Chapter 26.3
Sein Mund öffnete sich durch den Schock ruckartig, seine Brust hob sich durch den tiefen Atemzug an doch noch bevor er etwas sagen konnte packte ihn plötzlich eine kraftvolle Hand an der Taille und eine weitere Hand legte sich in seinen Nacken.
Lan Xichen wurde augenblicklich mit einem kräftigen Ruck nach hinten gedrückt, ihre Lippen berührten sich zum zweiten Mal und ohne Vorwarnung schob sich erneut Bao Tian's feuchte Zunge ungehindert in seinen zufällig offenstehenden Mund. Mit einem Scheppern stieß Lan Xichen's Rücken gegen den flachen Holztisch hinter sich und die Ahnentafeln inklusiver aller Dekorationen und Gaben kamen ins Schwanken.
„Hn..."
Stöhnte Lan Xichen noch geräuschlos aus seiner Nase, als Bao Tian ungehalten wie ein Tier über ihn herfiel. Er presste Lan Xichen unter sich auf den Tisch, bäumte sich über ihm auf und begann ihn dabei wild und hemmungslos zu küssen. Ihre Körper presste sich dabei dicht aufeinander und der Kuss wurde schnell feucht und ausladend. Lautes Schnaufen erfüllte die Luft und während Lan Xichen's Augen zunächst noch in Schock weit geöffnet waren, versuchte er Bao Tian zunächst von sich wegzudrücken. Doch er war ihm in dieser Position kräftemäßig unterlegen und Bao Tian ergriff sofort seine Handgelenke und drückte diese erneut mit einem Scheppern auf den Tisch nieder. Es wurde plötzlich ruppig, die ersten Trinkschalen fielen um, purzelten unter Geklirre von der Tischkante herunter und rollten dann über den Steinboden. Bao Tian rammte zeitgleich sein rechtes Knie zwischen Lan Xichen's Beine und demonstriert somit seine Überlegenheit.
Während Lan Xichen noch in Panik feststellte, dass Bao Tian ihn ausgerechnet auf dem Gedenktisch seiner Vorfahren festnagelte und auch noch ausgerechnet direkt vor den Namenstafeln seiner Eltern und Jinan Liang's ihn so hemmungslos küsste, schoss ihm auch schon die Scham bis in seine Fingerspitzen.
Doch er hatte kaum mehr Zeit dafür weiter darüber nachzudenken, als Bao Tian plötzlich seine beiden Handgelenke zusammenführte und sie mit nur einer Hand über seinem Kopf nach unten auf den Tisch drückte.
Lan Xichen wollte sich noch wehren und dem Mann über sich Einhalt gebieten, doch es war schon zu spät. In Bao Tian´s Augen brannte ein unstillbares Feuer der Lust und der Gier und das Verlangen nach Sex überrannte ihn wie eine Flutwelle.
Doch durch diesen ruckartigen Akt stießen sie im Eifer des Gefechts Jinan Liang's Namenstafel um und Lan Xichen's Augen weiteten sich in entsetzen, als er den schwungvollen Schriftzug neben sich auf den Tisch fallen sah. Doch noch während er in Gedanken begann um Vergebung zu betteln nutzte Bao Tian schon seine frei gewordenen Hand und begann Lan Xichen ungestüm aus seinen Kleidern zu pellen. Das Geräusch von raschelndem Stoff war zu hören und Lan Xichen spürte seinen eigenen Herzschlag, welcher vor lauter Nervosität immer weiter anzusteigen drohte. Bao Tian löste schließlich mit einem kräftigen Ruck den breiten Gürtel in der schlanken Taille und begann den Kragen der vielen Lagen Stoff auseinander zu ziehen.
„Tian...warte!"
Rief Lan Xichen noch atemlos, doch in diesem Moment küsste Bao Tian schon seinen zarten Hals hinab und saugte und nippte an der sensiblen Haut. Lan Xichen konnte Bao Tian's erregtes Schnaufen in seinen Ohren hören und die feurigen Lippen dieses dominirenden Mannes küssten seine freigelegte Schulter hinab und verursachten einen roten Bluterguss nach dem nächsten auf der hellen Haut.
„Ah."
Kam schließlich ein zarter Stöhner über Lan Xichen's Lippen, als Bao Tian seine Robe weiter auseinanderriss und dabei seine zart- rosanen Nippel freilegte.
Die kühle Luft der Höhle tuschierte seine nackte Haut und sofort wurden seine empfindlichen Nippel steif und standen deutlich sichtbar von seiner wohlgeformten Brust ab. Lan Xichen blickte mit entsetzen an sich herunter. Zwar stimmte es, dass er Bao Tian über alles liebte und sein Körper wie von alleine auf diese überaus sexuelle Stimulierung reagierte, doch war es gegen seinen Willen dies an solch einem Ort zu tun. Er biss sich auf seine Unterlippe und versuchte Rationalität und Versuchung gegen einander abzuwägen.
Doch Bao Tian gab ihm keine Zeit. Noch bevor die eisige Kälte eine Chance hatte seine empfindliche Haut an der Brust auskühlen zu lassen fuhren schon Bao Tian's heißen Küsse über die muskulöse Brust hinweg und er nahm den ersten Nippel zwischen seine Zähne.
„Ah!"
Wimmerte Lan Xichen erneut auf und er konnte seine Stimme trotz allem Anstandes nicht mehr zurückhalten. Es peinigte seine Seele als Ehrenmann, aber zeitgleich entfachte es auch eine rauschende Erregung in ihm, als die Scham der Sittenlosigkeit seine Gedanken vernebelte.
Bao Tian saugte und lutschte an dem kleinen Nippel und schenkte ihm so viel auf Aufmerksamkeit, bis dieser immer größer anschwoll und sich bald in ein tiefes rot verfärbte. Zeitgleich schlüpfte er mit seiner freien Hand unter die edle Robe und knetete Lan Xichen's schlanke Taille im unanständigen Takt.
Lan Xichen lief feuerrot im Gesicht an und er spürte wie langsam jeder Widerstand aus seinen Gliedern fuhr. Bao Tian's Berührungen waren so stimulierend und geschickt zugleich, dass er leidend mit ansah wie sein eigener Körper sich ihm immer mehr widersetzte und er langsam vom Fluss der Lust hinweggespült wurde.
„...Bitte Tian...nicht...hier..." Jappste er aufgeregt und seine Augenbrauen spannten sich an. Doch niemand erhörte sein zartes Flehen.
Bao Tian's Knie begann währenddessen zwischen seinen gespreizten Beinen hin und her zu rubbeln und während sein Glied langsam in die Aufrichtung kam, spürte er zeitgleich einen schleichend aufkommenden Schmerz an seinen Handgelenken.
Bao Tian hielt seine Hände nämlich noch immer fest auf den Tisch genagelt und obwohl er selber spürte, dass ihm seine Kräfte schwanden und es nicht mehr nötig sei ihn so gewaltvoll festzuhalten, erfuhr Lan Xichen dennoch einen ungewollten Kick von diesem Schmerz.
Er schloss seine Augen, öffnete seinen Mund und hörte dann erneut das Rascheln von Stoff. Bao Tian lockerte seinen Hosenbund und fuhr dann direkt mit seiner Hand unter den Stoff. Doch anstatt das seine Hand Lan Xichen's steifes Glied berührte, fuhr er direkt an der Rückseite an seinen blanken Pobacken heurnter und berührte direkt sein kleines Loch zwischen einer markanten Spalte.
Bao Tian´s braune Augen waren fest auf Lan Xichen geheftet und auch wenn seine Taten skrupellos und unbeherrscht wirkten, so achtete er doch ganz genau auf jede noch so kleine Veränderung in Lan Xichen´s Körpersprache.
Lan Xichen's Augen schnellten weit auf, als er überrascht aufstöhnte.
„Ah!"
Kam es aus seiner Kehle, als Bao Tian seinen Zeigefinger langsam in das zarte Fleisch hineinschob.
Ihre Blicke trafen sich für einen Moment und Lan Xichen begann am ganzen Körper zu beben. Bao Tian war so ruppig und wüst zu ihm, vollgepumpt voller Testosteron und Lust, sodass dieses ungestüme Verlangen diesen Mannes ein Prickeln in seinem Herzen verursachte. Es schoss ihm wie ein Rausch von den Zehenspitzen bis in die Haarwurzel und als Bao Tian begann ihn zu fingern stöhnte er bald leise im Takt.
Bao Tian blickte voller Lust auf Lan Xichen's zarte Lippen, welche sich so verführerrisch öffneten und schlossen. Er kannte seinen Huan in und auswendig und die vielen Male in denen sie gemeinsam ihr körperliches Verlangen befriedigt hatten, waren mittlerweile unzählbar geworden. Er erkannte daher ganz genau in welchem Grad der Ekstase sich Lan Xichen gerade befand und obwohl es von außen nicht danach aussah, so setzte er doch sehr gezielt und einfühlsam seine Stärke ein. Er wusste ganz genau wie weit er an welchem Tag gehen konnte. Zwar war er ein Sklave seiner eigenen Lust, aber er war dennoch kein ungebändigtes Tier. Egal wie sehr es ihn auch trieb, seine Liebe zu Lan Xichen behielt immer noch die Oberhand über den letzten Funken seines Verstandes. Dessen Unversehrtheit stand für ihn immer an oberster Stelle, auch wenn er gerne mal bereit war, sein Glück herauszufordern und alte Grenzen in Frage zu stellen.
