Würde
Ihr Herz schlug im Takt zu ihren schnellen, leichten Atemzügen gegen ihre Rippen, ihre Lippen teilten sich in gespannter Erwartung, als Hans Lippen sich verführerisch über ihr Rückgrat bewegten, langsam und aufreizend – er war solch ein Aufreißer – er brachte sie an den Rand ihres Verstandes, um sie dann hängenzulassen –
Leias Wimpern flatterten, während sie die Stirn in das Kissen unter ihr drückte und ihre Finger verzweifelt die Laken umklammerten – sie wartete, jeder Zentimeter ihres Körpers brannte, zitterte, vollkommen abhängig von der unbeschreiblichen Spannung der Erwartung seiner nächsten Handlung – sie stöhnte leise, sein Name formte sich auf ihren Lippen, es bestand ein köstlicher Nervenkitzel darin, nicht zu wissen, ob sie als nächstes seinen Mund oder seinen –
Hans Hände schlossen sich um ihre Hüften, seine Lippen lösten sich plötzlich von ihrem unteren Rücken und er kniete sich hinter sie und zog sie fest an sich, die Rückseiten ihrer Oberschenkel schmiegten sich exquisit an seine, als er erneut in sie eindrang.
Leia biss sich auf die Lippe und ihre Finger krümmten sich in den Laken, als die Elektrizität seines Stoßes sie durchfuhr, ihr den Atem nahm und für einen Moment, der sich so gut anfühlte, dass sie bewegungsunfähig wurde, jedes Geräusch erstickte, das sich in ihrer Kehle bilden wollte.
Mit einem Keuchen erlangte sie ihre Stimme zurück und mit einem Sekundenbruchteil Verzögerung rief sie seinen Namen und stemmte sich auf den Unterarmen nach oben. Mit der Hand fuhr sie über ihr Gesicht und durch ihre Haare, sie holte tief Luft und legte nur ganz leicht den Kopf zurück, als er ihre Hüften festhielt und sich zielgerichtet auf den Knien nach vorne lehnte, während er sich in ihr – mit solcher – oh, um Himmels Willen –
Sie ließ den Kopf nach vorne sinken und biss sich auf die Lippe.
„Han", murmelte sie atemlos, vergrub ihre Finger in ihrem Haar und grub die Ellenbogen in die Matratze, um ihm mit ihren Hüften entgegenzukommen.
Han geriet ins Stocken, sein Rhythmus wurde von der energischen Bewegung ihrer Hüften unterbrochen und er lockerte seinen Griff um sie; seine Finger tanzten über ihre Wirbelsäule und kamen für einen Moment an ihrem unteren Rücken zur Ruhe. Sanft drückte er seine Handfläche an die Rückseite ihres Oberschenkels und Leia drückte den Rücken durch, legte die Hände aufs Bett und vergrub ihr Gesicht darin.
Han schob seine Hand unter sie, über ihren Bauch, dann zwischen ihre Beine und nahm seine Bewegungen wieder auf.
Leia keuchte.
„Hmm", stöhnte sie in ihre Handfläche, wobei ihre Zähne über ihre Finger schabten.
Sie hob den Kopf wieder an, ließ ihre Hand zurück in ihre Haare gleiten und ihr Atem fing an zu stocken, als er sie wieder so kurz vor den Höhepunkt brachte, wie sie es vor wenigen Augenblicken schon gewesen war, bevor er sie von dort heruntergeholt hatte – die Entschlossenheit seiner Hand und seiner Hüften sagte ihr allerdings, dass er sie dieses Mal nicht neckte –
„Han", ermutigte sie ihn und stützte sich einen Moment lang auf ihren Handflächen ab, bevor sie entschied, dass auf ihre Ellenbogen kein Verlass war und sich wieder auf die Unterarme sinken ließ. „Verdammt", stöhnte sie und schloss fest die Augen – für einen Augenblick fühlte sie sich, als hätte sie ihre Stimme erneut verloren; dann, bevor sie sich zurückhalten konnte, schrie sie auf, von der Intensität gefangen genommen.
Er wurde ein wenig langsamer, ein leises Stöhnen entkam seinen Lippen, dann wurden seine Bewegungen schneller, eindringlicher – er entspannte sich, ließ sich zurück auf die Fersen sinken und umfasste ihren Knöchel, sanft, aber bestimmt. Immer noch benebelt, gehorchte sie seinem stummen Befehl, sich umzudrehen, schlang die Beine um seine Hüften, griff nach seinen Schultern und wartete gespannt auf seine Berührung, während er sich über sie schob, wieder in sie hineinglitt und seinen Mund über ihre Schulter zu ihrem Ohr wandern ließ, wobei ein Grinsen sich auf seinen Lippen ausbreitete –
„Schätzchen", knurrte er unschuldig – „Bist du gekommen?" – als würde er es nicht wissen, als würde er es nicht immer noch auskosten, seine Selbstbeherrschung durch die heftigen Kontraktionen in ihrem Inneren auf die Probe gestellt –
Leia gab ein verzweifeltes Geräusch von sich, ihr Kopf drehte sich hin und her, und sie warf ihm einen tadelnden Blick zu und bot ihm einen atemlosen Scherz an –
„Nein, das war vorgetäuscht", neckte sie ihn und ihr Atem stockte am Ende ein wenig, weil sie die Nachwirkungen auskostete – sie umklammerte seine Schulter, drückte den Rücken durch und grub ihre Nägel in seine Haut.
Han fluchte und stützte seine Hand über ihrer Schulter ab, in drei unregelmäßigen Stößen verlor er jegliche Kontrolle, seine Lippen fanden ihre zu einem festen, zufriedenen Kuss, während er immer wieder heiser ihren Namen murmelte.
Seine Hüften ruhten schwer auf ihren und sie legte den Kopf zurück und genoss das Gefühl seiner rutschigen, heißen Haut an ihrer, die ungezügelte, sorglose Lust, die sie mit seiner Berührung verband, mit seinem Körper, tief in ihr vergraben – sie schluckte schwer, ihre Wimpern flatterten erneut, als sie den Atem anhielt und ihm übers Haar strich.
Leia stupste mit der Nase gegen seinen Kiefer und neigte den Kopf, bis sie mit den Zähnen über sein Ohrläppchen streifen konnte – „Han", schnurrte sie leise – „Du weißt – wie sehr ich es mag, wenn du mich vögelst, als würdest du mich nicht respektieren – "
Han brummte und hob den Kopf, sein Ausdruck war charmant, schelmisch, ernst –
„Ich respektiere dich."
Ihr Kopf fiel nach hinten und sie nickte, immer noch abgelenkt von der gebieterischen Art, mit der er ihre Hüften nach hinten gegen seine gepresst hatte und sie mit solch – männlicher Selbstsicherheit – genommen hatte –
„Mmhmm", murmelte sie heiser. „Deswegen ist es so", sie leckte sich über die Lippen – „heiß."
Han grinste und senkte seine Lippen zu ihrem Hals –
„Sehr würdelos", knurrte er teuflisch. „Eure Hoheit."
Er begann, seine Hüften nach hinten zu bewegen und sie drückte ihm die Ferse in den unteren Rücken, um ihn dort zu halten, wo er war, von ihm Besitz zu ergreifen, ihre Lippen drückten sich wieder an seinen Kiefer, gesättigt und hungrig zugleich, denn es lag Würde in dem heiligen Verlangen, das ihm und ihr alleine gehörte.
