Frohes neues Jahr! Ich habe die Erzählweise von der dritten Person auf die Ich-Erzählung gewechselt. So wirkt es persönlicher und ich tue mich doch etwas einfacher damit, ich hoffe, dass es euch trotzdem gefällt. Ihr könnt mir auch gerne in den Kommentaren schreiben was euch lieber ist! Viel Spaß mit diesem Kapitel.

Ich schritt langsam die Treppen hinab in den Kerker. Bei jeder Stufe die ich nahm, kroch die Kälte etwas mehr in meine Glieder. Da ich nur sehr selten hier unten war, hatte ich die bedrückende Stimmung und die Feuchtigkeit, die einem jegliche Wärme entzog, schon ganz vergessen. Unten angekommen, blieb ich kurz stehen. Mit einem Schlenker meines Zauberstabes sah ich nach wie spät es war. Zehn Minuten vor Sieben. Sehr gut, also noch genug Zeit um Professor Snapes Büro zu suchen. Das war leichter gesagt als getan, denn ich musste in meiner ganzen schulischen Laufbahn noch kein einziges Mal nachsitzen, geschweige denn hatte ich sonst irgendeinen Grund um den Hauslehrer der Slytherins aufzusuchen.

Was hatte Ginny noch einmal gesagt? Zuerst Richtung Tränkeklassenzimmer, dann rechts, so lange geradeaus bis man an dem großen Festsaal und dem alkoholischen Aufbewahrungslager vorbeikam, bei der nächsten Kreuzung links, oder war es rechts? Na toll! Noch ein paar Treppen hinab, und dort musste es dann auch schon sein. Die Informationen hatte sie wiederrum von Ron. Er, Harry, Hermine und Sybille waren schon öfter mit Snape und den Slytherins aneinandergeraten, und kannten sich daher bestens in den Kerkern aus.

Nur zu gern hätte ich selber meine Schwester um Hilfe gefragt, aber seit dem Kampf im Ministerium, ist sie immer seltsamer geworden. Sie redete kaum noch mit mir, wenn ich sie gesucht habe, war sie fast nie aufzufinden, und wenn man sie doch einmal gefunden hatte, ging eine stille Wut von ihr aus, sodass ich mich nicht wirklich traute mit ihr offen zu reden. Ich weiß, dass sie aus nächster Nähe gesehen hatte, wie Sirius Black gestorben war, und ich wollt mir nicht ausmalen, wie geschockt man sich danach fühlen musste. Oder wie traurig und wütend, dass man nichts dagegen tun konnte. Ich habe am Anfang mehrmals versucht Sybille anzubieten, mit mir darüber zu reden, vielleicht ging es ihr danach ja besser. Doch sie hatte immer abgelehnt. Ein kleiner egoistischer Teil von mir war erleichtert darüber, nichts genaueres über den Tod und das Sterben zu erfahren. Und auch wenn es falsch war, ich wollte meine Schwester so nicht sehen, und bemühte mich auch nicht mehr ihr meine Hilfe anzubieten. Sie verschloss sich ja sogar gegenüber ihrer besten Freundin, Hermine.

Aber ein Problem nach dem anderen. Zuerst musste ich mal das Nachsitzen überstehen. Dann konnte ich mir weiter Sorgen um Sybille machen. Flackernde Kerzen, die an den Wänden befestigt waren, warfen unheimliche Schatten, und spendeten nur spärlich Licht. Die alten Steinwände, die schon seit Jahrhunderten hier standen, trugen zu der gespenstischen und nicht gerade einladenden Atmosphäre bei. Und als ich den Gang entlang ging, viel mir erst so richtig auf, wie hoch das Gewölbe hier eigentlich war, das Licht reichte nicht mal bis an die Decke. Obwohl sich die Kerker unter der Erde befanden, war es nicht so eng, wie man glaubte. Bei dem Bau von Hogwarts wurde darauf geachtet, alles etwas weitläufiger und geräumiger zu gestalten, um dem Bedrückenden entgegen zu wirken. Ja, ich war tatsächlich eine dieser seltenen Exemplare, die es schafften, während Professor Binns langweiligem Geschwafel über die Geschichte von Hogwarts nicht einzuschlafen.

