Zusätzliche Warnings: Implizierte Gewalt gegen Minderjährige. Plus: Wisst ihr noch wie ich beim letzten Kapitel gesagt habe, dass es mit Daniels geistiger Gesundheit bergab geht? Nun in diesem geht es mit Terrys geistiger Gesundheit rapide und beängstigend bergab. Betrachtet euch als gewarnt.
10. Der Mann, der nichts hören konnte
Als Terry damals seine Therapie begonnen hatte, da hatte er sich zuerst keine Medikamente verschreiben lassen wollen. Ein Teil von ihm hatte der Pharmaindustrie niemals über den Weg getraut, besonders nachdem er dank seiner eigenen Position als mächtiger Geschäftsmann herausgefunden hatte wie diese wirklich funktionierte. Ein anderer Teil, nun der konnte immer noch Captain Turners Meinung über sich in seinen Ohren hören, der dachte, dass er wirklich so schwach wäre wie Turner ihn immer beschrieben hatte, wenn er mit seinen Problem mit selbst fertig wurde und stattdessen nach einer Pillendosen greifen musste. Deswegen erklärte er seiner Therapeutin, dass er zwar bereit war sich therapieren zu lassen, aber nicht bereit war mit Medikamenten nachzuhelfen.
Sie akzeptierte das zunächst, und auch nachdem er ihr all die schrecklichen Dinge gebeichtet hatte, die er getan hatte, drängte sie ihn nicht dazu seine Entscheidung zu überdenken. Seine eigenen Alpträume führten dazu, dass er von selbst darum bat, nun doch etwas verschrieben zu bekommen. Sie nannte das „einen guten ersten Schritt", sah ein Zeichen dafür darin, dass er ihr nun vertraute. Terry selbst wollte einfach nur wieder schlafen können, ohne von Alpträumen gequält zu werden.
Aus einem Medikament wurden mehrere. Angstlösende Mittel waren das eine, was das andere anging. … Nun, er zog es vor diese Mittel zu schlucken und nicht über sie nachzudenken, darüber, was sie über ihn aussagten.
„Das bedeutet nicht, dass irgendetwas nicht mit Ihnen stimmt, Terry", hatte seine Therapeutin gesagt, „Es bedeutet nur, dass Ihre Gehirnchemie durcheinander geraten ist. In unseren Körpern gerät schon mal etwas durcheinander, dafür gibt es ja Ärzte, damit sie denen helfen, deren Körper aus den Tritt geraten ist."
Die Wahrheit war, dass Terry ihr diese Worte nicht geglaubt hatte, nicht wirklich. Er hatte immer gewusst, dass irgendetwas an ihm anders war, hatte immer den Verdacht gehabt, dass irgendetwas an ihm nicht stimmte. Die Tatsache, dass er zu schwach war um sich selbst verteidigen zu können, die Tatsache, dass John Kreese ihn retten musste, an seiner Stelle gegen Turner kämpfen musste, hatte ihm das nur bestätigt. Alles, was danach folgte, hatte ihm das nur noch ein paar weitere Male bestätigt. John Kreese, das Kokain, der Alkohol … und dann hatte er es irgendwann Schwarz auf Weiß, hielt ein Rezept in den Händen, das genau das aussagte, was er immer gewusst hatte: Dass er ein fehlerhaftes Modell war.
Wenn der Krieg nicht gewesen wäre, vielleicht wäre dieses Rezept dann niemals in seinen Händen gelandet. Aber vielleicht wäre er letztlich doch hier gelandet. Früher oder später.
In dreißig Jahren hatte Terry kein einziges Mal vergessen seine Medikamente zu nehmen. Die meisten Mittel hatte er im Laufe der Jahre abgesetzt, aber dieses eine Mittel, das nahm er brav und ständig. Er war sehr diszipliniert was das anging. Menschen, die behaupteten, dass sie vergessen hatten ihre Pillen zu schlucken, nun die waren in seinen Augen einfach undiszipliniert, man vergaß nicht einfach darauf etwas, das man regelmäßig tat, zu tun. Das passierte nur, wenn man sich absichtlich dazu entschloss etwas nicht zu tun, oder wenn man zu chaotisch durchs Leben ging um tatsächlich zu leben, wenn man stattdessem nur vor sich hin existierte.
Für Terry stellte keine der beiden Möglichkeiten eine legitime Alternative zu seinem disziplinierten Leben dar. Bis sein Leben auf einmal wieder aus den Fugen geriet.
Zunächst konnte er sich noch einreden, dass alles gut lief. Er zog es vor einfach nicht über seine Begegnung mit John nachzudenken, und seine Energien stattdessen darauf zu konzentrieren Daniel LaRusso zu quälen. Das war vertraut und lief ganz gut.
Danny Boy vor versammelter Miyagi-Do und Eagle-Fang-Mannschaft zu demütigen tat gut, und die Gesichtsausdrücke der Anderen als Danny sie beleidigte ohne es zu bemerken … Oh, wie gut fühlte sich das an. Er war auf dem direkten Weg zum Sieg, dessen war er sich sicher.
