(Vorwort: Wieder ein kurzer Einschub von mir vorweg an meine lieben Leser.
Ich freue mich ja so über eure Review´s und es werden sogar immer mehr. Vielen, vielen Dank dafür. :)
Und wenn ich ehrlich bin, wenn ich mir so eure euphorischen „nicht immer ganz jugendfreien" Review´s so durchlese, dann weiß ich ganz genau, eure Seelen sind mindestens genauso schwarz und verdorben wie meine, wenn nicht vielleicht sogar schlimmer.*lach* Ich glaube uns könnte man allesamt in einen Sack stecken und drauf hauen, es würde immer den Richtigen treffen. ;p
Aber nun soll´s auch schon los gehn, ihr habt schließlich alle schon gespannt darauf gewartet.
Auf gehts ins Chapter 18-3 (Chapter 54)!
Viel Vergnügen!
Romahito)
Chapter 18.3
Sun Yan spürte den kalten Windzug auf seiner Haut, als er augenblicklich die Augen öffnete. Er sah den dicken Wassernebel vor seinen Augen, als er sich ruckartig in die Aufrichtung setzte. Sein Blick wanderte zur Tür, als er die dunkle Silhouette einer großen Person in der Tür stehen sah.
Sun Yan zuckte erschrocken zusammen, als er ruckartig aufstand und mit lauter aber leicht unsicherer Stimme sagte:
„Wer ist da?"
Es war still und Sun Yan hörte nur die dicken Wassertropfen, welche von seinem Körper abperlten und in die Wasseroberfläche einschlugen. Sein langes, nasses Haar hing an auf seinen Schultern herunter und das weiße, durchtränkte Handtuch klebte an seiner Hüfte.
Sein Puls erhöte sich zunehmend, denn die Atmosphäre im Raum begann zu drücken und seine Füße kribbelten, als er die Gestalt eines Mannes erkannte, die mit verschränkten Armen vor der Brust mit dem Rücken gegen die Tür lehnte.
Der Nebel lichtete sich langsam und in dem fahlen Kerzenschein erkannte Sun Yan zwei große, braune Augen die ihn stechend anstarrten.
„Nicht so ängstlich! Ich beiße nicht!" Hörte Sun Yan eine tiefe Stimme und als seine Ohren den Klang erkannten, lief ihm ein kalter Schauer über den Rücken.
„Zhuang Xi..." Zischte er leise über seine Lippen, als sich seine Augen weiteten. Er trat aus dem Wassertuppen heraus und stand mit seinen nackten Füßen auf den Holzdeelen. Eine kleine Wasserlache bildete sich unter ihm, als er angespannt den ungebetenen Gast beobachtete und ihn nicht mehr aus den Augen lies.
Zhuang Xi begann zu schmunzeln, als er leise durch seine Nase schnaufte.
„Was für ein abwertender Blick. Womit habe ich das nur verdient?" Klang seine Stimme mit Ironie durchtränkt.
Sun Yan biss sich auf die Backenzähne und seine Hände ballten sich angespannt zusammen.
„Was tust du hier?" Fragte er forsch.
„Was ich hier tue?" Erklang Zhuang Xi´s Stimme mit hohem Ton.
„Dies ist ein öffentliches Bad des Yunmeng Clan's, jeder kann es nutzen. Ich wüsste nicht, warum ich nicht hier sein könnte."
Er drückte sich mit seinem Rücken von der Tür ab und kam mit langsamen, aber großen Schritten auf Sun Yan zu.
Sun Yan's Augen formten sich zu kleinen Schlitzen, als er Zhuang Xi einen noch stechenderen Blick zuwarf. Entschlossen schaute er sich im Raum um und als sein Blick auf die Handtücher und seine Robe fiel, drehte er sich ruckartig um, um sich aus der unangenehmen Situation zu befreien und die Flucht anzutreten.
„Gut!" sagte er abrupt.
"Dann bin ich fertig hier und gehe!" Sun Yan wendete sich von Zhuang Xi ab und als er mit nackten Füßen über die Holzdielen losstapfte und an ihm vorbei gehen wollte, hielt dieser ihn plötzlich ruckartig am Arm fest.
Sun Yan bremste in seiner Bewegung und er spürte den starken, kalten Griff an seinem Handgelenk, welcher einen Schock durch seine Glieder fahren lies.
„Was..?" Sagte er leicht erschrocken und er zog ein paar mal ruckartig an seinem Arm, doch Zhuang Xi hatte ihn so fest in seinem Griff, dass er sich nicht losreißen konnte.
Über Zhuang Xi´s Lippen flog ein amüsiertes Lächeln.
„Ist es denn so unangenehm mit mir...alleine in einem Raum...dass du sofort die Flucht ergreifen musst? Hast du etwa Angst vor mir?" Brummte seine Stimme tief.
Sun Yan's Augen weiteten sich und er ballte seine Hände zu zwei angestrengten Fäusten, als er die Luft angestrengt durch seine Nase zog.
„Lass mich los!" Zischte er zu ihm herüber, während er seinen Kopf abgewandt lies um den direkten Blickkontakt zu vermeiden.
Doch die Mundwinkel von Zhuang Xi bogen sich nur noch weiter nach oben, als er ruppig an Sun Yan's Arm zog und ihn frontal vor sich zerrte.
Sun Yan zog ein schmerzerfülltes Gesicht, als sich Zhuang Xi´s starker Griff an seinem Handgelenk noch festigte.
„Ah..!" Stöhnte er leise kurz auf, als er leicht erschrocken nach unten blickte. Sun Yan war etwas eingeschüchtert und um jeden Preis wollte er eine Auseinandersetzung mit Zhunag Xi vermeiden. Nicht nur das dieser viel Größer und Kräftiger als er war, sondern eben genau weil er auch wusste, welches Ansehen Zhuang Xi im Yunmeng Clan besaß und natürlich auch, weil er Jiang Cheng keine Unannehmlichkeiten bereiten wollte. Sollte es zu einem ernsthaften Kampf zwischen den beiden kommen, hätte Sun Yan keine Chance.