Es herrschte Totenstille, aber um die Uhrzeit waren auch die meisten Schüler beim Abendessen in der großen Halle. Nur ich hatte das große Los gezogen, und durfte gemeinsame Zeit mit dem Professor verbringen. Bei dem Gedanken wurde mir etwas flau im Magen. Ich eilte an dem Klassenraum vorbei, dann an dem Saal, bei der Kreuzung angekommen blieb ich stehen. Goldenes warmes Licht erhellte den Weg zu meiner rechten, und etwas Efeu rankte sich an den Steinwänden entlang. Ich vermutete stark, dass ich in dieser Richtung zu dem Trakt der Huffelpuffs kommen würde. Keiner aus den anderen Häusern wusste so genau, wo er sich eigentlich befand, aber der Kerker wurde in einem bestimmten Bereich freundlicher und heimeliger, und es gab sogar eine extra Bibliothek hier unten.

Also bog ich mit einem schweren Seufzer nach links ab. Das musste eindeutig der richtige Weg sein, denn es war modrig und düster. Immer wieder öffneten sich zu meiner linken und rechten weitere Gänge, die ins unbekannte führten, doch ich ging stur gerade aus. Bis ich vor einer großen schlichten Messingtür stand, auf der „Severus Snape, Hauslehrer von Slytherin" eingraviert war. Ich rührte mich keinen Millimeter mehr. Wie versteinert sah ich auf die einzelnen Buchstaben und wünschte mir nichts sehnlicheres, als an jedem anderen Ort zu sein, nur nicht and diesem. Mir kamen wieder Snapes letzte Worte in den Sinn, die er an mich gerichtet hatte. Ich werde mir wünschen nie geboren worden zu sein.

Mir war nicht klar, dass ich durch eine einzige Handlung so viel Hass heraufbeschwören konnte, aber dank dem Professor wurde ich eines Besseren belehrt. Da ich nicht ewig dort stehen konnte, fasste ich dennoch all meinen Mut zusammen, drängt seine durchdringenden schwarzen Augen aus meinem Gedächtnis und drückte die schwere Klinke hinunter.

In demselben Moment flog die Türe mit einem solchen Krachen auf, dass es durch ganz Hogwarts schallen musste. Mein Herz setzte für einen kurzen Augenblick aus, nur um danach doppelt so schnell weiterzuschlagen. Professor Snape saß hinter einem massiven Schreibpult, auf dem sich unzählige Papiere stapelten, und machte sich nicht einmal die Mühe aufzusehen. Sein schwarzes Haar hing wie ein Vorhang vor seinem vornübergebeugten Gesicht und seine Hand, in der er eine schwarze Feder hielt, glitt blitzschnell über die Aufsätze der Hogwartsschüler.

„Hören Sie auf meine kostbare Zeit zu verschwenden und setzen Sie sich endlich!", raspelte Snapes Stimme wie Sandpapier in meinem Ohr. Als ich ein paar Schritte in sein Büro machte, flog die Türe hinter mir wieder mit einem Krachen zu. Anscheinend war der Professor nicht gerade gut gelaunt. Wenn ich so genauer darüber nachdachte, war er das eigentlich noch nie. Ich beeilte mich auf dem Stuhl gegenüber von ihm Platz zu nehmen und sah mich verstohlen um, während ich auf weitere Anweisungen wartete. Rechts von mir befand sich ein dunkelgrün gekachelter Kamin, in dem Flammen unruhig loderten und knisterten. Die einzige andere Lichtquelle war eine große Kerze auf dem Schreibpult, die inmitten des Chaos platziert wurde. Fast alle Wände wurden von Bücherregalen gesäumt. Ich kniff die Augen zusammen um die Titel von ein paar Büchern zu identifizieren, da der Raum aber nur spärlich beleuchtet war, konnte ich nicht viel erkennen. Ein Räuspern ließ mich wieder auf die Person vor mir konzentrieren.

Professor Snape hörte weder mit dem Schreiben auf, noch sah er mich an, als er zu sprechen begann.

