AN: So, hier das nächste Kapitel! Ich wünsche euch viel Spaß damit.

Ein großes Dankeschön an meine wundervolle Beta Anne fürs Korrekturlesen!

Disclaimer: Harry Potter und seine Charaktere gehören JKR. Diese Geschichte gehört Jewels5. Dies ist eine genehmigte Übersetzung.

Vorher: Sirius hat einen wiederkehrenden Traum vom Ertrinken. Lilys Exfreund, Luke Harper, hat ein Todesserbruder, Logan, der sich nach einem Job im verlassenen Laden der Harpers versteckt hat; Lily und Luke hören, wie der Auror Lathe darüber spricht, ins Dorf zu gehen und Luke haut ab. Lily überzeugt James ihr die Karte des Rumtreibers zu geben, sodass sie ihm folgen kann, aber sie verheimlicht ihm ein paar Details und verspricht vor Sonnenuntergang zurück im Geheimgang zu sein. Es ist Vollmond und Sirius sagt Snape, wie er in die Peitschende Weide kommt, weil er sich an Snape dafür rächen will, dass dieser seinen kleinen Bruder Regulus „verdirbt".

Kapitel 21 - „…Das Leben ist nur ein Traum"

Oder

Hirnschaden"

Scheiße."

Lily hielt ihre Arme aus um sich wieder einmal zu stabilisieren, als sie beinahe auf den feuchten, dunklen Boden fiel. James hatte nicht angemerkt, dass dieser Tunnel vollständig von Löchern befallen war und selbst mit erleuchtetem Zauberstab stolperte Lily ein wenig. Wieder stabil nahm sie einen zögerlichen nächsten Schritt und einen weiteren, bis sie sicher genug war um ihren schnellen Gang durch den schwarzen, engen Korridor zu machen.

(Bald)

„Sie gehen jetzt besser, " riet Remus schwach, als er sich auf den rissigen Holzboden im Gemeinschaftsrat der Heulenden Hütte setzte. Die Möbel - die nur als Requisiten sechs Jahre zuvor hierhergebracht wurden - waren alle zerstückelt und der Boden war das Einzige, auf dem man sitzen konnte. „Die Sonne wird in ein paar Minuten untergegangen sein und dann dauert es nicht lange, bis… bis ich mich verwandle."

Madam Pomfrey sah mitleidig zu dem bleichen jungen Mann vor ihr. „Ich lege diese hier nur noch in den Schrank, " sagte sie, und deutete zu den gefalteten Kleidern, die sie vom Krankenflügel mitgebracht hatte. Remus nickte dankbar und lehnte seinen Kopf gegen die Wand, während Madam Pomfrey die ordentlich gefalteten Kleider in einen Schrank an der Wand legte, den sie dann magisch verschloss. „Und - dein Zauberstab?" fragte sie zögernd nach.

„Unter ein paar losen Steinen unter dem Herd, " antwortete Remus. „Er ist leichter zu finden, wenn ich einen sicheren Ort habe, wo ich ihn immer habe."

„Soll ich…?"

„Oh. Danke, ja."

Remus gab der Hexe seinen Zauberstab und sie legte ihn an den erwähnten Ort. „Der Mond - er geht… um fünf Uhr unter, stimmt das? Soll ich dann kommen?"

„Sie sollten bis sechs… halb sieben warten, " antwortete der andere. „Nur um sicher zu gehen. Und ich - äh - bin vielleicht nicht wach."

„Natürlich." Madam Pomfrey hielt nahe der Tür inne, als ob sie unsicher war, ob sie „Gute Nacht" oder irgendetwas anderes sagen sollte, entschied sich aber dann um und ging schnell. Remus atmete schwer, sein tobendes Kopfweh und das üble Gefühl in seinem Magen so gut wie er konnte, ignorierend. Er trug nie eine Uhr während des Vollmonds (er würde sie nur zerbrechen), aber er wusste, es würde nicht mehr lange dauern. Er musste nur warten.

(Passage)

Lily war nur für ein wenig mehr als zwanzig Minuten in dem Korridor gewesen, als er zu einem abrupten Ende kam. Sie erreichte eine Wand aus schwarzem Stein und zuerst dachte sie, dass sie eine Sackgasse erreicht hätte. Jedoch zeigte eine Begutachtung der Szene eine klapprige hölzerne Leiter in der Nähe der Ecke und mit der Hilfe eines starken Lumos sah Lily, dass die Leiter weit hoch zu einem weiteren Absatz führte. Sie dachte für einen Moment nach und nahm dann ihren Zaubert zwischen ihre Zähne, die Leiter nach oben klettern, welche nicht nur bedrohlich quietschte, sondern auch ziemlich rutschig war.

Trotzdem erreichte sie den oberen Absatz sicher und - im Zauberstablicht - konnte Lily gerade erkennen, was wie eine Falltür in der nicht so weit entfernten Decke aussah. Dieses Mal gab es keine Leiter, aber die Steine in der Wand waren uneben genug, dass auf ihnen gut geklettert werden könnten. Wieder mit dem Zauberstab zwischen den Zähnen, packte Lily einen vorstehenden Mauerstein und schlüpfte mit ihrem Fuß zwischen zwei andere. Sie testete ihr Gewicht aus, befand, dass die Wand sie hielt und begann die kurze Kletterpartie nach oben.

Als ihr Kopf nur Zentimeter von der Falltür entfernt war, packte Lily einen Stein mit einer Hand fest und zog mit der anderen ihren Zauberstab heraus, tippte ihn einmal auf die hölzerne Tür und murmelte „Patefacio". Die Tür schwand nicht auf, so wie sie es erwartete hatte, sondern verschwand einfach ganz. Lily fühlte die kalte Luft und sie konnte einen Fleck des dunkel werdenden Himmels sehen.

Nicht ohne Schwierigkeit schaffte es die Hexe sich hoch und raus auf den nicht gepflegten Rasen zu ziehen, welcher sich - wenn James Informationen korrekt waren und sie hatte keinen Grund das zu bezweifeln - im Garten des Apothekerladens befand. Ihre Socken waren durchnässt und - im besseren Licht - sah sie, dass sie ziemlich dreckig vom Tunnel war, aber Lily hatte keine Zeit, sich darum Sorgen zu machen. Sie bewegte ihre Beine weg von dem Loch, aus dem sie geklettert war und fast im selben Moment verschloss der Dreck, der das Loch umgab, sich wieder, die Lücke ganz natürlich auffüllend.

Lily blickte nach etwas umher, mit dem sie den Ort markieren konnte und sie fand einen weißen Stein in der Nähe des Zauns, von dem sie dachte, dass er zum gewünschten Ergebnis führte. Als der Eingang des Tunnels markiert war, nahm sie sich einen Moment um sich zu sammeln. Da kamen ein paar Stimmen von dem nahe gelegenen Laden und da sie schätzte, dass der Apotheker von einem fremden Mädchen, das in seinem Garten erschien, weniger angetan sein würde, bewegte sich die Hexe hinter einen großen Busch, bevor sie versuchte, über den Zaun zu klettern. Er war nicht hoch und sie hüpfte ohne viele Probleme über ihn. Sie stand dann auf einer staubigen Gasse (glücklicherweise verlassen), die parallel zur Hauptstraße verlief. Von da an konnte sie entscheiden, wohin sie als nächstes wollte.

Ihren Zauberstab umklammernd joggte Lily nach Westen zu dem Gebiet, das James erwähnt hatte. Die Sonne im Himmel fuhr fort zu sinken und sie hatte nicht viel Zeit.

Während sie lief, wurde Lily ein hörbarer Auffuhr in Distanz bewusst und er wurde lauter und lauter, als sie fortfuhr, die Straße hinunterzulaufen. Die Häuser und Läden erschwerten ihr die Sicht auf die Hauptstraße, aber von den Rufen konnte Lily die Ursache schätzen und es ließ sie nur mit noch mehr Dringlichkeit laufen.

Bald war die Straße ein Pfad, dann verband sich der Pfad mit einem anderen, der auslief, als der Untergrund grüner und bergiger wurde. Lily kletterte über Sträucher und bald über Felsen, bis sie den Platz erreichte, von dem sie dachte, dass James ihn gemeint hatte. Es war eine kleine, niedrige Höhle, niedrig genug, dass Lily ihren Kopf ducken musste um hineinzugehen. Selbst im gedämpften Licht, war das Ende der Höhle von der Öffnung her sichtbar. Die Hexe runzelte die Stirn, mit einer Hand über die raue Steinhöhlenwand fahrend.

James hatte kein Passwort für diesen Eingang erwähnt… was, wenn Luke schon durch war? Aber er hatte gesagt, ihr Weg würde sie hierher in viel besserer Zeit bringen… sollte sie warten…?

Lily deutete mit ihrem Zauberstab auf die Höhlenwand, sie einmal berührend und murmelnd - wie zuvor „Patefacio". Nichts passierte. Sie fluchte leise und zog sich kurz zurück, bevor sie wieder vorschritt und die Geste wiederholte, dieses Mal mit der Formel des grundlegenden Teilungszauber: „Dissendium".

Der Effekt zeigte sich sofort: nicht unähnlich zum Eingang der Winkelgasse begannen sich die Steine der Höhlenwand anders zu ordnen, rollend und rutschend aus dem Weg um einen langen, dunklen Tunnel zu enthüllen. Lily schritt unsicher nach vorne. „Luke?" fragte sie in die Dunkelheit, aber ihr kam nur Stille entgegen. Ein wenig lauter: „Luke?"

