Chapter 18.7

„...Jiang...Cheng...". Keuchte Sun Yan atemlos über seine Lippen.

Jiang Cheng's Augen stachen ihn wütend an.
„Sehr scharfsinnig von dir, Sun Yan...Und...bist du nun fertig mit deiner kleinen Rebellion und wieder bereit zurück zu kommen?" Zischte er scharf. Zwischen seinen Augen legte sich eine tiefe Zornesfalte und in seiner Stimme war Trauer und Wut über die vorangegangene Ablehnung deutlich zu hören.
Er entlies schließlich Sun Yan wieder aus seinem Würgegriff und schaute ihn prüfend an.

Sun Yan hielt sich die Kehle, während er tief einatmete und mehrmals hustete und schluckte.
„Verzeiht..." Sagte er atemlos.

Jiang Cheng zog eine Augenbraue nach oben.
„Verzeiht?" Fragte er mit hohem Ton.
„Ist das alles, was du zu sagen hast? Meinst du eine einfache Entschuldigung reicht und du kannst immer tun und lassen was du willst? Sun Yan ich sage es dir, fordere mich nicht heraus."
Jiang Cheng's Stimme wurde lauter und kräftiger.
„Es wird kein Nächstes mal geben. Wenn du nicht für mich bist, bist du gegen mich!"

In Sun Yan's grünen Augen stand die Verzweiflung.
„Nein, mein Herr, so meinte ich das nicht. Das wollte ich nicht. Es ist nur..."

Doch Jiang Cheng unterbrach ihn forsch mitten im Satz.
„Es ist was? Es ist nur, dass du Gefallen an Wei Wuxian gefunden hast? Ist er so viel besser als ich? Bist du bei ihm glücklicher, weil er dir etwas geben kann wozu ich nicht imstande bin? Hat er dich mit seinem Charme und seinen frechen Witzen umgarnt und um den Finger gewickelt? Wenn du mit ihm gehen willst, zurück zum Gusu Lan Clan, Bitte, tu dir keinen Zwang an. Dann geh!"

Sun Yan schüttelte fassungslos den Kopf, als er bemerkte, wie das Gespräch in die falsche Richtung abdriftete.
„Nein, ihr versteht nicht. So ist es nicht. Wenn ihr mir doch nur ein einziges Mal richtig zu hören würdet..."

Jiang Cheng begann unheilvoll zu lachen.
„Ich dir zu hören?"
Er streckte plötzlich seinen Arm weit nach vorne aus und stemmte seinen rechten Handballen gegen den Baum. Sun Yan erstarrte zu einer Eissäule, als Jiang Cheng sich mit seinem Gesicht weiter zu ihm heran lehnte. Ihre Körpfe waren nur ein kleines Stück voneinander entfernt und Sun Yan konnte Jiang Cheng´s angespannten Atem spüren.
„Nun höre mir gut zu, Sun Yan." Flüsterte Jiang Cheng bedrohlich.
„Ich war es, der dich im Yunmeng Clan aufgenommen hat und ich bin es, der seit Jahren dir ein Dach über den Kopf bietet und deinen kleinen Mund mit Essen stopft."
Jiang Cheng wanderte mit seinem Mund weiter zu Sun Yan's linkem Ohr, während seine rechten Finger sich angespannt in die buckelige Bumrinde krallten.
"Vergiss nicht Sun Yan, dass du es warst der auf mich zugekommen ist, du bist es der mir seit Jahren auf Schritt und Tritt folgt, mit bewundernden Augen stet's hinter mir steht, jede meiner kleinsten Bewegungen beobachtet und mir hinter jeder Mauer auflauert.
Wo ist nur geblieben, der reine, loyale und liebenswürdige Junge von damals, für den ich einst das Größte war?
Doch umso älter du wurdest, umso aufmüpfiger und freier wurde dein Geist. Und als ich dich nur für einen kurzen Augenblick aus den Augen gelassen habe, wurde aus dir ein junger Mann...
DU warst es, der im Gusu Lan Clan sich an mir vergangen hat und dich mir aufgezwungen hat.
DU hast den ersten Schritt gemacht.
Also kehre mir jetzt nicht den Rücken zu und renne einem anderen Mann hinterher. Ich werde dich nicht auch noch an ihn verlieren!
Du bist MEIN,
du gehörst MIR!"

Sun Yan stockte das Blut in seinen Adern. Er vergaß zu atmen und sein Herz schlug so wild in seiner Brust, dass es ihm die Kehle zuschnürte. Der Schmerz an seinem Körper, Jiang Cheng´s Nähe, sein Geruch, seine Nähe, seine Stimme. Das alles war gerade zu viel für ihn. Er stand in eine Ecke gedrängt aus der es kein Entkommen gab. Seine Emotionen liefen über.
„NEIN!" Rief er plötzlich aus, als er Jiang Cheg kraftvoll von sich wegstieß. Er schnappte schließlich wieder nach Luft. Seine Augen weit aufgerissen, seine rechte Hand auf seinem wild schlagendem Herzen.

