Chapter 16.18.2

Wei Wuxian hielt den Krug „Emperor's Smile" in seiner linken Hand fest umschlossen, während er sich durch den großen Pavillon kämpfte. Während die vielen Menschen in ihren weißen Gewändern überall verteilt in Gruppen standen und in aufregende Gespräche vertieft waren, bahnte sich Wei Wuxian einen Weg zurück zu Lan Wangji.
Als er sich schließlich durch die Massen gekämpft hatte und wieder an der Ecke im Raum ankam wo er Lan Wangji zuletzt zurück gelassen hatte, fand er diese, zu seinem Erstaunen, allerdings leer vor. Nur die kleine Trinkschale, welche er Lan Wangji in die Hand gedrückt hatte, stand leer auf einem der Tische.

Wei Wuxian runzelte die Stirn.
„Lan Zhan?" Sagte er zu sich selbst, als er sich auch sogleich umdrehte und nach ihm suchte.

Wei Wuxian drehte sich ein paar mal im Kreis umher, doch er konnte Lan Wangji nirgendswo entdecken.
Er ging rasch zu ein paar Schülern des Gusu Lan Clans und fragte sie, ob sie HanGuang-Jun gesehen hätten, doch alle zuckten nur unwissend mit den Schultern.

Wei Wuxian bahnte sich einen Weg einmal quer durch den ganzen Pavillon und suchte überall nach ihm. Doch immer, wenn er wen fragte, hatte ihn keiner gesehen und offenbar hatte niemand bemerkt, dass er das Banquet verlassen hatte.
Wei Wuxian ging daher frustriert über die Veranda nach draußen und begann dort weiter nach ihm zu suchen.


Gao Lee und Zhao Ran standen nicht weit von Wei Wuxian entfernt und beobachteten ihn, wie er ziellos durch die Gegend lief und scheinbar jemanden suchte.

Gao Lee's Blick verfolgte ganz genau jede seiner Bewegungen und als er schliedlich über die Veranda nach draußen verschwand und ihr Blick betrübt wurde, buffte Zhao Ran sie mit dem Ellbogen an.
„Lee, geh hinter her. Ich sehe dir doch an, dass du dir seine Gesellschaft wünschst."

Gao Lee zuckte zusammen und ihr Gesicht bekam einen überaus steifen Gesichtsausdruck.
„Was redest du da? Ich wünsche mir nicht seine Gesellschaft."

Zhao Ran zog eine Augenbraue ungläubich nach oben.
„Aber du starrst ihm die ganze Zeit nach. Ich sehe es doch. Dein Blick zieht ihn ja fast schon aus, so aufdringlich ist der."

Gao Lee lief plötzlich rot im Gesicht an und sie gab Zhao Ran mit ihrer Hand einen Klapps auf den Arm.
„Ran! Hör auf so etwas zu sagen!"

Doch Zhao Ran begann herzhaft zu lachen.
„Ach Lee, dass man dir aber auch immer auf die Sprünge helfen muss. Ich gehe ganz kurz zu Madame Mao und bringe ihr etwas, ja?. Warte hier in der Zeit auf mich und sammel ein wenig Mut. Wenn ich zurück komme, möchte ich das du hinaus auf die Veranda gehst und deinem geliebten Meister Mo nachstellst."
Zhao Ran zwinkerte Gao Lee noch einmal verstohlen zu, als sie sich geschwand umdrehte und sich auf und davon machte. Während sie sich umdrehte zwinkerte sie Gao Lee noch einmal zu und wunk ihr zum kurzen Abschied.

„Ran!" Quiekte Gao Lee ihr schrill hinterher, während sie zu ihrem roten Gesicht nun auch noch eine dicke Schmolllippe zog. Als Zhao Ran aus ihrem Sichtfeld verschwunden war und sie nun wieder alleine für sich stand, schwenkte sie ihren Kopf wieder neugierug in Richtung Veranda. Mit einem sehnsüchtigen Blick, welcher Bände sprach, starrte sie hinaus in die Dunkelheit, während ihr kleines Herz aufgeregt zu flattern begann.


Wei Wuxian ging über die dunkle Veranda. Überall flackerten ein paar Fackeln in der Nacht und rund um den großen Pavillon war es ansehnlich geschmückt. Die Luft zog langsam an und es wurde kühl. Das Gras bekam einen leichten Tau und durch die offenen Fenster hörte man die ausgelassenen Gespräche der Gäste.

Wei Wuxian spähte hinaus in die Dunkelheit.
-Ob Lan Zhan wohl zurück zum Jinghsi gegangen war?- Fragte sich Wei Wuxian.
-Er ist doch jawohl nicht sauer, nur weil ich ihn alleine zurück gelasen habe?-

Wei Wuxian tippte nachdenklich seine Nasenspitze an, als er weiter über die Veranda schritt, um den großen Pavillon einmal zu umrunden.
Er kam der Hausecke immer näher und als er gerade um die Ecke bog, blieb er auf einmal ruckartig stehen, als er umhüllt von einer sternenklaren Nacht, eine Person ganz in weiß sah.

