Die Dusche

Es passierte so schnell, dass sich Leias Kopf drehte – sowohl ihr Höhepunkt als auch der Sturz. Han nahm sie in der Dusche, fest gegen die Wand gedrückt, so aufgestützt, dass er jeden Punkt genau richtig traf, und das stetige Prasseln des Wassers machte sie wahnsinnig vor Empfindsamkeit – das rauschende Wasser und ihr eigenes Stöhnen übertönten alle anderen Geräusche, und als Han ihr überraschend fest an den Haaren zog und eine Reihe heftiger Flüche ausstieß, nahm sie einfach an, dass er ebenfalls kam.

Bis sie das Knacken von etwas Schwerem hörte, das auf dem Boden der Dusche aufkam, gefolgt von einem herzhaften Aufprall, und dann – knall, das war ihr eigenes Knie, das hart auf den Fliesen aufschlug und der Atem entwich ihr, als ihre Stirn gegen Hans Schulter stieß.

Sie blinzelte geschockt und fand sich selbst wieder, wie sie auf den rutschigen Boden der Dusche starrte, den Mund fest gegen Hans Brust gepresst und –

Irgendwo in diesem Chaos war auch der Vorhang heruntergekommen und Wasser spritzte auf den Boden im Badezimmer. Sie keuchte erneut auf, als der Schmerz in ihrem Knie dumpf durch ihren Körper zuckte, zum Glück vermindert durch den verblassenden Orgasmus, der durch sie hindurchgefahren war, und ihr Kopf drehte sich, während sie zu erfassen versuchte, was geschehen war.

„Han!", rief sie instinktiv, Wasser benebelte ihre Sicht.

Han stöhnte und drehte sich zur Seite, um sein Gesicht von den Unmengen an Wasser abzuwenden. Benommen zuckte er zusammen, unsicher, ob er bereit war, zu glauben, was gerade geschehen war – es schien, als hätte er die Seife, die er zuvor fallengelassen hatte, direkt unter seinem Fuß wiedergefunden, genau im entscheidenden Moment, in dem er eine Hebelwirkung gebraucht hatte – und alles war wie in Zeitlupe abgelaufen, als er gestürzt war und versucht hatte, nach etwas zu greifen und sich so zu drehen, dass Leia auf ihn fiel und nicht umgekehrt.

Er öffnete ein Auge und erblickte eine Flasche Spülung, die unschuldig um seinen Kopf herumrollte. Verschwommen blinzelte er sie an.

Han", hörte er Leia wieder sagen.

Grob schlug sie mit ihrer Handfläche gegen seine Wange.

„Hey", knurrte er und wandte den Kopf um. Er hielt sie fest – den Teil von ihr, der ihm am nächsten war – und drückte sie besorgt. „Geht es dir gut?", fragte er und runzelte dann die Stirn. „Hast du mich geschlagen?", verlangte er zu wissen.

„Du lässt mich in der Dusche fallen und das erste, was du tust, ist, mir an den Hintern zu packen?", gab sie zurück, setzte sich auf und zog seine Hand weg.

Er grinste träge und versuchte sich mit einem Stöhnen aufzurichten. Leia zuckte zusammen und rutschte auf seinen Beinen rückwärts, über sein Knie – dann bewegte sie sich vorsichtig von ihm herunter und stand auf, um das Wasser abzustellen. Dann kauerte sie sich erneut neben ihn und strich sich mit geweiteten Augen das Haar aus dem Gesicht.

„Han", bemerkte sie mit angespannter Stimme. „Dein Kopf blutet", warnte sie, ging auf die Knie und kroch zu ihm herüber. Sie hob seinen Kopf an und fuhr ihm mit den Fingern durchs Haar; er zuckte zusammen, wich zurück, fluchte und setzte sich langsam auf. Der Schnitt befand sich an der Seite seines Kopfes.

Die Dusche drehte sich. Sein Kopf pochte. Sein Gesicht wurde blass.

