DC Mir gehört nur der Plot und ein paar Figuren. Der Rest ist Eigentum von JKR!

Jetzt kommt eins meiner Lieblingskapitel (und es ist ganze 12 Seiten lang!)! Hoffe ihr mögt es mindestens genauso... Also R&R! Würde mich freuen wenn ich mindestens zwei, oder drei Reviews bekommen würde... Muss ja nocht lang sein...


Nick über den Wolken

Drei laute Knalle ließen Nick aufschrecken. Vorsichtig schob er den Kopf durch seine Tür und sah ins Wohnzimmer. Von dort hörte er Stimmen. Seufzend schlenderte er zu den drei Ruhestören. „Was macht ihr hier?" murmelte. Die drei Gestallten drehten sich abrupt um als sie ihn hörten, da sie ihn nicht kommen gehört hatten.

„Wir wollen einen Ausflug machen!" verkündete Peter, etwas zu enthusiastisch. James und Sirius verdrehten lachend die Augen.

„Was unser Pete damit sagen wollte ist, dass wir euch abholen um etwas zu unternehmen. Wo ist denn Lily?" James sah sich suchend um. Nirgends war sie zu sehen.

„Wo soll sie an einem Samstagmorgen um diese Uhrzeit sein? Sie schläft! Wenn ihr mich nicht geweckt hättet, dann würde ich das auch noch tun. Warum seid ihr jetzt schon auf!" beschwerte sich Nick und ließ sich auf das Sofa fallen. Er war am Vorabend mit einem Kumpel um die Häuser gezogen und hatte erst vier Stunden geschlafen.

„Ich geh' sie wecken!" verkündete James und stiefelte los.

„Lass sie doch schlafen, wenn sie noch müde ist, dann unternehmen wir was allein!" rief Peter hinterher. Nick gähnte einmal herzhaft und wollte schon wieder einschlafen.

„Du kennst doch Prongs, ohne Lily würde es ihm nur halb soviel Spaß machen?" grummelte Sirius zurück. Mit einem Wink war über Nicks Kopf ein Eimer Wasser. Mit einem anderen Wink drehte er sich um und Nick schrak mit einem entsetzten Schrei auf. „Nicht einschlafen, wir wollen gleich los!"

"Versuch es gar nicht erst! Wir sind Marauder und kennen jeden Trick!" Peter Schüttelte sich vor lachen, als er Nick pudelnass auf dem Sofa, nach Luft schnappen sah. Nun schüttelte der sich und riss seine Augen auf.

„Na, dann kann ich mir ja eine Dusche Sparen…" Sirius sah das als Wink und zauberte ihn trocken. „Wo ist eigentlich James?"

„Der weck doch seine Lily! Pass auf, gleich hören wir sie schreien!"

„Was ist eigentlich mit dem? Was Lily und Remus erzählt haben ist er ständig von Frauen umringt und hat auch sein eines oder anderes Techtelmechtel. Warum hat er keine Freundin? Die Mädels reißen sich doch bestimmt um einen Quiditch-Spieler, oder?" Peter und Sirius sahen sich an.

„Ein Womenizer ist er immer noch. Aber er nutzt das zumindest nicht mehr so aus wie in der Schule." formulierte Peter vorsichtig.

„Warum das so ist musst du ihn am Besten selber Fragen…"murmelte Remus.

„Ich hab da schon so meine Theorie."

James hörte seine Kumpel im Wohnzimmer reden. Als er Lilys Zimmer betrat, schien die Sonne zwischen der Jalousie durch, auf ihr Gesicht. Wie angewurzelt blieb er stehen. Friedlich lag sie auf der Seite, streckte sich der Sonne entgegen und ihr rotes Haar fiel ihr ins Gesicht. Nach wenigen Sekunden erinnerte James sich wieder, warum er hergekommen war. Leise ging er zu ihrem Bett und kniete sich hin. Während er ihr die Haare aus dem Gesicht strich überlegte er wie er sie wecken könnte. Denn ins Ohr schreien, mit Wasser ins Gesicht schütten oder verfluchen, wie er es bei Sirius und seinen Freunden machte, konnte er es bei Lily nicht wagen. Die beiden hatten erst vorkurzen damit angefangen sich zu verstehen. Zwar war er sich noch nicht darüber sicher, was Lily wirklich von ihm dachte, aber sie hatten neu angefangen. Und er hoffte, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie ihm vertraute, wie sie Nick und Remus vertraute. Aber er strengte sich an.

