DC: Mir gehört nix!
Ich hoffe, dass ihr das kommende Chap genießt. Würde mich riesig über ein paar Reviews freuen!
Einweihung
Schnaufend lief Sirius zum dritten Mal die Treppe zu Lilys neuer Wohnung hinauf. Der Schweiß lief ihm schon über die Stirn. Zusammen mit Remus und James hievte er eine schwere Kommode durch das Treppenhaus. Bereits gestern hatten die Freunde den Großteil der Möbel und Sachen in die Wohnung gebracht. Allerdings auf ihre Art und Weise, mit einem Zauberspruch. Die Dinge standen nun an ihrem Platz und warteten darauf eingeräumt zu werden. Heute wurden die restlichen Sachen in die Wohnung geschleppt. Ohne Zauberei, nur mit Menschenkraft.
„Moony, warum schleppen wir noch mal diesen Mist!" schnaufte Sirius, als sie in der letzten Etage ankamen.
„Weil wir Lilys Freunde sind und ihr gerne helfen."
„Nein, warum machen wir das nicht auf den einfacheren Weg?" James versuchte zu Lachen, es kam jedoch nur ein Krächzen aus seiner Kehle.
„Das hier ist ein Muggelhaus. Also müssen wir einen Teil von Lilys Hab und Gut schleppen, damit die Nachbarn nicht misstrauisch werden. Die wundern sich sonst, wie die Möbel in die Wohnung kommen." Peter dirigierte seine Freunde in Lily Schlafzimmer, wo die Kommode hingehörte.
„Ihr ward schon fleißig wie man sieht. Seit wann schleppt ihr schon?" hörten sie die Stimme des Vermieters Cedric King. Sirius, der ihn noch nicht kannte sah sich den blonden Mann an. „Ich bin der Vermieter, Cedric. Und ich wohne mit meiner Frau zusammen einen Stock tiefer." stellte er sich nun vor.
„Hallo, Cedric!" begrüßte ihn James. „Die andere sind Remus, Peter und Sirius!"
„Du kannst uns gern helfen. Wir freuen uns über jede Hilfe." quiekte Peter.
„Du hast doch kaum etwas geschleppt! Also sei du bloß leise!" zeterte Sirius und ließ sich auf das Bett fallen, das schon im Zimmer war.
„Ich würde euch gern helfe, aber ich muss zum Besuch zu meinen Schwiegereltern…" Glücklich sah er dabei nicht aus. Damit verabschiedete er sich wieder und wünschte noch ein frohes Schaffen. James war mehr als glücklich gewesen, als er erfahren hatte, dass Cedric verheiratet war und seine Frau in wenigen Monaten ein Kind bekommen würde.
„Lily schuldet uns mindestens ein großes Essen. Und eine Party." Besagte Person kam ins Zimmer und lächelte.
„Ihr seid klasse! Das war die letzte Fuhre, oder? Was haltet ihr davon, wenn wir das Essen auf Morgen verschieben?"
„Du willst uns heute verhungern lassen!" empört sprang Sirius auf.
„Um Gottes Willen nein! Ich habe etwas besorgt. Aber nichts Großes. Wie gesagt, dass Essen wird nach geholt." Nach dem Essen und einem Bier verschwanden Remus, Sirius und Peter. James half Lily nun beim Einräumen.
„Bist du dir sicher, dass du heute Nacht hier bleiben willst? Ganz allein in der Wohnung?" hakte James nach. Sie hatten soweit alles eingeräumt was in den Kisten war. Aber gehen wollte er nicht.
„Ganz sicher. Weißt du, ich bin inzwischen ein großes Mädchen und kann auch ganz gut auf mich aufpassen…" scherzte sie, lehnte sich gegen die Wand und begutachtete das Wohnzimmer.
„Ich meine ja nur… Mich stört es nicht, wenn du noch einmal bei mir übernachtest…"
„Danke, aber ich will heute hier übernachteten. Was hältst du davon, wenn du allerdings noch ein wenig bleibst und wir noch einen Wein trinken?" schlug sie vor. James Miene hellte sich wieder auf.
