Guinness auf ihrem Platz. Nick, Sirius und James hatten ihre Köpfe zusammen gesteckt und waren viel zu leise. Als die Drei dann auch noch anfingen zu kichern, sah sie sich genauer an, was der Grund für ihr verhalten war. Zwei Tische weiter saß ein Mann, Anfang zwanzig, der immer wieder irritiert um sich sah. Das veranlasste die Jungs wieder zu lachen. Dann sah Lily was sie machten. Sirius hatte unter dem Tisch seinen Zauberstab gezückt und ließ hin und wieder kleine Gegenstände ein paar Zentimeter in die Luft fliegen, um sie hinterher wieder auf den Tisch zusetzten, als sei nichts passiert. Der Arme war völlig verwirrt. Anfangs war Lily wirklich sauer, wie konnten sie es wagen konnten vor Muggeln zu zaubern. Als sie jedoch sah, wie der junge Mann sein trinken von sich weg schob, kopfschüttlend bezahlt und schließlich aus dem Pub taumelte, lachte sie. So ging es dann weiter. Einen Strohhalm verzauberten sie so, dass die Frau, die mit ihm trinken wollte, ihn nicht anfassen konnte, dass er ihr immer wieder entwischte. Auf dem Tisch eines anderen Gastes verrückten sich ständig die Vase und einige andere Gegenstände. Als Peter jedoch eine Gabel dazu verzauberte, dass sie mit dem Gast sprach, wurde es Remus zu viel.
„Pete, lass das! Es war wirklich lustig, aber es reicht. Kleine Streich sind ok. Schon mal daran gedacht, dass es den Muggeln vielleicht irgendwann auffallen würde, dass hier merkwürdige Dinge passieren?" Peter schien nicht besonders begeistert zu sein, dass Remus ich zu Recht gewiesen hatte. Mucksch saß er auf seinem Stuhl und zog eine Schnute.
Nick und Lily waren gegen zwei Uhr nach Hause gekommen. Im Gegensatz zu ihrem Mitbewohner konnte Lily jedoch nicht gleich schlafen. Sie wälzte such von einer Seite ihres Bettes auf die andere. Alles in allem war es wirklich ein netter Abend gewesen. Die Marauder waren begeistert über die vielen neuen Entdeckungen die sie gemacht hatten. Remus kannte sich mittlerweile schon gut aus, aber der Rest jauchzte hin und wieder auf. Sirius hatte sich vorgenommen für seine Kneipe, und vielleicht auch für seine Disko Guinness zu bestellen. Er hatte es probiert und war den restlichen Abend nicht mehr davon los gekommen. Auch sonst war er sehr beobachtungsfreudig. Fragte nach, was die Leute machten (Table-Quiz, oder über die elektrischen Geräte die man sehen konnte) und machte sich über einige der Leute lustig die den Pub betraten.
Peter war eine Sache für sich. Er machte mit den anderen seine Scherze und freute sich etwas Neues zu lernen. Aber irgendwas war an seinen Witzen und Scherzen über die Muggel anders als bei den anderen. Lily konnte nicht sagen was es war. Vielleicht war es einfach seine Art geworden, schließlich hat sich jeder in den letzten Jahren verändert. Ein anderer Grund könnte Charly sein. Peter schien immer noch nicht richtig verarbeitet zu haben was passiert war. Remus hatte den einen Tag bei der Arbeit etwas in der Art gesagt. Aber war es ein wunder? Wie schmerzhaft musste es sein seinen Partner zu verlieren! Die beiden schienen mehr als glücklich gewesen zu sein.
Ach ja und dann war da noch James. Er war einfach… James war einfach er selbst gewesen. Nicht das arrogante Selbst. Sondern das lachende, scherzende und vor allem sympathische Selbst. Das hatte schon in der Praxis angefangen. Zu erst hatte Lily gedacht er würde sie nicht wirklich beachten. Seit ihrem Geburtstag hatte sie ihn nicht mehr gesehen und wusste nicht wie sie sich verhalten sollte. Aber das hatte er ihr abgenommen. Zur Begrüßung hatte er sie wie die anderen umarmt und gespannt zugehört, als sie zusammen mit den anderen die Praxis erklärt hatte.
