Chapter 16.7

Die Sonne war schon untergegangen und die Vögel riefen die Nacht herbei. Lan Xichen war auf dem Weg zurück zu seinem Pavillon, denn es war schon kurz vor Schlafenszeit.

Er war müde und erschöpft vom Tag und er strich sich mit seinen Fingern über seine Schläfen, als er den Tag nocheinmal Revue passieren ließ.

Er kam vor die große Tür seines Pavillons und trat herein. Leise huschte er in sein Zimmer und entzündete eine kleine Kerze. Die helle Flamme flackerte wild hin und her und an den Wänden tanzten große Schatten.

Lan Xichen seufzte einmal laut auf und er zog die Luft angestrengt durch seine Nase.
Er begann sich zu entkleiden und faltete jedes Stück Stoff sorgsam zusammen und legte sie auf einen Stapel, neben sein Bett. Der Knoten seines Kopfbandes öffnete sich und die weißen Enden flatterten umher, wärend er es behutsam zusammenrollte und mit auf den Stapel legte.
Nach ein paar Handgriffen war auch schon sein Haarknoten gelöst und seine schwarzen, seidigen Haare fielen in voller Länge nach unten, über seinen Rücken.

Nur mit seiner weißen Unterrobe bedeckt und mit nackten Füßen ging er auf leisen Schritten zum Bett. In seiner Hand drehte er seine Flöte Liebing noch ein paar mal hin und her, als er sich auf die Bettkannte setzte.
Er stimmte noch ein paar Noten an und der liebliche Klang erfüllte leise den Raum.

Es dauerte nicht lange bis Lan Xichen immer kraftloser wurde und die Müdigkeit ihn übermannte. Untypisch für ihn fiel er irgendwann auf dem Bett in das Reich der Träume und fest in seiner Hand umklammerte er noch immer Liebing.

Lan Xichen hatte einen unruhigen Schlaf und viele seltsame Träume plagten ihn durch die Nacht. Er rollte sich mehrmals von einer Seite auf die andere, sein Geist war rastlos und es dauerte, bis er endlich still auf dem Rücken liegen blieb, als ihn dann der merkwürdigste Traum von allen einholte.

In seinem Traum schien Lan Xichen auf seinem Rücken zu liegen. Er war am schlafen und er wurde durch ein Geräusch aus seinem Schlaf geweckt.

Er öffnete seine Augen und er blinzelte ein paar mal, als er die dunkle Zimmerdecke seines Pavillons wiedererkannte. Er schien auf seinem Bett zu liegen, auf seinem Rücken und ein leichter Schauer lief ihm über die Haut, als er feststellte, dass er ohne Bettdecke dort lag.

Sein Blick fiel ein Stück weiter nach rechts, als er plötzlich Bao Tians Gesicht erblickte.
„Tian?" Nuschelte er leise, wenn auch leicht erschrocken.

Bao Tian schaute ihn an. Er saß auf der Bettkannte mit seinem Oberkörper zu Lan Xichen gewendet. Er trug seine Unterrobe für die Nacht und anhand der Dunkelheit, musste es auch mitten in der Nacht sein.
Auf seinen Lippen trug er ein verschmitztes Lächeln, als er seine Hand nach Lan Xichen ausstreckte.

„Hm?" Stutzte Lan Xichen.
„Was ist? Warum sagst du nichts?"

Bao Tian lehnte sich näher heran.
„Du bist wach... Dann gib mir deine Hände!" Sagte er mit ruhiger, tiefer Stimme.

„Meine Hände? Was hast du vor? Und wie spät ist es überhaupt?"
Zaghaft streckte Lan Xichen seine Hände nach Bao Tian aus, als dieser plötzlich mit einem kräftigen Ruck seine schmalen Handgelenke umschloss und fest aufeinander drückte.

„Autsch! Tian, nicht so grob. Was hast du vor?" Zischte Lan Xichen.

Doch Bao Tian sagte nichts, sondern fasste seitlich mit einer Hand in seine Robe. Er zog ein feines Band hervor und zu Lan Xichens Empörung, begann er seine Handgelenke zu umwickeln und einen festen Knoten zu binden, aus dem Lan Xichen sich nicht mehr herauswinden konnte.

Lan Xichen öffnete seinen Mund, als er erschrocken auf seine gefesselten Hände blickte. Das Band war stramm um seine Handgelenke gebunden und er spürte einen leichten Schmerz, als es begann sich bei jeder Bewegung in seine Haut zu schnüren.
„Tian, was tust du da? Schluss mit dem Unfug. Binde mich sofort wieder los, bevor ich noch sauer werde."

Doch Bao Tians Mundwinkel bogen sich bei diesen Worten unheilvoll nach oben. Seine Augen hatten einen stechenden Blick und in ihnen loderte ein unstillbares Feuer.
„Sauer?" Fragte er leise nach.

In diesem Moment riss Bao Tian Lan Xichens gefesselten Hände nach oben, presste sie über seinen Kopf auf das Bett hinunter und begann sie an das Kopfende des Bettes zu knoten.

Lan Xichen zuckte zusammen und er war so überrumpelt, das er außer ein leises „Autsch" nichts über seine Lippen bekam.

Bao Tian lehnte sich langsam zu ihm herunter und hauchte in sein Ohr.
„Dabei liebe ich es doch, wenn du sauer wirst!"

