Chapter 20.2

Wei Wuxian streckte beim Laufen seine Arme weit nach vorne aus, als er seine Handinnenflächen gegen die große Tür von Lan Wangji's Jingshi presste.
Mit einem gewaltigen Ruck flog die breite Tür auf und aufgebracht und außer Atem stürmte Wei Wuxian in den Pavillon.

Lan Wangji saß derweil entspannt in der Mitte des Raumes an einem kleinen Holztisch. In seiner rechten Hand hielt er eine Schriftrolle und war interessiert am Lesen, als die angenehme Stille und Ruhe durch Wei Wuxian's lautem Getöse gesprengt wurde. Ein starker Luftzug kam zur Tür herein und wirbelte die vielen Stoffe und Banner, welche an der Wand hingen auf, als Wei Wuxian aufgebracht und außer Atem rief:
„Lan Zhan es ist furchtbar!"

Lan Wangji hob langsam seinen Kopf an und legte die Schriftrolle auf dem Tisch ab, als er Wei Wuxian dabei beobachtete wie dieser hektisch die Tür wieder hinter sich schloss, sich kurz mit seinem Rücken an der Tür anlehnte und dann nach Luft rang.

Ruhig und mit klarer Stimme fragte Lan Wangji:
„Was ist furchtbar?"

Wei Wuxian holte einmal tief Luft, als er sich mit einem Ruck wieder von der Tür abdrückte und auf Lan Wangji zukam. Seine Worte waren noch leicht abgehackt und immer wieder machte er Pausen um Luft zu holen.
„...Ich...Ich habe gelauscht!"

Lan Wangji's rechte Augenbraue zuckte kaum sichtbar für einen kurzen Moment auf.
„Wei Ying, das ist in der Tat furchtbar. Lauschen gehört mit zu den Verboten in unserem Clan. Die Regeln besagen..."
Doch er kam nicht mehr dazu seinen Satz ganz auszusprechen, als Wei Wuxian sich schon vor ihm auf den Fußboden schmiss, sich auf dem kleinen Tisch mit seinen Händen abstützte und ihn aufgeregt unterbrach:
„Nein! Das meine ich nicht! Es geht um das was ich gehört habe! Lan Xichen...er soll heiraten!"

Nun stockte auch Lan Wangji für einen kurzen Moment der Atem, als seine bernsteinfarbenden Augen sich weiteten.
„Woher weißt du das?"

Wei Wuxian seufzte auf.
„Ich sagte doch gerade ich habe gelauscht. Ausversehen, ich wollte es gar nicht. Aber eh ich mich versah, war ich an Lan Qiren's Pavillon und dann habe ich die beiden sprechen hören. Ich konnte einfach nicht mehr weghören! Aber verstehst du, Lan Xichen soll heiraten!"
Wei Wuxian's Stimme piepste in den höchsten Tönen und seine Worte waren so schnell, dass es einem schwer fiel ihm richtig zu folgen.

Lan Wangji atmete einmal kurz tief ein.
„Wen soll er heiraten?" Fragte er ruhig um Wei Wuxian etwas auszubremsen.

„Die Tochter irgendeines Sect Leader's von irgendeinem Clan aus besagten, irgendwelchen Gründen!"
Sagte Wei Wuxian schon fast zornig. Dabei wedelte er erst wild mit seinen Händen in der Luft herum um dann mit beiden Händen auf den Tisch zu hauen. Es rummste laut und die kleinen Teetassen begannen zu klirren.
„Wir müssen doch etwas unternehmen!" Sagte er forsch, während er Lan Wangji einen entschlossenen Blick zuwarf.

Lan Wangji gab sich aller größte Mühe Wei Wuxian zu folgen, aber dieser war so aufgebracht und zerstreut, dass in seinen Worten keine sinnvolle Struktur zu erkennen war.
„Wei Ying!" Sagte Lan Wangji abermals mit ruhiger Stimme. Dabei streckte er seine rechte Hand über den Tisch aus und berührte Wei Wuxian's Arm.
„Erst Atmen, dann sortieren und dann sprechen. So kann ich dich nicht verstehen. Erzähl langsam und von vorne."

Wei Wuxian's Schultern zogen sich einmal angespannt nach oben. Dann holte er einmal tief Luft um sich zu beruhigen. Er klatschte sich mit seinen flachen Handinnenflächen auf die Wangen und schloss für einen Moment seine Augen.
Dann begann er erneut und ruhig zu erzählen:
„Lan Qiren möchte das Lan Xichen seine Pflicht als Sect Leader erfüllt und sich vermählt. Die Tochter des Tai Jinan Clan's scheint ihr Interesse bekundet zu haben und Lan Qiren sagte es sei Lan Xichen's Pflicht die Blutlinie der Lan's fortzuführen!"
Mit diesem Satz starrte Wei Wuxian Lan Wangji mit großen Augen an und erwartete einen empörten Aufschrei.

Doch nichts geschah.

Lan Wangji schaute Wei Wuxian regungslos und ohne eine Miene zu verziehen an.

Wei Wuxian verstand nicht und blickte sein Gegenüber fassungslos an. Er machte mit seiner Hand eine auffordernde Bewegung und wartete darauf, dass Lan Wangji nun endlich etwas sagen würde.
Doch dieser öffnete nur langsam seine Lippen und sagte ruhig:
„Das klingt nicht ungewöhnlich. Mein Bruder ist durchaus mehr als alt genug für eine Hochzeit und Nachkommen zu zeugen in seiner Position ist der Lauf der Dinge."

