Kapitel 2

Das Schaulaufen, wie Blaise es ganz zutreffend genannt hatte, war schon in vollem Gange, als sie durch den Portschlüssel am Eingang der herrlichen Parkanlage landeten. Sie war voller magischer Blumen und Bäume zu einem Spektakel der Extraklasse hergerichtet worden. Ginny war um den Trubel nicht böse. So würde niemand bemerkten, dass sie gemeinsam mit Blaise und Draco angekommen war. Letzterer trug übrigens, wie sie nun nicht anders bemerken konnte, einen äußerst schlichten Anzug mit einem klassischen Gehrock, tiefschwarz von Kopf bis Fuß, so dass seine markante Blässe noch betont wurde. Seine Haare, obwohl immer noch hellblond, lagen auch nicht mehr so eng an seinem Kopf. Doch am auffälligsten war einfach, dass er nicht mehr konstant so aussah, als würde alles um ihn herum ihn entweder anekeln oder langweilen.

Blaise schnalzte entzückt mit der Zunge und richtete seine eindeutig von einem bekannten Pariser Zauberer maßgefertigte Robe. Während sie sich nach bekannten Gesichtern umsahen, ergriff er im allgemeinen Gewusel die Chance und zog sanft Ginnys Rückseite an sich. „Oh, Darlings, das wird ein hervorragender Abend. Ich kann es kaum erwarten die ganzen Geschichten morgen zu lesen und Maman davon zu berichten. Ist da hinten etwa Leroy Leopold Lupin?! Oh Merlin, dieser Anzug ist ja so was von last season… Aber süß sind diese Lupins ja schon irgendwie..."

Ginny musste sich auf die Lippen beißen, um keinen Seufzer von sich zu geben. Sie spürte, wie er sich an sie drückte und ihr so eindrucksvoll bewies, dass sich seine Erregung von vorhin keineswegs in Luft aufgelöst hatte. Dieser verdammte Bastard. Sie fragte sich, wie sie sich noch Stunden gedulden sollte, bis sie ihn und seinen prächtigen Ständer endlich für sich alleine hatte.

Sie blickte zur Seite und ihr wurde mit einem Mal klar, dass Draco ihre kleine Vertrautheit eindeutig aufgefallen war. Sie warf ihm einen wütend-herausfordernden Blick zu. Er erwiderte mit einem defensiven Ausdruck, den sie nicht deuten konnte. Zum Gruß nickte er ihnen zu und murmelte, sich einen Weg zum Eingang zu suchen. Ginny sah, wie sich seine hohe Gestalt einen Weg durch die Menge bahnte und förmlich an den schwebenden Mikrofonen der Reporter vorbeizuhuschen schien.

„Blaise", flüsterte sie ihrem Begleiter zu, der sich immer noch leicht seufzend an ihr rieb. „Was bitte sollte diese Aktion mit Draco?"

„Was?" Zerstreut sah er vom dem Gewusel des Eingangs zu ihr. „Wirklich, wir sind uns neulich zufällig in der Winkelgasse über den Weg gelaufen und ich habe ihn zum Ball ausgefragt. Maman war sich ja immer sicher, dass er auch eingeladen würde. Und naja, ich dachte mir, vielleicht haben wir ja eine gute Zeit zusammen, Darling. Ganz einfach. Mm. Und Darling. Ich muss wirklich sagen, dein Arsch ist einfach sensationell." Und, auch wenn es um sie herum so laut war, das sicherlich niemand etwas von ihr Unterhaltung mitbekam, legte er seinen Mund genau auf ihr Ohr. „Und ich kann es kaum erwarten, später wieder in ihn zu spritzen."

Ginny seufzte sehnsuchtsvoll, dann machte sie sich behutsam von ihm los. „Du bist unmöglich. Leider bist du auch wahnsinnig gut im Bett. Lass uns nicht so spät gehen."

„Versprochen!", flüsterte Blaise ihr zu und mit einem sexy Zwinkern stürzte er sich in den Trubel.