Lan Xichens Augen weiteten sich. Er strampelte ein paar mal hin und her und riss grob an seinen Händen, doch das Band rührte sich kein Stück und außer, das es sich noch weiter in sein Fleisch hineinschnitt, passierte nichts.
„Tian, dass ist kein Spaß mehr. Was ist nur los mit dir? Binde mich sofort wieder los! Sofort! Ich befehle es dir!"
Lan Xichens Stimme wurde lauter und befehlender und er bekam einen stechenden Blick. Sein sonst so sanftes Lächeln auf seinen Lippen war verstummt und er warf Bao Tian einen bösen Blick zu.

Doch Bao Tian lachte nur leise.
„Du befehlst es mir?" Bao Tian zog eine Augenbraue nach oben.
„Aber bist du es nicht, der möchte, dass ich dies tue?" Er streckte seine Hand zu Lan Xichen aus und lies seinen Zeigefinger über Lan Xichens Stirn gleiten, hinunter über seine Nase, bis zu seinen Lippen.

„Bitte?" Sagte Lan Xichen atemlos.
„Wie kannst du es wagen?"
Er zog an seinen Händen und das Bett rappelte durch sein hin und hergereiße, doch der Knoten löste sich kein Stück.

Boa Tian strich mit seinem Zeigefinger über Lan Xichens schmalen Lippen, als er sich langsam näher heran lehnte.

Lan Xichen hielt den Atem an.
„Nicht." Hauchte er leise, doch schon presste Bao Tian seine Lippen auf Lan Xichens.

Zu Beginn war es ein zaghafter Kuss und Bao Tian umfasste Lan Xichens Kinn und drückte es leicht nach oben.
Lan Xichen zuckte bei der zarten Berührung zusammen und in diesem Moment schob Bao Tian seine feuchte Zunge in Lan Xichens Mundhöhle hinein.

Lan Xichens Augen weiteten sich und er versuchte den Kopf wegzudrehen, doch Bao Tian hielt ihn grob am Kinn fest und fixierte ihn in seiner Richtung.
„Mhh...mhh" Lan Xichens wand sich hin und her, doch Bao Tian lag wie ein Fels auf seiner Brust und verhinderte jede noch so kleine Bewegung.
Er küsste Ihn so hart, dass ihm die Luft wegblieb und als Bao Tian begann an seiner Unterlippe zu saugen und zärtlich in sie hineinbiss, biss Lan Xichens plötzlich zu.
Er erwischte Bao Tians Oberlippe und sofort machte sich der Geschmack von Eisen im Mund breit.

Bao Tian zog seinen Kopf zurück und er berührte mit seinem Finger die kleine Wunde an seiner Lippe. Etwas Blut hatte sich verschmiert und Lan Xichens Lippen trugen einen roten Film der die Szene noch dramatischer wirken lies.

Lan Xichen schnappte nach Luft, als er Bao Tian mit einem drohenden Blick anstarrte.

Bao Tian dagegen grinste unbeeindruckt und er wischte mit seinem Zeigefinger über Lan Xichens Lippen und verteilte das rote Blut hin und her.
„Das tat weh, Huan." Sagte er mit tiefer Stimme.

„Das sollte es auch. Vielleicht bringt es dich wieder zur Vernunft." Zischte Lan Xichen.

Doch Bao Tian presste seinen Finger in Lan Xichens Mundhöhle hinein und begann grob mit seiner feuchten Zunge zu spielen.

„Ah" Stöhnte Lan Xichen auf, als Bao Tian einen weiteren Finger nachschob und an seiner Zunge zog.

Bao Tian verspürte plötzlich einen stechenden Schmerz an seinem Finger, als er bemerkte, dass Lan Xichen seine Zähne geschlossen hatte und kraftvoll auf seine Finger biss.
Mit einem Ruck zog Bao Tian seine Finger wieder heraus und seine Augenbrauen zogen sich kraus.
„Du hättest sagen sollen, wenn du es lieber auf die harte Tour haben möchtest." Zischte Bao Tian und noch bevor Lan Xichen wusste was geschah, griff Bao Tian grob an den Gürtel in seiner Taille und riss ihn von seiner Hüfte.

Mit einem lauten Plopp schmiss Bao Tian den Gürtel hinter sich auf den Fußboden, als er schon mit seinen Händen in Lan Xichens Kragen glitt und die Robe von seiner Brust striff.

Seine kalten Hände fuhren über Lan Xichens Brust und striffen über seine Nippel als er den Stoff zu den Seiten schlug.

Lan Xichen zuckte zusammen und er spürte ein angespanntes Kribbeln in seinem Körper, welches immer deutlicher anstieg.

„Wag es nicht." Hauchte Lan Xichen und er biss sich auf seine Backenzähne, als Bao Tian sich näher heran lehnte und begann einen zärtlichen Kuss nach dem nächsten auf seiner nackten Haut zu platzieren.

Lan Xichen presste seinen Kopf auf das Bett und er zog noch ein paar mal an seinen Händen, doch es half alles nichts. Seine gefesselten Hände rührten sich kein Stück und er war schutzlos Bao Tian ausgeliefert.

Plötzlich begann Bao Tian an Lan Xichens linken Nippel zu spielen und als die feuchte Zunge den steifer werdenden Nippel umkreiste, nahm er ihn zwischen seine Zähne und biss zärtlich zu.

