Chapter 16.15

Wei Wuxian riss seine Augen weit auf.
Er starrte in einen dunklen Raum, kein Ton war zu hören.

Das Bett neben ihm war leer und er strich mit seiner flachen Hand über das verlassene Bettlaken.

Wei Wuxian zuckte zusammen.
„Es ist schon kalt..." Nuschelte er leise.
„Sun Yan...Wo ist er..?"

Wei Wuxian setzte sich schnell aufrecht auf das Bett. Neben sich vernahm er plötzlich ein leises Schnaufen. Langsam drehte er seinen Blick zu der anderen Seite und er erblickte Lan Wangjis schlafendes Gesicht.

Wei Wuxian runzelte die Stirn.
- Wie hatte Sun Yan es nur geschafft sich aus dem Zimmer zu schleichen ohne das einer von uns beiden davon wach geworden ist...?-
Wei Wuxian dachte nach und er begann sich langsam ernsthaft Sorgen zu machen.
-Was hatte Sun Yan nur vor mitten in der Nacht?-

Wei Wuxian blickte noch einmal in Lan Wangjis friedlich schlafendes Gesicht, als er vorsichtig und ganz leise aus dem Bett ausstieg.
Seine Haare standen wie immer wirr in alle Himmelsrichtungen ab und seine Nachtrobe war total zerwühlt und mehr geöffnet, als das sie geschlossen war.

Als er mit leisen Füßen über den kalten Fußboden tappste, fiel sein Blick plötzlich auf den Schwerthalter neben der Tür. Seine Augen weiteten sich, als er feststellte, dass Sun Yans Schwert fehlte.

Wei Wuxian ahnte schlimmes und als er kurz überlegte was Sun Yan wohl vor gehabt haben könnte, musste er immer wieder an Jiang Cheng denken.
„...Er wird doch nicht..." Hauchte Wei Wuxian leise.
Sein Mund stand vor Schock leicht offen, als er den Entschluss fasste, so schnell wie möglich nach Sun Yan zu suchen um eventuell Schlimmeres zu vermeiden.

Wei Wuxian drehte sich um und schlich sich auf die andere Seite des Jingshis zu der dunklen Kommode, auf welcher ein kleiner Spiegel stand. Am Abend zuvor hatte er dort sein Haarband abgelegt und geschwind griff er nach Lan Wangjis Haarbürste und versucht sich schnell einen Zopf zu binden.

Doch gerade als er die Haarbürste wieder ablegte und sein Haarband schon im Mund hatte um seinen hohen Zopf am Hinterkopf zu fixieren, spürte er auf einmal ein Paar kräftige Arme, welche sich um ihn legten.
„Ah!" Quiekte er erschrocken auf, als sein Körper zeitgleich zusammen zuckte.

Ein puppengleiches Gesicht mit langen, seidigen Haaren legte seinen Kopf auf seiner rechten Schulter ab und er spürte den warmen Atem an seinem Hals.
„Lan Zhan!" Keuchte Wei Wuxian erschrocken.
„Erschreck mich doch nicht so. Sag doch was wenn du wach bist."

Lan Wangji blickte Wei Wuxian mit prüfendem Blick durch den Spiegel hindurch an.
„Wo willst du hin?" Sagte er ruhig.

Wei Wuxian erwiderte seinen Blick.
„Sun Yan, er ist fort. Und er hat sein Schwert mitgenommen. Ich ahne böses." Seine Stimme trug einen besorgten Unterton.

In diesem Moment versuchte Wei Wuxian sich von Lan Wangji loszudrücken, doch dieser hielt ihn fest und drückte ihn kräftig gegen seine Brust.
Dabei huschte seine linke Hand flink in den weit geöffneten Ausschnitt von Wei Wuxians Robe und strich zärtlich über seine Brust.

„Stop, Lan Zhan." Zischte Wei Wuxian, der sich ernsthaft Sorgen um Sun Yan zu machen schien und über Lan Wangjis körperliche Zuneigung gerade weniger erfreut schien.

Er griff nun selbst mit seiner Hand in seinen Ausschnitt und er versuchte Lan Wangjis Hand wieder herauszuziehen. Doch dieser war einfach stärker und während Wei Wuxian versuchte sich aus seinem Klammergriff zu befreien, begann Lan Wangji in aller Ruhe an Wei Wuxians Hals hinab zu küssen.

