Die Beerdigung war bereits drei Monate her. Aber nichts hatte sich daran geändert, dass Lily bei James wohnte. Sie genoss es nicht allein zu sein. Der Gedanke an Nick und John war immer noch schmerzhaft für sie, aber inzwischen breitete sich wieder ein Lächeln auf ihrem Gesicht aus. Es war nicht mehr der Schmerz der sie daran erinnerte jemanden verloren zu haben, sonder die Erinnerung an gemeinsame Stunden und Erlebnisse. Aber die Weihnachtszeit hatte genau zu diesem Zeitpunkt angefangen. James hatte gemerkt, dass sie allmählich nachdenklicher wurde und das Lächeln auf ihren Lippen einfror. Aus diesem Grund hatte er schon früh geklärt, dass sie Weihnachten mit ihm und Sirius bei seinen Eltern verbringen konnte.
Die Weihnachtszeit war deprimierend für Lily. Alles erinnerte sie daran, was sie mit Nick gemacht hatte. Und auch die Praxis war keine Ablenkung. Die beiden Neuen Ärzte waren schon dort und hatten sich eingearbeitet. Aber es war nicht das Selbe.
Das schrecklichste war jedoch der Gedanke gewesen allein feiern zu müssen. Und als James ihr anbot mit zu seinen Eltern zukommen, hatte sie sich gefreut. Xavier und Emilie hatte sie seit sie bei James wohnte hin und wieder gesehen. Die beiden waren sehr bemüht, dass James dafür sorgte, dass es ihr gut ging.
Am 24. Dezember apparierten James, Sirius und Lily in die Potter Villa. Emilie wartete bereits auf sie. Während sie Lily ihr Zimmer zeigte kümmerten sie ein paar Hauselfen um das Gepäck.
„Fühl dich hier wie zu Hause, Darlin'! Lass dich von den Männern nicht einschüchtern. Wenn du Hunger hast bediene dich einfach. Wenn Sirius und James im Haus sind, dann sind die Hauselfen extra eifrig. Deren Hunger kann man fast gar nicht stillen!" trällerte sie und zeigte ihr das ganze Haus. Dann ließ sie Lily allein und murmelte etwas von Kekse backen.
Das Haus war riesig. Es musste ein Traum gewesen sein dort aufzuwachsen. Es gab viele Räume, die mit alten Möbelstücken und viel Charme eingerichtet waren. Nicht nur das, es gab viele Schlupfwinkel und Erker in denen man sich gut verstecken konnte.
„Hast du schon die Bibliothek entdeckt?" hörte sie eine tiefe Stimme hinter sich. Lächelnd drehte sie sich um.
„So was gibt es hier?" bettelnd sah sie Sirius an. „Zeigst du sie mir?" lachend schüttelte der schwarzhaarige den Kopf.
„Ich hätte es wissen müssen! Wir kommen sowieso daran vorbei." Es war bereits kurz vor sieben. Um sieben sollte das traditionelle Weihnachtsessen im kleinen Kreis stattfinden. Die Hauselfen hatten einen großen Braten gekocht und es sollte feierlich Geschmaust werden.
„Jamsie, hast du Lily schon von der Feier erzählt?" harkte Em nach. Die junge Hexe sah mit großen Augen von einem zum anderen. Feier?
„Ich weiß noch nicht ob wir wirklich kommen sollten, Mom." Sirius versuchte sein Grinsen zu verstecken. Er wusste schon was gleich passieren würde. James anscheinend auch, denn er fügte noch hinzu: „Vielleicht wird das alles zu viel…" Aber es half nichts. Xavier sah seinen Sohn streng an.
„James, hast du Lily davon erzählt?" Dann sah er zu Lily und fuhr fort. „Das hat er wohl vergessen! Wir haben Morgen eine Familien Feier. Das heißt unsere Geschwister und Cousinen werden kommen! Und du bist natürlich herzlich eingeladen."
„Du weißt, dass du nicht um die Feier herum kommst!" stichelte Emilie und freute sich sichtlich über den verzweifelten Blick ihres Kindes. Sirius unterstrich diese Meinung mit leisem und unterdrücktem Lachen.
„Es wird tierisch voll! Überall Alten Leute, die eine sagen, wie groß man doch geworden ist…" nölte James. Aber sein Vater ließ das nicht auf sich sitzen.
„In Wirklichkeit mag er diese Feste. Es ist selten, dass die gesamte Familie zusammen kommt. Es wird immer lustig. Auch ohne die Streiche die von einigen gespielt werden?" mit einem bemüht ernsthaften Gesichtsausdruck sah er in die Runde. James und Sirius fingen just in diesem Augenblick zufällig eine sehr interessante Diskussion über Quidditch an und Emilie sah ‚unauffällig' durch den Raum. „Sie sind nicht so unschuldig wie sie alle tun! Lass dich da nicht täuschen. Vor allem nicht Em!" flüsterte er Lily zu, die sich über das heitere Gespräch freute. Emilie, die diesen Kommentar natürlich gehört hatte, sah ihren Ehemann entsetzt an.
„Was willst du mir damit sagen, Schatz?" empörte sie sich. Inzwischen hörten auch James und Sirius der Unterhaltung wieder zu,
„Meinst du ich weiß nicht, woher unser Sohn diese Gabe hat ständig etwas anzustellen! Wir hätten auch fast eine Standleitung zu Dumbeldor beantragen lassen können!" feixte Xavier. Die anderen sahen ihn komisch an.
„Was für eine Standleitung?" fragte Sirius nach. Und James schien das gleich zu denken.
„Ein Muggel-Sprichwort, nicht war Lily?" Lily lächelte Xavier an. Natürlich wusste sie, was er meinte. Schließlich hatte sie die beiden mehrmals live erlebt. Und das Emily ähnliche war, konnte man ihr ansehen. Hin und wieder blitzten ihre Augen, also ob sie gerade etwas ausheckte.
An: Ich weiß, es hat sehr lange gedauert. Deswegen sind es auch zwei kürzere Chaps geworden. Hoffe sie haben euch gefallen. Alles ein wenig traurig. Aber so ist es nun einmal geworden… Kapitel 18 ist anders geworden als ich es eigentlich gewollt hatte. Aber so ist es doch auch ok, oder? Würde mich über ein paar Reviews freuen!
An dieser Stelle noch ein ganz liebes Dankeschön an die lieben Reviews.
kurai91: Hoffe es hat nicht all zu lange gedauert. Ging aber wirklich nicht schneller. Praktikum ist sehr anstrengend und zu dem bin ich auch noch krank geworden. Hoffe die beiden Chaps haben dir gefallen!
Samantha Potter2: Gaaanz lieben Dank! Hoffe du ließt weiter!