„Haha..." Leichte Zhuang Xi leise aus seiner Kehle.
„Ich mag diesen Gesichtsausdruck."
Zhuang Xi musterte ihn genau und mit seinen Augen fuhr er jeden Zentimeter von Sun Yan's nacktem Körper ab. Dabei blieb sein Blick besonders auf dem zernarbten Oberschenkel und den Kratzspuren in seinem Gesicht hängen.
Er blickte interessiert und in seinen Augen stand plötzlich der Triumph, als er mit seiner anderen Hand grob an Sun Yan's Kinn packte und sein Gesicht in seine Richtung drückte.
Zwei grüne Augen funkelten ihm entgegen und Sun Yan presste seine Backenzähne fest aufeinander, während seine Haut an den Stellen zu stechen begann, an denen Zhuang Xi ihn berührte.
„Hmpf.." Schnaufte Zhuang Xi auf.
„Ich habe mich stet's gefragt was im Gusu Lan Clan wohl vorgefallen ist und warum du so viel später erst nachgekommen und plötzlich mit diesen Kratzspuren im Gesicht aufgetaucht bist? Aber jetzt wo ich auch noch deinen Oberschenkel sehe, beginne ich langsam zu verstehen, dass du scheinbar wohl noch Zeit brauchtest bis diese Wunden wieder verheilt waren.
Wie außerordentlich tragisch, das ein so hübesches, junges Gesicht dermaßen entstellt wurde..." Zhuang Xi drehte Sun Yan's Kinn in seinen Händen leicht zu beiden Seiten und betrachtete genau, die weißen Striemen in dem Gesicht des Jungen.
Sun Yan dagegen befiehl der Ekel vor Zhuang Xi´s Nähe, seinen hämischen Blicken und seinen kalten Berührungen. Zu gerne würde er sofort aus dieser Situation fliehen, doch dieser Mann schnürrte seinen Griff um Sun Yan's Handgelenk immer fester.
Mit ruhiger Stimme fuhr er fort:
„Deine Wunden sehen aus wie von Menschenhand gemacht. Hmm? Was ist passiert im Gusu Lan Clan?"
Er musterte Sun Yan's Gesicht gaz genau, wobei ihm auffiehl, dass dieses Thema wohl großes Unbehagen bei dem Jungen ausübte und Sun Yan's Unsicherheit ihm noch größer im Gesicht stand.
Zhuang Xi zog seine Augenbrauen angestrengt zusammen, als er leise flüsterte:
„Sag...Wollte sich etwas jemand... an dir vergehen? Hast du dein hübsches Gesicht und deinen kleinen Hintern zu sehr durch die Luft gewedelt?"
Zhuang Xi´s Stimme hatte einen schmierigen Unterton und jedes Mal wenn Sun Yan zuckte oder gar versuchte seinen Arm loszureißen, drückte er noch fester zu und zog Sun Yan immer näher an sich heran.
„Sei still!" zischte Sun Yan über seine Lippen, während er ihm einen stechenden Blick zuwarf.
„Ich soll still sein?" Fragte Zhuang Xi mit einem dreckigen Lächeln auf den Lippen.
„Aber scheinbar, komme ich der Wahrheit gerade etwas näher..." Sein Gesicht verzog sich zu einer grauenvollen Grimasse, als er sich mit seinem Kopf näher an Sun Yan's Kopf heran lehnte. Leise flüsterte er in sein Ohr:
„Komm, sei nicht schüchtern. Mir kannst du es ruhig sagen. Erzähl mir Sun Yan...wer hat dich gefickt?
War es einer der Jade-Twins? Oder vielleicht der alte Lan Qiren sogar?"
Durch Sun Yan's Glieder schoss eiskalte Empörung und seine Finger begannen vor Anwiderung zu kribbeln. Fassungslos über die Entehrung und Beleidigung solch respektvollen Cultivator's und Freunden, stieg der Zorn in ihm auf.
„Treib es nicht zu weit Zhuang Xi! Wie kannst du es wagen so über sie zu reden?" Sagte er mit erzürnter Stimme.
Doch Zhuang Xi lachte nur leise über Sun Yan's Wut und seinen schwachen Ausbruchversuchen.
„Jiang Cheng war nicht er selbst, als er von eurer Reise zurückkam. Verstört und verschreckt wie ein junges Reh kam er mir vor. Als hätte ihn etwas extrem aufgewühlt. Die ganze Zeit über habe ich mich gefragt, was in Gusu wohl passiert sein könnte, dass ihn so aus der Bahn geworfen hat! Und dann kamst du erst Wochen später alleine zurück. Entstellt im Gesicht und wie ich sehe auch noch mit weiteren Wunden. Zwischen euch beiden hat sich etwas verändert nach eurer Rückkehr...Irgendetwas ist anders...Und nun bin ich mir sehr sicher, dass tatsächlich etwas unaussprechliches vorgefallen ist..."
Sun Yan zuckte zusammen und leicht erschrocken und ertappt wendete er seinen Kopf hastig zur Seite, wobei er seinen Blick gen Boden richtete.
Zhuang Xi ging mit seinem scharfen Blick Sun Yan's Körper ab, auf dessen nackte Haut die warmen Wasserperlen noch immer zu Boden tropfen. Als er den Jungen so betrachtete und in sein gequältes Gesicht blickte, welches sich in eine leichte Schamesröte tauchte, weiteten sich plötzlich seine Augen.
Wie der Teufel der in ihn schoss und wie vom Wahn besessen, funkelten plötzlich seine Augen auf. Erneut fasste er an Sun Yan's Kinn und drehte sein Gesicht grob in seine Richtung. Ihre Blicke trafen sich.
„Oder ist es etwa gar nicht, dass sich jemand an dir vergangen hat...bist du es vielleicht, der jemandem etwas angetan hat...Sun Yan?"