„Gern, dann ist du an deinem ersten Abend wenigstens nicht allein. Ich hole die Gläser und du den Wein?" sprudelte er los und war schon unterwegs. Lily schüttelte den Kopf und ging hinter ihm her. „Machst du noch eine richtige Einweihungsparty? Ich meine mit vielen Leuten und viel lauter Musik."
„Ich denke nicht. Wen sollte ich einladen. Die Menschen die mir wichtig sind kommen morgen zum Essen. Warum sollte ich dann noch feiern?" Sie fischte den Korkenzieher aus einer Kiste und versuchte die Flasche zu öffnen. Belustigt sah James ihr zu.
„Wenn man dir so zusieht, würde man nicht auf die Idee kommen, dass du je auf Hogwards, oder einer Zaubererschule warst. Und dann noch Jahrgangsbeste…" Dann schwang er seinen Zauberstab und mit einem leisen „plopp" war der Korken draußen.
„Ich bin nun einmal unter Muggeln groß geworden." sie zog einen Schmollmund, schnappte sich die Flasche und ging ins Wohnzimmer. Verträumt sah James ihr noch kurz nach. Sie sah so süß aus wenn sie beleidigt war… Er genoss ihre Gesellschaft, mehr als alles andere. Sie war eigentlich so schön unkompliziert. Eigentlich… Wäre da nicht die Vergangenheit und dass er nicht wusste, was sie von ihm dachte.
„Da bist du ja endlich. Was machst du mit deiner neu gewonnenen Freiheit?" erkundigte sich Lily und deutete ihm an, dass er sich setzten sollte. Sie war froh, dass er noch länger blieb als die anderen und immer noch da war. Sicherlich, sie war glücklich nun eine eigene Wohnung zu haben. Aber der ganze allein wäre traurig geworden. Außerdem hatte sie sich an die Gesellschaft von James gewöhnt. Er war mehr als nur ein guter Freund für sie. Sie war sich durchaus bewusst, dass sie sich ein wenig in ihn verguckt hatte. Aber ganz sicher war sie sich nicht. Vermutlich war es nur eine Begleiterscheinung davon, dass sie mit ihm über einige Zeit zusammen gewohnt hatte. Umso wichtiger war es, dass sie nun allein, ohne ihn wohnte.
„Freiheit?"
„Nun hast du deine Junggesellenbude wieder für sich. Schmeißt du bald eine Party?" Als Lily ihn darauf ansprach wurde er nachdenklich.
„Ich finde es schade, dass du weg bist. Wir haben uns doch so gut verstanden. Es gab doch keine Probleme…" Sein Blick war auf sein Glas gerichtet, dass er langsam drehte. Er wollte sie nur nicht ansehen. Nur nicht ansehen.
„Ich hatte dir das doch schon einmal erklärt, oder? Es liegt nicht daran, dass wir uns nicht verstehen. Wir verstehen uns besser als je zuvor. Ich mag dich wirklich sehr gern. Aber auch gut Freunde brauchen Abstand. Wenn du einen Wohnpartner gesucht hättest, dann wärst du nach der Schule mit einem deiner Freunde zusammen gezogen."
„Du hast ja Recht. Aber ich werde dich aber vermissen. Wenn ich jetzt vom Training nach Hause komme ist niemand mehr da, mit dem ich über meinen Trainer meckern kann. Oder der mich wegen meiner Blessuren tröstet und bemitleidet…"
„Ich wohne auch in London, falls du es vergessen haben solltest. Nicht weit weg von dir. Weil ich ausgezogen bin, heißt das nicht, dass wir nicht mehr miteinander reden. Ich wäre tief getroffen, wenn du ab sofort nicht mehr mit mir reden würdest, oder mich nicht besuchen kommst." tröstete sie ihn. Nickend sah James auf. Wie hatte er je daran zweifeln können, dass er und Lily nicht auch weiterhin befreundet waren… auch wenn er eigentlich mehr als nur Freundschaft von ihr wollte.
