Sorry, das es so lange gedauert hat. Aber war wirklich sehr beschäftigt. Und so habe ich es nicht geschafft ein neues Chap zu schreiben. Dafür habe ich gleich noch eins dran gehängt. BEide nicht sehr lang, aber ich verspreche das Kapitel 20 viel länger wird.

Also lest, habt Spaß und reviewt!


Der Abschied

James war nervös. Heute war die Beerdigung von John und morgen die von Nick. Wie Lily die beiden Tage wohl überstehen würde? Die letzten Tage hatte sie nicht viel gemacht. Sie lag im Bett, unterhielt sich mit ihm und auch mit den anderen und versuchte tapfer zu sein. James und Remus hatten jedoch bemerkt, das sie ihnen nur die Hälfte von dem wie es ihr ging zeigte.

Bald mussten sie los. In einer Stunde würde die Trauerfeier losgehen. James saß in seinem Wohnzimmer und schenkte sich einen Feuerwhiskey ein. Er musste Lily helfen. Aber war sich nicht sicher in wieweit er das überhaupt konnte.

„Kann ich das anziehen?" hörte er sie leise Fragen. Als er sich umdrehte sah er Lily fast völlig schwarz angezogen: Hose und Blouson schwarz und ein blassblaues Hemd darunter. Wäre der Anlass nicht so traurig gewesen, würde sie mehr als nur gut aussehen.

„Natürlich. Du siehst…" Lily unterbrach ihn. Sie unterdrückte Tränen und versuchte das zu überspielen.

„Wow, du willst sogar eine Krawatte tragen…" Als sie sah, wie er sie um den Hals gebunden hatte lachte sie kurz leise. „Komm, ich mach dir einen Knoten rein. Sonst merken die Muggel noch was…" Sie stellte sich vor ihn und konzentrierte sich auf den Schlips. James hingegen sog den Duft ihrer Haare in sich ein und musterte ihr Gesicht von nahem. Schließlich bemerkte er auch die Tränen die ihr die Wangen hinunter liefen. Er zog sie näher an sich ran und umarmte sie.

„Sch… du schaffst das heute… Wir sind doch alle für dich da…" murmelte er leise und beruhigend auf sie ein. Aus der Küche hörte er nach ein paar Minuten Gerämpel.

Lily löste sich von ihm und wischte sich das Gesicht trocken. „Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass er und Nick… Wie können sie auf einmal…" Sie schüttelte den Kopf und schnäuzte sich die Nase. Dann sah sie ihn wie verändert an und wirkte wieder gefasst. „Und vergiss nicht, heute trägst du keinen Umhang. Du musst den Mantel nehmen!" ermahnte sie ihn und ging zur Küche.

Remus hatte seinen Kumpels erzählt was auf sie zukommen würde. Es war fast alles wie bei Charlys Beerdigung. Aus diesem Grund gingen Sirius und Peter relativ schnell nach der Beerdigung. Peter ging es nicht gut. Es kamen wohl zu viel Erinnerungen hoch. Auch Remus verschwand bald und wollte nicht zum Leichenschmaus mitkommen. Diese Nacht war Vollmond und so war er bereits geschwächt und musste sich ausruhen. So ging James mit zu Johns Schwester.

„Lily, wie schön das du hier bist…" Joana warf sich ihr um den Hals. Tapfer rang sich diese ein Lächeln ab.

„Es tut mir wirklich Leid… Eigentlich wollte ich mich früher bei dir melden, aber…"

„Schätzchen, ich weiß. Es ist so schrecklich…" Erst jetzt schien sie zu merken das Lily in Begleitung war.

„Mein herzlichstes Beileid…" murmelte James und streckte Joana die Hand entgegen. Als sie ihn genaustens musterte stellte er sich vor.

„Kanntest du meinen Bruder?"

„Ja, wir haben uns ein paar mal…" die Antwort schien ihr zu genügen. Die junge Frau fiel ihm, wie vorher Lily, um den Hals und begann zu schluchzen.