Die Person stand wie im Einklang mit der Welt, vertieft in eine wunschöne Meditation, auf der Veranda und blickte hinauf in den Himmel. Das lange, seidige, schwarze Haar ruhte auf den kräftigen Schultern und die weißen Gewänder, an Anmut kaum zu übertreffen, tanzten leicht im kühlen Abendwind.
Der fahle Mondschein erhellte das Gesicht, welches an Schönheit kaum mit Worten zu beschreiben war. Die weichen, spielenden Konturen, die zarten Lippen und die schwarzen Wimpern waren wie ein künstlerisches Zusammenspiel und an Perfektion kaum zu übertreffen.

Wei Wuxian blieb stehen und sein Blick war wie gefangen und zog sich magisch zu dieser Person hin. Während seine Augen versuchten jeden Zentimeter dieses Anblickes für immer in seine Erinnerungen zu brennen, erfüllte sich sein Herz voller Stolz, Anerkennung und Dankbarkeit.

Eine ganze Weile blieb Wei Wuxian schweigend am Rand stehen und tat nichts, außer diesen Anblick auf sich wirken zu lassen.
Doch bald begannen seine Finger zu kribbeln und der unsagbare Wunsch diese Person zu Berühren und zu seinem eigenen zu machen, raubte ihm fast den Verstand.

Wei Wuxian öffnete seine Lippen und zwei klare und sanfte Wörter verließen seine Kehle.
„Lan Zhan!"

Lan Wangji drehte langsam seinen Kopf zur Seite und als ihre Blicke sich trafen, spürte Wei Wuxian plötzlich einen Stich in seinem Herzen, gefolgt von einem kräftigen Herzschlag und einem aufbrausenden, warmen Gefühl in seiner Brust.

Langsam ging Wei Wuxian zu ihm herüber und blieb kurz vor ihm stehen.
„Lan Zhan...was machst du hier? Ich habe dich gesucht. Ich hatte doch gesagt, du sollst auf mich warten."

Lan Wangji blickte Wei Wuxian starr an. Sein Gesicht zeigte keinerlei Regung und seine Augen hatten einen tiefen Ausdruck und blickten einem fast bis in die tiefsten Ebenen der Seele.

Wei Wuxian stutzte.
„Was ist?" Fragte Wei Wuxian irritiert, als Lan Wangji´s eher untypischer, bohrender Blick ihn weiterhin fixierte.

Wei Wuxian bewegte ein paar mal seinen Kopf hin und her. Lan Wangjis Augen folgtem jeder seiner noch so kleinen Bewegung. Schließlich hob Wei Wuxian seine Hand an und wedelte ein paar mal vor Lan Wangji´s Gesicht herum.

Plötzlich zuckten Lan Wangjis Augenbrauen und als er seine Hand anhob um nach Wei Wuxians zu greifen, griff er plötzlich ins Leere.

Wei Wuxian staunte nicht schlecht.
„Lan Zhan...Kann es sein das du betrunken bist? Was hast du mit der gefüllten Trinkschale gemacht, welche ich dir in die Hand gedrückt hatte?"

Lan Wangji starrte Wei Wuxian weiterhin tief in die Augen. Zunächst zeigte er keinerlei Regung, doch dann öffnete er schließlich langsam seine Lippen.
„...Nicht...betrunken..." Sagte er ruhig.

Wei Wuxian schaute ihn ungläubig an.
- Nur Betrunkene sagen, das sie nicht betrunken sind.- Dachte sich Wei Wuxian, während er begann Lan Wangji eingehend zu mustern.

So sah man ihm nicht viel an. Weder waren seine Wangen leicht gerötet, noch waren seine Augen glasig und zu schwanken, schien er auch nicht.

„Hmmm" Summte Wei Wuxian nachdenklich über seine Lippen, als er sich ein paar mal über sein Kinn strich.
„Für einen Betrunkenen siehst du wirklich adrett aus. Außer deinem befremdlichen starren Blick, würde man dir nichts anmerken. Du bist genauso steif und schweigsam wie sonst auch."
Wei Wuxian lächelte Lan Wangji nekisch zu.

Doch dieser stand noch immer wie ein Fels in der Brandung und seine Augen schienen sich nur für Wei Wuxian zu interessieren.

Wei Wuxian blickte auf und erwiderte Lan Wangji´s eindringenden Blick. Er kam ihm etwas näher und legte seine Hände sanft auf Lan Wangjis starke Brust.
„Was?" Hauchte er leise.
„Ist irgendetwas mit meinem Gesicht oder möchtest du irgendwas von mir, das du aber nicht sagen kannst?"

Jetzt wo Wei Wuxian´s Gesicht immer Stück für Stück näher kam und schließlich in vertrauter Zweisamkeit stehen blieb, wanderte Lan Wangji´s Blick ein klein wenig weiter nach unten und kam auf Wei Wuxian´s schmalen Lippen zum Stehen.

Wei Wuxian´s linker Mundwinkel bog sich spielerisch nach oben, als er die geänderte Blickrichtung wahrnahm.
„Was ist mit meinen Lippen? Möchtest du sie küssen?" Fragte er auffordernt.