Wei Wuxian's Mund klappte sprachlos nach unten. Zum ersten Mal in seinem Leben ärgerte ihn Lan Wangji's emotionsloses Gemüht und zwar so dermaßen, dass er seine rechte Hand kurz zu einer Faust zusammenballte. Er kniff seine Augen fest zusammen, als ein paar merkwürdige Töne, die fast wie Flüche klangen, über seine kraus gezogenen Lippen kamen.
„Ahhh!" Schrie er aus den tiefen seiner Lunge kurz auf, als er plötzlich sich nach vorne über den Tisch lehnte, Lan Wangji am Kragen griff und ihn ruckartig zu sich herüber zog.
„Jetzt hör mal gut zu Lan Zhan! Das ist ein Notfall!
Wir stecken bis zum Hals in einer Krise!
Wie kannst du so abgebrüht und stumpf irgendwelche Fakten benennen wenn es ihr um dir emotionalste Angelegenheit deines eigenen Bruders geht?
Sein Liebesglück steht hier auf der Kippe und die Einzigen die diese Katastrophe des Unglücks noch verhindern könnten sind wir zwei!"
Wei Wuxian hatten einen stechenden Ausdruck in seinen Augen, als er direkt in Lan Wangji's blickte. Er zog noch einmal kräftig an Lan Wangji's Kragen und zurrte ihre Gesichter noch näher zusammen.
„Lan Xichen kann von Glück sprechen, dass es mich noch in der Cloud Recesses gibt, denn mit dir als sein einziger Verbündeter hätte er nicht mal den Hauch einer Chance diese Hochzeit zu verhindern, da ein Aufstand gar nicht erst zustande käme, da der wichtigste Verbündete nicht einmal mitbekommen hätten, dass überhaupt ein Problem vorliegt!"

Lan Wangji's Augen weiteten sich als er trocken aber ehrlich nachfragte:
„Welches Problem?"

Wei Wuxian zog schnaufend die Luft durch seine Nase, als ihm fast der Kragen platzte:
„Herr Gott nochmal Lan Zhan! Stell dich nicht so dumm.
Bao Tian! Das Problem heißt Bao Tian!
Du weißt doch wovon ich rede. Du hast es viel eher bemerkt als ich. Wie kann Lan Xichen eine Frau heiraten wenn er doch in Wahrheit..."

Doch der Rest von Wei Wuxian's Satz wurde in einem kaum hörbaren Genuschel erstickt, als Lan Wangji plötzlich rasch seine Hand nach vorne streckte und Wei Wuxian's Mund vollständig bedeckte.
Lan Wangji's Augen bekamen plötzliche eine ernsthafte Tiefe als er leise flüsterte:
„Du solltest deine Stimme etwas zügeln. Es gibt manche Angelegenheiten die sind nicht für jedermans Ohren gedacht und manche Probleme sind auch nicht dafür gedacht, das Außenstehende sich da einmischen! Es gibt manche Dinge auf dieser Welt über die wir keine Macht ausüben können, da sie nicht dafür bestimmt waren, dass wir versuchen sie zu lenken! Wenn die Entscheidung zu Handeln nicht von der betroffenen Person selbst kommt, ist das Resultat, auch wenn du es noch so gut gemeint hast, wertlos.!"

Wei Wuxian's Augen weiteten sich, als Lan Wangji langsam seine Hand wieder zurückzog und Wei Wuxian's Mund wieder freigab.
Wei Wuxian's rechte Hand, welche sich noch immer fest in Lan Wangji's weißen Kragen krallte, lockerte sich ebenfalls und auch er lies wieder von Lan Wangji ab.
Entrüstet lehnte er sich zurück und hauchte sprachlos:
„Das ist deine Antwort? Und das obwohl dein eigener Bruder dich vor eurem Onkel in Schutz..."

Doch plötzlich unterbrach sich Wei Wuxian selbst. Schnell hielt er seine Hand vor den Mund und entschied sich, dass es besser wäre diesen Teil auszulassen.

Doch Lan Wangji's Interesse war schon geweckt als er nachfragte:
„Was hat mein Bruder getan?"

Wei Wuxian schüttelte schnell seinen Kopf verneinend hin und her.
„Ach nichts, ach nichts. Schon vergessen, war nicht so wichtig."

Lan Wangji warf Wei Wuxian noch einen kurzen, fragenden Blick zu, doch Wei Wuxian verstummte und so verging ein Moment des unangenehmen Schweigens.

Lan Wangji drehte seinen Kopf zur Seite und blickte hinaus aus dem Fenster. Wei Wuxian musterte zwar sein Gesicht eindringlich, aber er konnte nicht wirklich erkennen, welche Gedanken gerade in seinem Kopf vor sich gingen.
Wei Wuxian seufzte einmal leise auf, als er entmutigt mit seinen Fingern dir kleine Teeschale auf dem Tisch anstupste.
Er stützte sein Gesicht schmollend in seine linke Hand ab, als er leise sagte:
„Tian...Es wird ihm das Herz brechen.."

Lan Wangji's Miene regte sich kein Stück, als er mit verklärtem Blick aus dem Fenster sah. Seine Wimpern zitterten bei jedem Augenaufschlag, als er leise erwiderte:
„Es wird ihnen beiden das Herz brechen."


Es war schon dunkel und die kleinen, hellen Kerzen in dem Pavillon flackerten bei jedem leichten Windzug auf.
Bao Tian saß am offenen Fenster und zupfte leise ein paar Töne auf seiner Liuqin an, während er geduldig auf Lan Xichen's Rückker wartete.

Plötzlich hörte er ein paar Schritte und leise ging die Tür einen Spalt auf, als ein hübsches Gesicht in den Kerzenschein tauchte und Lan Xichen den Raum betrat.
„Du bist ja noch wach?" Fragte er leise, während er sanft wieder die Tür hinter sich schloss.

