Kapitel 2 ~Der Dunkle Lord/LUCIFER~

Lilith verließ das Bett und schritt leise die Treppe runter. In Richtung Wohnzimmer, um sich etwas Wasser einzuschütten. Sie drehte die Flasche auf und schüttete sich etwas Wasser ein. Da hörte sie ein Brett knacken, sie drehte sich um und ließ die Flasche Fallen.

,Lilith!'' Ihr Name kam wie geknurrt aus dem Mund des Ungeheuers vor ihr. Sie schnappt nach Luft. ,Dunkler Lord! Wie? Warum?'' Er kam näher und griff nach ihrem Gesicht, sie wollte nach hinten ausweichen, schreien und weinen, doch sie bewegte sich nicht. ,Du machst gute vorschritte meine Liebe. Sabrina will sich der Kirche der Nacht anschließen. Sie will sich von ihren Leuten lösen.'' Er machte einen Schritt auf sie zu und sie zuckte zusammen. Er drückte sie gegen die Wand und begann sie anzufassen. Sie versuchte nicht einmal mehr ihm zu entkommen sie wusste es war unmöglich. Eine Träne rollte über ihr Gesicht und sie schloss ihre Augen. Sie kannte das Spiel: Er lobte sie, er fasste sie an, er schlug sie, er ließ sie fallen. Als er verschwunden war, sank sie zu Boden. Sie wusste nicht mehr, warum sie sich damals für dieses Monster entschieden hatte. Schon damals hatte er sie so behandelt, doch dieses Mal war es anders. Sie kannte seine aggressive Seite und sie wollte Adam vor dieser Schützten. Sie hatte noch nicht etwas Schlimmes getan. Er hatte sie geküsst und sie hatten getanzt. Trotzdem liebte sie ihn, sie wollte ihn Schützen. Ihre Heirat mit Lucifer hatte ihr Leben zerstört, es durfte nicht auch noch Adams beenden. Sie schluchzte und schlang ihre Hände um ihren Körper. Vor der Heirat hatte er sie nicht so behandelt, er hatte sie wie seine Königin behandelt. Er hatte sie geliebt und sie hatte seine Gefühle erwidert. Doch kurz nach der Hochzeit hatte es angefangen, er hatte sie angefasst, obwohl sie ihn abwies, er hatte sie geschlagen, wenn ihm etwas an ihr nicht gefiel und er hatte einfach liegen lassen. Egal wie sehr sie ihn gebraucht hatte. Nun da sie Sabrina beobachtete, kam es seltener vor, dass er sie besuchte. Doch sie wusste, eines Tages würde er Adam finden und sie wusste nicht was sie dann tun sollte. Sie schluchzte, sie liebte ihn wirklich und genau deswegen musste sie ihn wegstoßen, bevor Lucifer es tat.

Sie stand auf und schlurfte zurück in das Schlafzimmer. Sie blickte auf Adam, sie wusste, dass sie es tun musste. Doch heute, nur heute könnte sie sich noch in seinen Armen verstecken. Sie glitt in das Bett und drückte sich an Adam. Dieser schloss sie in seine Arme und hielt sie fest.

Als sie am nächsten Morgen aufwachte war Adam verschwunden, sie drehte sich hektisch um, doch da hörte sie eine Stimme vom unteren Teil des Hauses.

,Guten Morgen Mary. Ich habe uns Frühstück gemacht.'' Sie stand auf, zog sie ihren Morgenmantel an und lief die Treppe hinunter. Als sie an dem Tisch mit ihm saß, lächelte er sie an. Sie wusste nach letzter Nacht nicht mehr was sie sagen sollte, also schwieg sie. Er lehnte sich vor und schaute ihr tief in die Augen. Sie wusste, dass sie ihn verlassen musste, aber sie konnte es einfach nicht. ,Was hast du? Du wirkst heute so glücklich Adam.'' Sie erwiderte seine Blicke und lächelte. Sie war zwar nicht ganz glücklich, aber die gemeinsame Zeit mit Adam, half ihr obwohl sie ihn ja erst seid ein paar Wochen kannte, war sie schlimm in ihn verliebt. Er lächelte noch breiter. ,Mary, melde dich für heute krank nur dieses eine Mal und verbring den Tag mit mir.'' Sie lächelte nun auch. Sie wollte ihm so sehr zustimmen, dass es ihr schon fast wehtat. Sie nickte, sie konnte ihm nicht widersprechen, und abermals ging sie gegen ihren eigenen Vorsatz vor.

Sie liefen durch den Wald und als sie an der kleinen Brücke angekommen waren blieb Adam stehen, er lachte und hob einen Stein vom Boden auf und überreichte ihn Mary. Gerade als sie ihn werfen wollte, flüsterte er ihr ins Ohr. ,Wünsch dir was.'' Sie lächelte und warf den Stein, während sie sich wünschte, dass Lucifer einfach verschwinden würde und sie Adam nie verlieren würde. Der Stein versank im Wasser, ohne einmal zu springen. Adam rutschte ein Lacher hervor, sie schaute ihn an und ihr Blick folg über seinen Körper zu seinem Gesicht, wo er hängen blieb. Sie wusste sie wollte diesen und keinen anderen Mann und sie würde für ihn kämpfen, doch als sie vor ihrem Haus standen. Kniete Adam vor ihr nieder und fragte sie, ob sie seine Frau werden wolle. Sie rannte in das Haus und brach auf dem Stuhl zusammen. Als sie wieder zu sich kam, sah sie Adam, er saß neben ihr. Und schaute sie besorgt an.

,Es tut mir leid Mary! Ich… Ich hätte dich nicht so überfallen dürfen.'' Sie schaute in seine Augen, und ein Schluchzen entrann ihrer Kehle. Ich kann dich nicht heiraten Adam, nicht weil ich nicht will, sondern weil eine Heirat ein weiterer Schritt zu der Unterdrückung einer Frau ist.'' Er schaute sie an, in seinen Augen blitzte Erkenntnis und er lehnte sich zu ihr. ,Mary, falls dir jemand wehgetan hat. Ich würde dir niemals wehtun. Ich liebe dich.'' ,Er…'' sie stockte. ,Er grausam zu mir, Adam.'' Tränen begannen über ihr Gesicht zu laufe und sie schluchzte. ,Er nur grausam.'' Er stand von seinem Stuhl auf und schloss die Arme um Lilith. Sie vergrub ihr Gesicht in seiner Umarmung. Als er sich von ihr löste, gab er ihr einen kurzen aber um so zärtlicheren Kuss auf die Lippen. ,Ich verspreche dir, ich werde dich niemals verletzten Mary.''