Dugan warf ihm bei jenem Essen ab und zu einen nachdenklichen Blick zu, doch Terry ließ sich davon nicht beirren. Er hatte zu gute Laune. Sein endgültiger Sieg über all seine Feinde war zum Greifen nahe, das konnte er genau spüren.
„Julie Pierce", meinte Dugan dann schließlich langsam, „Die könnte ein Problem werden, macht Ärger wo immer sie auftaucht."
Terry machte eine wegwerfende Handbewegung. „Keine Sorge, sie hat mir nichts über Sie erzählt, was ich nicht schon zuvor gewusst hätte, Paul", behauptete er.
Dugan sah ihn an als wäre das nicht das worum es hier ging. Doch Terry wusste es besser. „Ich habe wirklich nicht vor Sie wegen Hörensagen zu feuern, keine Sorge", meinte Terry großzügig, „Vergessen Sie Miss Pierce. Wie wäre es mit Champagner? Ich bin in Feierlaune; ich finde sogar, dass wir einiges zu feiern haben."
Dugan wirkte nicht überzeugt. „Sollten wir mit dem Feiern nicht lieber warten bis wir den Krieg gewonnen haben?", wandte er ein.
Terry winkte ab. „Oh, nein, wir sind dabei zu gewinnen, glauben Sie mir. Der gute Daniel LaRusso und seine Verbündeten haben schon so gut wie verloren, sie wissen es nur noch nicht", behauptete er. Und in dem Moment als er das sagte, war er auch vollkommen von der Richtigkeit seiner Worte überzeugt.
Er war auch noch davon überzeugt, als er Mike Barnes am nächsten Tag im Dojo nach seinen Fortschritten befragte. Barnes grinste unsympathisch und behauptete, dass alles gut laufen würde. „Na ja, wenn man davon absieht, dass Dennis und Snake Angst vor LaRusso haben", relativierte er dann seine Behauptung, „Ich mache die Hauptarbeit, und früher, als wir noch zu dritt waren, war es um einiges leichter den italienischen Zwerg einzuschüchtern als jetzt."
Offensichtlich hatten seine Kohorten ihn vorgeschickt, damit er mehr Geld für sie heraushandelte.
„Wenn ich das Gehalt der beiden verdopple, werden sie dann eher bereit sein ihre Arbeit zu machen?", vergewisserte sich Terry.
Barnes nickte nachdenklich. „Ich denke, es würde helfen", räumte er ein.
„Ist schon so gut wie erledigt", erwiderte Terry.
Dann wollte er einen detaillierteren Bericht. Barnes erzählte, dass LaRusso paranoid geworden war, dass er aber nichts von dem ahnte, was sie wirklich taten. „Er hat seinen Autoverkauf schon so gut wie verloren, er weiß es nur noch nicht", meinte Barnes, „Wir müssen nur noch ein paar Daumenschrauben mehr anlegen, und dann ist es vollbracht."
Terry nickte. So hatte er sich das erhofft. „Macht weiter und legt einen Zahn zu. Ich will, dass es schnell vorbei ist", meinte er, „Dugan wird langsam nervös, offenbar will er Resultate sehen."
„Kein Problem, mit ein wenig mehr … Kapital dürften sich gewisse Parteien leichter überzeugen lassen", erwiderte Barnes. Typisch, schon wieder wollte er mehr Geld.
„Auch dafür werde ich sorgen", meinte Terry, „Und jetzt an die Arbeit. Ich bezahle euch nichts fürs Nichtstun."
Barnes warf ihm einen Moment lang einen unergründlichen Blick zu. „Sagen Sie, Mister Silver, was sehen Sie eigentlich, wenn Sie mich ansehen?", wollte er dann wissen.
Terry, der mit dieser Frage nicht gerechnet hatte, war einen Moment lang verwirrt. „Ich sehe dich, Barnes. Was soll die Frage?", gab er ungehalten zurück.
„Ich meine als was sehen Sie mich? Als Ihren angeheuerten Schläger? Als eine Erinnerung an die Vergangenheit? Ich bin neugierig. Denn so wie ich das sehe, haben Sie eine Vendetta gegen alle laufen, die damals 1985 dabei waren. Kreese, LaRusso, den toten alten Japaner … Ich möchte nur sicher gehen, dass ich nicht auch auf Ihrer Liste stehe", erklärte sich Barnes.
Terry schnaubte. „Das ist Unsinn", meinte er überzeugt, „John musste ich aus persönlichen Gründen los werden, und LaRusso zieht es vor mein Feind zu sein, also behandle ich ihn auch so. Meine Rache gilt ihm und nicht seinen toten Sensei. Also nein, es gibt keine Liste von imaginären Feinden, die ich vernichten will um … das Jahr 1985 aus meinem Leben zu streichen. Versuch bitte nicht zu denken, das liegt dir nicht. Nein, Mike, um dich aufzuklären: ich sehe in dir ein Werkzeug, jemanden, den ich benutze, wenn ich etwas Gewisses erreichen will, und wenn ich das, was ich will, erreicht habe, nun dann kannst du wieder deiner Wege gehen, unbehelligt. Beruhigt dich das?"