„Was ist das?" fragte James und zeigte auf ein Instrument, dass auf ihrem Schreibtisch lag.
„Das ist ein Stethoskop. Damit kann man die Herztöne von anderen Menschen hören." hatte sie erklärt.
„Darf ich?" mit großen, bettelnden Augen hatte er sie angesehen und wusste schon, dass sie nicht widersprechen konnte. Lachend hatte er dann von jedem die Herztöne sich angehört und war fasziniert.
Auch beim Telefon hatte er begeistert ausprobiert und Sirius und Nick im anderen Raum angerufen. Selbst im Pub konnte er nicht aufhören darüber zureden, wie toll es sein musste ohne Feuer miteinander zu reden.
Eigentlich war der gesamte Abend sehr nett mit ihm gewesen. Stets zuvorkommend, höflich und natürlich auch Neugierig. Nichts mehr von dem arroganten und egoistischen Jungen, der immer im Mittelpunkt stehen wollte. Auch wenn es Lily schwer fiel: James hatte sich verändert. Sicher, er war immer noch sehr streitlustig und vermiet es nicht sich mit anderen in Wortduellen zu messen. Aber das alles hatte eine andere Dimension angenommen. Eine weitaus angenehmere. War James etwa erwachsener geworden? Äußerlich musste man dem zustimmen. Seine Gesichtszüge waren kantiger und markanter geworden. Und auch seine Körpersprache war gelassener und entspannter. Unter alldem war jedoch immer noch der Lausbube, der Streiche ausheckte. Nur wirkte es nicht mehr überheblich und angeberisch. James war dadurch menschlicher und eindeutig sympathischer geworden.
John BinchyNick wartete seit zehn Minuten vor dem Badezimmer. Lily machte sich für den Abend fertig. Er hatte jedoch das inzwischen dringende Bedürfnis auf Toilette zugehen.
„Lils, beeil dich! Remus und der Rest kommen gleich." rief er durch die Tür. Es klingelte. „Wenn man vom Teufel spricht…" Nick ging zur Tür und öffnete. Die vier Marauder standen dort. Sie begrüßten sich und kamen in die Wohnung.
„Wo gehen wir denn hin?" Sirius sah sich in der Wohnung um. Nichts hatte sich verändert. Bei ihm veränderte er seine Räume ständig.
„Macht es euch bequem. Wir können gleich los. Vorher allerdings…" Er hatte Lily aus dem Bad kommen hören und spurtete hinter ihr rein. James hatte auch gehört, dass Lily aus dem Bad gekommen war. Er wollte bevor sie weggingen mit ihr noch mal reden. Leise klopfte er an die Tür.
„Lily, darf ich rein kommen?" fragte er in den Raum hinein. Er entdeckte sie nicht.
„Nicht nötig, bin schon fertig." meinte Lily aus ihrem begehbaren Kleiderschrank. Als sie heraus kam, verschlug es James für einen Moment die Sprache. Lily trug ihre Haare offen und dazu ein dunkelblaues Top und einen Minirock, kurzum sie sah nicht nur gut sondern auch zum anbeißen aus. Sie sah ihn fragend an und ging am ihm vorbei. „Ich wollte dich fragen ob du es dir überlegt hast. Du weißt schon, das was wir an deinem Geburtstag besprochen hatten…" nervös trat er von einem Fuß auf den anderen. Nicht nur die Situation und das Thema machten ihn verrückt. Lilys Aussehen machte ihn wahnsinnig.
„Ich habe darüber tatsächlich nachgedacht." Sie blieb im Flur stehen und sah James eindringlich an.
„Und?"