Lily flitze von einem Ende der Wohnung zum nächsten. In wenigen Minuten wollten ihre Freunde kommen. Und nicht nur die! Cedric und seine Frau hatten sich angekündigt. Das hieß der Abend musste ohne zaubern von statten gehen. Sie hatte bereits James und Remus vorgewarnt und hoffte, dass die beiden es auch Peter und Sirius weitergegeben hatten.
Er wusste, dass er zu früh war. Aber er hatte sich in den Kopf gesetzt Lily zu helfen. Nun war James bereits vor ein paar Minuten hier her appariert und obwohl sie schon mehrmals an ihm vorbei gestürmt war, hatte sie ihn nicht gesehen. Er hatte sich sogar schon ein paar Mal vor vorbei fliegendem Geschirr bücken müssen. Lächelnd lehnte er sich nun gegen die Wand und beobachtete sie.
„Lils", versuchte er nun schon zum vierten Mal sie anzusprechen. „Kann ich dir irgendwie helfen?" erschrocken sah sie ihn an.
„Du bist schon hier?" Dann huschte sie wieder an ihm vorbei. Als sie wieder zurück kam umarmte sie ihn und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Du kannst dich um… ja kümmere dich am besten um die Getränke. Stellst du auch bitte Gläser…" Als sie sah, dass er bereits unterwegs war, lächelte sie ihn an. „Danke!"
Wenig später kamen auch die anderen. Glücklicherweise waren ihre Freunde vor den Kings angekommen. So konnte sie die vier noch einmal ermahnen keine Magie zu benutzen.
„Lily, das ist meine Frau Kathy." Stellte Cedric seine kugelrunde Frau vor. Die dunkelbraunen Haare hatte sie offen über die Schulter hängen lassen und sah, trotz des siebten Monats in der Schwangerschaft fit und gesund aus.
„Freut mich dich kennen zu lernen. Kommt rein. Das sind meine Freunde Peter, James, Remus und Sirius." Die vier lächelten brav und schüttelten die Hände. Sie haben mir tapfer beim Umzug geholfen." Dann setzten sie sich an den Tisch. Lily beeilte sich den ersten Gang auf den Tisch zu stellen und James ging ihr dabei helfend zur Hand.
„Wie schaffst du das nur, dass der nächste Gang schon fertig ist, wenn der vorig aufgegessen ist?" frage Kathy, als Lily das Dessert auf den Tisch stellte. Peter sah erschrocken auf. Remus lächelte verschmitz und James war damit beschäftigt, drei Schälchen zu balancieren.
„Genau, Lilikins. Wie schaffst du das nur?" mischte sich Sirius und sah sie fragend an. Er wusste natürlich schon, wie sie es schaffte. Aber er wollte sehen, was sie der Rotschopf einfallen ließ.
„Ich denke, dass es am Timing liegt. Eine große Portion Glück und Zufall gehören auch noch dazu." Als das Essen fertig war, setzten sich alle ins Wohnzimmer.
„Woher kennt ihr euch eigentlich. Soweit ich mitbekommen habe, habt ihr alle vier unterschiedliche Berufe. Lily ist Ärztin, Sirius besitzt ein Club und eine Kneipe, James ist Sportler…" erkundigte sich Cedric. Im laufe des Abends hatte er von den fünf Freunden schon erfahren, was sie beruflich machten. Auch die Persönlichkeiten von ihnen waren so unterschiedlich, dass er sich nicht vorstellen konnte, woher sie sich kannten.
„Wir waren alle auf einer Schule." versuchte Remus zu erklären. Kathy und Cedric sahen ihn fragend an.
„Wirklich? Das ist ja super! Wir haben eigentlich mit niemandem aus der Schulzeit noch Kontakt. Und ihr seid noch zu fünft. Wow!" stellte Kathy anerkennend fest.