„Ah" Stöhnte Lan Xichen erneut auf und mit einem starken Ruck zog er an seinen Händen, welcher das Bett zum knacken brachte.

Bao Tian flog ein hämisches Grinsen über die Lippen.
„Tat das weh oder tat das gut?" Flüsterte Bao Tian mit tiefer Stimme.

Lan Xichen fletschte entrüstet die Zähne, seine Augen funkelten stechend in der Nacht.

„Ich nehme an es tat gut?" Fragte Bao Tian als er langsam mit seiner rechten Hand über Lan Xichens Körper nach unten zu seinem Bauch entlang fuhr.
Seine Finger strichen über die zarte Haut und er tauchte zwischen Lan Xichens Schenkeln ab und berührte ihn im Schritt.

„Ah" Zuckte Lan Xichen zusammen.

Bao Tian schnaufte zufrieden.
„Es muss gut getan haben. Denn du wirst hart, Huan." Flüsterte Bao Tian direkt in Lan Xichens Ohr, als er seinen steifen Penis mit seinen großen Händen umschloss und seinen Griff festigte.

Lan Xichens Augen weiteten sich.
„Nicht, Tian. Hör jetzt sofort auf." Bettelte Lan Xichen, doch Bao Tian hörte nicht auf ihn.
Er begann kraftvoll seine Hand auf und abzufahren und Lan Xichen schwoll in seiner Hand größer an und es wurde bald heiß und feucht im Schritt.

Lan Xichens Hüfte zuckten schüchtern im Rhythmus und er presste seinen Kopf weiterhin nach hinten auf das Bett, während er seine Augen fest zusammenkniff und sich auf die Backenzähne biss.

Bao Tian beobachtete ihn genau und er war sichtlich amüsiert über Lan Xichens beschämte Reaktion.
„Siehst du, es fühlt sich doch gut an. Und sieh wie hart du in meiner Hand wirst." Hauchte Bao Tian, als er sich wieder näher heran lehnte und in Lan Xichens Ohr flüsterte.
Er streckte seine feuchte Zunge heraus und begann an dem zarten kleinen Ohrläppchen zu spielen.

„Ah" Lan Xichen stöhnte auf und er drehte seinen Kopf zur Seite, doch Bao Tian lies sich nicht abschütteln und betatschte gierig seinen Körper, wie es ihm beliebte.

Lan Xichens Puls stieg an und er spürte die Ekstase, welche durch seinen Körper schoss.
-Wie kann er es nur wagen!- Dachte er sich, während er versuchte sich auf etwas anderes zu konzentrieren.

Bao Tian erhöhte das Tempo seiner rechten Hand und als er hörte wie Lan Xichens Atmung anstieg und unruhiger wurde, seine Wangen sich in ein zartes Rosé tauchten und das leise Gestöhne und Gewimmer von seinen Lippen lauter wurde, hörte er plötzlich ruckartig auf.
Er richtete seinen Oberkörper auf, kletterte zwischen Lan Xichens Schenkel und spreitzte seine Beine weit auseinander.

„Was..?" Sagte Lan Xichen erschrocken, doch noch bevor er ein Wort mehr sagen konnte, wurde er schon wieder ganz still, denn Bao Tian tauchte mit seinem Kopf zwischen seinen Schenkeln ab und sein steifes Glied verschwand in einer warmen und feuchten Mundhöhle.

„Ah!" Lan Xichen stöhnte laut auf und sein Oberkörper drückte sich ein Stückchen nach oben und hob sich vom Bett ab, während er genussvoll seine Augen schloss und seine Lippen Lippen zu beben begannen.
Sein Mund war leicht geöffnet, er jappste im Rhythmus nach Luft und seine Hüfte begann sich vor und zurückzuschieben.
„Tian...aufhören..." Bettelte er im Widerspruch.

Doch Bao Tian erhöhte stattdessen sein Tempo und als Lan Xichens Beine zu zittern begannen, hielt er sie fest und spreitzte sie noch weiter auseinander.

Als Lan Xichens Atmung schließlich ins Stolpern geriet, spürte Bao Tian plötzlich den warmen Samen der ihm in den Mund schoss und die Luft war erfüllt von Lan Xichens schamlosen Stöhnen.
Seine Glieder wurden schlapp und kraftlos und er schnappte nach Luft, als er Bao Tians lautes Schlucken vernahm. Sein Blick war unter die Zimmerdecke gerichtet, als sich seine Gedanken mit Scham und Schuld füllten und er sich zornig auf die Backenzähne biss.

Bao Tian richtete seinen Oberkörper wieder auf und wischte sich mit seinem Ärmel über seinen Mund.
Er blickte in Lan Xichens kraftloses Gesicht, auf dessen Stirn ein paar Schweißperlen standen.
„War das gut, Huan?" Fragte Bao Tian.

Lan Xichen blickte in Bao Tians Gesicht.
„Gut?" Fragte er zornig.
„Du hast den Verstand verloren. Was fällt dir ein? Wie kannst du nur? Und das gegen meinen Willen." Zischte Lan Xichen atemlos.

Bao Tian hob eine Augenbraue an.
„Gegen deinen Willen?" Fragte er leise.
„Aber du bist es doch, der mich verführt."

Lan Xichen riss die Augen weit auf.
„Ich?" Fragte er schockiert.