„Ich möchte nicht das du denkst das was du gemacht hast in Ordnung war. Das war es nämlich nicht. Aber ich werde versuchen es zu vergessen. Unsere Wege werden sich in Zukunft wohl noch öfter kreuzen. Was hältst du von einem Neuanfang?" James Augen fingen an zu strahlen, wie im Übrigen auch sein ganzes Gesicht. Lily hingegen sah ihn nur ernst an.
„Klingt gut." Er streckte ihr die Hand entgegen. „James Potter. Schön dich kennen zu lernen." Lily lächelte ihn nun an und nahm seine Hand.
„Lily Evans. Die Freude kann ich nur erwidern." Lachend gingen sie ins Wohnzimmer zu den anderen. Lily begrüßte die restlichen dreiviertel der Marauder.
„Kommst du doch mit uns mit?" fragte Peter und sah Lily fragend an.
„Für mich hättest du dich wirklich nicht so hübsch machen müssen. Außerdem sind wir doch nicht allein! Wir wollen doch nur in eine Kneipe." James Grinsen wurde breiter. Remus verdrehte die Augen. James schaffte es immer wieder. Gleich würde sie wieder an die Decke gehen…
„Keine Angst. Für dich würde ich das auch nicht machen." entgegnete Lily ruhig. Es klingelte an der Tür. Gemütlich machte sie sich auf den Weg dorthin.
„Nein? Schade… Aber klasse das du mit uns kommst."
„Auch da muss ich dich enttäuschen. Ich habe selbst etwas vor." zwinkerte sie ihm zu und öffnete die Tür. Dort stand ein junger Mann, vielleicht Ende zwanzig, dreißig. Seine braunen Haare nicht ganz so lang wie die von Sirius, aber länger als die von James. Da er fast zwei Köpfe größer als Lily war musste er sich runter beugen um ihr einen Kuss auf die Wange zu geben. „Hey John, komm rein. Nick, Remus und die anderen sind noch nicht weg." John ging zu Remus und begrüßte ihn.
„Und das sind Sirius Black, Peter Pettigrew und James Potter." John schüttelte jedem die Hand. James sah sich den Kerl noch genauer an. Der Fremde sah gut aus, das musste man ihm lassen. Er trug ein weißes kurzärmliges Hemd und eine schwarze Hose. Lässig hing das Hemd über der Hose. Er war sicherlich so ein Herzensbrecher, der Lily nur verletzten würde. Remus bekam diesen kritischen Blick mit und lachte in sich hinein. Sirius schien auch zu wissen war James dachte.
„Und was machen Sie heute Abend mit unser Lily?" James baute sich vor John auf.
„Das geht dich nichts an. Wir müssen sowieso gleich los." Sie war John ein verschwörerisches Lächeln zu, was James noch mehr auf die Palme brachte.
„Ich denke auch." Er bot Lily seinen Arm an und verabschiedete sich von den anderen. „Bis Montag Remus. Viel spaß heute Abend."
„Den wünsche ich euch auch! Bis Montag." Remus sah auf die Uhr, Nick musste auch bald fertig sein.
Lily zog die Tür hinter sich zu. Man hörte John noch Komplimente machen. James wand sich an seine Freunde. „Du kennst diesen Schaumschläger, Moony?" empörte er sich.
„Natürlich. Und du eigentlich auch. Das war Dr.John Binchy. Der Allgemeinmediziner aus der Praxis in der ich arbeite. Und er ist bestimmt kein Schaumschläger. Du müsstest ihn von Lilys Geburtstag kennen. Lily hat sich lange mit ihm unterhalten. Und da du sie nie aus dem Auge gelassen hast…"
„John war schon da? Mist ich wollte ihn noch etwas fragen. Na ja, egal…" meldete sich Nick zu Wort.
„Lily hat ein Date mit einem anderen Arzt aus der Praxis? Wenn das nichts wird, könnt ihr das Klima in eurer Praxis vergessen!" murmelte James. Die anderen unterdrücken ihr Lachen.