Bao Tian's zartes Stück verstummte und er drehte seinen Kopf zur Seite, als er Lan Xichen's Gestalt entdeckte, welche anmutig sich auf ihn zu bewegte.
Bao Tian legte seine Liuqin zur Seite und befeuchtete einmal seine Lippen.
„Ich konnte noch nicht schlafen und dachte ich warte, bis du wieder heile zurück bist."

Lan Xichen blieb regungslos vor Bao Tian stehen. Der warme Kerzenschein schimmerte auf seinem dunklen, langen Haar wieder und erhellte seine ästhetischen Gesichtskonturen. Doch in seinem sonst so anmutigendem und sanften Gesicht war eine gewisse Traurigkeit zu erkennen. Sein Blick war verklärt und ein Schatten schien sich über sein Gemüt gelegt zu haben.

Bao Tian bemerkte sofort, dass etwas nicht inornung zu seien schien.
„Huan, ist alles ok? Du siehst blass aus."
Fragte er mit leicht besorgter Stimme. Er wollte sofort aufstehen und Lan Xichen seine Hand reichen, doch dieser streckte abweisend seine flache Hand nach vorne aus.
„Bleib sitzen. Es ist nichts. Ich bin nur etwas müde und möchte schlafen gehen. Könntest du dich für heute wohl zurückziehen?"

Bao Tian's Augen weiteten sich.
Noch nie zuvor hatte Lan Xichen ihn darum gebeten den Raum zu verlassen.

Ein kurzer Moment des Schweigens verging, als die beiden sich nur anblickten und keiner von beiden etwas sagte.
Schließlich nickte Bao Tian zaghaft, als seine Stimme tief und leise über seine Lippen kam.
„Sicher, du bist bestimmt müde. Ich werde rüber gehen und dich schlafen lassen."

Über Lan Xichen's Lippen huschte ein gequältes, aufgesetztes Lächeln, als er sich umdrehte und herüber zu seiner Kommode ging. Es war ein dunkler Holzschrank mit vielen kleinen Schubladen und einem runden Spiegel, welcher in Augenhöhe an der Wand hing. Er griff nach einer hölzernen, kleinen Haarbürste welche vor dem Spiegel auf der Kommode lag und begann sein dunkles Haar zu kämmen. Er löste seine Frisur und begann sich bereit für die Nacht zu machen.

Bao Tian stand derweil langsam auf. Er richtete den Platz auf dem er gesessen hatte wieder so her wie er ihn vorgefunden hatte. Mit seiner rechten Hand fasste er an seine Liuqin, als er sich bereit machte herüber in sein Zimmer zu gehen. Er seufzte einmal nachdenklich auf, als er sich langsam umdrehte. Doch dabei fiel sein Blick auf Lan Xichen, welcher wie in einer Trance vor der dunklen Kommode stand und begann sich langsam zu entkleiden.

Bao Tian erstarrte in seiner Bewegung. Seine Augen waren auf Lan Xichen gerichtet und es war wie ein Zauber der ihn umgarnte und ihn daran hinderte den Raum zu verlassen. Wie in einem Traum gefangen, starrte er schweigend zu Lan Xichen herüber und beobachtete jede seiner präszisen Bewegungen.
Das lange dunkle Haar, durch welches er sanft mit seinen zarten Händen strich. Die vielen Lagen heller Stoff, welche vorsichtig über seine Schultern glitten und eine helle und zarte Haut zum Vorschein brachten.
Seine Schultern waren anmutig und verführerrisch zugleich und seine Bewegungen waren fast ein wenig scheu, wie er seinen Körper Stück für Stück aus den vielen Lagen Stoff pellte.

Bao Tian schluckte einmal schwer, als Lan Xichen sich schließlich in seiner Anweseneit komplett entkleidet hatte. Sein muskulärer und definierter Rücken, gefolgt von einem wohlgeformten Hintern und zwei schlanken Beinen, erstreckte sich vor Bao Tian's wachem Auge und lies seinen Puls in die Höhe schnellen, während die süße Verlockung begann sich tief in seine Seele zu graben.

Lan Xichen bemerkte von alle dem nichts, denn seine Gedanken waren von unangehmer Natur verschleiert und sein ernster Blick spieglte sich in seinem Spiegelbild wieder.
Er griff rechts in ein Regal und zog seine Robe für die Nacht heraus. Vorsichtig faltete er den dünnen Stoff auseinander, als er seine Arme ausstreckte und sie schwungwoll über seine Schultern legte.

Es war dieser eine Moment, in dem Lan Xichen in den Spiegel blickte und zufällig Bao Tian's Spiegelbild hinter sich entdeckte.
Ihre Blicke trafen sich und ein Zucken schoss durch Lan Xichen's Körper, als er den Wachen Blick seines Untertanen bemerkte, der ihn fast wie eine Beute fixierte und ihn nicht mehr aus den Augen lies.

Lan Xichen's Finger zogen sich ruckartig zusammen und er war für diesen Moment nicht mehr in der Lage seine Robe vernünftig zu schließen, als er plötzlich im Spiegel sah wie Bao Tian seine Liuqin langsam wieder auf den Boden sinken lies und dann langsam auf ihn zukam.

Lan Xichen erstarrte wie in eine Art Schockstarre und er war nicht in der Lage seinen Blick abzuwenden oder sich zu Bewegen, als er beobachtete wie Bao Tian Schritt für Schritt von hinten auf ihn zukam. Es war zwar nur ein Akt von Sekunden, aber übertragen durch den Spiegel kam ihm dieser fesselnde Moment wie eine Ewigkeit vor und sein Puls stieg langsam an, als ihr Abstand sich immer weiter verringerte.