Jiang Cheng blickte ihn erschrocken an. Die Abweisung traf einen wunden Punkt. Der Schmerz war hart und reichte bis in die tiefsten Stellen seiner Seele. Wut, Scham und Eifersucht kochten in ihm auf. Er biss sich auf seine Backenzähne, seine Hände ballten sich zu zwei angestrengten Fäusten und die Zornesfalte zwischen seinen Augen wurde immer markanter.
Zähnefleschend sagte er:
„Falsche Antwort!"
In diesem Moment griff er mit beiden Händen nach Sun Yan und packte ihn am Kragen, doch Sun Yan wehrte sich aus Reflex. Es kam zu einem Gerangel zwischen den beiden, der Verstand setzte aus.

Doch Jiang Cheng war Sun Yan körperlich überlegen, da er größer und stärker war. Er schmetterte Sun Yan wieder mit dem Rücken gegen den Baum, als er schließlich für eine Sekunde nicht mehr Herr der Lage war. Er machte einen Satz auf den Jungen zu...
es war eine Übersprungshandlung,
ein Versehen,
ein Unfall,
Etwas, das er selbst nicht erwartet hätte.
Es hätte nicht sein sollen und doch presste Jiang Cheng seine schmalen Lippen auf Sun Yan's, drückte ihn fest am Kragen gegen den Baum und küsste ihn.

Sun Yan wusst gar nicht so schnell wie ihm geschah, als er einfach nur machtlos gegen den Baum genagelt wurde und seine Augen weit aufriss.
Er spürte Jiang Cheng's Körpernähe, seine Emotionen, seine zarten Lippen auf seinen...seine Atmung setzte aus.

Doch plötzlich riss Jiang Cheng seinen Kopf wieder zurück. In seinem Gesicht stand Empörung, Wut aber vor allen Dingen auch die Angst und Unsicherheit.
„WARUM WEHRST DU DICH NICHT?" Schrie er schrill.

Doch Sun Yan verstand nicht, er war nicht klar bei Sinnen, als Jiang Cheng plötzlich ausholte und ihm mit der flachen Hand in´s Gesicht schlug.
Es knallte laut, ein heißer Schmerz schoss über Sun Yan's Wange, als er weiterhin regungslos gegen den Baum lehnte und in Jiang Cheng´s verzweifeltes Gesicht blickte.

Jiang Cheng's Augen wurden leicht glasig, sein Gesicht lief rot an, als er erneut wütend schrie:
„DU SOLLST DICH WEHREN HABE ICH GESAGT!"

Erneut holte Jiang Cheng aus und schlug Sun Yan kraftvoll in´s Gesicht.

Ein zweites mal schoss ein gleißender Schmerz über die Wange des Jungen, als Jiang Cheng erneut fest in seinen Kragen griff, ihn gegen den Baum drückte und wieder einmal seine heißen Lippen auf Sun Yan's presste.
Eine feuchte Zunge schob sich aggressiv in Sun Yan's Mundhöhle und während er den pochenden Schmerz auf seiner Wange verspürte, Jiang Cheng´s zarte Lippen fühlte und seine Körpernähe vernahm, war der einzige Gedanke den er hatte, ob Jiang Cheng ihn nun Schlagen oder Küssen wollte?

Sun Yan's Knie begannen zu zittern, als Jiang Cheng's Kuss grob und leidenschaftlich wurde. Seine warme, heiße Zunge erkundete seine feuchte Mundhöhle, während zwei starke Hände seine Brust gegen den Baum stemmten.

Es war nur ein kurzer Moment, der Jiang Cheng's aufbrausende Emotionen so zum überliefen brachten, doch kam es Sun Yan wie eine Ewigkeit vor. Er hatte seine Augen fest zusammengekniffen, während er gegen Jiang Cheng's Zuneigung machtlos war.

Schließlich biss Jiang Cheng in Sun Yan's Oberlippe, als er endlich von ihm ablies. Er löste seine Finger aus Sun Yan's Kragen und dessen Beine gaben sofort nach und der Junge rutschte langsam am Baum hinunter. Die Verwirrung stand ihm groß in seine funkelnden grünen Augen geschrieben, als Jiang Cheng plötzlich ausholte und mit seiner Faust kraftvoll gegen den Baum schlug.

„FUCK!" Schrie er aus. Von seiner Hand lief ein wenig Blut an der Rinde hinunter und mit seiner anderen Hand fasste er an seine Stirn. Er vergrub sein Gesicht tief in seiner Handinnenfläche, während an seiner Faust vor lauter Anstrengung die Adern hervortraten.