„Lily…" versuchte er es leise. Als sie keine Reaktion zeigte, strich er ihr sanft über die Wange. „Lily, aufwachen!" sagte er dieses mal etwas lauter. Dieses mal breitete sich ein Lächeln in ihrem Gesicht aus, die Augen blieben aber geschlossen. „Bist du wach?" Schließlich öffnete sie ihre Augen und ihr strahlte ihn noch mehr an, wenn das noch möglich war.

„Morgen…" murmelte sie noch etwas müde. „Wie geht es dir?" sie schien nicht sonderlich verwundert zu sein ihn zusehen.

„Danke, gut… Und selbst?" etwas verwirrt sah James sie an. Dann stellte er fest das seine Hand immer noch auf ihrem Gesicht lag. Schnell zog er sie weg und wurde rot.

„Auch ganz gut. Und was machst du hier?" Seelenruhig blieb sie immer noch liegen und sah James an.

„Wir…Also Peter, Sirius und ich wollten dich zu einem Ausflug einladen… und Nick natürlich auch…" Eigentlich wollte er weiter zurück rücken, um etwas Abstand zwischen ihn und Lily zu bekommen, aber er tat es nicht. Er sah ihn ihre smaraktfarbenen Augen und konnte seinen Blick nicht abwenden.

„Was wollen wir machen?" Lily war diejenige die den Blickkontakt unterbrach und stand schließlich auf. James sprang ebenfalls auf und wurde sich auf einmal bewusst in welcher Situation er sich befand. Lily stand vor ihm in nichts außer einem kurzen Nachthemd.

„Überraschung. …letztes Spiel der Saison. Und habe für alle Karten besorgt… wir können ja nachher…" nervös ging er schnell zur Tür.

„Fühlst du dich unwohl, James?" lachte Lily, als sie seine Unsicherheit bemerkte.

„N… nein… ich weiß nicht?" James bekam einen hochroten Kopf.

„Das ich das noch erleben darf das der große Prankster und Frauenheld James Potter in der Gegenwart einer leichtbekleideten Frau sich unwohl fühlt! So nun aber raus. Wenn ich mit soll muss ich mir noch was anderes anziehen. Es sei denn du willst das ich das anlasse." Damit schob sie ihn aus dem Zimmer. Als sie die Tür schloss lehnte sie sich dagegen und lächelte noch mehr. Sie atmete tief ein und holte ihren Zauberstab heraus.

James ging währenddessen zurück zu den anderen. Kopf schüttelnd blieb er kurz stehen und hoffte, dass er wieder normal aussah. „Was soll Nick mich selbst fragen?" erkundigte er sich als er ins Wohnzimmer ging. Er hatte nur den letzten Satz mitbekommen. Nick winkte nur ab.

„Wir haben kein Geschrei gehört, hast du den Rotschopf wach bekommen?" fragte Sirius und bemerkte, dass James einen leicht erröteten Kopf hatte. „Oder hat sie dich als Dankeschön in ihr Bett gezogen und hemmungslos niedergeknutscht?" Nick und Peter prusteten bei der Vorstellung los, James hingegen tat, als hätte er seinen besten Freund nicht gehört.

„Sie kommt gleich, sie muss sich noch umziehen."

Lily und Nick waren zusammen von Leakey Chauldron zu einer Adresse gefloht, die ihnen James gegeben hatte. Die anderen waren dort hin appariert. Als die beiden angekommen waren hörten sie die anderen reden. Vorsichtig trat Nick aus dem Kamin und half Lily daraus zu kommen.

„Das macht ja Spaß! Warum haben wir das nicht schon früher gemacht?" murmelte Nick Lily ins Ohr. Diese ordnete ihren Rock und sah sich um. Sie waren in einem großen Raum gelandet, ähnlich wie Sirius Wohnzimmer, nur altmodischer eingerichtet. Dann entdeckte sie ein großes Bild von James über dem Kamin. Waren sie bei James gelandet? Und war er so selbstverliebt, dass er sein eigenes Bild aufhängte?

„Sie sind also die beiden Nachzügler?" begrüßte sie eine Frau Anfang Fünfzig. „Ich bin Emilie Potter." Emilie lächelte die beiden warm an. Sie hatte die selben Augen, das selbe dunkele Haar und das selber verschmitze Lächeln wie ihr Sohn. Nur war sie kaum größer als Lily.