Bao Tian's Augen hatten einen stechenden Ausdruck, aber gleichzeitig auch eine unglaubliche Tiefe, als er seinen Herren nicht aus den Augen lies und sich langsam aber zielstrebig ihm näherte.
Behutsam streckte er seine großen Hände aus, als seine Fingerspitzen auch schon Lan Xichen's Hüfte berührten.

Ein Kribbeln schoss durch Lan Xichen's Körper, als er die zarte Berührung durch den dünnen Stoff der Robe spürte, welche sich aber schnell zu einem einnehmenden Verlangen entpuppte.

Bao Tian's großen, warmen Hände strichen über Lan Xichen's schmale Taillie, nach vorne über seinen straffen Bauch und begannen dann langsam an seiner Brust hinauf zu wandern.
Dabei berührte Bao Tian zärtlich mit seiner Nasenspitze Lan Xichen's Hals und striff durch das dunkle Haar, während er begann genüsslich ihre Köpfe aneinander zu reiben und seine Augen zu schließen.
Ihre Körper kamen sich immer näher und schließlich presste sich Bao Tian's Schritt eng an Lan Xichen's Hintern, als seine Arme von hinten seinen Herren alles einnehmen umschlungen und seine Fingerspitzen in den Kragen, der noch offenen Robe, glitten.

„Tian.." Jappste Lan Xichen einmal kurz erregt auf, als aber auch schon die langen Finger begannen über seine nackte Brust zu streicheln.
„Tian?" Sagte Lan Xichen erneut, dieses mal etwas verwarnender, als aber schon sein kleiner, linker Nippel zwischen zwei Fingern hin und her gedreht wurde.

„Ah." Stöhnte Lan Xichen leise auf. Er kniff seine Augen fest zusammen und versuchte gegen die aufkommende Erregung gegenzusteuern, doch über seine zarte Haut legte sich bereits eine feine Gänsehaut, als er Bao Tian's Atem in seinem Nacken verspürte und dieser begann zärtlich seinen Hals zu liebkosen.
„Tian...nicht...hör auf." Hauchte Lan Xichen, seine Hände Einhalt gebietend auf Bao Tian's Hände legend.

Doch Bao Tian war wie in einer Trance, als er begann mit allen Sinnen den begehrten Mann vor sich zu erspüren.
Er roch Lan Xichen's lieblichen Körperduft, spürte seine wohltuende Körperwärme und schmeckte mit seinen Lippen den Geschmack seiner zarten Haut.
Er öffnete seinen Mund und begann zärtlich aber bestimmt in den schlanken Hals zu beißen.

„Ah." Stöhnte Lan Xichen erneut leise auf.
Er drehte seinen Kopf zur Seite, wollte sich der Zuneigung entziehen, doch Bao Tian stemmte ihn mit seiner Hüfte gegen die Kommode. Es rappelte und Lan Xichen spürte einen leichten Schmerz, als sich die Griffe der Kommode in sein Fleisch bohrten.

„Tian! Schluss jetzt, hör auf. Ich will nicht." Sagte er zwar leicht vor Aufregung jappsend, aber mit leichtem Zorn in seiner Stimme.

Schließlich erstarrte Bao Tian in seiner Bewegung und er öffnete zum ersten Mal wieder seine Augen. Er schaute in den Spiegel und sah Lan Xichen's Gesichtsausdruck im Spiegel, welcher sich in einem quälenden Zwiespalt zwischen erregter Lust und zerbrechlicher Traurigkeit befand.
Bao Tian presste einmal die Luft aus seiner Lunge, als er leise hauchte:
„Bist du immer noch sauer wegen heute Nachmittag?"

Lan Xichen wimpern flatterten auf, als er ein paar mal blinzelte und dann seinen Blick senkte.
„Nein, ich bin nicht sauer wegen heute Nachmittag.." Sagte er leise und schwermütig.

„Ist es wegen dem Gespräch mit Lan Qiren?" Bao Tian's Stimme wies eine direkte und tiefe Betonung auf und er beobachtete genau Lan Xichen's Gesichtsausdruck, als er den Namen dessen Onkels aussprach.

Lan Xichen's rechter Mundwinkel begann zu zucken und erneut zitterten seine schwarzen Wimpern bei jedem Augenaufschlag.
„Es ist nichts...ich bin nur nicht in der Stimmung und einfach nur müde." Versuchte Lan Xichen das Gespräch zu umgehen.

Doch Bao Tian glaubte ihm kein Wort. Er kannte Lan Xichen seid so vielen Jahren in und auswendig. Er wusste genau wenn ihn etwas zu bedrücken schien.
„Huan..." Flüsterte Bao Tian leise in Lan Xichen's Ohr.
„Ich möchte dir nur sagen, dass ich für dich da bin. Ganz gleich was auch geschieht, du kannst mir alles erzählen. Du bist mir das Wichtigste auf der Welt. Ich ertrage es nicht dich alleine Leiden zu sehen."

Diese Worte, gehaucht in sein Ohr und gefüllt mit so viel Liebe drangen tief in Lan Xichen's Seele ein und berührten einen wunden Punkt. Die ganze Zeit hatte er versucht diese Gefühle von Sehnsucht, Hoffnung, Angst und Wünschen zu verdrängen. Er wollte stark sein, er hatte eine Entscheidung zu treffen und er wollte sich selbst beweisen, dass er es schaffen würde ihnen Stand zu halten.
Doch es reichte nur eine einzige Berührung und ein paar Worte von Bao Tian und all seine Selbstdisziplin und Willensstärke war dahingeschmettert.
Lan Xichen schloss seine Augen, seine Lippen begannen zu beben, als eine klare Träne, eine nach der anderen begann über seine Wangen zu rollen.