Sun Yan kauerte derweil am Boden und er blickte regungslos nach oben hinauf. Er sah in Jiang Cheng's verzweifeltes Gesicht, sah all die aufgestauten Emotionen, wo sein Herrer scheinbar nicht wusste wohin damit.

Leise stotterte Sun Yan:
„...Ich...Ich..."

Doch Jiang Cheng zischte scharf zurück:
„Sei still!"

Sun Yan hielt wieder den Mund und er senkte seinen Blick. Mit seiner rechten Hand fasste er sich vorsichtig in sein Gesicht, strich sich über seine schmerzende Wange und lies dann seine Fingerspitzen über seine weichen Lippen fahren. In Gedanken versunken spürte er den wilden Schlag seines flatternden Herzens und die Aufruhe in seinem Körper wollte sich noch immer nicht legen.

Jiang Cheng stieß noch ein Paar mal mit seiner Faust gegen den Baum, als er schließlich seine Hand zurückzog, sich wieder gerade aufrichtete und noch einmal mit seiner Hand über sein Gesicht strich. Er trug einen merkwürdigen Gesichtsausdruck und Sun Yan konnte gerade nicht so wirklich einschätzen was in seinem Herren gerade vorging.

Jiang Cheng machten einen Schritt nach hinten, richtete seine Robe und blickte dann nach unten zu Sun Yan, welcher immer noch sichtlich schockiert am Baum kauerte. Jiang Cheng's Blick fiel auf die rot schimmernde Wange und dann auf den zerwühlten und geöffneten Kragen von Sun Yan´s Robe. Der verwirrte Blick des Jungen machte es sehr offensichtlich, was gerade hier geschehen war.

Jiang Cheng schüttelte seinen Kopf, als er seinen Blick abwendete und leise sagte:
„Zieh dich wieder vernünftig an. Es ist eine Schande für´s Auge."

Sun Yan zuckte zusammen. Schnell fasste er an seinen Kragen und begann seine Robe wieder zu richten. Nachdem jeder Stoff wieder an seinem Platz und seine Robe wieder hoch geschlossen war, wirkte er bis auf die rote Wange wieder adrett und ansehnlich.

Jiang Cheng seufzte einmal laut auf, als er sich umdrehte und dann langsamen Schrittes fortging.

Sun Yan zuckte auf, seinen Blick angespannt auf seinen Herren gerichtet.
-Er geht? Einfach so? Lässt er mich nun alleine zurück?- Dachte sich Sun Yan, als sich Unsicherheit in ihm breit machte.

Doch als Jiang Cheng fast aus seinem Sichtfeld verschwunden war, blieb dieser plötzlich stehen und drehte sich um. Mit dominanter Stimme rief er:
„Was ist mit dir, willst du da am Boden Wurzeln schlagen? Steh gefälligst auf oder ich breche dir deine Beine. Dann hast du einen Grund dort unten sitzen zu bleiben!"

Sun Yan's Augen weiteten sich. Schnell sprang er auf, klopfte sich den Dreck von den Kleidern ab und rannte los. Seine klaren, grünen Augen funkelten im fahlen Licht als er schnell antwortet:
„Ich komme!"


Bao Tian half dem letzten Mann in die Kutsche als er mit lauter Stimme rief:
„Dies war der Letzte, ihr könnt nun losfahren."
Der Kutscher trieb die Pferde an, das Gespann zog los und die großen Wagenräder setzten sich in Bewegung.

Die Sonne war gerade dabei unterzugehen und der Wald bekam allmählich ein düsteres Licht. Das Laub an den Bäumen tanzte in den letzten Sonnenstrahlen und die Luft zog langsam an und es wurde kühl.

Bao Tian, Lan Xichen, Lan Wangji und Wei Wuxian hatten gemeinsam mit anderen Männern von verschiedenen Clan´s sich um die Verletzten gekümmert und Mann für Mann einzeln versorgt und bereit für den Transport hinunter in die Stadt gemacht.
Alle wirkten sichtlich erschöpft und es war ein langer Tag, welcher sich langsam dem Ende zuneigte.

Als der letzte Wagen den Berg hinunter fuhr, schauten die vier ihm noch kurz nach.

Wei Wuxian räusperte sich.
„Gut, ich denke wir haben hier nun alles getan was nötig war.
Wäre es jetzt nicht langsam an der Zeit den Berg zu verlassen? Nicht das wir gleich noch einmal auf den Drachen stoßen."

Lan Xichen nickte ihm zu.
„Du hast recht. Die Sonne geht schon unter. Wir sollten den Berg nun verlassen. Ich spüre schon, dass die Wirkung des Pentagrammes langsam nachlässt."
Lan Xichen drehte sich noch einmal um und blickte zurück den Berg hinauf. Er seufzte einmal leise auf:
„Ich hoffe, der Drache kann unversehrt in seine Höhle zurückkehren."