Sun Yan's Augen weiteten sich und seine Atmung kam ins Stolpern, als sein Herz laut zu schlagen begann.
Zhuang Xi kam mit seinem Gesicht immer näher, als er die Worte flüsterte, welche Sun Yan niemals aus dem Mund eines anderen hören wollte.
„Sag Sun Yan, was ist im Gusu Lan Clan passiert? Hast du dich etwa an Jiang Cheng vergangen? Hast du ihn gezwungen? Dich ihm aufgedrängt und deine Verletzungen waren nur seine Hilflosigkeit, welche sich nun tief in deine Haut eingebrannt haben und dich für immer an deine Schandtat erinnern werden...?"
Sun Yan's blasse Lippen begannen zu beben und seine Atmung war rau und unruhig.
„Sei still...Sei STILL!" Polterte Sun Yan mit kraftloser Stimme los, als er an seinem Arm riss und sich schließlich aus Zhuang Xi´s starkem Griff befreien konnte.
Er drehte sich ruckartig um, seine weit aufgerissenen Augen zum Boden gerichtete. Er legte seine Arme um sich selbst und sein Körper begann unkontrollierbar zu zittern. Die Worte Zhuang Xi´s fluteten eiskalt seinen Körper und erreichten seine Seele.
Zhuang Xi strahlte nur so vor Triumph und Gewissheit. Er war auf etwas Unglaubliches gestoßen. Etwas was ihm endlich die Überhand verschaffte. Ihn weit nach vorne katapultierte, ihn überlegen machte. Sein Herz pochte vor Ekstase wild in seiner Brust, als die Erregung in ihm aufstieg. Er hatte Sun Yan nun in der Hand und er wusste, dass er nun tun konnte was er wollte. Das Blatt, hatte sich gewendet, seine Zeit war gekommen.
Zhuang Xi blickte mit verachtendem Blick zu Sun Yan, welcher mit seinem zitterndem Rücken zu ihm gewandt stand.
„Tss...tsss" Schnallste er durch seine Lippen.
„Was ist das? Habe ich da etwa einen wunden Punkt getroffen? Etwas entdeckt, das ein Geheimnis bleiben sollte? Worüber du gehofft hattest, das es niemals heraus kommen würde und das Schweigen der Zeit es irgendwann begraben würde?
Glaube mir Sun Yan, es gibt Gräueltaten die wir nie vergessen können. Sie werden uns eines Tages einholen und uns dann...das Genick brechen...stürzen werden sie uns von unserem Thron. Unsere Ehre einäschern und unseren Respekt auf ewig den Fluss der Zeit hinabspülen.
Wie es wohl Jiang Cheng damit geht? Mich wundert es, das er dich nicht sofort umgebracht hat. Wie angeekelt und angewidert er von dir sein muss. Beschmutzt und befleckt von seinem eigenen Untergebenen. Was für ein erbärmlicher Zustand.
Sag Sun Yan, wie lange schon hast du ihm aufgelauert? Ihn auf Schritt und Tritt verfolgt? Ihm ständig mit gierigen Augen aus der Entfernung angestarrt und deine lüsternden Gedanken unter Schach gehalten? War es schwer für dich? Es tagtäglich zu ertragen, wo er doch immer so nah zu greifen war?
Und dann...ging es einfach nicht mehr. Die Kontrolle hatte versagt...
Haha...
Wer hätte gedacht, dass der junge, schöne, stolze und loyale Sun Yan, ein fucking...cut sleeve ist?" Flüsterte Zhuang Xi hämisch von hinten in Sun Yan´s Ohr.
Sun Yan bebte am ganzen Körper.
„Nein...Nein...Ich...das ist nicht wahr...ich...wollte nicht...!" Stotterte er leise. Er begann den Kopf zu schütteln, schloss seine Augen und legte seine Hände auf seine Ohren. Er konnte Zhuang Xi´s Stimme und seine Worte nicht mehr ertragen. Sein Herz schmerzte ihm, die Reue und die Scham raubten ihm den Verstand. Seine Schuldgefühle zerrissen seine Seele.
Doch Zhuang Xi lachte nur vergnügt und seine Stimme polterte wie ein Donnerschlag in Sun Yan's Ohren. Der Junge verlor den Verstand, Angst und Panik machten sich in ihm breit. Ein Feuerwerk der Emotionen brach in ihm aus und fochten einen wilden Kampf, bis zuletzt nur noch die pure Verzweiflung zurück blieb.
Zhuang Xi machte schließlich einen langsamen Schritt auf Sun Yan zu, streckte seine Hand nach ihm aus und berührte den Jungen am Handgelenk und entfernte seine zitternde Hand von dem rechten Ohr.
Mit seiner linken Hand strich er das nasse, lange Haar hinter das Ohr und fuhr dann mit der Hand durch die langen Spitzen und legte das Haar über die Schulter zur Seite weg. Sun Yan's zarter Nacken und seine nackte Schulter wurde freigelegt, als sich Zhuang Xi noch näher an Sun Yan's Ohr heran lehnte.
Mit einem verruchten und vorwurfsvollem Unterton hauchte er in das unschuldige Ohr:
„Ich habe dich gesehen, Sun Yan...
in der Nacht deiner Rückkehr...
...
Wie du breitbeinig in deinem Bett lagst...
...
Und Jiang Cheng's Namen gebettelt hast...
...
Ich habe sie gehört...
...
Deine zarte Stimme...während deines Orgasmus!"
Sun Yan spürte Zhuang Xi´s warmen Atem in seinem Ohr und seine Augen weiteten sich in´s Unermessliche.
Sein Herz setzte für einen Schlag aus und augenblicklich gefror ihm das Blut in den Adern. Es war als würde sich seine Kehle zu schnüren. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals und seine Kopfhaut begann zu kribbeln.