Immer noch keine Antwort. Lily überlegte, zog die Karte des Rumtreibers aus ihrer Tasche, obwohl sie wusste, dass Luke vor einiger Zeit von ihr verschwunden war. Vielleicht hatte James ihr den falschen Eingang zum Gang gegeben… es war fast unmöglich dies von der Karte abzulesen…

Luke!" rief sie wieder, in den Gang gehend. Sie erhielt wieder keine Antwort und war kurz davor, sich zu entscheiden, ob sie zu den Harpers gehen oder weiter in den Tunnel reinlaufen wollte, als eine entfernte Stimme antwortete.

Wer ist da?"

Die Stimme ihres Exfreundes wiedererkennend, seufzte Lily erleichtert, aber antwortete nicht direkt auf die Frage. Stattdessen lauschte sie vorsichtig und konnte - nach ein paar Sekunden Stille - gerade so das Geräusch von sich bewegenden Füßen ausmachen.

„Wer ist da?" rief Luke wieder und er hörte sich näher an. Lily antwortete immer noch nicht. Die Fußgeräusche hielten für mehrere Sekunden inne, bevor sie wieder weitermachten, lauter und lauter werdend, als Luke anscheinend näher kam.

Als sie ziemlich nah waren, wagte Lily eine Antwort: „Luke, ich bin es! Lily!"

Er würde entweder herauskommen und sie treffen oder sich umdrehend und rennen… beides war akzeptierbar, obwohl sie eher auf ersteres hoffte. Wieder stoppte der Rhythmus von Lukes Füßen kurz, bevor er fortfuhr, dieses Mal mit deutlich schnellerem Tempo. Er erschien am Ende des Tunnels eine Minute später, atemlos und ernst.

„Lily? Was tust du hier? Wie bist du…?"

Lily steckte die Karte in ihre Tasche, bevor der Ravenclaw sie bemerken konnte und eilte zu ihm. „Das ist egal, Luke. Ich weiß, was du hier machst und ich kann dich das nicht tun lassen."

„Ich habe keine Zeit dafür, " beharrte Luke und versuchte um sie herumzulaufen. Lily bewegte sich schnell und stellte sich ihm in den Weg und er bemerkte, dass sie ihren Zauberstab hielt. „Wirst du mich verhexen?"

„In diesem Moment plane ich nicht dich zu verhexen, " antwortete Lily zittrig. „Bitte, Luke, " fuhr sie fort. „Die Auroren sind unten beim Laden - entweder fangen sie deinen Bruder oder nicht… was willst du machen? Gegen sie kämpfen? Du wirst entweder getötet oder verhaftet werden oder…"

Luke sah erschüttert aus. „Bist du dir sicher? Wegen den Auroren? Ich bin zu spät?"

„Zu - zu spät für was?"

„Ich wollte sie nur warnen, " murmelte Luke. Er setzte sich auf einen Stein nahe des Einganges zu der Höhle. Lily - die sich ihres Versprechens, vor der Dunkelheit im Tunnel zu sein, zu James bewusst war, aber nicht in der Lage war, irgendetwas gegen den unvermeidlichen Lauf der Zeit zu tun - setzte sich ebenfalls. „Ich musste es versuchen." Mit seinen Ellbogen auf seine Knie gestützt ruhte Luke seinen Kopf in seinen Händen.

„Luke, " begann die Gryffindor sanft. „Bitte. Was ist los?"

Luke sah zu ihr mir trauernden braunen Augen hoch, seine Finger fuhren durch sein welliges braunes Haar. Die Sonne tauchte unter den Horizont. „Wie lange denkst du, wird er in Azkaban sein?" fragte der Zauberer, die Frage ignorierend. „Wie lange?"

„Ich weiß nicht, „antwortete sie ehrlich. „Es kommt darauf an, oder? Wenn er aufgibt - wenn er aussagt…"

„Logan ist kein Feigling, " flüsterte Luke. „Er ist auch kein Verräter."

Lily bestritt keinen dieser Punkte. „Wie hast du deinen Arm gebrochen?" fragte sie stattdessen. Sein Gesicht wurde hart - steinern und geheimnisvoll. „Luke, bitte. Ich muss es wissen. Du weißt, dass ich es niemals jemanden sagen könnte."

Luke sah sie genau an und seufzte dann. „Logan war am Tag von Blacks Beerdigung hier," begann er mit Resignation in seiner Stimme und in seinem Gesicht. „Er hat mich gebeten, an dem Job teilzunehmen, den er im Februar erwähnt hat."

„Job?"

„Ich kenne die Details nicht, " sagte er vage. „Ein paar Objekte bewegen - offensichtlich nicht sehr legal. Ich weiß nicht, ob es für die Todesser war…"

Egal, wie sehr sie es versuchte, konnte Lily nicht sagen, ob Luke ehrlich glaubte, dass es eine andere Möglichkeit gab. Sie glaubte es sicherlich nicht.

„… ich habe nein gesagt, " fuhr Luke fort. „Er war wütend. Er sagte, dass sie einen weiteren Zauberstab brauchen und dass es eine gute Gelegenheit für mich sei. Ich wusste, dass es illegal war - ich habe ihn angebettelt, dass er sich bei der Polizei meldet, aber… das hat er natürlich nicht getan. Ich hatte Angst, dass er sich wieder verletzen würde, und dass dieses Mal niemand da sein würde, der sich um ihn kümmert. Ich habe ein paar seiner Freunde getroffen, die den Job mit ihm machen würden, aber ich habe keinem von ihnen getraut, also…" er wurde still.

„Also hast du zugestimmt zu helfen?" endete Lily für ihn.

„Nein. Ich habe ihm gesagt, dass ich in unserem alten Laden warten würde. Wenn es irgendwelche Probleme geben sollte, könnten sie dorthin apparieren und ich würde mich um sie kümmern, wie davor."

Lily hatte nicht die Energie, sich Gedanken um den Sonnenuntergang zu machen. Ihre Augen waren auf Luke fokussiert. „Was ist passiert?" fragte sie atemlos.

Der Ravenclaw lächelte bitter. „Es gab Probleme, " sagte er. „Jemand starb. Die anderen apparierten zum Laden. Ich hab alles getan, was ich konnte, um sie zu versorgen, und dann - dann hatten sie einen Streit. Über mich. Einer von ihnen glaubte, dass ich es jemandem gesagt haben musste, weil - wegen den Problemen."

Weil die Auroren aufgetaucht sind, fügte Lily in ihrem Kopf hinzu.

„Ich hatte das nicht getan, " schwor er traurig. „Ich hatte es keiner Seele gesagt. Sie haben sich deshalb gestritten. Logan hat sich für mich eingesetzt. Er glaubte nicht, dass ich etwas sagen würde. Er wusste, das würde ich nicht tun. Er hat es geschafft, dass die anderen sich zurückgezogen hatten, bis sie die Nachricht erhielten, dass wieder Auroren in Hogwarts waren. Das war an diesem Morgen. Dann gab es einen weiteren Streit."

„Sie haben deinen Arm gebrochen?" fragte Lily. „Die Tod- äh, Logans Freunde?" Luke starrte still seine Hände an und plötzlich verstand Lily. „Es waren nicht Logans Freunde, oder?" atmete sie. „Es war Logan."

Luke zuckte zusammen. „Er musste es tun, Lily, " sagte der Zauberer beharrlich. „Er musste den anderen beweisen, dass er loyal war - dass ich vertrauenswürdig war! Er musste sichergehen, dass sie ihm glaubten!"

Und sein Blick in diesem Moment brach Lilys Herz. Zum ersten Mal verstand sie Luke Harper, verstand sie ihn tatsächlich. Sie sah die Konsequenzen der letzten paar Monate - die Konsequenzen seiner komplizierten Loyalität zu Logan, seine Trauer um seinen Vater, seine Angst um seine Familie, seine Enttäuschung in Lily. Er wurde zerrissen. Die Schwäche, die sie im Februar in ihm wahrgenommen hatte - die so leicht aktivierte Veränderbarkeit - hatte ihn in Stücken zurückgelassen, und jetzt klammerte er sich an das einzige, an das er immer geglaubt hatte, obwohl sein eigener rationaler Geist ihm Vernunft zeigen sollte. Obwohl er seinen Arm gebrochen hatte und nur Merlin wusste, was sonst noch, glaubte Luke an Logan. Er musste es.

Seine braunen Augen waren weit aufgerissen. Er schien - er schien nicht ganz da und es brach Lilys Herz.

„Oh, Luke, " murmelte sie, kaum in der Lage, ihre Tränen zurückzuhalten.

„Logan musste es tun." wiederholte Luke stur. „Er musste es tun. Er hatte keine Wahl. Mir geht es gut. Mir geht es vollkommen gut."

„Okay, " flüsterte sie. „Okay, ich glaube dir."

Besänftige mich nicht, Lily. Er musste es tun."

„Okay, " wiederholte Lily, lauter, aber in einer unsicheren Stimme. „Es ist okay, Luke." Das Licht wurde schwächer. „Wir müssen zurück zum Schloss, " fuhr sie fort, hinüberreichend und seine Hand nehmend. „Du musst zurück zu deinem Schlafsaal. Wenn Lathe - wenn irgendjemand glaubt, dass du irgendwas damit zu tun hattest…"

Luke schien jedoch nicht zuzuhören. Er starrte aus der Höhle, hinüber zum Schloss, als ob er nach etwas suchte. „Ich hätte einen Weg finden sollen hierher zu fliegen, " murmelte er wahrscheinlich zu sich selbst. „Wenn ich das getan hätte, wäre ich in der Lage gewesen Logan zu warnen. Wenigstens Logan. Ich hätte ihn aus dem Laden draußen gehabt, bis die Auroren aufgetaucht wären. Wie lange denkst du, wird er in Azkaban sein, Lily?"