Umso mehr entflammte es daher Bao Tian´s Herz, als er feststellte, dass Lan Xichen genau wie er mittlerweile voller sexueller Erregung nur so strotzte und sie beide an einer, teilweise eher unfreiwilligen, zügellosen Vereinigung interessiert waren. Ob zu erst das Huhn oder das Ei da gewesen war, interessierte Bao Tian dabei eher weniger. Für ihn war nur interessant, dass trotz Lan Xichen´s Worte der Ablehnung seine untere Körperregion viel ehrlicher zu sein schien und sehr wohl durchblicken ließ, wo genau er sich nach noch mehr Zuneigung sehnte.
Bao Tian führte mittlerweile einen zweiten und dritten Finger ein und während Lan Xichen's Hose langsam an seiner Hüfte herunterglitt legte sich sein erigierter Penis frei, welcher mittlerweile lustvoll nach oben stand.
Die pralle Eichel an seiner Spitze begann langsam schon zu glänzen und Lan Xichen biss sich auf seine Unterlippe, während er versuchte seinen zarten Stöhnern der Erregung Einhalt zu gebieten.
Als Bao Tian bemerkte, dass Lan Xichen langsam in Fahrt kam und sich immer weiter für ihn öffnete, lehnte er sich mit seinem Oberkörper nach unten und drückte seine Stirn auf Lan Xichen's. Er schloss seine Augen, als er mit starker Selbstbeherrschung tief brummte:
„Huan...Huan ich kann nicht mehr. Ich will dich!"
Lan Xichen öffnete seine glasigen Augen, die Hitze glühte in seinem Gesicht. Er war hin und hergerissen zwischen seinem Anstand und dem zügellosen Verlangen alle Hüllen fallen zu lassen und sich Bao Tian freizügig hinzugeben. Zunächst spannten sich seine Augenbrauen kritisch an, seine Lippen zogen sich kraus, doch dann hauchte er plötzlich atemlos und nahezu etwas zerbechlich:
„Dann tu es. Halt mich Tian und...fick mich hart!"
Bao Tian's braunen Augen schnellten auf. Er blickte in Lan Xichen´s betörendes Gesicht, sah seine schmalen Lippen, den nackten Oberkörper und hörte seine zarte, aufgeregte Atmung. In ihm entfachte sich plötzlich ein Feuer der Lust. Es war der letzte Funken Anstand und Selbstbeherrschung, welche gerade von ihm Abschied nahmen, als er augenblicklich seine Finger aus Lan Xichen's Anus wieder herauszog.
„Ah.."
Wimmerte Lan Xichen kurz auf, als sein Loch sich sofort wieder eng zusammenzog.
„...Das hättest du nicht sagen sollen...!" Schnaufte Bao Tian ungehalten.
Es war wie ein Startschuss zur Unanständigkeit und Bao Tian ließ schließlich Lan Xichen's Handgelenke los und riss wie im Wahn dessen Hose herunter. Das reißende Geräusch von Stoff hallte durch die Höhle und binnen einer Sekunde wurde Lan Xichen's Unterkörper komplett frei gelegt.
Es war zu spät um darüber nachzudenken, ob dies nun der richtige Ort für ihren bevorstehenden zügellosen Akt sei, als Bao Tian auch schon kraftvoll an Lan Xichen´s Hüfte packte und ihn mit einem gewaltigen Ruck hoch auf den Tisch stemmte.
Es schepperte erneut und die ersten Räucherschalen fielen zu Boden, die Asche und den Sand überall verteilend, als Lan Xichen nun komplett mit dem Rücken auf dem niedrigen Tisch zum Aufliegen kam. Sein Becken ruhte genau am unteren Ende der Tischkante und Bao Tian fasste an seine Oberschenkel und spreizte diese weit auseinander.
Die tiefe Kluft zwischen seinen runden Pobacken wurde freigelegte und streckte sich einladend seinem Peiniger entgegen.
Lan Xichen´s Herz schlug ihm voller Adrenalin bis zum Hals, war er doch selbst schockiert über seine eigene Schamlosigkeit. Doch in diesem Moment trieb ihn nur die Lust voran und Bao Tian´s ruppige Art ließ ihn für einen Moment alles um sich herum vergessen.
Der dunkle Mann zwischen seinen Schenkeln hatte selbst keine Zeit mehr zu verlieren, als er nur gerade seinen eigenen Hosenbund lockerte und das Bündchen ruckartig an seiner Hüfte herunter zog.
Währenddessen linste Lan Xichen an sich herunter und blickte zwischen seine weit gespreizten Beine, als er unter Bao Tian's festlicher Hochzeitsrobe die volle Größer seiner Männlichkeit erblickte. Das harte und bedrohliche Zepter linste eher wie ein Mörderwerkzeug unter dem Stoff hervor und die pralle Eichel, welche mit weißlichem Sekret schon überquoll, schien auf eine beachtliche Größe angeschwollen zu sein. Die pilzförmige Spitze strotze nur so vor Erregung und an der seitlichen, zarten Haut traten schon deutlich sichtbare Adern hervor.
Lan Xichen spürte seinen eigenen Puls, welcher nun noch schneller anzusteigen schien. Bei dem Gedanken was als nächstes folgte begann sein Körper zu beben und sein Herz pumpte wie im Rausch das Blut durch seine Adern.
Bao Tian blickte plötzlich zur Seite und als er die Karaffe mit Wein im Augenwinkel erblickte, welche gerade noch einen sicheren Platz auf dem verwüsteten Tisch für sich beanspruchen konnte, packte er plötzlich nach dieser und setzte sie an seine Lippen.
Lan Xichen's Augen weiteten sich, als Bao Tian plötzlich seinen Kopf weit nach hinten in den Nacken warf und zwei kräftige Schlucke aus der Karaffe trank. Sein Adamsapfel rutschte dabei anzüglich zweimal deutlich sichtbar nach unten und wieder nach oben, ehe er einen mundvoll Flüssigkeit zwischen seinen Wangen aufsparte.
Dann kippte er den letzten Rest aus der Karaffe in seine Hand und ließ diese dann mit einem Klirren auf den kalten Höhlenboden fallen. Mit seiner mit Wein überströmten Hand rieb er dann unanständig und genießend seinen steifen Penis mit der roten Flüssigkeit ein.
Der Geruch von säuerlichem Alkohol lag in der Luft und strömte bei jedem Atemzug in ihre Lungen.
Lan Xichen blickte sprachlos auf das harte Glied, welches nun vor Feuchtigkeit nur so glänzte und sich zusätzlich noch in die bedrohlich rote Farbe des Weines tränkte. Bao Tian's Penis bekam nun fast einen furchteinflößenden Ausdruck und Lan Xichen schluckte einmal schwer, wissend, dass dieses gewaltige Sexorgan ihn gleich in der Mitte spalten und seinen intimsten Punkt penetrieren würde.
Bao Tian packte mit seinen feuchten Händen an Lan Xichen's Oberschenkel und drückte diese leicht nach oben, sein Becken direkt zwischen seinem Eingang platzierend.
Der restliche Wein an seinen Fingern hinterließ rote Fingerabdrücke auf Lan Xichen's weißen Schenkeln und gab diesen somit einen geschundenen Ausdruck.
Bao Tian lehnte sich über Lan Xichen und als er mit seinen gefüllten Wangen voller Wein sich dominant herunterließ, küsste er plötzlich Lan Xichen's Lippen und schob zeitgleich seine Hüfte ohne Vorwarnung vor.
Lan Xichen's Augen weiteten sich schlagartig, als er den sauer würzigen Geschmack von Alkohol auf seiner Zunge spürte und zeitgleich von Bao Tian so überaus skrupellos durchstoßen wurde.
Der harte Penis drückte seine Spitze in sein zartes Loch, dehnte den starken Muskel weit auseinander und glitt dann ungehindert in ihn hinein. Der Wein befeuchtete seine inneren Schleimhäute, diente zeitgleich als Gleitmittel und ermöglichte es somit Bao Tian mit einem Hieb sein steifes Glied bis zum Schaft in Lan Xichen zu versenken.
Lan Xichen wollte diesem Gefühl der Spaltung verbalen Ausdruck verleihen, doch seine Lippen waren fest versiegelt. Während Bao Tian auch schon begann seine Hüfte kraftvoll im Takt vor und zurückzuschieben und ihn hart auf dem flachen Tisch zu nehmen, tanzten ihre Zunge in feuriger Zweisamkeit umher und badeten in einem Pool voller Wein.