Barnes Miene wirkte unergründlich. „Ja, es beruhigt mich zu wissen wo wir stehen", erklärte er dann und ging dann endlich wieder seiner Arbeit nach.
Terry verschwendete keinen Gedanken mehr an ihn, sondern bereitete einen Übungsplan für seine fortgeschrittenen Schüler vor. Er war an der Zeit an die Zukunft zu denken, und die Zukunft war gleichbedeutend mit vielen neuen Titeln. Es war an der Zeit aus Mister Payne und all den anderen Champions zu machen. Dafür brauchte es aber mehr Raffinesse und Präzession als Kreese ihnen bisher beigebracht hatte.
Terry war gerade fertig mit seiner Liste an zukünftigen Übungen, als Dugan bei ihm im Büro auftauchte. „Sie ist zum Komitee gegangen!", begann der Mann sofort ohne Übergang.
„Wer? Julie Pierce? Zu welchem Komitee?" Terry war verwirrt.
„Nicht Julie Pierce! Nichols!", lautete die Entgegnung.
„Moment, langsam. Tory Nichols, unser Champion, ist zu welchem Komitee gegangen und warum und woher wissen Sie das überhaupt?`", hakte Terry nach.
„Ich hatte von Anfang an ein schlechtes Gefühl bei ihr, also habe ich sie verfolgen lassen…", begann Dugan.
„Verfolgen lassen?! Von wem?" Terry war sich nicht der Tatsache bewusst gewesen, dass Dugan über eigene Leute verfügte.
„Von einigen der anderen Schüler, denen ich vertraue. Aber das ist momentan nicht wichtig. Sie hat das Komitee aufgesucht und um eine Anhörung gebeten! Offenbar will sie über die Rechtmäßigkeit ihres Sieges reden", erklärte ihm Dugan, „Es ist offensichtlich, dass sie eine Verräterin ist! Wir müssen etwas tun!"
Na toll. Sie konnte wohl nicht anders. John hat wirklich einen Typ. Terry stellte verärgert fest, dass er sich darauf verlassen hatte, dass Nichols klüger sein würde als das. Doch offenbar hatte er sich geirrt. Ihr schlechtes Gewissen war stärker als ihr gesunder Menschenverstand.
Aber noch war nichts passiert. Noch hatte sie nur um eine Anhörung gebeten. Wir können das immer noch zu unserem Vorteil drehen. Im schlimmsten Fall gilt es als ein Fehler des Linien-Richters. Ich muss sie nur davon überzeugen, dass sie nichts von der Bestechung ausplaudert. Dann wird uns der Sieg aberkannt, was zwar nicht gut ist, aber keine Katastrophe darstellt Klar, werden Danny-Boy und Lawrence dann darauf bestehen wieder unterrichten zu dürfen, aber sie haben ihren Deal mit Kreese geschlossen, nicht mit mir. Cobra Kai wird nirgendwo hin gehen. Und mit den beiden bin ich sowieso schon bald fertig. Ich muss Nichols also nur davon überzeugen ihr Gewissen entlasten zu können ohne Cobra Kai zu zerstören. Das sollte nicht zu schwierig werden, wenn ich Johns Traum erwähne, wird sie zögern. Und dann….
„… Sind Sie damit einverstanden, Sir?!"
Terry wurde erst jetzt bewusst, dass Dugan die ganze Zeit über weiter geredet hatte. „Ich werde mit Miss Nichols reden", sagte er also anstatt Ja oder Nein zu sagen, „Sie wird auf mich hören. Nun, da sie schon mal um die Anhörung gebeten hat, ist der Geist bereits aus der Flasche geflohen, aber das bedeutet nicht, dass alles verloren ist. Danke für die Information, aber ich kümmere mich persönlich um das hier."
Dugan wirkte nicht zufrieden. „Aber Mister Silver…", begann er.
Terry hob gebieterisch die Hand. „Ich erledige das, Paul", betonte er, „Kümmern Sie sich einfach um die anderen Schüler, und machen Sie weiter wie bisher. Das hier wird keine größeren Folgen mit sich bringen. Vertrauen Sie mir."
Dugan wirkte unzufrieden, verließ Terrys Büro aber wieder. Terry sah ihm seufzend hinterher und beschloss dann, dass er lieber keine Zeit verlieren sollte und Tory Nichols besser sofort aufsuchen sollte. Wer wusste schon wie schnell diese Anhörung stattfinden würde?
Er legte sich ein paar überzeugende Worte zurecht und suchte Miss Nichols dann in ihrem sogannten Zuhause auf. Sie wirkte nicht begeistert ihn zu sehen, ließ ihn nicht in ihre Wohnung, sondern schlüpfte nach draußen um mit ihm zu sprechen. „Ich wusste, dass Kyler und die anderen mir gefolgt sind", meinte sie nur.
„Was gut war, denn offenbar befinden Sie sich auf dem Pfad zur Selbstzerstörung, Miss Nichols", erwiderte Terry ruhig, „Was soll das werden? Sind Sie nicht gerne Champion?"