„Hallo, ich bin Nicolas O'Conner und das ist Lily Evans." Nick reichte ihr die Hand und schüttelte diese. Lily tat ihm gleich.

„Lily, Sie waren mit meinem Sohn auf Hogwards, oder? Ich erinnere mich, das er öfter von Ihnen geredet hat." Lily lächelte höflich zurück.

„Hat er das? Wir waren damals nicht wirklich gute Freunde…" Nick stieß ihr mit dem Ellenbogen in die Seite.

„Nein? Zu mindest scheinen Sie ihn beeindruckt zu haben…"

„Em, was hältst du die jungen Leute auf. Sie wollen doch noch weiter an den See…" ein Mann, etwa in dem Alter von Emilie betrat das Wohnzimmer. Er war groß und hatte einen athletischen Körperbau. Hinter ihm kamen dreiviertel der Marauder.

„Mum, was erzähltst du schon wieder?" nölte James.

„Nichts…" unschuldig sah sie ihren Sohn mit großen Augen an.

„Na super, was hat sie euch peinliches erzählt?" den gespielt entsetzten Blick sah Emilie ihren Sohn an.

„Aber Jamsie, was sollte ich denn erzählen!" flötete sie und schmiegte sie an ihren Mann. James verdrehte nur die Augen.

„Prongs, wir wollen los…" drängelte Sirius als James etwas erwidern. „Du kannst auf dem Weg Lily und Nick ausquetschen und dich nachher bei deiner Mutter beschweren!" Dann ging er zu Emilie und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Danke für das leckere Essen. Du bist die beste… Wir sehen uns bestimmt nachher noch, Em! Tschüß Xavier!" Dann ging er wieder in das Zimmer neben an.

„Kommt ihr beiden, wir wollen los!" Peter und James gingen ihm nach.

„Es war schön Sie kennen zu lernen!" sagte Lily und verabschiedete sich von James Eltern. Diese lächelten freundlich zurück und verabschiedeten sie sich auch.

„Sie ist genauso wie er und Siri erzählt haben!" hörten sie Emilie sagen.

„Wirklich hübsch!" murmelte Xavier zurück. Nick sah, wie Lilys Ohren rot wurden und lachte.

Nach einem langen Fußmarsch waren die fünf am See angekommen. Peter ließ sich erschöpf auf die Wiese fallen. „Warum sind wir nicht appariert, oder geflogen?" murrte er.

„Schon vergessen wir haben einen Muggel an Bord!" trällerte Sirius, schnappte sich seinen Besen und flog los.

„Wow, fliegen… Lilikins, kannst du das auch?" flüsterte Nick. Die schüttelte nur den Kopf und breitete die Decke aus.

„Lily fliegt nicht gern." James schnappte sich seinen Besen. „Höhenangst!" formte er, als Lily beschäftigt war. Nick griente und nickte. Dann hob auch James ab und drehte einen Looping nach dem anderen.

„Warum weiß er das du Höhenangst hast und ich nicht?" Nick zog eine Schute und ließ sich auf die Decke fallen. „Ich versteh das nicht… Das muss doch verdammt toll sein… So völlig frei… Fliegen, das würd' ich auch gern können…"

„Lust mitzufliegen?" fragte James. Nick strahlte wie ein Honigkuchenpferd und sprang auf.

„Natürlich!" Schon ging es los. James flog mit dem jubelnden und jauchzenden Nick durch die Luft. Zu erst vorsichtig, dann immer tollkühner und waghalsiger. Peter und Lily sahen den beiden lachend zu.

„Sieht komisch aus, oder? Warum fliegst du nicht mit den anderen Peter?" Lily holte sich einen Apfel aus dem Picknickkorb und sah dann Peter genauer an. Ihr war aufgefallen das er sich verändert hatte. Seine Augen waren traurig und ausdruckslos.