Lan Xichen schluckte mehrfach ab und ein leicht brennendes Aroma lief in seiner Kehle herunter und erhitzte seinen Magen. Obwohl ihre Lippen dicht verschlossen waren lief ein wenig Alkohol vermischt mit Speichel aus seinem Mundwinkel und hinterließ eine blutig ausshende Spur auf seiner zarten Wange.
Bao Tian ließ Taten anstatt Worte walten und er nahm Lan Xichen wild und hemmungslos auf dem hölzernen Tisch bis dieser nur so knackte. Seine braunen Augen funkelten dabei wie ein unstillbares Feuer der ewigen Hitze und das lustvolle Schnaufen aus seiner Nase untermalte mit erotischen Tönen seinen körperlichen Kraftakt.
Lan Xichen musste sich schließlich aus ihrem Kuss befreien und er drehte seinen Kopf zur Seite, während er augenblicklich begann laut nach Luft zu schnappen. Seine Lippen waren durch den Wein in eine blutrote Farbe getaucht und sein Gesicht trug einen überaus gepeinigten Ausdruck. Er spürte wie sein Körper im Rhythmus von Bao Tian´s harten Stößen über den Tisch geschoben wurde und seine angespannten Stöhner kamen Punktgenau im Takt ihrer Vereinigung.
Während Bao Tian tief wie ein Tier zu schnaufen begann, ragten Lan Xichen's Füße hoch in die Luft und Bao Tian stieß sein pralles Glied unaufhörlich vor und zurück. Der Tisch wackelte und klapperte und Lan Xichen's Körper bewegte sich in Lust unter ihm. Er versuchte mit seinen Händen irgendwo Halt zu finden um Bao Tian´s Stöße etwas abzufangen, doch als er seine Arme lang über sich ausstreckte und nach einer Tischkante suchte, stieß er ausversehen weitere Gegenstände um. Als er mit seinen schlanken Fingern schließlich etwas zu fassen bekam, kippte er seinen Kopf leicht nach hinten in den Nacken und sah sich um.
Doch was er zu sehen bekam ließ seine Augen in Entsetzen noch mehr weiten.
Während er breitbeinig auf dem Tisch seiner Ahnen lag und sich von dem Mann über ihn so überaus schamvoll penetrieren ließ, hielt er ausgerechnet die Namenstafel von Jinan Liang in seiner schwitzigen Hand.
Ein Gefühlschaos von grauenhafter Scham und Schuld flutete seinen Körper, als seine Hand unaufhörlich mit der Tafel im Takt vor und zurück schwang. Er biss sich auf seine Backenzähne und gerade als die Schande ihn übermannen wollte, fasste Bao Tian plötzlich grob an sein Kinn und drehte seinen Kopf wieder zurück. Ihr Blicke trafen sich. Der eine gepeinigte von seiner animalischen Lust und der andere gepeinigt von seiner eigenen Scham.
Lan Xichen erblickte Bao Tian's Gesicht und als er sich in den untiefen seiner braunen Augen verlor, keuchte dieser plötzlich etwas atemlos:
„Ich glaube ich muss mich noch ein bischen mehr anstrengen...wenn du dabei noch Zeit hast wegzuschauen."
Lan Xichen's Pupillen weiteten sich, als er auch schon spürte wie Bao Tian plötzlich seinen Penis umschloss und zeitgleich im Takt begann ihn hart zu rubbeln.
„Ah...Uahh!"
Wimmerte Lan Xichen auf und Bao Tian begann, angefeuert von seinen Stöhnern, noch tiefer in ihn einzudringen. Es dauerte nicht lange und jegliche Kraft schwand aus Lan Xichen´s Gliedern und seine schlanken Finger erschlafften und ließen schließlich Jinan Liang's Namenstafel wieder los.
Die heilige Tafel fiel mit ihren schwungvollen Schriftzeichen mit dem Gesicht nach unten auf die Tischplatte und wurde bald von Lan Xichen's rhythmischer Handbewegung gänzlich von dieser herunter gearbeitet.
Als Lan Xichen im Augenwinkel noch sah wie sich Jinan Liang langsam von der Tischkante verabschiedete, bekam er einen kurzen schmerzvollen Stich in seinem Herzen, aber es war schon lange zu spät noch die Kontrolle über seinen eigenen Körper erlangen zu wollen.
Doch Bao Tian unterbrach plötzlich ihren sexuellen Akt und zog kraftvoll sein hartes Glied wieder heraus. Er packte ohne Vorwarnung Lan Xichen an Schulter und Hüfte und zu dessen Überraschung drehte er ihn gekonnt auf dem Tisch um. Er stützte noch den schwachen Mann vor sich, doch dann ließ er dessen Beine und Becken an der Tischplatte heruntergleiten, bis dieser mit seinen Knien auf dem kalten Steinboden aufsetzte.
Lan Xichen kniete nun in unterwürfiger Position vor Bao Tian und lag mit seinem Oberkörper auf dem Tisch. Es dauerte eine Weile bis dieser die vielen lagen Stoff der festlichen Robe, in welcher Lan Xichen noch immer mit seinen Armen in den Ärmeln steckte, sortiert hatte. Doch dann klappte er diese schwungvoll zur Seite und Lan Xichen's blanker Hintern kam zum Vorschein. Er kniete etwas zittrig vor Bao Tian, seine Arme und sein Oberkörper weit auf den Tisch nach vorne ausgestreckt und sein Gesicht leicht zur Seite gedreht. Obwohl er diese Stellung als besonders beschämend empfand, so verursachte sie doch in diesem hitzigen Moment ein elektrisierendes Kribbeln in ihm und sein Gesicht trug einen erotischen aber gleichzeitig auch gepeinigten Audruck. Seine Augen waren glasig, seine Wangen in ein tiefes rot getaucht und seine Lippen jappsten so überaus einprägsam nach Luft.
Bao Tian starrte für einen Moment auf dieses Sinnbild vor ihm, als er dann seine warmen Hände sofort wieder auf Lan Xichen´s Hüfte legte und diesen bestimmend an sich heranzog.
Lan Xichen gab einen wimmernden Ton von sich, als Bao Tian's harter Penis nun von hinten in ihn eindrang. Sein Loch war mittlerweile von den vielen Hieb schon ganz weich und nachgiebig geworden und das pralle Glied schob sich mit Leichtigkeit wieder in seinen Anus und spreizte seine inneren Wände auseinander.
„Ah."
Stöhnte nicht nur Lan Xichen auf. Dein sein Körper begann unkontrolliert zu zittern, als Bao Tian mit seiner prallen Eichel einen überaus empfindlichen Punkt an seiner inneren Darmwand berührte.
Als Bao Tian Lan Xichen's verändete Stimmfarbe bemerkte, huschte ein anzügliches Grinsen über sein Gesicht und er gab sich nun noch mehr Mühe, diesen sensiblen Punkt zu lokalisieren. Geführt von Lan Xichen's hohen und überaus zarten Ausrufen der Lust kam er bald auf den richtigen Kurs und während er zeitgleich begann Lan Xichen´s feuchtes Glied vor sich mit seiner Hand zu stimulieren, nahm ihr Akt nochmal ganz neue Fahrt auf.
Lan Xichen lag mittlerweile mit seinem gesamten Oberkörper flach auf der Tischplatte, jegliche Kraft aus seinen Glieder schwindend. Das Einzige was er noch in der Lage war zu tun, war bereitwillig seinen blanken Hintern hinzuhalten und sich von Bao Tian hart nehmen zu lassen.
Während seine Ellenbogen und seine heiße Wange über die glatte Tischplatte hin und herrubbelten, öffnete er erneut seine schwachen Augenlieder und er blickte mit einem betörendem Schleierblick nach vorne. Doch direkt vor seinem Sichtfeld tauchten plötzlich die Namenstafeln seiner Eltern auf, welche im Takt des Tisches hin und herschwankten.
Noch nie zuvor hatte Lan Xichen in seinem Leben so viel Scham empfunden wie jetzt, aber auch noch noch nie zuvor war seine Erregung beim Sex so hoch gewesen.
Während sich die Schriftzeichen der Namen seiner Eltern in seine empörten Augen brannten, lehnte sich Bao Tian plötzlich zu ihm herunter. Die männliche, kräftige Brust berührte den schwitzigen Rücken und als Bao Tian in die selbe Richtung wie Lan Xichen schaute und die Namenstafeln vor sich erblickte, schloss er seine Augen und hauchte pervers in Lan Xichen's Ohr:
„Wer hätte gedacht, dass unser erster gemeinsamer Eindruck bei deinen Eltern gleich so ungestüm ausfallen würde? Ich sollte mich wohl später bei meinen Schwiegereltern für meine schlechten Tischmanieren entschuldigen."
Lan Xichen's Augen weiteten sich.