Seine Schultern begannen leicht zu zittern als Zhuang Xi begann mit seiner Nasenspitze an Sun Yan's Hals entlang zu fahren. Sein warmer Atem strömte über die zarte Haut und leise flüsterte er weiter:
„Wer hätte gedacht, dass du solch unkeusche Gedanken unserem Sect Leader gegenüber hegst, dass du ihn sogar in deinen schmutzigen Fantasien missbrauchst. Schämst du dich denn gar nicht? Ein kleiner fucking cut sleeve, der sich auf unseren Herrn und Sect Leader einen herunter holt und nicht nur das, sondern sich auch noch wünscht von ihm in sein kleines Loch hier gefickt zu werden..."
Zhuang Xi strich mit seiner linken Hand über Sun Yan's Hintern und streichelte ein paar mal über das nasse, kleine Handtuch.
Sun Yan befand sich in einer Schockstarre. Überall wo Zhuang Xi ihn berührte wurde seine Haut eiskalt und seine Gedanken waren leer und das einzige was in seinem Kopf nachhallte, war sein wilder Herzschlag, der sich fast überschlug. Ihm wurde schlecht und vor Nervosität war seine Atmung ruppig und ungleichmäßig.
Zhuang Xi nutzte Sun Yan's hilflose Situation aus und nutzte den Moment. Langsam strich er mit seiner linken Hand über die zarte Hüfte, hinauf zur Taille und lies seine Hand auf und abgleiten. Mit seiner rechten Hand hielt er noch immer Sun Yan's zittriges Handgelenk fest, als er bemerkte, wie die Kraft und Körperspannung aus dem Jungen langsam verloren ging.
Zhuang Xi schmunzelte triumphierend, während er weiter das Gift seiner listigen Worte in Sun Yan's Körper sich ausbreiten lies.
„Tss tss tss..." Schnallste er mit seiner Zunge.
„Was machen wir nur mit dir? Welche Strafe steht auf solch ein Vergehen?
Ich frage mich, was unser Sect Leader Jiang Cheng wohl macht, wenn er davon erfährt...?"
Plötzlich zuckte Sun Yan's Körper auf und für eine Sekunde schien das Bewusstsein in seinen Geist zurückzukehren. Er zog an seiner Hand und befreite sich erneut aus Zhuang Xi´s eisernem Griff, als sein eiskalter Blick über seine Schulter nach hinten fiel.
Seine grünen Augen funkelten, als er mit seinen Zähnen laut knirschte und seine Kieferknochen durch die Bewegung markant hervor traten.
„Was willst du von mir, Zhuang Xi?" Fragte er mit einem zornigen Ton.
„Was ich will?" Zhuang Xi´s Augen weiteten sich.
„Die Frage ist, was bist du bereit bist mir zu geben, damit ich darüber Stillschweigen bewahre!? Hmm? Sag mir, was ist dein Geheimnis Wert?" Flüsterte Zhuang Xi verräterisch.
Sun Yan's Augen formten sich zu kleinen Schlitzen.
„Du hast was im Sinn, los, spuck es aus. Willst du meinen Platz einnehmen? Willst du mich stürzen? Soll ich den Schwanz einziehen und meinen Posten für dich räumen?"
Zhuang Xi lachte leise auf.
„Aber nein, nicht doch. Bleib auf deinem Posten...wedel wie ein reudiger Hund deinen kleinen Schwanz vor Jiang Cheng hin und her...
heißt solange du das noch kannst!
Was ich im Sinn haben ist etwas viel angenehmeres, etwas das sich viel besser anfühlt..."
Plötzlich legte Zhuang Xi seinen Arm von hinten um Sun Yan und berührte mit seiner linken Hand den nackten Bauch.
Sun Yan zuckte auf, als sein Blick nach unten zu seinem Bauch fiel. Sein Körper zog sich instinktiv zusammen, als das unangenehme Gefühl von Haut auf Haut durch seinen Körper strömte.
Zhuang Xi´s rechte Hand wanderte derweil an Sun Yan's Schulter vorbei und mit einem kräftigen Ruck, griff er plötzlich von hinten an Sun Yan's Kehle und drückte ihn mit seinem Rücken fest gegen seine Brust.
„Argh..." Keuchte Sun Yan kurz auf, als sich der Griff um seine Kehle festigte und er schwer schluckte. Schnell griff er mit seinen Händen nach Zhuang Xi´s um sie von seinem Körper zu lösen.
Doch in diesem Moment flüsterte Zhuang Xi ihm auch schon von hinten ins Ohr:
„Sei ein guter Junge, Sun Yan!
Mach deine Beine breit für mich und lass mich dich ficken!"
Sun Yan's Augen weiteten sich, als die obszönen Worte in seinem Ohr nachhallten und Zhuang Xi plötzlich mit seiner linken Hand unter Sun Yan's Handtuch griff und er seinen Penis und seine Hoden mit einem festen Handgriff umschloss.
„Ah!" Quiekte Sun Yan kurz auf, als ein Schock durch seine Glieder fuhr. Er bekam schlecht Luft und Zhuang Xi´s große Händen lagen wie eiserne Ketten auf seinem Körper und raubten ihm jede Hoffnung einer möglichen Flucht.
-Aber hatte er überhaupt eine Wahl?-
Sun Yan's Herz schlug ihm bis zum Hals und sein Körper reagierte mit Ekel, als Zhuang Xi begann seinen Hals zu küssen und mit seiner linken Hand über seinen Penis strich. Von hinten spürte er einen harten Schritt, welcher sich fest gegen seinen Hintern presste, während Zhuang Xi gierig flüsterte:
„Wenn du willst, dass Jiang Cheng nichts erfährt, dann tu was ich dir sage. Andernfalls, weiß ich nicht wie es für dich ausgehen wird. Also sei Vernünftig Sun Yan und wehre dich nicht, dann muss ich dir auch nicht weh tun."