„Ich weiß es nicht, " sagte Lily wieder. „Luke - wir müssen zurück zum Schloss gehen. Da ist nichts, was du… nichts, was wir jetzt für Logan tun können."

Zu ihrer Überraschung nickte Luke. Er begann zu dem jetzt verschlossenen Eingang des Ganges zu gehen und hielt dann inne. „Wie bist du hier her gekommen, Lily?"

„Da ist ein weiterer Geheimgang, " antwortete sie. „Er endet im Garten des Apothekers."

Luke starrte nachdenklich zum steinernen Boden, überlegte etwas, bevor er wieder zu Lily aufschaute. „Wir sollten den Weg dort nehmen."

„Nein, " sagte Lily ernst. „Ich weiß, was du denkst. Du kannst ihnen nicht helfen, Luke! Es ist zu spät."

„Wir bleiben von der Hauptstraße weg, ich schwöre es, " versprach Luke. „Wir nehmen eine Nebenstraße. Wenn ich nur einen Blick erhaschen könnte - nur dass ich weiß, dass Logan okay ist."

„Du sieht nichts von der Straße, " antwortete die andere. „Du wirst kein Glück haben, Luke."

„Aber du hast gesagt, du hättest die Auroren gesehen…"

„Ich habe die Auroren gehört."

„Das wird genug sein. Bitte, Lily. Wenn da nur die kleinste Chance ist…"

Nach einem Moment antwortete Lily gegen ihre Vernunft: „Na gut." Luke atmete erleichtert aus. „Aber es gibt Bedingungen. Wenn wir nichts hören, gehen wir nicht zurück und wir halten nicht an."

„In Ordnung."

„Und gib mir deinen Zauberstab."

Luke sah sie verwundert an. „Lily, du kannst nicht…"

„Ich will ihn nicht herbeibeschwören, " unterbrach sie ihn und zwang sich ruhig zu sprechen. „Aber Luke, wenn ich das muss, werde ich es."

Der Ravenclaw zögerte, zog dann seinen Zauberstab und händigte ihn ihr aus. „Komm, lass uns losgehen, " sagte er und schlüpfte hinter ihr in die freie Luft. „Weise den Weg."

(Spät)

„Tja, wo denkst du, dass er ist?" beharrte Peter.

„Ich weiß es nicht, " fuhr James ihn an, der ungeduldig von einem Ende des Schlafsaals zum anderen lief. „Wenn ich es wüsste, würde ich es dir sagen - oder sogar noch besser, würde ich losgehen und ihn finden. Also weiß ich es offensichtlich nicht."

Peter, der auf einem der Betten saß, seufzte nur. „Tja, warum können wir nicht die Karte verwenden um ihn zu finden?"

James stoppte kurz sein nervöses Laufen. „Das - das können wir nicht. Ich habe sie nicht."

Beide Rumtreiber waren für eine gewisse Zeit still und dann sprach Peter wieder. „Du hast sie Lily gegeben, als ihr beiden hier oben wart, oder?" fragte er still und James nickte. „Warum hat sie sie gebraucht?"

„Einfach… einfach so, das ist alles."

„Ist - ist sie in Schwierigkeiten?"

„Warum fragst du das?"

Peter zuckte die Achseln. „Du siehst aus, als ob du vielleicht denkst, dass sie das ist."

James antwortete nicht sofort, sondern ging hinüber zu dem Bett und setzte sich neben seinen Freund. „Ich weiß nicht, " sagte er. „Ich habe dieses Gefühl, als ob sie es sei. Ich hätte mir ihr gehen sollen."

„Warum hast du das nicht getan?"

„Es ist bloß ein Gefühl, " seufzte Prongs. „Sie sagte, sie wäre okay und es - es sollte kein Problem sein. Jedenfalls braucht Moony uns heute Nacht. Du hast gesehen, wie er wird, wenn wir nicht da sind, wenn er sich verwandelt." James stand wieder auf. „Was uns zurück zum verdammten Sirius bringt…"

„Wir haben noch Zeit, " sagte Peter ruhig. „Er wird da sein. Das ist er immer."

(Straße)

Sie hielt Lukes Hand, während sie gingen. Es war eine unromantische Handlung, aber sie war auch nicht kontrollierend. Sie wies bloß den Weg zum Apothekerladen - Luke einen halben Schritt hinter ihr - und zum ersten Mal fühlte sich das Händchenhalten natürlich an.

Lily wurde angespannt, als die Stimmen von dem Ort hörbar wurden. Wörter wurden verständlich, je näher sie sich dem Laden der Harpers näherten… sie hörte nicht mehr die Auroren: nur noch das Geplapper der Zuschauer. Von der Diskussion der Dorfbewohner erschloss sie, dass Lathe und die Auroren Schutzbanne errichtet hatten um die Todesser von Apparieren oder Flohen zum Stoppen. Es hörte sich an, als ob die Auroren kurz davor waren, den Laden zu betreten (oder das schon getan hatten)… mehr als das, konnten sie nur erraten.

„Luke, " flehte sie, als der Ravenclaw langsamer wurde um besser hören zu können. „bitte, beeilen wir uns. Wenn dich irgendjemand sieht, bist du ihn Schwierigkeiten."

„So wie du auch," bemerkte Luke, obwohl er ihrem Ziehen an seiner Hand gehorchte.

„Ich rede nicht darüber, dass wir aus dem Schloss draußen sind, " sagte Lily. „Ich rede darüber, dass vielleicht jemand vermutete, dass du darin verwickelt warst, was passiert ist: in Logans Job."

Luke war still, bis sie die Apotheke erreichten. Sie kletterten beide den niedrigen Zaun in den Garten und bewegten sich verstohlen hinter einen Busch um sicher zu gehen, dass der Garten verlassen war. Als sie sich sicher waren, dass er das war, zog Lily Lukes Zauberstab aus ihrer Tasche und hielt ihn dem Zauberer hin.

Er sah sie skeptisch an.

„Ich vertraue dir, " sagte sie. Luke nahm den Zauberstab und die beiden bewegten sich zu dem Platz, den Lily mit dem weißen Stein markiert hatte. Sie tappte die Erde einmal mit ihrem Zauberstab und sagte: „Patefacio."

Wie zuvor schienen der Dreck und die Unkräuter zu verschwinden, was den Tunnel, durch den Lily noch nicht vor langer Zeit gegangen war, präsentierte. Luke schien weniger sicher. „Wie kommen wir runter?"

„Mit der Wand. Da sind Steine… die sind leicht zu klettern. Hier - Lumos." Ihr Zauberstab wurde hell und sie zeigte mit ihm den Tunnel hinunter, was die Wand und den dunklen, feuchten Absatz unten zeigte. „Sei vorsichtig, wenn du unten ankommst, " riet Lily ihm, als Luke sich in Position brachte um hinunterzuklettern. „Es gibt einen weiteren Absatz eins darunter, wo der tatsächliche Gang beginnt, als lauf nicht wild herum oder du fällst."

Luke nickte und begann zu klettern. Lily fuhr fort das Licht zu halten, den Laden weiter im Auge behaltend, während sie das tat. Luke war ganz unter der Erde, aber noch immer am Klettern, als sie dachte, sie hätte eine Stimme gehört, die viel näher war, als der Laden der Harpers.

„Da kommt jemand, " murmelte sie.

Was?" fragte Luke. „Ich springe zum Boden."

Da war allerdings keine Zeit mehr und Lily wusste es. Sie konnte hören, wie jemand die Türklinke der Hintertür bewegte… sie würden bald Gesellschaft haben und selbst wenn sie jetzt in den Tunnel springen würde, würde sich das Loch vielleicht nicht rechtzeitig schließen… der Apotheker würde es sehen... er könnte vielleicht sogar herausfinden, wohin es führte und der Gang der Rumtreiber wäre ruiniert. Außerdem würde Luke auffliegen…

„Folg dem Tunnel zurück zum Schloss, " befahl Lily schnell. „Ich nehme deinen Tunnel."

„Warte, Lily…."

Aber sie bewegte sich schon weg vom Loch und der Boden schloss sich wieder. Lily versuchte sich hinter einen nahen Baum zu bewegen, aber die Tür schwang bereits auf und ein älterer Zauberer mit einem Gehstock erschien auf den Stufen. Lily erstarrte und er sah sie.

Der Zauberer zog sofort einen Zauberstab. „Du, Mädchen!" fuhr er sie an. „Was tust du in meinem Garten?"

„Ähm… ich… also, ich…"

„Du solltest nicht hier sein!" bellte der Zauberer, ihr Stammeln ignorierend. „Es ist dunkel draußen, Mädchen! Weißt du nicht, dass Todesser in der Gegend sind?"

„A-a-also, ich war nur…"

„Egal! Ich weiß genau, was du tun wolltest! Meine Dittanus-Blätter klauen, oder?"

„Oh, nein, ich…"

„Ja, ja, das wolltest du! Jetzt verschwinde, bevor ich diese Auroren rufe, damit sie sich um dich kümmern! Hörst du mich, Mädchen?"

Sie wartete nicht lange genug um zu sehen, wie er seinen Gehstock drohend hob. In wenig mehr als einer einzigen Bewegung drehte sich Lily um hüpfte über den Zaun, wieder einmal die Straße hoch laufend. Der Zauberer rief ihr hinterher, aber seine Stimme verblasste bald wegen den Rufen von der Straße. Der Himmel war ziemlich dunkel, aber die Spiegelungen von Dutzenden Zaubersprüchen konnten in den Wolken gesehen werden.