„Es ist s schrecklich… Kommt mit. Ihr setzt euch zu unser Familie an den Tisch. Lily war schließlich fast mit ihm zusammen." Während James Lilys Blick suchte, schob ihn Joana zu einem Tisch. „John war noch so jung. Lily hatte wirklich Glück, dass sie nicht in der Praxis war. Wir häufig habe ich mir schon gewünscht, dass er ebenfalls Hausbesuche gemacht hätte… Ein Patient. Grausam. Ich kann nicht verstehen…" Dann wurde sie unterbrochen. Eine ältere Dame hatte sich in das Gespräch eingemischt. James war froh über diese Ablenkung. Erschrocken stellte er fest, dass Lily wie in Trance neben ihm saß.

„Lils, wie geht es dir?" besorgt strich er ihr über den Arm. Mit glasigen Augen sah sie zu ihm.

„Ich denke es ist einfach ein wenig viel. Wenn ich daran denke…" sie schüttelte den Kopf. „Und morgen noch einmal das alles. Du lässt mich nicht allein, oder?"

„Nein, keine Angst… Ich bin da…" murmelte er und merkte wie sich Lily an seiner Hand festkrallte. Wie konnte er sie allein lassen!

Der nächste Tag wurde nicht einfacher für Lily und ihre alten Freunde. Nick war inzwischen ein Freund von allen geworden. Nur Peter hatte es nicht geschafft auf den Friedhof zu kommen. Den Grund dafür kannten die anderen: Charly.

Auch bei dieser Beerdigung war Lily froh Remus, James und Sirius um sich zu haben. Zwar waren sie ebenfalls sehr traurig, konnten die junge Frau jedoch stützen. Der Abschied von diesem Freund fiel ihr noch schwerer als von John. Mit Nick hatte sie sich eine Wohnung geteilt, mehr als das. Nick war Lilys Familie gewesen. Er hatte ihr gezeigt, dass sie es wert war das sich jemand um sie sorgte und auch das sie eine einzigartige Person war. Sein Tod war für Lily, als zöge jemand ihr den Boden unter den Füßen weg. Sie konnte nicht mehr in der gemeinsamen Wohnung leben. Wie sie ihre Arbeit bewältigte musste sie erst feststellen. Aber auch das würde nicht leicht werden.

Als ein Cousin eine Grabrede hielt und von Früher erzählte ging es nicht mehr. James, der neben Lily sah merkte wie sie sich immer weiter verkrampfte und sich Mühe gab nicht laut zu schluchzen. Auf dem Weg aus der Kapelle entdeckte sie Jason mit seiner Freundin Lana. Lily wusste das der Tod der beiden anderen ihn ebenfalls sehr mitgenommen hatte, aber er wirkte gefasst.

Die Marauder und Lily waren alle zum Leichenschmaus eingeladen worden. Und dies mal gingen sie auch mit. Peter, der immer noch zu Hause saß würde sicherlich auch Gesellschaft brauchen. Allerdings war Nick ein wirklich guter Freund geworden.

„Sie sind doch auch Ärztin, oder?" krächzte eine ältere Dame die zur Gruppe dazu stieß.

„Ja, Nick, zwei andere Ärzte und ich haben uns eine Praxis geteilt!" versuchte Lily gefasst zu antworten. Sie mochte das Gerede nicht. Das erinnern tat ihr weh. Das Erinnern an Nick, die gemeinsame Zeit und daran das er nicht mehr da war.

„Und sie haben auch mit ihm zusammen gewohnt!" Lily nickte als Antwort. „Waren Sie mit ihm zusammen? Ich kenne die jungen Leute doch! Wilde Ehe! Nichts mehr mit dem heiligen Sakrament! Und nun? Kommen Sie mit einem anderen Mann an ihrer Seite! Was bilden Sie sich ein? Mein armer Nickilein…" Lily Augen waren immer größer geworden. Sie war froh, dass nun Nicks Mutter zu den beiden kam.

„Granny, du weißt doch das dies Lily ist. Nick und sie waren nicht zusammen. Wir haben dir das doch schon erklärt. Lily hat keine Familie mehr und Nick hat ihr ein wenig geholfen sie zu ersetzten." Keine Familie… Wieder einmal wurde ihr schlagartig klar, dass sie allein war. Eigentlich hatte sie niemanden mehr. „Es tut mir wirklich leid Lily. Aber du kennst ja die alten Leute…" Unterbrach Mrs. O'Conner ihre Gedanken. Als die beiden Damen weg waren, ließ Lily sich wieder auf einen Stuhl fallen. Sie hielt es nicht mehr aus. Wie sollte es bloß weiter gehen!