Sun Yan schloss seine Augen. Während er schutzlos dem Würgegriff Zhuang Xi´s ausgeliefert war und er immer mehr nach Luft rang, fragte er sich inständig welche Wahl er hatte. Jiang Cheng hatte ihn zwar wieder im Yunmeng Clan nach seiner Gräueltat aufgenommen, aber hatte er ihm auch wirklich wieder verziehen? Konnte er das überhaupt nach solch einem Verrat? Und was ist wenn Jiang Cheng von Sun Yan's Gelüsten erführe? Angeekelt und Beschämt würde er ihm gewiss kein zweites Mal seine Taten durchgehen lassen und ihn als Verräter darstellen, ihn aus dem Clan jagen, ihn als cut sleeve beschimpfen, wenn nicht sogar ihn tatsächlich töten.
Sun Yan's Körper wurde schließlich schwer, seine Seele verdunkelte sich, sein Körper wurde kalt.
Seine Seele und sein Herz schrien nach Jiang Cheng und eine Verachtung und Trennung von ihm, wäre für ihn schlimmmer als der Tod. Er könnte alles verkraften, aber niemals von Jiang Cheng getrennt zu sein.
Sun Yan öffnete seine Augen und er hatte einen leeren, traurigen Blick. Seine Augen wirkten stumpf und glanzlos. Während sich seine Seele von seinem Körper trennte und sich sein Herz verschloss, wurde sein Körper schließlich ganz schlaff und alle Kraft sog sich aus seinen Gliedern. Er wehrte sich nicht mehr und fügte sich seinem Schicksal.
Zhuang Xi bemerkte Sun Yan's Entgegenkommen und als er sich sicher wahr, dass keine Gegenwehr mehr von dem Jungenr zu erwarten war, lockerte er schließlich seinen Würgegriff um Sun Yan's Kehle.
„...Guter Junge..." Schnaufte er in Sun Yan's Ohr und mit einem Ruck zog er das Handtuch von Sun Yan's Hüften und es fiel mit einem dumpfen Ton zu Boden.
Seine gierigen Hände betatschten Sun Yan's entblöstem Körper wie es ihnen beliebte und dieser stand regungslos nur da und starrte mit einem leeren Blick in den Raum.
Zhuang Xi küsste und nippte hektisch an dem zarten Hals, während seine Hände begannen forsch an Sun Yan's Hüfte und Hintern herumzulungern.
Plötzlich packte Zhuang Xi Sun Yan am Nacken und mit einem groben Griff warf er den Jungen nach vorne zu Boden.
„Argh..!" Keuchte Sun Yan kurz auf, als er auf seine Knie stürzte und vornüber fiel. Er stützte sich gerade noch so auf seinen Handballen ab, als Zhuang Xi von hinten massiv drückte und seinen Kopf nach unten auf die Holzdielen schmetterte.
Sun Yan landete auf seinen Ellenbogen, den Hintern weit nach oben in die Luft gestreckt, während sein Gesicht entehrt auf den kalten Fußboden gepresst wurde.
Zhuang Xi´s Griffe waren grob und forsch und Sun Yan verspürte leichten Schmerz an seinem Körper, wo immer er ihn auch berührte.
In Gedanken war er nur bei Jiang Cheng und den Preis den er bereit war zu zahlen, um an seiner Seite bleiben zu dürfen.
Zhuang Xi´s rechte Hand presste Sun Yan's Gesicht kraftvoll nach unten, die nassen, dunklen Haare lagen wirr in seinem Gesicht und verteilten sich in den nassen Pfützen auf dem Fußboden.
Mit seiner linken Hand massierte er ein paar Mal kräftig über Sun Yan's Glied, bis er schließlich seine Hand zurück zog und in seine Handinnenfläche spuckte.
Sun Yan's Augen weiteten sich, als er einen nassen Finger zwischen seinen Pobacken spürte. Ein Gefühl des Ekels überkam ihn und er wimmerte leise auf, als der unangenehme Finger sich in sein Loch hinein schon. Sun Yan kniff seine Augen fest zusammen, als Zhuang Xi begann seinen Finger schnell heraus und wieder hinein gleiten zu lassen. Er spreitzte das kleine Loch auseinander und zwang es, sich für ihn zu öffnen.
Zhuang Xi war ungehalten und schnell schob er einen zweiten und dritten Finger nach.
Sun Yan biss sich auf seine Zähne, während er leise unter Schmerzen zu quieken begann.
Derweil leckte Zhuang Xi sich die Lippen. Von hinten lehnte er sich über Sun Yan's wehrlosen Körper und leckte mit seiner nassen Zunge über den nackten Rücken. Dabei schnaufte er seinen Namen:
„Sun Yan...Sun Yan...mein hübscher Sun Yan...
...Du bist eng...schön eng...gefällt es dir was ich tue?"
Sun Yan's Lippen bebten.
„...Niemals...!" Kam es gequält über seine zittrigen Lippen.
„Du lügst!" Hauchte Zhuang Xi von hinten.
„Sieh dich nur an wie du deinen kleinen Hintern einladend nach oben streckst. Dein Loch schreit nach Aufmerksamkeit und will gefickt werden...du stehst doch darauf, wenn ein Mann dich von hinten nimmt und es dir hart besorgt, du kleine Schlampe!"
Sun Yan schloss seine Augen und biss sich in seinen Unterarm, um seine körperlichen Qualen mit Schmerz zu übertrumpfen. Zhuang Xi´s Geschnaufe und seine Worte hallten durch den Raum und erschütterten Sun Yan's Seele.
Obwohl er Zhuang Xi´s Berührungen als Tortur empfand, wurde er langsam hart im Schritt. Es war ein natürlicher Prozess, der Körper reagierte wie von alleine wenn die erogenen Zonen so massiv stimuliert wurden. Sich über seinen eigenen Körper schämend, biss Sun Yan immer fester auf seinen Unterarm, bis schließlich ein wenig Blut an seinen Lippen hinunter lief.
In diesem Moment zog Zhuang Xi seine Finger wieder heraus und er packte Sun Yan kraftvoll an den Schulter und drehte ihn um.
Leicht erschrocken über den massiven Ruck, riss Sun Yan seine Augen weit auf, als er von Zhuang Xi hart auf den Boden gepresst wurde. Sein nackter Rücken stieß auf die nassen, kalten Holzdeelen und seine Arme fielen schlaff neben seinem Kopf auf den Fußboden.