Die Straße wurde wieder eng und staubig, bis Lily ihr Tempo etwas reduzierte. Die Dunkelheit ließ ihr Gewissen prickeln, aufgrund ihres Versprechens zu James, aber sie konnte jetzt nichts dagegen tun. Sie hatte versucht in den Gang zu kommen, oder? Jedenfalls würde sie bald im anderen Tunnel sein.

„Bode! Mandela!" rief eine nahe Stimme plötzlich - von einer Straße, die auf ihren Pfad traf, schätzte Lily. Sie wurde sofort langsamer, bewegte sich hinter einen Baum neben dem Pfad. Ein paar Sekunden später erschienen drei Zauberer und eine Hexe auf der Straße vor ihr, schnell gehend. Ein Zauberer, ein silberhaariger Mann mit einem Ziegenbart, war der Sprecher und er bellte den anderen drei Befehle zu: „Du nimmst diese Straßen. Robards, du schließt dich Gibbon am westlichen Ende an. Niemand flieht, alles klar?"

Sir, " gehorchte einer der Zauberer - vermutlich Robards. Er begann die Straße in Lilys Richtung hinunter zu joggen. Die Appariationsfesseln mussten verhindert haben, dass er magisch zum anderen Ende der Straße reiste und obwohl die Dunkelheit und der Baum sich zusammenschlossen um sie vor Blicken zu schützen, als Robards vorbeilief und der silberhaarige Zauberer fortfuhr den anderen zwei Befehle zu zu bellen, lehnte sich Lily gegen den Stamm und seufzte.

Scheiße."

(Stille)

Wie still die Ländereien nach Einbruch der Dunkelheit wurden.

Es kam Severus in den Sinn, als er aus seinem Versteck zwischen einer verstreuten Baumgruppe westlich vom Schloss herausschlüpfte, dass die Schule ein viel spannenderer Platz war, wenn seine Klassenkameraden sich für den Abend in ihre Schlafsäle und Gemeinschaftsräume zurückgezogen hatten. Ohne die langweiligen, ignoranten und leeren Plaudereien seiner Altersgenossen hatte Hogwarts ein ganz anderes Wesen. Vielleicht war dies der Grund, warum er die Kerker der Großen Halle und die Bibliothek dem Gemeinschaftsraum vorzog.

Der Himmel wurde dunkler und dunkler. Der Mond würde bald oben sein und das war die Zeit, zu der Black meinte, dass er in der Lage sein würde, in die Peitschende Weide zu kommen.

Severus blickte durch die Baumspitzen in den dämmerigen Himmel und fühlte, wie er lächelte. Er war jetzt fast dort. Nach all den Jahren blieben nur noch Minuten…

Er konnte fast James Potters Gesichtsausdruck sehen, wenn er herausfand… herausfand, dass er es wusste

(Idee)

Scheiße."

Die Stimme des befehlenden Auroren schwand - er schien sich zurück auf die Hauptstraße zu bewegen. Der andere Zauberer und die Hexe blieben jedoch stehen und Robards war dabei zum anderen Ende der Straße zu laufen. Wie im Himmel sollte Lily zurück zum Schloss kommen?

„Scheiße, scheiße, scheiße…" flüsterte sie. „Okay. Okay, fang dich, Lily. Beruhig dich. Du kannst das."

Sie blickte sich um und dann - als sie eine Lücke zwischen zwei Läden entdeckte - entwickelte Lily eine Idee so gut wie möglich. Sie blickte um den Baumstamm um sicher zu gehen, dass der Weg frei war und sprintete dann schnell zwischen die zwei Läden. Ein hölzerner Zaun versperrte ihr den Weg, aber eine Leiter erschien nach einer Bewegung ihres Zauberstabs und Lily kletterte hinüber, auf der anderen Seite mit einem ungemütlichen Uff zu Boden fallend.

Sie kam schnell auf ihre Füße, zusammenzuckend, als sie etwas Gewicht auf ihr Fußgelenk verlagerte, jedoch schnell alle Gedanken an Schmerzen wegwischend. Sie hatte nicht viel Zeit.

Sie bewegte sich aus der Gasse und auf die Hauptstraße und fand sich wieder zwischen einem Wohnhaus und einem der schlechteren Umhangläden. Die Straße war voller Zuschauern, die alle die Straße hinunter auf das Spektakel im Laden der Harpers starrten. In der drückenden Menge sah Lily jedoch sehr wenig und sie hatte keine Zeit um für einen besseren Blick dort zu bleiben. Sie schob ihren Zauberstab in die Tasche ihrer Umhänge und versuchte sich durch die Masse der Dorfbewohner zu schieben, die alle ihre Hälse reckten um einen besseren Blick auf Aufregung zu bekommen.

„Jeder rein in die Häuser!" rief ein Auror, als er die Straße hoch und runter rann, aber niemand schenkte ihm viel mehr Beachtung, als Lily bekam, als sie sich durch die Menge duckte, sich gegen den generellen Drang der Menge so schnell wie sie konnte bewegend. „Nach drinnen! Drinnen!" rief der unglückliche Auror, nutzlos Funken in die Luft sprühend. „Geht in die Häuser! Für eure eigene Sicherheit, bitte bewegt euch in die Häuser!"

Etwa ein Drittel der Zuschauer bewegte sich halbherzig zu ihren Wohnungen, jedoch taten dies nicht die meisten Trotzdem konnte sich Lily recht schnell bewegen, solange sie sich nahe zu den Ladentüren bewegte - hoffentlich schnell genug um den Robards Zauberer zu schlagen…

Lily war mit den Ellbogen geboxt, getreten und auf die Füße getreten worden, bis die Menge sich verlief und die Läden weniger wurden. Hier trennte sich die Straße in drei Richtungen - eine führte nach Süden (Lily wusste nicht, wohin), eine führte zur Heulenden Hütte und die letzte - der Pfad, der sich direkt vor ihr ausstreckte - führte zum Hogsmead Bahnhof. Der Auror, der hier aufpassen sollte, war noch nicht angekommen und Lily sprintete den mittleren Pfad hinunter.

(Jetzt)

Es würde bald passieren.

Remus atmete tief, und zwang sich, irgendetwas anderem als der direkt bevorstehenden Verwandlung Aufmerksamkeit zu schenken. Noch unbehaglicher war die Abwesenheit der anderen Rumtreiber - normalerweise waren sie zu dieser Zeit schon da und er konnte nur hoffen, dass die Tatsache, dass sie noch nicht da waren, kein Anzeichen für Probleme war. Trotzdem, wenn auch ungewöhnlich, waren späte Ankünfte nicht ganz ungewöhnlich: sie würden bald da sein. Das waren sie immer.

Der Staub lag dick auf den hölzernen Parkettbrettern und Remus begann Muster mit seinem Finger zu zeichnen. Draco dormiens nunquam tittilandos, schrieb er. Dann schreib er darunter Moony war hier und es ließ ihn ein bisschen grinsen, weil es die Art kindische Sache war, die Sirius tun würde. Er wischte die letzten zwei Wörter weg und ersetzte sie mit Contra Mundum. Unter diese Worte malte er einen Kreis in den Staub - den Mond, schätze er, weil das immer in seinem Hinterkopf war - und dann, um sich abzulenken, malte er zwei Punkte als Augen und eine gewölbte Linie als Mund in die Form. Es war wirklich fast ein Oval, reflektierte er.

Die Hütte quietschte im wehenden Wind und Remus fragte sich vage, ob es wieder Regen geben würde. Das Gesicht, das er gemalt hatte, starrte zu ihm auf.

De nihilo nihil, schrieb er - das war etwas, was er zuvor gelesen hatte. Als er seinen Finger hochhob, hing der Staub des Bodens an ihn, sanft wie Seide. Wenn er genau schaute, konnte er jedes einzelne Grau, jedes einzelne Korn sehen. Warum hingen sie überhaupt so zusammen?

Remus hielt seine Hand flach und verschmierte mit seiner Handfläche das Bild und die meisten der Wörter. Er wünschte, er hätte seine Armbanduhr mit sich, sodass er die genaue Minute wüsste, aber selbst ohne, war ihm sehr bewusst, dass das, was passieren würde, passieren würde, bald - in Minuten. Nur Minuten waren verblieben. Sein Magen drehte sich in dunkler Erwartung, und sein Kopf dröhnte und wenn bloß die Fenster nicht vernagelt wären, könnte er vielleicht den Himmel sehen.

Nihil, las seine Beschriftung jetzt.

Ein schneller Schmerz schoss durch seinen Magen und Remus hielt sich ächzend die Seiten. Dieses Mal verschwand die Qual nicht. Sie wuchs und verbreitete sich und er drückte sich mit seinen Füßen gegen die Wand. Ein vertrauter Schmerz drückte gegen seine Knochen und Muskeln und seine Haut. Er keuchte nach Luft.

Es begann jetzt.

Sirius stolzierte kurz vor neun Uhr in den Jungenschlafsaal.

„Wo zur Hölle warst du?" wollte James wissen, der sofort von seinem Bett aufsprang. Sirius grinste jedoch und schien nicht von dem Aufruhr seines Freundes besorgt. „Moonys Verwandlung ist in ein paar Minuten! Du hast den Umhang, oder?"

„Ich habe ihn, " bestätigte Sirius, zog den Tarnumhang aus und ließ ihn auf einen Stuhl fallen. Sein Gang war uneben und schien viel zu entspannt: James erkannte einen Moment später, warum.