Lan Wangji stand noch immer in stiller Starre und sein Gesicht verriet absolut nichts darüber, was er gerade Gedacht haben musste.

Wei Wuxian lies daher seine Hände über Lan Wangji´s Brust nach unten gleiten und lies sie dann über die Taille nach hinten fahren. Er strich ein paar mal über Lan Wangji´s breiten Rücken und lies dann seine Hände kurz über Lan Wangj´s Hintern gleiten.
„Küss mich, Er-Gege, wenn es das ist, was du möchtest." Flüsterte Wei Wuxian leise.

Lan Wangji´s Wippern begannen zu flattern und als seine Atmung kurz ins Stolpern kam, lehnte er sich plötzlich nach vorne und berührte, so zart wie die Berührung einer Feder nur hätte sein können, Wei Wuxian´s schmalen Lippen. Der Kuss war so zart, so fein und hatte eine kindliche Unschuld. Ruhig ruhten ihre Lippen aufeinander und für einen Moment verharrten sie in dieser Position, bis Lan Wangji sich langsam wieder zurück lehnte.

Wei Wuxian lächelte ihn verschmitzt an.
„Das war es schon?" War das nicht etwas zu förmlich, zu angemessen für unsere Verhältnisse?
Sag, HanGuang-Jun..." Wei Wuxian lies seine Hände, welche noch immer auf Lan Wangji´s Hintern ruhten auf und ab gleiten und er umfasste die zwei runden Pobacken Lan Wangji´s und lies seine Hände in kreisenden Bewegungen sie massieren.
Wei Wuxian lehnte seinen Kopf näher heran und er lies ihre Nasenspitzen einander berühren. Tief guckten sie sich in die Augen, als er seinen Satz vollendete:" Steht dir nicht der Sinn nach etwas, das einen mehr befriedigt? Etwas, das aufregender und unanständiger ist?"
Wei Wuxian presste mit seinen Händen Lan Wangji´s Hüfte an sich heran, als er seine rote Zunge lang heraus streckte und dann langsam von unten nach oben, einmal quer über Lan Wangji´s Wange leckte.

Lan Wangji´s Hände ballten sich zu einer angestrengten Faust und während sein Mund sich leicht öffnete entstand eine angestrengte Falte zwischen seinen Augen, welche er dann schnell zusammenkniff.

Es war ein Moment der Kontrolle und tiefster innerer Entschlossenheit, der jedoch nur für einen kurzen Augenblick anhielt.

Lan Wangji schnaufte die Luft schließlich aus seiner Nase, als er plötzlich Wei Wuxian mit beiden Händen am Kragen packte und ihn kraftvoll nach hinten über die Veranda drückte, bis sein Rücken unsanft gegen die Hauswand stieß. Lan Wangji öffnete seinen Mund und presste ihre Lippen forsch aufeinander. Dabei drang er gewaltsam mit seine Zunge in Wei Wuxian´s Mundhöhle ein und erkundete die feuchte und angenehme Höhle.

Wei Wuxian, der für einen Moment von Lan Wangji´s plötzlicher Attacke überrumpelt war, fühlte einen elektrisierenden Schmerz an seinem Rücken, als er unsanft mit der Wand kollidierte.
Sein gesamter Körper wurde von Lan Wangji gegen die Wand gestemmt, während ihre Zungen in einem untrennbaren Wirbel miteinander verbunden waren. Wei Wuxian´s Hände massierten rückhaltlos Lan Wangji´s Pobacken, während seine Augen geschlossen waren und er so hart und leidenschaftlich von Lan Wangji geküsst wurde, dass seine Beine zu zittern begannen.

Der Puls erhöhte sich, die Atmung wurde unruhiger, als Lan Wangji begann mit einem Ruck Wei Wuxians Kragen auseinander zu ziehen.

„Ah!" Stöhnte Wei Wuxian leise auf, als sich ihre Lippen trennten, sein Kopf sich zur Seite drehte und Lan Wangji begann seinen Hals zu küssen.
„Nicht so...stürmisch." Hauchte Wei Wuxian, als er seinen Kopf in den Nacken streckte und sich an der Wand anlehnte.
Sein schlanker Hals mit einem sichtbaren Adamsapfel, hob sich deutlich hervor und Lan Wangji öffnete seinen Mund und biss zärtlich, wenn aber auch leicht unkontrolliert, in Wei Wuxian´s Kehle.

„Ah." Stöhnte Wei Wuxian erneut auf, dieses mal jedoch aus leichtem Schmerz.
„Lan Zhan...nicht so doll...du...Ah!" Quiekte er erneut los, als er mit seiner rechten Hand Lan Wangji´s Haare zu fassen bekam und seinen Kopf nach hinten zog.

Lan Wangji gab Wei Wuxian´s Kehle wieder frei und mit einem zunächst mürrischem Gedichtsausdruck schaute er Wei Wuxian unzufriede an.

Dieser fasste sich mit seinen Fingern an seinen Hals, als er bemerkte, das er etwas blutete. Ungläubich schaute er auf seine Hand, als er die rote Farbe auf seinen Fingern sah. Wei Wuxian runzelte schmerzerfüllt die Stirn.
„Lan Zhan...sieh nur. Mit deiner ungezügelten Art hast du mich sogar blutig gebissen. Nicht so grob, kannst du dich denn nicht wenigstens etwas beherrschen? Willst du mich etwa komplett verschlingen?" Jammerte er.