-Wie konnte Bao Tian nur so schamlos sein?-
Er biss sich auf seine Backenzähne und als er versuchte Bao Tian für seine unverschämten Worte zu tadeln, arbeitete dieser aber gerade akribisch auf seinen Höhepunkt hin und die Worte aus Lan Xichen's Kehle kamen nur noch einzeln und stockend heraus. Seine Fingernägel krallten sich schließlich in die hölzerne Tischplatte und aus seiner Kehle entsprangen bald nur noch Ausrufe der Lust, als Bao Tian so überaus penetrant seine Prostata stimulierte. Er kniff seine Augen fest zusammen, dass Bild des verwüsteten Tisches immer noch vor sich sehend, als er atemlos wimmerte:
„Tian...Ah...Nicht!..Warte...wie kannst...du...nur...Ah...Ah!...Ich werde...Ah...Ah!"
Bao Tian schloss genüsslich seine Augen. Auf seiner schwitzigen Stirn perlte kalter Schweiß und über seine Lippen huschte ein schadenfrohes Lächeln.
Zufrieden und belustigt schnaufte er, während sein Körper unaufhörlich den Takt vor gab:
„Huan, willst du mich nun tadeln oder mich loben? Welches von beiden? Deine Worte und Ausrufe sind irgendwie nicht ganz eindeutig!"
Lan Xichen entschied sich zu schweigen und auf Bao Tian's provozierenden Worte nicht mehr einzugehen. Ihm schwamm der Kopf, sein Körper kribbelte in jeder Zelle und er hatte das Gefühl von der Scham und der Lust verrückt zu werden.
Während das prickelnde Gefühl in seinem Körper langsam seinen Höhepunkt erreichte, wurden auch Bao Tian's animalischen Geräusche hinter ihm immer offensichtlicher.
Sie kamen beide ihrem Höhepunkt immer näher als Bao Tian plötzlich von hinten durch Lan Xichen's Arme griff und ihn schwungvoll anhob.
Der schlaffe Körper hob sich von der Tischplatte ab und Bao Tian hielt in fest in seinen Armen und brachte ihn in die Aufrichtung. Lan Xichen kniete nun vor dem Tisch und sein Rücken presste sich an Bao Tian´s muskuläre Brust, während sein Kopf weit nach hinten in den Nacken fiel und auf Bao Tian's breiter Schulter zum Aufliegen kam.
Bao Tian versenkte seinen Kopf in Lan Xichen's Nacken, küsste und leckte an dem zarten Hals und biss gierig wie ein Wolf in Fleischeslust in Lan Xichen's Schulter. Das stoßhafte Geräusch von Haut auf Haut war bei jedem Hieb zu hören und Lan Xichen spürte den warmen Mix aus Körperflüssigkeiten, welcher an seinen Innenschenkeln langsam nach unten lief.
Bao Tian hauchte lasziv in sein Ohr:
„Huan...Dein Fleich ist so zart, dein Duft so betörend und dein Loch so eng. Hörst du, wie du mich feudig umschließt und mich förmlich Willkommen heißt? Es ist, als wäre dein Körper dafür gemacht mich bereitwillig aufzunehmen."
Lan Xichen schloss seine glasigen Augen. Er wollte diese perversen Worte nicht hören. Aber viel mehr wollte er es eigentlich nicht wahr haben, dass sie genau in diesem Moment eine unglaubliche Erregung in ihm auslösten. Er spürte selber, wie sein Körper sich bereitwillig öffnete und das große, pralle Glied Bao Tian´s freudig entgegen nahm. Es war die gnadenlose Scham und die peinliche Lust, welche die Oberhand gewonnen hatte und in diesem Moment sein ganzes Sein nur auf die sexuelle Befriedigung reduzierte. Seine zarten Lippen öffneten sich und das Einzige was er in seiner Ekstase wimmerte, war ein hohes und schrilles:
„Tian...!Tian...!Tian..."
Bao Tian küsste seine Wange. Dann setzte er schließlich zum letzten kraftvollen Hieb an. Er rammte sein steifes Glied schnell und ungehalten in Lan Xichen hinein und kam schließlich schnaufend und tief brummend hinter ihm zur Ejakulation. Er setzte seinen warmen Samen in Lan Yichen frei und drückte den Mann dabei fest an sich heran. Er stöhnte tief und laut auf und Lan Xichen spürte seinen warmen Atem in seinem Ohr und fühlte den plötzlichen Ausbruch des Spermas in seinem Körper.
Seine Beine begannen plötzlich unkontrollierbar zu zittern, als auch er durch die starke Stimulierung Bai Tian´s zum Höhepunkt kam. Hätte Bao Tian ihn nicht festgehalten wäre er sogar in sich zusammen gesunken, aber er wurde schnell von zwei kräftigen Armen gestützt!
„Ah...ah..!"
Stöhnte Lan Xichen hoch und überaus zart auf. Seine Stimme brach förmlich und er kniff seine Augen fest zusammen, als sein männliches Organ zu kribbeln begann. Das prickelnde Gefühl zog von seinem Unterleib bis in seine Hüfte und er öffnete seinen Mund weit, als auch sein Samen aus seiner Spitze pulsierend heraus schoss. Durch seine aufrechte Körperhaltung wurde sein Samen weit nach vorne hinausgeschickt und das weiße Sekret der Lust, befleckte unanständig den Tisch vor ihnen.
Haut auf Haut, Körper in Körper und die Atmungen so rau und ungebändigt.
Die Höhle war gefüllt mit prickelnder Erotik und ihre stoßartige Atmung hallte förmlich an den kalten Wänden entlang.
Bao Tian hielt Lan Xichen so unglaublich fest in seinen Armen und presste ihre Körper dicht zusammen. Während er sein Gesicht hinter Lan Xichen's Ohr vergrub und dabei versuchte wieder zu Atem zu kommen, presste sich sein Brustkorb bei jedem Atemzug gegen Lan Xichen's Rücken. Seine schnaufenden Geräusche waren so unglaublich tief, losgelöst und so befreit und echoten in Lan Xichen's Ohr wieder.
Lan Xichen selbst, lehnte mit seinem gesamten Gewicht gegen Bao Tian und er ließ sich mit einem Urvertrauen von ihm stützen. Seine Hände hingen schlaff an seinem Körper herunter und sein Kopf ruhte erschöpft auf Bao Tian's kräftiger Schulter. Er hatte noch immer seine Augen fest geschlossen und wartete darauf, dass sich sein Puls wieder regulierte, während er versuchte das unkontrollierbare Zittern in seiner Hüfte zu ignorieren. Er fühlte sich so endlos befreit, so losgelöst, aber zeitgleich auch so unglaublich beschämt. Als die Ekstase langsam wieder abflachte, kam auch er langsam wieder zur Gesinnung und es war dieser Moment, als ihm die bittere Wahrheit wieder bewusst wurde.
Er öffnete seine schwachen Augenlieder und blickte unter die hohe Kuppel der Höhle, als ihm klar wurde, an welchem Ort er eigentlich gerade so schamhaft der Befriedigung nachgegangen war. Es prasselte auf ihn ein wie tausend Messerstiche und seine Kopfhaut begann zu zucken, als er die Szene förmlich vor Augen hatte, wie er vor all seinen verstorbenen Vorfahren ungezügelten Sex mit einem Mann hatte.
Welch ein Tabu.
Welch ein Skandal.
Lan Xichen schluckte einmal schwer und er fragte sich inständig, -Wie viele Todessünden diese Liebe wohl noch für ihn bereit halten würde?
Wie viele Regeln müsste er wohl noch brechen? Wie viel Scham müsste er wohl noch ertragen und wie weit müsste sein Stolz noch sinken, ehe sein Herz endlich seinen Durst gestillt hätte?
War es das alles Wert?-
Während Lan Xichen noch in Gedanken versunken war, spürte er plötzlich eine Regung hinter sich und Bao Tian erwachte wie aus einem Traum. Er festigte noch einmal seine Umarmung von hinten und umklammerte Lan Xichen wie einen Schatz. Seine warmen und schwitzigen Hände fuhren über Lan Xichen's freigelegten Oberkörper, er küsste mehrfach zärtlich dessen Hals und stupste dabei immer wieder liebevoll mit seiner Nasenspitze an dessen Ohr.
Lan Xichen hörte Bao Tian's schwere Atmung und als der Mann zu sprechen begann, spürte er die Vibratioenn seiner Stimmenbänder durch ihrer beider Körper. Seine tiefe Stimme war gefüllt voller Liebe und Erfüllung, als der Mann hingebungsvoll in sein Ohr flüsterte:
„Huan,
Mein Herr...
Mein Sect Leader...
Mein Mann...
Mein Ehemann!
Ich werde dich lieben und ehren, dich beschützen und an deiner Seite sein, für den Rest meines Lebens.
Wo du bist, ist mein zu Hause und wohin du auch gehst werde ich dir folgen!
Du bist so kostbar für mich und so unendlich wertvoll in meinem Herzen. Ich danke den Göttern, dass ich dir begegnen durfte!"
