Hallo alle miteinander!
Ich habe schon lange nichts mehr gepostet, bin aber immer noch fleißige Leserin von anderen Fanfictions, und wollte jetzt selber wieder meinen Beitrag dazu leisten. Ich bin großer Fan von Pairings mit Lucius Malfoy oder Severus Snape, und da mir schon langsam der Lesestoff ausgeht, wollte ich mich selbst daran versuchen. Ich hoffe euch gefällt mein erstes Kapitel, ich weiß auch schon ungefähr wo mich die Geschichte hinführen soll. Ich werde versuchen regelmäßig Kapitel hochzuladen, da ich selber weiß, wie schlimm es ist, wenn man ewig warten muss und unbedingt wissen will, wie eine gute Fanfiktion endet.
Viel Spaß beim Lesen!
„Ruhe!", kam es donnernd von hinten, als die Türe des Klassenzimmers krachend aufgeschlagen wurde.
Iphistra zuckte vor Schreck zusammen und sprang, wie alle anderen Schüler wie von der Tarantel gestochen auf. Professor Severus Snape rauschte mit geblähtem Umhang an den Gryffindors und Slytherins, welche ihn alle gleichermaßen mit geweiteten Augen folgten vorbei nach vorne zu seinem etwas erhöhten Lehrerpult, schnippte einmal kurz mit seinen Fingern um die Türe wieder zu schließen und sah dann in aller Seelenruhe seine Schüler der Reihe nach mit seinem undurchdringbarem Blick an.
Wie ein Jäger der seine Beute beobachtete. Die kleinste Bewegung oder ein Zucken der Augen, welche Angst und Schwäche erkennen ließen, würde den Tod zur Folge haben, dachte sich Iphistra im Stillen. Ihr Herz pochte.
„Wie Ihr alle sicherlich schon gehört habt", begann Professor Snape mit leiser gefährlicher Stimme, jedes einzelne Wort genau betonend, „werde ich dieses Jahr den Posten des Lehrers von Verteidigung gegen die dunklen Künste übernehmen."
„Aber Sir, wer wird uns dann in Zaubertränke unterrichten?", kam es aus Geoffrey Hoopers Mund, bevor er realisierte wem er da eigentlich diese Frage stellte. Iphistra sah ihn mitleidig an, konnte jedoch nicht viel tun außer dem Geschehen freien Lauf zu lassen.
„5 Punkte Abzug für Gryffindor für unerlaubtes Sprechen. Verspürt sonst noch jemand den Drang mir etwas mitteilen zu wollen, ohne vorher seine Hand gehoben zu haben?", als ihm niemand antwortete, sah er in die sowohl neugierigen als auch ängstlichen Gesichter seiner Schüler und fuhr fort, „Da Sie dieses Thema anscheinend brennend zu interessieren scheint, Professor Slughorn wird sich nun mit Ihnen beim Tränke brauen herumschlagen. Und jetzt hinsetzen!"
Erleichtert nicht mehr stehen zu müssen, ließ sich Iphistra auf ihren Sessel fallen.
„Oh oh, Snape scheint heute ja wieder sehr schlecht gelaunt zu sein. Das kann ja noch heiter werden.", flüsterte Ginny ihr von rechts zu.
„Es ist so ungewohnt, ihn nicht mehr in den Kerkern zu sehen, sondern bei Verteidigung gegen die Dunklen Künste, ich bin schon so neugierig.", antwortete Iphistra ihr.
Sie konnte sich nicht recht entscheiden ob sie ängstlich oder begeistert sein sollte, Professor Snape als vermeintlich neuen Lehrer zu haben. Wenn sie es aus dem logischen Blickwinkel betrachtete, war er ein sehr guter Lehrer, war kompetent genug und hatte sicher mehr als die meisten Erfahrung in den dunklen Künsten. Aber anderseits stand ihm sein eigener Hochmut und der Hass auf seine Schüler dabei im Weg, auch als eben dieser gute Lehrer anerkannt zu werden.
„Besser als Umbridge ist er auf jeden Fall, aber trotzdem behagt mir das ganze nicht.", nuschelte Ginny in ihr Buch hinein.
Bevor Iphistra etwas erwidern konnte, hatte Snape auch schon wieder das Wort ergriffen.
„Ursprünglich wollte ich mit dem theoretischen Teil dieses Faches beginnen, um Ihre lernfaulen Köpfe langsam auf die Unannehmlichkeiten der Dunklen Künste vorzubereiten, aber da eine von Ihnen meint, Ihr ist meine Unterrichtsmethodik zu langweilig, sodass sie sich unterhalten muss, werden wir mit etwas Spannenderem beginnen."
Dabei verzog sich sein Mund zu einem hinterhältigen Grinsen. Seinem Blick folgend, waren plötzlich alle Augen auf Iphistra und Ginny gerichtet, welche sich unangenehm auf ihren Sesseln windeten.
„Sofort aufstehen und in die Mitte des Raumes mit Ihnen allen!", sagte Professor Snape mit gefährlichem Unterton in seiner Stimme.
Gryffindors und Slytherins sprangen gleichermaßen von ihren Stühlen auf, keiner wollte der letzte sein, und den Zorn des Professors auf sich ziehen.