„Jedes Mal wenn ich fliege, dann sehe Charly, wie sie in der Schule bei den Spielen geflogen ist, oder bei James im Garten…" Seine Freundin legte vorsichtig ihre Hand auf seinen Arm. „Ich vermisse sie…"

„Daran habe ich nicht gedacht. Tut mir leid. Erzähltst du mir etwas über sie? Wie ging es ihr die letzten Jahre?" Als Peter nur traurig in die Luft sah, seufzte Lily. „Du musst nicht, wenn du nicht willst…"

„Doch, natürlich. Es ist nur nicht leicht für mich… Weißt du Charly hat im Ministerium gearbeitet. Wir waren wirklich glücklich. Wir hatten kurz vor ihrem… ihrem Tod beschlossen ein Kind zu bekommen. Aber es sollte wohl nicht sein…" Peter sah weg von Lily, aber sie hatte die Tränen schon gesehen.

„Ich hätte sie gern wieder gesehen…" Sie holte zwei Butterbier aus dem Korb und reichte ihrem Kumpel eins davon.

„Sicher… Sie hat oft von dir geredet. Aber du hast es vorgezogen bei den Muggeln zu leben." Den bitteren Unterton in seine Stimme hörte die junge Frau neben ihm nicht. „Mud… Muggel… Du hast dich nie bei ihr oder einem anderen gemeldet. Ganz plötzlich hast du nicht mehr mit uns geredet. Weißt du wie traurig sie darüber war? Du warst ihre beste Freundin?"

„Ich hatte meine Gründe. Außerdem habe ich noch mit euch geredet. Ich hatte nur viel zu tun. Die NEWTs standen vor der Tür…"

„Gründe… Sogar nach Hogwards hast du nicht mehr mit ihr geredet. Keine Eule beantwortet. Sie dachte die ganze Zeit sie hätte etwas Falsches gemacht! Hast die Muggel deinen Freunden vorgezogen…" langsam wurde der Blondschopf giftig. Lily rückte ein Stück von ihm weg. So hatte sie ihn noch nie erlebt. Jedoch erklärte sie sein Verhalten damit, dass er seine Frau verloren hatte und sie vermisste.

„Peter, ich hatte mich damals für die nicht magische Welt entschieden. Es war nicht möglich in beiden gleichzeitig zuleben. Ich verstehe, ja…"

„Aber jetzt geht das? Was hat sich verändert? Was ist es, was dich auf einmal wieder zu uns zieht? Erkläre es mit bitte- Das verstehe ich nämlich nicht." Die Rothaarige atmete einmal tief durch um ihre Wut zu kontrollieren. Sie war kurz davon zu explodieren. ‚Er muss dir Leid tun, Lily. Er hat seine Frau verloren' betete sie sich vor.

„Was verstehst du nicht, Wormtail?" mischte sich Sirius ein. Lily war froh, dass sie nicht auf Peters Frage antworten musste.

„Nichts." Lily lächelte Sirius an. Sie wollte nicht, dass einer von den anderen mitbekam, worüber die beiden sich unterhalten hatten.

„Aus der Luft sah es so aus, als ob ihr euch streiten würdet." ungläubig sah er zwischen Lily und Peter hin und her. Peter sah inzwischen unbeteiligt auf den See.

„Na ja, wir haben über das Quidditchfinale heute Abend geredet." versuchte Lily sich aus der Affäre zuziehen.

„Dann ist ja gut." Als er sich jedoch ein Butterbier aus dem Korb holte fiel ihm ein, dass Lily Quidditch nicht sonderlich mochte, geschweige denn darüber reden würde…


Quidditch

Sirius und Peter machten sich über Nick lustig, der ganz nervös auf seinem Sitz hin und her rutschte. Remus und die anderen hatten ihm schon häufig etwas über Quidditch erzählt, aber jetzt endlich konnte er sich das mal ansehen. Und er kannte einen der Starspieler, James Potter. Außerdem war es nicht irgendein Spiel. Es war das letzte der Saison, das Finale der Play-Offs.

„Padfoot, lass uns was zu trinken holen." haute Peter Sirius an. Der sprang auf und blubberte eine Liste von Süßigkeiten und Snacks herunter, die er ungedingt kaufen müsse. Peter verdrehte nur die Augen und nickte seinen anderen Freunden zu. Er und Lily hatten sich still geeinigt das der Vorfall unter ihnen bleiben sollte und redete wieder normal miteinander.

„Wir haben schon gehört, dass du angeblich wieder in der magischen Welt bist. Aber was machst du hier, Evans! Potter anfeuern!" hörten Lily und Nick eine eisige, schnippische Stimme. Als sie sich umdrehten stand ein Mann in Lily Alter mit langer blonder Mähne vor ihnen. Seinen Arm hatte er um eine Frau mit langen schwarzen Haaren gelegt. Hinter/ neben den beiden standen zwei weitere Männer. Einer mit strähnigem Haar und einer der wie eine kleine runde Kugel aussah.