„Aber sicher du. Schau doch nur, wie du mich lockst, mit welcher List du mich bezirzst." Sagte Bao Tian.

Lan Xichen verstand nicht, als er plötzlich einen bekannten Geruch vernahm.
„Was ist das für ein Duft?" Fragte er unsicher.

„Ban-Zhi-Lian!" Antwortet Bao Tian lächelnd und er starrte Lan Xichen direkt in die Augen.

Plötzlich verspürte Lan Xichens ein Kratzen an seiner Haut und wie aus Zauberhand, füllte sich plötzlich das Bett mit dem kleinen blauen Kraut Ban-Zhi-Lian. Wie auf einem Teppich aus Rosen lag er auf einem Bankett voller Ban-Zhi-Lian gebettet. Der intensive Geruch erfüllte den Raum und stieg einem zu Kopf.

Lan Xichen blickte sich erschrocken um.
„Nein, was ist das? Wo kommt das alles plötzlich her?"

Bao Tian leichte leise.
„Wie schamlos du doch bist, Huan!"

„Nein!" Sagte Lan Xichens schnell.
„Das bin ich nicht! Ich war das nicht!" Versuchte er sich schnell zu verteidigen. Seine Stimme war unsicher und kraftlos.
Erneut versuchte er sich zu befreien und er zog an seinen Händen, bis das Holz des Bettes zu knacken begann.
„Tian, glaube mir. Ich bitte dich, binde mich jetzt los."

„Aber wir sind doch noch gar nicht fertig." Hauchte Bao Tian leise als er sich zwischen Lan Xichens Schenkeln nach vorne lehnte und mit seiner Nase über Lan Xichens nackten Körper fuhr und tief einatmete. Der süße Duft des Ban-Zhi-Liann strömte durch seinen Körper und er schloss seine Augen, während er den Moment genoss.

Als Bao Tian sich komplett über Lan Xichen gelehnt hatte und mit seiner Nase an seinem Hals zum Stehen kam, öffnete er wieder seine Augen und schaute in Lan Xichens unsicheres Gesicht.
„Oh, was haben wir denn da?" Fragte er plötzlich.

„Was?" Fragte Lan Xichen leicht ängstlich, als Bao Tian seine Hand ausstreckte und neben Lan Xichens Kopf nach etwas zu greifen schien.

Lan Xichens Augen weiteten sich in Furcht, als Bao Tian plötzlich seine Flöte Liebing in den Händen hielt.
„Liebing?" Flüsterte Lan Xichen leise.
„Wo hast du sie her?"

Bao Tian richtete sich wieder auf und drehte die Flöte ein paar mal in seiner Hand hin und her.
„Deine Flöte." Sagte Bao Tian nachdenklich. Er schloss seine Augen, als er mit seinen Lippen zärtlich die Flöte abtastete und scheinbar über etwas nachdachte.
„Was soll ich nur mit ihr machen?" Hauchte Bao Tian leise.
Plötzlich verharrte er in seiner Bewegung. Die Flöte war genau vor seinen Lippen, vorsichtig hielt er sie in seinen Händen, als er ganz langsam seine Augen öffnete und Lan Xichen einen lasziven Blick zuwarf.

Lan Xichen blickte zu ihm. Bao Tian saß zwischen seinen gespreitzten Beinen, Liebing in seiner Hand und er hatte einen Gesichtsausdruck, welcher Lan Xichen einen kalten Schauer über den Rücken laufen lies.

Lan Xichens Augen wurden unaufhaltsam größer, als er seine Lippen öffnete, seine Atmung vor Aufregung stolperte und eine erschrockene Stimme gefüllt mit Angst und Unsicherheit seine Lippen verließ.
„Nein! Das wagst du nicht!"

Bao Tians Mundwinkel bogen sich nach oben, seine Augen formten sich zu mandelförmigen Schlitzen und ein zufriedenes Schnaufen kam aus seiner Nase.

Lan Xichen gefror das Blut in seinen Adern. Sein Puls stieg schlagartig an als sein Herz vor Aufregung in seiner Brust wild zu schlagen begann. Er zerrte an seinen Händen und strampelte wild umher.
„Nein! Tian!" Sagte er mit einem schwachen Befehlston.

Doch Bao Tian streckte seine lange Zunge heraus und berührte mit seiner Spitze die edle Hülle von Liebing.
Er begann langsam an ihr entlang zu lecken und Lan Xichen schnaufte vor Empörung laut auf, als er seinen Augen kaum zu glauben wagte.

Bao Tian leckte mit voller Hingabe an der Flöte und es dauerte nicht lange, bis der vordere Teil vor Feuchtigkeit zu glänzen begann.

Lan Xichen trug einen gequälten Gesichtsausdruck, als seine Handgelenke durch die Ausbruchversuche zu schmerzen begannen.
Seine Stimme war kraftlos und dünn als er leise bettelte.
„Tian, Stop. Ich meine es wirklich ernst. Du wagst es nicht.
Wenn du auch nur einen Schritt weiter gehst, werde ich dir das niemals vergeben."

Bao Tians linke Augenbraue zuckte einmal auf, als seine Ohren die bettelnden Worte vernahmen.
Er blickte Lan Xichen tief in die Augen, als er sich langsam zu ihm nach unten lehnte. Er platzierte seine Lippen ganz nah an Lan Xichens Ohr und mit einem zufriedenen Lächeln hauchte er in sein Ohr.
„Mir vergeben? Du musst mir nicht, vergeben.
Wenn du jemandem vergeben willst, dann nur dir selbst. Denn dies ist dein Traum, Huan. Ich mache nur das, was du mich machen lässt!"