Schmunzelnd und etwas langsamer folge Ginny. Hier und da begrüßte sie ein paar Bekannte und beantwortete vereinzelt Fragen, immer bemüht, den besten Winkel zu den Kameras zu halten, um ein paar brauchbare Bilder zu produzieren. Ab und an machten ihr solche Events wirklich Spaß – solange sie immer noch an den meisten Tagen in ihrer bequemen Trainingskleidung herumturnen konnte. Nach ein paar Metern hatte sie Blaise weit hinter sich gelassen. Er war und blieb ein Poser sondergleichen, aber heute konnte sie darüber lachen. Dennoch hätte sie ihn verfluchen mögen denn am heutigen Abend hatte ihr kleines, gemeinsames Vorspiel sie besonders erregt. Die letzten Wochen und Monate waren anstrengend gewesen und außerdem fast ohne eine ruhige Minute neben Liga und Nationalmannschaft, sodass sie keine Zeit für eine Affäre gehabt hatte. Wenn sie ehrlich war, dann hatte sie noch nicht einmal Zeit gehabt sich über eine Affäre Gedanken zu machen. Ginny wanderte durch magisch beleuchtete Heckenarkaden tiefer in die labyrinthartige Gartenanlage und nahm sich ein Glas von einem der schwebenden Tabletts. Sie konnte sich noch nicht einmal daran erinnern, wann sie sich das letzte Mal selbst verwöhnt hatte… Meistens fiel sie abends einfach wie ein Stein in ihr Bett. Sie nahm einen Schluck und bog in die magische Sommerwiese auf der lange Tafeln mit weißen Leinentischdecken, überbordenen Blumengestecken und reichem Tafelsilber kunstvoll hergerichtet waren. Die Cosmomagican hatte wieder einmal alles gegeben und sich dabei selbst übertroffen. Und Ginny seufzte vor Zufriedenheit. Sie schlenderte weiter in Richtung der Balltafeln, um einen guten Platz zu suchen und so schnell wie möglich noch mehr von diesem köstlichen Zaubertrunk zu trinken der ihr so herrlich leichtsinnig zu Kopf stieg. Sie konnte ehrlich sagen, dass sie ihr Leben liebte – auch wenn es nicht jedermanns Sache war. Ihre Mutter würde sicherlich bevorzugen, wenn sie den traditionellen Weg gehen und sich so wie ihre Brüder bereits recht früh niederlassen würde, aber dazu hatte Ginny gar keine Lust. Sie stand erst am Anfang ihrer Karriere – eine Karriere von der sie früher höchstens zu träumen gewagt hätte. Vielleicht würde sie sogar einmal im Ausland spielen, ihr Vertrag bei den Harpies lief noch ein Jahr und dann...

Jemand begrüßte sie enthusiastisch.

„Oh – Katie! Hi!"

Die beiden ehemaligen Gryffindor Teamkameradinnen fielen sich um den Hals.

„Wie schön dich zu sehen, Ginny! Wie geht's dir? Du siehst einfach großartig aus!"

Ginny trat einen Schritt zurück, um die schlanke Katie in ihrem weißen Satinkleid mit schmalen Spaghettiträgern zu bewundern. „Selber, du bist ein absolutes Babe!"

„Oh!" Katie lachte und hakte sie dann unter. „Was hältst du davon, wenn wir uns einen Platz suchen, an dem wir die ganze Meute im Blick haben?"

„Hervorragende Idee." Ginny seufzte und sah, wie der Rasen langsam anfing sich zu füllen. „Und bitte mit ein paar heißen Typen um uns herum, Katie, ich saß wirklich schon zu lange auf dem Trockenen."

Katie gab einen verständnisvollen Laut von sich. „Ja. Hier auch. Scheißlange Saison. Ich bin neulich fast auf meinem Besen im Steilflug gekommen."

„Haha!" Ginny brach in Lachen aus. „Oh wow. Der ist gut. Sollte ich vielleicht auch mal probieren!"