Lan Wangji´s schuldiger Blick wanderte langsam auf Wei Wuxian´s Finger, dann wieder zurück zu Wei Wuxian´s Hals und nach kurzer Pause blickte er wieder Wei Wuxian direkt in die Augen.
Langsam lehnte sich Lan Wangji wieder näher heran.

Aus Angst er würde erneut gebissen werden, verkrampfte sich Wei Wuxian erst und zuckte am ganzen Körper zusammen.

Doch Lan Wangji wanderte mit seinem Mund zu Wei Wuxian´s Ohr und hauchte leise: "Ich würde dich ganz verschlingen, mit Haut und Haaren, wenn das mein Verlangen nach dir stillen würde."

Wei Wuxian´s Augen weiteten sich und während er kurz schluckte und dann spürte wie sein Bauch zu kribbeln begann und sein Puls anstieg, fasste Lan Wangji schon an seinen Gürtel und löste ihn geschwind, wenn auch etwas unbeholfen.
Der Gürtel fiel mit einem Plopp auf die Holzveranda, als Lan Wangji begann Wei Wuxian´s Hose von seiner Hüfte zu streifen.

Wei Wuxian zuckte erneut zusammen und er legte seine Hände auf Lan Wangji´s Oberarme um ihn zu bremsen.
„Lan Zhan, warte. Du willst hier? Ich meine, sollten wir nicht lieber...was ist wenn uns einer sieht?" Flüsterte er leicht besorgt.

„Du hast angefangen." Sagte Lan Wangji ruhig, als er mit einem letzten Ruck Wei Wuxian´s Hose nach unten zog. Ohne Wei Wuxian´s Bedenken weiter Gehör zu schenken, berührten seine kalten Finger Wei Wuxian´s Hüfte.

„Ah." Zog Wei Wuxian die Luft durch die Zähne, als plötzlich die Kälte auf seiner Haut zu spüren war. Wei Wuxian blickte nach unten und sah wie plötzlich Lan Wangji direkt vor ihm auf die Knie ging.

Im Hintergrund hörten sie die an anmutigende Musik und die lauten und aufgebrachten Stimmen aus dem großen Pavillon. Das Banquet war immer noch in vollem Gange.

Lan Wangji umfasste plötzlich das Ende von Wei Wuxian´s halbsteifem Glied und während er mit verklärtem Blick auf Wei Wuxian´s kostbarstes Stück starrte, riss Wei Wuxian plötzlich die Augen weit auf.
Schnell fasste er an Lan Wangji´s Kinn.
„HanGuang-Jun, stopp. Was hast du vor? Lass uns in deinen Jingshi gehen wenn du DAS machen möchtest, aber bitte nicht hier..." Doch er konnte seinen Satz nicht mehr zu Ende aussprechen, als Lan Wangji sich auch schon nach vorne lehnte und Wei Wuxian´s Spitze in eine angenehme und feuchte Mundhöhle eintauchte.

„Ah." Stöhnte Wei Wuxian auf, als Lan Wangji seine Lippen fester zusammen presste und Wei Wuxian´s Glied bis zu seiner Kehle hineinglitt.
Wei Wuxian´s Knie begannen zu zittern und seine rechte Hand suchte sich Halt in Lan Wangji´s langen Haaren.

Lan Wangji begann rhythmisch seinen Kopf vor und zurück zu bewegen und er setzte seine Zunge geschickt ein und umspielte mit soviel Hingabe Wei Wuxian´s Penis, dass dieser schnell ins Stöhnen geriet. Wei Wuxian´s rechte Hand krallte sich tief in Lan Wangji´s seidiges Haar und er brachte die ganze Frisur durcheinander, während er sich mit seinem Rücken gegen die Wand stemmte, um ein Abrutschen zu verhindern.

Wei Wuxian öffnete seine Lippen und stöhnend hauchte er:
„Lan...Zhan...Lan...Zhan...oh Gott...warte...stopp..."

Doch Lan Wangji hörte nicht auf ihn und während er sein Tempo sogar noch erhöhte, wurde Wei Wuxian´s schamloses Stöhnen lauter.
Schnell zog er seine linke Hand zurück und bedeckte seinen Mund, während seine zittrigen Beine nachgaben und er langsam einknickte.

Lan Wangji bemerkte Wei Wuxians Abrutschen und so packte er ihn an der Hüfte und drückte ihn erneut gegen die Wand, um ihm mehr Halt zugeben.

Wei Wuxian hatte seine Augen fest geschlossen und während Lan Wangji mit seinem geschickten Mund begann ihm den Verstand zu rauben, hörte er das Gelächter und Getuschel des Banquets durch die Wand und er flehte inständig, dass niemand sie auf der Veranda finden würde.