Lan Xichens Herz setzte für einen Schlag aus, als er seine Augen weit aufriss. Er verspürte Frust, Empörung und Wut, aber von allen Dingen, war es die endlose Scham, die am unerträglichsten für ihn war.
Lan Xichen biss sich auf die Backenzähne, seine Augen fest zugekniffen, als die Spitze von Liebing begann sich gegen sein Loch zu pressen.
„Nein..." Wimmerte er ein letztes Mal, als sie schließlich begann Stück für Stück in ihn einzudringen.

Bao Tian begann zärtlich in seinen Hals zu beißen, während er Liebing immer weiter in ihn hineindrückte.
Die schmale, feuchte Flöte glitt leicht in ihn hinein und Bao Tian schob sie tief in seinen Körper und berührte bald einen empfindlichen Punkt.

Lan Xichens Beine zuckten, als sich seine untere Rumpfmuskulatur verkrampfte und er die Knie ruckartig anzog.

Bao Tian leckte über die zarte Haut an Lan Xichens Hals, als er die Flöte vorsichtig zwischen seinen Fingern hin und her drehte.

Lan Xichen quikte leise auf und er biss sich auf seine Unterlippe, um sein peinliches Gewimmer zu ersticken.

„Ganz leicht ging sie hinein. Es ist als wäre sie dafür gemacht. Ich wusste gar nicht, Huan, dass dein Körper an mehreren stellen so geschickt mit einer Flöte umgehen kann." Hauchte Bao Tian anrüchig in Lan Xichens Ohr.

Lan Xichen wollte diese Worte nicht hören, doch was blieb ihm anderes übrig, gefesselt wie er war, konnte er sich dieser schamvollen Erfahrung nicht entziehen.
Sein Herz schlug wild vor Aufregung und bald spürte er ein prickelndes Gefühl in seiner Hüfte, als Bao Tian begann die Flöte langsam in ihn rein und wieder rauszuschieben.

Liebing stimulierte immer und immer wieder Lan Xichens süßen Punkt und es dauerte nicht lange, bis er leise zu Stöhnen begann und er langsam wieder hart im Schritt wurde.
Sein steifes Glies streckte sich vor Bao Tians Bauch in die Höhe und seine Finger begannen sich abwechselnd zu strecken und in zu einer Faust zusammenzurollen, so als wollte er verzweifelt nach etwas greifen.

Bao Tians Küsse streckten sich an Lan Xichens Hals hinunter über seine Brust, bis sie an einem harten, rosanen Nippel verweilten.
Er öffnete seinen Mund und er streckte seine feuchte Zunge lang heraus. Als nur seine Zungenspitze den steifen Nippel berührte, stöhnte Lan Xichen auf und sein Körper begann sich zusammenzuziehen.

Ein zufriedenes Lächeln flog über Bao Tians Lippen.
„Du bist so könnte meinen du seist eine Jungfrau. Oder Fühlt es sich einfach nur zu gut an? Ist es schon zu lange her?" Hauchte Bao Tian kichernd.

Lan Xichen biss sich fest auf seine Backenzähne.
„Nein...tut...es... nicht.." Beteuerte er atemlos.

„Tut es nicht?" Fragte Bao Tian mit einem gestellt, überraschten Unterton.
„Dann werde ich mir wohl noch mehr Mühe geben müssen, damit es auch meinen Herrn und Sect Leader befriedigt!"

Lan Xichen riss seine Augen weit auf, als er feststellte, dass er mit seiner Aussage sich selbst noch tiefer ins Unglück gestürzt hatte.
Sein Mund öffnete sich weit, mit einem Ruck zogen seine Hände an dem Seil, das Bett knackte erneut und seine Stimme war schon heiser.
Er stöhnte schamlos auf und warf seinen Kopf in den Nacken, als Bao Tian sein Tempo mit Liebing erhöte und er zeitgleich in den einen Nippel zärtlich hineinbiss, während seine linke Hand den anderen Nippel zwischen seinen Fingern hin und herdrehte.

Lan Xichen hatte das Gefühl das Bewuststein zu verlieren und es fuhr ein heißes Prickeln durch seinen Körper, wie er es noch nie gespürt hatte. Sein Körper überzog eine leichte Gänsehaut und es kribbelte bis in seine Fingerspitzen, als seine Hüfte schamlos begann im Rhythmus mitzuschieben.

Lan Xichens steifes Glied rubbelte über Bao Tians muskulösen Bauch und die ersten Lusttropfen quillten über die Spitze. Sie benetzten die Robe und färbten den Stoff in einen dunkleren Ton. Feuchte Geräusche durchkreuzten die Luft und hallten in Lan Xichens Ohren wie ein Donnerschlag nach.

„Ich...ich..." Stammelte Lan Xichen. Er schnaufte nach Luft, seine Kehle streckte sich schutzlos nach oben, während sein Kopf sich auf das Bett presste.