„Verdammt", brachte sie in einem besorgten Wimmern hervor. „Es muss vielleicht genäht werden. Ist dir schwindelig?"

„Was zur Hölle ist passiert?", meckerte er und schüttelte den Kopf. Verlegen wandte er das Gesicht ab.

„Sag du es mir", entgegnete sie trocken und musterte ihn besorgt.

Ein Teil von ihr wollte lachen und ein Teil von ihr war verärgert – hauptsächlich machte sie sich allerdings Sorgen wegen seiner Kopfverletzung. Sie konnte ihn nirgendwo hintragen –

„Kannst du langsam aufstehen?", erkundigte sie sich. „Ich würde dich ungerne nackt zum Krankenhaus transportieren lassen – "

„Na dann zieh mir zuerst etwas an!"

„Ich kann nicht, du bist zu groß."

„Sehr richtig, Schätzchen", erwiderte er gedehnt. „Ich bin groß."

Sie verdrehte die Augen und lehnte sich zurück. Ihre Hand glitt von ihm herunter. Wenn er in der Lage war, solche Scherze zu machen – ging es ihm wahrscheinlich gut. Aber dieser Schnitt – sie fing wieder an, seinen Kopf abzutasten und er neigte ihn nach hinten. Er stöhnte – aber nicht vor Schmerzen.

„Ich habe dich fallen gelassen", grummelte er. „Ich kann nicht glauben, dass ich – "

„Du hast meinen Sturz abgefangen", beruhigte sie ihn mitfühlend.

Sie zitterte, als der Dampf im Raum begann, sich aufzulösen, und Han griff nach ihrer Schulter und rieb darüber. Er verzog das Gesicht, lehnte sich zurück, zog die Knie an und starrte an die Decke.

„Han, bist du – "

„Mir geht es gut. Nur verletzter Stolz."

Besorgt kroch sie über ihn und er lächelte träge und hob die Hand, um ihr Kinn zu berühren. Er ließ seine Hand über ihre Schulter und hinunter zu ihrer Hüfte gleiten, wo er sie anzüglich antippte.

„Du könntest, äh, aufspringen und es zu Ende bringen", versuchte er sie zu überreden.

Sie schaute nach unten, schüttelte den Kopf, sah wieder nach oben und funkelte ihn an.

„Das ist im Moment keine Option", informierte sie ihn und er stöhnte auf – obwohl er nicht allzu schockiert sein sollte, dass ein böser Sturz ihn um seine Erregung gebracht hatte. „Ist das alles, an das du denken kannst? Dein Gehirn könnte auslaufen – "

„Das Blut strömt gerade erst wieder dorthin zurück, Schätzchen!", feuerte er zurück, rollte sich zur Seite und schüttelte sie ab.

Sie zitterte und schlug nach ihm, weil er sie so kurzerhand zu Boden geworfen hatte, dann wickelte sie sich in den Duschvorhang und bedachte ihn mit einem finsteren Blick. Er fing an zu lachen, rollte herum und kniete sich hin. Dann rieb er sich den Kopf.

„Immerhin bist du gekommen", brummte er verstimmt.

Sie kuschelte sich in ihren Duschvorhang-Burrito.

„Du musst zugeben, dass das eine gute Geschichte ist", zirpte sie.

Han warf ihr einen alarmierten, ungläubigen Blick zu.

„Wenn du irgendjemandem davon erzählst, Leia – ", er brach lachend ab. „Das würdest du nicht. Du bist zu prüde."

„Doch, das würde ich!", protestierte sie und hielt dramatisch inne. „Ich erzähle es Chewie."

Han warf ihr einen beleidigten Blick zu. Sie rutschte von ihm weg und er ging in die Hocke, während er sie anfunkelte – und sie versuchte, das Lachen zu unterdrücken, aber es gelang ihr nicht – es gab wirklich keine bessere Art, in einem Duschvorhang verheddert zu enden.