Als Lan Xichen seinen Weg weiter fortsetzte und an Lan Wangji vorbeischritt, bemerkte er auf dem hübschen Gesicht seines Bruders einen eher besorgten Gesichtsausdruck.
„Wangji, was ist? Du wirkst besorgt."

Lan Wangji blickte zu seinem Bruder, als er erst noch für einen kurzen Moment schwieg. Doch dann sagte er mit ruhiger Stimme.
„Die Banditen. Meint ihr wirklich der Drache hat alle von ihnen getötet? Ich frage mich, woher sie kamen und wer sie waren?"

Lan Xichen und Bao Tian schauten sich, an als Bao Tian sich nachdenklich über sein Kinn strich.
„Leider konnten wir sie anhand der Leichen nicht mehr wirklich identifizieren, zumal wahrscheinlich auch schon einige gefressen wurden. Das junge Mädchen in der Stadt sagte nur, dass ihr Anführer wohl aus vornehmeren Hause stamme, als die restlichen Banditen und er sei wohl Linkshänder gewesen."

„Linkshänder?" Betonte Wei Wuxian noch einmal.
„Hmm in der Tat, ein Linkshänder aus vornehmeren Hause...ich kenne jetzt so keinen. Aber das heißt auch nichts. Immerhin war ich einige Jahre nicht anwesend."

Lan Wangji blickte zu Wei Wuxian herüber, der ihm ein freundliches Lächeln schenkte.
Ruhig sagte er:
„Wir können ja wachsam bleiben und uns in der Nähe umhören, ob die Banditen hier irgendwo in der Nähe noch bekannt waren."

Bao Tian nickte bestätigend, als er seinen Zeigefinger in die Luft hob.
„Das ist durchaus eine sehr gute Idee, aber als aller Erstes sollten wir uns nun eine Bleibe für die Nacht suchen und vor allem, etwas gutes zu Essen. Ich komme um vor Hunger."

„Essen!" Rief Wei Wuxian aus.
„Ich finde, dasd ist eine wunderbare Idee von Tian."

Lan Xichen lächelte die beiden an.
„Das kommt auch nicht oft vor, dass ihr beiden einer Meinung seid, nicht war Wangji?" Lan Xichen warf ein belustigtes Lächeln zu seinem Bruder herüber.

In diesem Moment kam plötzlich ein Mann von weiter vorne in der Reihe auf sie zugerannt. Er wunk ihnen entgegen als er schon rief:
„Meine Herren, meine Herren. Mein Sect Leader schickt mich. Ich bin vom Tai Yan Clan."

Die vier blieben kurz stehen und als der Mann genau vor ihnen angekommen war, verneigte sich dieser gleich respektvoll vor ihnen.
„Ich soll Ihnen mitteilen, dass sie als Dank mit in unseren Clan kommen können und dort die Nacht in Ruhe verbringen. Es soll euch dort an nichts mangeln oder wenn es euch eher beliebt, könnt Ihr auch in der besten Gaststätte der Stadt unterkommen. Mein Herr lädt euch ein und kommt für alles auf."

„Ui" Pfiff Bao Tian durch seine Lippen. Das kommt ja mal wie gerufen. Was meint ihr, lieber die Übernachtung in einem anderen Clan oder das beste Gasthaus der Stadt?"
Er machte durch seine Stimmlage und seine Gesichtsmimik kein Geheimnis darum, das das Wort „beste Gaststätte der Stadt" Musik in seinen Ohren war.

Wei Wuxian's Augen funkelten ebenfalls bei dem Gedanken an eine unbeschwerte Nacht in einer Gaststätte, wo es warscheinlich auch reichlich von dem besten Alkohol der Stadt gab.

Lan Xichen lächelte seine Weggefährten an.
„Tian's Meinung weiß ich schon, Wangji wo möchtest du gerne übernachten?"

Lan Wangji schaute seinen Bruder an, als er trocken sagte:
„Ich gehe dorthin, wo Wei Wuxian hin möchte."

In diesem Moment riss Wei Wuxian seinen Arm hoch in die Luft.
„In die Gaststätte!" Rief er mit klarer Stimme.

„Nun gut!" Lächelte Lan Xichen und er verneigte sich vor dem Boten.
„In diesem Fall, richtet eurem Sect Leader unseren größten Dank aus. Wir würden gerne sein großzügiges Angebot annehmen und heute Nacht in der Gaststätte unterkommen. Wir möchten in dieser, ohnehin schon gerade schwierigen Zeit für den Clan, keine zusätzlichen Unannehmlichkeiten bereiten."

„Sehr wohl!" Sagte der Mann, als er sich abermals tief verneigte.

Auch die anderen taten es ihm gleich und so verneigten sich alle nochmal höflich voreinander.

„Ich werde meinem Herren es wissen lassen und euch dann gleich zur Gaststätte begleiten. Bitte folgt mir."
Sagte der Bote mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen.