„Ich glaube da gibt es keine Probleme. Die beiden haben kein richtiges Date. Johns Schwester wird dreißig und da hat sie John natürlich eingeladen. Und da sie mit ihren Kindern zu Lily geht und sie sehr schätzt und mag hat sie diese auch eingeladen. Mit der Hoffnung, dass die beiden zusammen kommen." erklärte Nick und schüttelte den Kopf.
„Und das lasst ihr zu?"
„Erstens ist es Lily Angelegenheit, wann und mit wem sie ausgeht. Zweitens werden die beiden kein Paar, weil sie nur befreundet sind und es dabei belassen wollen. Und drittens James, wenn du ein Date mit Lily haben willst musst du dein Verhalten verändern. Dein Macho gehabe kommt bei ihr nicht an. Sie mag zwar selbstbewusste Männer, aber sie sollten nicht arrogant und selbstgefällig sein! Außerdem müsstest du sie auch erst einmal um ein Date bitten. Sorry Mate!" James wurde immer kleiner. Innerlich verfluchte er Nick. Aber der hatte nur das gesagt, was Remus ihm schon in der Schule gesagt hatte. Er schnappte sich seine Jacke.
„Wollen wir los?" Die anderen standen auf und machten sich auf den Weg zu Tür.
„Tut mir leid wenn ich so direkt bin, James. Aber wenn du wirklich eine Chance bei ihr haben willst, dann solltest du das wissen." James zog eine Schnute nickte aber.
Um eins kam Lily wieder nach Hause. Als sie merkte, dass Nick noch nicht wieder da war, bat sie John noch herein. Sie holte eine Weinflasche aus dem Schrank und die beiden setzten sich ins Wohnzimmer.
„Deine Schwester ist wirklich nett. Aber wie kommt sie auf die Idee, dass wir zusammen passen?" Mit angezogenen Beinen setzte sich, die schon leicht beschwipste Lily direkt neben John. Der tat ihr gleich, zog seinen Schuhe aus und winkelte seine Beine an.
„Sie mag mich. Und das Beste ist für ihren kleinen Bruder gerade mal gut genug. In diesem Fall meint sie das du das bist. Sie hat dich in ihr Herz geschlossen." Die beiden lachten. Joana, Johns Schwester, hatte entweder von ihrem Bruder geschwärmt, oder sie hatte versucht die beiden zu verkuppeln.
„Vielleicht sollten wir ihr noch mal sagen das wir beide nicht aneinander interessiert sind." Schlug Lily vor.
„Willst du ihr das Herz brechen?" Lily schenkte die Gläser nach und grinste.
„Vielleicht solltest du dir mal eine nette Freundin zulegen. Dann hört sie damit sicherlich auf."
„Das bezweifele ich. Weißt du noch als ich mit Gretta zusammen war? Joana hat sie ignoriert." Lily erinnerte sich. Joana hatte tatsächlich Gretta nicht beachtet, sie nie eingeladen, oder sich mit ihr unterhalten.
„Gretta war auch komisch. Warum nicht mal eine Sympathische? Deine Schwester wird sich mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass du das tust, was du willst. Also, warum hast du momentan keine Freundin? Du bist doch nett, charmant, siehst gut aus und du hast eine eigene Praxis. Das müsste doch einige Musterexemplare aus den Löchern locken."
„Danke Lils… Aber es ist einfach niemand da, der auch nur annäherungsweise zu mir passt. Außerdem ist in der Praxis viel zu tun." John hing einen Moment seinen Gedanken nach. Dann sah er auf und lächelte Lily an. „Und was ist mit dir? Du bist der Traum von vielen Männern. Was ist deine Ausrede?"
„Das ist auch nicht so einfach. Die Praxis ist da. Und ich weiß nicht in wie weit ich für eine Beziehung bereit bin. Ich habe gerade erst mir ein zu Hause aufgebaut, neue Freunde gefunden und angefangen mich wohl zufühlen." Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter. Sanft strich John ihr über den Kopf-
„Vielleicht würde ein Freund dir aber auch Sicherheit geben. Oder auch dir helfen dich noch wohler zufühlen. In letzter Zeit sehe ich dich wieder in Gedanken. Wie früher. Aber du siehst nicht wirklich glücklich aus. Es ist als ob eine hälfte von dir fehlt." Lily lachte auf. Wie Recht er doch hatte.