„Wie schön dich wieder zu sehen, Malfoy." Lily versuchte unbekümmert zu wirken und sich ihre Unsicherheit nicht anmerken zu lassen. „Snape, wie geht es dir?"

„Geht dich nichts an, Mudblood!" zischte Snape zur Antwort. Lily wusste nicht viel über die magische Welt, aber es gab zu ihrer Schulzeit einen aufkommenden Schwarzen Lord. Und das Gerücht, dass fast alle Slytherins zu ihm hielten kursierten damals in der Schule.

„Ist er auch so was wie du? Ein Mudblood?" mit einem Abfälligen Blick wies Malfoy auf Nick.

Lily überging die Frage. „Das ist Nick. Und, für welche Mannschaft seid ihr?" wechselte sie die Frage. Nick hatte gemerkt das sich seine Mitbewohnerin unwohl fühlte, also legte er beschützend den Arm um ihre Schulter.

„Bist wohl hier um Potter zu zujubeln." ein schleimiges, verächtliches Grinsen umspielte Snapes Mund. „Von wegen, ‚mich kriegt er nie'" Crabbe, der neben ihm stand lachte ein hohles lachen und hörte abrupt auf, als er hinter Lily sah.

„Er wird es nicht gern sehen, das du dich hier mit einem anderen vergnügst…" Malfoy lächeln gefror, als er eben falls hinter Lily sah.

„Wie geht es euch, Malfoy, Crabbe, Snivellus und Cousinchen? Amüsiert ihr euch gut?" fragte Sirius Stimme kalt, soe wie Nick sie noch nie gehört hatte.

„Deine Mutter lässt dich Grüßen. Sie hofft du hängst der Familie keinen allzu Schlechten Ruf an. Denn mehr als dich aus dem Stammbaum zu brennen kann sie nicht!" sprach Narzissa zu ersten Mal in ihrer quäkenden stimme. Damit drehte sich dir Gruppe um und verschwand an das andere Ende der Tribüne.

„Was wollten die denn hier!" murrte Sirius. Lily sah nervös, wie er der Gruppe mit geballten Fäusten hinterher sah.

„Nichts. Sie haben nur kurz gefragt wie es mir geht." hastig legte sie ihre Hand auf seinen Arm um ihn zu beruhigen. Der sah sie nur fragend an. Er wusste das sie das sicher nicht gemacht hatten, dafür kannte er sie gut genug.

„Lilikins, was ist ein Mudblood?" fragte Nick halblaut. Diese deutete ihm, dass er leise sein sollte. Sie beugte sich zu ihm rüber.

„Psst, sag das nicht zu laut… das ist jemand, der aus einer Familie kommt, die bisher nicht zaubern konnte."

„Aber dass bist du doch…" Nick verstand nicht, warum er dann nicht laut darüber reden sollte.

„Es ist eine Art Schimpfwort. Es gibt Zauberer die Zauberer aus solchen Familien verachten. Sie wollen sie nicht in der Zauberwelt haben." Jetzt ging ihm ein Licht auf. Diese Gruppe von Zauberern hatte also etwas gegen ‚Muggelstämmige'. Warum war Lily aber nett zu ihnen gewesen… Warum erzählte sie den anderen nicht davon? „Die Marauder und die anderen von eben haben sich schon in der Schule nicht vertragen. Wenn du es ihnen sagst, dann kannst du sicher sein, dass Sirius sie verflucht, dass sie nicht mehr selbstständig ins Krankenhaus laufen können…" murmelte sie noch, als könne sie seine Gedanken lesen.

Sirius hatte händevoll zutun, als er in seine Disko kam. Ein Barkeeper war ausgefallen und nun musste er einspringen. Dabei hätte gerade heute bei James sitzen müssen. Er hatte sein Spiel verloren. Und Sirius kannte seinen besten Freund gut genug, damit er wusste, dass er sich nun vorwürfe machte. Remus war auch nicht da, der war immer noch mit seinen Klasse von der Ausbildung auf einer „Klassenfahrt". Und Peter war für so was nicht zu gebrauchen. Der hatte heute komische Stimmung. Er hatte sich sogar mit Lily gestritten, auch wenn beide es nicht zugaben und es bestritten.