Wei Wuxian´s Atmung wurde wilder, sein Puls stieg an und während er spürte wie das kribbelnde Gefühl in seinem Körper zu seiner Hüfte strömte, presste er seinen Kopf an die Wand und bedeckte seinen ganzen Mund in seiner linken Armbeuge.

Lan Wangji, der die ganze Zeit Wei Wuxian beobachtete und jede kleine Veränderung wahrnahm, begann über Wei Wuxian´s Spitze zu lecken und während er die Eichel mit äuserster Präzesion stimulierte, zog Wei Wuxian plötzlich ruckartig an Lan Wangji´s Haaren.
„Ah...Lan Zhan...ich komme...!" Stöhnte er und Lan Wangji schob ein letztes mal das pralle und heiße Glied so weit er konnte in seine Mundhöhle.

Wei Wuxian wimmerte auf, als sein warmer Samen in Lan Wangji´s Mund schoss und er seinen Höhepunkt erreicht hatte. Seine verkrampfte, rechte Hand löste sich langsam aus Lan Wangji´s Haaren und während dieser mehrmals schwer schluckte, blickte Wei Wuxian sichtlich erschöpft nach unten.
„Lan Zhan...Du musst nicht..." Doch in diesem Moment gaben Wei Wuxian´s zittrige Beine schon nach und Lan Wangji musste schnell reagieren, um ihn abzufangen. Beherzt stemmte er ihn erneut gegen die Wand, als er aufstand und Wei Wuxian anblickte. Er presste seine Hände unter Wei Wuxian´s Achseln hindurch gegen die Wand und hielt ihn somit aufrecht.

Wei Wuxian hatte ein leicht gerötets Gesicht, die rosé farbenden Wangen gaben ihm einen erotischen Gesichtsausdruck und Lan Wangji blickte ihn mit funkelnden Augen an.
Er wirkte sichtlich zufrieden mit sich selbst und er trug einen mehr als zufriedenen Gesichtsausdruck.

Während Wei Wuxian noch ein paar mal tief Luft holte, fiel ihm plötzlich auf, dass Lan Wangji ein wenig Sperma an seiner Lippe trug. Ein kleiner weißer Fleck, welcher seinen Mundwinkel unanständig zierte.
Ein leichtes Schmunzeln flog über Wei Wuxian´s Gesicht, als er seine Hand ausstreckte und mit seinem Daumen über Lan Wangji´s Lippe wischte.
„Sieh dich nur an, HanGuang-Jun. Wo man auch nur hinsieht, habe ich dich ruiniert und eine Spur der Verwüstung und des Chaos an dir hinterlassen. Befleckt habe ich den zweiten der Jade-Brüder und ihn vom rechten Weg gebracht."
Wei Wuxian schnaufte durch seine Nase, als er mit seinem Zeigefinger sanft über Lan Wangji´s Nase strich und ihn zärtlich im Gesicht berührte. Langsam fuhr er fort:"
Eine kurze Haarsträhne im Gesicht, ein rotes Haarband ums Handgelenk, Narben auf der Haut die nicht mehr verheilen, eine verwüstete Frisur und ein kleiner, schamhafter, weißer Fleck mitten im Gesicht." Wei Wuxian´s Stimme war ruhig aber sehr fein und mit einem nekischen Unterton.
Langsam lehnte er sich mit seinem Gesicht näher heran und während sich die beiden tief in die Augen sahen witzelte er:
"Lan Zhan...ich glaube...du hast die Wei Wuxian Krankheit."
Wei Wuxian kicherte leise ,während seine Hände über Lan Wangji´s Brust strichen. Dabei näherte er sich mit seinem Mund immer näher an Lan Wangji´s Ohr heran, als er ihm leise zuflüsterte:
"Ich weiß nicht ob dich jemand heilen kann. Vielleicht überlebst du es nicht?"

Mit einem kräftigen Ruck drückte Lan Wangji Wei Wuxian plötzlich von sich weg und hielt ihn mit seinen kräftigen Armen auf Abstand.

„Huch..?!" Wei Wuxian erschrak durch den plötzlichen Ruck und schaute Lan Wangji fragend an. Dieser stand vor ihm mit einem ernsten Blick in den Augen. Seine bernsteinfarbende Augen funkelten in der Nacht und mit leiser und tiefer Stimme brummte er:
"Nicht nötig!"

Mit dieser Aussage drückte er Wei Wuxian wieder gegen die Wand und fiel erneut über ihn her. Ihre Lippen pressten sich aufeinander und während Lan Wangji´s Hände Wei Wuxian´s Robe auseinander rissen, wurde ihr Kuss feucht und leidenschaftlich.

Lan Wangji´s schlanken Finger strichen hektisch über Wei Wuxian´s freigelegte Brust und er begann mit groben Bewegungen an den zwei kleinen Nippeln herumzuspielen, bis sie rot und steif wurden.

„Ah" Stöhnte Wei Wuxian kurz vor Schmerz auf, doch sofort versiegelte Lan Wangji wieder seine Lippen mit seinen eigenen. Ihre Zungen umschlungen sich wie in einem Tanz und Wei Wuxian wurde von diesem leidenschaftlichen und intensiven Kuss davon getragen.