„Ich weiß, das ist so seit ich meine alten Schulfreunde wieder getroffen habe, oder?" Das hatte sie selbst bemerkt. Sie dachte inzwischen häufiger an Hogwards und an das Zaubern. Auch wenn sie der Zauberwelt den Rücken gekehrt hatte, vermisste sie diese manchmal. „Hast du dich mal gefragt, warum ich nach meinem Abschluss im Internat noch einen weiteren machen musste?" Sie war sich nicht sicher ob sie es später bereuen würde. Und wie würde John reagieren, wenn er die Wahrheit herausfinden würde.
„Nick meinte wir sollten nicht fragen. Du würdest nicht gern darüber reden. Aber sicher, Jason und ich haben uns das gerade am Anfang häufig gefragt. Du bist sehr intelligent und wir haben nicht verstanden, warum du deinen Abschluss noch einmal machen musstest."
„Versprichst du mir, mich nicht für verrückt zu erklären? Und es für dich zu behalten?" John sah sie besorgt an. Er fragte sich wie schlimm es war. „Ich war damals nicht auf irgendeinem Internat. Es war ein sehr spezielles. Es war Hogwards, School of Witchcraft and Wizardry." Als er sie nur unverständlich an sah fuhr sie fort. „Ich hoffe du denkst jetzt nichts schlimme von mir, aber ich bin eine Hexe." Abwartend rückte sie ein Stück von ihm weg.
„Du bist eine Hexe?" sagte John nach wenigen Sekunden. „Was heißt das?"
„Auf dem Internat habe ich alles was dazugehört gelernt. Es gibt eine Art andere Welt in der nur Zauberer leben. Sie wissen von den Muggeln, das sind die nicht magischen Geschöpfe, und leben neben ihnen. Allerdings dürfen diese nicht von ihnen erfahren."
John setzte sich gerade hin und trank sein Glas Wein in einem Zug aus. Lily erwartete, dass er aufstand und ging. Aber setzte sich wieder zurück. „Eine Hexe?" er ließ die Geschichte erst einmal sacken. „Aber Hexen gibt es nicht. Außerdem sehen die ganz anders aus…" Sanft lächelte sie ihn an.
„Ich kann dir gerne etwas zeigen. Dann musst du mir allerdings versprechen mit niemandem darüber zureden." Als John nickte, ging sie in ihr Zimmer und holte ihren Zauberstab. Sie setzte sich neben ihn, deutete dann auf einen Apfel und murmelte etwas. Der Apfel verwandelte sich in eine kleine Katze. John sah verwirrt von der Katze zu Lily. Diese hatte sich die Katze geschnappt und kraulte sie nervös. „Ich bin einwenig aus der Übung. Ich habe nach dem Abschluss nur noch selten gezaubert."
„Heißt das bei Hexen nicht gehext?" griente John. Seine Miene wandelte sich vom überrascht sein zu einem verschmitzten lächeln.
„Nein, die Märchen lügen, das heißt tatsächlich zaubern." Erleichtert entspannte sich Lily. John zog sie zu sich und umarmte sie.
„Wer weiß noch davon?" Als er sie aus der Umarmung entließ, blieb sein Arm noch um sie liegen.
„Nick hat das relativ früh rausbekommen. Danach sind wir gute Freunde geworden."
„So ist er nun mal unser Nick. Vor ihm kann man keine Geheimnisse haben. Was ist mit Remus? Und den Freunden von Nick und ihm? Die vorhin alle da waren. Du schienst sie auch zu kennen." bohrte er weiter nach.
„Ich habe Remus in der Schule kennen gelernt. Er ist also auch ein Zauberer. Und die andern, also James, Sirius und Peter sind ebenfalls Schulfreunde aus Hogwards." Nachdenklich nickte er wieder, wie so häufig an diesem Abend.