Bao Tian wusste, dass er genau jetzt gebraucht wurde und so hielt er Lan Xichen behütend in seinen Armen und begann zärtlich die Tränen von seiner Wange hinweg zu küssen.
Eine ganze Weile standen sie so in ihrer Umarmung und Bao Tian hielt ihn so fest, als wäre er das kostbarste auf der Welt.
Der Raum hüllte sich in Schweigen und Bao Tian wartete anständig, doch Lan Xichen sprach nach wie vor kein Wort.

Eine ganze Weile verging und als Lan Xichen's Tränen schließlich verstummten küsste Bao Tian behütend auf Lan Xichen's Haar und flüsterte leise:
„Ich kann warten, bist du bereit bist es mir zu erzählen."

Diese Worte waren erneut wie ein Stich in Lan Xichen's Herz, denn er hatte sich geschworen vorerst niemandem von dem Gespräch mit Lan Qiren zu erzählen. Er selbst war noch zu keiner Entscheidung gekommen und so wollte er niemand anderes damit belasten bis er nicht mit sich selbst im Reinen war.
Langsam öffnete Lan Xichen seine bebenden Lippen. Seine Stimme war dünn und zerbrechlich:
„Versprich mir Tian, ganz gleich was auch geschieht, dass du für immer bei mir bleiben wirst."

Bao Tian's Augen weiteten sich, als er nach vorne in den Spiegel sah. Ihr Blicke trafen sich.
„Ich werde immer bei dir bleiben, solange wie du mich an deiner Seite duldest, werde ich mich niemals von dir trennen, Huan! Niemals!"
Bao Tian's Stimme war tief, voller Ehrlichkeit und Hingabe.
Er fasste plötzlich an Lan Xichen's Schultern, drehte ihn ruckartig um und stieß ihn mit einem Ruck gegen die Kommode, während seine Finger sich in Lan Xichen's dunkles Haar vergruben und er ihn hingebungsvoll begann zu küssen.

Ihre Lippen pressten sich fest aufeinander und Bao Tian forderte groben Einlass in Lan Xichen's feuchte Mundhöhle, als er seinen Mund weit öffnete und seine Zunge voranschickte.
Lan Xichen's Hintern wurde derweil hart gegen die Kommode gepresst und er schlang schließlich seine Arme haltsuchend um Bao Tian's Hals, als er die feurige Zuneigung seines Untertanen erwiderte.

Ihr Kuss war feurig und wild und ihre Körper pressten sich kraftvoll aneinander, während ihre Hände hektisch den Körper des anderen erkundeten.
Lan Xichen bekam kaum Luft, so feucht und atemraubend war ihr Kuss, aber er selbst konnte auch keine Sekunde von Bao Tian lassen, als das Feuer der Leidenschaft in ihren Herzen entflammte.

Bao Tian nippte und biss immer wieder in Lan Xichen's zarte Unterlippe, während seine Hände begannen den dünne Stoff der Nachtrobe von Lan Xichen's Schulter herunterzustreifen.

„Ah." Stöhnte Lan Xichen kurz nach Luft ringend auf, als Bao Tian begann an seinem Kinn und Hals hinab zu küssen.
„Tian...Tian..." Hauchte er über seine geröteten Lippen, als er seinen Kopf leicht nach hinten fallen lies und seine Kehle Tian's Küssen schutzlos auslieferte.
Seine langen, schlanken Finger krallten sich in Bao Tian´s dunkles, welliges Haar, als er genussvoll seine Augen schloss. Obwohl er gerade zu genießen schien und Bao Tian's leidenschaftliche Berührungen ein Feuer in seinem Körper entfachten, wies sein Gesicht eine gewisse Traurigkeit auf und seine Stimme war den Tränen nahe, als er leise wimmerte:
„Ich liebe dich...ich liebe dich Tian...!"

Bao Tian blickte auf, seine Küsse verstummten. Er fasste mit seinen Händen an Lan Xichen's Hinterkopf und zog ihn wieder näher an sich heran. Ihre Blicke trafen sich, ihre Gesichter nur wenige Zentimeter auseinander, als Bao Tian ihn mit seinen großen dunklen Augen ansah und leise flüsterte:
„Und ich liebe dich, Huan! Und keine Macht der Welt wird daran etwas ändern können. Du bist mein, du gehörtst mir. Nur mir...!"
Mit diesen Worten fiel Bao Tian erneut über Lan Xichen her und er küsste ihn forsch und innig, wärend seine gierigen Hände an Lan Xichen's Rücken hinunter glitten. Sie strichen über die schmale Taillie, weiter nach unten über die runden Pobacken, als er mit einem starken Griff plötzlich an Lan Xichen's Oberschenkel fasste und ihn schließlich mit einem gewaltigen Ruck anhob und auf die Kommode setzte.

Es rappelte und knackte laut, als Lan Xichen mit einem Ruck auf der Kommode zum Sitzen kam. Die hölzerne Haarbürste fiel zu Boden und Lan Xichen's Beine spreitzten sich weit auseinander, als er seine Unterschenkel hinter Bao Tian's Rücken verschränkte und ihn einladend umklammerte.