„Bist du betrunken?" fragte er seufzend.

„Kaum."

„Es ist nicht sicher, wenn du betrunken bist, " sagte Peter. Er hatte auf seinem eigenen Bett gelegen, aber setzte sich bei Sirius Ankunft auf. „Weißt du noch, was das letzte Mal passiert ist?"

„Ich bin bloß ein bisschen angetrunken, das ist alles, „ begann Sirius, seine Augen verdrehend. „Danke für deine Besorgnis, Oma, aber…."

„Ist egal, " unterbrach James. „Wir rufen dir ein bisschen Kaffee herbei…" Er tat dies mit einem Schwung seines Zauberstabs und durchquerte dann den Raum um ihm den Kelch zu reichen. „Trink das. Wir verpassen die Verwandlung, aber das geht schon klar."

Sirius ließ einen lauten, bellenden Lacher ertönen. „Wir verpassen heute mehr als das, Prongs."

„Was meinst du damit?" wollte Peter wissen.

Sirius' Grinsen wurde noch breiter. „Ich bin ein Genie, " sagte er. James konnte nicht anders, als auch ein bisschen zu grinsen.

„Was hast du getan, Genie?"

„Ich hab Snape." Sirius nahm einen Schluck Kaffee. „Ich weiß jetzt, wie ich mich räche."

„Super, " antwortete sein Freund. „Aber das kann bis morgen warten. Heute Nacht müssen wir…"

„Nein, nein." Padfoot setzte sich auf den Stuhl, über den er den Umhang geworfen hatte. „Ich hab es schon getan. Es ist bereits getan. Tatsächlich…" er warf einen Blick auf seine Uhr. „beginnt Phase zwei jede Minute."

Er wollte so schnell wie möglich zu Remus kommen, aber die Tatsache, dass Sirius endlich Gefallen an etwas (irgendetwas) zu finden schien, lenkte James schließlich ab. Es schien eine Ewigkeit, seit Sirius ehrlich glücklich gewirkt hatte. Er spiegelte den Ausdruck seines Freundes und setzte sich ebenfalls hin. „Tja, dann lass mal hören. Was ist die brillante Rache?"

Sirius nahm eine weiteren Schluck Kaffee, wahrscheinlich um die Spannung aufrechtzuerhalten. Als er den Kelch auf den Schreibtisch gestellt hatte und seinen Stuhl so bewegt hatte, dass er die anderen zwei richtig ansehen konnte, tanzten seine Augen mit Glück. „Ich hab es Snape gesagt."

Die anderen warteten und als keine Erklärung kam, fragte James verwirrt nach: „Du hast ihm… was gesagt?"

Sirius atmetet und führte dann mit unbesiegbarer Zufriedenheit aus: „Ich habe ihm das gegeben, was er immer wollte. Ich habe ihm gesagt, wie er in die Peitschende Weide kommt."

James verstand nicht, sein Lächeln war noch nicht ganz verblasst, als er sagte: „Sei nicht blöd, Sirius. Was hast du wirklich gemacht?" Aber als die Worte entschlüpften, begann er den Ausdruck auf Sirius' Gesicht zu lesen. Es war kein Witz.

„Denk mal darüber nach, Prongs!" sagte Sirius enthusiastisch. „Er wird darunter gehen, durch die Weide kommen, Moony sehen und - kannst du dir das vorstellen? Kannst du dir sein Gesicht vorstellen?" Sirius war so absorbiert in seine Amüsiertheit, dass er komplett die Veränderung von James' Gesichtsausdruck verpasste.

„Padfoot, " flüsterte er halb, auf seine Füße kommend. „Du… du machst Witze, oder? Das ist ein Witz. Das muss ein Witz sein…"

Weil es nicht wahr sein konnte

„Was ist los mit dir, Prongs?" schnaubte Sirius nach einem weiteren Schluck Kaffee. „Schniefelus wird…"

„Sag mir, dass du Witze machst, " befahl James durch zusammengebissene Zähne. Sirius sah ihm trotzig in die Augen.

„Mache ich nicht. Ich habe Schniefelus gesagt, wie er durch die Peitschende Weide kommt." Er bemerkte zum ersten Mal, dass Peter ihn anstarrte - nicht mit Bewunderung oder Amüsiertheit, sondern mit Schock… sogar Horror. „Was ist los mit euch zwei?"

James ignorierte die Fragen komplett. Er bewegte sich schnell zum Fenster und spähte raus zum bewölkten, dunklen Himmel. „Scheiße, " fluchte er, und schnappte den Umhang von Sirius' Stuhl.

„Hey!" protestierte der leicht verdrängte Padfoot. „Hey, Prongs! Was tust du da?"

James, der bereits halb zur Tür war, schwang herum. „Du hast es Snape gesagt?" reif er. „Du schwörst zu Gott, dass du ihm gesagt hast, wie er zu Moony kommt?" Sirius Gesichtsausdruck war die Bestätigung. „Warum? Was in Merlins Namen würde dich dazu veranlassen, das zu tun?"

Sirius starrte verwirrt zwischen James kalter Wut und Peters geschockter Angst hin und her. „Was meinst du mit ‚Warum'? Du weißt warum… er ist Schniefelus. Er ist…"

„Er wird bald von Remus gebissen, das wird er!" brüllte James und der Schlafsaal schien zu schrumpfen. Die Luft wurde eng. Neben James schien alles klein, still und nervös und nie - nicht einmal in sechs Jahren - hatten Sirius oder Peter ihn so gesehen. „Hast du eine Ahnung…? Eine verdammte Ahnung, was das bedeutet? Moony könnte ins Gefängnis kommen… er könnte getötet werden - jeder von ihnen könnte…" Er wollte den Umhang anziehen, aber Sirius hielt ihn auf, einen Arm packend.

„Wohin gehst du, Prongs?"

„Was zur Hölle denkst du? Ich gehe runter um das zu stoppen!"

Wie still die Ländereien nach dem Einbruch der Dunkelheit wurden, dachte Lily.

Sie schleppte sich den Weg hoch zum Schloss, müde und erhitzt, aber dankbar, dass sie genug Glück gehabt hatte, durch die Pforten zu kommen, bevor sie schlossen.

Der Himmel war jetzt ziemlich dunkel und Lily hatte nicht die Energie sich Gedanken darum zu machen, wie sie zurück ins Schloss kommen würde. Sie hatte schließlich die Karte der Rumtreiber - die sollte ihr einen Weg ins Schloss liefern. Jedenfalls würde sie sich darüber Gedanken machen, wenn sie näher an der Schule war. Sie würde sich auch dann überlegen, was sie James sagen sollte und was sie mit Luke machen sollte und was sie Lathe sagen würde, wenn er sie wieder befragen sollte. Später. Nicht jetzt. Jetzt musste sie nur die kühle Luft auf ihrem Gesicht und die Stille der Landschaft von Hogwarts.

Es ging alles so vor sich, wie Black sagte, dass es gehen würde. Severus berührte den Knoten auf den Wurzeln ohne von der Weide zu Tode geschlagen zu werden und - wie versprochen - fror der Baum sofort ein. Die Lücke war da, bereit und wartend auf ihn und Schmutz von seinen Knien wischend, wagte Snape den Sprung.

Die Landung war hart und ungemütlich und er verletzte seine Hände, als er nach vorne rutschte. Als er zu einem rutschenden Halt am Boden kam, stöhnte Snape ein bisschen, aber schüttelte seinen Schmerz ab und stolperte auf seine Füße. Er musste sich zuerst ducken, damit er nicht seinen Kopf gegen die niedrige, unebene Decke schlug, aber als der Tunnel sich vor dem Slytherin ausstreckte und er sich hastig durchgewebte, wurde das Manövrieren leichter.

Severus hatte keine klare Idee, wie lange er sich durch den Gang bewegte, er rutschte zwei Mal aus, fühlte es aber kaum und bewegte sich ohne zu Zögern weiter. Seine Füße schienen wie von selbst zu laufen, seine Hände waren ausgereckt um sich zu balancieren, obwohl er dies nicht bewusst tat. Sein Herz schlug wild vor Aufregung.

Der Nervenkitzel, dieses Hochgefühl - er hatte nur einmal etwas Ähnliches gefühlt, und dann war er beinahe zu nervös, zu wutentbrannt gewesen, um es zu genießen. Jetzt hatte er Zeit, jede Menge Zeit, um es zu genießen.

Der Tunnel neigte sich nach oben, steiler und steiler, er kletterte beinahe. Seine Socken waren durchnässt und unter seinen Fingernägeln war Matsch. Steiler und steiler bergauf. Er bewegte sich zu schnell - seine Hände wurden geschnitten. Alles war schwarz. Schwarze, kalte, abgestandene Luft.

Dann stoppte der Pfad. Eine niedrige Falltür lockte ihn.

Aufregung, Angst, Erwartung - er konnte nicht atmen.

Dann -

Snape!"

Sein Nachname erklang, echote von einer weit entfernten Quelle, die Severus nicht wiedererkennend musste um sie zu identifizieren. Snape zog seinen Zauberstab (wann hatte er ihn weggesteckt?), erleuchtete ihn und sah sich um. Er war noch immer alleine.

Snape!"

Er konnte trampelnde Fußgeräusche hören. Er musste sich beeilen.

Mit seinem Zauberstab, drückte Severus die Falltür auf und mit der steinernen Wand drückte er sich hoch. Die Stimme vom Tunnel wiederholte sich nicht.