Glucksend ließen sie sich an einem Tisch in der Mitte der Festivitäten nieder und es dauert nicht lange, bis die beiden professionellen Jägerinnen Gesellschaft hatten. Ginny amüsierte sich köstlich zwischen einem arabischen Zauberer und einem bekannten Schriftsteller. Sie schaffte kaum ihr köstliches Essen zu verspeisen, so sehr bemühten sich die beiden sich gegenseitig mit Geschichten zu übertreffen. Als das Dessert aufgetragen wurde, hatte sie sehr wenig gegessen und sehr viel getrunken und war in einer überragenden Stimmung. Bald würde die Party losgehen und sie würde sich auf die Tanzfläche stürzen.

Sie warf einen Blick auf Katie, die sich augenscheinlich besonders gut mit einem der beiden Tischnachbarn verstand. Wenn Ginny es nicht besser wüsste, dann… sie gab ihrer kleinen Abendtasche einen kleinen Schubs.

„Hupsi", sagte sie und ging auf Tauchstation um sie aufzuheben.

Die beiden saßen ihr gegenüber und in der Tat, Ginny sah mit einigem Neid die Hand des Zauberers zwischen den Beinen ihrer Freundin. Mit der Tasche in der Hand tauchte sie wieder auf, nun noch unruhiger als zuvor und mit einem sehnsüchtigen Ziehen zwischen ihren Beinen.

Sie warf Katie einen anerkennenden Blick zu, den diese mit einem genüsslichen Augenverdrehen beantwortete. Ginny sah sich unauffällig um, ob sie irgendwo in der Menge Blaises hohe Gestalt sah. Aber anstelle dessen sah sie zwei Tische weiter durch eine Lücke plötzlich Draco Malfoy, der sich angeregt mit einer asiatisch aussehenden Hexe unterhielt. Ginny musste noch einmal hinsehen und sich vergewissern, dass er es wirklich war, einen so entspannten und interessierten Eindruck machte er. Und wenn sie es richtig erkennen konnte, dann war die Hexe eindeutig bezaubert. Na ja, dachte Ginny, vielleicht sitzt sie auch auf dem Trockenen. Sie musste ein prustendes Lachen unterdrücken und presste ihre Serviette auf den Mund.

„Mademoiselle – können wir ihnen -"

Ginny schüttelte heftig den Kopf, griff nach ihrem Täschchen und sprang auf. „Nein – danke – mir geht's gut, ich sitze nur…" Ein Lachanfall schüttelte sie heftig.

Sie stürzte los, Lachtränen in den Augen, tauchte in der beginnenden After-Dinner-Geschäftigkeit unter und schob sich zwischen angeregt schwatzenden Hexen und Zauberern vorbei zur nächsten Bar. Dort stützte sie sich immer, noch kichernd, auf den Tresen.

„Was darf ich Ihnen anbieten, meine Dame?", fragte der elegante Herr hinter dem Tresen und Ginny beäugte ihn mit ihrem angesäuselten Hirn und hatte eine ganz genaue Idee. Ein weitere Lachanfall überfiel sie und lachend winkte sie ab.

Oh Blaise, dachte sie hibbelig, wo bist du, du verdammter Arsch, wie kannst du es wagen, mich so scharfzumachen und dann warten zu lassen? Aber ihr war ja durchaus bewusst, dass eben das einen großer Teil der gegenseitigen Anziehung ausmachte.

„Einen Aperitiv vielleicht noch, meine Dame? Oder einen Feuerwhiskey?"

Ginny wandte sich ihm wieder zu. Er betrachte sie und wenn sie es recht sah, dann war da ein kleines Zwinkern in seinen Augen. Sie lächelte zurück. „Ja", sagte sie schließlich. „Ja, einen Aperitiv nehme ich gerne noch."

Er machte sich an die Arbeit. „Sie sind die Jägerin von den Holyhead Harpies, richtig? Ginevra Weasley."

„Das stimmt." Ginny lächelte geschmeichelt.

„Ginny?" Eine Stimme ertönte plötzlich von ihrer Seite. „Das gibt's ja nicht, hallo!"