Bao Tian's Schritt drückte sich einmal kraftvoll nach vorne, als er begann sich gegen Lan Xichen's Glied zu pressen.
Im Nu rutschte auch der Rest von Lan Xichen's Nachtrobe an seinem Oberkörper hinunter und er saß schließlich splitterfasernackt auf der Kommode, während Bao Tian ihn überall am Körper mit seinen Lippen liebkoste und seine Hüfte sich immer wieder forsch vor und zurück bewegte.

Lan Xichen spürte Bao Tian's steifes Glied, welches sich offensichtlich schon durch seine Hose presste und welches sich immer und immer wiede aufdringlich gegen seinen eigenen nackten Penis zu rubbeln.
Lan Xichen wurde ebenfalls hart im Schritt und er lies sich seicht nach hinten auf seine Ellenbogen fallen, bis sein Hinterkopf schließlich den Spiegel an der Wand berührte.

Bao Tian begann derweil immer lauter aus Erregung durch seine Nase zu schnaufen, als er einen Bluterguss nach dem nächsten auf Lan Xichen's blasse Brust platzierte.
Als er begann mit seiner Zunge an den kleinen, pinken Nippeln herumzuspielen bis sie steif wurden und anschwollen, öffnete Lan Xichen seinen Mund und jappste unruhig nach Luft. Sein zartes Gestöhne war wie Musik in Bao Tian's Ohren und er konnte nicht von ihm ablassen und kitzelte einen Ton, höher als der andere aus seinem Herren heraus.

Lan Xichen's Augen wurden glasig und sein Körper begann nach so viel mehr zu verlangen. Langsam und fast ein wenig zittrig streckte er seine Hände nach Bao Tian aus und er begann leicht hektisch den Knoten von dessen Robe zu lösen.

Für einen Moment zuckte Bao Tian zusammen, als er spürte wie Lan Xichn ihn langsam versuchte aus seinen Kleidern zu befreien. Es fegte ein erotisches Kribbeln durch seinen Körper und seine Neugierde wurde geweckt, als er auf Lan Xichen´s schlanken Finger starrte.
Er lies plötzlich von Lan Xichen ab und richtete sich gerade auf. Seine großen Hände legte er links und rechts entspannt auf Lan Xichen's Hüfte ab und er blickte hinab in das Gesicht seines Sect Leader's, welches an männlicher Schönheit kaum zu übertreffen war.

Lan Xichen erwiderte Bao Tian's Blick und für einen kurzen Moment hörten seine Finger auf sich zu bewegen, als er etwas unsicher versuchte Bao Tian's starren Gesichtsausdruck zu deuten.
Doch dieser nickte ihm bestätigend zu und sagte mit tiefer Stimme:
„Mach ruhig weiter. Ich will nur zusehen, wie du mich entkleidest."

Lan Xichen schluckte einmal schwer, als seine Wangen sich in ein zartes Rosé tauchten. Seine Finger begannen sich langsam wieder zu bewegen und den Gürtel in Bao Tian's Taillie zu lösen.
Lan Xichen kam langsam wieder in die Aufrichtung und während er breitbeinig vor BAo Tian saß, begann er Stück für Stück dessen Kleider von seinen Schultern zu streifen. Die Stoffe fielen mit einem dumpfen Ton zu Boden, als seine schlanken Finger sich nach Bao Tian's Hosenbund ausstreckten. Er öffnete die Hose und strich sie langsam von Bao Tian's breiter Hüfte.

Sein großer, steifer Penis kam zum Vorschein und Lan Xichen spürte bei diesem Anblick seinen eigenen, nervösen Herzschlag, welcher immer weiter anstieg.
Schließlich war auch die letzte Hülle Stoff zu Boden gefallen und Bao Tian stand in seiner vollen Erscheinung vor Lan Xichen, welcher sich kurz die Zeit nahm, ihn einmal ausgiebig zu betrachten. Schließlich blieb sein Blick an Bao Tian´s bestem Stück hängen, welches imposant nach vorne abstand.

„Fass ihn an..." Sagte Bao Tian mit tiefer, rauer Stimme, als sein durchdringender Blick Lan Xichen an Ort und Stelle fesselte.
Diese Worte, diese tiefe, vertraute Stimme und dieses heiße Kribbeln in seinem Körper versetzten Lan Xichen in ein Feuerwerk von Gefühlen und Lust.
Seine schmalen Lippen öffneten sich leicht, als er einmal tief Luft holte. Sein Blick war fest auf Bao Tian's beeindruckendes, steifes Glied gerichtet, als er vorsichtig seine rechte Hand ausstreckte und es dann langsam mit seinen Fingern umschloss.

„Ah..." Stöhnte Bao Tian tief auf, als Lan Xichen's schlanken Finger sich um seinen prallen Schaft legten und dann gefühlvoll begannen hoch und runter zu gleiten.
Sie beide konnten ihre Blicke nicht lösen und sie schauten gemeinsam zu, wie Lan Xichen's geschickten Handgriffe Bao Tian's Spitze bald zum überquellen brachten und sein Glied noch größer anschwoll.

Bao Tian's Gestöhne ging in ein tiefes, fortlaufendes Atmen über, als er seine Lippen befeuchtete und leise flüsterte:
„Berühr dich selbst, mit deiner anderen Hand."

Lan Xichen tat wie ihm befohlen wurde, denn die angespannte Lust und das stetige ansteigen seines Pulses brachten ihn auf den Höhepunkt seiner Adrenalin geladenen Ekstase. Er umschloss mit seiner linken Hand seinen eigenen, steifen Penis und begann mit beiden Händen im Takt auf und abzufahren.

Bao Tian's Fingerspitzen krallten sich langsam in Lan Xichen's Hüfte, während er das Geschehen für keine Sekunde aus den Augen lies.