„Dann weiß ich ja etwas was unser lieber Jason nicht weiß!" verschwörerisch grinste er zu seiner Freundin. „Du könntest ihn verhexen, oder Streiche spielen! Das wäre Klasse! Denk doch nur daran, was wir für Möglichkeiten haben ihn nun reinzulegen. Und er hätte keine Ahnung!" Lily sah in Johns Gesicht und lachte. Er war ja fast so schlimm wie die Marauder! Sie fing an zu lachen und John stimmte ein,
In diesem Moment ging die Wohnungstür geöffnet. „Dass Licht is' noch annn! Ssssie is' alssso noch wach…" hörte sie Nick. „Lillyyyyy!"
„Sssscccchhh!" machte eine weitere Stimme hinter ihm. „Vielleicht schläft ssie schoonn!" hörte sie James sagen. Lily verkniff sich das Lachen. Und deutete John zu ebenfalls leise zu sein. „Dassss ihr sssie nich' weckt, verstandn?"
„Ein Verehrer?" flüsterte John Lily leise zu.
„Kommt erst einmal rein, oder wollt ihr das ganze Haus aufwecken." hörte sie Remus. Er schien, im Gegensatz zu den anderen nüchtern zu sein. Jedoch war der erste der ins Wohnzimmer kam Sirius. Er grinst übers ganze Gesicht.
„Seht mal wer da is'! Da is' ja die Lily!" zwar redete er noch deutlicher als James und Nick, aber an seinem Gang konnten sie erkennen, dass auch er einiges Getrunken hatte. Kaum hatte er ihren Namen erwähnt, tauchte auch schon der nächste auf. James. Zuerst lachte er übers ganze Gesicht.
„Hiii Lilikins!" Dann entdeckte er John und seine Miene verdunkelte sich. Er torkelte zu den Beiden und setzte sich auf Lilys andere Seite. „Wir habm dich heut' Abennd ssehr verissst."
„Er wollte sagn das er dich vermisst hat." mischte sich Sirius ein, schnappte sich Lilys Glas und trank es aus.
„Aber dann hat er John auch vermisst, hihi. Denn er wollte alles über euch wissen!" griente Nick, holte vier weitere Gläser.
„Stimmt gar nicht!" beschwerte sich James. Erschrocken sah er auf dem Tisch einen Zauberstab. „Lils, psst!" er tippte sie an und achtete darauf, dass John es nicht mitbekam- „Dein Zauberstab! Du solltest ihn nicht so rum liegen lassen!" flüsterte er weiter. Lily lächelte ihn an.
„Ich weiß, aber das ist nicht so schlimm. John weiß bescheid." flüsterte sie zurück. James Gesicht wurde weiß.
„Er weiß bescheid? Du hast ihm davon erzählt?" Lily nickte und stand auf um aus der Küche eine neue Flasche Wein und Wasser zu holen. James rannte hinter her. „Aber warum hast du es ihm erzählt?"
„John ist ein guter Freund. Und es hat sich ergeben." Als sie zurückgehen wollte hielt er sie auf.
„Wie es hat sich ergeben? Warum ist er überhaupt in eurer Wohnung um diese Zeit? Seid ihr… habt ihr…" er suchte nach Worten. In seinem Kopf überschlugen sich die Gedanken.
„Komm mal wieder runter. John ist ein sehr guter Freund von mir. Und wir hatten einen sehr netten Abend bei seiner Schwester. Und ich habe bemerkt da ich ihm vertrauen kann. Also mach dir mal nicht in die Hose!" Als sie aus der Küche ging hörte sie James noch sagen: „Ich will doch nur, dass er dich nicht verletzt."
AN: Hoffe das Chap hat euch gefallen. Würde mich über ein paar Reviews freuen! Ganz lieben Dank an die, die das schon gemacht haben.
Schönen Tag noch!
Eure LittleSunflower