„Die Stapel die hier vor Ihnen liegen sind handgeschriebene Notizen von mir, die ich über die Jahre hinweg zu diversen Zaubertränken niedergeschrieben habe. Sie sollen jede einzelne überprüfen und sortieren."

Ich sah ihn verblüfft an. Nach seinem lodernden Zorn gestern, hatte ich mir die schlimmsten Strafen ausgemalt, die ein Lehrer seinen Schülern erlaubt war zu geben. Notizen sortieren wirkte harmlos im Vergleich zu dem was er mir angedroht hatte. Wollte er mir gestern etwa nur Angst machen?

Da Snape nichts weiter zu sagen hatte, nahm ich den obersten Zettel zu meiner linken und begann zu lesen. Das Pergament war vergilbt und hatte einige Tintenklekse, durch die ich Teile des Geschriebenen nicht mehr erkennen konnte. Die Schrift selber war auch nicht besser. Ein unleserlicher Wirrwarr aus Strichen und Linien, sollten Buchstaben und Wörter ergeben, aber für mich hätte es genauso gut in einer anderen Sprache sein können, ich konnte nichts davon entziffern. Ich versuchte mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, und nahm den nächsten Zettel vom Stapel. Wieder unleserlich. Die Panik war nicht mehr zu vermeiden. Meine Hände fingen bereits an zu schwitzen, und mein Herz begann wieder schneller zu schlagen. Na toll, was mache ich jetzt? Wenn das so weitergeht, werde ich für immer bei Professor Snape nachsitzen!

Snapes seidenweiche Stimme riss mich aus meinen fieberhaften Gedankengängen und ließ mich zusammenzucken.

„Miss Riddle, gibt es irgendwelche Probleme?"

Sein eiskalter Blick traf mich und mein Kopf war wie leergefegt. Wieso nur hatte er immer so eine einschüchternde Wirkung auf mich? Meine Hände krampften sich um das Pergament, und ich schüttelte nur den Kopf.

„Ich muss mich schon genug mit inkompetenten Schülern herumschlagen, da habe ich nicht auch noch Zeit Ihnen jede Kleinigkeit zu erklären! Wie lange wollen Sie noch diesen Zettel in der Hand halten? Machen Sie endlich weiter!"

Er beugte sich wieder über einen Aufsatz und sein Gesicht war hinter einem Vorhang aus schwarzen Strähnen verschwunden.

Erleichtert nicht mehr im Zentrum seiner Aufmerksamkeit zu stehen, nahm ich den nächsten Zettel. Nach dem zwölften Blatt konnte ich endlich ein paar Wörter entziffern und begann zwei Stapel zu machen. Die Notizen die unleserlich waren, und diejenigen, auf denen ich zumindest irgendetwas erkennen konnte.

Ein paar Stunden später war ich zumindest mit einem von fünf Stapeln fertig und hatte dafür zwei Neue. Ich hatte das Gefühl überhaupt keine Fortschritte gemacht zu haben, aber immerhin konnte ich in der krakeligen Schrift einige Buchstaben immer besser erkennen. Snape hatte sich die restliche Zeit über kein einziges Mal mehr zu Wort gemeldet, und sich stillschweigend seinem Korrigieren gewidmet. Mir war das nur recht, denn ich wollte so wenig Aufmerksamkeit von ihm bekommen wie nur möglich.

„Sie können jetzt gehen. Morgen zur selben Zeit machen Sie weiter."

Da ich jegliches Zeitgefühl verloren hatte, war ich überrascht Snapes Stimme zu vernehmen. Da er sonst nichts mehr sagte, beeilte ich mich von hier wegzukommen. Nicht dass er es sich anders überlegte. Kurz bevor ich die Tür aufmachte, drehte ich mich noch einmal um.

„Gute Nacht Sir!"

Weder sah er von seinem Schreibtisch auf, noch erwiderte er etwas darauf, also schlüpfte ich in den Gang und lief so schnell wie möglich durch den Kerker. Wie peinlich, hätte ich nichts mehr sagen sollen? Wieso kann er nicht auch eine gute Nacht wünschen? Mein Gesicht wurde schon heiß, wenn ich nur daran dachte. Das war also Nachsitzen mit Professor Snape.