„HanGuang-Jun! Hör auf jetzt damit. Ich mache mir ernsthaft Sorgen, was ist wenn..." Keuchte Wei Wuxian, doch er wurde in seinem Satz von Lan Wangji schon unterbrochen.

„Es ist alles Gut. Er ist in guten Händen." Antwortete Lan Wangji vollkommen unbeirrt von Wei Wuxians Gestrampel und seine große Hand begann zielstrebig Wei Wuxians Brust zu massieren. Mit seiner rechten Hand zog er den Stoff von Wei Wuxians rechter Schulter herunter und er biss zärtlich in die freigelegte Haut.

Wei Wuxian zuckte zusammen.
„Ah, Lan Zhan. Stop!
Was meinst du damit? Wie er ist in guten Händen?"
Wei Wuxian zischte durch seine Zähne, doch sein Gestrampel hatte eher den gegenteiligen Effekt als gewünscht und Lan Wangji zog seine Arme immer kräftiger zusammen und so hielt er ihn in seinem Klammergriff fest umschlossen.

Lan Wangji schloss seine Augen und er schnaufte aus seiner Nase heraus, als er begann mit seiner linken Hand über Wei Wuxians Nippel zu streichen.
„Er ist bei Sect Leader Jinag Cheng..." Sagte er mit ruhigem Ton.

Wei Wuxian drehte ruckartig seinen Kopf zur Seite.
„Bei Jiang Cheng? Woher weißt du das?

Lan Zhan...

Nicht..." Wimmerte er.
Wei Wuxian schloss für einen Moment seine Augen als Lan Wangji begann seinen linken Nippel zwischen Zeigefinger und Daumen hin und her zu drehen und zeitgleich sich an seinem rechten Ohrläppchen zu schaffen machte. Ein paar mal leckte er durch Wei Wuxians Ohrmuschel, bis er einige Male an dem zarten, kleinen Ohrläppchen nippte und es schließlich sogar ganz in den Mund nahm und begann daran herumzusaugen.

Zwischen den saugenden und lutschenden Geräuschen direkt an Wei Wuxians Ohr hörte er ein leises:
„Ich bin ihm gefolgt. Er ist mit seinem Schwert zum Trainingspavillon. Dort ist er auf Jiang Cheng gestoßen.
Es ist alles gut.
Gib ihnen Zeit."

„Ah.." Stöhnte Wei Wuxian leise auf, während er krampfhaft versuchte Lan Wangjis Hand von seinem Nippel zu entfernen. Doch seine große Hand, schwer wie Blei und eine Kraft wie ein Koloss rührte sich einfach kein Stück.

Stattdessen fixierte Lan Wangji noch mit seiner anderen Hand Wei Wuxians Kopf und er hielt ihm am Nacken fest und machte sich in aller seelenruhe über Wei Wuxians zarten Hals her.
Einen Bluterguss nach dem nächsten setzte er auf der hellen Haut ab und Wei Wuxians Atmung wurde langsam unruhiger.

„Aber...Aber.." Stotterte Wei Wuxian.
„Sun Yan...Du bist dir sicher, dass es ihm...gut...geht?
Ahh!"

Wei Wuxian schmiss seinen Kopf in den Nacken und sein Mund öffnete sich, als Lan Wangji zeitgleich beherzt in seinen Hals biss und seinen linken Nippel in die Länge zog.

Lan Wangji kam einen bedrohlichen Ton von sich.
„Sprich nicht von einem anderen Mann, wenn wir mal wieder alleine im Jingshi sind..." Ertönte Lan Wangjis tiefe Stimme.

Wei Wuxian lief ein Schauer über den Rücken und Lan Wangjis offensichtliche Eifersucht verursachte ein Kribbeln in seinen Gliedern und er spürte wie sich sein Körper in Aufruhr befand und voller Erregung zu zittern begann.
„Was...wenn er heute Nacht wieder kommt?" Hauchte Wei Wuxian leise, während er sich die Hand vor seinen Mund hielt um seine unruhige Atmung und die leisen Stöhner zu unterdrücken.