„Du kommst?" Fragte Bao Tian, als er seinen Blick aufrichtete und in Lan Xichens erotischen Gesichtsausdruckt blickte.
„Dann komm für mich, Huan!" Schnaufte Bao Tian auf und er lehnte sich noch weiter über Lan Xichen, als er über seine Kehle leckte und dann ihre Lippen fest aufeinander presste. Er küsste ihn wild und leidenschaftlich. Die Zungen und Lippen spielten feucht umher und ein letztes mal stieß Bao Tian Liebing in Lan Xichen hinein. Er benutzte dazu seine Hüfte und drückte noch einmal nach, sodass Liebing tief in Lan Xichen eindrang.

Lan Xichens Augen weiteten sich und eine einzelne Träne kullerte aus seinem Augenwinkel und lief über seine rote Wange. Sein Mund schnappte nach Luft, während ein hoher Ton seine Kehle verließ.
Sein warmer Samen schoss pulsierend heraus und der angestaute Druck wurde endlich frei gelassen. Seine Beine zitterten unkontrollierbar und seine Hände ballten sich zu angestrengten Fäusten.
Es wurde feucht und klebrig zwischen seinen Beinen und er spürte eine milchige Flüssigkeit, die zwischen seine Beinen in seine Poritze lief.

Bao Tian küsste mehrmals liebevoll auf seine Stirn und küsste dann, die einsame Träne auf seiner Wange hinfort.

Lan Xichens ganzer Körper wurde schließlich schlaff und sackte in sich zusammen.

Bao Tian trug ein zufriedenes Lächeln auf seinen Lippen.
„War es so gut, das du sogar weinen musstet?"

Lan Xichen trug einen mehr als gequälten Gesichtsausdruck. Er wirkte erschöpft und kraftlos, seine Lippen bebten, die Wangen waren gerötet. Doch in seinen Augen loderte noch immer ein unstillbares Feuer und sein Blick war stolz und ungebrochen.

Bao Tian richtete sich auf und zog vorsichtig Liebing wieder heraus. Er hielt die Flöte hoch und Lan Xichen drehte sofort seinen Kopf zur Seite und schloss seine Augen.

„Du willst es nicht sehen?" Fragte Bao Tian leise.

Lan Xichen öffnete langsam seine Augen, aber er ließ seinen Blick noch immer abgewendet.
„Du kennst keine Scham. Binde mich los..." Flüsterte er mit schwacher Stimme.

„Dich los binden?" Fragte Bao Tian überrascht. Er legte die misshandelte Flöte zur Seite und rutschte ein Stück näher an Lan Xichens Hüfte heran.

Plötzlich hörte Lan Xichen das Rascheln von Stoff und er wendete seinen Blick erschrocken zu Bao Tian.
Seine Augen weiteten sich, als der breite Gürtel an Bao Tians Hüften nach unten rutschte und seine Robe sich lockerte. Eine muskuläre Männerbrust, breit und kräftig kam zum Vorschein und darunter ragte ein großes, steifes Glied imposant hervor.

„Aber dein Traum fängt doch gerade erst an." Hauchte Bao Tian, als er sich in Lan Xichens großen, glasigen Augen wiederspiegelte.

„Nein.." Bebte Lan Xichen Stimme.

„Nein..!"

„NEIN!"

Lan Xichen fiel plötzlich mit einem lauten Rumms aus dem Bett.

Er landete unsanft auf seinem Rücken, seine Hand hoch nach oben ausgestreckt. Sein Herz schlug ihm wie wild bis zum Hals, seine Haut war verschwitzt und er wusste gar nicht im ersten Moment was passiert war. Er erwachte aus seinem Traum und mit einem lauten Geräusch fiel Liebing aus seinem Bett und rollte über den dunklen Fußboden, in Richtung Tür.

„Wo bin ich?" Haspelte er nervös, seine Stimme atemlos.
„Habe ich geträumt?"

Lan Xichen fasste sich an seine Stirn. Seine Haut war schwitzig und heiß und seine Haare hingen ihm wirr im Gesicht.
„Oh Gott..." Seine Brust hob sich schnell auf und wieder ab und er zog die Luft lautstark durch seine Nase.

„Bin ich eingeschlafen? Ein Traum? Es war nur ein Traum." Versuchte er sich selbst zu beruhigen. Er legte sein Gesicht in seine Hände und er rieb sich ein paar mal durch sein Gesicht und mit seinen Fingernspitzen über seine Schläfen.
Er richtete sich langsam mit dem Oberkörper auf und starrte noch ganz benommen in den dunklen Raum.

Plötzlich klopfte es an der Tür und mit einem leisen Knacken schob sich die Tür einen Spalt auf.
Bao Tian linste vorsichtig hinein und enteckte Lan Xichen, der neben dem Bett auf dem Fußboden saß.
„Huan? Ist alles inordnung? Ich hab einen lauten Rumms gehört."

Lan Xichen zuckte zusammen und er richtete verschreckt seinen Blick auf. Als er in Bao Tians Gesicht blickte lief ihm ein heißer Schauer durch den Körper und seine Augen weiteten sich. Er streckte seine linke Hand abwehrend nach vorne aus, während er mit seiner rechten Hand halt am Bett suchte.
„Nein.." Hauchte er ängstlich.
„Komm nicht näher! Bleib genau dort stehen!" Stammelte er nervös.

Bao Tian zog vor Verblüffung seine Augenbrauen nach oben. So hatte er Lan Xichen noch nie gesehen und besorgt trat er erst recht in den Raum hinein und schloss hinter sich die Tür.