„Remus hat allerdings vergessen zu erwähnen, dass ich mit den vier Rabauken in der Schule nicht viel zu tun hatte…" ergänzte Lily ihren Freund.
„Lils, alles vergeben und vergessen, oder? Eigentlich haben wir uns am Ende der Schulzeit ganz gut verstanden. Wenn man von ihr und James absieht. Die beiden lagen sich ständig in den Haaren…" mischte sich Sirius ein, wurde allerdings von Lily unterbrochen.
„Was verständlich war! Die vier waren nämlich in ihrer eigenen kleinen „Gang" und haben die Schule mit ihren Streichen unsicher gemacht. Und James war damals ein arroganter Egoist! Kein Wunder das ich nichts mit ihm zu tun haben wollte." rechtfertigte sie sich. Um Kathys Mund zog sich ein Lächeln.
„Wir sind alle älter geworden und sind erwachsener geworden." meinte James und fing sich einen bösen Blick von Sirius und Lily ein.
„Ich finde es klasse, dass ihr es geschafft habt im Kontakt zu bleiben. Bei der einen oder anderen Freundin würde ich mich über einen Anruf freuen."
„Die anderen haben vergessen, dass zwar wir Jungs uns untereinander über die Jahre hinweg getroffen haben. Aber Lily haben wir dieses Jahr erst wieder getroffen." packte Remus die Wahrheit aus. Er warf einen Seitenblick auf Peter, der sich nervös den Arm rieb und unruhig hin und her rückte. Schließlich stand er auf, entschuldigte sich knapp und verabschiedete sich. „Soll einer ihm nach?"
„Lass den mal. Der muss wieder einwenig alleine sein." Sirius schenkte sich erneut das Glas Wein nach und ließ sich wieder in den Sessel fallen.
„Wie haben Lily auf der Beerdigung seiner Frau wieder gesehen. Ich glaube so ganz verkraftet hat er es immer noch nicht." erklärte James und sah sie Nachbarn von Lily entschuldigend an. Wissend nickten sie.
Der Abend war noch nett geworden. Um kurz vor zwölf verabschiedeten sich die Kings und verschwanden in ihre Wohnung. Die Marauder blieben noch.
„Du hast Glück mit deinen Nachbarn. Sie sind nett." Lily nickte nur. In Gedanken war sie bei Peter. Sie fragte sich warum er immer noch nicht mit dem Verlust seiner Frau zu Recht kam. Es war nicht leicht, aber er musste weiter leben. Charly hätte nicht gewollt, dass er sich zurück zog und selbst seine Freunde kaum noch an sich heran lässt. Woher sollte sie auch wissen, dass Peter sich von seinen alten Freunden zurückzog, allerdings neue gefunden hatte. Es waren Freunde, von denen er ihnen nichts erzählen konnte. Er wusste, dass sie ihn nicht verstehen würden. Aber gerade sie halfen ihm über den Tod seiner Frau. Sie halfen ihm dabei den Tod zu Rächen…
Danke für das Lesen! Würde mich sehr freuen wenn ihr mir ein kleines Kommi hinterlasst. Muss nicht viel sein, Hauptsache irgendwas. An dieser Stelle noch mal Danke an die lieben Menschen (drei Stück) die auf das letzte Chap reagiert haben.
Spumi: Cedric ist wirklich ein netter Kerl. Mag ich auch. Mit James und Lily wird das auch nicht mehr so lange dauern. Kommt nur och ein Chap. (Zumindest in meiner bisherigen Planung…)
Your Sunbeam: Danke! Et voilà, das nächste Chap ist schon wieder da!
HexenLady: Super das dir das Chap gefallen hat. Hoffe das hier auch. Mit Lils und James dauert er nicht mehr solange. Keine Angst, das wird jetzt…
Danke noch einmal! Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende!
Kann's gar nicht glauben. Nur noch ein Chap… (denke ich zu mindest…)
Eure LittleSunflower