„Das wird er nicht!" Sagte Lan Wangji bestimmt und in diesem Moment rutschte seine linke Hand an Wei Wuxians Oberkörper hinunter und tauchte zwischen den zittrigen Schenkeln ab und griff beherzt an Wei Wuxians Glied.

„Ah!" Stöhnte Wei Wuxian auf, als Lan Wangji begann rhythmisch sein Glied zu massieren. Seine Hände suchten halt und er griff mit seiner linken Hand hinter sich an Lan Wangjis Hüfte, während seine rechte Hand sich nach oben ausstreckte und an Lan Wangjis Nacken Halt fand. Er lehnte sich mit seinem Oberkörper nach hinten, seinen Kopf auf Lan Wangjis Schulter abgestützt und seine Robe rutschte an seinem Oberkörper hinunter, während die großen Hände sich über seinen entblößten Körper hermachten.

Wei Wuxian wurde langsam hart im Schritt und als Lan Wangji begann ihn immer kraftvoller zu stimulieren, stieß er Wei Wuxian mit seiner Hüfte ein paar Mal nach vorne gegen die Kommode.

Mit einem Rappeln kamen ein paar Gegenstände ins Taumeln und die Haarbürste fiel als erstes zu Boden.
Wei Wuxian, der leicht vor Schmerz seinen Mund öffnete als seine Hüfte immer und immer wieder gegen die Kommode stieß, krallte sich mit seiner linken Hand in Lan Wangjis Hüfte.
„Ah, Lan Zhan...Nicht so grob...Musst du mich immer gegen irgendwelche Gegenstände pressen?"

Doch Lan Wangji rührte sich nicht. Er warf Wei Wuxian einen stechenden Blick durch den Spiegel zu, während seine rechte Hand an Wei Wuxians Hüfte hinunter glitt und sich einen Weg zwischen seine Pobacken suchte.

Wei Wuxians Körper wand sich hin und her und unruhiges Gestöhne verließ seine Lippen, als Lan Wangji zeitgleich einen Finger in sein Loch einführte und weiterhin sein steif gewordenes Glied streichelte.

Wei Wuxian spürte etwas hartes, welches sich von hinten in seinen Rücken bohrte und Lan Wangjis Hüfte begann langsam im Takt sich vor und zurück zu schieben und stieß Wei Wuxian weiterhin mit jedem Hieb gegen die Kommode.

Wei Wuxians Hüftknochen begannen bald zu schmerzen und so löste er seine Hände von Lan Wangji und hielt sich schützend an der Kommode fest, um die unangenehmen Stöße abzufangen.
Er spürte ein Kribbeln in seinem Körper, sein Blut begann zu brodeln und sein Puls stieg an.

Lan Wangji führte einen weiteren Finger ein und während er gekonnt sein Loch weiter ausdehnte, tropfte die erste milchige Flüssigkeit von Wei Wuxians Spitze auf die dunkle Kommode.

"Ah!"
Wei Wuxians Beine begannen langsam zu zittern und sein Oberkörper sackte auf der Kommode zusammen, als er das Geräusch von raschelndem Stoff vernahm und Lan Wangjis Robe mit einem Plopp hinter ihm auf den Boden fiel.

Lan Wangji lehnte sich nach vorne und begann über Wei Wuxians anmutigen Rücken zu küssen.
Dieser Sützte sich mit seinen Ellenbogen auf der Kommode ab und als Lan Wangji seine Finger wieder herauszog hauchte er von hinten in Wei Wuxians Ohr:
„Sieh in den Spiegel."

Wei Wuxians Augen weiteten sich und als sein Blick nach vorne in den Spiegel wanderte und er sein eigenes Spiegelbild sah, packte Lan Wangji ihn plötzlich an der Hüfte und versenkte sein pralles, steifes Glied bis zum Anschlag zwischen Wei Wuxians Pobacken.

„Ah.." Wei Wuxians Mund öffnete sich weit und während ein lauter Stöhner seine Kehle verließ, hatte er seinen eigenen Gesichtsausdruck im Spiegel gesehen, während Lan Wangji tief in ihn eindrang.

Wei Wuxians Wangen bekamen ein leichtes rosé und wenn er sonst auch keine Scham kannte, so war dieser Anblick auch für ihn etwas Neues und er spürte die Ekstase welche seinen Körper füllte.