Lan Wangji begann mehrmals in Wei Wuxian´s Unterlippe zu beißen und während er sie zwischen die Zähne nahm und immer wieder lang zog, drehte er Wei Wuxian´s Nippel zwischen seinen Fingern hin und her.

„Ah" Stöhnte Wei Wuxian erneut auf.
„Nicht so grob, Lan Zhan!"

Doch Lan Wangji lies sich davon nicht beirren und so küsste er an Wei Wuxian´s Kinn hinunter, während er immer wieder in die zarte Haut hineinbiss.
Er nippte, saugte und biss in die ohnehin schon gerötete Haut an Wei Wuxian´s Hals und während dieser sich auf die Zähne biss und langsam wieder hart im Schritt wurde, glitt Lan Wangji´s rechte Hand unter Wei Wuxian´s Robe und berührt ihn an seinem nackten Hintern.

Wei Wuxian riss seine Augen weit auf.
„Lan Zhan...ah...Lan Zhan...aua..." Jappste er, während Lan Wangji über seine Brust küsste und schließlich einen seiner geschwollenen Nippel in den Mund nahm.

Wei Wuxian bekam eine feine Gänsehaut und ein Kribbeln fuhr ihm über die Kopfhaut, während sein Körper zwischen Schmerz und Vergnügen hin und hergerissen war.

Lan Wangji´s schlanken Finger verschwanden in Wei Wuxian´s Poritze und während er begann das zierliche Loch zu massieren, fuhr Wei Wuxian erneut mit seinen Händen durch Lan Wangji´s seidiges Haar und streichelte nervös über seinen Kopf.
„Nicht hier, Lan Zhan...lass uns in deinen Jingshi gehen...Kennst du etwa keine Scham wenn du betrunken bist?" Hauchte Wei Wuxian angestrengt.

Doch Lan Wangji leckte nur noch hingebungsvoller über Wei Wuxian´s Nippel, als er seinen ersten Finger langsam in Wei Wuxian einführte.

„Ah" Stöhnte Wei Wuxian auf und seine Finger krallten sich fest in Lan Wangji´s Haare.

Lan Wangji begann seinen Finger vorsichtig hin und her zu bewegen und während Wei Wuxians Körper sensibel zusammenzuckte, wanderte auch Lan Wangji´s zweite Hand auf Wei Wuxian´s Hintern und er spreitzte die zwei runden Pobacken weit auseinander.

Zwischen Wei Wuxian´s angestrengtem Gestöhne suchte Lan Wangji den Blickkontakt und mit tiefer Stimme brummte er:
"Entspann dich. Du bist zu eng."

Wei Wuxian kniff seine Augen fest zusammen, als Lan Wangji versuchte einen zweiten Finger einzuführen.
„Wie soll ich mich bitte in dieser Situation entspannen? Ich lehne mit meinem Rücken an der Wand eines Banquets an, während sich ein Finger von Second Master Lan Wangji in meinem...Ah!" Quiekte er kurz laut auf, als Lan Wangji seinen zweiten Finger nachschob.

„Pssssst" Zischte Lan Wangji mit ernster Miene und er wirkte durchaus konzentriert.
„Sieh werden dich noch hören." Brummte er leise.

Wei Wuxian atmete einmal tief ein, als ihm der absurde Gedanke was sie hier gerade taten, einen Schauer über den Rücken laufen lies. Da er wusste, dass es jetzt keinen Sinn machte Lan Wangji weiterhin davon überzeugen zu wollen, dass der Jingshi ein durchaus besserer Ort für ihr Unterfangen war, entschied er sich, dass es besser sei, sich zu entspannen und so leise wie möglich ihren Akt zu beenden. Schließlch war Lan Wangji betrunken. Man könnte nicht wissen aus was für Ideen er vielleicht noch kommen würde.

Wei Wuxian versuchte das Gelächter und die lauten Stimmen aus dem Pavillon zu verdrängen und während er sich ganz auf Lan Wangji´s Berührungen konzentrierte, spürte er ein intensives Kribbeln, welches diese Situation unweigerlich mit sich brachte.

Lan Wangji begann bald einen dritten Finger einzuführen und während er Wei Wuxian´s Loch weiter ausdehnte und auf den großen Umfang seines Gliedes weiter vorbereitete, begann Wei Wuxian plötzlich leise zu lachen.

Lan Wangji schaute Wei Wuxian an und stockte für einen Moment in seiner Bewegung.

Wei Wuxian erwiderte seinen Blick, als ein unverschämtes Lächeln über seine Lippen flog.
„Hör nicht auf HangGuang-Jun. Mach weiter und bereite mich auf das vor, wonach du dich sehnst. Sieh uns nur an. Vor 16 Jahren habe ich noch deinen Zorn hinauf beschworen nur weil ich dir ein Buch mit erotischer Kunst gezeigt habe. Und heute presst du mich leidenschaftlich gegen eine Wand, berührst meinen Körper wie es dir beliebt und du zeigst keinerleid Scham, wenn du mich betrunken während eines Banquets deines Clans vögeln willst." Flüsterte er provozierend, während er mit seinen Händen über Lan Wangji´s Schultern strich.