Lan Xichen öffnete seine Augen schlagartig und blickte nach oben. Als er die süßen Worte hörte und ein Gefühl von berauschender Liebe und Geborgenheit sein Herz flutete, musste er nicht mehr länger darüber nachdenken, ob es das alles Wert sei. Sein Herz gab ihm ganz von alleine die richtige Antwort und in diesem Moment war er sich sehr sicher, dass der Sinn seines Lebens stark verknüpft mit der Liebe zu diesem Mann war.
Denn kein anderes Gefühl im Leben war so erfüllend und machte einen Menschen so glücklich zugleich, wie das Zusammensein mit einem geliebten Menschen.
Als Lan Xichen das Gefühl noch auf sich wirken ließ und er darüber nachdachte, mit welchen entbehrbaren Worten der liebevollen Zustimmung er Bao Tian antworten sollte, blickte dieser plötzlich mit seinen tief braunen Augen nach vorne und machte dabei erst in diesem Moment eine grauenvolle Entdeckung. Bao Tian schluckte schwer und sein Atem kam ins Stocken, als er begann den Preis für seine törichten Taten schon zu zahlen.
Seine dunklen Augen weiteten sich voller Reue und sein Herz setzte bei diesem Anblick förmlich für einen Schlag aus, als er den Zustand des heiligen Tisches vor ihnen etwas genauer betrachtete
Alles war vollkommen durcheinander geraten, umgekippt oder sogar verschüttet.
Die Räucherschalen verteilten ihre Asche auf dem Tisch großzügig, die Weinkaraffe und die Trinkschalen purzelten über den Boden und die hübsch angerichteten Gaben lagen mehr unter dem Tisch als auf dem Tisch.
Ausgerechnet Jinan Liang's Namenstafel lag auf dem kalten Steinfußboden mit dem Gesicht nach unten und Lan Xichen's Eltern ruhten übereinander gekreuzt auf der Tischplatte.
Doch was am meisten die Farbe aus Bao Tian's Gesicht sog und ihm in diesem Moment das Fürchten lehrte, war nicht nur die Tatsache, dass Lan Xichen´s Sperma weit über den ganzen Tisch verteilt war...Nein, das milchige Sekret hatte außerdem auch noch ausgerechnet die Inschrift von den Namenstafeln Lan Xichen's Eltern erreicht und thronte nun wie verhöhnende Kleckse auf dessen Andenken.
Bao Tian gefror das Blut in den Adern und sein Körper wurde plötzlich stocksteif. Er musste nicht lange darüber nachdenken, was wohl mit ihm passieren würde, wenn Lan Xichen das Chaos vor ihnen zu Gesicht bekam. Doch in diesem Moment schwelgte dieser noch in den süßen Emotionen ihrer Liebe und ließ noch einmal das warme Gefühl in seiner Brust schweigsam auf sich wirken. Doch dann öffnete er langsam seine Lippen, endlich bereit auf Bao Tian´s ehrlichen Worte zu antworten.
Ganz langsam erreichten die Worte seine Zunge, als er zunächst noch etwas atemlos begann:
„Tian...Ich..."
Doch mit dem Beginn seiner Aussprache, wollte er auch seinen Kopf wieder leicht anheben und nach vorne blicken.
Bao Tian geriet in Panik und er wusste sich nicht anders zu helfen, als er plötzlich seine Hand nach vorne ausstreckte und in letzter Sekunde plump Lan Xichen's Augen bedeckte.
Sein Sichtfeld wurde plötzlich schwarz und Lan Xichen's Worte erstickten sofort in seiner Kehle, als er überrascht japste:
„Tian, was...?"
Doch in diesem Moment biss Bao Tian schon seine Backenzähne fest aufeinander, als er schuldig seine Augen zusammenkniff und hastig sagte:
„Alles gut, alles gut. Ich halte dir einfach nur deine Augen zu. Sprich weiter, mein...Liebling. Lass mich hören was du zu sagen hast."
Lan Xichen zuckte plötzlich am ganzen Körper zusammen. Nicht zuletzt wegen der außergewöhnlichen Anrede des Lieblings. Seine Wimpern begannen unter Bao Tian's warmer Hand zu flattern und seine Augenbrauen zogen sich kraus, als er Bao Tian's Verhalten mehr als merkwürdig empfand. Er fasste behutsam an Bao Tian's Hand und wollte diese von seinen Augen entfernen, doch zu seiner Überraschung, rückte Bao Tian keinen Millimeter von ihm ab.
Etwas irritiert und verwunder fragte er:
„Tian, was ist los? Ich kann nichts sehen. Nimm bitte deine Hand weg."
„Es gibt auch nichts zu sehen!"
Sagte Bao Tian schnell, seine Stimme sich nahezu überschlagend. Vor lauter Unsicherheit presste er ihre Körper sogar noch dichter zusammen, als er zeitgleich darüber nachdachte, was er nun tun sollte. Er wusste sich einfach nicht anders zu helfen, auch wenn er sich selbst dabei etwas dumm vor kam. Denn insgeheim fürchtete er Lan Xichen's Reaktion und er wollte diesen wundervollen Abend nicht ruinieren. Es sollte doch alles so perfekt sein und die Luft sollte nur erfüllt von ihrer Liebe sein. Es war immerhin ihre Hochzeit gewesen, wenigstens diese wollte er ohne Skandal in leidenschaftlicher Erinnerung behalten. Doch wie immer im Leben, lief nicht alles nach Plan und genau jetzt sollte Bao Tian den Preis für seine Schamlosigkeit bezahlen.
Lan Xichen dämmerte es langsam, dass etwas nicht stimmte, als er nun etwas energischer aufforderte:
„Was soll ich nicht sehen? Tian, nimm jetzt deine Hand weg."
Doch Bao Tian ließ noch nicht los. Er klammerte sich an Lan Xichen als hinge sein Leben an ihm. In seiner Hektik entschied er sich, dass es wohl weise wäre zunächst ihre unteren Körperregionen von einander zu trennen. Danach konnte er dann in etwas sicherer Entfernung um Gnade betteln. Als er langsam seinen erschlafften Penis herauszog, zuckte Lan Xichen noch einmal am ganzen Körper zusammen. Die warme, zähflüssige Körperflüssigkeit lief langsam an seinen Innenschenkeln hinunter und Bao Tian´s Atmung schien etwas aus dem Rhythmus zu sein. Fast im Bettelton hauchte er ein letztes Mal von hinten in Lan Xichen's Ohr:
„Huan, ich liebe dich, das weißt du. Und du liebst mich, das weißt du auch! Also..."
Doch Lan Xichen unterbrach ihn nun etwas ungehalten. Ihn beschlich ein ungutes Gefühl und er spürte sofort, dass Bao Tian ihm scheinbar etwas vorenthalten wollte. Da er versuchte, ihn scheinbar schon im Vorfeld zu beschwichtigen, fürchtete Lan Xichen langsam den Moment, wenn er wieder freie Sicht hatte.
-Was würde er wohl sehen, wenn er seine Augen öffnete?-
„Du kannst nicht auf ewig meine Augen verdecken. Tian nimm jetzt deine Hand weg."
Sagte Lan Xichen im leichten Befehlton.
Bao Tian kniff noch fester seine Augen zusammen. In Gedanken begann er schon um Gnade zu winseln, als er langsam, aber widerwillig seine Hand von Lan Xichen's Augen entfernte. Es hätte alles so schön sein können, dachte er sich, als sein Körper sich schon bereit für das Fegefeuer machte.
Aber neben seiner Furcht vor Lan Xichen´s Emotionsausbruch, war auch ein wenig Belustigung zu spüren, als er sich ein verschmitztes Lächeln auf seinen Lippen nicht gänzlich verkneifen konnte.
Es war zwar beschämend was sie getan hatten, aber zeitgleich hatte es auch etwas sehr prickelndes, erfrischendes und aufregendes zugleich.
Es war ein Skandal, es war eine Rebellion, aber es war voll allem eines gewesen: unglaublich befriedigend.
Wenn dieser Abend also doch nicht ganz so wie in Bao Tian´s Vorstellung durch und durch romantisch verlaufen sollte, so war eines aber auf jeden Fall sicher:
Es blieb spannend und aufregend zwischen ihnen. Und das nicht nur als Geliebte, sondern nun auch als verheiratetes Paar.
Als Lan Xichen's Augen endlich frei gegeben wurden, er sein Kinn nach vorne auf seine Brust sinken ließ und dann nach vorn blickte, hörte Bao Tian nur noch einen ruckartigen Atemzug, welcher scheinbar erstickt in der zarten Kehle stecken blieb.
Der warme und schwitzige Körper in seiner innigen Umarmung erstarrte plötzlich von der Zehenspitze bis zur Haarwurzel und schien sich nicht mehr zu regen.
Es war, als hätte der warme Herzschlag den Körper vor sich in dieser Sekunde gerade verlassen.
„Ich denke..." Sagte Bao Tian vorsichtig und mit leisem Ton.
„Wie können über alles sprechen...meinst du nicht...Liebling?"
Dann hörte Bao Tian für einen längeren Moment erstmal nichts mehr.