Lan Wangji begann kraftvoll und ohne sich zurück zu nehmen zuzustoßen und die Kommode begann zu Knacken, als Wei Wuxian immer und immer wieder dagegen gestemmt wurde.

„Ahhh! Lan Zhan..." Wimmerte Wei Wuxian zwischen seinem rhythmischen jappsen nach Luft.
„Nicht so wild, meine Hüfte.."
Wei Wuxian brach vorne noch weiter auf der Kommode zusammen und er streckte seine Hände weit nach vorne aus, wobei er einige Sachen umstieß und sie von der Kommode abräumte.

Lan Wangjis Atmung wurde immer wilder und rauer und er packte an Wei Wuxians rechten Oberschenkel, hob ihn an und stellte Wei Wuxians Fuß auf einen Schubladenknopf ab.

Wei Wuxians Beine wurden dadurch noch weiter auseinandergespreitzt und Lan Wangji gelang es so, noch tiefer und gleitender einzudringen.
Wei Wuxians Körper zuckte zusammen und während sein Fuß halt auf dem kleinen Knopf suchte, kratzten seine Fingernägel über die Holzkommode.

Sie nahmen beide kein Blatt vor den Mund und so trieben sie es wild und ungezügelt, ganz zum Bedauern der alten Kommode.

Wei Wuxian hatte seine Augen fest geschlossen, denn wann immer er sie auch nur einen Spalt öffnete, sah er seinen eigenen erotischen Gesichtsausdruck im Spiegel, welcher ihm die Schamesröte ins Gesicht trieb.

Lan Wangji fasste an Wei Wuxian steifes Glied, welches so heiß und prall war, dass man glauben könnte es würde jeden Moment zerbersten.
Er begann ihn wild und hart zu rubbeln und Wei Wuxian presste seine Stirn auf die Holzplatte und jappste nach Luft.

Eine ganze Weile verharrten sie in dieser Position. Wei Wuxians Hüfte schmerzte und seine Beckenknochen waren schon ganz rot von den vielen unzähligen Stößen gegen das harte Holz.

Doch plötzlich zog Lan Wangji seinen Penis wieder heraus und er flüsterte von hinten in Wei Wuxians Ohr:
„Komm, ich drehe dich um."

Mit seinen Händen fuhr er einmal zärtlich über Wei Wuxians geschundenen Hüftknochen, als er ihn kraftvoll packte und ihn auf der Kommode umdrehte. Wei Wuxian kam mit seinem Hintern auf der Holzplatte zum sitzen und Lan Wangji packte ihn an den Schultern und presste ihn auf die Kommode herunter.

Wei Wuxian streckte seine Arme hilfesuchend nach oben aus und er schlang seine Arme um Lan Wangjis Hals, als dieser seine Oberschenkel packte und sie weit spreitzte. Wei Wuxians Beine hingen hoch in der Luft und als Lan Wangji sein steifes Glied wieder vor Wei Wuxians Loch platzierte, drückte dieser Lan Wangji zu sich nach unten und küsste seine zarten Lippen.
Leise und in einem erotischen Ton hauchte er:
„Schnell, HanGuang-Jun...Lass mich meine schmerzenden Hüftknochen, welche du verursacht hast, wieder vergessen."

Lan Wangjis Ohrläppchen färbten sich rot und während Wei Wuxian noch an seinen schmalen Lippen saugte, krallten sich seine langen Finger in Wei Wuxians Oberschenkel als er seine Hüfte wieder kraftvoll nach vorne stieß.

„Ah!" Stöhnte Wei Wuxian laut auf und er warf seinen Kopf nach hinten in den Nacken und rutschte durch Lan Wangjis harten Stößen auf der Kommode hin und her.
Er klammerte sich an Lan Wangjis Nacken fest, doch als er merkte, das der Halt nicht reichte, lies er los und packte an die Tischkante der Kommode und hielt sich fest.
„Ah...ah..." Wei Wuxian stöhnte laut als Lan Wangji sein Tempo erhöhte und noch kraftvoller zustieß. Die Kommode begann lauter zu Knacken, mit einem lauten Rumms fiel plötzlich der Spiegel um und stürzte ein paar Stöße später laut zu Boden.