Zhuang Xi fasst an die schlanken Oberschenkel und spreitzte sie weit auseinander, während er sich mit seiner Hüfte einen Weg dazwischen bahnte und näher heran rutschte.
Er trug einen gierigen Blick in seinen Augen und als er seine Hose öffnete und ein großes, pralles Glied zum Vorschein kam, kroch Unbehagen und Panik in Sun Yan auf. Ihm wurde schlecht, seine Kehle schnürte sich zu. Er hätte sich alleine bei dem Gedanken schon übergeben können.
Doch Zhuang Xi lehnte sich über Sun Yan und stützte sich mit seinem linken Ellenbogen auf dem Fußboden ab. Seinen Kopf vergrub er tief in Sun Yan's Hals und sein warmer Atem war deutlich zu spüren.
„...Sun...Yan...Sun...Yan" Schnaufte er ein paar vor lauter Ekstase in Sun Yan's Ohr, als er seinen Hals begann zu küssen.
Plötzlich spürte Sun Yan etwas dickes, heißes, was sich gegen sein Locht presste. Instinktiv zuckten seine Beine zusammen und versuchten sich wieder schützend zu schließen, doch Zhuang Xi kniete wie ein Fels zwischen seiner Hüfte.
Sofort schlug sein Herz laut auf. Der Puls raste, seine Glieder wurden schlagartig kalt und er hielt unbewusst seinen Atem an. Als er mit leerem Blick unter die dunkle Zimmerdecke starrte, versuchte er sich selbst zu beruhigen, als er schließlich akzeptierend die Augen schloss und einmal schwer schluckte.
Sein Kopf fiel schlaff zur Seite und aus seinem Augenwinkel kullerten ein paar Tränen, welche sich über seine Nase abrollten und von seiner Wange auf den Boden tropften.
Sun Yan öffnete seine glasigen Augen, als sein verzweifelter Blick hilfesuchend Richtung Tür fiel. Doch in diesem Moment weiteten sich seine Augen schlagartig, als er durch einen kleinen Schlitz, der scheinbar offenen Tür, in ein vertrautes Gesicht blickte. Sun Yan blieb das Herz fast stehen, als er in den fassunglosen Gesichtsausdruck von Jiang Cheng blickte.
Es waren nur wenige Sekunden, aber es kam einem vor wie eine Ewigkeit. Die Gedanken überschlugen sich, der Körper reagierte wie von alleine, Adrenalin pumpte sich durch die Adern und plötzlich flog die Tür mit einem lauten Scheppern auf und Jiang Cheng stürzte in das Badehaus.
Sun Yan zuckte am ganzen Körper zusammen, während Jiang Cheng plötzlich im Raum stand, umringt von einem lilanen Licht und Zidian´s Blitze, die durch die Luft zuckten. Seine Stimme tobte.
„ZHUANG XI! HÄNDE WEG!"
Zhuang Xi schreckte auf. Sofort lies er von Sun Yan ab, als er in den wütenden Gesichtsausdruck seines Sect Leader's blickte.
„Sect Leader, haltet ein, lasst es mich erklären!" Erwiderte er schnell, als er die Wut und den Zorn spürte, der von Jiang Cheng ausgestrahlt wurde.
„Jiang Cheng!" Rief Sun Yan erschrocken auf, doch schon in diesem Moment wand sich Zidian hoch in die Luft. Ein lautes Zischen erfüllte den Raum und grelle Blitze leuchteten auf.
„ZHUANG XI, du mieser Hund!" Rief Jiang Cheng zornig aus, als er Zidian auch schon hinunter sausen lies.
Sun Yan krabbelte auf allen vieren über den Fußboden und brachte sich selbst in Sicherheit, während Zhuang Xi sich blitzschnell umdrehte, den Raumteiler in der Mitte des Raumes anhob und ihn schützend vor sich warf.
Es knallte und schepperte laut, als Zidian den Raumteiler in der Luft zerriss.
Sun Yan kauerte derweil auf dem Fußboden, mit dem Rücken an der Wand und hatte sich seine Robe aus dem Regal gezogen um sich zu bedecken. Mit großen, erschrockenen Augen verfolgte er den Zweikampf zwischen den beiden.
Zhuang Xi hatte derweil nach seinem Schwert gegriffen und ein erbitterter Kampf auf engstem Raum fand zwischen den beiden stand.
Zidian verwüstete das gesamte Badehaus und als er den großen Wassertuppen erwischte und mit einem lauten Grollen der Tuppen zerbarst, flutete das viele Wasser den Raum.
Zhuang Xi setzte zum Angriff an und wehrte eine Attacke nach der nächsten ab. Seine spirituelle Energie war durchaus beeindruckend und seine Schwertkunst und seine Cultivation waren auf einem hohen Niveau.
Sun Yan sorgte sich um Jiang Cheng's Sicherheit, wobei es eher danach aussah, als würde Zhuang Xi nur versuchen alle Angriffe abzuwehren um dann eine mögliche Lücke zu erwischen, die ihm die Flucht ermöglichen würde.
Jiang Cheng war außer sich. Seine Bewegungen waren forsch und unkontrolliert. Seine wütenden Emotionen schienen die Kontrolle zu übernehmen. Seine Kampfkunst wurde unsauber und lückenhaft und immer mehr drängt Zhuang Xi ihn zurück.
„Wag es dir, Zhuang Xi!" Polterte Jiang Cheng los.
„Da du nun auch noch dein Schwert gegen mich erhoben hast, werde ich keine Gnade walten lassen und dich hiermit aus dem Yunmeng Clan verbannen. VERSCHWINDE von hier! Wenn du diesen Kampf überlebst heißt es!"
Zidian sauste durch die Luft und ihre beider spirituelle Energien prallten aufeinander. Es knallte und schepperte und Zhuang Xi trug bald die ersten Verbrennung von Zidian davon.
