Romantisch

Seine Augen öffneten sich und schlossen sich sofort wieder, seine Sicht war verschwommen, von Wimpern verdeckt und von Schweiß benebelt, salzig und klebrig. Von einem gerade erst erfolgten, leidenschaftlichen Höhepunkt entspannt, ließ er den Kopf zurück in die Sofakissen sinken, während seine Hände immer noch ehrfürchtig an Leias Hüften lagen.

Sie bewegte sich, glitt auf seinen Hüften nach vorne und sein Kiefer spannte sich an und entspannte sich dann wieder, ein raues Seufzen entkam seinen Lippen. Er war gänzlich auf sie fokussiert und hasste es, die Augen zu öffnen, den Kopf zu heben und den Zauber zu brechen. Ihr Kopf, gegen seine Schulter gelehnt, ruhte schwer und von Stolz erfüllt auf ihm – ihre Lippen, drückten wieder und wieder zittrige, zufriedene Küsse auf sein Schlüsselbein, seinen Hals und seine Schulter; ihre Finger strichen in einer berauschenden Massage durch seine Haare und entfachten seine Lust irgendwie noch einmal aufs Neue.

Er ließ seine Handflächen zu ihrem Rücken gleiten, drückte ihre Hüften nach unten und nach vorne und hielt sie auf diese Weise sogar danach noch so nah wie möglich bei sich. Er schluckte schwer, genoss ihre Wärme auf ihm, immer noch in der engen Umarmung ihres Körpers gefangen – sein Mund bewegte sich in einem rohen, lautlosen Fluch; er konnte immer noch das Flattern in ihrem Körper spüren und hielt sie fest.

Es lag etwas so – Ursprüngliches – in Momenten wie diesen; der alle Sinne benebelnde Rausch, der auftrat, wenn eine sanfte, subtile Berührung der Wange mit der Handfläche sich zu etwas Schnellem, Rauem und Spontanem entwickelte, ein stürmisches und unerwartetes – aber überaus willkommenes – Abenteuer auf der Couch, ein halb bekleideter, atemberaubender, abrupter Beginn und ein Ende wie ein Feuerwerk –

Das Vielversprechendste daran war, dass dies einem Funken ähnelte, einem Aufflackern, bevor die Flamme sich zeigte – der laute, eindringliche, berauschende Genuss einer schnellen Nummer im Wohnzimmer war immer, immer dazu bestimmt, sich die ganze Nacht lang mit anhaltender, brennender Intensität fortzusetzen –

Leia murmelte etwas an seiner Haut, ihre Lippen bewegten sich über seinen Hals und sie rutschte langsam, ganz langsam wieder nach vorne. Sie ignorierte den protestierenden Schmerz zwischen ihren Beinen, das Signal ihres Körpers, das ihr mitteilte, dass es Zeit war, sich von ihm zu lösen und zu Atem zu kommen – scheiß drauf, fluchte sie in Gedanken vorlaut – ich will ihn in mir haben, auch wenn es vorbei ist –

„Mmm", murmelte sie und ihre Stimme summte unter seiner Haut. „Du fühlst dich so gut an", flüsterte sie, ihr Mund an seinem Kiefer war heiß, ihre Zunge und Zähne streiften sein Ohr.

Er drehte den Kopf ein wenig und hob ihn schließlich an, um ihr in die Augen zu sehen. Einen Moment lang hielt er ihren Blick mit seinem fest, dann hob er den Kopf weiter an, küsste ihren Kiefer und setzte sich auf, um sie auf die Lippen zu küssen. Sie vergrub ihre Finger fester in seinem Haar und hielt an seinen Lippen den Atem an.

Über ihrer Schulter schimmerte der Holoprojektor, stumm, in ihrer Lust vernachlässigt. Han schloss für einen Moment die Augen, vergrub sein Gesicht an ihrem Hals und nahm einen tiefen Atemzug.

Du fühlst dich gut an", bemerkte er gedehnt, seine Worte gedämpft.

Er seufzte und stöhnte leise in ihre Haut – alleine der Gedanke daran sorgte dafür, dass ihm wieder heiß wurde – als hätte er sich jemals abgekühlt – er dachte an ihre Hände auf seinen Schultern, wie sie sich mit den Händen an der Couch hinter ihm abstützte, die raue Bewegung ihrer Hüften, den perfekten, verlockenden Schwung ihrer Lippen, während sie seinem Blick standhielt und auf ihm ritt, das Zucken ihrer Wimpern, nachdem sie ihn zum Kommen gebracht hatte – die Art, wie ein triumphierendes Grinsen über ihr Gesicht huschte, bevor sie die Augen schloss, den Kopf zurückwarf und sich ihrem eigenen Höhepunkt hingab.

„So…verdammt gut", brachte er hervor.

Sie schluckte schwer und spannte die Muskeln an, vom Bauch bis zur Leiste, langsam und zielgerichtet, ihre Lippen lagen wieder an seinem Ohr, ihre Wimpern streiften seine Schläfe –

„Wenn ich…das tue, damit weitermache", murmelte sie – ein erneutes Anspannen ihrer Muskeln – „kann ich…glaube ich, fühlen, wie du in mir", sie küsste seinen Kiefer, „wieder hart wirst."

Han schluckte schwer und ließ ein kurzes, heiseres Lachen ertönen – die eine Hälfte von ihm dachte, es würde wie ein Zauber auf ihn wirken; die andere Hälfte dachte, es könnte sie verletzen, es zu versuchen –

„Willst du das hier ins Bett verlegen?", schlug er stattdessen vor.

Leia küsste erneut seinen Kiefer. Dann schüttelte sie den Kopf, während sie ihm immer noch durchs Haar strich und drückte sich dichter an ihn.

„Ich will mich nicht bewegen", wisperte sie – sie war zufrieden damit, auf ihm zu liegen, ihn in ihr zu haben, wo er hingehörte, bis die physischen Gegebenheiten es zu unbequem werden ließen –

„So schön?", fragte er und drückte besitzergreifend ihre Hüfte.

Sie nickte und ihr Atem stockte für einen Augenblick in ihrer Kehle.

„So schön", wiederholte sie und leckte sich über die Lippen – „und ich will keine Sauerei anrichten", neckte sie ihn sanft – ihre Zähne streiften sein Ohr und er schloss die Augen und ließ seine Hand hinunter zu ihrem Oberschenkel gleiten, zu der feuchten Stelle, wo ihre Beine aufeinandertrafen.

Sie hörte ein leises Knurren tief in seiner Kehle, biss sich auf die Lippen und drückte lächelnd das Gesicht in seine Haare.

„Und ich dachte, du wolltest romantisch sein", murmelte Han.

Ihre Finger gruben sich fest in seine Haare, hielten seine Schläfe besitzergreifend an ihren Lippen, voller Lust, mit einer energischen Zärtlichkeit –

„Du fühlst dich", sagte sie erneut, ihre Stimme leise und schön, „so gut an."

Und Han ließ seinen Kopf wieder nach hinten sinken, schmeckte Salz und Schweiß auf ihren Lippen, als sie ihn küsste und drückte seine Hand ehrfürchtig gegen ihren Oberschenkel.