Direkt am nächsten Tag drückte Keigo ihm eine Bahnfahrkarte in die Hand und erklärte, wo und wann die Bahn fuhr. Die Bahn fuhr um 7:00 Uhr und momentan war es 6:20 Uhr, weswegen er sich schnell seinen Rucksack aufsetzte und danach sofort losging.

Nachdem er ca. eine halbe Stunde lang zum Bahnhof gegangen war, stand er schließlich 10 Minuten zu früh vor den Bahngleisen, weswegen er sich erstmal auf einen Sitzplatz setzte und auf die Bahn wartete. Plötzlich setzte sich ein grünhaariger Junge neben ihn, während Shota einfach nur müde gähnte. Zuerst war der Junge nicht bemerkbar, doch sobald seine zwei anderen Freunde kamen, wurde es neben ihm ziemlich laut.

Nach einer Weile kam dann auch endlich die Bahn, in die er sofort einstieg, sich auf einen Fensterplatz setzte und hoffte, dass sich niemand auf die 3 Plätze um ihn setzen würde. Für den Fall, dass sich jemand neben ihn setzte, wollte er einfach so schnell wie möglich einschlafen, um es dann garnicht mehr bemerken zu können. Doch dieser Plan funktionierte nicht so wirklich, da der grünhaarige Junge ihn noch ansprach bevor er überhaupt ansatzweise am schlafen war „Können wir uns hier hinsetzen? Alle anderen Plätze sind besetzt...".

„Ja" sagte Shota knapp, während er ein seufzen unterdrückte. Er hatte überhaupt keine Lust darauf, dass irgendwelche Fremden sich zu ihm setzten, aber da es anscheinend keine anderen Plätze mehr gab, hatten weder er, noch die anderen drei Jugendlichen eine andere Wahl...

Es kam ihm so vor, als würde er sie kennen. Als hätte er Erinnerungen, die einfach nicht erreichbar. Als er die drei sah, bevor er seine Augen schloss, dachte er kurz, dass er sie kennen würde, doch nichts fiel ihm ein... Nur leere Erinnerungen, die weg waren, genauso wie wenn man vergisst, was man sagen wollte...

Nachdem er eine Weile geschlafen hatte, weckte ihn ein brennen Schmerz in seinem Arm und er zuckte zusammen. Die Verletzung, die anscheinend von dieser Verjüngungsspezialität kam, tat schon am vorherigen Tag ziemlich weh, weshalb er sich die Wunde schon längst verbunden hatte.

Als er zusammenzuckte, bemerkten die drei um ihn, dass er ziemliche Schmerzen hatte, weswegen sie direkt als er seine Augen geöffnet hatte, begannen, mit ihm zu reden. „Geht's dir gut?" fragte ein Mädchen, guckte ihn besorgt an und redete weiter „Ich bin Ochako und das sind Tenya und Izuku" sie zeigte auf die beiden Jungen und wartete darauf, dass er auch seinen Namen sagte, doch merkte, dass sie ihn dafür fragen musste „Wie heißt du denn?" „Shota..." murmelte er und versuche zu lächeln, was er aber ganz schnell wieder aufgab, da er einfach nicht gezwungenermaßen lächeln konnte und es eher wie eine Grimasse aussah.

„Alles an dir kommt mir irgendwie bekannt vor..." Tenya schob sich seine Brille misstrauisch höher.

„Jetzt wo du's sagst..." Izuku musterte ihn bedenklich. „Was ist deine Spezialität?" fragte er plötzlich aufgeregt und wirkte, als würde er gleich vor Aufregung platzen.

Der Junge strahlte vor Freude, während er auf seine Antwort wartete. Er wirkte so, als hätte er selbst keine Spezialität, doch die Narben an seiner einen Hand ließen ihn vermuten, dass er schon einmal in einen Kampf verwickelt war. Es sah aber nicht so aus, als hätte ein Schurke ihm das angetan, da sonst einiges mehr als bloß seine Hand voller Narben währe.