Die Gruppe setzte sich wieder in Bewegung und lies mit jedem Schritt den Wald von Changnan und die Nighr Hunt hinter sich zurück.
An einer großen Weggabelung am Fuße des Berges teilte sich die Gruppe in zwei Lager auf. Die eine Hälfte folgten der Straße zum Tai Yan Clan, während die andere Hälfte dem Weg zur Stadt folgte.

Es war mittlerweile dunkel geworden und die vier folgten ihrem Führer und ließen sich von ihm sicher durch die Stadt geleiten. Er brachte sie, wie versprochen, zu der nobelsten Gaststätte die man in ganz Changnan finden konnte. Da der Berg von Changnan mit seinen heißen Quellen ein beliebter Ort für Tourismus war, stand auch die Gaststätte an Luxus und Qualität sich in nichts nach.

Als sie vor der Tür angekommen waren, lächelte ihr Begleiter sie an und sagte:
„Ich werde kurz reingehen und die Herren anmelden. Bitte wartet hier einen Moment."
Der Mann machte sofort auf dem Absatz kehrt und lief die vier Stufen zum Eingang hinauf.

Die vier standen währenddessen unten vor der Tür und ließen ihren Blick durch die Straße schweifen.
Wei Wuxian streckte seinen Kopf weit in den Nacken und während er mit seiner Hand seine Augen vor den vielen Lichtern der Lampingjongs abschirmte staunte er nicht schlecht, als er an der Fassade hinaufblickte.

Das Gebäude bestand aus mehreren Stockwerken und ähnelte mit seinen Veranden, die jeweils umlaufend um ein ganzes Geschoss verliefen, fast einem kleinen Turm. Es war ein wahrlicher Augenschmaus und das Gebäude von filigraner, detailreicher Architektur. Das dunkle Holz war in mehreren bunten Farben gestrichen, welche perfekt und harmonisch aufeinander abgestimmt waren, während bis zum Dach hinauf auf den vielen Veranden bunte Lampingjonga hingen.
Das Gebäude stach markant in der Straße hervor und es schienen eine Menge Leute durch die Türen ein und auszugehen.

Schließlich kam ihr Begleiter wieder aus der Tür heraus und schritt die Stufen zu ihnen hinab.
„Bitte folgt mir die Herren."
Sagte er schnell, während er ihnen zunickte, mit seiner Hand sie herüber wunk und dann die kleinen Stufen wieder hinauf schritt.

Die vier folgten dem Mann durch die Tür und betraten das Gebäude. Sogleich kam eine rundliche Dame in einer farbenfrohen Robe auf sie zugeeilt. Die Frau verneigte sich vor ihnen und begrüßte sie höflich in ihrer Gaststätte.
„Meine Herren, es ist mir eine Freude sie in meiner Gaststätte begrüßen zu dürfen. Ich hätte ein sehr großes, geräumiges Zimmer frei. Es ist eines unserer besten Zimmer und die vier Herren werden sich dort sicher wohlfühlen."

Wei Wuxian, Lan Wangji, Lan Xichen und Bao Tian verneigten sich vor der Dame, als Bao Tian gleich eine Augenbraue skeptisch nach oben zog.
„Alle vier in einem Zimmer?" Fragte er mit hoher Stimme.

Lan Xichen schaute ihn verwundert an.
„Wieso nicht Tian? Die Dame sagt, es sei sehr geräumig und eines ihrer besten."

Bao Tian schaute Lan Xichen mit einem irritierten Gesichtsausdruck an.
„Das mag wohl sein aber ich frage mich ob ich mir tatsächlich mit den beiden nochmal ein Zimmer teilen möchte."
Bao Tian schüttelte seinen Kopf, als er lässig über seine Schulter auf Wei Wuxian und Lan Wangji zeigte.

Die beiden zuckten zusammen und starrten Bao Tian entgeistert an.
„Was heißt hier bitte so abwertend, mit den beiden?" Fragte Wei Wuxian skeptisch.
„Haben wir jemals..." Doch Plötzlich brach Wei Wuxian seinen eigenen Satz in der Mitte ab, als er sich an sein Kinn fasste und nachdenklich drein schaute. Sein Zeigefinger tippte unruhig auf seiner Lippe auf und ab, als seine Erinnerungen an die Nacht bei Madame Mao in der der Stadt Zhou Yong plötzlich schwach zurückkamen. Schließlich war Wei Wuxian sich nicht mehr so sicher, was er gerade vehement verneinen wollte und blickte daher etwas unsicher unter die Decke.

Bao Tian atmete einmal tief ein, als er sich mit seiner flachen Hand über sein Gesicht strich.
Leise nuschelte er hinter seiner Hand hervor.
„Das Trauma aus der Übernachtung bei Madame Mao habe ich nie so ganz überwunden..."