„Jeder ist gerne Champion. Ich will aber verdienter Maßen Champion sein", erwiderte Nichols.
„Darüber haben wir doch schon geredet. Sie sind die bessere Kämpferin. Punktvergabe und Linien sind nichts weiter als Willkür. In einem echten Kampf würde Sam LaRusso niemals gegen Sie gewinnen", konterte Terry.
„Das weiß ich, aber diesen Kampf habe ich nicht gewonnen, zumindest nicht mit fairen Mitteln", behauptete Nichols, „Und ich will nicht … ich will nicht diese Art von Mensch sein. Mein Bruder soll nicht zu jemanden aufsehen, der sich auf unverdienten Lorbeeren ausruht, der seine Ziele nur durch Glück und Verbindungen erreicht."
Terry unterdrückte ein genervtes Seufzen. Diese Kids und ihre soziale Gerechtigkeit. Die hatten alle zu viel ferngesehen. Oder vielleicht waren diese ganzen Superhelden-Filme daran schuld. Nach Terrys Meinung waren alle von denen, abgesehen vom Punisher, auf dem Holzweg. Aber damit stand er leider alleine dar.
„Und was genau wollen Sie dem Komitee sagen, Miss Nichols? Ich habe Ihnen gesagt, dass es schwer werden wird ohne Videomaterial nachzuweisen, dass der Linien-Richter einen Fehler gemacht hat. Oder wollen Sie ihm vorwerfen absichtlich einen Fehler gemacht zu haben? Denn wenn Sie das tun würden, dann würden Sie Cobra Kais Zukunft gefährden. Und die all Ihrer Freunde. Cobra Kai war John Kreeses Traum, Miss Nichols. Er mag im Moment nicht in der Lage dazu sein ihn zu leben, aber Cobra Kai ist auch sein Erbe. Wir haben uns diesen Traum gemeinsam in der Grünen Hölle auf Erden erträumt, den Traum davon Kindern beizubringen, was sie wissen müssen, sie zu Kämpfern zu machen, die mit dem Schrecken der Welt umgehen können. Die überleben können. Sie selbst wissen besser als viele andere wie grausam diese Welt sein kann und wie wichtig die Lektionen von Cobra Kai sind. Wollen Sie das alles wirklich zerstören, nur weil Sie nicht damit leben können nicht ganz fair gewonnen zu haben?", wollte Terry geradeheraus wissen.
Nichols seufzte. „Natürlich nicht. Und nein, ich habe nicht vor die wahren Umstände so genau zu erwähnen", meinte sie dann, „Ich habe herausgefunden, dass es Videomaterial vom Kampf gibt. Das ist alles, was ich vorbringen will."
Terry nickte. Es war anzunehmen, dass das Turnier gefilmt worden war. Die Frage war nur wie brauchbar das Material für Nichols' Fall sein würde. Aber zumindest schien sie nicht vorzuhaben alles zu vernichten, nur um ihr Gewissen zu erleichtern. Das war beruhigend zu wissen.
„Nun, wenn Sie wirklich denken, dass es sein muss, dann muss es eben sein", stellte er fest, „Aber halten Sie sich immer vor Augen was auf dem Spiel steht, Miss Nichols, und dass es nicht nur um Sie geht."
„Genau das ist ja der Punkt", lautete ihre Erwiderung. Ach ja, genau, Vorbildwirkung auf den kleinen Bruder.
„Nun, wie auch immer diese Anhörung ausgehen mag, seien Sie versichert, dass Sie bei Cobra Kai immer ein zu Hause haben werden, Miss Nichols. Was gut für Sie ist, denn immerhin wird Ihre Aussage nichts daran ändern, dass Sie … nun ja … weder bei Miyagi-Do noch bei Mister Lawrence kleiner Gang sehr beliebt sind und dort niemals aufgenommen werden würden", meinte Terry dann noch, „Bedenken Sie das, wenn Sie ihren Teamkameraden ihren hart erarbeiteten Sieg absprechen um Ihr Gewissen zu erleichtern."
Nichols blickte ihn an als hätte er sie geschlagen. Gut so, vielleicht würde sie es sich doch noch anders überlegen, wenn sie sich vor Augen hielt, dass Cobra Kai seinen Gesamtsieg verlieren würde, wenn sie auf ihren Einzelsieg verzichtete. Wenn nicht … nun dann wusste sie jetzt zumindest wie Terry sich fühlte seit er von ihrem kleinen Plan erfahren hatte.
Er nickte ihr zu und beeilte sich dann aus dem schäbigen Wohnblock, den sie ihr Zuhause nannte, heraus zu kommen. Er hatte noch anderes zu tun, und das Thema Tory Nichols hielt er für erledigt.
Deswegen teilte er Dugan, als ihn dieser nach dem Gespräch fragte, auch mit, dass alles erledigt sei.
„Also wird sie nicht aussagen?", vergewisserte sich Dugan.