Ich passierte die große Halle und nahm auf den Treppen immer zwei Stufen auf einmal. Ich wollte nur noch ins Bett und vergessen, dass ich morgen schon wieder zu Snape musste. Zu dieser späten Stunde begegnete ich zum Glück niemandem mehr bis ich im Gryffindorgemeinschaftsraum war. Dort saßen noch ein Mädchen und ein Junge aus dem dritten Jahrgang und unterhielten sich leise vor dem Kamin. Ich ging hinter ihnen vorbei zu den Wendeltreppen, welche zu den Schlafsälen führten, ohne dass sie mich bemerkten. Oben angekommen, stieß ich die Tür auf und steuerte schnurstracks auf mein Bett zu.

Alle schienen bereits zu schlafen, denn einzig allein der Mond erhellte noch das runde Turmzimmer. Sein Licht fiel durch die hohen Fenster auf die sieben großen Himmelbetten, deren Vorhänge zugezogen waren, bis auf meines natürlich. Mit einem Wink meines Zauberstabes wechselte ich in meinen Pyjama und schloss ebenfalls die Vorhänge für etwas Privatsphäre. Als ich mich schon zugedeckt hatte, streckte plötzlich Ginny ihren Kopf hinein.

„Du hast mich erschreckt!", aus Reflex hatte ich meinen Zauberstab auf sie gerichtet, und ließ ihn jetzt langsam wieder sinken.

„Tschuldigung, war nicht meine Absicht!" Ich machte etwas Platz, damit sich Ginny gegenüber von mir hinsetzen konnte.

„Na los erzähl schon Iphis! Wie war das Nachsitzen? Hat er dich fertig gemacht? Ich habe schon die ganze Zeit auf dich gewartet und gedacht du kommst gar nicht mehr wieder!", begann Ginny ihren Redeschwall.

„Eigentlich war es ziemlich ereignislos. Snape hat kaum ein Wort mit mir gewechselt und mich größtenteils ignoriert. Ich musste die ganze Zeit nur seine Notizen sortieren."

Ich begann wieder auf meinen Fingernägeln zu kauen.

„Mehr nicht? Kein Kessel Putzen oder andere widerliches Sachen?", fragte mich Ginny ungläubig.

„Ja das hat mich auch verwundert! Snape war gestern so wütend auf mich, da hätte ich mir viel Schlimmeres erwartet! Aber anderseits ist seine Schrift so krakelig, dass ich eine Ewigkeit brauchen werde, um alles zu sortieren. Also hat er einen Weg gefunden mich auf subtilere Art zu quälen."

„Du hast es ihm gestern aber auch wirklich gegeben. Ich werde nie vergessen wie er nach hinten geflogen ist und seinen Gesichtsausdruck danach, das musste ich allen erzählen die ich kenne!"

Ginnys Lachen war so ansteckend, dass ich ebenfalls lachen musste.

„Bis jetzt war mir noch nicht nach scherzen zumute, aber so wie du es erzählst, klingt es wirklich komisch!"

Nachdem wir uns wieder eingekriegt hatten, sah ich besorgt zu Ginny.

„Ich will nicht mehr zu Snape! Das halte ich keine drei Wochen aus. Er beachtet mich kaum, aber gerade das macht es noch unangenehmer. Die Stimmung ist die ganze Zeit angespannt, und ich habe das Gefühl, dass er mich nicht nur wegen dem Unfall gestern ignoriert."

„Snape hat noch nie viel mit uns gesprochen, wahrscheinlich weil wir zu unauffällig und unwichtig sind, anders als unsere Geschwister."

Ginny schlug einen verbitterten Tonfall an. So kannte ich sie gar nicht.

Ich strich mir eine Strähne meines Haares hinters Ohr, welches sich aus meinem provisorischen Zopf gelöst hatte und sah zu meiner Freundin.