„Ähm, also ich-„ Er merkte, wie er selbst rot anlief. So gut, wie nie wollte irgendjemand etwas über ihn wissen. Erst recht nicht so etwas. Höchstens seinen Namen und beim Sportunterricht manchmal etwas über die ganzen Brandnarben, die auf seinem ganzen Körper verteilt wahren. Genau deshalb trug er auch fast immer langärmelige T-Shirts und nie kurze Hosen.

„Izuku, bedräng ihn doch nicht so! Vielleicht hat er nicht einmal eine Spezialität..." schimpfte Tenya und ließ die Aufregung von Izuku weniger werden.

„Doch, ich hab eine Spezialität..." direkt wuchs die Aufregung des grünhaarigen wieder. „Also, ich kann Spezialitäten für eine Weile auslöschen..."

Die drei Jugendlichen guckten ihn alle ungläubig an und verunsicherten ihn dadurch. Er wusste, dass viele nichts von seiner Spezialität hielten und ihn dafür oft auch hassten, da niemand eine Spezialität plötzlich verlieren wollte. Vor allem nicht, da er es oft aus Versehen tat und so nicht nur einmal angebrüllt, oder sogar verletzt wurde.

Eine Tatsache verwirrte ihn aber. Die 3 sahen nicht angewidert, wütend oder enttäuscht aus. Sie waren erstaunt und wussten nicht, was sie sagen sollten.

„Was...ist denn?" fragte er zögernd, während er am liebsten im Boden versunken wäre.

Die drei anderen schauten sich gegenseitig an, während sie ihn einfach ignorierten und Ochako fragte die anderen „Glaubt ihr, er hat Kinder?"

Isuku überlegte kurz. „Ich glaube nicht, dass er sein Kind nach sich selbst benennt..." Er schaute wieder Shota an „Welche Spezialitäten haben denn deine Eltern?"

Diese Frage war zum Teil schwierig zu beantworten, da er nie bestimmte Erklärungen der Spezialitäten seiner Eltern bekam. Soweit er wusste, konnte seine Mutter eine Spezialität kopieren, solange bis sie blinzelte und sein Vater konnte irgendetwas mit Feuersteinen.

Er konnte sich noch genau daran erinnern, wie diese brennenden Steine auf ihn zuflogen und ihn verbrannten. Er hatte seinen Vater nur einmal gesehen und dann wollte er ihn nur unbedingt finden und töten. Diese ganzen brennenden Steine waren auf ihn geflogen, sodass er hätte sterben sollen. Doch irgendwas war passiert, an das er sich nicht mehr erinnern konnte. Das nächste, woran er sich erinnerte, war, dass ein paar Helden ihn fanden, während er voller Blut auf dem Boden lag und die ganze Landschaft um ihn verwüstet. Damals war er gerade mal fünf Jahre alt gewesen und beschloss deswegen, ein Held zu werden...

Schnell sagte er „Meine Mutter konnte Spezialitäten kopieren, solange bis sie blinzelte und mein Vater konnte irgendwas, mit brennenden Steinen."

„Oh, ok. Dann haben wir dich vermutlich verwechselt..." sagte Ochako und sah zu Izuku, welcher gerade ununterbrochen vor sich hin murmelte.

Als der Bus schließlich stoppte und Shota zögernd ausstieg, redeten die anderen erst einmal weiter.

Nun sagte Izuku „Ich glaube, ich weiß, wer er ist..."

„Hä, wer denn? Sein Vater konnte ja anscheinend keine Spezialitäten auslö-" er unterbrach Ochako und erklärte seine Theorie „Ja, er ist ganz klar nicht Herr Aizawas Kind... Ich glaube er ist Herr Aizawa selbst. Ich stand letztens vor dem Lehrerzimmer und bekam mit, wie die Lehrer einen Schurken mit einer Verjüngernden Spezialität erwähnten. Vielleicht wurde er von dieser getroffen. Das wäre dann auch der Grund dafür, warum er die letzten Tage nie da war..."

Er hieß mit Vornamen genauso wie ihr Lehrer, hatte die gleiche Spezialität und er hätte mit längeren Haaren fast genauso ausgesehen, wie er. Es machte einfach zu viel Sinn...

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Den kurz zusammengefassten Flash back mit seinem Vater werde ich vermutlich erst später richtig erklären.

Übrigens bedanke ich mich bei den Leuten, die diese FF lesen.