„Unklar, aber wenn sie es tut, dann wird sie zumindest so wenig Schaden wie möglich anrichten", klärte ihn Terry auf, „Darüber waren wir uns von Anfang an einig. Das mag uns unseren Sieg kosten, aber es hätte schlimmer kommen können. Dann holen wir uns den Sieg eben nächstes Jahr. Miyagi-Do wird es bis dahin nicht mehr geben."
Dugan wirkte unzufrieden, aber Terry achtete nicht mehr auf ihn, sondern wandte sich seiner Abrechnung zu. Cobra Kai kostete einiges mehr als er in Erinnerung hatte, aber bis jetzt war das Dojo trotzdem ein Selbstläufer. Zumindest eine Sache lief so wie sie laufen sollte. Terry blickte von seinem Computer auf und stellte fest, dass Dugan immer noch vor seinem Schreibtisch stand. „Was?", wollte er wissen.
„Ich meine nur … dass man von einem Rekruten Gehorsam erwarten können sollte. Haben Sie Miss Nichols gesagt, dass Sie das alles auf sich beruhen lassen soll, Sir?", erkundigte sich Dugan.
Terry schüttelte den Kopf. „Wir sind hier nicht beim Militär, es gibt hier keine Rekruten, und das hier sind die 2010er, ich kann ihr nicht einfach befehlen den Mund zu halten. Das würde sie erst recht dazu aufstacheln auszusagen", erklärte er, „Teenager sind komplexe Lebewesen, Paul. Man muss lernen sie … zu überzeugen anstatt ihnen einfach nur Dinge anzuschaffen."
Dugan versteifte sich. Dann meinte er: „Ich verstehe."
„Gut. Gibt es sonst noch was? Ich habe hier nämlich noch zu tun." Terry blickte den anderen Mann erwartungsvoll an, und der verstand die Botschaft endlich und ließ ihn alleine. „Rekruten", spottete Terry leise, „Ja, natürlich." Dugan war schon ein komischer Kauz, aber na ja, es gab nun mal die Art Mann, den man aus dem Militärdienst werfen konnte, der aber trotzdem nie das Militär verließ. Kreese war auch einer von der Sorte.
Bei den Gedanken an John überkam Terry der Drang nach ... Er griff nach einer seiner Schreibtischlschubladen und holte einen Flachmann hervor und nahm einen Schluck. Schon besser. An Dugan und Nichols verschwendete er keinen weiteren Gedanken mehr für den Rest des Tages.
In den nächsten Tagen schien solange alles in bester Ordnung zu sein, bis es das nicht mehr war. Terry war gerade dabei seine Neuerwerbung, den Wohnblock in Reseda, in dem Johnny Lawrence und die Diaz-Familie wohnten, Schwarz auf Weiß zu bewundern und sich zu überlegen, ob er auch die Entschuldigung für einen Wohnblock, in dem Nichols lebte, kaufen sollte, nur zur Sicherheit, als ihn die Neuigkeiten erreichten.
Es handelte sich um eine simple SMS, mit dem Inhalt: Rate mal wer wieder draußen ist. Wir sehen uns bald, Twig!
Terry starrte verärgert auf die SMS. Wirklich? Sie haben Kreese raus gelassen? Wie ist das denn passiert? Und dann klingelte sein Handy auch schon. Terry starrte verärgert auf das Display, bevor er abhob. „Was?", wollte er wissen.
„Mister Silver, ich dachte Sie sollten wissen, was passiert ist", erklärte Mike Barnes.
„Und was ist passiert?", wollte Terry genervt wissen.
„Nun, wir waren LaRusso stalken, so wie es unser Job ist, aber es hat eine unvorhergesehen Entwicklung gegeben", behauptete Barnes, „Ihre Schüler und dieses alte Steingesicht, das für Sie arbeitet … Dugan? Nun, wie soll ich sagen … Die haben ein Mädchen überfallen und …."
Terry hörte schon nicht mehr zu, sondern war aufgesprungen und unterwegs ohne zu wissen wohin. Sein erster Halt war Nichols Wohnung, doch niemand öffnete auf sein Klopfen hin. Also musste er es beim Dojo versuchen. Er wirbelte herum um zu seinen Wagen zurückzueilen, als er mit einer braunhaarigen Frau zusammenstieß. Er brauchte einen Moment um sie zu erkennen, als sie auch schon ausgeholt hatte um ihn eine Ohrfeige zu verpassen. Terry fing die Hand gerade noch rechtzeitig ab.
„Vorsicht, für so etwas kann man heutzutage großen Ärger bekommen, Mrs. LaRusso, egal wie sehr der Person, die man ohrfeigt, es auch verdient haben mag. Was Sie eigentlich am Besten wissen sollten. Falls es um Tory Nichols geht, ich bin ebenfalls auf der Suche nach ihr und weiß eigentlich nicht was passiert ist. Wenn Sie also die Güte hätten mich aufzuklären anstatt mich zu schlagen, wäre ich Ihnen wirklich dankbar", sagte er zu Amanda LaRusso, und ließ ihren Arm wieder los.