Lan Xichen dagegen kniff seine Augen fest zusammen und sein Mund öffnete sich immer weiter, als das Gefühl der sexuellen Stimulierung langsam begann intensiver richtung Hüfte zu strömen.
Es dauerte nicht lange und Lan Xichen war am Ende seiner Geduld angekommen. Er öffnete seine glasigen Augen, als er Bao Tian bettelnd ansah. Seine zarten Lippen öffneten sich als er leise hauchte:
„Tian, ich kann nicht mehr. Fass mich an, bitte."

Es waren die Worte auf die Bao Tian geduldig gewartet hatte und ein befriedigender und triumphierender Ausdruck legte sich über sein erregtes Gesicht.
„Komm her, halt dich fest."' Flüsterte er in Lan Xichen's Ohr, als er an dessen Oberarme fasste und sie über seine eigenen Schultern legte.

Lan Xichen zurrte seine Arme fest zusammen und er krallte sich mit aller Kraft an Bao Tian fest, als dieser plötzlich mit seiner linken Hand zwischen seinen Schenkeln abtauchte und den Eingang in ein kleines Loch ertastete.

„Ah." Stöhnte Lan Xichen hoch auf, als der lange und große Zeigefinger Bao Tian's sich langsam in sein kleines Loch hinein schob.
Ein unstillbares Prickeln schoss durch seine Glieder und er lies seinen Kopf nach hinten in den Nacken fallen, als zeitgleich Bao Tian's rechte Hand sich um seinen Penis legte und begann sein Glied wieder im Takt zu stimulieren.

Lan Xichen stöhnte laut auf, als Bao Tian begann mit seinem Finger immer wieder in ihn einzudringen. Es wurde bald immer feuchter in seinem Schritt und die vielen Lusttropfen quollen aus seiner Spitze heraus und liefen hinunter über Bao Tian's Finger.

Lan Xichen stöhnte im Rhythmus auf und seine Hüfte begann zaghaft im Takt mitzuschieben, als Bao Tian begann das kleine Loch immer weiter auszudehnen und einen weiteren Finger nachzuschieben.
Nachdem mit Leichttigkeit drei Finger reibungslos rein und wieder rausgleiten konnten, zog Bao Tian seine Finger wieder heraus und er entließ Lan Xichen's Glied aus seiner Stimulierung.

Lan Xichen's Brust hob sich derweil von seiner rauen Atmung schon stark sichtbar auf und wieder ab und seine glasigen Augen bettelten nach so viel mehr.
Bao Tian fasste ihn zärtlich an den Schultern und drückte seinen Körper ihn behutsam hinunter auf die Kommode. Lan Xichen stützte sich mit seinen Ellenbogen nach hinten ab und er blickte erwartungsvoll in Bao Tian's funkelnde Augen.
Dieser holte einmal tief Luft und sein muskulöser Beustkorb hob sich einmal deutlich sichtbar an, als er schließlich an Lan Xichen's Hüfte fasste und ihn ruckartig ein Stückchen näher an sich heran zog.
„Bist du bereit? Huan, Wenn ich könnte würde ich dich mit Haut und Haaren verschlingen. Dann wärst du mein...für immer und ewig."

Lan Xichen's glänzende Augen weiteten sich und der fahle Kerzenschein reflektierte sich in ihnen wieder. Es blieb ihm keine Zeit mehr auf Bao Tian's verlangende Worte einzugehen, als er kurz noch seinen Atem anhielt, bevor Bao Tian plötzlich seine Hüfte kraftvoll, aber mit Gefühl vorstieß.

„Ah." Stöhnten sie beide laut auf, als ihre Körper schließlich eins wurden und das befriedigende Gefühl, welches noch nach so viel mehr verlangte, durch ihre Körper schoss.
Bao Tian packte kraftvoll an Lan Xichen's Hüfte und er begann eifrig und voller Leidenschaft sein steifes Glied in das kleine Loch seines Herren zu versenken. Die Kommode knackte im Takt und Lan Xichen´s Ausrufe der Lust erfüllten den Raum, während Bao Tian's Penis unaufhörlich in ihn eindrang.

„Ah...ah..." Stöhnte Lan Xichen ungehalten, während Bao Tian langsam, aber stetig sein Tempo erhöhte.
Lan Xichen's Kopf fiel erneut nach hinten in seinen Nacken und er berührte bald den Spiegel an der Wand, während Bao Tian ihn auf der Kommode so durchnahm, dass das Holz bald bei jedem Hieb laut zu knacken begann.

Lan Xichen wurde immer kraftvoller gegen die Wand gestemmt und im Eifer des Gefechts wollte er sich mit seiner rechten Hand etwas nach hinten an der Wand abstützen, doch ihr Akt war so ungezügelt, dass plötzlich mit einem lauten Scheppern der Spiegel von der Wand fiel und hinter die Kommode auf den Boden schlug.
Es klirrte laut, als das Glas des Spiegel zerbarst und sich überall sich auf dem Fußboden verteilte.

„Ah...der...Spiegel..." Sagte Lan Xichen atemlos, während jeder Hieb von Bao Tian seine Worte unterbrach.

Bao Tian schnaufte zufrieden durch seine Nase, als er ächzend sagte:
„Solange du noch Augen für den Spiegel hast, scheint es ja noch Luft nach oben zu geben."
Mit diesem Satz packte Bao Tian plötzlich kräftig an Lan Xichen's Oberschenkel und hob sie leicht an. Dadurch drückte sich seine Hüfte leicht nach oben und veränderte dadurch den Winkel von Bao Tian´s Eindringen. Kraftvoll drang dieser erneut tief und weit in Lan Xichen ein und berührte dadurch mit der Spitze seines Penises einen sensiblen, erogenen Punkt an der innenliegenden Darmwand.