Lan Wangji´s Oberlippe zuckte leicht und während in seinen Augen rote Adern sichtbar wurden, zeichnete sich eine leichte Anstrengung auf seinem Gesicht ab. Wei Wuxian legte den Kopf leicht schief und musterte Lan Wangji´s Gesicht.
-Ist er jetzt sauer?- Fragte er sich.

Doch Lan Wangji zog nur einmal angestrengt die Luft durch seine Nase, als er seine Lippen öffnete und ein neherrschtes:
"Wei Ying...!" zu hören war.
Lan Wangji schien am Ende eines Abgrundes zu stehen und gezwungen zu sein, eine Entscheidung zu fällen. Das Necken und Provozieren von Wei Wuxian stellte seine ehrenvolle Beherrschung auf eine harte Probe und während er noch einen Moment mit sich haderte und seine tiefsten Wünsche und Verlangen unter Kontrolle hielt, brachte Wei Wuxian´s verschmitztes Lächeln das letzte Tor der Festung zum Einsturz.

Lan Wangji zog plötzlich ruckartig seine Finger wieder heraus, als er danach an seinen Hosenbund griff und ihn ruckartig nach unten zog. Wei Wuxian´s Blick wanderte nach unten und als er gerade Lan Wangji´s steifes Glied bedrohlich nah vor sich stehen sah, griff Lan Wangji plötzlich an seine Oberschenkel und stemmte ihn nach oben in die Luft.

„Ah" Rief Wei Wuxian vor Verwunderung leise aus, als Lan Wangji ihn auch schon anhob. Schnell schwang er seine Arme um Lan Wangji´s Hals um sich festzuhalten und seine Beine spreitzten sich ganz von alleine, als er auf Lan Wangji´s Hüfte Halt fand.

Lan Wangji drückte Wei Wuxian mit seinem Rücken kraftvoll gegen die Wand, um es für sich leichter zu machen, ihn in der Luft zu halten. Noch bevor Wei Wuxian so richtig verstand was Lan Wangji vor hatte, spürte Wei Wuxian schon etwas heißes, großes, das sich gegen seinen Eingang drückte und als er Lan Wangji noch einmal kräftig einatmen hörte, stemmte dieser auch schon seine Hüfte nach vorne und versenkte mit einem Zug sein Glied bis zum Anschlag.

Wei Wuxia´s Augen weiteten sich und als sein Kopf nach hinten gegen die Wand stieß und sich sein Mund weit öffnete, entsprang ein Gewimmer seiner Kehle.
„Ah...!" Keuchte Wei Wuxian auf und es fühlte sich wie ein Hammerschlag an, als Lan Wangji´s großes Glied sich einen Weg in ihn hineinbahnte und ihn weit auseinander spreitzte.

Lan Wangji lies ihm aber keine Zeit sich an den großen Umfang seines Penises zu gewöhnen und so stieß er rhythmisch seine Hüfte vor und zurück und Wei Wuxian rutschte an der Wand auf und wieder hinab.

Wei Wuxian´s Haare standen bald wild ab, während sein Kopf an der Wand rubbelte und er konnte sein ungezügeltes Gestöhne und Gewimmer nicht mehr unterdrücken, während sich seine Finger fest in Lan Wangji´s Rücken bohrten.

Lan Wangji dagegen trug ein angestrengtes Gesicht und sein Geschnaufe wurde lauter. Seine Hände umklammerten Wei Wuxian´s Pobacken und gruben sich tief ins Fleisch.

Mit der Spitze seiner Nase berührte er Wei Wuxian´s Hals und während ihre Haut langsam begann schwitzig zu werden, atmete er tief Wei Wuxian´s Duft ein, welcher ihn vereinnamte und sie umgab. Mit leiser Stimme brummte er wie in einer Trance:
Wei Ying...Wei Ying...Wei Ying..."

Wei Wuxian schloss bald seine Augen und während Lan Wangji´s Glied bald seinen empfindlichsten Punkt bei jedem Stoß penetrant stimulierte, begann sein Herz wie wild in seiner Brust zu flattern und ihre unanständigen Geräusche, die deutlich zu hören waren, erregten ihn sichtlich. Bald stand sein Glied wieder steif und hart in die Höhe und als Wei Wuxian seine Augen wieder öffnete und in Lan Wangj´s erschöpftes Gesicht blickte, flüsterte er:
„Lan Zhan, verausgabe dich nicht so. Unsere Tage sind noch viele und ich weiß nicht wer eher schlapp macht. Deine Arme, mein Rücken oder diese Wand? Der Skandal wäre nicht auszumalen sollten wir so in die Menge platzen und alle würden sehe, wie Second Master Lan Wangji auf mir drauf liegt und mich während eines Banquets so unglaublich obszön behelligt...Ah Lan Zhan, nicht so wüst..." Wimmerte er kurz. Dann fuhr er fort.
„Dein Ansehen wäre entgültug zerstört und stell dir erst das Gesicht von dem alten Lan vor? Toben und schreien würde er vor Zorn und alle anderen Anwesenden würden den Schreck ihres Lebens bekommen. Auf ewig würden sie wenn sie ein Banquet betreten diese Szene wieder vor Augen haben, wie zwei Männer es so wild getrieben haben, dass sogar ganze Wände dabei...Ah Ah Lan Zhan, Ah, Stop...!"
Wei Wuxian´s Mund öffnete sich plötzlich weit und er wurde in seinem anrüchigen Monolog unterbrochen, als Lan Wangji noch härter zustieß und seinen Penis so weit eindringen lies, wie er konnte. Eine leichte angestrengte Falte legte sich zwischen Lan Wangji´s Augenbrauen und es war klar ersichtlich, dass Wei Wuxian ihn mit seinem unanständigen Geplapper nur noch mehr erzürnt hatte.