Sie funkelte ihn wütend an. „Tun Sie nicht so unschuldig!", bellte sie, „Als ob Sie nicht genau wüssten was geschehen ist! Daniel hat uns alle vor Ihnen gewarnt, aber dass Sie wirklich so tief sinken würden, das wollte keiner von uns wahr haben!"
Terry wurde langsam aber sicher unruhig. „Was genau ist mit Miss Nichols passiert? Geht es ihr gut?", wollte er wissen.
„Wenn es ihr gut ginge, dann wäre ich wohl kaum hier um nach ihrer Familie zu sehen, oder?", entgegnete Amanda, „Ihr Anschlag hat sie ins Krankenhaus befördert, und dieses Mal wird es Konsequenzen geben! Sie werden nicht schon wieder davon kommen! Stingray mag vielleicht Angst vor Ihnen haben, aber Tory wird aussagen, und dann werden Sie das, was Sie getan haben, bereuen. Das schwöre ich Ihnen."
Wenn ich nur wüsste was genau ich getan haben soll, dann wäre ich wenigstens vorbereitet. Zumindest schien Tory Nichols basierend auf dieser Aussage noch zu leben. Vielleicht hätte er Barnes besser ausreden lassen sollen anstatt kopflos davon zu rennen und nach Tory Nichols zu suchen.
„Ich bin absolut unschuldig, Mrs. LaRusso", beteuerte er, „Ich habe gerade erst erfahren, dass Tory möglicherweise etwas zugestoßen sein könnte, und …."
„Ersparen Sie mir das!", schnitt Amanda ihm das Wort ab, „Darauf fällt keiner mehr rein!" Dann ließ sie ihn einfach stehen.
So ähnlich muss John sich gefühlt haben, als er verhaftet wurde, wurde Terry klar. Aber er hatte keine Zeit um darüber nachzudenken. Amanda LaRusso hatte Stingray erwähnt, und John war frei, also musste das bedeuten, dass Stingray seine Aussage zurückgezogen hatte. Von wegen er würde alles tun um zu Cobra Kai zu gehören!
Sein nächster Weg führte ihn also ins Krankenhaus, wo er Stingray besuchen und zur Rede stellen wollte, doch der war verschwunden. Versteckt sich scheinbar vor mir. Kluger Mann. Terry nutzte die Gelegenheit um nach Tory Nichols zu fragen, doch man weigerte sich ihm irgendwelche Informationen über sie zu geben. Offenbar war sein Charme schon mal größer gewesen und das Krankenhauspersonal schon mal bestechlicher.
Nachdem er immer noch keine Resultate vorzuweisen hatte, begab er sich ins Dojo. Vielleicht wäre dort irgendjemand, der endlich Licht ins Dunkle bringen konnte. Doch die einzige Person, die ihn dort erwartete, war Julie Pierce.
„Sind Sie ebenfalls hier um mich zu schlagen und mit Vorwürfen zu überhäufen? Denn um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung was passiert ist", begrüßte er seinen Gast.
„Ja, das ist mir schon klar", erwiderte sie, „Deswegen bin ich hier. Paul Dugan ist passiert. Ich habe versucht Sie zu warnen, Sie wollten aber nicht hören. Sie waren zu sehr auf das, was auch immer Sie mit Daniel am Laufen haben, konzentriert um mir zuzuhören. Oder ihm. Ich kenne Dugan, ich bin mir ziemlich sicher, dass es Warnzeichen gegeben hat. Ich gebe mir selbst die Schuld. Ich habe mich mit Tory getroffen. Dugan hat uns vermutlich zusammen gesehen, und da er mich noch nie sonderlich leiden konnte … nun, das dürfte ihn dazu veranlasst haben zu tun, was er getan hat."
„Und was hat er getan?", wollte Terry nun endlich erfahren.
„Er und einige seiner Schüler haben Tory Nichols aufgelauert und sie verprügelt", informierte ihn Julie, „Ich glaube das Wort Verräterin ist gefallen. Sie wollte über irgendetwas vor dem All Valley-Komitee aussagen? Kenny Payne ist weggelaufen, als es losging, und hat Hilfe geholt. Wenn er das nicht getan hätte … Nun, dann würden wir jetzt vermutlich ein anderes Gespräch führen. Offenbar wurde es den anderen Schülern wie Kyler Park ein wenig zu viel, woraufhin Dugan persönlich Hand anlegen wollte."
Terry fuhr sich durch das Haar - sein wildes offenes Haar - erst jetzt fiel ihm auf, dass er es nicht zurückgebunden hatte und aussehen musste wie ein entlaufener Hippie. Seit der SMS war er nicht mehr zur Ruhe gekommen, und es wurde von Augenblick zu Augenblick schlimmer. Ich kann nicht glauben, dass er mir versprochen hat genau das nicht zu tun, ich ihm eine verdammte Therapie bezahlt habe, und ihm direkt befohlen habe das Mädchen in Ruhe zu lassen, und der Scheißkerl dann trotzdem hinter meinen Rücken losgegangen ist und genau das getan hat, was ich ihm am ersten Tag unzweideutig verboten habe! Dugan hatte den Schülern garantiert befohlen Nichols zu töten, die hatten sich natürlich geweigert, nur dass er es dieses Mal selbst versucht hatte, und dann war die Polizei aufgetaucht, und jetzt …
„Wurden alle verhaftet?", erkundigte er sich schwach.