„Nein!" Zischte Lan Xichen.
„Wag es nicht mir näher zu kommen. Ich habe gesagt du sollst da stehen bleiben! Was willst du von mir?" Lan Xichens Stimme war aufgebracht und er krabbelte etwas weiter nach hinten bis sich sein Rücken fest gegen das Bett presste.

Bao Tian verstand die Welt nicht mehr.
Beschwichtigend streckte er seine Hände nach vorne aus.
„Alles gut, Huan. Ich tu dir nichts. Ich bin es. Was ist denn nur los mit dir?"
Er ging in die Hocke, so als würde er sich einem verängstigten Hund nähern und versuchen durch sanfte Körpersprache und freundlichen Worten, sein Vertrauen zu gewinnen.

Doch Lan Xichen reagierte mit jeder Körperbewegung von Bao Tian noch nervöser und er krallte sich mit seinen Fingernägeln in das Bettlaken und streckte seine Hand noch weiter zum Schutze aus.
„Nein, ich will das nicht..." Hauchte er leise.

Bao Tian schüttelte den Kopf.
„Hattest du etwa einen Albtraum?" Fragte er mit einfühlsamer Stimme.

„Was?" Flüsterte Lan Xichen.
„Ein Albtraum?" Er schaute verwirrt umher.
„Ja...! Ja! Ein Albtraum!" Er atmete einmal tief ein und strich sich mit seiner Hand die langen Haare aus dem Gesicht.

Bao Tian fuhr mit seinem Blick jeden Zentimeter von Lan Xichens Körper ab. Das wilde, zersauste Haar, die schwitzige Stirn, gerötete Wangen und eine nervöse, schnelle Atmung.
„Bist du dir sicher, dass es ein Albtraum war? Für mich sieht es aus als hättest du ziemlich viel Spaß gehabt!" Bao Tian schmunzelte und deutete mit seinem Finger auf Lan Xichens Schritt.

„Was?" Hauchte Lan Xichen irritiert.
Sein Blick wanderte an ihm herunter, als er plötzlich mit Schrecken verstellte, dass der Stoff in seinem Schritt ganz nass war. Peinlich berührt zuckte er zusammen und hielt schnell seine Hände darüber, um die Spuren eines lustvollen Traumes zu verstecken.
„Nein!" Sagte er hastig.
„Das ist nicht...ich habe nicht..." Lan Xichen stand total neben sich und seine Wangen bekamen schlagartig noch mehr Farb, als er sich mit einem gequälten Gesicht etwas von Bao Tian abwendete. Er sah wirklich bemitleidenswert aus wie er dort vollkommen zerstreut auf dem Boden saß und sich benahm wie ein kleiner Junge, der seinen ersten feuchten Traum vor seinen Eltern zu verstecken versuchte.

Bao Tian schnaufte erleichtert auf und schüttelte noch einmal den Kopf. Mit belustigter Stimme sagte er:
„Du hättest mir sagen können wenn du es so nötig hast. Ich hätte dir eine hübsche Frau besorgen können. Eine besonders Hübsche hätte ich dir garantiert." Er streckte seinen Zeigefinger wedelnd in die Luft und grinste breit übers ganze Gesicht.

Lan Xichen drehte ruckartig seinen Kopf zu Bao Tian.
„Was?" Fragte er irritiert. Seine Stimme war aufgebracht, so als fühlte er sich missverstanden.
„Eine Frau...?"

Bao Tian lachte und zog eine Augenbraue nach oben.
„Hättest du lieber einen Mann gehabt?"

Lan Xichen spürte plötzlich ein Stechen in seiner Brust und ihm wurde schlagartig heiß, sehr heiß.
Die Erinnerungen an seinen Traum kamen ihm bildlich wieder vor Augen. Sein Körper begann vor Aufregung zu zittern und er winkelte seine Knie an und umschloss sie mit seinen Armen. Zusammengekauert vor dem Bett schloss er seine Augen und beteuerte inständig seine Unschuld. Er nuschelte leise vor sich hin:
„Ich bin nicht schwul...ich bin nicht schwul..." Dabei schüttelte er den Kopf und krallte seine Fingernägel in seine Robe.

Bao Tian bekam fast Mitleid, so aufgelöst hockte Lan Xichen auf der Erde. Er fuhr sich durch seine Haare, als plötzlich sein Blick auf Liebing fiel. Die Flöte lag nur ein paar Zentimeter vor ihm auf dem Fußboden und er streckte seine Hand danach aus und hob sie auf.
„Deine Flöte...Warum liegt sie hier?" Fragte er misstrauisch, als er sie in seiner Hand hin und herdrehte.

Bei dem Wort Flöte wäre beinahe Lan Xichens Geist aus seinem Körper gefahren. Ruckartig riss er die Augen weit auf, als er sah wie Bao Tian mit der Flöte in der Hand auf ihn zukam.

„NEIN!" Quikte Lan Xichen mit schriller Stimme auf.

Bao Tian zuckte zusammen und erstarrte in seiner Bewegung, so schief war die Stimme.

Lan Xichen wirbelte mit seinen Händen wild herum.
„Bleib...bleib...stehen! Sofort! Was...Was...hast du mit der Flöte vor?" Stammelte er aufgebracht.