Mit einem geübte Schwertmanöver wehrte Zhuang Xi schließlich Zidian ab und attackierte sogleich mit einem kräftigen Hieb. Jiang Cheng war zu spät und wurde durch die Wucht des Aufpralls zurück geschleudert, er kam ins Straucheln und knallte mit seinem Rücken in ein Regal. Die Böden fielen mit einem Scheppern zu Boden, das Regal barst auseinander und Jiang Cheng wurde fast darunter begraben. Der Aufprall war so hart, dass er kurz hustete und spuckte und ein wenig Blut aus seinem Mund lief.
Diesen Moment nutzte Zhuang Xi aus und setzte zur Flucht an.
„Verzeiht Sect Leader, aber ich habe nicht vor hier heute durch eure Hand zu sterben."
Er setzte zur Flucht Richtung Tür an, als plötzlich von hinten mit einem sausenden Geräusch ein Schwert durch den Raum flog.
Es fand sein Ziel und rammte sich kraftvoll von hinten durch Zhuang Xi´s rechte Schulter und durchbohrte das Fleisch mit Leichtigkeit.
„ARGH!" Schrie Zhuang Xi vor Schmerzen auf, als er sich krümmte und sein Gesicht schmerzerfüllt verzog.
Jiang Cheng's und Zhaung Xi´s Augen weiteten sich, als die beiden mit weit aufgerissenen Augen in die Richtung des Schwertwurfes blickten.
Es war Sun Yan, der sich mit einer Hand an der Wand abstützte, seine offene Robe lag über seinen Schultern, der eine Ärmel hing weit hinunter und das Wasser tropfte von seinem Kinn. Seine Atmung war aufgeregt schwer und in seinen Augen loderte eine Wut und eine dermaßende Entschlossenheit, dass Zhuang Xi kruzzeitig der Respekt in die Glieder fuhr.
„SUN YAN!" Fletschte er seine Zähne, als sein Gesicht sich zu einer grauenvolle Grimasse verzog.
Er fasste an die blanke Klinge und zog mit einem gewalten Ruck das Schwert wieder aus seiner Schulter.
Das rote Blut tropfte auf den Boden und mit einem lauten Klirren fiel das Schwert zu Boden.
Zhuang Xi schleppte sich aus der Tür und während das Blut nur so aus seiner Wunde strömte, setzte er zur Flucht an und stolperte zur Veranda hinaus.
Sun Yan drückte sich blitzschnell von der Wand ab und wollte zur Verfolgung ansetzen, als plötzlich ein lautes „STOP!" Ertönte.
Ruckartig blieb er stehen, als sein Blick herüber zu Jiang Cheng schwenkte.
Dieser stand unter Schmerzen langsam auf und befreite sich aus den Trümmern des Regals.
„Stop, lass ihn ziehn. So wie du aussiehst, kannst du ihm nicht hinterher rennen. Soll er sich verkriechen wie ein reudiger Hund. Ich werde ihn schon noch finden!" Keuchte er.
Sun Yan schaute Jiang Cheng mit erschrockenem Blick an, als er feststellte, dass sein Sect Leader leichte Verletzungen von dem Aufprall davon getragen hatte.
Schnell lief er mit einem besorgten Gesichtsausdruck zu ihm herüber.
„Sect Leader, Sect Leader, ihr seid verletzt!"
Sun Yan stürzte durch die Trümmer des Raumen und als er sah wie Jiang Cheng gekrümmt vor Schmerzen langsam in sich zusammen sackte, schmiss er sich auf die Knie und wollte ihn abstützen. Er streckte seine Arme weit nach vorne aus um ihn aufzuwangen.
„Wartet, ich helfe euch..!" Sagte er hastig. Doch als Jiang Cheng zum Greifen nahe war, machte dieser stattdessen plötzlich einen Satz nach vorne, schwang seine Arme um Sun Yan und drückte ihn plötzlich mit einem kräftigen Ruck gegen seine Brust.
Beide fielen in einer innigen Umarmung auf ihre Knie.
Sun Yan erstarrte förmlich vor Schock, als er gegen Jian Cheng's kräftige Brust stieß und zwei starke Arme sich schützend um ihn legten und ihn fest umklammerten.
Sein Herz setzte für einen Schlag aus und seine Augen waren weit aufgerissen, als Jiang Cheng ihn fest an seine Brust drückte. Er küsste auf Sun Yan's Kopf, vergrub seine Nase in seine Haare und atmete tief ein.
Sun Yan's Atmung stoppte, als er leise und irritiert flüsterte:
„Jiang Cheng...was..."
Plötzlich spürte Sun Yan Jiang Cheng's tiefe Stimme und die Brust vibrierte während er sprach:
„Oh Gott, ich habe fast den Verstand verloren...!" Flüsterte Jiang Cheng, wärend er seine Augen fest geschlossen hatte.
War ich schon zu spät, ist dir was passiert?"
Sun Yan's Lippen begannen zu beben.
-War dies wirklichen Jiang Cheng, der ihn so beschützend in seinen Armen hielt? Seinen Kopf liebevoll streichelte, ihn fest an seine Brust drückte und so besorgt um ihn war?-
Sun Yan brauchte erst einen Moment um sich zu sortieren, als er schließlich leise antwortete:
"Nein...es ist nichts passiert."
Plötzlich löste Jiang Cheng seine feste Umarmung. Er fasst Sun Yan behutsam an den Schultern und drückte ihn von sich weg.
Ihre Blicke trafen sich und Sun Yan's Herz begann nervös zu schlagen, als er in Jiang Cheng's besorgtes Gesicht blickte.
Jiang Cheng strich behutsam mit seiner rechten Hand ein paar Mal über Sun Yan's Kopf und lies dann seine Hand über die zarte Wange gleiten. Seine Finger griffen an Sun Yan's Ohrläppchen vorbei und striffen durch das nasse Haar.