„Wir sind die Jüngsten, uns nimmt man nicht ernst. Wir werden nie in irgendetwas eingeweiht und ständig hat jeder Angst, dass uns was passiert oder wir zu unfähig wären um uns selbst zu beschützen. Snape ist da keine Ausnahme, für ihn bist du wahrscheinlich nur die kleine Schwester von Silvester und Sybille."

Nachdenklich sah ich auf die Sternenhimmel Stickereien meines Baldachins.

„Wahrscheinlich hast du Recht. Anderseits bin ich auch damit zufrieden unauffällig zu sein und in keine Schwierigkeiten zu geraten.", sagte ich Ginny ehrlich.

„Manchmal wünsche ich mir einfach nur mehr wie eine Erwachsene behandelt zu werden, ich bin nicht mehr das kleine hilflose Mädchen wie früher."

Ihr Gesicht verzog sich bei dem Gesagten, und ohne es auszusprechen, wusste ich sofort an was sie dachte.

Lucius Malfoy wie er ihr das Tagebuch vor einigen Jahren untergejubelt hatte.

„Ginny… ich wusste gar nicht wie sehr dich das noch beschäftigt."

Ich sah sie besorgt an. Ihr rotes Haar fiel über ihre angezogenen Beine, welche sie fest umschlungen hielt, und ihr Kinn ruhte auf ihren Knien.

Sie blickte ernst meine kaminrote Decke an, als sie mich plötzlich wieder lächelnd ansah.

„Tut mir leid Iphis, ich wollte dich eigentlich aufmuntern, und jetzt musst du dir hier mein Gejammer anhören!"

„Dafür sind Freundinnen ja da! Du kannst mir jederzeit von deinen Sorgen berichten! Denkst du wieder daran, weil wir Mr. Malfoy gestern begegnet sind?", fragte ich meine beste Freundin.

„Lass uns nicht mehr darüber reden. Erzähl mir lieber wie hässlich Snapes Schrift ist!"

Das brachte uns beide wieder zum Lachen.

„Sehr hässlich, ich könnte wirklich Hilfe gebrauchen sie zu entziffern. Ich war heute so nervös, dass ich mich nicht mal getraut habe ihn nach der Uhrzeit zu fragen. Ich war noch nie so lange alleine mit ihm. Bis jetzt bin ich ihm, wenn dann nur ein paar Mal in den Gängen von Hogwarts begegnet und einmal im Grimmauld Place auf den Treppen. Du weißt gar nicht wie unangenehm diese paar Sekunden mit ihm schon waren!"

Mir wurde wieder heiß und kalt, wenn ich nur daran dachte.

„Du schaffst das schon Iphis! Du bist doch sonst auch nie aus der Ruhe zu bekommen. Snape und du, ihr geht euch einfach weiterhin aus dem Weg, und während Nachsitzen musst du ja zum Glück auch kein Wort mit ihm wechseln. Du wirst schon sehen, die drei Wochen werden ganz schnell vergehen."

Aufmunternd tätschelte Ginny meine Schulter. Mein Gesicht verzog sich zu einer Grimasse.

„Ja das wird schon. So schlimm ist es ja eigentlich nicht, da hätte es mich härter treffen können. Danke Gin."

Als Ginny sah, dass ich ein Gähnen unterdrückte, streckte sie sich und machte sich auf den Weg in ihr Bett.

„Jetzt sollten wir wirklich schlafen gehen, morgen haben wir die ersten zwei Stunden Verteidigung gegen die Dunklen Künste mit Snape."

„Oh nein, dann sehe ich ihn gleich zweimal morgen!"

Verzweifelt schloss ich meine Augen und hörte Ginny kichern.

„Extra Snape Zeit für dich! Gute Nacht und schlaf gut Iphis!"

Und damit war sie auch schon verschwunden. Mein „Jaja, gute Nacht." hörte sie schon nicht mehr.

Obwohl ich müde war, lag ich noch lange wach, und dachte über den Professor nach. Was habe ich mir nur dabei gedacht meinen Zauberstab gegen ihn zu richten? Gegen einen Lehrer, eine Autoritätsperson, natürlich konnte das nicht gut ausgehen! Es hätte auch gereicht, wenn ich mich einfach nur verteidigt hätte.

Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte ich endlich einschlafen.