Sie drehte ihren Kopf in Richtung der Stimme und aus dem Durcheinander der summenden Stimmen tauchte plötzlich eine Kontur auf, die sich näher schob und mit einem Mal direkt neben ihr stand. Während ihr beschwipstes Hirn noch versuchte, die Konturen übereinander zu legen, griffen diese schon nach ihrer Hand und drückten einen sanften Kuss auf ihren Handrücken.

„Bei Merlins Bart, du bist eine Vision!"

Und plötzlich wurde die Kontur scharf.

„Sirius!"

Ginny rutschte vor Freude fast vom Hocker und ein großes Malheur wurde nur durch Sirius' Gegenwart verhindert, als er nach ihr griff und ein Abstürzen verhinderte.

„Hoppla!", lachte er amüsiert und stabilisierte sie an seiner rechten Körperseite.

„Oh Sirius, ich bin betrunken", seufzte Ginny an seine Schulter.

„Hervorragend! Ich auch!", erwiderte er. „Wozu ist man sonst auf einem Sommerball?! Bekommst du noch – ach der ist für dich? Bitte, mein Herz. Mein Gott, du siehst wirklich sensationell aus!" Und drückte ihr noch einen Kuss auf die Wange.

„Du auch, Sirius", antwortete sie wahrheitsgemäß und spürte seine Rückenmuskeln unter dem feinen Anzugstoff – er hatte sich für einen eleganten schwarzen Anzug entschieden, lässig italienisch mit einem weißen Hemd, ohne Krawatte. Seine dunkeln Haaren lockten sich wild über seinen Hemdkragen und das leichte Grau darin ließ ihn wie einen distinguierten Gentleman-Abenteurer aussehen. Sirius roch nach einer herben Note, nach Tabak und dunkler Schokolade und noch etwas anderem, sehr verlockendem.

Jetzt bildeten sich feine Lachfältchen um seine Augen. „Mach' mir keine Komplimente, Ginny, ich könnte auf dumme Gedanken kommen."

Ginny kicherte entzückt. Sie hatte immer eine große Schwäche für ihn gehabt. „Vielleicht möchte ich das ja?"

Sie blickte ihn von der Seite an. Sirius, dachte sie, war mit Abstand immer noch einer der bestaussehenden Männer, die sie kannte. Wie alt er eigentlich war, wusste nach den zwei Jahren hinter dem Vorhang eigentlich niemand mehr so ganz genau, aber er scherzte gerne, dass das seine wohlverdiente Verjüngungskur nach Akzaban gewesen war.

Jetzt nahm er aber erst einen abwartenden Schluck von seinem Feuerwhiskey und betrachtete sie interessiert von der Seite. „Mit wem bist du hier?"

„Oh...", sie fächerte sich Luft zu. „Mit Freunden von Hogwarts. Und du?"

Sirius gestikulierte vage in die Umgebung. „Mit einer Freundin. Sie ist da hinten irgendwo."

„Soso, eine Freundin", neckte sie ihn.

„Ja", bestätigte er grinsend und nahm gelassen einen weiteren Schluck. Abwartend. Sie weiterhin fest um die Taille haltend und unaufhörlich intensiv ansehend.

Ginny lachte. Sie mochte das. Das war original Sirius. Letztes Jahr zu Weihnachten musste es gewesen sein als er auf eine drängende Frage von Hermione geantwortet hatte: ‚Ich war zweimal quasi tot, Mione, ich stresse mich wegen nichts mehr.'

Sie hatte sich immer wohl in seiner Gegenwart gefühlt, selbst damals im Grimmauld Place als der Krieg kurz bevor stand und er konstant in einer fürchterlichen Laune gewesen war. Ihr kam plötzlich eine kleine Szene in den Sinn.

„Erinnerst du dich an die Zeit, als wir bei dir gewohnt haben? Als ihr den Orden organisiert habt. Und ich übrigens die Einzige war, die von allen Gesprächen ausgeschlossen war!"

„Natürlich erinnere ich mich." Ein kleines Lächeln spielte um seine Lippen, aber es war kein fröhliches.