Bao Tian starrte Lan Xichen fassungslos an.
- Du meine Güte, so schlimm habe ich es mir gar nicht vorgestellt- Dachte er sich.
„Ich...ähm...habe sie nur aufgehoben. Ich wollte sie dir wiedergeben..." Sagte er irritiert.

„Das brauchst du nicht!
Du brauchst mir nichts geben!" Sagte Lan Xichen schnell.
„Leg sie einfach wieder weg und komm mir damit bloß nicht zu nahe!" In Lan Xichens Gesicht stand das blanke Entsetzen und Bao Tian schluckte einmal schwer, als er sich wirklich fragte, ob er sich jetzt ernsthaft Sorgen machen sollte.

Er starrte auf die Flöte in seiner Hand und musterte sie eindringlich, doch er konnte nichts außergewöhnliches feststellen.
Als sein Blick wieder auf Lan Xichen fiel, der ihn immr noch mit großen, ängstlichen Rehaugen anstarrte und kurz davor war die Flucht zu ergreifen, entschied er sich seiner Bitte lieber nachzukommen.
„Okay, es ist alles inordnung. Ich lege sie weg, siehst du?"
Bao Tian bewegte sich fast in Zeitlupe und er ging langsam zu dem kleinen Tisch in der Raummitte.

Lan Xichen verfolgte mit Skepsis jede seiner Bewegungen.

Mit einem leise, angenehmen Ton legte Bao Tian Liebing schließlich auf dem Tisch ab.
„Siehst du, ich habe sie weggelegt. Es ist nichts passiert. Es ist alles inordnung.
Und jetzt entferne ich mich auch schon wieder."
Bao Tian schlich langsam wieder rückwärts und entfernte sich von dem Tisch.

Lan Xichen atmete einmal erleichtert auf, als er sich mit seiner Hand über die Stirn strich.

Bao Tian seufzte ebenfalls einmal laut auf.
„Huan, ehrlich jetzt. So kenne ich dich gar nicht. Was ist denn in deinem Traum passiert? Kannst du es mir nicht sagen? Du stehst vollkommen neben dir! War irgendwas mit deiner Flöte? Du starrst sie an als würde sie jede Sekunde zum Leben erwachen!" Fragte Bao Tian.

„Nein...nein...Alles gut. Es ist gar nichts mit der Flöte." Antwortete Lan Xichen hastig. Ein leises verlegenes Lachen kam über seine Lippen.
„Was soll schon mit der Flöte sein...Haha."
Lan Xichen trug einen irren Gesichtsausdruck und Bao Tian entschied sich, das es wohl wirklich das Beste sei, nicht mehr weiter nachzufragen.

„Nun gut... Brauchst du sonst noch Hilfe? Soll ich dich zum Badehaus bringen? Ich könnte dich waschen und dich umziehen?" Fragte Bao Tian und er streckte seine Hand einladend nach Lan Xichen aus.

Doch Lan Xichen zog die Luft zwischen seinen Zähnen hindurch und schüttelte hastig den Kopf.
„Nein! Ich bin nicht schwul...nicht schwul." Wimmerte er.

Bao Tian seufzte angenervt.
„Das sagtest du bereits. Es ist nicht so, als würde es glaubwürdiger werden, umso öfter du es wiederholst!"

Lan Xichen öffnete schockiert seinen Mund, aber es kam kein Ton über seine Lippen.
„Sag so etwas nicht..." Nuschelte er verzweifelt.

Bao Tian verdrehte die Augen. Mit diesem Lan Xichen und in diesem Zustand in dem er sich befand, wusste er einfach nicht was er noch tun sollte.
„Nun gut. Dann nicht. Wie du willst. Soll ich einfach gehen?"

Lan Xichen nickte.
„...Lass mich alleine..." Flüsterte er leise, während er sein Gesicht in seine Knie vergrub.

Bao Tian zuckte mit den Schultern.
„Nun gut, wenn du was brauchst, du weißt ja wo du mich findest."
Bao Tian wendete sich langsam von Lan Xichen ab und schritt Richtung Tür.
Als er seine Hand auf den Türgriff legte drehte er sich noch einmal um. Er sah Lan Xichen in leisen Selbstgesprächen vertieft auf dem Boden kauern. Seine langen Haare verdeckten sein Gesicht und standen in alle Himmelsrichtungen ab. Er umklammerte sich selbst, als würde sein Leben daran hängen und es schien ihn etwas vollkommen aus dem Gleichgewicht geworfen zu haben.

Bao Tians Gedanken begannen sich zu winden.
- Ich würde zu gerne wissen, was er heute Nacht wildes geträumt hat, dass er so durcheinander ist? Bestimmt hat er alle 4000 Clan-Regeln auf einmal gebrochen und seine wildestens Fantasien mit jemandem ausgelebt, vor denen er sich jetzt im nachhinein selber fürchtet. Armer Huan.-
Bao Tian schmuntzelte und lachte belustigt in sich hinein.
- Wer die glückliche, holde Maid wohl war, die ihm im Traum erschienen ist? Irgendwann, wenn er den Schock überwunden hat, frage ich ihn.-

Er verließ den Raum und schloss hinter sich die Tür. In Gedanken versunken legte er sich zurück in sein Bett.
Das er es selbst gewesen war, der Lan Xichen im Traum erschienen war und ihn in diesen bemitleidenswerten Zustand versetzt hatte, darauf wäre er nie gekommen.