Die weite Wiese begann ebener zu werden, als Lily nach Norden am See vorbeilief. Hogwarts - auf seiner Thron-ähnlichen Erhöhung - schimmerte blau im Mondlicht, ein Kontrast zu den dunklen Wolken, die um sie herumschlangen. Mit ihrem Tempo brauchte sie noch etwa zehn Minuten bis zum Schloss und vielleicht hätte sie sich etwas beeilen sollen, aber Lily hasste den Gedanken, dann die Entscheidungen zu fällen, die sie für ihre Ankunft geplant hatte. Also schlenderte sie mit Händen in den Taschen weiter, mit dem großen weißen Mond als ihre einzige Laterne.

Severus bemerkte, dass er in einem Raum stand - einem großen, staubigen, verwüstenden Gemeinschaftsraum. Die Fenster waren alle vernagelt und er war alleine. Außer dem Quietschen des Holzbodens, als er vorsichtig über ihn lief, war das Haus still, komplett still für mehrere Sekunden.

Dann kam von oben (die Treppe war klapprig und zum größten Teil zerstört) ein Krachen und Severus zuckte zusammen.

Sein Zauberstab bereit, spähte er die Treppe hoch, sich langsam in diese Richtung bewegend.

Er erschien oben an den Treppen - grau, riesig und knurrend. Ein Werwolf.

Die Kreatur sah ihn, keine Frage und Severus wusste, warum es ihn nicht direkt angriff - es gab kein Bedarf. Sie konnte die Distanz zwischen ihnen innerhalb Sekunden schließen… es gab keine Möglichkeit, dass er, Severus, die Falltür erreichen würde, bevor das Monster (Remus Lupin!) ihn erreichen würde.

Er war für mehrere Sekunden wie eingefroren, blind zu allem, außer dem Monster oben auf der Treppe, das seine Zähne genüsslich entblößte. Dann passierten mehrere Dinge auf einmal.

In dem Moment, in dem der Wolf begann sich zu bewegen – dabei, zum ersten Stock hinunter zu springen - hob Severus seinen Zauberstab um anzugreifen und, gleichzeitig packte eine Hand Snapes Arm und zog ihn gewaltsam zurück.

Der Wolf landete krachend nur wenige Zentimeter von dort entfernt, wo Sev davor gestanden hatte. Der Slytherin war durch die Kraft, mit der sein Verteidiger ihn zurückgezogen hatte, hingefallen. Er rutschte über den staubigen Boden.

„Die Tür!" rief die Stimme von James Potter.

Automatisch versuchte Snape zu protestieren, aber er realisierte schnell, dass Streit unklug war. Der Wolf stabilisierte sich wieder nach dem Sprung und schwang eine seiner gigantischen Pfoten in die Richtung der zwei Zauberer. Potter zog Snape wieder zurück, aber dieses Mal entfernte er Severus nicht schnell genug von der Stelle. Die Klauen des Monsters rissen in seinen Unterschenkel, als ob er aus Seide wäre.

Mit einem lauten reißenden Geräusch zog den Wolf sich zurück, Blut und Fleisch mit sich zerrend.

Severus schrie vor Schmerzen und James zog ihn wieder, etwas schreiend, was Snape nicht verstand.

James trat die Falltür auf und warf Snapes leblose, gequälte Form beinahe in den Tunnel. Remus, der Wolf näherte sich schnell und James warf ihm einen Schockzauber entgegen.

Der Werwolf hielt benommen inne und fiel dann in einem krachenden, staubaufwirbelnden Haufen zu Boden. James sprang zu dem stöhnenden Snape in den Tunnel.

Er atmete tief, versuchte darüber nachzudenken, was er als nächstes tun sollte. „Würdest du die Klappe halten?" bellte der Gryffindor zu Snape. „Ich versuche zu denken."

Aber Snapes Bein blutete stark und er ignorierte James. Wie es sich herausstellte, hatte er auch nicht viel Zeit um nachzudenken. Ein polterndes Geräusch, gefolgt von Knurren sagte ihnen, dass Remus vom Schockzauber aufwachte, da sein Effekt wegen der Größe und Kraft des Ziels minimiert waren. Panisch packte James die Seite der Steinwand und versuchte die Falltür zuzuziehen. Es war zu spät.

Remus schwere Tatze hielt die Holztür offen gegen den Hüttenboden gepresst. Seine gelben Augen fixierten James und er bereitete sich auf den Sprung vor.

Stupor!" rief James wieder, er wartete nicht lange genug um die Folgen zu sehen. James ließ sich wieder zum Tunnel fallen und richtete seinen Zauberstab auf Snape.

„Sorry, aber ich habe keine Wahl, " murmelte er, bevor er hinzufügte: „Stupor."

Snape hörte schließlich auf zu stöhnen, als er bewusstlos wurde. James duckte sich und warf mit adrenalinunterstützter Hast den Slytherin über seine Schulter. Er schloss seine Augen und erlaubte der Welt um sich herum für einen Moment still zu werden, während er sich konzentrierte.

Ein vertrautes Gefühl packte seine Muskeln, ließ sie zittern und dann sich ausbreiten, als ob er gerade eine schwierige Dehnübung (mal zehn) absolvieren würde. Er fühlte wie sein Haar wuchs, seinen Nacken kitzelte und sein Herzschlag wurde ganz leicht langsamer. Seine Körpertemperatur stieg an und für einen Moment waren seine Gedanken unverständlich.

Dann wurde sein Kopf wieder klar und er sprintete den Tunnel hinunter, Snape noch immer auf seinem Rücken. Jedoch war, als er rann, das Geräusch auf dem Steinboden nicht das der Sportschuhe, sondern das von Hufen.

Lily war jetzt nah. Sie hatte die Karte der Rumtreiber aus ihrer Tasche gezogen und suchte nach einem Geheimgang ins Schloss. Es gab einen Ort bei den Hofmauern, der so aussah, als ob er funktionieren könnte, aber sie konnte sich nicht sicher sein, bis sie es versucht hatte und es gab keinen Hinweis, wie sie hineingelangen würde. Im schlimmsten Fall könnte sie sich vielleicht durch ein Schlafsaalfenster schweben…

Lily steckte die Karte wieder zurück in ihre Tasche und fuhr fort über die Wiese zu gehen. Sie war an einer solchen Stelle, dass jeder, der aus seinem Fenster sah, sie leicht sehen würde und wenn sie in einem niedrigen Stockwerk waren, sie sogar leicht identifizieren könnte (tja, das rote Haar half nicht).

Wirklich, Hogwarts war wunderschön nachts - als Ganzes. Das dunkle Schloss, der scheinende See, die perfekt ruhende Peitschende Weide…

Warte…

Was?

Nie in ihren sechs Jahren hatte Lily die Peitschende Weide perfekt ruhend gesehen. Relativ ruhig, ja, aber nie stockstill.

Vielleicht fünfzig Meter vom Baum entfernt hielt Lily an um sicherzugehen, dass sie richtig gesehen hatte und das hatte sie. Der Baum stand dort eingefroren, wie eine Statue. Verwirrt näherte sich Lily langsam. Dann -

„Was zur Hölle…?"

Etwas erschien an der Baumbasis und selbst im vollen Mondlicht konnte Lily nicht ganz erkennen, was es war. Sie bewegte sich näher und sie konnte eine Schattengestalt erkennen, leblos, als es von den Wurzeln erschien, als ob der Boden es ausspuckte. Die Weide schauderte, was Lily zusammenzucken ließ, aber bevor sie begann, ihr typisches Umherwerfen fortzufahren, erfroren die Äste wieder einmal.

Das Ding - Oh, Gott, es sah aus wie eine Leiche - war ganz aus den Wurzeln heraus und Lily wollte schon Näherkommen, als etwas anderes aus dem Baum erschien. Es war - tja, sie hatte keine Ahnung, was es war, außer weiß. Sehr, sehr weiß.

Bevor das weiße Ding (Kreatur?) ganz zu Tage getreten war, schien das Glühen, was es umgab, zu verblassen und nur eine weitere Schattengestalt verblieb. Diese bewegte sich jedoch leichter als die andere, sich selbst aktiv auf das Gras ziehend. Die Weide schüttelte sich wieder, aber die zweite Figur schien den Baum zu schlagen und er erfror ein weiteres Mal.

Die zweite Figur (eine Person, männlich, ein Schüler, dachte sie, dass sie feststellen konnte) stolperte auf seine Füße und packte die erste Person an den Armen und zog sie zum Schloss. Die Leute - wer auch immer sie waren - sahen Lily überhaupt nicht. Sie öffnete ihren Mund, mit voller Absicht, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, als ihr eine bessere Idee kam und sie sich an die Karte erinnerte. Mit zitternden Händen zog Lily sie wieder aus ihrer Tasche.

James Potter und Severus Snape.

Lily keuchte.

Sie ging schnell, fast hinter ihnen her joggend und war wieder einmal kurz davor, ihnen hinterherzurufen, als sie einen weiteren Blick auf die Karte erhaschte. Ein dritter Punkt (abgesehen von ihrem) war aufgetaucht und kam aus der Peitschenden Weide hervor.

Remus Lupin.

Lily wirbelte herum. Die Weide schien wieder zu beben und sie war sich nicht ganz sicher, dass sie aus Reichweite war. Es schien jedoch nicht wieder einzufrieren und für eine Sekunde machte sich Lily Sorgen um Remus.

Warte - Remus? War er nicht für den Rest des Wochenendes nach Hause…?

Lily!"

James' Stimme brüllte ihren Namen und sie drehte sich schnell um. „James, was zur Hölle ist…?"