„Warum bist sitzt du hier so traurig, James?" fragte Lily, setzte sich ihm gegenüber an den Tisch und legte wie er ihren Kopf auf ihren Arm.

„Warum wohl!" knurrte er nur zurück.

„Weil ihr das Spiel verloren habt?"

„Weil ich daran schuld bin, das wir verloren haben!" Lily stand auf und kam wenige Momente später wieder, mit einer halbvollen Flasche Feuerwhiskey.

„Die hat der Barkeeper gespendet." Sie schenkte ein Glas voll und reichte es ihm. „Warum denkst du das du schuld daran bist? Du hast gut gespielt."

„Gut gespielt! Ich wurde von einem Klatscher vom Besen geschossen!" empörte er sich und schenkte sich ein weiteres Glas ein.

„Sei froh, das du hier sitzen kannst. Bei den Muggeln wärst du erst einmal ein paar Tage im Krankenhaus geblieben!"

„Soll mich das trösten?" traurig legte er seinen Kopf wieder auf den Tisch.

„Nein, aber du kannst nichts dafür das ihr nicht gewonnen habt." Lächelnd strich sie ihm durch das Haar. „Du konntest danach nicht weiter spielen. Davor hast du viele Punkte gemacht, dass die anderen den Vorsprung noch aufholen konnten lag nicht an dir!" redete sie auf ihn ein.

„Wenn ich mich nicht so angestellt hätte, dann hätten wir gewonnen…"

„Wie hättest du denn weiter spielen sollen? Du konntest doch nicht einmal mehr laufen! Wie sollst du dann fliegen können! Auch eure Medizin kann nicht so schnell heilen, dass du innerhalb von wenigen Minuten wieder topfit bist. Wenn du nur halb fit gewesen wärst, dann hättest du deiner Mannschaft nur im Weg gestanden, dann hättet ihr sicherlich noch höher verloren." Ungläubig bewegte James seinen Kopf so zur Seite, dass er Lily sehen konnte. Dann dachte er nach. Lily hatte zwar keine Ahnung vom Quidditch, aber…

„Vermutlich hast du recht…" langsam, aber sicher hellte sich seine Laune auf. Und als Lily ihm zu zwinkerte setzte er sich wieder gerade hin und lächelte sie müde an. „Und magst du Quidditch immer noch nicht?"

Lachend schüttelte sie den Kopf. „Du weißt doch, das Fliegen und die Höhe sind mir nicht sehr geheuer…"

„Warum bist du dann mitgekommen? Du hättest doch nach Hause gekonnt."

„Weißt du ich kenne den Starspieler aus der einen Mannschaft. Der ist ein Freund von mir. Und dem wollte ich einfach mal zugucken." Lachend stand sie auf. Und zog James hinter sich her an die Bar, wo Peter und Nick standen. Im selben Moment tauchte Sirius mit vier Cocktails auf, die blubbernd ihre Farbe wechselten.

„Weilst du also wieder unter uns, Prongs?" Der nickte nur und setzte sich auf einen Barhocker. Nick und Peter gingen zum tanzen und Lily setzte sich neben James.

„Hey Potter, wie geht es dir?" fragte ein großer, bulliger Mann, der wie ein Bär wirkte. „Lenkst du dich ab?" Sein Blick fiel auf Lily.

„Lily, dass ist Nathan Miller. Du hast ihn heute auf dem Feld gesehen. Das war einer von denen die mit 'nem Schläger durch die Luft geflogen sind und die Klatscher geschlagen haben. Du weißt schon, einer von den Bällen, der mich getroffen hat. Miller, das ist Lily Evans. Eine Freundin von mir." Lily lächelte Nathan an und schüttelte seine Hand.

„Ich lass euch dann mal wieder allein…" griente der dann, aber Lily hielt ihn auf.

„Nicht wegen mir. Ich wollte sowieso zu Nick und Peter und tanzen. Bleib du mal hier und mach ihm klar, dass er wirklich nicht schuld daran ist, das ihr heute verloren habt." Lily drückte Nathan auf ihren Hocker und tänzelte dann zu ihren beiden anderen Freunden. James sah ihr nach.

Erwartungsvoll sah Nathan James an. „Und was läuft da?" verwundert sah James wieder seinen Teamkameraden an.

„Was soll da laufen? Wir kennen uns aus der Schule und sind gut Freunde."