„Ja", meinte Julie nicht ohne Mitleid, „Ich weiß was Sie jetzt denken…."
Das ist ein PR-Desaster. Dagegen waren Johns Probleme in den 80ern nichts. Wie soll sich Cobra Kai davon jemals erholen?
„.. aber manche Menschen verdienen eben keine zweite Chance", schloss Julie Pierce, „Paul Dugan ist ein sehr gefährlicher Mann. Sie hätten auf mich hören sollen."
Und Stingray, das Wiesel, der ja dachte, dass Tory Nichols seine Freundin war, hatte seine Falschaussage zurückgezogen um sich an Terry zu rächen, der nach Stingrays Sicht der Dinge offenbar dazu neigte Leute zu verprügeln oder verprügeln zu lassen, und war jetzt mit Sicherheit zum Feind übergelaufen. Seine verhafteten Schüler waren für ihn jetzt nicht mehr zu gebrauchen. Kenny Payne und die anderen unschuldigen Schüler würden ihn jetzt nicht mehr vertrauen, immerhin hatte er Dugan eingestellt, gerade nachdem Kreese für ein ähnliches Delikt verhaftet worden war, und auch wenn der sich jetzt als unschuldig herausgestellt hatte, die Verbindung zwischen den beiden Männern war Terry Silver, und wenn die Polizei genauer nachforschen würde, nun, dann würde sie eventuell zu dem Schluss kommen, dass Terry derjenige war, der unliebsame Schüler verprügeln ließ, wenn es ihm in den Kram passte. Das ist eine Katastrophe. Wie konnte das nur passieren?
Julie Pierce hatte recht, er hatte nicht zugehört – es hatte Warnzeichen gegeben, aber er, er war taub für diese gewesen, und das alles nur wegen … Danny-Boy, das ist alles seine Schuld. Es war dringend an der Zeit das alles zu beenden solange er noch konnte.
Er nickte Julie zu. „Danke, dass Sie sich die Mühe gemacht haben herzukommen und mich aufzuklären, Miss Pierce", sagte er, „Es ist wahr, es war ein Fehler Paul Dugan einzustellen. Ein Fehler, aus dem ich lernen werde. Richten Sie Miss Nichols mein ehrliches Bedauern aus. Sie weiß, dass ich nichts mit dem, was ihr zugestoßen ist, zu tun habe und ich auf ihre schnelle Genesung hoffe."
Dann stolzierte er in sein Büro und rief Barnes an. „Barnes, ich brauche dich und die anderen. Wir haben einen Notfall. Kommt ins Dojo, wir müssen unseren Zeitplan beschleunigen. Zeit für den Nuklearschlag", befahl er, und dann bereitete er alle Papiere vor, die er brauchte.
Er wollte sich nicht fragen was John gerade trieb, vermutlich plante er gerade seine Rache an Terry. Er wird mich umbringen. Er wird mich so kalt ermorden wie er Turner umgebracht hat. Dieser Gedanke jagte Terry mehr Angst ein als er sollte. Nach all den Jahren bin ich immer noch der gleiche feige Schwächling, der ich damals im Käfig war. Ich sollte meinem Tod mit geöffneten Armen entgegen treten. Aber er konnte noch nicht sterben! Nicht solange er seine Rache noch nicht bekommen hatte! Er hatte noch so viele Pläne …
Leibwächter, er brauchte Leibwächter … Ihm fiel auf, dass er seinen Flachmann in der Hand hielt. Wie war der dorthin gekommen? Nun auch egal. Leibwächter, ja, als Erstes musste er seinen Anwalt anrufen und sich von Dugan lossagen, und dann musste er Leibwächter engagieren. Und dann….
Mikes Barnes, Dennis und Snake kamen in sein Büro.
„Kommt nur herein, Jungs", meinte er, „Barnes, da die Zeit drängt und du mir immer vorwirfst ich würde dich nicht klar sehen, du bist doch Finanzberater, oder? Für das, was wir vorhaben, sind deine Fähigkeiten gefragt. Ich unterschreibe dir eine Vollmacht, was hältst du davon?" Keiner sollte ihm mehr vorwerfen können, dass er nicht zuhörte. Dieses Mal nicht. „Du hattest von Anfang an recht, ich hätte dich zu meinen Partner machen sollen und nicht Paul Dugan."
Barnes musterte ihn einem Moment lang. Dann grinste er.
Terry nahm dies als ein Zeichen dafür, dass er zufrieden war. Gut. Ein zufriedener Mitarbeiter lief nicht einfach so los und verprügelte unschuldige Cobra Kai-Schüler. Terry unterzeichnete Mike die Vollmacht und erläuterte dann die nächsten Schritte.