„Lily, " unterbrach James mit Panik und Wut und Angst in seiner Stimme. „Renn!"

„Worüber sprichst…?"

Aber sie lernte genau, worüber James sprach, ohne dass er selbst ein Wort sagen musste. Ein lautes, gänsehautproduzierendes Heulen hallte über die Ländereien und Lily sah über ihre Schulter. An der Peitschenden Weide stand - stand etwas… sie konnte nicht ganz…

Der Baum schlug um sich und das Ding sprang aus seiner Reichweite und Lily erkannte genau, was es war.

Die Puzzleteile fielen an ihren Platz. Lily packte ihren Zauberstab und folgte James' Anweisungen, auf ihn zu sprintend.

Remus. Wolf. Snape. James. Die Weide. Werwolf. Remus.

Oh, Gott.

James hatte nun lange Snapes anscheinend bewusstlosen Körper fallengelassen und zu Lilys Horror rannte er nun… nicht vom Wolf weg, sondern direkt auf ihn zu.

James!"

Bring Snape zum Schloss und warte auf mich!" schrie James, als er an ihr vorbeilief. Lily, die noch fünf oder sechs Schritte von Snape entfernt war, hielt an und drehte sich um zu schauen, was James dachte, dass er gegen einen Werwolf erreichen konnte (selbst einen, der vielleicht sein bester Freund war), aber James war weg. An seiner Stelle galoppierte die gigantische weiße Kreatur, die Lily zuvor erspäht hatte.

Ein Hirsch.

Scheiße."

Lily stolperte zu Snape. Sein Bein blutete und er war bleich. Sie fiel auf das Grass neben ihn, panisch auf sein Gesicht tappend und murmelnd. „Wach auf, wach auf, wach auf, Sev, bitte…"

Hätte sie etwas klarer gedacht, hätte sie Magie verwendet, aber Lilys Aufmerksamkeit war zwischen ihrem bewusstlosen Freund und dem Werwolf und dem Hirsch hin und her gerissen, die ein Zwischending zwischen Spielen und Kämpfen zu tun schienen, während sie Attacken des Baumes ausweichen mussten. Also richtete Lily stattdessen ihren Zauberstab auf Snape und sagte „Wingardium Leviosa".

Sein Körper wurde steif und hob wenige Zentimeter vom Boden ab. Lily stolperte auf ihre Füße und zog den schwebenden Snape so herum, dass er sich vor sie bewegte. Sie erreichenden kurzen Pfad zum Schloss hoch, aber Lily ging nicht weiter. Sie führte ihren Zauberstab - und damit auch Snape - den Pfad hoch und ließ ihn so sanft wie möglich nahe der nächsten Schlosswand fallen. Dann drehte sie sich zurück zur Peitschenden Weide.

Ihr Herz hüpfte ein wenig, als sie realisierte, dass sowohl James (als Hirsch), als auch Remus (als Wolf) verschwunden waren.

„Scheiße, " fluchte sie wieder. Ihre Hände flogen zu ihrer Stirn und sie versuchte, ihr Atem unter Kontrolle zu kriegen. Was als nächstes? Was als nächstes? Wo war James? Wie konnte er…? Und Remus…? Und…

Und die Karte.

Lily riss sie wieder aus ihrer Tasche und suchte auf der Karte nach irgendeinem Zeichen von James oder Remus. Jedoch erschien keiner von ihnen. Lily sah hoch zur echten Peitschenden Weide. Sie schauderte und begann dann zu schwingen.

Natürlich - sie mussten wieder zurück unter den Baum gegangen sein. James musste Remus dort bewacht haben… als ein Tier war er nicht in Gefahr, verwandelt zu werden… natürlich… aber Snape - wie passte Snape in…?

Lily drehte sich um und eilte den Pfad so schnell hoch, wie sie konnte. Snape lag dort, als ob er auf dem Gras schliefe und als sie neben ihm kniete, überprüfte sie die Wunde auf seinem Bein, zum ersten Mal erkennend, was sie vielleicht bedeuten könnte. Blut pulsierte in ihren Ohren, als sie die zerrissenen Fetzen seiner Hosen bewegte um den Schnitt zu sehen.

Es waren jedoch keine Zahnabdrücke. Es waren Kratzer.

Lily wedelte zwei Mal mit ihrem Zauberstab, was zwei weiße Handtücher beschwor, die sie schnell um den blutenden Teil seines Beins wickelte. Sie überprüfte seine Augen und bemerkte, dass sie nicht unnormal wirkte… er schien nicht in Ohnmacht gefallen zu sein… es schien eher, als ob er geschockt worden war…

Der Slytherin begann sich zu rühren und Lily erkannte, was passiert gewesen musste. Sie deutete mit ihrem Zauberstab auf ihn.

„Sorry, " murmelte sie. „Aber ich denke, du sollst schlafen."

Sie schockte ihn nicht, sondern sprach stattdessen einen schnellen Schlafzauber. Er würde länger wirken und etwas komfortabler für ihn sein. Dann überprüfte sie wieder die Karte. Ein Pfad ging von der Peitschenden Weide aus, aber er brach ab, bevor er irgendein erkennbares Ziel erreichte und wenn James Remus tatsächlich in diesen Gang geleitet hatte, waren sie nicht mehr auf der Karte sichtbar.

Lily setzte sich hin und fuhr mit einer Hand durch ihr Haar, was vor Schweiß feucht war und an ihrer Stirn klebte. Dunkle Wolken über ihr drohten mit baldigem Regen, aber der Mond war noch immer sichtbar.

Sie war sich nicht sicher, wie lange sie dort saß - in den Himmel starrend - aber es waren wahrscheinlich nicht mehr als ein paar Minuten. Dann sah sie wieder runter auf die Karte und sehr zu ihrer Erleichterung war James wieder erschienen. Sie kam auf ihre Füße und streckte sich um ihn zu sehen, als er von der Peitschenden Weide auftauchte, aber ihre Sicht war verstellt und sie sah ihn nicht, bis er halb über die Wiese war. Er war noch immer in Hirschform und als er sich dieses Mal verwandelte, sah sie, wie es passierte.

Die fast blendende Weisheit verblasste zuerst, dunkler und dunkler werdend, als die Beine und Muskeln der Kreatur ihre Form verwandelten, sein Kopf schrumpfte, die lange weiße Mähne schrumpfte und wurde schwarz und Galoppieren wurde rennen. Als er den Pfad erreicht hatte, war dort nur James Potter, kein Hirsch… keine (und dieser Gedanken kam Lily zum ersten Mal) Krone (AN: übersetzt Prongs).

„James, " atmete sie, als er sie erreichte, der Schweiß auf seinem Gesicht schimmerte und seine Kleider klebten an ihm. „Bist du okay? Was…?"

„Ich hab die Tür offen gelassen, " murmelte James abgelenkt, sich neben Snape niederkniend und sein Bein untersuchend. „Es war dumm, aber ich habe nicht gedacht… es war nur… jedenfalls ist er entkommen und dann musste ich… du hast das gemacht? Mit der Wunde?" Er deutete auf die Verbände, die Lily beschwört hatte.

„Ja. Aber James, d-d-du machst keinen Sinn. Was ist passiert? Das - das war… der Wolf… es war…" James sah erwartungsvoll zu ihr. „Das war R-Remus, oder?"

Er nickte stumm. „Er ist jetzt in der Hütte eingesperrt, " erklärte der Rumtreiber vage. „Er wird nicht wieder rauskommen."

„Ich verstehe nicht, " atmete Lily, als James die Tücher entfernte und seinen Zauberstab auf die Schnitte deutete. „Wie hat Severus ihn gefunden?"

James antwortete nicht. „Was tust du hier draußen, Lily? Du hast versprochen, du würdest wieder vor Dunkelheit im Tunnel sein."

„Der Tunnel wurde von den Auroren blockiert, " sagte Lily ungeduldig. „Wie hat Sev…?"

„Die Auroren?" fuhr James sie an und blickte zu ihr auf. „Welche Auroren?"

Lily erkannte ihren Fehler, aber es war zu spät. „Die… die Auroren im Dorf." Und, weil es keinen Grund gab, es noch weiter zu bestreiten, „Die, die gesendet wurden um Logan Harper zu fangen."

James starrte sie an. „Deshalb bist du… deshalb musstest du zu Harper…"

„Er wollte zu Logan, ich musste…"

„Du hast mich angelogen…"

„Habe ich nicht!"

„Tja, du hast mich getäuscht…"

„James, jetzt ist nicht die Zeit dafür, " erinnerte Lily ihn. „Und da ich gerade gesehen habe, wie du dich in ein gigantisches weißes Pferd verwandelt hast…"

„Hirsch."

„Was auch immer - ich denke nicht, dass du mir einen Vortrag über Ehrlichkeit halten solltest!" James war für ein paar Momente still. Er entfernte mit Lilys Tüchern das Blut von Severus' Bein. „Er sollte zum Krankenflügel gehen, " merkte sie an. „Werwolfkratzer sind…"

„Ich weiß, " unterbrach der andere. „Ich bringe ihn dorthin. Ich.. ich will einfach nicht, dass es zu schlimm aussieht, wenn Madam Pomfrey es sieht. Ich…"

James, du blutest!"

Lily bemerkte den großen Riss hinter einer von James' Schultern - ein deutlicher Abdruck von Klauen.

„Ich hatte schon Schlimmeres, " sagte James kurzangebunden. „Aber ich brauche deine Hilfe beim Versuch, das zu heilen, bevor ich Snape zu Madam Pomfrey bringe. Ja?"