Lan Xichen blickte die drei fragend an, als er schließlich sagte.
„Tian hör auf so zu nuscheln. Da wir schließlich eingeladen wurden, denke ich sollten wir auch annehmen, was uns so großzügig angeboten wird. Meine Dame, wir nehmen sehr gerne das Zimmer. Habt vielen Dank!"
Lan Xichen verneigte sich vor der Dame und sogleich bekam diese ein zufriedenes Lächeln in ihrem Gesicht, als sie vier so attraktive Männer in ihrem Hause begrüßen durfte.

Ihr Begleiter des TAi Yan Clans verabschiedete sich derweil wieder von ihnen und wünschte ihnen noch eine gute Heimreise, ehe er sich wieder von ihnen abwendete und die Gaststätte verließ.

„Kommen Sie, kommen Sie!" Sagte die rundliche Frau, während sie mit ihrer Hand die Herren schnell zu sich herüber wunk.
„Es ist schon spät, das Zimmer befindet sich die Treppe rauf gleich rechts. Es ist das Zimmer genau über der Küche, somit werden sie Nachts auf jedenfall ihre Ruhe haben."

Die Dame zeigten ihnen den Weg und führte sie die dunkle Holztreppe hinauf.

Die Gaststätte war stilvoll eingerichtet und selbst die Flure versprühten eine Sinnlichkeit und angenehme Ruhe. Obwohl das Haus an sich sehr farbenfroh gestaltet war, wirkte es aber nicht überladen, sondern überzeugte mit seiner angenehmen Innenbeleuchtung und lud die Gäste zum Verweilen ein. Bunte Stoffe waren in Bahnen unter die Flurdecke gespannt und überall an den Wänden brannten Kerzen, die von wunderschönen gemusterten Papierschirmen abgedeckt waren.

Als sie alle fünf vor der Zimmertür stehen blieben, schloss die Dame des Hauses die Tür auf und bat sie herein.
„Treten Sie nur ein. Es ist zwar schon spät, aber die Herren haben sicher noch nichts gegessen? Ich werde ihnen gleich noch etwas nach oben bringen."
Die Frau lächelte die Männer an, als sie auch schon wieder flink durch die Tür verschwand. Die Tür schnappte ins Schloß und die vier waren wieder alleine unter sich.

Mit Staunen untersuchten Wei Wuxian und Bao Tian derweil das Zimmer und überzeugten sich selbst von der Ordentlichkeit und Reinheit.

Wei Wuxian priff durch seine Lippen.
„Nicht schlecht. Dies ist wirklich ein gutes Zimmer, in einer scheinbar guten Gaststätte. Der Mann hatte uns nicht zu viel versprochen."
Als Wei Wuxian so in der Mitte des Raumes stand und sich umblickte, fielen ihm die Betten ins Auge. Es waren insgesamt vier Stück, wovon jeweils zwei zusammen geschoben waren und sich auf beide Raumhälften aufteilten. Vor den Betten stand jeweils ein großer Raumtrenner um etwas die Privatsphäre zu wahren. In der Mitte des Zimmers stand ein dunkler Tisch der groß genug war, damit alle vier entspannt daran essen konnten.

Bao Tian schritt derweil zu einem der Betten, zog flinker Hand seine Schuhe aus und lies sich nach hinten auf das Bett fallen. Das Bett antwortet mit einem leichten Knacken, als sein Oberkörper nach hinten auf die Matratze schlug. Laut und deutlich stöhnte er auf.
„Ahhh, so lässt es sich aushalten. Fehlt nur noch reichlich gutes Essen und dann kann man den Tag entspannt ausklingen lassen."

„Und etwas Alkohol!" Rief Wei Wuxian aus der anderen Zimmerecke herüber, während er gerade dabei war das Regal auseinander zu nehmen und sich umzusehen.

Bao Tian streckte seinen Zeigefinger in die Luft.
„Genau und guten Alkohol!" Erwiderte er schnell.
„Noch nie waren wir uns so einig, Wei Wuxian." Kicherte er zufrieden.

Lan Xichen und Lan Wangji warfen sich beide einen kommentarlosen Blick herüber. Sie hatten am Tisch in der Mitte platz genommen und saßen akkurat im Lotussitz voreinander.

Lan Wangji öffnete plötzlich seinen Lippen und stieg in das Gespräch mit ein.
„Es wäre das zweite Mal, das ihr heute einer Meinung seid." Sage er ruhig.

Plötzlich hörte man es aus dem Regal Rascheln.
„Das zweite Mal?" Fragte Wei Wuxian verwundert mit leicht hohem Ton.

In diesem Moment klopfte es an der Tür und die Stimme der Dame, welche sie in Empfang genommen hatte war zu hören.
„Meine Herren, ich bringe das Essen!"