Es war die beängstigende Ruhe vor dem Sturm, welche so unglaublich gnadenlos seinen baldigen Untergang ankündigte.
Es war der nächste Morgen und Madame Mao stolzierte gut gelaunt zum Speisesaal im großen Pavillon.
Lan Qiren war ihr schon vorausgeeilt. Er hatte nämlich noch vor dem Frühstück seine Schüler unterrichtet und somit machte sie sich alleine auf den Weg. Auf ihren Lippen lag ein vergnügtes Lächeln und sie summte eine fröhliche Melodie.
Sie schien an diesem Morgen durch und durch gut Gelaunt zu sein.
Ihr Gesicht erstrahlte förmlich voller Zufriedenheit und Stolz und man konnte fast ein wenig neidisch auf ihre morgendliche Euphorie sein.
Seit gestern brannte es ihr nämlich unter den Fingernägeln und sie wollte direkt aus erster Hand erfahren wie denn nun der gelungene Abend verlaufen sei. Immerhin hatte sie viel Blut, Schweiß und Tränen investiert um den beiden Männern doch noch zu ihrem verspäteten Liebesglück zu verhelfen. Und da sie in der Hinsicht eine Dame durch und durch war, interessierten sie einfach alle Umstände rund um die geheime Hochzeit, bis ins kleinste Detail.
Als sie daher wie der frische Frühlingswind mit ihrer farbenfrohe Robe in den Speisesaal hereinstolzierte, suchte sie mit ihrem intensiven Blick die vielen Reihen ab, auf der Suche nach dem frisch vermählten Brautpaar.
Doch am Tisch neben ihrem eigenen Gemahlen erblickte sie nur ihren angeheirateten Enkel Lan Xichen.
Von Bao Tian war weit und breit nichts zu sehen.
Als sich ihre Stirn langsam in misstrauische Falten legte und sie ein nachdenkliches Gesicht zog, bemerkte sie erst jetzt eine überaus negative Aura, welche von Lan Xichen auszugehen schien. Ihre Augen weiteten sich überrascht, als sie zwischen den Augen ihres Enkels eine unglaublich tiefe Zornesfalte erblickte. Sie erschrak, denn sein hübsches und sonst so sanftes Gesicht wirkte nahezu entstellt und seine friedliche Ausstrahlung war wie weggeblasen.
-Sollte so jemand am Tage nach seiner Hochzeit aussehen?-
Madame Mao wurde skeptisch.
Sie blinzelte mehrfach, strengte ihre in die Jahre gekommenden Augen an und sah noch einmal genauer hin. Aber wie sie es auch drehte und wendete, Lan Xichen sah ganz und gar nicht nach einem glücklichen, frisch vermählten Ehemann aus. Und besonders nicht wie jemand, der gearde erst eine sinnliche und romantische Hochzeitsnacht hinter sich hatte.
Während sie anfing darüber nachzudenken, was bei ihrem perfekten Plan wohl schief gegangen sein könnte, suchte sie derweil in dem großen Pavillon nach anderen bekannten Gesichtern. Und diese fand sie auch.
An einem Tisch nicht weit entfernt sah sie Lan Wangji und Wei Wuxian, welche gemeinsam mit den Kindern und den Gästen Jiang Cheng und Sun Yan zu Tisch aßen.
Sie schwang ihre weiten Ärmel nach hinten und die Dame mit den roten Lippen kam elegant auf sie zugeeilt.
„Guten Morgen die Herren...und natürlich auch meine entzückenden Enkel."
Erklang ihre sympathische Stimme, als sie ihre linke Hand sachte auf dem Tisch ablegte. Sie schaute in die Runde und sie bekam wie im Kanon ein freundliches „Guten Morgen Madame Mao" zurück.
Sie lächelte über ihr ganzes Gesicht und ihre roten Lippen formten sich zu einem sichelförmigen Halbmond.
Sie blickte die Kinder Lan Ning Ziyi und Lan Sheng Jin an und lehnte sich etwas zu ihnen herunter, als sie sofort den Ton einer fürsorglichen Großmutter auflegte.
„Na, wie ich sehe seit ihr wohlauf, frisch gekleidet und auch noch vor mir am Tisch. Wie war die Nacht bei Onkel Wei und Onkel Wangji? Hat es Spaß gemacht?"
Lan Ning Ziyi blickte Madame Mao mit ihren kleinen, runden Knopfaugen an. In ihrem Mundwinkel hing noch ein Reiskorn, als sie über ihr ganzes Gesicht strahlte.
„Ja, es hat sehr viel Spaß gemacht!"
Madame Mao nickte zufrieden und auch alle anderen am Tisch schauten das kleine Mädchen und den kleinen Jungen an, welche sofort begannen aufgeregt von ihrer Übernachtung zu schwärmen.
Madame Mao lachte bei diesem Anblick auf und Wei Wuxian und Lan Wangji schienen ebenfalls ein Strahlen im Gesicht zu tragen. Ein wenig Stolz erfüllte sie, die Aufgabenstellung mit Bravour gemeistert zu haben und die Kinder wie versprochen wohlbehalten zum Frühstück gebracht zu haben.
Wobei man durchaus behaupten könnte, dass es bei dem einen offensichtlicher im Gesicht abzulesen war als bei dem anderen.
Während Wei Wuxian nämlich nur so strahlte wie ein Honigkuchenpferd hatte Lan Wangji schon wieder seinen Blick dezent nach unten gerichtet. Nur seine tiefschwarzen Wimpern verrieten ihn. Sie flatterten leicht auf und auch seine Mundwinkel hoben sich dezent an.
Doch Jiang Cheng schnaufte bei diesem Anblick nur belustigt durch seine Nase, als er Wei Wuxian einen provozierenden Blick zuwarf und überspitzt kommentierte:
„Gewiss war eine Übernachtung bei "Onkel Wei" lustig. Ich will gar nicht wissen welchen Schabernack er alles der jüngeren Generation in nur einer einzelnen Nacht beibringen kann."
Doch in diesem Moment gab Sun Yan Jiang Cheng unterm Tisch einen kurzen Hieb mit seinem Knie. Während dieser etwas entrüstet über dieses freche Verhalten fragend zur Seite starrte, linste Wei Wuxian schon aus seiner Reisschale hervor und machte sich bereit zum Gegenangriff. Als dieser schon seinen Mund weit öffnete und die Luft tief in seine Lungen presste, machten sich alle schon bereit und erwartet jede Sekunde die Eskalation am Frühstückstisch.
Doch gerade als die friedliche Stimmung am Tisch zu kippen drohte und das meditative Frühstück sich zu einem ausgelassenen Testosteron-Schlachtfeld entpuppen wollte, lehnte sich Madame Mao plötzlich dominant über den Tisch und hielt prompt Wei Wuxian's und Jiang Cheng's Mund zu. Alle die drum herum saßen und sich das Schauspiel mit anschauten waren sprachlos über diese überaus kühne Tat dieser Frau.
Wei Wuxian mal einmal außen vorgelassen, von dem kannte man es schsließlich schon, dass er von Madame Mao gemaßregelt wurde, aber es war ausgerechnet Jiang Cheng, der Sect Leader von Yunmeng, dem sie ebenfalls so dreist das Sprechen verbot.
Was für eine mutige Frau.
Doch Madame Mao schloss nur ihre Augen, atmete einmal tief ein und mit ihrer Entschlossenheit wirkte sie wie die Verkörperung des jüngsten Gerichts.
Ihre Stimme war klar und höflich, trug aber einen strengen Unterton, welcher die Teller und Schalen auf dem Tisch nahezu zum Klappern brachte".
„Absolute Ruhe, ich will nichts hören! Keinen einzigen Mucks!
Was glaubt ihr Männer eigentlich wann ihr endlich mal erwachsen werdet und aufhört euch wie kleine Kinder zu benehmen? Ob Schüler, Cultivator oder Sect Leader, es ändert sich absolut nichts! Dies ist ein Frühstück und kein Bällebäcken der Superlative. Also reißt euch gefälligst endlich mal etwas am Riemen!"
Es war absolute Ruhe am Tisch und niemand sagte ein Wort. Es war Schock, Bewunderung und Sprachlosigkeit in den Gesichtern abzulesen.
Genauso wie an den Tischen nebenan.
Madame Mao entfernte langsam wieder ihre Hände von Jiang Cheng's und Wei Wuxian's Lippen, als man ausgerechnet in diesem Moment die klare und unschuldige Stimme von Lan Sheng Jin vernahm:
„Was genau ist ein Bällebecken?" Fragte der Junge interessiert und drehte dabei nachdenklich seine Augen Richtung Himmel.
Niemand traute sich sich zu bewegen, geschweige denn zu sprechen. Alle starrten angespannt in Madame Mao´s geweitete Augen. Als die Stille jedoch langsam eine verspottende Ironie bekam lächte Sun Yan plötzlich auf, lehnte sich etwas zu dem Jungen herüber und flüsterte leise im Bildungsauftrag:
„Das ist eine große Wanne voll mit bunten Bällen zum spielen. Meine Schwester hatte früher auch eine. Das ist toll und man kann unter anderem da drinnen auch..."