Wei Wuxian verlor das Gleichgewicht und seine Hände suchten hektisch an der Wand Halt, als er plötzlich einen kleinen Vorsprung in die Finger bekam. Als würde sein Leben daran hängen klammerte er sich an das Holz und sein Gestöhne wurde schrill, als Lan Wangji ihn noch härter nahm.

Ein dicker, heißer Penis fuhr in seinen Körper hinein und stellte sein inneres auf den Kopf. Sein Körper wurde heiß, so heiß und er zitterte bis in alle Glieder, während in seine Hüfte ein prickelndes Gefühl der Lust schoss und ihn bereitwillig im Takt mitschwingen lies.

Wei Wuxian´s Puls tobte, seine Atmung war ungleichmäßig und rau und während sein Körper sich in voller Ekstase befand und zwischen Leidenschaft und Schmerz eine aufregende Fahrt der Emotionen erlebte, küsste Lan Wangji seinen Hals und sein Kinn.

„Ah" Stöhnte Wei Wuxian noch einmal auf, die Berührungen genießend, als er leise wimmerte:
"Lan Zhan, Lan Zhan...Ich liebe dich. Ich liebe dich so sehr. Lass mich niemals gehen, lass mich niemals fallen und behellige mich mit deiner Zuneigung für den Rest meines Lebens...Sei grob zu mir, sei lieb zu mir aber zeige mir jeden Tag wie sehr du mich brauchst...!Ah, Ah...mhhh was tät ich nur ohne dich.!?"
Wei Wuxian blickte in den nächtlichen Himmel, während sein Mund stöhnend nach Atem rang. Lan Wangji schloss seine Augen und er küsste seinen geliebten Wei Ying auf die zarten Lippen und lies lieber Taten sprechen, als seinen Mund Gefühle zu beschreiben, für die es keine Worte gab.


Gao Lee holte einmal tief Luft bevor sie anfing einen Fuß vor den anderen zu setzen. Entschlossen schritt sie zur Veranda hinaus und spähte hinaus in die Dunkelheit.

Unsicher drehte sie den Stoff ihres Ärmels zwischen Zeigefinger und Daumen hin und her, als sie mit ihrem Blick die Dunkelheit nach etwas absuchte, was ihre volle Aufmerksamkeit auf sich lenken würde. Zögernt lenkte sie ihre Schritte nach rechts und Schritt langsam die Veranda entlang, als sie ein Geräusch hörte.

Sie spitze ihre Ohren und als ihre Schritte schneller und entschlossener wurden, bog sie um die Hausecke und schaute gespannt hinter der Wand hervor.

Im fahlen Mondschein entdeckte sie zwei schemenhafte Gestalten unter der Veranda und als sie den vertrauten Klang einer ganz bestimmten Stimme vernahm, bewegten sich ihre Füße wie ganz von alleine.

Mit leiser und zaghafter Stimme rief sie: "Meister Mo?"

Doch in dem Moment, als sie noch einen Schritt näher gehen wollte, schob sich plötzlich eine Wolke am Mond vorbei und sein strahlendes, weißes Licht wurde wieder freigegeben und erhellte die Veranda.

Gao Lee's Augen weiteten sich bis ins unfassbare, als ihr Mund sich erschrocken weitete und ihr Atem bei dem Anblick der sich ihr bot, ins stocken geriet. Ihr Herz setzte für einen Schlag aus und als gerade ein fassungsloser, leiser Schrei ihre Kehle verlassen wollte, spürte sie plötzlich eine warme Körpernähe hinter sich. Aus der Dunkelheit hinter ihr packte plötzlich ein kräftiger Arm um ihre Taille und drückte sie mit dem Rücken gegen eine breite Brust, wärend eine starke Hand sich auf ihren Mund legte und jeden Aufschrei zum Schweigen brachte.

„Pssssssst" zischte eine tiefe Stimme hinter ihr und während ihr Mund verdeckt wurde, löste sich wieder der feste Griff um ihre Taille und eine Hand verdeckte zügig ihre Augen. Beraubt ihrer Sicht und ihrer Stimme, konnte sie in der Dunkelheit nur noch den warmen Atem in ihrem Nacken spüren und eine tiefe Stimme vernehmen, die zu ihr sagte:
"Das ist nichts, für junge Damen Augen."

Es war das letzte was Gao Lee noch hörte, als plötzlich ihre Sinne schwanden und sie bewusstlos zusammenbrach und von zwei starken Armen behutsam aufgefangen wurde.