„Ou!" Rief Wei Wuxian aus, während er in windeseile zur Tür sauste. Bao Tian sprang ebenfalls in die Aufrichtung, als Wei Wuxian auch schon die Tür öffnete. Freundlich strahlte er die Dame an, als er sagte:
„Kommen Sie herein, Sie werden schon sehnlichst erwartet!"

Die Dame stand nicht alleine vor der Tür, sondern hatte noch eine zweite, jüngere Frau dabei. Sie trugen beide mehrere Tabletts übereinander gestapelt, die mit lauter Köstlichkeiten angerichtet waren.
Die beiden lächelten die Männer freundlich an, als sie auch schon hereintraten.

Lan Wangji und Lan Xichen gaben den Tisch vorläufig wieder frei und alle vier scharrten sich um die zwei Damen und schauten ihnen mit regem Interesse zu, wie sie begannen die Speisen auf dem Tisch zu servieren.

Ganz zur Freude Wei Wuxian´s befand sich auch ein Krug mit Alkohol unter den Speisen und mit ganz besonderem Interesse beäugte er den Krug und lies ihn nicht mehr aus den Augen.

„So!" Sagte dir ältere Dame mit dem rundlicheren Gesicht.
„Lassen sie es sich schmecken die Herren. Da es schon spät ist, würde wir nun auch zu Bette gehen. Wenn das für Sie inordnung ist, würden wir gleich morgen früh wieder abräumen. Lassen sie also ruhig alles so stehen. Wir kümmern uns schon da rum."

Lan Xichen nickte den Damen freundlich zu.
„Aber selbstverständlich. Habt vielen Dank für solch späte Mühe!"
Lan Xichen verneigte sich dankend vor den zwei Damen und auch die anderen Drei taten es ihm gleich.

Die zwei Damen verabschiedeten sich schließlich wieder und verließen den Raum. Ihre leisen Schritte waren noch zu hören, während sie die Treppe im Flur hinunterschritten.

Lan Xichen wendete sich zum Tisch.
„Also dann, lasst es uns schmecken."

Das ließen sich Wei Wuxian und Bao Tian nicht zweimal sagen und sogleich suchte sich jeder einen Platz an dem reichlich gedeckten Tisch und sie begannen ihr spätes Mahl zurfieden zu sich zu nehmen.


Es war spät in der Nacht. Dunkle Schatten umhüllten das Zimmer und Lan Xichen konnte nur das leise Atmen von Bao Tian's ruhigem Schlaf hören.

Die Männer hatten nach ihrem festlichen Mahl noch lange zusammen gesessen und sich unterhalten. Wei Wuxian und Bao Tian leerten vergnügt den Alkohol Krug im Alleingang, während Lan Xichen und Lan Wangji ihre innere Uhr hörten, die seid 21 Uhr, unaufhörlich nach Schlaf verlangte.

Als sie ihre gesellige Runde auflösten, entschieden sich Lan Wangji und Wei Wuxian für die zwei Betten in der linken Zimmerhälfte und Lan Xichen und Bao Tian übernahmen die rechte Zimmerhälfte.
Sie schliefen alle vier rasch ein und der anstrengende Tag verlangte nach einer erholsamen Nacht.

Lan Xichen öffnete seine Augen. Sein Hals fühlte sich leicht trocken an.
Er kam langsam in die Aufrichtung, als sein Oberkörper in den fahlen Schein des Mondes eintauchte. Seine langen, offenen Haare fielen ihm in sein Gesicht, als er zu seiner linken Seite schaute.

Bao Tian lag neben ihm, sein Gesicht wirkte ruhig und entspannt und seine Brust hob sich durch seine Atmung leicht auf und wieder ab.
Einen Moment noch betrachtete Lan Xichen den Mann neben sich, als er dann leise und vorsichtig aufstand. Er verließ auf leisen Zehenspitzen das Zimmer und begab sich nach unten in die Küche. Dort trank er zwei Gläser Wasser und wusch sich einmal sein Gesicht, ehe er leise wieder nach oben ging.

Mit einem leisen Knacken öffnete er die Zimmertür und spähte hinein in die Dunkelheit. Es war still und alle schienen zu schlafen. Lan Xichen schlich auf leisen Füßen wieder zurück zu seinem Bett, doch als er an der kleinen Komode nicht weit vom Bett entfernt vorbei kam, fiel sein Auge plötzlich auf etwas weißes, das im hellen Mondschein geradezu erstrahlte.

Er blieb stehen und erkannte Bao Tian´s Kleider, welche ordentlich gefaltet auf der Kommode lagen. Doch in seinen Kleidern steckte eine weiße Schriftolle.
Es war der Brief, welchen Madame Mao an Bao Tian geschrieben hatte und Lan Xichen selbst, hatte ihn ihm persönlich übergeben.