Rums
In diesem Moment schlug Madame Mao mit ihrer flachen Hand auf den Tisch. Sie saugte die Luft lautstark durch ihre Nase und ihre linke Augenbraue begann nervös zucken. Sie zischte zwischen ihren Zähnen hindurch.
„Hatte ich nicht gesagt keinen einzigen Mucks? Von niemandem!"
Sun Yan zuckte sofort zusammen und zog rasch seinen Kopf zwischen seinen Schultern ein. Frauen konnten wirklich beängstigend sein und er setzte daher sofort kommentarlos die Reisschale wieder an seine Lippen und begann sich wieder mit den Esstäbchen das Essen in den Mund zu raken.
Still, heimlich und ungesehen.
Madame Mao blickte durch die Runde, jeden einzelnen schaute sie einmal scharf an. Doch niemand außer den Kindern Lan Ning Ziyi und Lan Sheng Jin wagten es ihrem strafenden Blick zu erwidern. Sie lächelten ihre Großmutter sogar fröhlich an und zeigten ihr die kleinen Zähnchen voller Reiskörner und Zahnlücken. Madame Mao blinzelte ihnen beiden einmal kurz zu, doch ihr Lächeln verschwand im Sekundentakt wieder und sie blickte sofort die Männer am Tisch wieder prüfend an. Die taten am Tisch jedoch alle so, als wären sie die ganze Zeit schon schweigend und höchst konzentriert mit ihrem Essen beschäftigt.
Es war dieser kurze, friedliche Moment, als Madame Mao plötzlich wieder etwas entscheidendes auffiel.
Sie vermisste nämlich noch immer ihren Unruhestifter Nummer 1.
Plötzlich zog sie ihre Augenbrauen fragend nach oben, ihre Stimme wurde sofort wieder sanft und war von einem nahezu singendem Klang begleitet, als sie fragte:
„Stimmt. Wo ist eigentlich Tian? Ich vermisse sein Gesicht zwischen den Streithähnen hier am Tisch."
Wei Wuxian räusperte sich plötzlich und zeigte lässig mit seinem Daumen über seine Schulter nach hinten.
„Der sitzt da hinten."
Madame Mao blickte überrascht in die Richtung in welche Wei Wuxian mit seinem Finger deutete.
„Da hinten? Warum sitzt er denn da hinten?"
Plötzlich blickten alle in die selbe Richtung und in der Tat, am absolut letzten Tisch in dem ganzen Pavillon, ganz am Rand neben einer dunklen Holzstützte hockte Bao Tian alleine über seiner Reisschale.
Madame Mao schaute verwirrt drein, als Wei Wuxian auch schon antwortete:
„Seine Visage sah so furchterregend aus, wir wollten ihn nicht mit am Tisch haben aus Angst die Suppe würde schlecht werden."
Doch in diesem Moment räusperte sich Lan Wangji schnell und korrigierte:
„Er sagte es ginge ihm nicht so gut und er wollte lieber alleine essen."
Er warf dabei Wei Wuxian einen kurzen Blick über seine Schulter zu.
„So?"
Sagte Madame Mao überrascht, Wei Wuxian's Gehässigkeit vollkommen außer Acht lassend. Sie starrte mit weit aufgerissenen Augen in die letzte Ecke des Pavillons und schaute auf den einsamen Mann am Ende des Raumes.
In diesem Moment schien sie jegliches Interesse an dem bunt gemischten Tisch zu verlieren, als sie mit ihrer Hand nur zum Abschied wank und sagte:
„Kinder, entschuldigt mich für einen Moment."
Mit diesem Satz wandt sie sich vom Tisch genauso schnell wieder ab wie sie gekommen war, als Jiang Cheng noch kommentierte:
„Ich würde da wirklich nicht hingehen. Wenn Wei Wuxian schon Angst um seine Suppe hat, dann muss es wirklich ernst um ihn stehen."
„Oder um Wei Wuxian´s Suppe."
Hängte plötzlich Sun Yan noch neckisch hinten dran.
Doch Madame Mao würdigte den Männern keinen Blick mehr. Sie wank mit der Hand in der Luft ab, dem dummen Geschwätz kein Gehör mehr schenkend, als sie zielstrebig sich zu Bao Tian's Tisch aufmachte.
„Pappelapapp!" Warf sie noch in die Luft und verschwand dann zwischen den Reihen.
Lan Ning Ziyi und Lan Sheng Jin blickten ihrer Großmutter noch hinterher, als Lan Wangji ihnen jeweils schnell ein kleines eingewickeltes Reisbällchen in ihre Schalen legte. Die Kinder freuten sich und funkelten ihren Onkel mit großen Augen an, während sich in dessen Augen das glückliche Lächeln seines Neffen und seiner Nichte wiederspiegelte.
Wei Wuxian nickte derweil provozierend zu Jiang Cheng und Sun Yan herüber. Wenn es sein musste, würde er an diesem Morgen es auch mit beiden gleichzeitig aufnehmen.
„Was sollte das denn nun schon wieder heißen?" Frotzelte er.
Jiang Cheng hob eine Augenbraue an und schnaufte erneut belustigt und etwas arrogant durch seine Nase.
„Das sollte heißen, dass bis deine Suppe schlecht wird schon einiges passieren muss. Schließlich spiegelt sich deine Visage immer als erstes in deinem Teller wieder, demnach ist deine Suppe schon einiges gewöhnt."
Wei Wuxian ließ schlagartig seinen Löffel los und als er gerade ruckartig aufsprang und kurz davor war über den Tisch zu gehen und mit Jiang Cheng wie in alten Zeiten in eine brüderliche-Rangelei zu verfallen, sagte Lan Ning Ziyi plötzlich mit ihrer zarten und kindlichen Stimme:
„Ob Großmutter Mao wohl wieder zurückkommt, wenn es hier im Bällebecken zu laut ist?"
Mit diesem Satz wurde es plötzlich wieder Mucksmäuschen still am Tisch und keiner der Männer sagte mehr ein Wort.
Wei Wuxian und Jiang Cheng blickten sich noch immer mit weit aufgerissenen Augen an, Sun Yan war schon ein Stück zur Seite abgerückt um dem feindlichen Angriff auszuweichen und Lan Wangji bestückte erneut die Schalen der Kinder mit Essen von seinem eigenen Teller.
Doch in diesem Moment setzte sich Wei Wuxian wieder ganz langsam hin, Jiang Cheng dabei nicht aus den Augen lassend, als die alleinige Erwähnung Madame Mao's eine gewisse furchteinflößende Wirkung auf die Männer der Runde zu haben schien.
Lan Ning Ziyi blickte derweil vergnügt in ihre kleine Reisschale, in der mittlerweile schon zwei eingewickelte Reisbällchen lagen, als sie sich just in diesem Moment dazu entschied, dass wenn sie einmal groß sei, sie genauso wie ihre Großmutter Madame Mao sein wollte.
Nämlich die Herrscherin über das Bällebecken.
Madame Mao kam derweil an Bao Tian's Tisch an und erst jetzt wo sie direkt vor ihm stand, sah sie erst das volle Ausmaß der Zerstörung.
Bao Tian sah wirklich grauenvoll aus und eine Suppe alleine hätte nicht gereicht um schlecht zu werden.
Seine dunklen, welligen Haare standen ihm wirr zu Berge und sein Gesicht zierten zwei tiefdunkle Augenringe. Er sah ausgemergelt und müde aus und seine linke Wange wirkte etwas angeschwollen und rot.
Madame Mao hielt sich vor Schock die Hand vor ihren Mund, als sie den einst so attraktiven Mann in der reifen Blüte seines Lebens musterte.
„Grundgütiger. Was ist denn mit dir pasiert?" Fragte sie erschrocken.
Erst jetzt bemerkte Bao Tian, dass er nicht mehr alleine war und jemand zu ihm an den Tisch gekommen war. Etwas schwach hob er seinen Kopf an und seine dunklen Augen blickten direkt in Madame Mao's Gesicht.
„Madame Mao..." Sagte er etwas schwach. Selbst seine Stimme klang überfahren.
Madame Mao begann sich derweil ernsthaft Sorgen zu machen, als sie sich langsam vor ihm mit an den Tisch setzte und im Flüsterton sagte:
„Was ist los? Du siehst ja grauenvoll aus. Sollte gestern nicht der schönste Tag deines Lebens sein?"
Bao Tian schnaufte plötzlich kurz durch seine Nase und sein linker Mundwinkel bog sich belustigt nach oben. Es hatte etwas bemitleidenswertes an sich, als er in Selbstspott sagte:
„Du bist heute schon die Zweite die das zu mir sagt!"
Madame Mao musterte den Mann vor sich eindringlich und sie lehnte sich etwas zu ihm über den Tisch, als sie sogar ihre Hand nach ihm ausstreckte und seine geschwollene Wange vorsichig berührte.