„Ach komm, mir kannst du doch die Wahrheit sagen! Was läuft da!" bohrte er weiter nach. Sirius gesellte sich kurz zu den beiden.

„Da läuft wirklich nichts, leider. Aber das heißt ja nicht, dass unser lieber James nicht an ihr interessiert ist!" grinsend und mit sich selbst zufrieden stellte Padfoot zwei neue Getränke vor die beiden und verschwand dann wieder.

"Wusste ich es doch!" ein triumphierendes Lächeln machte sich auf Nathans Gesicht breit. „Sie ist schon ein heißer Feger… Aber sie ist anders als deine sonstigen Schnitten!"

„Natürlich ist sie anders! Sie ist etwas besonderes!"

„OH, da hat es wen erwischt! Selbst den größten Playboy erwischt es irgendwann einmal. Dann lass ich wohl besser die Finger von ihr! Ich habe in der Umkleide so manche Geschichte von den Maraudern gehört und bin nicht besonders scharf darauf auf deiner Abschussliste zu stehen…"

„Klappe!"

„Jetzt kenn ich zu mindest den Grund dafür, warum du nicht mehr so viele Mädels abschleppst, wie früher. Du wirst weich!" Lachend schlug er James auf die Schulter und verschwand dann wieder.

Selig ließ Nick sich auf das Sofa fallen und streckte die Beine von sich. Der Tag war lang gewesen. Erst hatte die Marauder, oder zumindest dreiviertel von ihnen, sie zu einem Ausflug abgeholt, dann Quidditch und zum Abschluss die Saisonabschluss-Party mit James Mannschaft. Zwar hatten die das Spiel verloren, waren dennoch ausgelassen gewesen.

Eins hatte er an diesem Tag allerdings noch bemerkt. Er hatte einen andere, weniger netten Teil der anderen Welt mitbekommen. Den Grund dafür, dass Lily nur noch ungern in der Zaubererwelt war. Ihre ehemaligen Mitschüler waren alles andere als freundlich gewesen. Die abwertenden Blicke und der angeberische, fast angeekelte Tonfall waren ihm nicht entgangen. Lily war während ihrer Schulzeit dem tagtäglich ausgesetzt gewesen. Natürlich hatten die Spitzen Bemerkungen und die Streiche auch damit zutun. Mit dem Zeitlichen Abstand klangen sie alle witzig und auch Lily konnte darüber lachen. Allerdings war da noch eine Blockade die nicht zuließ das sie den Maraudern vollkommen vertrauen konnte… Die alte Lily war noch zu präsent.

„Was machst du noch? Kannst du nicht schlafen? Du musst doch morgen sehr früh aufstehen…" Lily die sich eigentlich nur ein Glas Wasser aus der Küche hatte holen wollen lehnte sich nun gegen die Wand und beobachtete ihren Mitbewohner.

„Ich weiß… aber ich denke über den Tag nach…" Als er ein kleines Lächeln über ihr Gesicht huschen sah, fuhr er fort. „Dir scheint er auch ganz gut gefallen zu haben, oder?"

„Sicher. Aber ich bin auch müde. Nacht! Und träum' süß von sauren Gurken." zwinkerte sie ihm zu.

„Versuch ich!" murmelte er. „und träum du von James…" Lily, die sich gerade umgedreht hatte, hielt in ihrer Bewegung inne.

„Warum sollte ich das?" forschend und etwas amüsiert sah sie Nick an.

„Ich dachte ja nur so…, jetzt wo ihr euch so gut verstehet…"

„Du solltest das mit dem Denken lieber lassen! Liegt dir nicht so… Vielleicht haben James und ich uns gut verstanden, mehr aber nicht!" Kopfschüttelnd ging sie in ihr Zimmer.

„Was nicht ist, kann ja noch werden…" meinte er leise, in der Hoffnung, dass Lily ihn nicht mehr hörte. „Viel Spaß bei den Hausbesuchen morgen!" rief er noch hinter ihr her.


´Soo das wars wieder einmal. Wie hat es euch gefallen? Das nächste wird auch spannend. Also mindestens drei Reviews und ich stell das nächte Chap rein!

Ganz lieben Dank an Ac.Potterfan. Habe mich ganz doll über dein Review gefreut! Hoffe das Chap hat dir auch gefallen!

Schönen Tag und ein schönes Wochenende wünsche ich euch!

Eure LittleSunflower