„Zu Weihnachten hast du mich mit einem Schwebezauber die Halle dekorieren lassen. Das war so cool. Vor allem, weil ich damals ja von allem anderen ausgeschlossen war."

„Stimmt!" Sirius sah sie mit erstaunten Augen an. „Ja, Molly war dagegen, weil du noch so jung warst… Und nun…" Er machte eine lange Pause und Ginny ergriff die Initiative.

„Nun bin ich nicht mehr so jung", sagte sie leise und schob sich etwas näher zu ihm. Sie spürte seine kräftigen Schenkel durch die dünne Kleidung arbeiten.

Sirius nahm einen weiteren abwartenden Schluck und ließ sie weiterhin nicht aus den Augen. Wenn Ginny sich nicht täuschte, dann war da ein leises, wölfisches Glimmen in seinen dunkelgrauen Augen. Sie spürte wieder das sehnsuchtsvolle Ziehen zwischen ihren Beinen und dachte an Katie, die vielleicht schon ihre zweite Runde genoss. Sie stellte ihr Glas auf den Tresen und legte unverwandt ihre freie Hand auf seinen flachen Unterbauch, knapp über seinem Hosenbund. Er atmete scharf ein.

„Ginny", raunte er ihr dann leise ins Ohr. „Hast du vielleicht Lust, etwas -"

„Ja", antwortete sie.

Sie schoben sich hastig aus dem Gewühl an der Bar, an der pulsierenden Tanzfläche vorbei hin zu einem kleinen Wäldchen. Aufgekratzt lachend folgte sie Sirius, der ihre Hand fest hielt. Als sie über die abfallende Grasfläche vorbei an vereinzelten Grüppchen liefen, konnte Ginny nur daran denken, wie sehr sie ihn wollte. Sie tauchten unter das schützende Dickicht der Äste und nach zwei weiteren Schritten fiel sie schon in seine geöffneten Arme. Sirius küsste sie stürmischer, als sie erwartet hatte. Aber sie wollte sich nicht mehr zurückhalten, mit aller Macht drängte sie sich nun gegen ihn und wollte ihn schmecken, spüren, fühlen.

„Wissen wir, was wir hier tun", fragte er keuchend, während seine Hände ihre Brüste fanden. „Mmm."

„Nein, aber ist mir egal!" Ginny drückte sich ihm entgegen und spürte eine mehr als vielversprechende Beule in seiner Anzughose.

Sirius war nie ein Mann gewesen, der lange gefackelt hatte. Er hob sie kurzerhand an, damit sie ihre Beine um ihn schlingen konnte und drückte sie gegen einen hohen Baum. Seine Hände fanden unter ihrem Rock die kleine Unterhose aus Spitze. Mit einem Ruck riss er sie entzwei und erkundete mit seinen Fingern zärtlich ihre feuchte Wärme.

„Fuck, Sirus!", stöhnte Ginny auf, lauter als geplant und sein kehliges Lachen erklang leise an ihrem Ohr. Er biss hungrig in ihre nackte Schulter.

Seine erstaunlich sanften Finger, seine unglaubliche männliche Präsenz und gierigen, tiefen Küsse taten ihr Übrigens. Es brauchte nicht lange und sie spürte eine heiße Welle in sich aufsteigen. Ginny bewegte sich ihm entgegen, wimmernd, drängend, flehend. Dieses aufreizende Lachen von ihm, sanft und dennoch so verlockend, als sein Bart angenehm über ihre Lippen kratze. Er spreizte ihre Beine etwas weiter, kreiste mit seinem Daumen neckend an ihrer sehnsuchtsvollen Perle und lächelte unwiderstehlich sein wissendes, sexy Lächeln. Mehr brauchte Ginny nicht. Eine gleißende Welle packte und trug sie höher als jemals zuvor und sie machtvoll kam. Während sie noch ihre Lust in die Nacht hinausschrie, drang Sirius in sie ein, nahm in heftigen Stößen ihre ganze Wärme und Bewegung in sich auf und folgte ihr dann sofort. Mit einem lauten, lustvollen Stöhnen ergoss er sich kraftvoll in sie und legte dann schwer atmend seine Stirn an ihre. „Verdammt."