Dann klingelte sein Telefon. Es war sein Anwalt. Offenbar hatte sich Dugan bei ihm gemeldet. „Nein, es ist mir egal, ob er denkt nur getan zu haben was ich wollte. Ich habe ihm gegenüber sicherlich niemals angedeutet, dass ich das hier wollte. Er kann sich gerne einen Pflichtverteidiger suchen, wir haben nichts mehr mit ihm zu tun", erklärte Terry dem Mann nur. Von wegen er hat versucht sie zu überzeugen nicht auszusagen. Das kann er seiner Mutter erzählen! Er hat gewusst wie ich zu all dem stehe und trotzdem getan was er getan hat.
Terry legte wütend auf, winkte Mike und die anderen fort, und erinnerte sich dann daran, dass er einen Leibwächter engagieren hatte wollen. Da er das bisher noch nie getan hatte (immerhin konnte er sich selbst verteidigen und das sogar sehr gut), musste er sich zuerst ein wenig nach geeigneten Personal umsehen. Während er das Internet durchforstete, stieg in ihm das Gefühl auf etwas Wichtiges vergessen zu haben. Er kam aber nicht dahinter was es sein könnte.
Erst Stunden später wurde es ihm schlagartig klar: Er hatte in all dem Chaos auf sein Medikament vergessen. Einen Moment lang war er wie erstarrt. Dann, nach einem kurzen Moment der Panik, beruhigte er sich wieder. Nun, dann hatte er eben einmal darauf vergessen, das war kein Beinbruch. Es würde nicht noch einmal passieren. Er hatte einfach nur nicht daran gedacht, das war alles. Morgen würde er wieder daran denken, und alles würde seinen normalen Gang nehmen. Morgen würde alles besser aussehen, sein Racheplan würde Früchte tragen, er hätte Schutz gegen Kreese, und die Probleme mit Dugan würden sich ebenfalls regeln. Davon war er überzeugt.
Am nächsten Morgen fand er heraus, dass Mike Barnes verschwunden war. Und mit ihm seine Vollmacht. Dennis und Snake hatten sich ebenfalls abgesetzt, aber ob sie das getan hatten, weil sie Barnes Komplizen waren, oder weil sie Terrys Rache fürchteten, war unklar.
Terry atmete tief durch und versuchte sich zu konzentrieren. Das ist kein Grund zur Panik, du bist stinkreich, Barnes kann dich zwar prellen, aber er kann dich nicht ruinieren. So was kann passieren. Reg dich nicht darüber auf.
Aber das war leichter gesagt als getan. Zuerst Dugan und jetzt Barnes. Terry war doch normalerweise wirklich gut darin andere einzuschätzen. Dass er gleich zweimal so sehr daneben gegriffen hatte sah ihm überhaupt nicht ähnlich. Hatte er sich vielleicht auch in der Hinsicht auf andere Leute geirrt?
Nein, das sicher nicht. Dugan war einfach zu beschädigt und stur gewesen. Wenn Julie Pierce nicht aufgetaucht wäre und Tory Nichols kein Gewissen entwickelt hätte, dann wäre vielleicht gar nichts passiert. Und Barnes, nun Barnes hatte er unterschätzt, das musste er zugeben, aber Barnes hatte zugleich sich selbst überschätzt. Klar, es waren nur Peanuts, aber … Niemand stiehlt ungestraft von Terry Silver.
Barnes würde den Tag, an dem er beschlossen hatte sich mit Terry Silver anzulegen, noch bereuen, dafür würde Terry schon Sorge tragen. Er hatte immer noch ein paar Kontakte, die er seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt hatte, die ihm aber dabei helfen sollten Barnes, Dennis und Snake aufzuspüren und ihnen eine Lektion zu erteilen.
Und wenn er mit ihnen fertig war, nun dann könnte er sich um Kreese und die Jungs, die dachten sie könnten Männer spielen, kümmern, wie er es eigentlich geplant gehabt hatte.
Er tröstete sich mit ein wenig Alkohol über seinen Zorn hinweg.
Daran sein Medikament zu nehmen dachte er auch an diesem Tag nicht.
Und auch an dem Tag danach nicht.
A/N: Keine Sorge, Tory geht es den Umständen entsprechend gut! Die Polizei war rechtzeitig da um Schlimmeres zu verhindern! (Mehr dazu im nächsten Kapitel).
Es gibt ja eine Menge Fanfics, in denen Robby von Kreese und/oder Silver angegriffen und verprügelt wird, und genau das wollte ich von Anfang an nicht, ich wollte dass der Kontroll-Freak die Kontrolle verliert, denn seien wir mal ehrlich ich glaube nicht, dass Terry genau wusste was Mike und Co. in KK3 so alles getrieben haben und was wenn Daniel bei einer dieser ach so tollen Aktionen gestorben oder ernsthaft verletzt worden wäre? Also wollte ich, dass Terry jemanden anheuert, den er nicht unter Kontrolle halten kann, daher Dugan. Und das Karma hat zugeschlagen, weil Terrys Problem nicht so sehr ist, dass er nichts hört, sondern eher, dass er nur das hört, was er hören will.
Reviews?