Sein Daumen glitt vorsichtig unter Sun Yan's Auge entlang, als er leise flüsterte:
"Erst war ich mir unsicher, aber dann habe ich dich weinen sehen..."
Sun Yan zuckte zusammen, als er sich an den Moment erinnerte, wie er am Boden lag, mit leerem Blick zur Tür starrte, Tänen über seine Wange liefen und er dann Jiang Cheng's erschrockenes Gesicht in dem Türspalt entdeckte.
Plötzlich wurde ihm ganz warm im Gesicht und peinlich berührt blickte er zu Boden, als ihm vor lauter Aufregung jetzt erst auffiel, dass er halbnackt vor Jiang Cheng kniete und in was für einer Situation er ihn überhaupt vorgefunden hatte.
Sun Yan's beschämter Gesichtausdruck, sein scheues Greifen nach seinen Ärmeln und das hastige Schließen seines Kragen's, holte Jiang Cheng plötzlich aus seiner Ekstase zurück und ruckartig zog er plötzlich seine Hand zurück, als ihm die gesamte Situation erst bewusst wurde, in der sie sich befanden.
Als ihm seine eigene Besorgnis und sein emotionaler Ausbruch bewusst wurden, stand er plötzlich ruckartig auf.
Leicht schockiert über sich selbst und ein wenig verlegen zupfte er ein wenig an seinen Kleidern herum, als plötzlich ein stechender Schmerz ihm durch die Glieder fuhr. Der Aufprall in das Regal war hart gewesen und er hatte leichte Verletzungen davon getragen.
Sun Yan blickte nach oben, in Jiang Cheng's Gesicht als er besorgt sagte:
"Ihr seid doch verletzt. Wartet, ich werde euch zum Heiler bringen."
Doch Jiang Cheng streckte abweisend seine Hand nach vorne aus und unterbrach ihn.
„Nicht nötig!" Sagte er kühl, als plötzlich laute Stimmen und aufgeregte Fußstapfen zu hören waren, welche sich ihnen rasch näherten.
„Sect Leader, sect Leader!" Rief jemand aufgebracht und ein paar Wachen und Cultivator's liefen eilig herbei.
Als der erste durch die Tür hinein trat sagte er aufgebracht:
"Sect Leader! Zhuang Xi, Zhaung Xi, er rannte wie ein wildes verwundetes Tier durch Lotus Pier. Wie auf der Flucht stürmte er aus dem Tor! Was ist ..."
Seine Augen weiteten sich und sein Mund stand vor Staunen leicht offen, als er plötzlich mitten im Satz stockte und in das vollkommen zerstörte Badehaus blickte.
Auch die anderen Männer kamen eilig herbei gerannt und standen mit Staunen in der Tür.
„Sect Leader...was...seid ihr verletzt?..". Begann der eine schockiert.
Jiang Cheng schnallste mit seiner Zunge, während er angenervt die Augen verdrehte.
„Nein, es ist nichts passiert. Zhuang Xi, lasst ihn ziehen! Ab heute ist er kein Teil mehr unseres Clans! Meine Rache wird ihn später treffen!"
Mit diesem Satz ging ein Raunen durch die Menge und sofort begann hinter vorgehaltener Hand das aufgeregte Getuschel.
„Ruhe!" Zischte Jiang Cheng, während er langsam aus dem Chaos heraus trat. Als er auf die Männer zuging bemerkte er bald ihre skeptischen Blicke zu Sun Yan herüber. Denn dieser hockte noch immer mit seinen nassen, offenen Haaren und leichtbekleidet in den Trümmern des Badehauses.
Jiang Cheng atmete einmal tief ein, als er mit klarer und lauter Stimme sagte:
„Bewegt euch! Hier gibt es nichts zu Gaffen. Einer von euch holt die Damen herbei. Sie sollen sich um Sun Yan kümmern und ihn zu seinen Zimmern bringen. Der Rest hört augenblicklich auf zu Tuscheln und beseitigt lieber das Chaos hier, oder ihr verbringt die Nacht außerhalb meiner Mauern. Es ist schon spät. Beeilt euch!"
Jiang Cheng schlug seine Ärmel nach hinten, als er mit erhabenem Haupt mit großen Schritten losstapfte.
Die Männer setzten sich sofort in Bewegegung, als noch jemand kurz nachfragte:
"Sect Leader, was ist mit euch? Sollen wir den Heiler holen?"
„Nicht nötig!" Sagte Jiang Cheng erneut.
„Und wir sollen Zhuang Xi nicht folgen?" Setzte er dann noch schnell nach.
Zwischen Jiang Cheng's Augenbrauen legte sich die obligatorische Zornesfalte.
„Erwähne vor mir, nie wieder seinen Namen!" Sagte er mit einer dermaßenen Entschlossenheit und Wut in seiner Stimme, dass er den Männern damit das Fürchten lehrte. Die Männer zuckten auf und blickten sich erstaunt an, als sie dann alle ruckartig wieder los liefen und sich in Bewegung setzten.
Jiang Cheng's Blick wanderte noch einmal zu Sun Yan herüber, welcher mit einem schuldigen Blick noch immer auf dem Boden kauerte. Seine rechte Hand krallte sich tief in den Kragen seiner Robe, welche er noch immer fest verschlossen hielt. Ihre Blicke trafen sich und nach einem kurzen Moment des schweigenden Blickkontakt's, drehte sich Jiang Cheng schließlich schwungvoll um und wendete Sun Yan und dem Ort des Geschehens seinen Rücken zu.
„Wir reisen wie geplant morgen früh ab. Sei fertig!" Erklang seine Stimme kühl und gebieterisch. Seine Robe wehte durch den Windzug majestätisch auf und mit großen Schritten setzte er seinen Weg fort.
Sun Yan's Augen weiteten sich und während er zwischen dem Gerümpel hockte und die vielen Männer eilig um ihn herum liefen, starrte er einsam und verlassen seinem Herrn und Sect Leader hinterher, bis seine Gestalt aus seinem Sichtfeld wieder verschwand.