„Ah!" Schrie Lan Xichen laut auf, als seine Prostata hart und ungezügelt stimuliert wurde.
„Nicht, nicht...Tian.." Wimmerte Lan Xichen auf, als mit einem mal ein heftiges Kribbeln durch seinen Körper schoss.
Seine Hände suchten hektisch irgendwo halt und so krallten sich seine Fingernägel in die Oberrläche der dunklen Kommode und es kratzte und scharpte laut, als sie im Rhythmus über die Oberfläche ratschten.
Bao Tian's Mundwinkel bogen sich derweil zufrieden nach oben, als er schaufend über Lan Xichen lehnte und die vielen zarten Ausrufe der Befriedigung, aus der Kehle seines Herren hörte.
Feiner Schweiß bildete sich auf seiner Stirn und er merkte selbst, dass er bald seinem Höhepunkt nahe war.

Lan Xichen's Gestöhne wurde derweil immer lauter und es war nicht zu verkennen, dass er ebenfalls auf dem Weg war, einen intensiven Höhepunkt zu erleben.
Durch das Geschaukel der Kommode öffneten sich langsam immer mehr Schubladen und die erste fiel bald nach vorne aus ihrem Fach, als Bao Tian dabei war sie beide zum Höhepunkt zu befördern.
Erneut schepperte es laut, als die Holzschublade zu Boden fiel und ihr Inhalt sich zwischen Bao Tian's Füßen verteilte.
Doch dieses mal hatte keiner von beiden mehr Zeit dafür, auch nur für eine Sekunde, an ihre nächtliche Zerstörung des Mobiliars nachzudenken.

Lan Xichen riss seine Augen weit auf, als er ein letztes Mal aufwimmerte:
„Tian, Tian, ich komme."

Bao Tian schloss genüßlich seine Augen und er lehnte sich mit seinem Oberkörper ein Stück weiter nach unten als er laut schnaufte:
„...Zusammen..."

Das heiße Prickeln in ihren Körpern, welches nun zu seinem absoluten Höhepunkt gelangte, schoss befreiend durch ihre Hüften und entledigte sich in einem Druck, welcher pulsierend in Form von hellem Sperma herausschoss.
Die beiden Stöhnten laut auf und ihr Puls und Herzschlag schnellten in die Höhe.

Lan Xichen's Mund öffnete sich weit, während er jappsend nach Luft rang. Seine schmalen Lippen öffneten und schlossen sich und sein langes Haar lag wirr unter seinem Rücken auf der Kommode.

Bao Tian hatte seine Augen genussvoll geschlossen, seine kräftige Brust zuckte ruckartig auf und ab. Leichter Schweiß perlte auf seiner Stirn, als er sich zufrieden und erschöpft mit seinem Oberkörper nach vorne lehnte um dann Lan Xichen einen behütenden und liebevollen Kuss auf die Stirn zu geben. Seine warmen Hände streichelten über Lan Xichen's zarten, geröteten Wangen, als dieser erneut seine Arme fest um Bao Tian's Hals schlung und ihn zu sich herunter zog, bis ihre nackten und schwitzigen Körper sich dicht aneinander schmiegten. Bao Tian lies sich erschöpft auf Lan Xichen's warmen Körper nieder und genoss die enge Körpernähe und die liebevolle Umarmung seines Geliebten.

Das Knacken der Kommode war verstummt und die Luft erfüllte sich nur noch mit dem Geräusch ihrer tiefen aber zufriedenen Atemzüge.


Ein neuer Morgen brach an und ein leichter, anhaltender Regenschauer erstreckte sich über das Land. Die Luft war klar und kühl und der Regen füllte allmählich die Bäche.

Ein feiner Regennebel wirbelte durch das offene Fenster herein und befeuchtete die Raumluft, als Lan Xichen schweigend neben seinem Bett stand. Er war komplett eingekleidet und hielt in seinen Händen ein Stück Papier, auf dessen Oberfläche schwungvoll ein paar Zeilen geschrieben waren.
Neben ihm im Bett lag Bao Tian und er schien noch tief und fest zu schlafen. Er lag auf dem Rücken, die Bettdecke adrett bis zu seinen nackten Schultern nach oben gezogen. Er wirkte entspannt und zufrieden, während er leise atmete.

Lan Xichen stand eine ganze Weile noch schweigend so da und starrte nur auf Bao Tian's schlafendes Gesicht, während man im Hintergrund das leise Rauschen des Regens vernahm.
Schließlich atmete er einmal tief und und schloss für einen Moment seine Augen, als er das Stück Papier neben das Bett auf einen kleinen Tisch legte.
Er setzte sich kurz auf die Bettkannte, strich seine Ärmel zurück und lehnte sich dann vorsichtig zu Bao Tian herunter und küsste ihn zärtlich auf die Stirn. Über seine schmalen Lippen hauchte er ein leises:
„Es tut mir Leid..."

Mit diesen Worten stand er wieder auf, drehte sich langsam um und ging richtung Tür. Sein Gesicht trug dabei einen unglaublich gefassten aber scheinbar auch leidenden Gesichtsausdruck. Seine sonst so liebenswerten und lebendigen Augen wirkten glanzlos und wiesen eine gewisse Leere auf.

Als er die Tür langsam hinter sich zuzog drehte er sich noch einmal zögernd um, noch einen kurzen Blick auf Bao Tian erhaschend, als er die Tür schließlich hinter sich zuzog und diese mit einem leisen Klicken wiede ins Schloss fiel.