Wei Wuxian schrille Stimme erklang:
„Lan Zhan...Lan Zhan...Wir zerlegen noch deinen Jingshi...wenn du dich nicht etwas zügelst. Wenn das dein Onkel erfährt, wie die gute alte Kommode...zu Bruch ging...Ahhh...nicht so doll...Denk an meine Hüfte...!"
Quiekte Wei Wuxian mit schriller Stimme.

Lan Wangji schnaufte zufrieden durch seine Nase.
„Solange du noch dafür Atem hast..." Brummte er mit tiefer Stimme, als er genüsslich seine Augen schloss und Wei Wuxians steifes Glied mit seiner rechten Hand umschloss.

Der knackende Takt der Kommode wurde schneller und Wei Wuxians Gestöhne schriller. Während Lan Wangji laut zu Schnaufen begann kamen sie beide ihrem Höhepunkt näher.

Ein befriedigendes Gefühl rauschte durch ihre Körper, als Lan Wangji als erstes zum Höhepunkt kam und mit einem tiefen und befreiendem Stöhner seinen Samen tief in Wei Wuxian verschoss.

Wei Wuxian begann am ganzen Körper zu zittern und sein Mund öffnete sich weit, als auch er den Druck freiließ und sein Samen pulsierend heraus schoss.
Wei Wuxians Hände, welchen ihn bis eben noch krampfhaft auf der Kommode fixiert hatten, ließen locker und seine Glieder lagen schlapp auf der Kommode.
Seine Brust hob sich durch seine schnelle Atmung auf und wieder ab und Lan Wangji lehnte sich nach unten und legte seine schwitzige Stirn auf Wei Wuxians Brust ab, während er tief Luft holte.

Ein zufriedenes Lächeln, huschte über Wei Wuxians Lippen und er küsste auf Lan Wangjis Kopf.
„Gut gemacht, großer..." Flüsterte er mit einem näckischen Unterton.
„Allerdings, sind jetzt nicht nur meine Hüftknochen rot, sondern durch deine ungezügelte Art ist nun auch mein Rücken und mein Hintern wund..Also bitte nicht nochmal auf der Kommode." Mäckerte er aber mit leicht zufriedenem Ton.

Lan Wangji hob langsam seinen Kopf an und er blickte Wei Wuxian tief in die Augen.
Sein Gesichtausdruck verriet wie immer nicht was er dachte und so blickte ihn ein hübsches, wenn auch leicht erschöpftes Puppengesicht nichtssagend an.

„Was..?" Fragte Wei Wuxian etwas irritiert.

Lan Wangjis Blick wanderte langsam herüber zum Bett. Als Wei Wuxian seinem Blick langsam folgte und sie beide in die selbe Richtung sahen, beschlich Wei Wuxian ein ungutes Gefühl.
„N..n..n..nein! Du denkst jawohl nicht darüber nach da drüben weiter zu machen?" Stotterte Wei Wuxian schnell, als er den Kopf verneinend schüttelte und an seine jetzt schon schmerzenden Glieder dachte.

Doch Lan Wangjis Mundwinkeln bogen sich langsam und kaum sichtbar nach oben.
„Hmpf" Schnaufte er zufrieden.
„Du hast gesagt, nicht nochmal auf der Kommode." Sagte Lan Wangji mit berechnendem Unterton.

Wei Wuxians Augen weiteten sich.
„Das stimmt, aber damit meinte ich nicht, das ein anderer Ort..."

Doch er wurde in seinem Satz schon unterbrochen als Lan Wangji unter seinen Rücken griff und ihn auch schon kraftvoll anhob.

Wei Wuxian begann zu Strampeln.
„HanGuang-Jun...bitte...lass Gnade walten. Ich werde morgen früh mich nicht mehr bewegen können und das Bett einen ganzen Tag schonen müssen. Ach was rede ich da...einen Tag? Bestimmt eine ganze Woche." Wimmerte Wei Wuxian, während Lan Wangji ihn schon herüber zum Bett trug.

Lan Wangji trug dabei einen mehr als zufriedenen Gesichtsausdruck.
„Ist nicht schlimm, wenn du mal für eine Woche keinen Unfug außerhalb des Jingshis anstellen kannst!"
Brummte er tief.