„Ich weiß nicht, wie man Werwolfkratzer heilt…"

„Dann schätze ich, ist es gut, dass ich das tue. Jedenfalls passabel. Schau einfach zu, ja?"

Lily hatte ihn nie so schroff reden gehört - und das sagte etwas. Sie hörte und sah zu, während James die Schnitte auf Severus' Bein schloss, währenddessen sie versuchte, alles in ihrem Kopf zusammenzustückeln.

„Okay, " flüsterte sie, „also ist Remus ein…. ein… ein…"

„Werwolf."

„Genau."

James nickte schwer.

„Und du bist ein - ein Animagus."

Er nickte wieder, mit seinen Augen auf Snape gerichtet und grimmigen Ausdruck.

Prongs, " stellte sie klar. „Aber - aber ich habe das Register gelesen. Du bist nicht darauf. Also… also bist du… unregistriert." Er widersprach er nicht. Moony, Wormtail, Padfoot und Prongs, dachte sie. Moony, Wormtail, Padfoot und Prongs. „Moony - das ist… das ist Remus? Wegen dem Mond. Weil er… Aber dann… Wormtail und Padfoot… das sind die Spitznamen für Peter und Sirius. Was…?" Sie hielt inne. „Sie verwandeln sich auch. Wie du. Stimmt das?"

James brauchte lange um zu antworten. „Peter ist eine Ratte, " sagte er schließlich. Lily wartete auf eine Erklärung über Sirius.

„Und… und Padfoot?" forderte sie ihn auf.

„Ein Hund, " wisperte er fast.

Die Haut von Snapes Bein war so gut wie verschlossen, ein tiefes Grummeln des Himmels sagte bevorstehenden Regen voraus. „In Ordnung, " sagte Lily. „Ich denke, ich kann deine Schulter richten… aber versprichst du, dass du Madam Pomfrey auch einen Blick drauf werfen lässt?"

„Nein."

„Aber…"

„Weißt du, in welchen Schwierigkeiten Remus kommen kann, einen Schüler angegriffen zu haben, geschweige denn zwei?" bellte James. Lily starrte ihn an - ehrlich gesagt hatte sie das ganze so nicht gesehen.

„Warum bringst du Snape dann überhaupt zu Madam Pomfrey?" fragte sie. „Du weißt, dass sie zu Dumbledore gehen muss."

James gestikulierte zu ihr, dass sie kommen sollte und seine Schulter richten sollte und sie gehorchte. „Es gibt zwei Gründe, " sagte er grimm. „Erstens hat Snape Remus gesehen. Er weiß, wie er durch die Weide und in die Hütte kommt. Es ist zu spät, irgendwas daran zu machen. Der zweite - tja, schau mal sein Bein an."

Lily blickte von ihrer eigenen Zauberstabarbeit an James weg. Snapes Schnitt entblätterte sich sehr langsam wieder und ein paar Tropfen von Blut tropften von ihm. „Warum passiert das?" fragte sie panisch.

„Du musst sie nach einer Weile immer wieder verschließen, " sagte James, als er wieder begann, an Snapes Bein zu arbeiten. „Es sind Fluchwunden."

Lily beendete das Schließen von James' Schulter. Sie fügte ein paar Verbände zur Sicherheit dazu und nähte dann seine Umhänge magisch wieder zusammen. „Du solltest Madam Pomfrey das sehen lassen, " bestand sie stur, aber er schüttelte seinen Kopf.

„Peter kann meine Wunde richten, " sagte er. „Vertrau mir - wir hatten jede Menge Übung." Der Rumtreiber kam auf seine Füße. „Lily, ich denke nicht, das ich das sagen muss, aber - was du heute gesehen hast, kannst du niemandem sagen."

Lily nickte. „Und was ist mit Sev…?"

„Ehrlich gesagt…?" James sah auf den Slytherin hinunter und atmete. „Ich habe keine Ahnung."

Es begann zu regnen.

„Geh zurück in deinen Schlafsaal, " kommandierte James halb. „Ich bringe ihn in den Krankenflügel."

„Du brauchst keine…?"

„Du kommst ganz leicht in den westlichen Innenhof. Die Tür geht mit dem Zauberspruch Aperio Magnus auf."

„James…"

Aber bevor sie das zu Ende sprechen konnte, was sie sagen wollte, wurden sie unterbrochen.

„Da bist du, Prongs, " sagte Sirius Black, als er sich ihnen näherte. „Was ist l… Evans, was machst du…?" Er bemerkte Snape und hielt inne. Lily sah, wie James' Gesicht sehr, sehr bleich wurde.

„Du solltest gehen, Lily, " sagte er und bewegte seinen Augen nicht von Sirius weg.

„James, was ist…"

Lily."

Seine haselnussbraunen Augen blitzten gefährlich und Lily wusste, dass es besser war, nicht zu kämpfen. Nach dem sie ihre Kapuze hochgezogen hatte um sich vom Regen zu schützen, drehte sie sich um und ging.

„Prongs, " begann Sirius, als sie alleine waren, er nahm einen Schritt nach vorne, aber James bewegte sich weg.

Nein, " fuhr er ihn an. „Nein, du bleibst verdammt noch mal weg von mir, Sirius!"

Der Regen wurde lauter und heftiger und James starrte kalt den anderen Rumtreiber an, der zu geschockt zum Sprechen schien.

„James…"

„Was zur Hölle hast du dir gedacht?" unterbrach James. „Verdammte Scheiße, was hast du dir gedacht? Snape töten? Snape ermorden? Remus in mehr Schwierigkeiten bringen, als ich überhaupt sagen kann… Evans war hier draußen - sie hätte… Snape hätte… Du wärst… Fuck, Sirius, was hast du dir gedacht?" Und seine Stimme wurde am Ende das kleinste bisschen sanfter, sodass Sirius den Mut hatte, näher zu schreiten.

„Ich war nicht… ich wollte nur… ich weiß nicht, ich war… Regulus und…"

„Und das Schlimmste, " sagte James bitter, als ob er Sirius' gescheiterte Versuche, seine Gedanken zu artikulieren nicht gehört hatte, „das Schlimmste ist, dass ich tatsächlich gedacht habe, dass du anders wärst… anders als Snape, als die Slytherins, als deine kaputte Familie. Ich dachte - dachte, du wärst einer von uns. Aber ich lag falsch, oder? Du bist nicht anders. Du bist genau wie sie."

„Halt den Mund!" befahl Sirius. Zurückblickend würde er nie wissen, was ihn als sagen ließ, was als nächstes kam, außer, dass die Wut und Angst zu lange in ihm gekocht hatten. Er fühlte, wie ein Schlüssel nach dem Schloss in seinem Kopf fühlte und als die Worte auf seinen Lippen formten, konnte er hören, wie sich eine Tür öffnete. Er wusste, was er sagte und er konnte die Wut in James Augen sehen, bevor sie dort erschien, aber er schritt bereits über die Türschwelle und über den Punkt, von dem an es keine Rückkehr mehr gab. „Du hast kein Recht das zu sagen, James. Gib nicht vor, dass du dir auch nur einen Gedanken über Snape machen würdest, wenn es nicht um sie ginge. Und nur, weil du dir Sorgen darüber machst, was sie denkt, hast du kein Recht…"

Eine einfache Bewegung, wirklich, die einfach, flüssige Bewegung seines Armes, der sich zurückzog und dann angetrieben durch Adrenalin nach vorne flog, bis seine eng gepackte Faust in Kontakt mit Sirius' Gesicht kam.

Sirius taumelte, stolpernd und auf seinen Rücken rutschend - auf das nasse Gras. James sah nicht dorthin, wohin sein bester Freund fiel; Snape kam wieder zu Bewusstsein. Der Rumtreiber hob den trunkenen Slytherin auf.

„Bleib verdammt noch mal weg von mir, " wiederholte er über seine Schulter, bevor er zum Schloss losging.

Kaltes Wasser in seinem Haar und ein Schmerz unter seinem linken Auge.

James' letzte Worte verblassten in seinem Kopf und Sirius hörte nichts als ein schweres Hämmern in seinen Ohren: sein Herzschlag. Kaltes Wasser in seinem Haar und ein Schmerz in seinem linken Auge. Langsam tröpfelte das Wasser seinen Hals hinunter… seine Schultern waren auch nass… der Kragen seiner Umhänge… der große, weiße Mond hing ominös über ihm zwischen grauen, tanzenden Wolken und einem stellenlosen schwarzen Himmel.

Er war schon mal hier gewesen.

Bleib verdammt noch mal weg von mir.

Es war der Traum… der Traum über das Ertrinken.

Snape töten? Snape ermorden?

Sirius wartete. Er wartete darauf, dass das Wasser ihn umschloss und überwältigte.

Du bist nicht anders. Du bist genau wie sie.

Er wartete darauf unter die Oberfläche zu rutschten, zu sinken, zu ertrinken.

Brillant. Perfekt. Passend.

Er wartete und wartet. Regen rann sein Gesicht entlang.

Unter dem Baum ist eine Öffnung in den Wurzeln…

Brillant. Perfekt. Passend.

Bleib verdammt nochmal weg von mir.

Er wartete darauf, dass das Wasser ihn überwältigte. Er wartete darauf, dass das Gras verschwand, wie in seinem Traum, dass das Wasser ihn verschluckte. Sein Auge pulsierte, sein Rücken tat weh. Er wartete darauf, zu sinken und zu ertrinken. Er wartete darauf, dass das Wasser ihn verschluckte, aber das tat es nicht.

Es war nur der Regen.