Ginny war noch zu schwach etwas zu sagen, aber sie nickte mit trockenem Mund und griff, nachdem was sie von ihm erreichen konnte. Küsste sein kratziges Kinn, während sie noch seine letzten Zuckungen in sich genoss.

„Hm." Sirius zog sich langsam aus ihr, vorsichtig und darauf bedacht ihr Kleid nicht zu beflecken und setzte sie langsam ab. „Bist du… Kannst du stehen?"

„Ja", sagte sie schwach und griff doch nach seinem Arm, während er sein Prachtexemplar ordentlich verstaute. Noch waren ihre Beine wacklig nach dieser Explosion der Lust. Sie schloss die Augen.

„Ginny?", hörte sie seine Stimme behutsam (und auch eine Spur besorgt) fragen.

„Ähm…" Sie suchte nach Worten, etwas Unverfänglichem, um ihre aufkommende Verlegenheit zu überdecken. So sehr sie ihn mit allen Fasern gewollt hatte, so sehr realisierte sie gerade die Tragweite ihres Tuns.

„Ähm, wow. Ich…" Ginny brach ab und richtete betreten ihr Kleid. Sie spürte seine Blicke auf sich, diese waren nun nicht mehr die des Wolfes auf der Pirsch. Sie verstand, dass er angespannt auf eine Reaktion wartete. Aber ihr Kopf war noch wie leer gefegt.

„Geht's dir gut?"

„Gut?" Sie gab ein kleines, verlegenes Lachen von sich. „Bin ich wirklich so schnell gekommen?"

Er gab einen amüsierten Laut von sich. „Es ging mir nicht anders."

Sie öffnete schließlich wieder die Augen. „Wie sieht mein Kleid aus?"

Sirius zupfte ihr ein oder zwei Blätter aus dem Haar. „Wenn du es ehrlich wissen möchtest, dann ziemlich genau nach dem, was wir gerade gemacht haben."

Der peinliche Moment war vorerst vorüber. Sie schob sich in seine Arme und spürte, wie sich seine Lippen zu einem kleinen Grinsen verzogen.

„Kleine Ginny", flüsterte er an ihrem Ohr. „Was machen wir nur für Sachen?"

Sie lachte ein wenig an seiner Brust. „Es tut mir leid – scheiße Sirius, ich wollte uns nicht in eine blöde Situation bringen."

„Hast du nicht." Er rieb aufmunternd ihre Oberarme und sah sich dann wachsam um. „Mach dir keine Gedanken."

„Ich bin mir ziemlich sicher, dass du das nur sagst, damit -"

Er unterbrach sie hastig und sagte schnell: „Ja, natürlich sage ich das nur, damit wir beide uns nicht schlecht fühlen."

Sie sahen sich lange schweigend an und dieses Mal war Sirius derjenige, der die Stille mit einem Räusper unterbrach.

„Wir sollten langsam wieder zurück zu den Anderen gehen."

„Ja, du hast recht." Ginny hatte bereits ein paar Schritte in Richtung des Waldrands gemacht, als sie merkte, dass Sirius stehen geblieben war. Sie drehte sich um und streckte fragend ihre Hand nach ihm aus. „Willst du nicht..."

„Ich komme dir nach." Er stützte seine Arme in die Seiten und lächelte ihr kurz zu. „Ist besser so."

Ginny warf ihm einen letzten, zweifelnden Blick zu, aber er stand unbeweglich an ihrem Platz an dem Baum.

Verdammt, dachte Ginny, als sie sich aus dem Schatten der Bäume zurück auf die belebte Wiese stahl. Sie spürte noch seine muskulösen Arme, seinen herb-süßen Geschmack und wie selbstverständlich ihre Körper miteinander verschmolzen waren.

Verdammt, dachte Sirius, als er aus ihrem Versteck heraus ihrer schönen Gestalt hinterher sah. Harrys Ex. Ein absolut neues Tief von dir. Herzlichen-Fucking-Glückwunsch, du Arsch.