Anakin saß in seinem Quartier auf dem Bett, neben ihm genug Platz, sodass Ahsoka sich neben ihn setzte. Sie war peinlich berührt und schaute ihn nicht an, als er anfing zu reden.
„Ahsoka, ich wollte mit dir schön länger hierüber reden."
„Nein, Meister. Sowas ist noch nie passiert, die beiden müssen meine Sachen.."
„Das meine ich nicht."
„Ach nein?", fragte sie etwas erstaunt. Sie hatte erwartet einen Vortrag zum Thema Ordnung zu hören.
„Nein. Es geht nicht um dein Verhalten. Mehr um.. Mehr um deinen.. Körper."
„Meinen Körper?", fragte Ahsoka verwundert. „Was genau? Hab ich etwas falsch gemacht?"
„Nein, Snips. Es geht allen irgendwann genau wie dir im Moment, verstehst du?"
„Nicht wirklich, Meister."
Anakin atmete schwer durch. Er hatte gewusst, dass er das Thema bald mit ihr behandeln musste, hätte jedoch nicht gedacht, dass es doch so bald war.
„Dein Körper verändert sich im Moment, nicht wahr?"
„Ähm, was meint Ihr?"
„Du bekommst Haare an ungewöhnlichen Orten, einige Teile deines Körpers wachsen, manche Stellen fühlen sich lustig an.. Ist dir sowas aufgefallen?"
Ahsoka dachte an die Momente in der Wanne zurück. Sie hatte Haare im Intimbereich entdeckt, ihre Brüste sind in den letzten Monaten enorm angeschwollen und als sie sich mit der Seife eingecremt hatte, hatten sich ein paar Stellen lustig angefühlt.
„Ja, Meister. Es ist genau wie Ihr sagt. Was passiert hier?"
„Das ist ein Prozess deines Körpers, Snips. Du wächst aus dem Alter eines Kindes heraus und wirst nun erwachsen. Dein Körper wird nun langsam zu dem einer Frau.", erklärte Anakin langsam und mit ruhiger Stimme.
„Wow. Passiert das jeder Frau?"
„Nicht nur bei Frauen passiert das.", lachte Anakin. „Auch bei uns Männern verändern sich die Dinge."
„Ach ja? Was denn so?"
„Das ist ein Thema für ein anderes Mal.", lächelte er sie an. „Es ist wichtig, dass du verstehst, dass auch andere Personen die Veränderungen an deinem Körper mitbekommen und du dich bewusst machen musst, dass du mit deinem Körper vorsichtig umgehen musst. Du kannst nicht einfach nackt durch die Gänge rennen. Schon gar nicht wenn Jünglinge in der Nähe sind."
„Was das angeht, die kleinen Charmebolzen haben wohl meine Klamotten.."
„Ich will es nicht hören, Snips.", unterbrach Anakin sie.
„Aber.."
„Die beiden haben noch nie eine nackte Frau gesehen, und du sollst auch nicht die erste für die nächsten paar sein, okay?"
„Ja, Meister.", gab sie kleinlaut ein.
„ich weiß, dass ich dir mit deinem Körper nicht viel helfen kann, also müssen wir jemanden fragen, der sich schon ein ganzes Leben damit beschäftigt hat, und dem wir vertrauen."
„Wen habt ihr im Sinn, Meister?"
Ahsoka war nicht sonderlich erpicht darauf, mit jemanden über ihren Körper zu sprechen. Schon gar nicht jemandem den sie nicht genau kannte.
„Ich denke an Senatorin Amidala, wenn das für dich in Ordnung wäre."
„Padme?", fragte Ahsoka hellhörig.
Mit Padme war Ahsoka schon lange befreundet. Eine enge Freundschaft, die sie mit Anakin gemein hatte. Auch er war gut mit der Senatorin gestellt.
„Ja, Padme. Wäre das für dich in Ordnung?"
„Klar.", antwortete sie glücklich über die Wahl ihres Meisters.
„Sehr gut. Dann reden wir doch direkt mit ihr darüber."
Er stand vom Bett auf und schaltete sein Holoprojektor an. Padme erschien vor den beiden und lächelte Ahsoka an.
„Hi, Ahsoka.", sagte das Hologramm.
„Hi, Padme."
„Senatorin Amidala, wäre es euch vielleicht möglich meine Padawan für ein paar Tage zu euch zu nehmen, um sie einige Sachen über ihren Körper zu lehren?", fragte Anakin Padme.
„Natürlich, es wäre mir eine Ehre.", lächelte Padme zurück.
„Sie wird sich noch heute bei Ihnen melden, besten Dank."
„Immer gerne. Bis bald, Ahsoka."
Das Hologramm verblasste.
„Du hast es gehört, Snips. Bringen wir dich mal zu Padme."
Ahsoka stand auf und holte ihre restliche Ausrüstung aus ihrem Apartment. Sie flogen in der Twilight zu Padmes Anwesen und Anakin ließ Ahsoka aussteigen.
„Bis dann, Snips."
Damit hob er ab und verschwand zurück in den Verkehr. Ahsoka holte tief Luft und lief auf die Tür zu. So hatte sie sich die Tage voller Ausruhen nicht vorgestellt, war jedoch gespannt, was auf sie zukommen würde.