Lan Xichen streckte langsam seine Hand nach dem Brief aus, als er sie plötzlich ruckartig wieder zurück zog.
-Was war er gerade im Begriff zu tun? Es schickte sich nicht, in dem Hab und Gut anderer Menschen herumzuschnüffeln.-

Lan Xichen´s Hand erstarrte in ihrer Position, als sein Blick herüber zu Bao Tian fiel. Dieser lag noch immer regungslos in seinem Bett und schien tief und fest zu schlafen.

Lan Xichen wollte wieder zurück zu seinem Bett gehen, doch der weiße Brief, welcher im hellen Mondschein nur so nach Aufmerksamkeit schrie, lies ihn einfach nicht mehr los.
Er atmete einmal tief ein und er kniff seine Augen fest zusammen, als er noch einmal seine Hand zögerlich nach dem Brief ausstreckte.

-Nur einmal kurz gucken!- Dachte er sich, als er mit seinen Fingerkuppen auch schon das feine Papier berührte.
Lan Xichen nahm den Brief in die Hand und drehte ihn ein paar mal zwischen seinen schlanken Fingern hin und her.

Es war eine einfache Schriftrolle, welche akkurat zusammen gerollt war. Mit geschicktem Fingerspitzengefühl rollte Lan Xichen den Brief langsam auseinander, als plötzlich ein kleines Stoffsäckchen aus der Rolle heraus rutschte.

Lan Xichen fing das kleine Säckchen schnell auf, welches gerade so groß war, dass zwei Finger durch die Öffnung gepasst hätten.
Er begutachtete haargenau das kleine Stoffsäckchen, als ihm plötzlich ein süßlicher Duft durch die Nase fuhr.

Lan Xichen runzelte seine Stirn, als er das Stoffsäckchen zu seiner Nase führte und vorsichtig daran roch. Und in der Tat. Der süßliche Duft schien von dem Stoffsäckchen zu kommen.

Lan Xichen blickte sich noch einmal vorsichtig im Raum um, bevor er begann den kleinen Knoten der Schleife zu öffnen. Er linste in die kleine Öffnung und roch noch einmal an dem Stoffsäckchen. Der Duft war nun noch intensiver und Lan Xichen schloss für einen Moment seine Augen, als er versuchte zu erraten, um welchen Duft es sich handelte.

Doch dieser Geruch war neu für ihn und egal wie oft er daran roch, er wusste nicht genau um was es sich in dem Stoffsäckchen handelte.
Daher streckte er vorsichtig seinen Zeigefinger aus und er steckte ihn einmal behutsam in das Säckchen und zog ihn dann wieder heraus. Ein weißliches Pulver hing an seinem Finger.

Lan Xichen betrachete einen Moment das weißer Pulver, bis er sich schließlich entschied einmal vorsichtig seine Zunge auszustrecken, um dann mit seiner Zungenspitze seinen Finger einmal vorsichtig zu berühren.
Das Pulver hatte einen süßen, lieblichen Geschmack. Lan Xichen nippte noch ein paar mal an seinem Finger, als sich das volle Aroma auf seiner Zunge entfaltete.

Es schmeckte angenehm, mild aber leicht süßlich und machte Lust auf mehr.
Erneut steckte Lan Xichen seinen Finger in das Stoffsäckchen und erneut leckte er an seinem Finger.
Es schmeckte gut, sehr gut und es berührte die Sinne.

Noch dreimal steckte Lan Xichen seinen Finger in das Stoffsäckchen, bis ihm schließlich selbst bewusst wurde, was er da eigendlich gerade tat.
Erschrocken über sich selbst, knotete er fix das Säckchen wieder zu, legte es in die Schriftrolle und rollte diese wieder zusammen. Ordnungsgemäß legte er den Brief wieder zwischen Bao Tian's Kleider, als er mit einem schlechten Gewissen da stand.

- Was hatte er sich nur dabei gedacht, zwischen Bao Tian's Kleidern herumzuwühlen und dann auch noch das scheinbar kostbare Gewürz zu probieren?-

Lan Xichen blickte mit schuldigem Blick nach unten, als er seine Zunge noch einmal gegen seinen Gaumen presste. Der süßliche, feine Geschmack lag noch auf seiner Zunge und das Aroma breitete sich in seinem Körper aus.

Als er noch darüber nachdachte, um was für ein Gewürz es sich wohl handelte, schritt er langsam wieder zurück zum Bett.

Vorsichtig hob er die Bettdecke an und schlüpfte wieder darunter. Nachdem er eine bequeme Liegeposition gefunden hatte, schloß er seine Augen und beruhigte sich mit dem Gedanken, dass er Bao Tian ja irgendwann mal frage könnte, was es mit dem kleinen Stoffsäckchen in Madame Mao's Brief auf sich hatte.

Was er nur zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnte, war das er noch in dieser Nacht, die Wahrheit über das Pulver herausfinden sollte...