Nicht auch das noch, war das letzte Jahr nicht schon hart genug?
Sie tauschte verzweifelte Blicke mit Ginny, manche Slytherins stießen absichtlich mit ihren Schultern gegen sie und auch ein paar ihrer rot goldenen Hauskollegen, waren nicht sehr begeistert von ihnen, da diese Aktion wohlmöglich mit einem saftigen Punkteabzug für Gryffindor enden würde. Und das schon zu Beginn des ersten Schultages!
Iphistra war noch nie großartig im Unterricht aufgefallen. Ihr großer Bruder hingegen war das genaue Gegenteil von ihr, und hatte einen Ruf hinterlassen, dem sie nicht gerecht werden konnte. Wenn sie so an ihn dachte, wünschte sie sich sehnlichst, er könnte sich jetzt genau in diesem Augenblick in dieses Klassenzimmer apparieren und ihr beistehen. Er war einer der einzigen bekannten Schüler, welcher aus dem Hause Gryffindor kam, den sogar Professor Snape respektiert hatte.
Sie hingegen versuchte sich oft zurückzuhalten und nicht aufzufallen, war aber trotzdem bei den meisten Schülern und Lehrern für ihre freundliche und hilfsbereite Art sehr beliebt. Mit Professor Snape hatte es bis jetzt fast noch keine nennenswerten Interaktionen oder besonderen Vorkommnisse gegeben, außer „Grüß Gott, Sir" und „Auf wiedersehen, Sir". Und dabei wollte es Iphistra auch bis zum Ende ihrer Schulzeit hier auf Hogwarts belassen. Er schien auch nicht die geringsten Anstalten machen zu wollen, daran etwas zu ändern. Manchmal kam es ihr sogar vor, als ob er sie absichtlich wie Luft behandeln würde. Iphistra wusste von ihren älteren Geschwistern so einiges über Professor Snape, was den meisten nicht bewusst sein dürfte, aber ihr war klar, dass ihm sehr wohl bewusst war, was sie alles über ihn zu hören bekommen hatte. Gute wie auch schlechte Dinge, und genau deshalb hatte sie sich die Jahre über hin ein relativ neutrales Bild von ihm gemacht.
Mit einem Schlenker seines Zauberstabes, flogen alle Tische und Stühle an die Seiten des Klassenraumes, um genug Platz zu schaffen, für was auch immer sich Professor Snape diesmal ausgedacht hatte. Als dies erledigt war, drehte er sich mit starrem Gesichtsausdruck zu seinen Schülern.
„Verteidigung gegen die dunklen Künste ist kein Fach, bei dem man sich genüsslich zurückfallen lassen kann und sich von meinen Worten berieseln lässt. Ich verlange vollste Aufmerksamkeit und Hingabe, denn selbst die größten Schwachköpfe unter Ihnen, werden schon gemerkt haben, wie gefährlich dunkle Magie sein kann.", in dem Raum wurde es so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen lassen können, Snape hatte die Schüler in seinen Bann gezogen. Selbst Iphistra musste zugeben, dass er sich sehr gut darauf verstand, ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
„Erst vor ein paar Monaten hat uns alle die erschütternde Nachricht ereilt, dass der dunkle Lord wieder unter uns weilt. Die Zeiten sind gefährlicher denn je, Todesser können überall lauern, auch der brillante Schulleiter kann uns in Hogwarts nicht ewig beschützen.", Professor Snapes Stimme wurde bei seiner Ansprache immer lauter, und sah alle der Reihe nach eindringlich an.
Iphistra konnte stechende Blicke auf sich spüren, die Aufmerksamkeit aller, als Snape Voldemort erwähnt hatte, galt plötzlich ihr.
Ein leises Gemurmel fing an, und ein paar Satzfetzen gelangen an ihr Ohr.
„Hat sie schon vorher davon gewusst?" „Nein… angeblich keinen Kontakt" „Ihre Schwester… gesehen.." „….nicht sicher…"
„Ruhe!", donnerte Snape und baute sich vor ihnen auf.
„Wachen Sie endlich alle aus Ihren schönen Tagträumen auf und stellen sich der harten Realität dieses Lebens! Sie sind bereits in Ihrem 5. Schuljahr und haben bereits genug Übergriffe auf diese Schule miterlebt. Gefahren können überall lauern. Gerade Sie sollten das Wissen Miss Weasley.", sein kalter Blick traf Ginny, welche neben Iphistra zu zittern begann.
„Ihr Bruder ist ständig in irgendwelche Eskapaden verwickelt, passen Sie auf, dass Sie nicht ebenfalls solche Dummheiten begehen.", setzte er nach.
Wieso sprach er nur Ginny darauf an? Was ist mit meiner Schwester?
„Miss Weasley, treten Sie vor und zücken Sie ihren Zauberstab. Jetzt können Sie mir beweisen, wie gut sie sich gegen einen erfahrenen Zauberer erwehren können. An alle anderen Glückspilze, die Zeugen dieser überaus informativen praktischen Lektion sein dürfen, stellt euch an die Wand!"
So das war das erste Kapitel, hoffentlich ist es nicht zu kurz für euch, lasst mir ein Review dar! Das zweite Kapitel kommt morgen