„Tss..."
Bao Tian zog die Luft schmerzerfüllt durch seine Zähne. Scheinbar sah seine Wange nicht nur schmerzhaft aus sondern fühlte sich auch tatsächlich so an.
„Du Liebes Bisschen. Was ist mit deiner Wange passiert? Hast du dir etwa eine gefangen?"
Flüsterte Sie, als sie ihre Hand wieder zurückzog. Sie blickte Bao Tian entsetzt an und schien sich immer mehr Sorgen zu machen.
Doch Bao Tian drehte nur seinen Kopf zur Seite, als er etwas schuldig nuschelte:
„Ich habe wohl den Zorn Gottes auf mich heraufbeschworen."
„Den Zorn Gottes?"
Wiederholte Madame Mao verwundert. Sie dachte kurz nach und blickte sich plötzlich dann suchend um. Sie schaute heimlich zu Lan Xichen herüber, als sie flüsterte:
„Xichen? War er das?"
Bao Tian atmete einmal tief ein. Der Hammerschlag des jüngsten Gerichtes war förmlich zu hören.
Er antwortet ebenfalls im Flüsterton:
„Ja."
Madame Mao schüttelte ihren Kopf mit Unverständnis hin und her.
„Was machst du denn schon wieder, Tian? Kann ich dich denn nicht für eine Sekunde mal aus den Augen lassen?
Und was ist mit deinen Haaren? Du siehst aus als hättest du draußen geschlafen."
Bao Tian stocherte gefrustet mit seinen Essstäbchen im Reis herum.
„Ich sehe nicht so aus ich habe draußen geschlafen."
Nun fiel Madame Mao alles aus dem Gesicht. Ihr roter Mund klappte auf und ihre Augen wurden rund wie zwei Äpfel.
„Was hast du nur wieder angestellt, dass Xichen so sauer ist? Weißt du eigentlich wie viel Zeit und Mühe ich für dich investiert habe?"
Bao Tian verdrehte die müden Augen und blickte nach unten auf den Tisch. Er räumte selber ein:
„Ich habe etwas Mist gebaut. Also... habe wohl etwas übertrieben. Nicht nachgedacht."
Madame Mao's Augen wurden immer größer.
„Mist gebaut? Übertrieben? Nicht nachgedacht?" Zischte sie.
„Wie kann man nur während einer Hochzeit "Mist" bauen? Tian, wie alt bist du eigentlich? Los, spucks aus was hast du angestellt."
Bao Tian atmete erneut tief ein und kratzte sich etwas verlegen an seinem Hinterkopf. Er wusste, dass er Madame Mao viel schuldig war und nur durch sie das alles überhaupt möglich gewesen war. Er sprang daher über seinen eigenen Schatten, als er beichtete:
„Naja...also in der Höhle dann, lief es zunächst gut aber danach, hab ich wohl einen wunden Punkt bei ihm getroffen."
Madame Mao verstand nicht.
-Wie wund war dieser wunde Punkt?-
Ihr Gesicht verzog sich immer fürchterlicher und dieses "um den heißen Brei herum reden" machte sie ganz kirre. Ungeduldig zischte sie:
„Was soll das heißen? Seit ihr nun verheiratet oder nicht? Hab ihr die Zeremonie vollzogen?"
Bao Tian war schon etwas angenervt von ihrem prüfenden Blick und diesem Ansturm an bohrenden Fragen, welcher auf ihn hereinprasselte.
Etwas angenervt zischte er:
„Ja. Das haben wir!"
„Zisch mich nicht an." Zischte Madame Mao, während sie tadelnd ihren Zeigefinger auf ihn richtete.
„Wenn alles gut geklappt hat, wo ist dann der Teil des "Mist bauens" abgeblieben?" Bohrte sie unangenehm nach.
Bao Tian tippte sich mit seinem Zeigefinger zweimal vor seine Stirn, direkt zwischen seine Augenbrauen. Er bekam immer mehr Kopfschmerzen von dem Ganzen und sein Schädel brummte nur so.
„Na, danach halt." Antwortete er kurz und knapp.
„Was danach? Was war danach?"
Fragte Madame Mao stumpf und uneinfühlsam. Ihr Blick wurde immer bohrender und sie selbst wurde immer ungehaltener.
Bao Tian wusste, so kamen sie nicht mehr weiter. Er legte daher plötzlich ruppig die Esstäbchen auf dem Tisch ab und holte tief Luft, als er schließlich nervlich am Ende sagte:
„Danach halt, Mao Yue-Lian. Danach hatten wir Sex.
In der Höhle, auf dem Tisch, direkt vor den Ahnentafeln. Und vor lauter Lust und Leidenschaft habe ich mich wohl ein wenig vergessen und habe es ein wenig übetrieben. Aber konnt ich denn ahnen das ausgerechnet..." Bao Tian machte plötzlich eine Pause. Denn was er zusehen bekam, gefiel ihm ganz und gar nicht.
Madame Mao starrte ihn blank an.
Ihre großen Augen blinzelten nicht einmal sondern starrten ihn nur blank an. Es war keinerlei Ausdruck zu erkennen und ihre Augen schielten ihn wie zwei runde, schwarze Knöpfe an. Ihre Stimme war plötzlich etwas emotionslos und geradezu abgehackt.
„Du hattest mit ihm Sex..."
Bao Tian schaute sie an.
„Es war die Hochzeitsnacht..." Fügte er noch argumentativ hinzu.
Madame Mao fuhr unbeeindruckt fort:
„In der Höhle..."
Bao Tian nickte.
Madame Mao: „Auf dem Tisch..."
Bao Tian nickte erneut.
Madame Mao: „Vor den Ahnentafeln..."
Bao Tian nickte ein drittes und letztes Mal. Doch dieses Mal flatterten selbst seine Wimpern leicht beschämt auf und selbst er musste einmal kurz ihren intensiven Blickkontakt unterbrechen. Seine Haut war zwar so dick wie die chinesische Mauer aber in diesem Moment, empfand selbst er ein wenig Scham unter ihrem durchdringendem Blick.
Madame Mao blickte ihn noch eine ganze Weile sprachlos an.
Es war eine seltsame Stille, nahezu beängstigend, als sie plötzlich ruckartig ihre rechte Hand anhob.
Bao Tian blickte noch auf ihre flache Handinnenfläche, doch dann holte sie auch schon aus und ohrfeigte ihn. Kurz und bündig.
Es knallte laut und sofort verstummten alle Gespräche an den umliegenden Tischen. Augenblicklich lenkte der gesamte Pavillon seine Aufmerksamkeit in die hinterste Ecke des Speisesaals, an den kleinen Tisch neben der alten Holzstütze.
Bao Tian blickte Madame Mao überrascht an. Seine braunen Augen waren weit geöffnet, als er den pochenden Schmerz auf seiner Wange verspürte. Sein dunkles Haar wehte mit dem aufkommendem Windzug noch leicht aus seinem Gesicht und zu seiner geschwollenen einen Gesichtshälfte, gesellte sich nun noch eine schmerzende andere. Binnen kürzester Zeit liefen nun beide Wangen rot an.
Madame Mao stand ruckartig auf und ohne sich darum zu scheren wer sie nun hörte oder nicht, fauchte sie empört:
„Sittenloser Barbar!"
Dann drehte sie sich auf dem Absatz um und verließ mit großen Schritten den Speisesaal. Sie war so wütend, dass sie vor lauter Zorn ganz vergessen hatte, dass sie eigentlich in den großen Pavillon gekommen war um etwas zu frühstücken.
Aber das brauchte sie jetzt auch nicht mehr, denn jetzt war sie voll. Nämlich voller Wut.
Bao Tian senkte derweil langsam wieder seinen Kopf. Es kümmerte ihn nicht, dass der gesamte Pavillon das Schauspiel mit angesehen hatte und er mit schaulustigen Blicken gestraft wurde. Nicht nur Wei Wuxian´s Tisch starrte verwundert zu ihm herüber, sondern selbst Lan Qiren und Lan Xichen hatten Madame Mao´s Wutausbruch mit angesehen. Doch Bao Tian schaute einfach unbekümmert in Gedanken versunken in seine Reisschale, rieb sich langsam seine schmerzende Wange und begegnete keinem der vielen kritischen Blicke.
Doch plötzlich, ganz sachte zuckte sein linker Mundwinkel leicht auf, als er kurz durch seine Nase schnaufte. In seinen Augen erwachte ein zartes Funkeln, als er leise zu sich selbst nuschelte:
„Das, hat er auch zu mir gesagt!"
Seit jenem Tage trug Bao Tian, die rechte Hand des Sect Leader´s und ein großer Cultivator seiner Zeit, bei den Schülern der Cloud Recesses einen neuen Spitznamen.
Fortan wurde von ihm, hinter vorgehaltener Hand und heimlich hinter dem Rücken, nur noch noch als, „der sittenlose Barbar" gesprochen.