„Haaa?" Stöhnte Wei Wuxian empört auf, als Lan Wangji ihn auch schon fallen lies und ihn aufs Bett schmiss.
Wei Wuxian landete unsanft auf seinem Rücken und er hielt seine Arme schützend vor sich.
„HanGuang-Jun, Lan Zhan, Lan Wangji...bitte...das meinst du doch nicht ernst oder?" Wei Wuxian legte einen mehr als gequälte Bettelton auf.

Doch Lan Wangji lehnte sich nur zu ihm nach unten, packte ihn am Fuß und zog ihn übers Bett genau unter sich. Ein zartes Lächeln stand auf seinen Lippen, als er seine Augen schloss, einen behütenden Kuss auf Wei Wuxians Stirn platzierte und mit seiner tiefen Stimme sagte:
„Toternst!"


Seine Nase kitzelte, die ersten hellen Lichtstrahlen fielen auf sein Bett und die Vögel zwitscherten aufgebracht in den Bäumen.
Sun Yan blinzelte mit den Augen und als er langsam aus seinem Schlaf erwachte, schaute er sich noch leicht müde im Raum um.

Er richtete sich mit seinem Oberkörper auf und stützte sich seitlich auf seine Ellenbogen ab.
Als sein Blick durch den zunächst unbekannten Raum striff, fiel ihm ein dunkler Fleck auf dem Fudboden, in der mitte des Raumes auf.
Einen Moment starrte er auf die verwaschene dunkle Farbe, als ihm plötzlich ein Gedanke durch den Kopf schoss.
„JIANG CHENG!" Rief er plötzlich aus, als er sich hastig im Raum umsah, in dem Glauben, er sei nicht alleine.

Doch niemand außer ihm war zu sehen.

Sun Yan blickte in seinen Schoß. Er trug eine frische Nachtrobe und er war adrett und akkurat angezogen und eingedeckt.

Plötzlich schossen ihm die Erinnerungen der vergangenen Nacht durch den Kopf. Bis zu einem gewissen Punkt konnte er sich ganz genau erinnern was er getan hatte, doch danach waren seine Erinnerungen verschwommen und lückenhaft.

„Jiang Cheng..." Flüsterte er noch einmal leise, als er erkannte, in welchem Raum und in wessen Bett er sich befand.
In windeseile schlug er er die Bettdecke zur Seite auf und er starrte auf seinen verwundeten Oberschenkel, welchen ein frischer und sauberer Verband zierte.

Als nächstes fasste er sich ungläubig ins Gesicht, um dann einen feuchten Film auf seinen Fingern zu spüren.
Er rieb seinen Zeigefinger und Daumen hin und her um die Konsistenz besser einschätzen zu können.
Vorsichtig führte er seine Finger zu seiner Nase.
„Kräutersud..." Nuschelte er leise, als er den vertrauten Geruch erkannte.

Sun Yan versuchte seine Gedanken noch einmal zu sortieren.
- Wieso war er in Jiang Chengs Bett und wie war er hier herkommen?
Und wer hat seine Wunden versorgt und ihn frisch eingekleidet? -

Er rieb sich mit seiner flachen Hand über die Stirn, als er sich plötzlich an etwas erinnern konnte.
Seine grünen Augen weiteten sich.
„Ich bin...ohnmächtig geworden...plötzlich war alles schwarz vor Augen...Jemand hat mich getragen...sein Gesicht...Jiang Cheng...Es war Jiang Cheng...Wieso war er dort?...Und meine Wunden...hat er sie verbunden?...Warum sollte er das tun, nach allem was ich ihm angegan habe?"

Sun Yan schüttelte ungläubich seinen Kopf hin und her, als er mit seiner linken Hand sich die Haare aus dem Gesicht strich.
Mit einem Satz sprang er plötzlich ruckartig aus dem Bett. Er zog die Bettdecke ein Stück mit und als er mit seinem verletzten Bein landete, schoss ein stechender Schmerz durch seinen Oberschenkel und er knickte kurz ein.

„Argh" Drang ein leiser Schmerzensschrei über seine Lippen.
„Jiang Cheng...Jiang Cheng...Wo bist du? Ich muss zu ihm...sofort...". Seine Stimme war dünn und nervös.

Sun Yan humpelte durch den Raum. Aufgebracht und voller Emotionen, welche sein Herz fluteten, stürmte er zur Tür hinaus und rannte auf den Flur.